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  #1  
Alt 04.01.2006, 21:43
Benutzerbild/Avatar von Nils
Nils Nils ist derzeit abgemeldet
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Dabei seit: May 2003 - Wohnort: 075** Gera
Alfa Romeo: Alfa Romeo von Nils GT 3.2 Luxury
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Nabend Alfa-Gemeinde.

Habe mir mal die Mühe gemacht und eine Anleitung zum Tausch der Bremsbeläge zusammengebastelt.


Zunächst:
Diese Anleitung wurde nach bestem Wissen erstellt. Keine Garantie auf Richtigkeit oder Vollständigkeit. Keine Haftung für eventuelle Schäden an Fahrzeugen oder Personen.


Benötigte Werkzeuge

•Kräftiger Schraubendreher
•7er Inbus (nach Möglichkeit als Aufsatz für die Ratsche)
•Schraubzwinge
•Beilage um den Kolben zurückzudrücken
•Kupferpaste


Ablauf

Alle Arbeiten bitte nur durchführen wenn das Fahrzeug entsprechend gegen wegrollen gesichert ist. Wagenheber nur auf festem Untergrund verwenden, zusätzlich Stützböcke verwenden.




Als erstes müsst ihr die Federspange entfernen. Geht am einfachsten wenn ihr den Schraubendreher, wie auf dem Pic zu sehen, zwischen Sattel und der Spange drückt. Vorsicht: die Spange hat relativ viel Druck.





Dann entfernt ihr die Abdeckkappen der Bremssattelbolzen. Diese befinden sich an der Innenseite des Sattels, also gegenüber der Federspange (rote Pfeile).
Tip: Das Lenkrad voll in die entsprechende Richtung einschlagen, dann habt ihr mehr Freiraum beim arbeiten.





Nun könnt ihr den 7er Inbus aufsetzen und die Bolzen lösen. Je nach alter des Fahrzeuges sowie Zustand der Abdeckkappen können die Bolzen sehr fest sein. In diesem Fall eine größere Ratsche (z.B. 3/8“) verwenden.





Tip: Die Schrauben soweit wie möglich herausdrehen, sonst quält ihr euch unnötig beim Demontieren des Sattels.





Nun könnt ihr Bremssattel abnehmen. Hierzu mit einem kräftigen Schraubendreher abwechselnd zwischen Sattel und oberer bzw. unterer Bremszange gehen, und den Sattel heraushebeln. Die roten Pfeile symbolisieren die Ansatzpunkte für den Schraubendreher.

Wenn ihr den Sattel abgenommen habt, solltet ihr darauf achten, dass ihr ihn nicht an der Bremsleitung „baumeln“ lasst. Entweder mit einem Draht anhängen, oder entsprechend unterbauen.


Nachdem ihr die alte innere Bremsbacke mit leichten Kippbewegungen aus dem Kolben gelöst habt, muss als nächstes der Bremskolben zurückgedrückt werden. Dazu müsst ihr vorher unbedingt den Bremsflüssigkeitbehälter öffnen und den Stand der Flüssigkeit überprüfen. Sollte diese bereits bis max stehen, muss die Flüssigkeit bis zur Mitte (also zwischen min und max) abgesaugt werden. Alternativ kann man auch einen Putzlappen um den Behälter legen, ist aber eine elende Sauerei wenn es überläuft.





Dann drückt ihr wie auf dem Pic zusehen den Kolben zurück. Dabei immer schön den Ausgleichsbehälter der Bremsflüssigkeit im Auge behalten.
Wichtig ist, dass ihr eine flächige Beilage verwendet und nicht direkt auf den Bremskolben drückt. Der Druck sollte immer gerade erfolgen, damit der Kolben nicht verkantet. Normalerweise lässt er sich ganz leicht zurückdrücken. Bitte keine Hammerschläge oder rohe Gewalt.





Nun geht es an die Pflegearbeiten.
Vor dem Einsetzen der neuen inneren Bremsbacke die Auflagefläche des Bremskolbens von Verunreinigungen befreien, und ein wenig Kupferpaste auftragen. Achtung: beim Einsetzen der neuen inneren Backen unbedingt darauf achten, das man die Manschette nicht beschädigt.
Auch auf die Anlagefläche der äußeren Backen kann man ebenfalls etwas Kupferpaste geben.





Nun noch etwas Kupferpaste an die Bremsbackenaufnahme der Bremszange. An dieser Stelle ist die Kupferpaste besonders wichtig, da hier die Beläge bei späterer Abnutzung „nachrutschen“.
Jetzt nur noch äußeren Belag einsetzen und schon könnt ihr den Bremssattel wieder aufstecken. Wenn ihr den Bremskolben weit genug zurückgedrückt habt geht der Sattel sehr einfach drauf.

Nun könnt ihr wieder alles in umgekehrter Reihenfolge zusammenbauen, also:

•Bremssattelbolzen festschrauben
•Abdeckkappen aufstecken
•Federspange befestigen und auf richtigen Sitz prüfen


Abschließend solltet ihr die Bremse im Stand mehrmals betätigen, dann den Bremsflüssigkeitsstand im Behälter kontrollieren und ggf. korrigieren.


Wünsche viel Spaß und maximale Erfolge.

grüße,
rosso 147er

________________________
Gerade weil wir alle in einem Boot sitzen, sollten wir froh sein, daß wir nicht alle auf einer Seite stehen...

