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Mein „Autowahn“ begann bereits im zarten prä-lesefähigen Alter, also praktisch ab Sprechfähigkeit (daher so ab Ende der 60er). Damals mußte mir meine Mutter die Auto-Schriftzüge vorlesen, und ich merkte mir gleich alle (laut ihrer Erinnerung). Sonst ist aber das Autointeresse in unserer Familie auf reine Fortbewegung beschränkt geblieben. Mein Vater begann mit einem Puch 500, wie es sich für einen anständigen Österreicher gehört, stieg dann um auf Wellblechente, danach folgten jeweils immer als Neuwägen ein Opel Rekord Caravan (die Kinder brauchten Platz), ein Austin Morris, mehrere Citroen GS. Nachdem ihn die Citroens mürbe gemacht hatten (einer davon zB wurde nach 2 Monaten gratis gegen einen anderen umgetauscht, weil er irreparabel war...), wollte er mal was anderes. Ich als verantwortungsvoller 15-jähriger ging im Herbst 1981 mit, um prinzipiell das Schlimmste zu verhindern. In die Wahl kamen ein Audi 100, ein 520er BMW, ein Citroen CX, als Tiefpunkt ein VW Santana. Und beim netten Alfahändler kamen wir nach meinerseitigem Terror auch vorbei, ich knotze mich gleich in einen Spider, er besah eine Alfetta. Schließlich machte er eine Probefahrt mit einer 1600er Alfetta, dem Santana etc und meinet schlußendlich, er will den Santana nehmen. Ich fiel tot um und stellte meine sofortige Freigabe zur Adoption in Aussicht, was diesen Unmensch von Vater weniger berührte . Schließlich kam er eines Tages mit dem Kaufvertrag und sagte, ich habe ihn! Ich begann derweil zwecks des dadurch scheinbar erzwungenen Auszuges von daheim meine Sachen zu suchen...aber nach widerwilliger Betrachtung des Vertrages stand da:
Alfa Romeo Alfetta 2,0 L in silbermetallic mit SSD. Pfoah! Mein alter Herr läßt mich doch nicht im Stich! Wahnsinn! Es fing gleich gut an, daß die Lieferzeit 3 Monate dauerte, weil die beiden extravaganten Optionen SSD und Metallic (silber ist so schön pflegeleicht...) über 1 Monat Verzögerung bedeuteten...wir mutmaßten eher, daß sie extra für uns das Fließband angeworfen hatten, denn Alfa war ja nicht gerade der Renner zu dieser Zeit...
Jedenfalls kam sie im Februar ’82 und war toll. Elektrische Fensterheber! Scheinwerferwischer! Grelle Dekadenz! Das Auto war tadellos und funktionierte bestens bis zum Oktober 1984. Im September diesen Jahres hatte ich den Führerschein gemacht und lieh sie mir zum erstenmal alleine aus. Naja, es regnete sehr stark, und als Neuling mit 130 PS an der Hinterhand war man ja durchaus gefordert...ich ließ mich jedenfalls effektvoll im Ort weg, daß es nur so rauchte, kam hinten ins Schleudern, touchierte einen Brunnen, streifte einen parkenden Fiesta und endete in einer hohen Straßenlaterne, die ich komplett umlegte. Nach ca. 10 Sekunden waren plötzlich mindestens 10.000 Leute am vorher menschenleeren Marktplatz von Perchtoldsdorf – aber da war kein Spalt in den ich hätte versinken können...also stellte ich mich dem Mob, aber die waren alle sehr nett, ich rauchte 5 Zigaretten hintereinander, die Vollkasko-Versicherung bezahlte alles und meine Autofahrkarriere war vorerst beendet, zumal ich ohnehin noch zur Schule ging. 
Dem Alfahändler war das deutlich weniger unangenehm, er nahm die silbernen Reste in Zahlung und verschaffte uns eine Alfetta quadrifoglio iniezione in rosso alfa mit einem exorbitanten Preisabschlag von 20%, wir konnten sie gleich aus dem Schaufenster mitnehmen. Das Auto wurde angemeldet, verschwand dann in der Garage wegen einer längeren väterlichen Fernreise (das Thema, ob ich das Auto derweil haben könnte, wurde von beiden Seiten nicht angesprochen...) und wurde im Dezember wieder ausgepackt. Im Februar 1985 kam mein Vater damit dann leider auf Glatteis und rutschte nicht allzu langsam quer genau mit der Fahrerseite in das stumpfe Ende einer Leitplanke, was ihm leider eine komplizierten Beinbruch zufügte und das Auto komplett in der Mitte abknickte, es waren nicht mal 2.000 km am Tacho gewesen.... 
Der Alfahändler hatte wieder vollstes Verständnis für die Situation, entsorgte die traurigen roten Reste und stellte einen Alfa 90 2.0i in silbermetallic in Rechnung. Ich hatte aber irgendwie das Gefühl, er betrachtete ihn so, als ob er ihn bald in anderem Zustand wiedersehen würde.... Der 90er hatte es zwar besser, aber dafür unverdient. Mein Vater fuhr ihn bis Anfang 1992 und 60.000 km, aber es war immer was hin. Ich erinnere mich an 2 defekte Lichtmaschinen, oftmalige Wasserundichtigkeiten der Windschutzscheibe, mehrmals defekte Servoschläuche, eine verrauchte Kupplung etc. Außerdem war er eine Plastikwüste gegen die Holzintarsien der Alfetten und hatte eine Verbrauchs- und Schaltanzeige! Brrr... Die Werkstätte in Wien 12 (Ruckergasse, gibt es zum Glück nimmer) tat ihr übriges dazu, das Auto nicht besser werden zu lassen....jedenfalls wurde die Novanta an einen Mitarbeiter meines Vaters verkauft, der mußte dann später den Motor machen und den keimenden Rost bekämpfen, das Auto war aber dann nach seiner liebevollen Pflege schlußendlich besser als es neu vermutlich je war. Genau dann war ein stabiler Mercedeskofferraum im Weg...war nicht sooo schlimm, halt das Standard-Crashset (2x SW, 1x Motorhaube, 2x Flügel, 1x Stoßstange), gebrauchte Teile gab es ja genug, aber irgendwie freute es ihn nimmer, und so stand das Auto viele Jahren in einer Tiefgarage...nach 8 Jahren holte ich ihn dann von dort zu seinem letzten Weg und schlachtete es aus. Der Motor war übrigens recht bald angesprungen und tat Jahre in meiner Alfetta Dienst... 
Anfang 1991 jedenfalls wurde ein Alfa 164 2.0 TS bestellt, zufälligerweise in silber, wieder mit SSD und ABS. Der erlösende Anruf des Centro “Ihr Auto ist da“ (nach fast 3 Monaten!) hatte allerdings den negativen Beigeschmack „wir können auch nix dafür, aber er wurde in grün geliefert“. Originellerweise sind wir da erwiesenermaßen kein Einzelfall...jedenfalls bestand mein Vater auf silber (schade eigentlich) und wir hatten für 2 Monate eine schwarzen 164er als Überbrückung, weil der 90er war ja schon verkauft. Den konnte auch ich intensiv nutzen, ungewohnte Fahrwerksqualitäten mußen sofort in Fahrleistungen umgesetzt werden: 
Schließlich kam doch ein silberner mit einigen nichtbestellten Extras, diese waren wir aber bereit, ohne Aufpreis zu akzeptieren . Dieses Auto war jedenfalls das beste, das mein Vater je hatte, denn er hatte seinen 120.000 km nur einen defekten Simmerring! Ich kaufte es ihm dann 1999 ab, jetzt sind 215.000 km oben. Bis 200.000 lief das Auto unglaubwürdig perfekt und defektfrei, ich tauschte nur ein paar Fahrwerkskomponenten. Dann begann er etwas zu schwächeln, blechmäßig und elektrisch. Aber ich habe alles im Griff und er steht immer noch voll in der Blüte seines Lebens. 1993 wurde ein Klimaanlage in Italien nachgerüstet, ich spendierte im Jahre 2001 eine komplette schwarze elektrische Echtlederausstattung eines QV inkl. aller Teile mit roter Naht und einer Holzausstattung. Natürlich wanderten sofort ein hölzernes Nardi mitsamt des Alfetta-Schalthebels in den 164er (die tun zusammen schon viele Jahre Dienst bei mir). Ebenso kamen Stilautos in 7*15 drauf (mein Altvorderer fuhr ja beinhart mit Stahlfelgen und den originalen Kunststoffblenden...), weiters rüstete ich hintere Fensterheber, einen automatisch abblendbaren Rückspiegel, elektrisch verstellbare DE-Scheinwerfer mit den dazugehörigen Heckleuchten und alles was noch so in 164er verbaut wurde, nach. Bis auf die Scheinwerferreinigung sind ALLE Extras mittlerweile verbaut, und die liegt inkl Stoßstange schon bereit...  
