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Alt 23.10.2019, 12:00
pedi pedi ist derzeit abgemeldet
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AW: Wem gehört die Zukunft, Diesel, Benziner oder E-Fahrzeug? Teil II

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Zitat von Cooli Beitrag anzeigen
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Zitat von allesalfa Beitrag anzeigen
Für Millionen von Laternenparker wird auch in zehn Jahren das Akku-E-Auto keine Alternative sein. Auch nicht können, weil die nicht über Nacht laden werden können und weil es nicht genügend Schnellladesäulen geben wird..
Weil natürlich heute jeder sich einen Neuwagen hinstellt. Wer kennt sie nicht, die nagelneuen, herausgeputzten Autos die in den Arbeitsvierteln der Grossstädte an der Strasse stehen.
Arbeiterviertel?
Ich pendle zwischen ländlich und städtisch.
In München kostet uns die Mietwohnung über € 20,-/m². in dem Haus sind auch Eigentumswohnungen, aber sowohl die Mietwohnung wie auch die Eigentumswohnung wird sich der normale kleine Arbeitnehmer nicht zwingend leisten können. Zum Haus gehört eine Tiefgarage. Da drin stehen mehrere Porsche, Ferrari, diverse BMW M (auch ein neuerer Panda). Unser direkter Nachbar (alleinstehend) hat X5 und TTS, in einer Familie fährt der Führerscheinneuling M.
Das wäre monetär also schon die Kundschaft, welche sich ein E-Mobil leisten könnte.
Der direkte Garagennachbar wechselte kürzlich von Diesel auf E-SUV (Audi; er wechselt jährlich das Kfz). In der Tiefgarage kann er nicht laden. Vor dem Haus auch nicht.
500m entfernt stehen zwei Ladesäulen. Im direkten Umfeld wohnen aber mehrere tausend Einwohner... alle als Laternen- und (zumeist) Tiefgaragenparker. Es ist also ein Run auf diese zwei Ladesäulen.
Meint irgendwer ernsthaft, dass jemand z.B. um 22:00h an freie Säule fährt um zu laden und evtl um 01:00h umparkt, damit der nächste ab 01:00h laden kann. Jeder würde mitten in der Nacht im Pyjama durchs Viertel rennen, in der Hoffnung, dass die Ladestation frei ist?
Reine Utopie! Die Laderei funktioniert eher nicht.

Der Nachbar mit dem E-Audi verkaufte diesen nach kurzer Zeit und fährt nun wieder einen -neuen- Diesel.
Er wähnte zudem, dass der Strompreis an jener Säule immens angezogen hat.
Die km-Kosten waren für ihn mit dem Stromer 3x so hoch, im Vergleich zum Diesel!

Ich meinte, ich erwähnte es schonmal: ich könnte mit Stromer gar nicht pendeln... selbst wenn ich wollte. Am Haus könnte ich günstig laden, aber die 300km hin/her kann ich nicht fahren, denn ich könnte ja in M nicht laden. Und wenn ich mir - evtl wie im Guerilliakrieg - einen Platz an der Ladestation erkämpfen könnte, müsste ich horrenden Strompreis bezahlen, wozu ich nicht bereit bin.

Geändert von pedi (23.10.2019 um 13:46 Uhr) Grund: ein p zuviel
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