Geändert von Ragno rosso (14.02.2009 um 13:33 Uhr)
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  #2  
Alt 21.01.2006, 04:39
silyb0y silyb0y ist derzeit abgemeldet
alfisti.net Foren-Gast
 
Dabei seit: Dec 2003 - Wohnort: 65 Rhein Main
Alfa Romeo: 147 JTD 8V
AW: Tausch der vorderen Bremsbeläge / Bremsbacken am Alfa 147

Hallo, hab schon hier und da geschaut aber immer noch ne offene Frage:

Wie ist start sind die Schrauben des Bremssattels anzuziehen?
Werte gleich fuer vorne und hinten oder?

Danke
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  #3  
Alt 21.01.2006, 14:37
Benutzerbild/Avatar von Nils
Nils Nils ist derzeit abgemeldet
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Dabei seit: May 2003 - Wohnort: 075** Gera
Alfa Romeo: Alfa Romeo von Nils GT 3.2 Luxury
AW: Tausch der vorderen Bremsbeläge / Bremsbacken am Alfa 147

Hallo.

1/4" Ratsche verwenden und mit Gefühl handfest anziehen.
Also drehen bis "Schluß" ist, und dann noch nen kleinen Ruck.
Ohne Gewähr: Würde so 40-50 Nm schätzen. Hinten wie vorne, egal insofern die Gewindegrößen identisch sind.

grüße,
rosso 147er

________________________
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  #4  
Alt 22.01.2006, 15:34
bella macchina bella macchina ist derzeit abgemeldet
alfisti.net Foren-Gast
 
Dabei seit: Jun 2002 - Wohnort: 48 n/a
Alfa Romeo: 939 mit/ohne Dach
AW: Tausch der vorderen Bremsbeläge / Bremsbacken am Alfa 147

auch klugscheissen will ...

du solltest das wort "kupferpaste" durch "keramikpaste" ersetzen , sonst gibt es u.u. probleme mit den sätteln
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  #5  
Alt 22.01.2006, 19:12
Benutzerbild/Avatar von Nils
Nils Nils ist derzeit abgemeldet
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Dabei seit: May 2003 - Wohnort: 075** Gera
Alfa Romeo: Alfa Romeo von Nils GT 3.2 Luxury
AW: Tausch der vorderen Bremsbeläge / Bremsbacken am Alfa 147

Natürlich ist jede konstruktive Kritik jederzeit willkommen... :-)

@matthias
Du spielst sicher auf das Problem mit der Kupferpaste bei Alubremssätteln an. Allerdings ist es eine anleitung für den 147er, und der hat nunmal keine Alubremssättel. Werde trotzdem noch einige Änderungen vornehmen.

grüße,
rosso 147er

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  #6  
Alt 23.01.2006, 22:29
driveby driveby ist derzeit abgemeldet
alfisti.net Foren-Gast
 
Dabei seit: Oct 2005 - Wohnort: 63 rhein main
Alfa Romeo: Ex 147/nun E 92 330i
AW: Tausch der vorderen Bremsbeläge / Bremsbacken am Alfa 147

also ich drück den kolben noch vor dem lösen der
schrauben zurück. Mit dem "grossen schraubenzieher"zwischen äusserem belag
und bremszange richtung nabe friemeln wenn er dann durch ist schraubenzieher an der bremsscheibe abstützen und schraubenzieher(bla,bla,schraubendreher) mit gefühl zu sich ziehen.nur keine hemmungen.

Geändert von Ragno rosso (14.02.2009 um 13:30 Uhr)
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  #7  
Alt 14.02.2007, 13:43
Mille Miglia Mille Miglia ist derzeit abgemeldet
alfisti.net Foren-Gast
 
Dabei seit: Apr 2004 - Wohnort: 63 Aschaffenburg
Alfa Romeo: 156 SW 2.0 JTS Selespeed
AW: Tausch der vorderen Bremsbeläge / Bremsbacken am Alfa 147

Zitat:
Zitat von Roter_147er
...vorher unbedingt den Bremsflüssigkeitbehälter öffnen und den Stand der Flüssigkeit überprüfen. Sollte diese bereits bis max stehen, muss die Flüssigkeit bis zur Mitte (also zwischen min und max) abgesaugt werden. Alternativ kann man auch einen Putzlappen um den Behälter legen, ist aber eine elende Sauerei wenn es überläuft.

Dann drückt ihr wie auf dem Pic zusehen den Kolben zurück. Dabei immer schön den Ausgleichsbehälter der Bremsflüssigkeit im Auge behalten.
Wichtig ist, dass ihr eine flächige Beilage verwendet und nicht direkt auf den Bremskolben drückt. Der Druck sollte immer gerade erfolgen, damit der Kolben nicht verkantet. Normalerweise lässt er sich ganz leicht zurückdrücken. Bitte keine Hammerschläge oder rohe Gewalt.
Dazu hab ich noch nen Extra-Tipp:

Bei einem Bremsenlehrgang bei ATE wurde mir vor Jahren folgendes empfohlen:
Beim Zurückdrücken des Bremskolbens (am besten mit einem speziellen Rückstellwerkzeug) einfach die Entlüfterschraube öffnen und die überschüssige Bremsflüssigkeit in einer Entlüfterflasche auffangen.

Das hat einmal den Vorteil, dass sich der Kolben leichter zurückdrücken lässt.

Und vor Allem:
Die verbrauchte, schmutzige Flüssigkeit wird dadurch nicht an den Dichtungen im Hauptbremszylinder vobei in den Ausgleichsbehälter gedrückt.


So schont man den Hauptbremszylinder und hat auch keine Sauerei mit übergelaufenen Ausgleichsbehältern!
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