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Zurück   Alfa Romeo Forum > Top-Beiträge (Wissensdatenbank) > TopThreads: Alfa 145, 146, 147, 155, 156, 166, GT, GTV & Spider (916)

 
 
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  #1  
Alt 30.05.2007, 20:07
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Dabei seit: Nov 2003 - Wohnort: D-31 n/a
Alfa Romeo: Bäänz W205 (220 BT), AR 937
Die ausführliche Alfa 147 Kaufberatung

Achtung: Recht langer Text


Mit steigendem Alter des Alfa 147 nimmt auch das Interesse der Gebrauchtwagenkäufer an diesem Fahrzeugtyp zu, besonders seitdem eine recht große Anzahl von Fahrzeugen unter die magische 5-stellige Eurogrenze rutscht… Die folgende Kaufberatung soll als Hilfestellung für den Käufer zum einen auf die Schwächen des Wagens hinweisen und zum anderen einen Einblick in die Modellgeschichte und Technik geben.

Technische Basis
Der Alfa 147 wird im Alfa Romeo-Sprachgebrauch als Typ 937 bezeichnet, ebenso wie das GT-Coupe (auch wenn einige wenige immer noch glauben, dass der GT das Coupe des 156er ist…). Es lassen sich deshalb viele Abschnitte auf den GT (und mit Abstrichen auch auf den Alfa 156 (Typ 932)) übertragen, da die technische Basis bei den drei Modellen weitestgehend gleich ist.

Modellabriss
Als Nachfolger des 145/146 wurde der Alfa 147 2000 auf dem Turiner Salon vorgestellt; die Markteinführung in Deutschland für den 3-Türer erfolgte im Januar 2001, für den 5-Türer mit optisch versteckten hinteren Türgriffen im Stile des 156er im Mai 2001.

Die Karosserie bedient sich einiger Stilzitate aus der Geschichte Alfa Romeos, ohne dabei dem Retrodesign zu verfallen. Nachteil des extravaganten Äußeren ist der relativ geringe Platz im Innenraum, besonders auf der Rückbank und im Kofferraum (275L Volumen). Das Kofferraumvolumen wuchs im Zuge im Zuge der Einführung der Serie 2 auf 292 Liter; erreicht wurde dies durch die Ersetzung des Notrades durch ein Tire-Fit-System.

Im Laufe der Bauzeit erhielt der Alfa 147 zwei Modellpflegen, die Fahrzeuge werden daher wie folgt bezeichnet:
  • Ohne Facelift: Serie 1 (ab 2000)
  • Mit Facelift 1: Serie 2 (ab 2004)
  • Mit Facelift 2: Serie 3 (ab 2006/07)

Die elegante Karosserie sowie der aufwendig gestaltete Innenraum der Serie 1 überzeugten nicht nur das Publikum, sondern auch die Motorpresse (Gewinn des goldenen Lenkrades 2001).
Zur Markteinführung standen 3 Benziner (105 bis 150 PS) sowie ein 110 PS starker Diesel zur Verfügung. Die Leistung des Diesels wurde allerdings sehr schnell auf 115 PS erhöht, deshalb findet man 110PS-starke JTDs besonders in Deutschland nur schwerlich. Die Kunden konnten zwischen 2 Ausstattungslinien (Progression und Distinctive) wählen. Im Jahr 2003 rundeten sowohl die Ausstattungslinie „Impression“ als auch ein 100PS starker Basisdiesel das Produktportfolio nach unten ab
[Bilder von 3+5 Türer, Serie 1]

Im Jahr 2004 erfolgte das erste Facelift, das unschwer an der geänderten Front und neu gestyltem Innenraum erkennbar ist. Eine Chromleiste verzierte für einige Produktionsmonate die Heckklappe. Doch auch unter dem Blechkleid wurden viele Details verändert.
[(Bild vom Facelift außen, Innen]

Um die sinkenden Verkaufszahlen des 147 zu stoppen und die Zeit bis zur Einführung des Nachfolgers 149 (ca. 2008/09) zu überbrücken, wurde der 147 ein weiteres Mal überarbeitet. Technisches Highlight ist die Einführung eines Vorderachssperrdifferentials für den 150PS-Diesel, das den Namen Q2 trägt. [Bilder Serie 3]

Sicherheitsausstattung
Alle Alfa 147 verfügen über ABS (mit elektronischer Bremskraftverteilung) sowie 6 Airbags (je 2 Front-, Seiten und Kopfairbags). Der Beifahrerairbag ist mittels Zündschlüssel zum Transport von rückwärtsgerichteten Babyschalen deaktivierbar. Je nach Motorisierung und Modelljahr sind außerdem ASR (mit MSR und EDS) sowie ESP (hört bei Alfa auf den Namen VDC) vorhanden, wobei das VDC aufgrund des sauber abgestimmten Fahrwerks nicht wirklich notwendig ist (und sich „offiziell“ auch nicht abschalten lässt).
Trotz der Airbags ist das Crashverhalten des 147er bestenfalls Durchschnitt. Grund hierfür ist die geringe Steifigkeit der Karosserie in Bezug auf einen Frontalaufprall. [Link zu EuroNCAP] Mit dem Facelift von 2004 soll auch diese Schwachstelle durch einen verstärkten Unterboden verbessert worden sein. Ein neuer, öffentlicher Crashtest fand jedoch noch nicht statt (jedenfalls sind keine Ergebnisse bekannt).

