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CaptainStupid 28.11.2017 15:39

AW: Stelvio SUV - Teil V
 
Zitat:

Zitat von pedi (Beitrag 1062543746)
Anscheinend gibt es doch tatsächlich noch Leute, die einen SUV usw mit einem Geländewagen verwechseln. ??? 8(

Keiner von denen käme aber auf die Idee, z.B. in einem Audi A4 quattro, einem BMW 120 sdrive oder einem VW Passat Synchro eine Geländetauglichkeit zu suchen. Ist oft gleiches Antriebskonzept (wie entsprechender SUV u.ä.), nur mit anderer Karosserieform.

Müsste ein Nissan GT-R dann nicht auch Querfeldeintests und Flussdurchquerungen unterzogen werden? !rolleyes2

Die Bodenfreiheit spielt also keine Rolle?

pedi 28.11.2017 17:32

AW: Stelvio SUV - Teil V
 
Zitat:

Zitat von CaptainStupid (Beitrag 1062543769)
Die Bodenfreiheit spielt also keine Rolle?

Ein Geländewagen sollte natürlich eine gewisse Bodenfreiheit haben, aber Bodenfreiheit alleine macht noch keinen Geländewagen.
Ist ein Nissan Micra ein Geländewagen, wenn man ihn 10cm höher legt?

Für mich zeichnet einen Geländewagen aus, dass man damit durch extremes Gelände fahren kann, denn oberhalb von der Bezeichnung "Geländewagen" kommt nichts mehr, was ein radgetriebenes Fzg für das Gelände kennzeichnet.
Zumindest aus meiner Sicht sollte solche ein Geländefahrzeug eine mechanische Sperre an den Achsen haben (bestmöglich 100%) und ebenso eine mechanische Sperre am Mitteldifferential, also Sperre zwischen den Achsen (bestmöglich 100%). Handschaltung und gerne auch ein Untersetzungsgetriebe sollten vorhanden sein.
Mit so einem Fahrzeug kommt man dann auch am ehesten durch das Gelände.
Auch wenn Range Rover seinen Discovery evtl als Geländewagen anbietet, so entspricht es für mich nicht einem tauglichen Geländefahrzeug, wie es z.B. Land Rover bis zum Defender (-2016), Toyota J7, MB G-Klasse u.ä. darstellen.

Meinen BMW X5 würde ich nie als Geländefahrzeug bezeichen. Auch schon die Beräderung mit Strassenreifen des Formats 315 sagen schon, was das eigentlich Geläuf sein soll - die Strasse, der Boulevard. Wahrscheinlich gibt es in meinen erforderlichen Reifengrössen nichtmal entsprechend profilierte Reifen. Und die elektronischen Helferlein (ala das elektronisch Q2 bei Alfa Romeo) mögen dem ein oder anderen evtl etwas Stabilität geben, aber es ist gewiss kein Garant für Vortrieb in umwegsamen Gelände.
Klar, man kann damit wunderbar seinen Pferdeanhänger über die Wiese ziehen, aber quer durch die algerische Geröllwüste möchte ich damit nicht fahren.

Auch der Umstand dass manche sogenannten SUV mit ausschliesslich Front- oder Hinterradantrieb (nicht Allrad) verkauft werden, erklärt schon, dass Bodenfreiheit oder Grösse nicht zwingend bedeutet, dass dies Kfz ein Geländefahrzeug ist.


p.s.: bei den ersten Volvo XC wurden bei einigen auf holperigen Feldwegen die Airbags ausgelöst, was bedeutet, dass diese Fahrzeuge irgendwie nicht dafür gemacht wurden... und offensichtlich keinen entsprechenden Prüfzyklus durchlaufen sind.

duetto156 28.11.2017 20:45

AW: Stelvio SUV - Teil V
 
Zitat:

Zitat von pedi (Beitrag 1062543781)
Zumindest aus meiner Sicht sollte solche ein Geländefahrzeug eine mechanische Sperre an den Achsen haben (bestmöglich 100%) und ebenso eine mechanische Sperre am Mitteldifferential, also Sperre zwischen den Achsen (bestmöglich 100%). Handschaltung und gerne auch ein Untersetzungsgetriebe sollten vorhanden sein.

Moderne Geländewagen haben eine Wandlerautomatik, weil damit ein harmonischer Kraftschluß beim Anfahren ermöglicht wird.