Allerdings begann der Rost zu wüten, die Elektrik begann unerwünschtes Eigenleben zu entwickeln, die Kupplung verendete...so schlachtete ich ihn wirklich schweren Herzens, denn der Nachfolger stand vor der Türe: Mein Vater wiederum hatte sich nach dem 164 einen 166 TS gekauft (die Farbe ist ehschowissen, diesmal wirkte ich aber erfolgreich dahingehend ein, daß optionales graues Leder und die 16-zolligen Alus diesmal mit an Bord waren) – das ersparte mir dann die Nachrüstung – denn leider war mein Vater 2005 durch einen Unfall plötzlich verstorben und ich erbte das Fahrzeug. Das Fahrzeug wurde lediglich durch 17'' Felgen und ein Holzlenkrad optimiert - und ganz wichtig: eine abhehmbare Anhängekupplung. 
Das Auto lief eigentlich gut, bis eines Tages die Sicherung des Kühlerlüfters verstarb – fatalerweise zeigte die Wassertemperatur keine besorgniserregenden Werte an, so fuhr ich sommers in der Stadt - bis es rauchte...4 Auslaßventile UND 2 Kolben gingen in den Tod. Ein Witz, bei einem echten alten Alfa wäre gerade mal die Kopfdichtung gegangen!!! Das bestärkte mich wieder in meiner Meinung über moderne Alfas... Leider erfolgte die Reparatur in Etappen – sonst hätte ich da Auto nicht herrichten lassen (in sowas greife ich selber nicht rein!) sondern geschlachet oder verkauft, denn an diesem „Salzfiat“ wie ich ich nenne – an dem hänge ich nun wirklich nicht. Wenn der wirklich mal übern Jordan geht, da käme wieder ein 164 ins Haus – oder einfach ein 75TS für den Winter!
Mein weiterer Autolebenslauf ist dann folgender:
Durch das kleine Mißgeschick mit der silbernen väterlichen Alfetta 1984 war mal autofahrerisch Sense bis zur Matura. Maturageschenk gab es leider auch nicht in Form eines Alfas :( . Aber ich war schon zu Schulzeiten in den größten Alfaclub Österreichs eingetreten. Schließlich ging es daran, den Vorstand zu wählen, und da erstens anfänglich die Mitgliederzahl sich nicht so wesentlich von der Menge der zu besetzenden Vorstandsposten unterschied und ich gerade mein Wirtschaftsstudium begonnen hatte, waren alle der irrigen Meinung, daß ich der prädestinierte Kassier sei. So war es, und das für fast ein Jahrzehnt (ich wanderte durch diverse Vorstandsposten, ein anständiger Österreicher hat wohl immer ein Amterl, Nebengschafterl und einen Titel zu führen, oder ). Dadurch rutschte ich recht tief in die Szene. Immer mit vollem Herz und leerem Börsel dabei... jedenfalls wurde der autolose Zustand nicht mehr länger tragbar, und so erstand ich 1985 als erstes Auto zwecks autophiler Defloration eine Giulia Nuova 1600. Das arme Ding hätte eigentlich als Rallyeauto herhalten sollen, aber da es ein Sonnendach hatte, mußte eine andere Schwester von ihr her (im Jahre 85 war die Giulia noch homologiert). 
So war ich unsagbar stolzer Besitzer der Giulia! Sie war blu olandese und hatte natürlich die weißen Seitenstreifen der Carabinieri. Die Stahlfelgen wurden schleunigst durch Cromodoras ersetzt. Die waren allerdings mit den 185er zu breit, sodaß die bröseligen Reste der Radläufe die Reifenflanken der Firestone so weit abschliffen, daß man die Reifenmarke nimmer lesen konnte, naja, es kamen ein paar neue Bleche rein, und wieder ein Pickerl (§57 – jährliche Kfz-Überprüfung) gewonnen...1986 führen zwei Freunde von mir die komplette österreichische Staatsmeisterschaft mit einer rot/weißen Nuova Super 1600 Gr.A (statt der eigentlich meine gedacht war), ich durfte den heißen Sitz drücken, es war toll, wir kamen immer bis auf einmal ins Ziel (unsere Klassengegner waren GTIS...), meine Giulia war als potentieller „fliegender Ersatzteilspender“ dabei. Nach dem letzten Rennen zerfiel das gute Stück ähnlich dem Bluesmobil, es war völlig aufgearbeitet worden. 
2 Jahre darauf fuhren wir mit einer Alfetta GTV 2000 Gr. N, nachdem wieder die GTIs die Gegner waren...einmal wurden wir Klassenzweite von 5 Startern, bekamen den Pokal des Staatsmeisterschaftslaufes der Klasse, es waren ja drei ausgefallen , die GTV überlebte sogar das Rallyejahr, wurde rückgerüstet, auf die Straße in die Freiheit entlassen und verkauft. Mein Pilot baute nachher einen 33 4x4 und fuhr damit, aber ich war dann nimmer dabei, jetzt fährt er mit einer Giulia historische Tourenwagen).
Ich bildete mit 1986 einen Bertone ein, fand aber nichts entsprechendes (nur gut und teuer oder billig und schlecht, beides keine mir zusagenden Kombinationen), zu meinem Glück mußte aber ein Freund von mir seinen Bertone verkaufen, da er sich selbständig machte. So kam ich günstig zum endgültigen Gerät: Bertone GTV 2000 Bj.1972 in rosso alfa, mit Schalensitzen, 205er Reifen etc. Also genau richtig für einen motivierten 20jährigen. Immerhin hatte ich schon Verantwortung genug, das Auto nicht zu verheizen. 
Details über diese Auto ist im Restaurationsbericht unter Magazin -> Restauration nachzulesen. Nach der überstandenen 2jähringen Restaurierung fahre ich praktisch nimmer damit, weil ich bin ein Schrauber und Fahrer, kein Putzer und Pfleger. Und bei so einem wirklich schönen und originalgetreu restaurierten Wagen randvoll mit Schmankerln muß man drauf aufpassen und den entsprechend pflegen und erhalten. Ist nicht meins. So steht er zugedeckt und döst vor sich hin. Im Sommer 2004 bin ich immerhin einmal damit gefahren, seit fast 2 Jahren steht er unberührt. In den letzten 5 Jahren kamen keine 1.000 km zusammen, so war ich schon mit Standschäden konfrontiert (Radlager...) 
Da ich den Bertl als Alltagsauto fuhr, mußte die Giulia auch im nächsten Winter ran, und der brach ihr endgültig das Genick. Auch war eine Dachlawine drauf abgegangen gewesen (1. Totalschaden durch Versicherung kassiert), ein Heckschuß ins parkende Auto (Fahrerflucht) und ein weiterer Heckschuß (2. Totalschaden kassiert ) machten sie gerade nicht besser...Das Auto war beim Kauf erst 8 Jahre alt (12/77), aber eigentlich bereits damals tot und jetzt dann endgültig. Ich stellte es in einem Hof ab und schlachtete es dort aus, schnitt den Vorderbau herunter, um ihn als Wandzierde weiterzuverwenden und verkaufte die Teile stückerlweise.
Für den nächsten Winter benötigte ich daher ein anderes Salzopferlamm, um den Bertl zu verschonen. Dieses trat in Form eines Peugeot 204 Bj. 72 auf den Plan, Zweitbesitz, unfallfrei, technisch äußerst rüstig, karosseriemäßig leider weniger. Naja, 200 Euro waren kein Haus , der Löwe hatte immerhin Pininfarinakarosserie, Scheibenbremsen, Alumotor mit obenliegender Nocke und 48,5 PS (ja, auch das halbe war wichtig!). Getuned wurde er mittels der Nuova-Doppelscheinwerfer (die paßten genau statt der Ovalscheinwerfer) und eines Giulia-Super-Herzens, das verlieh dem eigentlich unschuldigen Gerät eine tierische Note! 
Aber im nächsten Frühjahr trat auch der 204er blechmäßig vor seinen Schöpfer und wanderte auf den Schrott (heutzutage täte ich ihn sicher retten, war ein wirklich nettes Auto, mit Großglockner- und Antiatomkraft und Kifferpickerl auf der Heckscheibe und tollen Sofasitzen und dem zweitschnellsten Schiebedach von Wien bis Texas! Handschaltung! Ausschlachten tat ich bis auf Scheinwerfer und Herz nix....nach einem üblichen Bertlsommer ergab sich winters natürlich wieder die Frage des Fortbewegung, diese wurde in Form einer Alfetta 2000 von 1979 in nero mit roten Seitenstreifen und irrsinnig viel Unterbodenschutz auf Türböden, Kofferdeckel und Motorhaube gelöst. Von den löchrigen Innenkotflügeln nicht zu reden. Der Preis war 290 Euro, da hatte ich sicher nicht zuwenig bezahlt...nach etlichen Reparaturen (Pickerl hatte sie seltsamerweise) fuhr sie gar nicht so schlecht, die Optik war einem 22jährigen eh egal, Hauptsache es geht was weiter. 