Motorisierungen
Es gibt für den 147 drei Vierzylinder- und einen Sechszylinderbenzinmotor. Darüber hinaus ist der 1.9 jtd in mehreren Leistungsstufen erhältlich. Die „Verbindung“ zwischen Kurbelwelle und Nockenwelle(n) wird sowohl bei TS, V6 und jtd durch einen Zahnriemen sichergestellt. Allen Benzinmotoren ist Drehfreudigkeit und der sonore Klang gemein.

1.6eco TS
Der Motor leistet 105 PS bei 5600 U/Min und 140 Nm bei 4200 U/Min und stellt die Einstiegsmotorisierung dar. Der Motor verfügt über 4 Ventile/Zylinder und Doppelzündung („Twin Spark“). Der Zündkerzenwechselintervall beträgt 60000 km, da konventionelle Zündkerzen verbaut werden.

1.6 TS
Im Gegensatz zum „Eco” verfügt der 120 PS (bei 6200 U/Min) und 146 Nm (bei 4200 U/ Min) starke 1.6 Liter über 8 Platinzündkerzen (100000 km Wechselintervall) und einen Phasensteller, der die Einlassnockenwelle im unteren Drehzahlbereich so verstellt, dass mehr Drehmoment vorhanden ist. Zur genaueren Funktionsweise des Phasenstellers siehe hier: [Link zu Pedis HP]
Der Unterschied in den Fahrleistungen zwischen den Motoren ist nur gering, allenfalls die etwas bessere Drehfreudigkeit spricht für die 120 PS-Version.

2.0 TS
Der Motor leistet 150 PS (bei 6300 U/Min) und 181 Nm (bei 3800 U/Min). Auch in diesem Motor sind 8 Platinzündkerzen und der Phasensteller verbaut. Der Motor ist des weiteren mit zwei Ausgleichswellen ausgestattet, die sich positiv auf die Laufruhe auswirken. Dank des größeren Hubraums wirkt der Zweiliter deutlich agiler als seine kleineren Brüder, lässt sich dies aber auch an der Tankstelle bezahlen.
Eine gute Wahl für diejenigen, die zügig vorankommen wollen und keinen Diesel fahren möchten.

3.2 V6 „GTA“
Auch der legendäre Alfa-V6 mit 3.2 Liter Hubraum und 250PS sowie 306 Nm fand seinen Weg ein Jahr später, nachdem sich bereits der 156 mit den drei ruhmreichen Buchstaben schmücken durfte, unter die Motorhaube des kompakten 147. Die letzten Exemplare verließen Ende 2005 die Werkshallen in Pomigliano d’Arco.
Die Fahrleistungen sind herausragend, der Sound göttlich. Einzig der bei artgerechter Haltung hohe Verbrauch trübt das Bild.
[Bild 147 GTA, Motorraum ]

Dieselmotoren
Analog zum 156 werden auch im 147 nur Common-Rail (CR)- Diesel verbaut. Allerdings ist dies nur der vierzylindrige 1.9 mit 1910 ccm, der 2487ccm große Fünfzylinder wird seitens Alfa Romeo nicht angeboten. Im Lauf der Jahre wird die CR-Technologie in Bezug auf Leistung, Geräusch- und Abgasverhalten immer weiter optimiert.

Die JTD-Unijet-Diesel
Leisten anfangs110, kurz darauf 115 PS (bei 4000 U/Min) und 275 Nm (bei 2000 U/Min). Der Einspritzdruck beträgt 1300 bar. Des Weiteren sind Vor- und Haupteinspritzung im Motormanagement Bosch EDC 15 integriert, die das Verbrennungsgeräusch reduzieren und die Abgasqualität verbessern.
Der Turbolader verfügt über eine variable Geometrie, ein Turboloch ist dennoch unter 1500 U/Min vorhanden (aber wer fährt schon mit derartigen Drehzahlen durch die Gegend?).
Das Ventilspiel wird mittels Einstellplättchen („Shims“) eingestellt; eine Kontrolle soll alle 40000 km erfolgen.
Der 2003 ins Programm genommene Basisdiesel leistet 100PS und 200 Nm (bei 2000 U/Min) und war ausschließlich mit der Ausstattungslinie „Impression“ kombinierbar. Die Leistungsreduzierung ist durch eine andere Software sowie durch einen Turbolader mit fester Geometrie begründet. Auf Grund der Leistung und der mageren Ausstattung (und bei gleichen Wartungskosten im Vergleich zum 115PS-Motor) spielt dieser Antrieb keine Rolle auf dem Gebrauchtwagenmarkt.
Eine Ersetzung durch den ebenfalls 100PS starken Multijet-Motor (bekannt aus Fiat Idea und Lancia Musa) erfolgte nicht mehr, so dass diese Motorisierung wieder aus dem Programm verschwand.
Alle in Deutschland vertriebenen Unijet-Diesel erfüllen die Schadstoffnorm „Euro 3“.

