nachdem ich das letzte Mal viele hilfreiche Tips von Euch erhalten habe (HA schlecht gedämpft) vertraue ich auch dieses Mal wieder auf Eure Hilfe.
Habe natürlich schon die Suchfunktion bemüht.
Mein Bertone knarrt vorne rechts beim Überfahren von Unebenheiten, bzw. beim Lastwechsel ziemlich stark. Vermute dass es die Schwingarmbuchsen sind.
Habe nun aber auch gelesen, dass manche das Problem auch schon mit Schmiernippeln gelöst haben. Gibt es dazu Bilder? Wie bringe ich die Löcher am Besten an, bzw. wie tief bohre ich?
Gibt es noch eine andere Möglichkeit, bzw. wie aufwendig ist es die Buchsen zu wechseln (habe mir auf Verdacht schon neue besorgt)?
Die Buchsen zu wechseln ist sehr aufwendig, dazu muß ein Großteil der Vorderachse ausgebaut werden - Feder und Federteller ausbauen, unteren Querlenker ausbauen und zerlegen.
Ich habe diese Arbeit gerade beim hier baugleichen Montreal hinter mir - ich brauchte mehrere vordere Querlenker um 2 gute zu erhalten, denn die Buchsen saßen teilweise so festgefressen entweder auf der Achse oder in den Querteilen, daß es zerstörungsfrei nicht abging, anbei Doku der Mühe...
In einem 75er (der hat idente Buchsen) habe ich Schmiernippel nachgerüstet, siehe Foto. Das Knarren hörte dann auf, allerdings nicht dauerhaft.
Hallo Sven,
bei meinem Bertone knarzte es auch vorne rechts sehr stark und quietschte eines ALfas unwürdig. Das hat voll genervt.
Zuerst habe ich Schmiernippel verbaut aber das hat wenig gebracht. Dann habe ich die unteren Traggelenke erneuert und alle Knarz-Geräusche waren weg. Aus meiner Sicht lohnt die Schmiernippelaktion nicht, die Teile (untere Traggelenke) sind so teuer nicht und dann hast du diese "Baugruppe" schon mal neu. Ich hab dann weiter gemacht und alles neu gebuchst und getauscht. Hat sich sehr gelohnt, die Strassenlage hat sich enorm verbessert.
Gruss Skip
Aus meiner Sicht lohnt die Schmiernippelaktion nicht, die Teile (untere Traggelenke) sind so teuer nicht
Kosten etwa 100€ 4 Stk. Aber die Arbeit ist nicht unbeträchtlich - wenn er es selber macht, OK. Wenn er es machen lässt, kommt einiges zusammen - zumal, wenn man das macht, wird man gleich die ganze Restachse überholen, denn in ausgebautem Zustand merkt man erst so richtig den Verfall der Gummiteile...
...und wenn die Achse heraußen ist, bietet es sich an, den gesamten Radkasten vom U-Schutz zu befreien...
Wie ich zu sagen pflege: Vom Ölwechsel zur Vollrestauration ist es oft nur ein kleiner Schritt
Moin, stimmt!
Das kann ausufern mit dem weiterschrauben und instandsetzen
Die beiden unteren Schwingarmgelenke die bei mir geknarzt haben kosten pro Stück 33.- Euro und die lassen sich wircklich ohne allzu großen Aufwand umbauen. Gruss Skip
Die beiden unteren Schwingarmgelenke lassen sich wircklich ohne allzu großen Aufwand umbauen.
Das UMbauen ist weniger tragisch (obwohl wie bemerkt, da genug Alteisen anfallen kann...) - aber bis man den Lenker mal auf der Werkbank liegen hat und dann wieder im Auto hat...das dauert...
ich habe diese unteren Buchsen schon mal auf die "Bastlerart" gewechselt, was problemlos ging aber vielleicht nicht ganz ungefährlich war.
-> Fahrzeug angehoben, und Unterstellbock unter den Federteller gestellt. Dann das Auto wieder abgelassen. Anschließend habe erst den einen Arm abgeschraubt und die Buchse gewechselt, wobei die Feder und alles andere an seinem Platz blieb. Dann den Arm wieder eingebaut, und den anderen Arm raus...
Ich hab das damals so gemacht, weil ich noch keine Federspanner hatte. Ging auch.
Dabei seit: Jun 2002 - Wohnort: 81/94 München/ Waldkirchen
Alfa Romeo:
GT1300Junior Bj.1975, 156 SW 2.0TS
AW: Vorderachse "knarrt"
Na ja, du wirst durch die äußere Schicht der Buchse schon durch müssen - sonnst käme das Fett ja nicht dorthin, wo es hin soll.... Nur hätte ich Angst dass auch Späne da ein kommen...
Dabei seit: Oct 2003 - Wohnort: 59368 59 Kamener Kreuz
Alfa Romeo:
Giulia1600 Bj.65,GT1600 Alu,
AW: Vorderachse "knarrt"
Hallo,
da zu 99% die Welle trocken oder angerostet ist und da durch die Buchse
auf der Welle gefressen hat bringt das so wie so nichts !