Während der Fahrt verlor ich mal das Fahrerfenster, weil die Umlenkrollen des Seilzuges sich vom fragmentarischen Türboden lösten und das Fenster auf der Autobahn plötzlich runterknallte. Auch pendelte sich gegen Ende der Ölverbrauch bei 5 Litern / 1000 km ein. So holte ich mir immer das Altöl der Werkstätten und tankte halt alle 300 km, um wieder Öl nachzufüllen...als dann die ZKD durchbrannte und die vorderen Bremsen einzugehen begannen, war auch ihr Schicksal besiegelt. Ich hatte das Auto ursprünglich nur gekauft, weil es der Wiener Alfaschrotter vom Dienst, Albert Flechl, nicht wollte, weil es zum Ausschlachten zuwenig taugte...naja, er hatte nicht ganz unrecht....in diesen Jahren verbrachte ich auch die meiste Zeit bei einem Freund und dessen Alfareparaturstätte. Diese war ein alter Bauernhof, da konnte man an fremden Autos und am eigenen zangeln, es gab immer genug Bier, einen Griller und abends waren die Heurigen ums Eck.  
War eine tolle Zeit, die Wissenszunahme am Alfareparatursektor erlaubte aber nur wenig Wissenszunahme am Unisektor. Naja, aber mit Autopfusch und Teileschacher erhält man sich ja auch am Leben. War wirklich nett, alle Zeiten kam der Abschleppwagen vorbei und holte wieder ein paar Delinquenten ab, um sie ins nahegelegene Laxenburg zu schaffen, dort ist die größte Autoendlagerung Österreichs. 
Man stellte sich auch auf die Landstraße dort in der Nähe, winkte mit 1-2 Hundertern am Straßenrand (7-15 €) und bekam kommentarlos seinen Schrottalfa entsorgt, wenn wieder ein Lastler vorbeikam, hehe. Nach einem üblichen Bertlsommer ergab sich winters natürlich wieder die Frage des Fortbewegung. Da ich die Alfetta als Auto an sich (und nicht unbedingt gerade die schwarze an sich) schätzen gelernt hatte und die schwarze als Teileträger bereitstand, sah ich mich wieder nach einer 116.55 um. War Ende der 80er kein schweres Unterfangen. Das Winterproblem wurde dann in Form einer Alfetta 2000 von 1977 in bianco spino gelöst. Durch den schwarzen Vorgänger gewitzter besah ich sie, der Besitzer wollte 430 Euro (er hatte sie statt barem für eine Handwerkarbeit erhalten), ich bot angesichts des Rostloches im vorderen Kotflügel 145 Euro (sonst war sie nicht so schlecht und original, mit gültigem Pickerl, eine der ersten 2000er, 2besitzer war ein Klassenkollege von mir gewesen, Erstbesitzer die Firma seines Vaters) und versicherte ihm, „es wird keiner kaufen, da ist meine Nummer, um das nehme ich sie“. 1 Woche später kam der Anruf „Hoin’S Ihna die Kraxn, is eh scho o‘gmödt“. Ich unterdrückte die Neigung, angesichts des Ausgeliefertseins des Verkäufers, den Preis weiter zu drücken und meldete sie auf mich an. Aufgrund des Rostloches wurden Fahrgestellnummer und ich wegen des gültigen Pickerls nicht nur einmal von grünen Organen perlustriert...jedenfalls verlebte wir 3 nette problemlose Monate, ich begann mich schon nach einem gebrauchten weißen Flügel umzusehen, als ich leider um 4:30 in der Früh im Winter zu flott unterwegs war und auf Glatteis kam, was einen ansatzlosen Frontalen in ein betoniertes Brückengeländer nach sich zog und ich mir schwere Verletzungen zuzog. Damit war das Kapitel „weiße Alfetta“ erledigt und ich erstmal monatelang außer Gefecht. 
Nachdem ich soweit wiederhergestellt war, daß ich zumindest wieder kuppeln konnte, probierte ich im Mai, wieder zu fahren, physisch und psychisch ging es so halbwegs wieder. ....nach einem üblichen Bertlsommer ergab sich winters natürlich wieder die Frage des Fortbewegung. Da ich die Alfetta als Auto an sich (und deren Sicherheit) schätzen gelernt hatte und die schwarze immer noch als Teileträger bereitstand, sah ich mich wieder nach einer ebensolchen um. War Ende der 80er immer noch kein schweres Unterfangen... die Suche hatte dann Erfolg in Form einer Alfetta 2.0L von 1982 in rosso alfa. Durch die Vorgänger gewitzter, hatte ich beschlossen, ein gutes Auto zu kaufen, denn immer jährlich zu wechseln ist auch nicht gerade die günstigste Möglichkeit. Die, die ich fand, war tadellos bis auf das Löchlein im dritten Kolben, dafür hatte sie fesche MoMo-felgen...aber um 360 Euro schien sie mir trotzdem wohlfeil (war genau das gleiche Modell wie die väterliche silberne...). Ein gebrauchter Kolben und eine ZKD waren schnell montiert, dazu gab es neue Kolbenringe und Pleuellager (wenns schon offen ist), um das ganze dann noch zu krönen, flog das Schonganggetriebe raus, ein GTV-Räderwerk kam rein mit neuen Scheiben, Belägen, Kupplung und Hardyscheibe. So sollte mechanisch Ruhe sein (und war es auch für die nächsten 4 Jahre). Bis auf leidige Starterprobleme (wenn man ununterbrochen defekte eingebaute durch bediente gebrauchte ersetzt...) kann ich mich nicht an größere Troubles erinnern, und ich war viel damit auch im Ausland unterwegs. Auch ging das Auto wie die Feuerwehr: ich wurde behördlich mit 194,94 km/h gemessen, die Zivilstreife war aber gnädig und verrechnete 36 Euro, da habe ich glatt entgegen meiner Gewohnheit nicht gehandelt, naja, das waren halt noch Zeiten...beim Alfatreffen am Österreichring wurde ich Vierter in der Klasse bis 2000 und ließ jede Menge 75 TS, 164er, GTVs oder 155er hinter mir – eine echte Sportlimousine eben! 
War übrigens auch das erste Auto, wo ich Winterreifen dafür hatte...aber auch nur, weil sie dabei waren . Zwischendurch ereilte mich der Anruf eines Freundes meines Vaters, aus dessen Firmenbuchhaltung ein Mercedes 250 herausgefallen war und der um die 2 ausständigen Steuermarken (waren ca. 50 Euro und ein Trinkgeld) zu haben war. Da ich netterweise aber auf Versicherungskosten der Firma fahren konnte, war er mehr als geschenkt. Farbmäßig war das Auto allerdings nix für schwache Nerven: zitronengelb mit olivgrüner Innenausstattung. Der Tacho funktionierte nimmer (über 250.000 km standen da), und beim Pickerl wurde der gute Mercedesunterbodenschutz gelobt, der offenbar sogar tragende Funktion hatte, denn Blech war keines mehr da...da aber bereits in eine gebrauchte Batterie und ebensoche Windschutzscheibe investiert wurde (mehr als der Kaufpreis ), mußte das Auto durchs Pickerl. Also schweißten wir einen Tag den Unterboden (schweißen, naja, halt irgendwie zupudern triffts eher, eine Melange aus Altöl und Straßenstaub auf den noch feuchten U-Schutz aufgetragen gab die unauffällige Panier, damit die frische Schweißung nicht sofort ins Auge sticht. Dann war noch das Problem der ungleichäßigen Bremsen, welches mittels finanzieller Bestechung gelöst wurde. 