Manuelle Getriebe erfordern immer eine gewisse Mindestgeschwindigekeit ( trotz Untersetzungsgetriebe ) oder es geht halt auf eine schleifende Kupplung.

und bist du dir beim Alfa Q2 Differential sicher? Meiner Erinnerung nach war es ein rein mechanisches Torsen-Sperrdifferential, ohne elektronische Regelung.

pedi 28.11.2017 21:03

AW: Stelvio SUV - Teil V
 
Zitat:

Zitat von duetto156 (Beitrag 1062543808)
Manuelle Getriebe erfordern immer eine gewisse Mindestgeschwindigekeit ( trotz Untersetzungsgetriebe )

Ich hatte mal einen Nissan MD21, mit Untersetzung.
Ich würde sagen, dass man im Laufen schneller war, als im untersetzten 1.Gang.

Mit einem normalen Fzg kann man in etwa Schritttempo fahren. Mit Reduzierung um über 50% ist es dann schon arg langsam und wer da Kupplung schleifen lassen muss, der macht was falsch.

Zitat:

Zitat von duetto156 (Beitrag 1062543808)
und bist du dir beim Alfa Q2 Differential sicher? Meiner Erinnerung nach war es ein rein mechanisches Torsen-Sperrdifferential

aber nur die erste Generation in 156 und 147. Im 159 Q2 wird es dann über's Einbremsen des freien Rades geregelt... behaupte ich mal salopp (was die Erinnerung so hergibt).

InsideAlfa 28.11.2017 23:13

AW: Stelvio SUV - Teil V
 
Bei Giulia/Stelvio haben soweit ich weiß die Fahrzeuge mit Q2 im Differential eine Lamellensperre, die elek. geregelt wird.

duetto156 29.11.2017 00:18

AW: Stelvio SUV - Teil V
 
Zitat:

Zitat von pedi (Beitrag 1062543813)
Mit einem normalen Fzg kann man in etwa Schritttempo fahren. Mit Reduzierung um über 50% ist es dann schon arg langsam und wer da Kupplung schleifen lassen muss, der macht was falsch.

Kommt ganz aufs Gelände an...

pedi 29.11.2017 06:37

AW: Stelvio SUV - Teil V
 
Zitat:

Zitat von duetto156 (Beitrag 1062543832)
Kommt ganz aufs Gelände an...

Kommt ganz auf den Motor an! :-D

Wenn man natürlich nur einen Einzylinder 700ccm Quattroturbo unter der Haube seines Neo-Geländewagens hat, der 4700 u/min braucht, bis er ansatzweise weis, wie man mit Druckluft Nm buchstabiert.... !cool!

pedi 29.11.2017 06:52

AW: Stelvio SUV - Teil V
 
Zitat:

Zitat von duetto156 (Beitrag 1062543808)
Moderne Geländewagen haben eine Wandlerautomatik, weil damit ein harmonischer Kraftschluß beim Anfahren ermöglicht wird.

weiss nun nicht ob meiner ein moderner ist, aber...
zumindest ich kann damit nicht zentimetergenau steuern/rangieren usw. Zuerst bewegt sich nichts und irgendwann geht es (eher sprungaft) los. Ein Fzg mit Schaltgetriebe hingegen kann ich mit dem Fuss auf den mm rangieren.
Wandler gut und recht, aber da ist nunmal eine Trägheit o.ä. aber gewiss kein direkter Kraftschluss.

3.0L, 286Ps, ??Nm. Ich habe da so eine Kreuzung auf meinem täglichen Weg, mit Rechtsabbiegespur. Möchte ich zügig rum, muss ich mein Turbo/Wandler-Ross schon vor der eigentlichen Beschleunigungsphase gleichzeitig mit Gaspedal und Bremse quälen, damit beim rechten Moment Kraftschluss und Kraft für Vorwärtsdrang vorhanden sind. Was wollte ich mit sowas in einem Gelände?

Wollte ich bei Kreuzung aus dem Stand knackig los, müsste ich dort ähnliches verrichten, damit ich in etwaiger Lücke zügig rüber kann... ansonsten verhungert die Kiste in der Gedenkminute. Nee, nicht geländetauglich!

