hi, bist du dir sicher, dass dein fehler von dampfblasenbildung kommt? wenn zündung und vergaser richtig eingestellt sind habe ich nie probleme mit warmstarts gehabt. auch ein schlechter zündkontakt/kondensator kann eine ursache sein. würde hier also erstmal die verschleißteile checken. übermäßiger abbrand am kontakt kommt meist von einem schlechten kondensator. dann den luftfilter auf verschmutzung prüfen. danach zunächst die zündeinstellung kontrollieren. am besten bei drehzahl auf die M- markierung stellen. bei mir hat sich dadurch im leerlauf immer ein zündzeitpunkt zwischen 3 und 8°vot eingependelt. dann die vergaser nachstellen, am besten ohne co-tester, das lenkt nur ab. ich suche mir immer für alle zylinder die co-einstellung mit aus der eine maximale drehzahl folgt.
mfg sebastian
Zündung eingestellt (habe aber kein M entdeckt sonder nur einen 1. und 2. Strich) den ersten habe ich für den Leerlauf genommen und den 2. bei 5000 Umdrehungen dann lief lief sie auch super ohne murren, knallen oder ruckeln. Nimmt perfekt Gas an.
Zündkontakt ist noch sehr gut, Schließwinkel habe ich mit einem Tester eingestellt auf 60Grad
Vergaser anschließend auch eingestellt
Das was natürlich sein kann wäre der Kondensator aber wie prüfe ich das?
Dampfbläschen schließt du aus? Kurios ist halt das es immer nur dann ist wenn der Motor warm ist und Jule mehr als 5min. steht , starte ich sie unter 5 min. erneut, springt sie super sogar ohne Gaspedal an!!
lese gerade in OldtimerMarkt Sept. 2010 (im Handel ab Do 26.08.) zu diesem Thema. Da schreibt man:
1. Problem Dampfblasen tritt auf, wenn Krümmer direkt unter Vergasern
2. heutige Kraftstoff haben niedrigeren Siedepunkt als früher (war mir neu!)
3. Spritvorrat in Schwimmerkammern und Zuleitung sinkt wegen der Ausgasung, Überfettung des Gemischs beim Heißstart
4. Dampfblasenbildung in der Vergaserzuleitung, weil mechanische Benzinpumpe im Stand keinen Vordruck produziert
.... und schlägt zur Abhilfe vor:
1. genau abgestimmte Zündkerzen
2. Startanhebung der Zündspannung (keine Ahnung, wie das geht!)
3. Umbau auf elektrische Benzinpumpe
.... und stellt in Aussicht, sich dieses Themas in zeitnah in einer der nächsten Ausgaben der Zeitschrift abzuhandeln.
Irgendwo und -wie ist mir auch noch so etwas wie ein "Abschirmblech" zwischen Krümmer und Vergasern im Gedächtnis .....
Hallo Volker, werde mal nach der Zeitung suchen. Danke für den Hinweis!
Der Krümmer sitzt ja auf der anderen Seite (also links in Fahrtrichtung) und der Vergaser rechts in Fahrtrichtung. Also das scheint nicht ganz möglich zu sein, wobei sich die Hitze ganz schön staut nach dem abstellen.
Die Zündkerzen sind neu und NGK BP6ES, seitdem läuft Giulia wesentlich besser.
Das mit der Benzinpumpe hört sich plausibel an, nur umbauen möchte ich da ungern , es soll schon original bleiben.
Vielleicht mal die Kraftstoffleitung anders verlegen?
Wie stelle ich denn den Schwimmerstand ein? Vielleicht hilft das?
Oder soll ich mal SuperPlus tanken, meint Ihr das hilft?
Habe von einem Bekannten diesen Tipp bekommen ich solle mal einen Dampfblasenabscheider wie VW verbauen.....im Anhang seht ihr das Bild dazu
Kann es denn sein das ich nur 2 striche auf der Riemenscheibe habe? (Je nach Ausführung)?
Geändert von AlfaGiulia1600 (23.08.2010 um 13:19 Uhr)
Grund: Bild
habe den Text nicht komplett abgeschrieben, nur auszugsweise das Wesentlichste.
Der Motorblock als solcher ist ja auch heiß....
Dampfblasenabscheider wird in besagtem Artikel als mögliche Option ebenfalls genannt.
Zum Vergaser gibt's hier im Workshop (Baureihe 105) gute Tipps.
