Habe nun endlich meine Sommerräder der Dimension: 225/50R16 auf Borbet BS-Felge 7,5*16 eingetragen bekommen.
Kurz zur Vorgeschichte: die Räder waren bei meinem Bruder auf einem 156 SW 2.4 JTD BJ. 2001 mit 140 PS montiert und eingetragen, als er diesen verkaufte, holte er sich den 156 Facelift 1.9 JTDm 16V mit 140 PS, auch auf diesem Fahrzeug ließ er diese Räderkombi bei meinem Beisein ohne Probleme eintragen. Das Gutachten war allerdings von 1999. Also beide Modellvarianten sind da nicht aufgeführt, was aber den damaligen Prüfer nicht störte. Nun hat er nen 159 und seitdem liegen die Räder nutzlos in der Garage. Meine eigenen originalen Reifen sind nun schon sehr abgefahren, also bevor ich mir neue Reifen kaufe, kann ich auch die Borbet von meinem Bruder nehmen. Auf den Rädern sind wenig gelaufene 225er drauf.
Also auf zum freundlichen Dekraprüfer vor Ort: ich gab ihm alle Unterlagen, auch die Eintraguungen von meinem Bruder als Vergleich. Doch der wollte nur das Gutachten sehen, dann verglich er die e-Nummer der in dem Gutachten aufgeführten Fahrzeuge und stellte fest: keine Eintragung möglich, da nicht aufgeführt ! Nur über teuere Einzelabnahme.

Naja, Deutschland ist eben ein Bürokratenstaat...also bei Borbet angerufen, ein aktuelles Gutachten per Mail schicken lassen und nochmal hin. Dieses Mal kam ich sogar in die Prüfhalle weil nun im Gutachten mein Modell aufgeführt war (ist von 2004).
Doch kurze Zeit später: "das geht nicht, hier steht ...MUSS an Achse 1 für ausreichende Abdeckung gesorgt werden...an Achse 2 MÜSSEN die Kanten umgelegt werden und vom Stoßfänger ein bissel abgesägt werden" WIE BITTE ? Kann mich nicht erinnern, dass das bei den Fahrzeugen meines Bruders das nötig war. Er fuchtelte mit dem Zollstock rum und versuchte mir zu erklären wie die Abdeckung am Vorderrad im Verhältnis zur Radmitte anzubringen sei...mal im Ernst, sowas habe ich noch bei keinem 156er gesehen, das würde ja aussehen wie ein Pajero mit Winterreifen ! Also schnell die Halle mit nem dicken Hals verlassen und hatte im Kopf schon den Reifenhändler um die Ecke für meine originalen Felgen. Aber ein Versuch wollte ich noch starten. Also auf zum nächsten Dekra-Partner unweit der ersten Station. Dieser war viel kooperativer und kreuzte im Gutachten nur ab..blablabla machte er. Er fuhr mein Wagen in die Halle auf eine Hebebühne, legte vorn rechts und hinten links nen Keil unter, so dass die Räder fast vollständig im Radhaus standen. Nix was Bördeln oder ne Abdeckung rechtfertigen würde, meinte er. Die Gutachten sind alle am Computer erstellt, das hat nix mit Praxis zu tun, sagte er. Die gehen immer auf doppelte Sicherheit. Somit eingetragen

!
Man ist leider der Willkür des Prüfers hilflos ausgeliefert, aber wenn man einen erwischt, der einen auch versteht, sich den Sachverhalt genau anschaut und nicht nur auf seinen Vorschriften rumreitet ohne es mal praktisch getestet zu haben klappts auch bestimmt beim nächsten Mal.
Sorry für den langen Text, aber das musste mal raus.