So fuhr ich dann einige Monate, bis ich ihn verkaufte, ich erhielt 1000 Euro dafür, Wahnsinn! Alle Interessenten sprachen allerdings nur gebrochen Deutsch...zu der Zeit hatte ich eine eigene kleine Halle angemietet, um meiner Teileträger und Ersatzteilmengen Herr zu werden, auch gab es dort Strom etc. Auf Dauer wurde es aber zu mühselig, immer die 40 km bis dorthin zu fahren, wenn man was braucht. Auch war ich beruflich mittlerweile voll im Einsatz, also löste ich alles auf, was ich nimmer selber brauchen konnte, schlachtete die unverkäuflichen Berlinas, verkaufte die Bertones und warf den Rest weg. Es gab natürlich dann genug Dinge, die ich hätte brauchen können, aber daß meine Pedaleriewelle mal bricht, konnte ich nicht ahnen... 
wieder zurück zur Alfetta: irgendwann nach 4 Jahren wollte ich unbedingt den Doppelscheinwerfergrill der Q.O. einbauen, der war aber schon damals nicht so leicht aufzutreiben. Bis die Nachricht aus der Werkstätte Borka kam: wir haben einen guten gebrauchten, aber das Auto hängt noch dran. Ich fuhr hin, um ihn auszubauen, und was sah ich? Eine Zweitbesitz-Erstlack-Unfallfreie Alfetta quad. carb. in „luci di bosco metallizato“ mit SSD, völlig unverpfuscht....ich suderte den Alfred Borka so lange an, bis er das Auto um 360 Euro freigab, und ich war im siebten Himmel mit elektrischen Sitzen, Bordcomputer und dem schnellsten Schiebedach von Wien bis Texas....die rote Vorgängerin gab ich ums gleiche an einen Freund ab (das schlechte Gewissen ihr gegenüber befahl mir, sie eher in gute Hände als höchstpreisig abzugeben...). 
So war ich am Ziel meiner Alfettawünsche! Das Auto hatte 110.000 km am Tacho, und weitere 80.000 folgten unter meiner Regie. Als erstes flog wieder das Schongetriebe raus und eines aus einer GTV zusammen mit neuer Kupplung und Bremsen kamen anstelle. 
Allerdings litt die eigentlich gute Optik relativ bald, indem mir ein verirrter Fiesta auf der Autobahnabfahrt geisterfahrig entgegenkam und ich beim versuchten Ausweichen einen vor mir fahrenden 75er touchierte. Ich bekam aber bei der Versicherung recht und einen Totalschaden (waren damals 1.200 Euro) ausbezahlt. Ich trieb einen gebrauchten Flügel in braun, Grill etc auf (der Grill ist bei der braunen in braun, bei der silbernen in schwarz, das machte das Finden nicht leichter...), und flugs war alles wieder gut.
Bis 2 Jahre später ein Transit aus der Seitengasse mir die Vorfahrt nahm und ich mich in seine Flanke reinbohrte. Diesmal war es wesentlich heftiger, die Lenkung war beschädigt, das Radhaus geknickt, von Grill, Flügel, Motorhaube, Kühlertraverse etc gar nicht erst zu sprechen. Diesmal bekam ich auch nurmehr 1.000 Euro von der Versicherung. Jeder andere hatte das Auto gequadert, ich natürlich nicht. Ich hatte davor eine MA48-Alfetta q.o. in „Luci di bosco“ um 36 Euro erstanden (MA 48 ist in Wien die Magistrats–Abteilung für Müllabfuhr, man konnte das Auto seinerzeit in Wien kostenlos entsorgen lassen, indem man es irgendwohin auf einen erlaubten öffentlichen Parkplatz stellte (also praktisch überall) und den Typenschein (= Kfz-Brief) einschickte, wurde dann gratis abgeholt – es standen daher auch damals die Giulias und Alfetten umher, zur freien Entnahme...welch Zeiten...es war unglaublich...im Alfaclub kursierten immer die Informationen, welches Auto wo in welchem Bezirk stand zwecks Teilespende...heutzutage unvorstellbar, ich hatte sogar mal ein Getriebe in freier Wildbahn so ausgebaut), diese hatte einen durch einen Lastwagen beigefügten gravierenden Heckschuß nicht überlebt, aber natürlich makellose Frontteile in der richtigen Farbe, der Vorbesitzer verglich mich nach vollendetem Werk mit einem Termitenhaufen, denn übriggelassen hatte ich nicht viel ...so hatte ich unter anderem ein komplettes Crashset und endlich das dringend benötigte ZV-Relais, denn diese Sonderserie (2.677 Stk. q.o. Vergaser wurden gebaut) hatte alles anders.... Ich wechselte im Schneetreiben auf der Gasse die Lenkung (fahren ließ sie sich nicht mehr), schmiß die alte Haube weg, schraubte die neue drauf, legte die Restteile in den Kofferraum und fuhr zum befreundeten Spengler. Da aber die Kühlertraverse gestaucht war, hielt der Fanghaken nicht und bei 130 auf der Autobahn hatte ich plötzlich eine braune Wand vor mir...so waren die schöne neue Haube, die Scharniere und der Prinz Heinrich auch noch bedient...jedenfalls schnitten wir das Radhaus auf, zogen das Auto mit dem Tozzer wieder gerade, spendierten 2 neue Radläufe und Endspitzen (die dauernden Salzwinterautobahnfahrten forderten ihren Tribut...) und Oliviero & Alfetta were on the road again. Die weiteren Jahre (in Summe waren es 5) waren dann ereignislos, wenn man davon absieht, daß mir die ZKD durchgebrannt war und ich trotzdem noch bis zum Büro kommen wollte, was einen Kolben in den Tod trieb...naja, das Spiel kannte ich ja schon von der roten Vorgängerin....
Irgendwann wurde ich aber auch gereifter und seriöser, außerdem machte meine Frau Dampf auf ein optisch präsentables Auto (die Radläufe und Endspitzen waren mittels Pinsel lackiert, unter der Heckscheibe war sie durch, und die Front war durch den Autobahnzwischenfall ja auch nicht gerade perfekt...so sah ich mich nach einen 75 TS um. Die Alfetta hatte ich gleich um 440 Euro verkauft, und den 75er dann um 1.450 Euro erstanden, in rosso alfa mit 7*15er Felgen in eigentlich gutem Zustand (was sich dann als Irrtum herausstellte) – ich blieb gleich wegen defekter Benzinpumpe auf der Autobahn liegen, bei deren Austausch konnten gleich der verrostete Tank und die hinteren Radlager mit erneuert werden und der Beifahrerfensterhebermotor gab auch bald auf...gefühlsmäßig gingen die Alfetten auch besser, dafür fand ich die Straßenlage des 75 ganz bezaubernd. 
Aber so innig wurde das Verhältnis nie wie mit den Alfetten...Schließlich verkaufte mein Vater mir seinen 164, so schließt sich der Kreis und der 75 mußte nach 2,5 Jahren weichen. Den 75er verkaufte ich einem alten Bekannten, was keine so gute Idee war, denn ich hatte ehrlich die erledigten Radläufe unter den Verbreiterungen nicht bemerkt und die hinigen Bremsen vorne, ich hatte mich um das Auto schön länger nicht mehr gekümmert, weil der 164 ja schon lange versprochen war. Da er mir aufgrund meiner Alfakenntnis und –erfahrung nicht glaubte, ich aber wirklich unwissend war, hatte das einen etwas unschönen Abgang...so verkaufe man nie was an Bekannte...
Bis daher ist also meine Alltagsautogeschichte.
Um die „Nichtalltagsautos“ weiterzuführen, müssen wir daher zeitlich wieder weit zurückblättern: mit dem bereits erwähnten Bertone GTV führ ich immer von März – Oktober (halt je nach Schneelage). In das Auto war vom Vorbesitzer sehr viel investiert worden, ich profitierte durch jahrelangen problemlosen Betrieb. Naja, als Anfangszwanziger hat man halt nicht immer den idealen Zugang zu originalen Oldtimern, es gab schon die Jahre, wo ich ohne Stoßstangen, dafür mit suppentellergroßen Zusatzscheinwerfern in Schalensitzen mittels Hostenträgergurten angeschraubt lächelnd völlig quer ums Eck staubte, das laute Pedal ebenso wie den Radio am Anschlag, den Aschenbecher immer randvoll... 
Gewisse Ausfallserscheinungen blieben da nicht aus: 
...aber man wurde älter und leiser, die König-Sitze wanderten in die Alfetta (genau gleiches beiges Velours), die H-Gurte auf den Dachboden und das Auto wurde mit den Jahren immer originaler und ursprünglicher. Dafür schritt die Modifikation unter dem Blech voran. Schließlich lieh ich 1991 das Auto einer alten Bekannten, die verarbeitete es am Österreichring, am gleichen Wochenende mußte ich auch meine Katze begraben...sie kaufte mir einen anderen, den fuhr ich dann, bis mich ein Toyota abschoß, aber der kam leider von rechts....schließlich wurden beide Autos vereinigt, aber das ist wie erwähnt im Detail in der Restaurierungsstory zu lesen.