Die JTD-Multijet-Diesel
Der erste Vertreter dieser Art erschien Ende 2002 im 147 und leistete 140 PS und 305Nm. Ab dem 2004er Facelift wuchs die Leistung auf 150PS, das Drehmoment blieb jedoch gleich. Neu ist der gesteigerte Einspritzdruck (jetzt 1400 Bar), Vierventiltechnik und Verwendung des Motormanagements EDC 16 von Bosch.
Da die Unijet-Motoren die ab 1.1.2006 geltende Abgasnorm Euro 4 nicht erfüllen, und sich auch nicht einfach mit einem Rußpartikelfilter (geschlossenes System) ausstatten lassen, wurde der jtd 8v durch einen Multijet-Motor mit ebenfalls 8 Ventilen ersetzt. Die Leistung wuchs auf 120PS (bei 4000 U/Min), das Drehmoment stieg auf 280 Nm (bei 2000 U/Min).
Die Einstellung des Ventilspiels erfolgt bei den Multijet-Motoren selbsttätig mittels Hydrostößeln, einzig der 8v besitzt weiterhin die Plättchenmethode (siehe oben).
Mehr Informationen über die 16V-Mulijet-Motoren kann man unter: Alfa Romeo Community: Technik & Wissen finden.
Zur Einstufung in Schadstoffklassen lässt sich Folgendes sagen: Fahrzeuge bis etwa Ende 2005 erfüllen die Euro 3-Normen, Fahrzeuge ab Baujahr 2006 erfüllen die Euro 4-Normen. Ab Mitte März 2006 lässt sich auch ein Dieselpartikelfilter optional bestellen, der kurz darauf serienmäßig verbaut wird. (Dafür wurde der Grundpreis angehoben).

Getriebe
Die Schaltbox der 4- Zylinder-Benziner entstammt der Baureihe C510 und ist je nach Motorleistung mit verschiedenen Übersetzungen versehen. Der Kupplungsnehmerzylinder ist innenliegend in der Getriebeglocke zu finden.

V6 und JTD verfügen über ein Getriebe der Baureihe C530. Kennzeichnend ist hier der außenliegende Kupplungsnehmerzylinder, Rückwärtsgangarretierung sowie der vollsynchronisierte Rückwärtsgang.
Der GTA verfügt über 6 Fahrstufen, ebenso wie der JTD mit mehr als 140 PS Leistung.
Die „kleineren“ JTD haben hingegen nur 5 Gänge. Die Übersetzungen in den Gängen 1 bis 5 sind bei den 115, 140 und 150 PS JTD gleich. Einzig der 100Ps-Diesel ist kürzer übersetzt, um der mangelnden Leistung gerecht zu werden.

Selespeed
Der 2.0 TS ist wahlweise auch mit einem automatisierten Getriebe erhältlich. Dieses hört bei Alfa auf den Namen Selespeed. Weiterführende Informationen zur Funktionsweise kann man unter Alfa Romeo Community: Technik & Wissen finden.
Von 2004 bis 2005 ergänzte das automatisierte Getriebe „Easyspeed“ die Optionsliste. Die Funktionsweise ist wie beim „Selespeed“, allerdings lässt sich das „Easyspeed“ nicht über Tasten am Lenkrad bedienen.

Q2
---under construction----


Ausstattungslinien

Generell ist zu sagen, dass die Ausstattungen im Detail jedes Modelljahr differieren. Auch sogenannte EU-Importfahrzeuge können andere Ausstattungen aufweisen, als in Deutschland üblich. Daher können im folgenden Abschnitt nicht alle Feinheiten berücksichtigt werden. Hier hilft nur der Blick in die jeweils aktuelle Preisliste.

Impression
Ab 2003 die Basisausstattung für einige Motorvarianten (TS eco, jtd 100 und 115). Sehr spartanisch; Klima und Radio kosten Aufpreis. Wird sehr, sehr selten verkauft, da die notwendigen Extras letztendlich teurer sind als die Wahl einer höheren Ausstattungslinie. Beim jtd muss auch die Wahl des absolut empfehlenswerten elektrischen Zuheizers extra bezahlt werden.

Progression
Hier ist eigentlich alles vorhanden, was der/die Automobilist(in) von heute benötigt. Dazu zählen sowohl Klimaanlage als auch ein Kassetten-Radio, das in der Serie 3 einem CD-Radio weichen muss.

Distinctive
Die Luxusausführung mit serienmäßiger 2-Zonen-Klimaautomatik, die es in anderen Ausstattungen bei Serie 1 und 2 weder für Geld noch für gute Worte zu kaufen gibt. Beinhaltet die Features der „Progression“ sowie u.a. Mittelarmlehne, CD-Radio, Alu-Felgen, Lederlenkrad sowie einen Tempomat in Serie 1 und 3. Beim 2.0TS ist „Distinctive“ Serienausstattung. Serie1-Fahrzeuge des 2.0 TS verfügen darüber hinaus über das Bose-Sound-System. Vorführwagen sind oft reichhaltig mit Extraausstattung versehen.

Sondermodelle/Austattungspakete

Serie 1:
Shape,
Basiert auf der Ausstattungslinie Distinctive und wurde in Kooperation mit der Zeitschrift „Shape“ (dem „Fitness-Magazin für Frauen“) auf den Markt gebracht. Kennzeichnend ist die einheitliche Farbe des Modells (Luce di Amalfi), eine Lederausstattung in Beige sowie das Glasschiebedach. Einzig mögliche Motorisierung ist der 1.6Ts eco.