Das mag alles gut und recht sein, für einen angelegten Promotion-Bergauf/-ab-Parcours den man flüssig bewältigen kann, aber nicht für Stock und Stein.

Wenn ich Naturfilm angucke (in TV), dann sah ich noch keine Expedition und keinen Outdoor-Profi o.ä. in X5, ML oder Cayenne. Die haben immer "Arbeitsgeräte", die mechanisch dafür gemacht sind... und keine Einkaufsmeilen-SUV.

duetto156 29.11.2017 09:02

AW: Stelvio SUV - Teil V
 
Ach pedi... kommt das Kürzel eigentlich von Pedant ?

Einerseits definierst du was ein richtiger Geländewagen haben sollte ( in Abgrenzung zum SUV ) und dann bleibst du bei der Geländedefinition auf leichtem Gelände, wie einer trockenen Wiese / Feldweg hängen.

Richtige Geländewagen werden für ganz andere Bedingungen gebaut, Beispiel: verschlammter Boden oder Geröll/Schotter/ Sandpisten, halt extrem unwegsames Gelände.
Denke einfach mal an die Anforderungen der Landwirtschaft oder des Militärs.

Sicherlich sind die Ausführungen in einem Unimog / Traktor / TMil etc. fließend ( hatte der alte Defender nicht sogar einen Zapfwellenanschluß ? ). Dort werden je nach Anforderung so ziemlich alles verbaut, was im jeweiligen Einsatzgebiet benötigt wird: Mechanische Kupplungs- , Doppelkupplungs- und Wandlergetriebe mit und ohne Untersetzungen, Sperren etc., dem real Stuff eben.

Wenn du mal kilometerweit in heftigem Gelände mit dem Fuß auf der Kupplung stehend einen Geländewagen "zentimetergenau" um alle Unwegsamkeiten gesteuert hast, weißt du was du gemacht hast. ( in einem solchen Szenario stehst du bei einem Wandler allerdings auch statt auf der Kupplung auf der Bremse um den Wandlerschlupf einzufangen ).

Mit meiner Ausage oben bezog ich mich auf zB. den amerikanischen Humvee der Army oder den Toyota Landcruiser mit dem die Araber durch die Wüstendünen ziehen.

fistel 29.11.2017 09:05

AW: Stelvio SUV - Teil V
 
[QUOTE=pedi;1062543836]weiss nun nicht ob meiner ein moderner ist, aber...
zumindest ich kann damit nicht zentimetergenau steuern/rangieren usw. Zuerst bewegt sich nichts und irgendwann geht es (eher sprungaft) los. Ein Fzg mit Schaltgetriebe hingegen kann ich mit dem Fuss auf den mm rangieren.
Wandler gut und recht, aber da ist nunmal eine Trägheit o.ä. aber gewiss kein direkter Kraftschluss.

3.0L, 286Ps, ??Nm. Ich habe da so eine Kreuzung auf meinem täglichen Weg, mit Rechtsabbiegespur. Möchte ich zügig rum, muss ich mein Turbo/Wandler-Ross schon vor der eigentlichen Beschleunigungsphase gleichzeitig mit Gaspedal und Bremse quälen, damit beim rechten Moment Kraftschluss und Kraft für Vorwärtsdrang vorhanden sind. Was wollte ich mit sowas in einem Gelände?

Wollte ich bei Kreuzung aus dem Stand knackig los, müsste ich dort ähnliches verrichten, damit ich in etwaiger Lücke zügig rüber kann... ansonsten verhungert die Kiste in der Gedenkminute. Nee, nicht geländetauglich!

Das mag alles gut und recht sein, für einen angelegten Promotion-Bergauf/-ab-Parcours den man flüssig bewältigen kann, aber nicht für Stock und Stein.