1994 erbte ich so ca. 7000 Euro, das Geld mußte natürlich sofort investiert werden, am besten in eine Mobilie, also in den immer erträumten FB-Spider in nero (keine Originalfarbe, früher war er elfenbein) Bj. 1977, noch einer der ersten Serie mit hinterer Sitzbank.. Den erstand ich im Mai (üblicherweise ein Monat, in den die Spider ja nicht gerade am billigsten sind, aber was soll man tun, wenn man den Virus sofort bekämpfen muß...) er kostete 5.000 Euro, was für österreichische Verhältnisse recht günstig war, allerdings mit 10 Vorbesitzern und über 160.000 km. Der letzte hatte ihn aber viele Jahre besessen, immer in der Alfawerkstätte warten lassen und alles notwendige investiert. Das verschaffte mir bis heute problemloses Fahren. So fuhr ich im ersten Sommer über 15.000 km...da hatte ich aber noch Zeit...nach 2 Wochen Besitz wollte ein vor mir stehender Transit mit 7 Indern rückwärts einparken und schob sich in meine schutzlose Spiderschnauze. Ich sah das Grauen, konnte aber nicht zurückschieben – da standen ja weitere wartende Autos hinter mir...jedenfalls zahlte die Versicherung über 1.000 Euro, da fuhr ich wieder zu meinem Spengler, wir machten die Außenschweller, Endspitzen und einem kompletten Neulack, das ging sich mit 1.000 Euro genau aus, hehe. Untenrum trägt er mittlerweile 6,5‘‘ Montrealfelgen. 6 Chrominstrumente in der Mittelkonsole, statt inflationär teurer Gummimatten roten Teppich. Hat immer noch die ersten Radläufe und ist völlig unfallfrei! Allerdings hat auch er seine Hauptzeit als Sommerauto hinter sich (der erste Sommer waren 15.000 km!) und schafft gerade noch 2.000 km/Jahr...  
Zwischendurch spendierte ich ein neues Dach, das zerschnittenen PVC-Verdeck wich einem schönen aus Stoff, auch der verschlissene Fahrersitzbezug machte einem neuen Pedant Platz. 1996 ging mir die ZKD ein, ich gab sie neu, sie verstarb wieder, so zerlegten wir den Motor. Gefunden haben wir zwar nix, aber wenn er schon auseinander ist, kann man gleich ein bissl was neu machen, und wenn man das neu hat, dann das auch noch und das und irgendwann isses egal. So wurde der Murl komplett aufgebaut und ein bissl verfeinert, denn seine Originaleistung von 130 PS überschreitet er jetzt . Dazu gab es in der Peripherie eine elektronische Zündung, E-Lüfter etc sowie ein Berlinagetriebe mit 80.000 km, eine neue Kupplung usw. Es war toll, bis ich auf einer nicht sichtbaren Bodenwelle aufsaß und mir die Ölwanne zerschlug...der Motor überlebte es zum Glück, die Motorhaube bekam eine Delle ab vom Luftfiltergehäuse, so weit hatte es den Motor nach oben gedrückt...beim Anschrauben der neuen Ölwanne riß mir dann die letzte der 18 Schrauben ab... 
Die Cromodoras wichen dann noch den originalen Stahlfelgen (denen mit den großen Kappen). Diese wiederum dann ergatterten Montreal 6,5’’ Cromodoras. Aber ich habe noch so 5-6 Sätze Alus zum spielen...Das Auto bereitet nie Probleme, springt immer an, läuft wie ein Glöckerl. Aufgrund der guten Führung und des Spieltriebes erhielt der Spider auf seinen gemachten Block nun noch einen Spezialzylinderkopf der Fa. ********* mit Hallgeberzündung, Ansaugverlängerungen und anderen Feinheiten. Der Drehzahlbegrenzer ist nun auf 6.800 U/Min gestellt - vorerst noch . Der deutlich gesteigerte Vortrieb ließ nun durchaus naheliegende Überlegungen kommen, das größtenteils originale 220.000 km- Fahrwerk doch mal upzugraden... Als weitere abrundende Maßnahme kam ein 1300er-Schriftzug ans Heck. MX5er und Konsorten muß man jederzeit disziplinieren können!
Meinen außeralfistischen automobilen Traum verwirklichte ich mir in Form eines Jaguar XJ Serie 1 (1973 ). Ich fand den Wagen zufällig in der Tageszeitung (da inserieren nur Ignoranten, folgerte ich richtig). Der Besitzer wollte zuerst 6.500 Euro, dann 4.400 Euro, ich sagte maximal 3.000 und bot dann (sicherheitshalber per email, um Handgreiflichkeiten zu entgehen ) 1.800 Euro. Und wider Erwarten willigte er ein! Ich war so stolz wie seinerzeit in der Giulia! Das Auto lief hervorragend – 140.000 km, 3 Besitzer, immer in der Jag-Werkstatt, völlig unverbastelt – ein echter Glücksgriff! Zugegebenermaßen hatte das Auto ein entsetzliches Stigma: ein Sonnendach. Ein Wahnsinn und Alptraum. Aber sicher der Grund, warum es niemand anders gekauft hat? Außerdem ist das Auto braun (sable), da fällt es nicht sooo auf...diese Entstellung wurde mittels Einbaues eines Webasto-Stoffschiebedaches aus der Welt geschafft. Ich fuhr gleich damit nach Italien auf Urlaub. Naja, 4,2 Liter vergasergespeist sind recht trinkfest...die 2 Tanks haben schon ihren Sinn...im Internet ersteigerte ich noch einen baugleichen um 100 Euro, allerdings stand der 20 Jahre unbewegt im Freien, der ließ jede Berlina rostmäßig hinter sich, Wahnsinn...Es fanden sich ebaymäßig noch Speichenfelgen ein, Colorglas und 4 el. Fensterheber hatte ich schon nachgerüstet – jetzt ist er so wie ich ihn haben will!
2007 faßte ich allerdings den Entschluß, ihn zu verkaufen – er wurde eigentlich die letzten Jahre nur 1x jährlich bewegt...so wanderte er ins ebay und von dort nach Mainz. Möge er lange leben und seinem Besitzer viel Freunde bereiten * snif * 
Inzwischen war ich in das Haus meiner Urgroßmutter gezogen, freie finanzielle Reserven wurden in meinen Lebenstraum gesteckt, eine 135m² Großgarage direkt am Haus, von der geht man direkt in den Keller (liegt and er Unterseite des Hauses am Berg). Dort kann man sich ausbreiten, es gibt eine Grube und Starkstrom für das Schweißgerät . Ein Tor in den Garten ermöglicht Schrauben im Freien. Die Freude über die lichte Weite währte allerdings nur kurz, denn innerhalb kurzer Zeit sammelt sich ja so einiges an Autos, die laufen einem für ein paar hundert Euro und weniger einfach so zu – und ich habe doch ein weiches Herz, in meinem Alfaasylantenheim ist allerdings eine gewisse Ausfallsquote, denn nach dem Naturgesetz müssen die Schwächeren weichen um den Stärkeren das Überleben zu sichern – so sind Keller, Dachböden etc angestopft mit Teilen aus über 20 Schlachtungen...dank ebay ist ein kontinuierlicher Zugang, aber gerne gebe ich nix her – was man verkauft braucht man todsicher und kauft ums doppelte retour....also nur das verkaufen was man mehrfach hat... 
Der viele leere Raum schreit natürlich nach Füllung. Im Bazar (größte österr. Secondhandzeitung) fiel ich über eine Berlina 2000 drüber, zu meinem Pech stand sie ganz in der Nähe in einem Stadel. Ich besah sie, war prinzipiell angetan (OK, sie stand seit 10 Jahren in einem zugigen Bauernstadel, was die Farbe nur erahnen ließ...aber blechmäßig war sie OK - Türen und Hauben sind nimmer perfekt aber brauchbar). Nach schwieriger Wertbestimmung (eigentlich nix wert, aber die Teile wie Sperrachse, große Bremsen und Zweilitermotor eigentlich doch...) einigten wir uns auf 1.000€ inkl. Transportes nach Hause. Da stand sie dann, in der klinisch sauberen nigelnagelneuen Garage, völlig verdreckt und versaut...ich wusch sie mal, dann erfolgte die Bestandsaufnahme. Den Himmel mußte ich tauschen, der Vorbesitzer hatte einen Stoffhimmel drübergeklebt und als der runterfiel ihn mit 30 Blechtreibern angeschraubt...halleluja...aber der Himmel war nicht schwer zu bekommen, das Einbauen bei winterlichen Temperaturen war weniger lustig aufgrund ungenügender Passgenauigkeit. Bei der Gelegenheit baute ich auch gleich getönte Scheiben ein und eine Rücksitzbank mit Kopfstützen. Der Motor lief wieder tadellos nach ca. 1 Stunde. Allerdings musste ich bei der Hydraulik alles tauschen: ein neuer Hauptbremszylinder und beide Kupplungszylinder, alle Brems- und Kupplungsschläuche sowie die hinteren Bremssättel musste ich auch überholen. Sonst ein großes Service, das wars. Zusätzlich schweißten wir hinten Gurte aus einem 164er ein wegen der Kindersitze. In späterer Folge lief mit dann noch eine silberne Berlina als Reserve und eine gelbe als Teileträger zu, man wappnet sich für den Alltagsbetrieb...eine blaue und eine grüne hatte ich schon vorher geschlachtet gehabt... die zu breiten Felgen schmiß ich raus und ersetzte sie durch frisch gestrahlte und lackierte originale Cromodoras. Dann standen recht problemlose Alltagszeiten an, das Auto wird auch im Winter bewegt und legte immer brav die 2x63 km zur Arbeit zurück (OK, ein Diesel ist günstiger im Unterhalt, aber was solls...).  