Edizione cup,
angelehnt an den 147 Cup, der in Deutschland mit leistungsgesteigerten 1.9 jtd-Fahrzeugen ausgetragen wird, bringt Alfa Romeo jtd-Modelle (8 und 16 v) mit sportlicher Zusatzausstattung auf den Markt. Basis ist der 3-Türer als Progression, der um einen Dachspoiler, 17-Zoll-Räder , schwarze Frontscheinwerfer und ein CD-Radio mit Lenkradfernbedienung ergänzt wird.
Einzig mögliche Außenfarben sind Alfa Rot und Luxor Schwarz.

TI
ist eher als eigenständige Ausstattungslinie für den 3-Türer denn als Sondermodell zu sehen, da das TI-Paket mit allen Motorisierungen und den Ausstattungen Progression und Distinctive kombiniert werden kann. Es umfasst folgendes: “ Leichtmetallfelge, 7J x17" mit Bereifung 215/45, Heckspoiler, spezielle Bremsbeläge, TI-Logo am Heck, Wegfall des Motorschriftzugs, Scheinwerfer mit schwarzem Hintergrund, Leder-Sportsitze in Schwarz mit roter Naht, Leder-Lenkrad und -Schaltknauf, Radiobedienung am Lenkrad in Dunkelgrau, 3. Kopfstütze und 3-Punkt-Automatikgurt, Mittelarmlehne hinten, Gepäcknetz im Kofferraum, Aluminium-Einstiegsleisten mit TI-Schriftzug, Dachhimmel, Türverkleidungen, Seitenverkleidungen und Sonnenblenden in Schwarz, Armaturenbrett in Schwarz, Ziffernblätter rot beleuchtet und mit schwarzem Hintergrund, Fußmatten in Schwarz mit TI-Logo.“

Serie 2:
Eleganza
Dieses Sondermodell für den 5-Türer basiert auf der Linie „Progression“ und ist daher nicht für den 2.0TS erhältlich. „Eleganza“ umfasst 15-Zoll-LM-Räder „Elegant“, CD-Radio, Metalliclackierung, Komfortpaket und Alfatex-Sitzbezüge.

Sportiva
Dieses Sondermodell sowohl für den 3 als auch für den 5-Türer basiert auf der Linie „Progression“ und ist daher nicht für den 2.0TS erhältlich. Das Paket besteht aus 17-Zoll-LM-Rädern „Sportspeiche II“, Sportfahrwerk (Tieferlegung zwischen 4 und 14 mm), CD-Radio, Metalliclackierung und Sitzen mit sportiv-schwarzem Stoff.

Linea Nera
Kennzeichnend für dieses Modell ist das mattschwarz lackierte Dach sowie ein Sportfahrwerk, ein Heckspoiler und ein verchromtes Endrohr. Kombinierbar ist das Paket mit allen Motoren (außer dem 2.0TS) und den Ausstattungen Progression oder Distinctive.

Serie 3:
Sportiva
Die Progression-Linie wird um folgendes Zubehör ergänzt: LM-Räder, Sportfahrwerk, Metallic-Lack, Dachspoiler und spezielle Sitzbezüge.

Collezione
Kennzeichnend sind ein zweifarbiges Armaturenbrett und Sitze sowie LM-Räder.

BlackLine
Gleicher Umfang wie „Linea Nera“

Q2
Ergänzt den 16v-jtd Distinctive um ein Sperrdifferential und allerlei optischen Schnick-Schnack.


Überblick über die wichtigsten Zusatzausstattungen
Alarmanlage = Diebstahlwarnanlage:
Beinhaltet Innenraumüberwachung und Abschleppschutz; erkennbar daran, dass beim Öffnen/Schließen per Schlüssel ein Piepen ertönt (lässt sich auch per Examiner deaktivieren); nicht unbedingt sinnvolles Detail; da z.B. das Öffnen des Kofferraums per Funk erst vorheriges Entriegeln aller Türen erfordert.

Xenon-Scheinwerfer:

In der Kompaktklasse sind Xenon-Scheinwerfer eher selten zu finden. Dies mag auch am hohen Preis liegen. Die Lichtausbeute ist nicht viel größer als bei den konventionellen Scheinwerfern des Alfa 147.

Metallic-Lack:

Es stehen 2 verschiedene Arten zur Auswahl: „Normaler“ Metalliclack sowie ein irisierender Lack („Azzuro Nuvola“ bzw. beim GTA „Nuvola Weiß“ ). Der Aufpreis für den irisierenden Lack ist fürstlich (1700€), was logischerweise nicht der Verbreitung förderlich ist.
[Bild irisierender Lack]

Ledersitze:

Überzeugen durch gute Lederqualität und lassen sich leicht reinigen. Sitzkontur ist analog zu den Serienstoffsitzen.

Leder-Sportsitze:
Sportiv geschnittene Ledersitze mit farblich abgesetzten Ziernähten; bieten sehr guten Seitenhalt. Die Wahl sollte vom Hüftumfang abhängig gemacht werden; daher: Probesitzen notwendig.

Winterpakete:
umfassen z.B. Sitzheizung, beheizte Scheibenwaschdüsen, Regen- und Geruchsensor:
also alles Extras, die nicht unbedingt notwendig sind, schaden tun sie aber auch nicht. Sind daher eine reine Geschmacks- und Geldfrage.