Superplus wird es wohl nicht bringen. Spritleitung anders verlegen - weiß nicht, ob gut, könnte u.U. bei der HU als unzulässige Bastelei ausgelegt werden.
Sieh aber mal nach, ob die Leitung zwischen Benzinpumpe und Vergasern evtl. ein ganz kleines Loch hat, d.h. porös ist. Hatte ich mal, da hat es nach dem Abstellen ganz fein herausgesprüht, so lange noch etwas Druck vorhanden war. Resultat war dann auch schlechtes Startverhalten.
Grüße
Volker
PS: die Zeitschrift wirst Du im Handel nicht vor Donnerstag dieser Woche kaufen können. Erhalte sie als Abonnent immer 2 - 4 Tage früher.
hi, ausschließen würde ich dampfblasenbildung auf keinen fall. ich habe mir nur angewöhnt zunächst alle anderen ursachen auszuschließen.
bsp: wenn sich ein vergaser nicht einstellen lässt kontrolliere ich zunächst zündeinstellung, kompression und ob vielleicht falschluft angesaugt wird, bevor ich den vergaser überhole. meistens ist das problem dann schon behoben.
kondensator prüfen, weiss ich auch nicht wie das geht, aber wie gesagt, wenn du keinen übermäßigen kontaktabbrand hast, dann würde ich nicht von einem defekt ausgehen. ich bin elektrisch nicht besonders gut aufgestellt, aber soweit ich es verstanden habe (bitte korrigiert mich, wenn ich was falsches sage) bilden zündspule und kondensator einen schwingkreis und müssen somit aufeinander abgestimmt sein. der kondensator ist dabei als überlastungsschutz des schließkontakts zu verstehen, um die funkensprünge (hochspannungen durch induktion) am geöffneten kontakt zu schwächen, bzw. zu vermeiden.
zur riemenscheibe ist zu sagen dass normalerweise jede 3 markierungen haben sollte. es gibt p,f und m. im groben sollte das bedeuten eine zeigt ot, eine ca. 3° und eine ca 40°. da unsere verteiler nun fast 40 jahre alt sind ist die fliehkraftverstellung meist verschlissen. zum einen gibt es einen mechanischen abrieb an den gewichten und ihrem gegenlager und zum anderen haben die federn mit den jahren an spannung verloren. ein originaler verteiler beginnt bei ca. 800u/min und hört je nach typ zwischen 4000 und 5000u/min auf zu regeln. bei den 40 jahre alten schätzchen die ich kenne ist es in der regel so, dass der regelbereich zwischen 400 und 600u/min beginnt was also den für uns nutzbaren verstellbereich verkleinert. zudem wird der verstellbereich noch durch verschleiß der fliehgewichte verringert. somit hat ein verteiler der eigentlich ca. 37° verstellweg hatte/haben sollte jetzt vielleicht nur noch 32°. wenn man also die zündung im ausgeregelten bereich auf die markierung mit kennzeichnung M einstellt, was in etwa 40° entsprechen sollte dann wird sich der leerlaufzündzeitpunkt nicht mehr auf 3° regulieren, sondern bei beispielsweise 8° (m=40°-32°verstellung=8°leerlauf). meiner erfahrung nach tut der etwas frühere leerlaufzündzeitpunkt der sache allerdings in der regel ganz gut, da der moderne sprit doch etwas anders brennt. wichtig ist allerdings darauf zu achten, dass die drosselklappen nicht auf anschlag gehen um die angestrebten 800u/min zu erreichen, sonst wirst du deine vergaser absolut nicht mehr eingestellt bekommen. anschlag sollte also immer die leerlaufregulierschraube sein, welche am gehäuse angreift.
der frühere leerlaufzündzeitpunkt würde auch das problem der dampfblasenbildung ein bisschen reduzieren. dazu ist zu sagen, dass der siedepunkt des modernen benzins niedriger liegt als es früher der fall war. dadurch kommt es auch häufiger zu dampfblasenbildung als damals. wenn nun also der motor heiss abgestellt wird und sich die vergaser aufheizen, so dass ein teil des benzins, welches sich in der schwimmerkammer befindet in dampf wandelt, dann strümt dieser dampf nicht nur durch die entlüftung in den luftfilter um beim neustart wieder angesaugt zu werden, sondern auch durch die düsen direkt angesagt zu werden. bei einem warmstart hat man also grundsätzlich ein zu fettes gemisch, was durch einen etwas zu frühen zündzeitpunkt durchaus in einem gewissen maß kompensiert werden kann. zudem empfielt es sich somit die vergaser im leerlauf so mager wie möglich abzustimmen. eben mit den co-einstellschrauben den punkt der maximalen drehzahl suchen und nicht am abgastester einen bestimmten wert anstreben. mein auto zum beispiel hat vor 25tk eine zylinderkopfüberholung bekommen, ein druckverlusttest zeigte keinen nennenswerten druckverlust, der ölverbrauch pendelt je nach fahrweise zwischen 0 und einem viertel lieter und dennoch selbst im sommer springt er ohne choke morgens nicht an. ist totales gewürge, nutze daher immer den für den start und dann gleich wieder raus damit. beim warmstart habe ich normalerweise keine probleme, obschon man doch merken kann, dass er im ersten moment deutlich zu fett läuft.