Schließlich kam es noch, wie es kommen musste: In einem Internetauktionshaus fand ich eine Alfetta iniezione, ich erhielt den Zuschlag für 205€. Ich fuhr nach Oberösterreich, mit blauen Taferln wieder heim. Sie war zwar lange gestanden (3 Jahre oder so, leider in einer Wiese), aber lief tadellos nach vor Ort erfolgter Bremseninstandsetzung. Zuhause Bestandsaufnahme: unfallfrei, Erstlack, gut beinander obenrum...untenrum eine Katastrophe, eigentlich ehrlicherweise ein Teileträger. Aber eine der letzten wegschmeißen? NIEMALS. Also wurde geschweißt, was das Zeug hält, einmal Bodenplatte mit Trägern komplett. Danach alles versiegelt, und das Thema sollte erledigt sein! Ich fuhr gleich nach Italien, völlig problemlos, mit unter 9 l/100 km Verbrauch. Alle el. Helferlein funktionieren (da sind deren viele für Sitze, Fenster, Spiegel etc). zusätzlich kamen noch die begehrten Ronal 7*15 A1 drauf und ein Nardi-Lenkrad rein, um die Optik aufzufetten. Als weitere Verfeinerung baute ich ein Getriebe eines Alfa 75 1,8 i.e. ein, um das umnachtete Schonganggetriebe der Alfetta durch das eng abgestufte und weitaus besser zu schaltende Pendant aus dem 75er zu ersetzen inkl des leider notwendigen Tachoumbaues. Den Dachhimmel tapezierte ich auch neu, weil dem alten die Schwerkraft zu nahe gekommen war, ich rekapituliere meine Sattlerlaufbahn: Dachhimmel individuell gefertigt für: Bertone und Jaguar, Fertigprodukt eingebaut in Berlina, neu bezogen in Alfetta und komplett eingebautes Fetzendach in den Spider....brrr... Schließlich brannte dann nach ereingnislosen 25.000 km ein Auslassventil durch, ich sichte im Keller das 110.000 km-Aggregat meines väterlichen 90ers plus der dazugehörigen Servolenkung und baute alles um.
Eigentlich von allen mein Lieblingsauto - ich fuhr ja von 1988 – 2000 immer Alfetten im Alltag. Wenn ich nur ein Auto haben dürfte, wäre es sicher eine Alfetta! Mit der fahre ich ohne Öl zu kontrollieren in einem Stück nach Mittelitalien. Ohne mit der Wimper zu zucken, ohne einen einzigen Schraubenzieher. Unzerstörbar. Auch der Bordcomputer und das Check-control funktionieren tadellos. Passt mir wie ein Handschuh, da ist einfach blinde Vertrautheit. Verdient ihr Benzin redlich!
2007 hatte ich begonnen, sie technisch etwas aufzurüsten, die komplette Mechanik eines 75 TSS fand Einzug inkl Kat, innenbelüfteten Brembos, 5-Lochachsen etc -da setzte allerdings eine gewisse Eigendynamik ein –sooo geplat war das nicht, aber wenn schon, denn schon... : 
Innen mit Recaro und Nardi: 
Ebenso erfolgte eine komplette Fahrwerksumrüstung auf PU-Buchsen und Eibachfedern inkl. Tieferlegung; das geht jetzt so richtig gut ums Eck - und bremst wie es soll! 
Und beschuht ist sie mit 16'' Felgen des Alfa 164 QV: 
Mittlerweile trägt sie die 16’’ Felgen des 164QV. Ich begab mich noch in den Wahn, alles zu legalisieren, das ist in Österreich ein irrer Aufwand. Alleine die TÜV-Gutachten kosteten 840€ für die Umbauten von Lenkung, Getriebe, Motor, Achsen, Bremsen, Messung der Torsionssteifigkeit, Bremstests, Abgas&Lärmmessungen. Die neue Höchstgeschwindigkeit beträgt nun eingetragene 205 km/h. Es war allerdings ein Monate währender Alptraum – ich mußte 5x (!!!) zur Behörde – beim erstemal sah ich die Mängel ein, beim zweitenmal war der Lambawert 1,05 (Sollwert 0,97 – 1,0 , keine Gnade. Die weiteren 3x wegen Freigängigkeit der Räder. Jeder Prüfer (die wechseln immer) setzte etwas anderes aus, unfaßbar. Einer sagte einfach: 16zöller gehören nicht auf so ein Auto. Er wollte offenbar nicht. Und schon war der vordere Radkasten 2 mm (!!!) zu eng. Ich kündigte dann einfach an, mit dem Vorschlaghammer Platz zu schaffen, die waren schockiert... schließlich passierte der Wagen die Kontrolle und ist vermutlich weltweit die einzige europäische Alfetta mit eingetragenem Kat – die auch Neuwagenwerte hat, weil ich mußte die 2007 AKTUELL GÜLTIGEN einhalten....so ziert ein Kleber meine Heckscheibe: Ich fahre mit Kat und ohne Feinstaub. Sie geht auch wirklich gut!
Der nächste Zuwachs erfolgte ausnahmsweise durch ein Motorrad: Die Norton Dominator, die mein Vater einstmals im Jahre 1957 neu gekauft hatte und die mit seiner einsamen Eintragung im Typenschein 1970 abgemeldet worden war, kam vom Zwischenbesitzer, der sie nicht verwendet hatte wieder zurück! (und braucht zum Glück wenig Platz...). Ein wirklich einmaliges legendäres Gerät, das ich von Kindesbeinen an kannte! 
2005 las ich wie üblich die Rubrik „< 300€“ in der Oldtimer Markt. Da stach mir ein Inserat ins Auge: alle Teile von Alfa 75: Leder, Nebelscheinwerfer, Motor etc. Ich rief erfreut an wegen der Sitze, um sie eventuell in meine Alfetta zu transplantieren. Die Sitze seien noch ganz gut, aber das Auto werde erst geschlachtet, wenn sich genug Leute für Teile finden, was mir denn die Sitze wert seien. Ich sagte müsste ich sehen, so 250€ vielleicht, kommt auf den Transport an. Das Gebot erntete mäßige Begeisterung, ich solle halt wieder anrufen. Ich rief also dann eine Woche später an um den Stand der Dinge zu erkunden. Die Sitze wären um 400€ bereits geboten worden, auch der Motor hätte einen potentiellen Interessenten, der zahle 600€ dafür. Wir kamen ins Reden, er outete sich als schwer infizierter Alfisti, der einen Bertone und eine Giulia hätte, aber der 75er wäre eine Baustelle zuviel – er habe die Verbreiterungen heruntergenommen, ein Radlauf sei hin und ein Schweller habe ein Loch. „Und?“ fragte ich. „Was „Und“?“ sagte er, das müsse man ordentlich machen lassen, das koste leicht 1.500€, Radläufe habe er schon. „Und sonst das Blech?“ „Sonst nichts, anderer Radlauf perfekt, Boden ohne Befund.“ Wie sei er mechanisch? Ohne Probleme, er sei damit normal gefahren und habe ihn vor so einen halben Jahr abgestellt. Also ist eigentlich nicht viel kaputt, deswegen soll er sterben Na wenn ihn ein Kenner nimmt, soll es ihm auch recht sein, das Ausschlachten reize ihn eh nicht, bleiben jede Menge Teile über etc. Dann sagte er den Preis den er wollte...1.000€...ich wurde schwach, sehr schwach. Ich ersuchte Fotos zu schicken, aber er hat keinen Computer, als Mittfünfziger ist das eher nicht seine Welt. Er beschrieb den Wagen ganz genau...der 75er hatte Leder, Klima, ABS, SSD....so vereinbarten wir Freitag, ich komme zu ihm und hole das Auto, er garantiert die Fahrtüchtigkeit (immerhin 600 km Distanz...). Ich bin ja prinzipiell nicht immer ein Mensch, der vorbehaltlos an das Gute in anderen Menschen glaubt, aber ich wischte Bedenken weg, wer nicht wagt der nicht gewinnt. Da war einfach eine plötzliche Gier da, die die Ratio völlig verdrängte, die zumindest nach Fotos schrie...meine Frau sagte nichts dazu, was eigentlich sehr vielsagend war... Ich habe schon ein paar Mal mir unbekannte Autos auf eigener Achse überstellt, aber nur innerösterreichisch – da ging bis jetzt immer alles gut.