Bose-Sound-System:

Ist serienmäßig beim 2.0TS bis zum Facelift verbaut und kann für alle anderen Varianten als Extra geordert werden. Über die Soundqualität streiten sich die Experten; die einen sind zufrieden (auch in Hinblick auf die Optik), andere bemängeln die schwache Leistung des Verstärkers sowie die ungünstige Position der Hochtöner, die an gleicher Stelle wie die Tieftöner montiert sind (Coax-System). Die mit dem Bose-Schriftzug versehenen Hochtönerabdeckungen sind leer. [Foto Tür]

Connect Nav/ Connect Nav(+):
Ab Werk stehen 2 verschiedene Navigationssysteme zur Wahl. Zum einen das Connect Nav und zum anderen das Connect Nav(+). Beim Connect Nav ist die Darstellung der Navigationspiktogramme monochrom, das Nav(+) stellt Karten in Farbe dar, des weiteren ist Sprachsteuerung sowie Sprachaufzeichnung vorhanden. mp3’s kann nur das Connect Nav abspielen.
Die Bedienung ist umständlich, die Berechnung der Route langsam. Allenfalls die stimmige Optik und das Telefon können überzeugen. In Relation zum Preis von 2300 bzw. 2600€ ist dies natürlich ein bisschen zu wenig.
Mobile Navigationsgeräte kosten nur einen Bruchteil und leisten bessere Dienste.
[Bilder von beiden]

Kassetten-/ CD-Radio / CD-Radio mit mp3:
Die werksseitig eingebauten Radios sind von Blaupunkt. Allerdings können sie nicht unbedingt überzeugen, da Alfa Romeo (wohl als Sparmaßnahme) nur unterste OEM-Qualität orderte.

CD-Wechsler:

Werksseitig ist nur ein Zehnfach-Wechsler verfügbar. Dieser ist der Blaupunkt CDC-A08.

Leichtmetall-Felgen:
Da die Vielzahl der von Alfa-Romeo sowie der Zubehörhersteller vertriebenen Leichtmetallfelgen den Rahmen der Kaufberatung sprengen würde, ist hier nur auf die Standartgrößen der Vierzylinder ab Werk hingewiesen.

Felge Einpresstiefe (ET)in mm Dazugehörige Reifengröße(n)
6Jx15 37,5 185/65R15 88H
6,5J15 41,5 195/60R15 88V
6,5Jx16 41,5 205/55R16 91W
7Jx17 40,5 215/45R17 87W

Wer auf andere Dimensionen umrüsten lassen will bzw. diese an einem Fahrzeug vorfindet, kann den Reifenumfangsrechner (Link) zur Rate ziehen.

Versicherungsklassen (Stand xyz)
[Tabelle]

Hinweise zum Kauf und Schwachstellen
Der bessere Kauf ist ein Wagen mit Wartungsnachweis und mehr Kilometern als einer ohne Wartung und weniger Kilometer.
Die planmäßige Wartung erfolgt entweder nach einem Jahr oder 20000 km, egal ob Benziner oder Diesel. Durchgeführt wird hierbei der Wechsel aller Filter sowie des Motoröles.
Je nach Kilometerstand werden darüber hinaus weitere Arbeiten wie zum Beispiel Erneuerung der Bremsflüssigkeit, der Zündkerzen, des Zahnriemens fällig. Es ist darauf zu achten, dass kein „Wartungsstau“ vorhanden ist (ansonsten den Preis entsprechend mindern), da gerade umfangreiche Arbeiten wie der Tausch von Zahnriemen, oder Kupplung sehr arbeitsintensiv und damit teuer sind. Bei einer Besichtigung empfiehlt es sich, den Wagen Probe zu fahren sowie auf einer Hebebühne (falls vorhanden) zu prüfen. Nur den frisch aufbereiteten und polierten Lack anzusehen, reicht nicht!

Karosserie:
Spaltmaße auf Audi-Niveau sowie äußerste Verwindungssteifigkeit können nicht erwartet werden, jedoch ist die Verarbeitung als routiniert zu bezeichnen. Ebenenversatz ist nur selten anzutreffen, ungleiche Spaltmaße um die Scheinwerfer dagegen umso öfter. Rost spielt dank verzinkter Bleche und Hohlraumversiegelung keine Rolle mehr, allenfalls an Fahrwerksteilen und Blechkanten ist ungefährlicher Schnittkantenrost zu finden. Diese Korrosion beeinträchtigt nur die Optik, nicht jedoch die Funktion.
Die Lackierung ist nicht immer optimal, „Orangenhaut“ und Einschlüsse sind oft zu finden. Auch ist der Lack sehr weich und Steinschläge finden sich besonders auf der Motorhaube und rund um das „Scudetto“. [Bild]
Eine schwarze Kunststoff-Spoilerlippe an der Frontschürze fehlt bei sehr vielen 147, da sie durch höhere Bordsteinkanten, Hindernisse, etc. abgerissen wurde. Dies hat aber keinen Einfluss auf die Optik oder die Fahreigenschaften.