mfg sebastian
Haltet mich bitte nicht für dumm, aber auf der Riemenscheibe sehe ich kein M P oder F? Es sind nur Striche eingekerbt , die allerdings bei der Einstellung zum ruhigen Motorlauf passten sowohl im Leerlauf als auch auf Drehzahl.
Die Zündung steht allerdings schon ein wenig auf früh, was der Beschreibung nach positiv gegen Dampfblasenbildung sein soll, mir aber nicht geholfen hat.
Scheint mir alles mysteriös an meine Jule. Dachte es wäre nur eine Einstellungssache. Aber scheint doch irgendwo ein kleiner Fehler versteckt zu sein. Nur mit Gasgeben während des Startvorgangs springt sie an.
Haltet mich bitte nicht für dumm, aber auf der Riemenscheibe sehe ich kein M P oder F? Es sind nur Striche eingekerbt , die allerdings bei der Einstellung zum ruhigen Motorlauf passten sowohl im Leerlauf als auch auf Drehzahl.
Mache dich bitte mit den Möglichkeiten der Suchfunktion vertraut.
Dabei seit: Aug 2001 - Wohnort: 79194 79 Freiburg/Breisgau
Alfa Romeo:
86er Spider 1.6, 99er 145 1.4L TS
AW: Dampfbläschenbildung??
Nur eine kurze Ergänzung:
P = punto (OT)
F = fissa (feste Frühzündung)
M = massima (maximale Frühzündung)
Am besten den Rand der Riemenscheibe mit einer Dremel-Drahtbürste entrosten (es sind sicherlich drei Markierungen da, sehr wahrsch. auch mit Buchstaben, es sei denn, der Motor hat irgendwann eine neue Riemenscheibe bekommen - dann sollte man die Markierungen ohnehin mit einer Gradscheibe überprüfen, ob sie zum Motor passen). Anschließend die Striche mit Farbe markieren, z.B. P in Rot und F+M in Weiß...
War letztes Jahr in Italien und ich muss sagen da gibts echt ''ältere'' Spezialisten die alles nach Ohr einstellen :-) und es klappt
Vielleicht habe ich die Markierungen nicht richtig erkennen können, aber es klingelt nichts, der Motor nimmt perfekt Gas an und ist nicht mehr wieder zu erkennen.
Nur dieser schlechte Warmstart bringt mich zum Wahnsinn!
Muss ich den Vergsaser ausbauen um den Schwimmerstand einzustellen? Das wäre das einige was vielleicht noch damit zusammenhängt. Prüfen kann ja nicht schaden.
Nur eine kurze Ergänzung:
P = punto (OT)
F = fissa (feste Frühzündung)
M = massima (maximale Frühzündung)
Am besten den Rand der Riemenscheibe mit einer Dremel-Drahtbürste entrosten (es sind sicherlich drei Markierungen da, sehr wahrsch. auch mit Buchstaben, es sei denn, der Motor hat irgendwann eine neue Riemenscheibe bekommen - dann sollte man die Markierungen ohnehin mit einer Gradscheibe überprüfen, ob sie zum Motor passen). Anschließend die Striche mit Farbe markieren, z.B. P in Rot und F+M in Weiß...
Dazu gehört natürlich auch die Kontrolle, ob bei P der erste Zylinder tatsächlich auf OT steht. Bei meinem warens mal ca. 5 Grad daneben.
Gruß Klaus
Der folgende User bedankt sich bei klausd für den hilfreichen Beitrag:
Ich werde nun mal alle Kabelschuhe säubern und mit Kontaktspray behandeln.
Eventuell liegt es ja an den Kontakten/Kabeln an der Zündspule wenn der Motor heiß ist...... ?