Freitag um 06:00 führ ich weg, mit 4x Umsteigen landete ich in Baden-Würtenberg um 13:23. Ich hatte wie vereinbart als Erkennungszeichen ein Alfa Kapperl auf (...so weit weg kennt mich eh keiner ) und wir fuhren zum Auto. Ein schwarzer America, unfallfrei im Erstlack. 3.Besitz. Er überreichte mir Scheckheft (na ja, ging zwar nur bis 100.000, aber immerhin), Betriebsanleitung und zwei Sätze Schlüssel. Fing also gut an, das Auto hatte er eingeölt und zugedeckt gehabt. Komplett eingeölt...die demontierten Plastikteile lagen alle gereinigt in einem alten gewaschenen Bettzeug im Innenraum. Das Lederfett lag im Handschuhfach...zusätzlich bekam ich einen aufwendigen speziell gefertigten Abzieher für die hinteren Radlager (eines hatte er getauscht damit, das andere nicht, das lag dafür original verpackt dabei), ein paar 75er Teile, einen Satz guter Winterreifen auf GTV6-Alus, ein komplettes Werkstatthandbuch. Der Klimakompressor war leider nicht am Auto, aber immerhin im Kofferraum. Er hatte extra für mich noch neue Scheibenwischer montiert, unglaublich. Außerdem war eine neue Lenkung drin, neue Dämpfer etc. Ich schwebte ums Auto, wir kontrollierten Öl, Wasser etc und nach ein einhalb Stunden fuhr ich dann gegen Heimat. Das linke vordere Radlager brummte vernehmlich und war auch nicht wirklich spielfrei, ebenso das hintere linke. Das verhinderte Geschwindigkeiten oberhalb 120 km/h, weil da die Vibrationen heftiger wurden, darunter ging es aber recht gut. So zog sich die Fahrt etwas, außerdem schmerzte sehr die Tatsache, dass ich auf nicht temporegulierten deutschen Autobahnen mit einem überaus potenten Sechszylinderalfa nur 120 km/h fahren konnte...aber es ging alles glatt, Blaupunktradio war ja auch drin. Zwischendurch blieb ich gelegentlich mal stehen um nach dem Rechten zu sehen. So steht er jetzt zuhause bei mir und hat ein neues sicheres Leben, das Auto ist absolut erhaltungswürdig, in 10 Jahren wird der sicher so begehrt sein wie eine Giulia jetzt ist – der letzte echte Alfa mit Hinterradantrieb in Spitzenausstattung! Ich gab 3 Radlager neu, installierte hintere Fensterheber und US-sidemarkers aus einem Milano, ersetzte die originalen 15’’ Alus durch die klassischen Ronal A1 und fertig ist er!
Hier und jetzt gilt: Jetzt muß man sie brocken, jetzt gibt es sie (noch) billig und unverbastelt. Den letzten echten Alfa mit Heckantrieb in stärkster Konfiguration. Mittlerweile setzte ich ihn auch im normalen Alltag ein, wenns schneller voran gehen soll. Hilfreich ist da ein Upgrade auf QV in Verbindung mit einem TS –Getriebe und entsprechend modifiziertem Fahrwerk...da tut sich was   
2005 verstarb leider mein Vater, so fand sein Alfa 166 zu mir. Ein TS mit Leder, Traktionskontrolle und allen neuzeitlichen Errungenschaften..so dann stehen zuhause 8 Alfas und ein Jaguar...wo sollen die alle hin, und fahren kann ich gleichzeitig auch nur einen....meine Frau hat ja auch ein Auto...aber ich kann doch keinen hergeben, ist ja wie Kindesweglegung...außerdem wartet noch ein 1967er Käfer auf Inbetriebnahme (wieder so eine blöde Gelegenheit, ich bin unbelehrbar und kann nicht raus aus meiner Haut)..aber zumindest der kommt wieder weg...hoffentlich...
Nebenher schlachtete ich noch einige verlorene Alfetten, deren ich habhaft werden konnte. Vorletztes Jahr rief mich ein Freund an und sagte: „Da steht was und lebt noch, mußt nur um einen symbolischen Betrag holen kommen“: eine Alfetta 2,0 L Bj 1982. Meine sechste ...beige/braun mit SSD und Scheinwerferwischern. Ich fuhr damit eine Zeitlang herum und erfreute mich an dem Schiebedach. So eine wollte ich, weil ich immer die 2000er Alfetten mit dem Armaturenbrett mit den gegenläufigen Anzeigen hatte. In meinem Alter holt man sich ja gerne wieder die Jungenderinnerungen als Jungbrunnen ins Haus . Dann wanderte sie in den Garten auf eine betonierte Fläche. Der Kofferraum füllte sich über die Zeit mit diversen Ersatzteilen, eine innenausstattungsmäßig idente Schwester kam auch unter die Flex, so war sie eines Tages vollständig und jeder Einzeilteil verwendungsfähig am Auto oder im Kofferraum. Nun, zwecks Motovation startete ich den Motor, sie sprang sofort an. Vor den Schweißungen wollte ich mir einen Übernblick verschaffen und sie durchchecken, ich hob sie auf – und da war kein Innenschweller mehr da...wie der sich in 2 Jahren im Garten pulversiert hatte ist mir bis heute ein Rätsel, denn ich hatte sie genau inspiziert gehabt. Auch die Bodenlatte war bedient, die A-Säulen durch im Kotflügelbereich, aber auch im sichtbaren! - die Stehbleche im Motorraum, der rechte Radlauf war elend verfault, So setzte ich schweren Herzens die Flex an und zerschnitt sie, tat mir echt leid, aber es wäre zuviel Aufwand gewesen, auch wäre an der Mechanik einiges zu machen gewesen, das lange Stehen verlangte eine Bremsenüberholung etc... 
Genau einen Tag, nachdem ich schweren Herzens die beige Alfetta zum Schrotter gebracht hatte, kann ein alter Bekannter, dem ich gleich mein noch frischen Leid klagte. Er sagte „Hm, der Alex, den Du auch kennst, dem ist seine Alfetta zuviel Aufwand, weil er schraubt selber ja nicht so“ – und ich wußte: da ist jetzt eine 1973er Erstserienalfetta, die auf dich wartet...so trafen wir uns, ich checkte das Auto durch (nicht concours, aber tadellos gebrauchsfähig, einfach Einsteigen und Fahren!), wir wurden handelseinig. Das Auto ist ein landesregierungseinzelgenehmigter Italienimport. Allerdings vom bekannten kärntner Roßtäuscher Karl K., was besagter Vorbesitzer büßte und das Auto vor 10 Jahren komplett machen (lassen) mußte. Die allererste Serie hat ja total liebe Details und unterscheidet sich in genug Einzelheiten von den >1974er Baujahren, man glaubt es nicht. War original beige, wurde dann rot. Wenn ich es mal mache, ist blu olandese ein heißer Tip. Vordergründig sind das Problem die geklebten Scheiben, die nicht perfekt dichten und Rostansätze vermuten lassen, leider ist auch die Frontscheibe gesprungen – die ist ganz anders als die eher auffindbaren Scheiben der 2000er Modelle, welche ich auf Lager hätte.. Aber ich habe ja genug Adressen . Das Auto steht auf typisierten zeitgenössischen Mille Miglias, aber ich tendiere eher zu den originalen Cromodoras. 2 Tage Arbeit um einen gewissen Wartungsstau zu bereingen und die 1300er Vergaser durch entsprechende 1800er zu ersetzen, mehr Aufwand war es nicht. Besonders der typische Altalfageruch im Inneren, diese unvergleichliche sanfte Melange aus Spuren von Öl, Benzin, Schweiß, Blut, gespeichertem Wasser, Sperma, Zigaretten, Parfum, ausgedünstetem Kunststoff – die hatte es mir gleich angetan. Wenn es die doch nur als Wunderbaum gäbe...  
Aufgrund auch privater Veränderungen wollte ich mir was gönnen und in ebay fiel sehr günstig um 1.100 Euro eine GTV6 in meine Hände, gute Substanz. Ich schweißte sie untenrum aus, die Rest-Karosse war tadellos. Dann wurde sie schon neu lackiert und wartet auf den Zusammenbau. Zuvor hatten wir noch das Dach einer SSD-Version eingeschweißt. Aus einer Schlachtung hatte ich noch eine originale Ledernetzkopfstützensitzausstattung, dazu Ronal A1 oder die Zender 8*16...das wird fein. Über Weihnachten möchte ich sie zusammenbauen und dann normal im Alltag nutzen. Ein 3,0 Motor wäre auch noch im Regal für den Fall des Falles... 