Motor/Antrieb/Abgas:
Allgemein lässt sich sagen, das die Motoren sowie ihre Nebenaggregate recht problemlos sind, sofern der Vorbesitzer diesen die nötige Pflege angedeihen ließ.
Besonders bei tiefergelegten Fahrzeugen ist die untere Motorschutzabdeckung aus Kunststoff entweder lose, nur noch in Bruchstücken oder gar nicht mehr vorhanden. Dennoch sollte sie funktionstüchtig sein, damit weniger Dreck und Wasser (Elektrik) in den Motorraum gelangt. Abhilfe schafft die Montage einer Verkleidung aus Aluminium, die gleichzeitig auf Grund ihrer kompakteren Bauform die Bodenfreiheit ein wenig erhöht.
Die Schaltung verhärtet sowohl bei TS als auch bei jtd mit der Zeit; Ursache ist eine Schwergängigkeit des Umlenkers auf dem Getriebe. Das Problem läßt sich durch Zerlegen und Fetten des besagten Umlenkers wieder beseitigen.
Ist keine kompetente Werkstatt oder handwerkliches Geschick vorhanden, kann der Kauf eines Selespeed-147 eine größere finanzielle Belastung werden. Nicht alle Vertragswerkstätten haben entsprechendes Know-how, um die oft vorhanden Macken des Systems (u.a. ruckeliges Anfahren, Gänge vergessen) kurieren zu können.
Die Abgasanlage, besonders der Endschalldämpfer (liebevoll „Brotkasten“genannt) neigt zu starker Korrosion. In der Serie wurde deshalb der Endtopf mehrfach verbessert.
Für den Gebrauchtwagenkäufer bedeutet dies, dass man häufig auf nachgerüstete sportliche Endschalldämpfer aus dem Zubehör trifft, da der Preis des Originalteiles in keiner Relation zur Qualität steht. Achten sollte der Käufer darauf, dass diese Teile in die Fahrzeugpapiere eingetragen sind bzw. dass die EG-ABE vorhanden ist!
Ein Schnarren bei gewissen Drehzahlen deutet auf losvibrierte bzw. gerissene Hitzeschutzbleche am Kümmer. Betroffen hiervon sind besonders die 1.6-TS-Motoren. In der Serie wurden diese Bleche und deren Befestigung abgeändert und verbessert.

TS:
Die Achillesferse dieser Motoren ist neben mangelhaftem Verständnis des Besitzers der Zahnriemen. Wird der sachgerechte Tausch, also inklusive Wechsel der Spann/Umlenkrollen, der entsprechenden Teile des Riemens der Ausgleichswellen (2.0TS), des Polyriemens und der Wasserpumpe mit Hilfe Nockenwellenarretierungsböcken, unterlassen, prallen Ventile und Kolben aufeinander. Die Folge ist ein Motorschaden, da die TS-Aggregate keine Freiläufer sind. Im günstigsten Falle kostet diese Reparatur etwa 1500€ (AT-Kopf inkl. Einbau). Auf grund von vielen Schäden sowie Erkenntnisgewinns setzte Alfa Romeo das offizielle Wechselintervall auf 60000km oder 4 Jahre herabgesetzt.( Service-News NR. 100706 ). Alle anderen Angaben in zum Beispiel in den Betriebsanleitungen haben keine Gültigkeit mehr. Beim Kauf ist darauf zu achten, dass dieser kostenintensive Wartungspunkt korrekt abgearbeitet wurde, sonst den Preis entsprechend mindern.
Elementar wichtig ist es außerdem, dass der Benutzer regelmäßig den Stand des Motoröls kontrolliert, da bei artgerechtem Einsatz der Verbrauch des Schmierstoffes auch mal mehr als 1Liter auf 1000km sein kann (Volumen zwischen Minimum und Maximum auf dem Messstab: 1 Liter). Leider besitzen die TS-Versionen keine Ölstandsanzeige, sondern nur eine Anzeige für mangelhaften Öldruck. Wenn die aufleuchtet, kann es schon zu spät sein…. Des Weiteren erreichen die Motoren wegen ihrer langhubigen Tendenz sehr hohe Öltemperaturen. Bei dauerhaft forcierter schneller Fahrt empfiehlt sich neben der Verwendung eines geeigneten Öles auch die Installation eines Ölkühlers. Empfohlen für diese „sportliche“ Fahrweise ist laut Werk 10w60, für alle anderen Einsatzzwecke reicht ein 10w-40 Öl aus.
Zeigen sich bei warmgefahrenem Motor Geräusche, die an das Verbrennungsgeräusch eines Diesels erinnern, so ist der Phasensteller defekt, d.h. die Feder im Inneren verschlissen. Seitens Alfa Romeo sind sowohl der komplette Phasensteller als auch ein Überholset lieferbar.
Die Motorelektronik ist bis auf gelegentlich versagende Luftmassenmesser sowie verschmutzte Drosselklappen problemlos.
Eine kleine Gemeinheit lauert bei den Eco-Versionen bis Baujahr 2003: Ein Alubügel, der unter dem Krümmerrohr verläuft, verringert die Bodenfreiheit. Dummerweise ist dieser direkt mit der Ölwanne verbunden. Abhilfe schafft hier eine kleine Modifikation, wie sie in Post #52 beschrieben ist: Alfa Romeo Forum - Powered by alfisti.net, the Alfa Romeo Community , falls dem Käufer diese Veränderung überhaupt auffällt.