Wenn ich Naturfilm angucke (in TV), dann sah ich noch keine Expedition und keinen Outdoor-Profi o.ä. in X5, ML oder Cayenne. Die haben immer "Arbeitsgeräte", die mechanisch dafür gemacht sind... und keine Einkaufsmeilen-SUV.[/QUOTE


meine frau scheint den nachfolger deines x5 zu fahren, mit 8gang wandler. dein beschriebenes fahrverhalten kann ich bei ihrem fahrzeug nicht bemerken, da funktioniert alles super präzise und agil(für 2,3oderso tonnen). ich gehe davon aus, dass mit dir und deinem fahrkönnen alles in ordnung ist und würde das fahrzeug mal checken lassen....

pedi 29.11.2017 09:52

AW: Stelvio SUV - Teil V
 
Zitat:

Zitat von fistel (Beitrag 1062543841)
meine frau scheint den nachfolger deines x5 zu fahren, mit 8gang wandler. dein beschriebenes fahrverhalten kann ich bei ihrem fahrzeug nicht bemerken,

evtl habt ihr auch anderes Empfinden bzgl "zügiges" um's Eck fahren o.ä.; bzw wie oft seit ihr mit dem F15 im Drift abgebogen?

Egel, den Kern der Aussage ist ja, dass auch der F15 (ich habe E70, zuvor E53) kein Geländewagen ist, sondern vielmehr ein Asphaltgleiter.

Früher holte ich Holz aus dem Wald. Dies z.B. mit Toyota J40, Nissan MD21, und einem Chevy Pickup. Wo ich mit denen hingekommen bin, brauche ich im BMW nicht mal im Ansatz daran denken.

Aber, ich will niemand bekehren. Gerne darf auch ein Fahrer eines Porsche Chayenne GTS (oder eines Stelvio)meinen, dass er ein Geländewagen hat. :-]

pedi 29.11.2017 10:03

AW: Stelvio SUV - Teil V
 
Zitat:

Zitat von duetto156 (Beitrag 1062543840)
Einerseits definierst du was ein richtiger Geländewagen haben sollte ( in Abgrenzung zum SUV ) und dann bleibst du bei der Geländedefinition auf leichtem Gelände, wie einer trockenen Wiese / Feldweg hängen.

ich erwähnte, wo die Grenzen der modernen SUV sind... nämlich knapp hinter Wiese und Feldweg.

CaptainStupid 29.11.2017 10:06

AW: Stelvio SUV - Teil V
 
pedi, wenn du schnell um die Ecke fahren möchstest, darfst du dir keinen X5 kaufen. Schwerpunkt, Höhe, Federung, Gewicht sind einfach nicht darauf ausgelegt, aber das dürfstest du wohl wissen. ;)

Sämtliche mir bekannte Jäger fahren beispielsweise KEINE von dir definierten Geländewagen: 3x Yeti, 1x Touareg, 1x Jimny, 1x C-Klasse, 1x Discovery, 1x Q3, 1x T4, 1x Focus. Alle fahren damit über Feldwege, transportieren Gedöns und ziehen Hänger. Wie oft kamst du denn bisher in die Gelegenheit, die Sahara mit dem X5 durchqueren zu müssen? Ein "richtiger" Geländewagen wie ein Humvee, Unimog oder auch ein Nissan Navarra sind im Alltag (=99,8% aller Anwendungsfälle) dagegen sehr wenig praktisch.

pedi 29.11.2017 10:14

AW: Stelvio SUV - Teil V
 
Zitat:

Zitat von CaptainStupid (Beitrag 1062543848)
pedi, wenn du schnell um die Ecke fahren möchstest, darfst du dir keinen X5 kaufen. Schwerpunkt, Höhe, Federung, Gewicht sind einfach nicht darauf ausgelegt

ach so, das hätte mir vorher einer sagen sollen.

Äh, warum ist die Federung nicht dafür ausgelegt?

Zitat:

Zitat von CaptainStupid (Beitrag 1062543848)
Sämtliche mir bekannte Jäger fahren beispielsweise KEINE von dir definierten Geländewagen: 3x Yeti, 1x Touareg, 1x Jimny, 1x C-Klasse, 1x Discovery, 1x Q3, 1x T4, 1x Focus. Alle fahren damit über Feldwege, transportieren Gedöns und ziehen Hänger.

erwähnte ich, dass Jäger ausschliesslich Geländewagen fahren dürfen?

CaptainStupid 29.11.2017 10:26

AW: Stelvio SUV - Teil V
 
Zitat:

Zitat von pedi (Beitrag 1062543850)
erwähnte ich, dass Jäger ausschliesslich Geländewagen fahren dürfen?

Nein, aber Jäger kommen auch ohne Hardcore-Geländewagen durch Gelände. Sozusagen mit SUVs oder gar normalen PKW. So untauglich wie von dir behauptet können die nicht sein.


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