Weiters träumte ich immer von einem Montreal. Als Volksschulbub ging ich Anfang der 70er Jahre immer an einem solchen in orange vorbei, der als normaler Gebrauchtwagen auf der Straße stand. Wenn ich groß bin, wollte ich immer einen solchen haben. OK, jetzt bin ich 1,87cm geworden und 41 Jahre...ein alter Bekannter erzählte etwas von einen Stadelfund oder so mit einer vagen Telefonnummer. Ich rief an und fuhr hin, nahe der tschechischen Grenze in einem Bauernstadel stand er. Etwas havariert und rostig, aber reparabel und komplett. Er fuhr sogar tadellos, Fensterheber, Unterdruckklappen...alles funktionierte. Ich erhandelte ihn um einen wirklich lächerlichen Betrag. Nun stand er in der Garage und wartet auf bessere Zeiten....die sobald nicht kommen werden, denn:
Besagter alter Bekannter (der sich um alle ca. 10 Montreals im Großraum Wien kümmert) hatte einen anderen besehen und über den geurteilt: mechanisch sehr gut, blechmäßig gut, innen perfekt, allerdings Lackmängel (Risse), vorne große Spaltmaße und elektrische Wehwechen mit Fensterhebern, Heizung etc. Ich fuhr hin, fuhr probe, reparierte an Ort und Stelle die Benzinleitung und –pumpe war hingerissen und kaufte ihn um einen vierstelligen Eurobetrag, dazu gab es eine komplett angefüllte Alfetta mit Neu- und Gebrauchtteilen...das Auto fährt und tut tadellos und bereitete mir schon enormen Spaß. Er war auch erst 12 Jahre angemeldet gewesen (Erstzulassung 1974), der Tacho zeigt 48.000...unter 100.000 müssen es in jedem Fall sein. So behalte ich den ersten Montreal als Reserve und als Teileträger und werden den zweiten dann mittels Teillackierung (auch der Frontspoiler gehört schwarz...) und Kleinreparaturen in den Dienst stellen! Eigentlich kamen mir die GTV6 und der Montreal zeitlich ziemlich quer, aber wenn sowas auftaucht MUSS man doch zuschlagen...  
Ich habe auch mal bei Gelegenheit alle meine Autos als Modelle nachgebaut, nur die Berlina konnte ich nirgends auftreiben, aber irgendwann findet sich auch diese. 
Auch sammle ich seit über 2 Jahrzehnten Alfaschriftzüge, bin schon recht weit gekommen , eine Tafel mit den alten vor 105ern ist nicht am Bild. 
Anbei also meine Auto-Liste, diese zeigt, was alles so hereinwachsen kann, wenn man nicht aufpaßt – und wenn man sich an Autos dieser Art verschworen hat…. sie dient auch nicht als Krücke des Angebens sondern zeigt meine autophile Lebensanschauung, ich habe (gerade noch) den Platz und die technischen Möglichkeiten gepaart mit vertretbarer Zeiteinteilung zur Erhaltung des Fuhrparkes.
Wie man vielleicht unterschwellig merkt, ich lebe die Alfa-Youngtimer. Autos sollen leben, atmen, pulsieren. Nicht einfach leblos funktionieren wie ein Bügeleisen. Die Teileversorgung ist sichergestellt, von allen meinen Modellen habe ich jeweils zwischen 2 und >5 Autos geschlachtet und die Teile in Kombination mit in Bausch_und_Bogen eingekauften Neuteilen gebunkert. Mein Dachboden und Keller ist zwar groß aber irgendwann auch endlich...aber es geht schon noch was. Somit ist mein Weg in Summe wesentlich günstiger (behaupte ich zumindest vor mir), weil auch noch der negative Wertverlust hinzukommt. Da ich mittlerweile hunderte Alfa-Spezialwerkzeuge durch Aufkauf ehemaliger Werkstätten habe, warte und repariere ich meine Autos in Eigenregie, denn so kann ich es so haben wie ich will. So gut oder auch schlecht, aber wie ich will. Und wer kann denn noch heutzutage 4 Vergaser richtig einstellen? Und ein Auto in die Werkstatt bringen kostet leicht 1,5-2 Stunden Wegzeit Bringen und dasselbe nochmal Holen (jeweils hin und retour mit Gequatsche). In der Zeit mache ich gemütlich selber eine Kupplung...und spare mir viel Geld und habe die Gewißheit WIE es gemacht wurde...
Nur verkaufe ich leider fast nie Autos, und so werden es mehr und mehr...ich suche auch nie Autos, sie kommen alle irgendwie als nicht auslaßbare quasi nicht wiederkehrende Gelegenheiten (haha, Autosuggestion ist alles) zu mir ins Alfaasyl. Als Landkind tut man sich da folgerichtig auch deutlich leichter als als Innenstadtbewohner.
Ein modernes Auto brauche ich alter Maschinenstürmer nicht, und alles fernöstliche und dieselnde hat ohnehin absolutes Betreungsverbot auf meinem Grund und Boden, da bin ich ein völlig intoleranter Hardliner.
Sonst noch persönliches über mich:
Ich bin ein 1966er Jahrgang, Löwe ehklar, mit 2 Kindern, wohne 35 km westlich von Wien. Abgesehen von den Autos ist mein Favorit Musik; am liebsten höre ich (und spiele auf Bass und notfalls Gitarre) Südstaatenrock bzw 60/70er Jahre Rock. Ausbildungsmäßig habe ich Betriebswirtschaft studiert (also Mag.rer.soc.oec, in Österreich ist das ja fixer Bestandteil des Namens , in D ist das Dkfm. glaube ich). Ich bin selbständiger Wirtschaftstrainer und habe den Luxus, zwischen zeitintensiven Schulungsmaßnahmen mal 2-4 Wochen nix zu tun, da kann ich mich den Autos widmen. Sonst kriegert ichs eh nicht unter.
... und was stünde noch auf Olivieros Speisekarte? ZB ein endachziger 911er Carrera Coupe, dafür lassert ich sicher einen Ferrari stehen! Vertretbareres Nahziel ist eine Alfetta 2000, am liebsten so ca 1980, beige mit blauem Velour - dann hätte ich alle 3 Alfettaserien komplett, diese ungeliebten Mauerblümchen haben es mir irgendwie besonders angetan. Ein 164 V6 (gerne mit Automatik) wäre auch nett. Das wärs...aber ein bissl träumen darf man ja...aber so ein BMW 3,3 Li wäre auch was feines oder ein Citroen CX...eine Alfetta Pick up...eine Giulia Kombi....hach... ein Morgan V8....
Zwischen Träumen und haben ist immer noch das Aufwachen... leider...
Ciaoliviero
P.S.: to be continued....
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Gästebuch von Oliviero
| Archiv | | biesa |
Richtig schöne Seite, sehr viel toller Lesestoff |
12.04.2008 11:37
| | sewe |
Respekt!!!
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18.12.2007 13:45
| | pazzaxalfa |
Wenn ich deine Seite lese, komme ich mir dir gegenüber ein nichts vor. Toll gemacht! Hoffe nur das meine Alfa nicht auf die Mauern endet :-)
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09.06.2007 18:40
| | Batao |
Obwohl ich leider nicht auf so eine herzliche rührende Alfa-Zeit zurückgreifen kann, so kann ich Dich trotzdem in jeder Zeile verstehen! Einfach nur klasse!! Ich würde sicher viele Deiner Auto´s gern mein Eigen nennen :-))
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04.06.2007 23:36
| | Ragno rosso |
Hochachtung! Deine Geschichte finde ich so toll und bewegend, dass ich mich für diesen Kommentar nun endlich nach zwei Jahren im Forum angemeldet habe.
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19.02.2007 00:52
| | Zwan |
Beste Seite von allen!!!!
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21.01.2007 20:01
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Ich bin sprachlos, Top gemacht und sehr interessant
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21.01.2007 17:24
| | Spiderdoc |
Tolle Geschichte toll erzählt, hast Benzin im Blut !
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31.10.2006 19:26
| | salvo1966 |
Einfach eine super Seite. Kompliment. Die Beschreibung deiner Geschichte reisst einen richtig mit..
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23.06.2006 17:27
| | alphaville |
mal ganz anders als die anderen Seiten, wirklich schön...danke
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19.05.2006 20:57
| | Kommentare können nur angemeldete User schreiben | | letztes Update 12.04.2008 | |
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