JTD:
Die jtd-Motoren zeichnen sich im allgemeinen durch Problemlosigkeit aus.
Um ein langes Motorleben und Schäden an teueren Bauteilen zu verhindern, sollte auch hier eine sachgerechte Wartung erfolgen. Das heißt, dass das Ventilspiel regelmäßig eingestellt wird (Versionen 8v) und der Kraftstofffilter gewechselt werden.
Der Vorbesitzer sollte auch nach Vollgasorgien (und dazu verführen die für Dieselmotoren drehfreudigen jtd leider) den Motor vor dem entgültigen Abstellen einige Zeit im Leerlauf weiter laufen lassen, da sonst das Öl im Turbolader verkoken kann. Ein neuer Turbo kostet inklusive Einbau mehr als 1200€.
Der Zahnriemen ist auch hier ein kritischer Punkt und sollte trotz 120000-km-Werksempfehlung alle 100000km inklusive Spann- und Umlenkrolle ausgetauscht werden. Des Weiteren sollte bei dieser Wartung unbedingt auch der Spanner des Polyriemens erneuert werden.
Bringt der Motor keine Leistung, ist als erstes der LMM verdächtig. Dieses oft und gern gekaufte Ersatzteil wurde im Laufe der Jahre überarbeitet und der Teilepreis gesenkt.
Weitere Fehlerquellen sind Undichtigkeiten im Ladedruckbereich, hauptsächlich verursacht durch Marderbisse und eine Schraube, die den Schlauch zwischen Turbolader und Ladeluftkühler perforiert. Inzwischen wurde die Konstruktion verbessert.
Gelegentlich versagen auch die OT-Geber an der Kurbelwelle. Eine besondere Häufung dieses Problems tritt in den Baujahren 2003 und 2004 auf.
Die Kupplung ist dem Drehmoment der Diesel nicht immer gewachsen, besonders beim 16v. Wenn dann noch die Faktoren Stadtverkehr, Benutzer und Chiptuning dazu kommen, ist die Lebensdauer arg begrenzt (ca. 50000km). Falls diese Faktoren zutreffen, sollte man bei entsprechendem Kilometerstand gleich eine Revision für etwa 800€ (Material+ Arbeitszeit) einplanen.
Die Motorlager sind nicht dauerhaft beständig, d.h. sie lösen sich mit der Zeit auf, so dass der Motor absackt. Die Folge sind unangenehme Vibrationen im Innenraum.
Die Einspritzanlage kann lecken und Kraftstoff verlieren. Da die Luftansaugung für den Innenraum direkt über den meist betroffenen Bauteilen liegt, wird dieses Problem schon im Frühstadium erkannt. Eine Reparatur der Rücklaufleitungen ist preiswert (unter 100€).
Ganz im Gegensatz zu defekten Injektoren, die bei hohen Laufleistungen oder nach Chiptuning vermehrt auftreten können (ein Injektor liegt preislich bei etwa 250€).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass an den jtd-Motoren verhältnismäßig wenig Defekte auftreten, jedoch sind eventuelle Reparaturen an Bauteilen wie Turbolader oder Einspritzung meist nicht ganz billig……

Bremsen:
Die Bremsleistung kann mit Verzögerungswerten auf Augenhöhe der Konkurrenz gefallen, auch wenn der Druckpunkt nicht besonders präzise ist. Nachteilig ist, dass der Fahrer eines solch schnittigen und sportlich ambitionierten Fahrzeuges in gewissen Punkten mehr erwartet.
Zum einen bei den Eco-Modellen bis Baujahr 11/01, die an der Vorderachse noch massive (!!) Bremsscheiben haben. Zum anderen ist die Qualität der innenbelüfteten Scheiben der anderen Modelle nicht überzeugend, da diese besonders nach Gewaltbremsungen auf der Autobahn einen Seitenschlag aufweisen. Bemerkbar sind derartig zerstörte Scheiben, wenn beim Bremsen das Lenkrad schlägt oder ein Vibrieren im Bremspedal zu spüren ist.
Die Scheibenbremsen an der Hinterachse sind mit dem Gewicht des 147 im Normalbetrieb unterfordert und gehen daher gelegentlich fest. Besonders betroffen davon sind Fahrzeuge, die entweder sehr vorsichtig gefahren werden oder viele Kilometer auf der BAB abspulen.

Fahrwerk:
Das Fahrwerk des 147 ist vom Layout her homolog zu dem des Alfa 156, was einen Hauch von Mittelklasse in die Kompaktklasse trägt. Hervorzuheben ist die aufwendige Hinterachsführung, die eine im Gegensatz zur klassenüblichen Verbundlenkerachse ( verkappte Starrachse), Einzelradaufhängung aufweist. In Kombination mit entsprechender Dämpfung erwartet den Fahrer ein straffes und direktes Fahrwerk, das auch ohne ESP (bei Alfa Romeo: VDC) sehr gut fahr- und beherrschbar ist und auch im Grenzbereich keine Überraschungen aufweist, sondern lange neutral bleibt und dann brav untersteuert.
Doch irgendwo muss ja auch der Haken an der Sache sein: Dieser zeigt sich in Form von überdurchschnittlichem Verschleiß. Betroffen sind sowohl die Vorderachse als auch die Hinterachse.
An der Vorderachse verschleißen besonders die Gummibuchsen der oberen Querlenker und der Koppelstangen. Weitere Problemzonen sind die unteren Querlenker sowie die Lagerung des Stabilisators. Einölen oder andere Pflegemaßnahmen bringen nichts, die betroffenen Teile sollten ersetzt werden. Bei einer Probefahrt ist darauf zu achten, dass kein Klappern oder Quietschen das Fahrvergnügen stört. Besser lässt sich der Zustand der einzelnen Teile natürlich auf der Hebebühne mittels Montiereisen überprüfen. Der Austausch verschlissener Teile ist relativ einfach, wenn man vom Stabilisator absieht.
An der Hinterachse sind besonders die Buchse des Längslenkers am Radträger sowie die Doppelquerlenker anfällig. Während es erster Buchse einzeln zum moderaten Preis am Alfa Romeo Ersatzteiltresen gibt, sind die Querlenker nur im Ganzen erhältlich. Die Preise dafür betragen etwa 40€ pro Stück (es sind 4 verbaut!). Des Weiteren schlägt der Stabilisator aus. Auch gelten die obigen Ausführungen zur Erkennung von verschlissenen Fahrwerksteilen.
Im Gegensatz zur Vorderachse ist der Austausch sämtlicher Teile einfach und innerhalb kurzer Zeit zu bewältigen.

[Bilder Achskonstruktionen mit Legende/Beschriftung]

Sicherheitssysteme:
Sowohl die mechanischen als auch die elektronischen Komponenten des ABS/VDC arbeiten von gelegentlichen Problemen mit verschmutzten Radsensoren abgesehen zuverlässig. Leider gilt dies nicht für die Airbaganlage. Unter anderem bedingt durch zu hohe Übergangswiderstände (Fehlermeldung: Ladung XYZ-Airbag zu hoch) leuchtet die entsprechende Kontrollleuchte im KI auf. Abhilfe schafft hier das Löschen des Fehlers sowie das Verlöten bzw. sachgerechte Befestigen der entsprechenden Steckverbindungen. Meist sind die Stecker unter den Frontsitzen betroffen.

Elektrik:
Spannungsspitzen in der Elektrik führen zu einem hohen Verschleiß an Leuchtmitteln. Des Weiteren gilt es alle elektrischen Funktionen vor dem Kauf zu prüfen, wenn man sich unangenehme Überraschungen ersparen will. Dazu zählen unter anderem die Sitzheizungen (wenn vorhanden: Schalter oft defekt), der Heckscheibenwischer (eindringendes Wasser: Korrosion), sowie die elektrischen Fensterheber, die schon im Neuzustand eher gemächlich ihrer Arbeit nachgehen. Werden sie nur selten benutzt (vor allem die hinteren sind betroffen), sammelt sich Schmutz in den Führungen und der Heber bleibt auf halbem Wege stehen. Ein weiterer Checkpunkt ist die sämtliche Funktionen koordinierende Zentralelektrik, genannt „Body-Computer“. Die oft mysteriösen Fehler sind nicht nur durch ein verwirrtes Eigenleben verursacht, sondern ganz banal durch Wassereinbrüche an der Frontscheibe. Schon ab Werk sind mache Fahrzeuge leider nicht ganz dicht, so dass das Wasser der Schwerkraft folgend auf die zentrale Elektrik hinter dem Sicherungskasten rinnt. Leider vertragen sich kühles Nass und elektrischer Strom nicht wirklich….. Der Käufer sollte daher den Bereich auf Wasserspuren untersuchen.

Innenraum & Komfort:
Die ansonsten sehr gut gearbeiteten Sitze haben neben der Sitzheizung eine weitere Schwachstelle: Die Sitzhöhenverstellung: vor Kauf also prüfen, ob der Sitz ohne Probleme seine höchste Position erreicht.
Die Wisch-Waschanlage verärgerte die Kunden durch mangelnde Leistung. Ab 2002 wurde diese durch eine neue Pumpe und andere Düsen verbessert.
Ab einem gewissen Alter des Wagens knacken die Türfangbänder. Ein Austausch ist billig (Material ca. 20€) und einfach selbst durchzuführen. Auch hier wurde von Alfa-Romeo eine verbesserte Version entwickelt.

Fazit
Der 147 ist nicht nur ein optisch attraktives Fahrzeug, sondern auch technisch solide und zuverlässig, auch wenn kleinere Probleme mitunter das Potential haben, die Nerven des Besitzers zu ruinieren. Nicht selten ist daran jedoch auch die „betreuende“ Werkstatt nicht ganz unschuldig….
Der Käufer sollte sich daher nicht von der Kaufberatung abschrecken lassen, denn es werden nun mal mehr oder minder alle Schwachstellen aufgezeigt. Dies bedeutet natürlich nicht, dass der anvisierte Wagen in allen Punkten malade ist. Ein Blick auf die neuralgischen Punkte vor dem Kauf erspart Stress im Nachhinein. Der Abschluss einer Garantieversicherung (cave: Vertragsbedingungen genau lesen) ist nicht nur für skeptische Käufer ratsam.

Geändert von Windhund (14.10.2007 um 22:11 Uhr)
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