Aber wenn man ja viel zeit hat knn man es ja mal probieren.
So sollte man dann bis zur Welle durchboren,wenn man dann noch Fett hinnein
bekommt,dann kann es ja für einige heiße Tage reichen,denn wenns kühler
wird,dann ist es nicht mehr so laut.
Spätestens beim überholen der Traggelenke wird man feststellen,das man
meistens richtig Probleme bekommt die sogenannten Knochen noch von der
Welle zu bekommen !
Ja und solch eine Welle ist garnicht so billig,wenn man die noch bekommt.
Gruß
Kuny
Der folgende User bedankt sich bei Kuny für den hilfreichen Beitrag:
Hallo zusammen,
nachdem ichüber die SUFU einige Threads gefunden habe ,will ich nun diesen nochmal aufleben lassen .
Bin derzeit dabei, eine VA des 2000 GTV aufzuarbeiten. Auseinanderbau der unteren Querlenker ging problemlos. Nur einen Querlenkerarm krieg ich nicht von der Schwingachse : die innere Buchse sitzt fest auf dem Schwingarm und ist offensichtlich vom Gummi der Buchse abgelöst. Der Querlenkerarm istso zwar beweglich ( drehen und kippen ), läßt sich aber nicht abziehen.
Oliviero, Du hattest ja ein ähnliches Problem. Wie hat du das gelöst ? Hast Du die Buchse incl. Schwingarm ausgedrückt ? ( auf deinem Bild nr. 3 sieht's so aus ; hast du eine Presse verwendet ?)
In einem Thread wurde auch nochmal darauf hingewiesen, daß die innere Hülse der Lagerbuchse nicht beweglich ( also fest auf der Achse des Schwingarmes ) sitzen sollte. Ist das korrekt ?. Dann würde ja ausschließlich der Gummi die Bewegung mitmachen. Nach meiner Sicht sollte doch hier volle Beweglichkeit vorhanden sein. Somit auch die Muttern nicht ganz fest angezogen und mit dem Sicherungsblech gegen lösen gesichert.
Bei meinen Schwingarmen sind leicht Riefen vorhanden ( s. Bild ) , allerdings nur auf der einen Hälfte der Achse. Dieses Tragbild ist mir nicht ganz erklärlich ( nur durch Last der Achse ), es sei den , die Lagerbuchse hatte eine zu große Passung. Was mein ihr dazu . Ist es so noch wieterverwendbar ?
Gruß
Vinc
Noch einen Nachsatz:
Oliviero, in deinen Bildern 3 u. 4 sieht es so aus, als ob Du einfach mit einer entsprechend großen Nuß und Hammer die Buchse ausgetrieben hast . Ist das richtig ?
Laufspuren auf den Wellenenden deutet auf (nicht zulässiges) Mitdrehen der Innenbuchsen hin.
Diese Lagerbuchsen sind eine Art Kugelgelenk (auch zu sehen auf olivieros Bild), die Innenbuchse muss fest auf der Welle sitzen. Die Drehbewegung erfolgt im Gelenk selber, Kugel ist in Kunststoff gelagert.
Ist also etwas anders gebaut als die HA-Lagerbüchsen, da erfolgt die Drehbewegung im Gummi.
Ob du die Welle noch verwenden kannst hängt davon ab ob die neue Buchse einigermaßen spielfrei sitzt - sollte schon recht sauber passen.
Es gibt im Übrigen keine drehbaren Verbindungen Welle - Büchse mit gleicher Materialpaarung (hier Stahl - Stahl), sowas funktioniert grundsätzlich nicht, schon gar nicht ohne zuverlässige Schmierung...
Das Thema hatten wir schon mal beim Reaktionsdreieck/ Außenlager.
Mit einem Hammer geht da gar nichts! Stabiler Schraubstock, besser noch Presse führt zum Ziel.
wenn ich das richtig verstehe, müßte ja dann die innere Buchse irgendwie sicher festgesetzt / geklemmt werden. Dies geht ja nur mit der Distanzscheibe und der Mutter. Muß mal nachsehen, welches Anzugsdrehmoment hier vorgegeben ist. Und sie muß sich innen abstützen. Hier ist der Filzring und eine Metallscheibe.
Die Drehbewegung des Querlenkers ist ja nur minimal ( wenige Winkelgrade) , trotzdem entsteht ja so durch die Steifigkeit des Buchsenmaterials ein Behinderung der Drehbewegung.
Und aus welchem Grund eine „Kugel“ eingesetzt wird , ist mir auch nicht klar. Es entsteht doch durch das Einfedern nur eine eindimensionale Bewegung.
Nun, werd jetzt erst mal die Buchsen ausdrücken; Teile strahlen und wahrscheinlich pulverbeschichten und dann die neuen Buchsen einpressen. Mal sehen, wie die dann auf den Schwinkarmen sitzen. Ggf. sind neue Schwingarme fällig.
Nee, drei Gründe:
- Wetter beschissen
- Alfa noch nicht fertig
- Admiral wartet auf Radlagerwechsel
Zum Thema:
In Verbindung mit den korrekten Beilagscheiben vorne und hinten müssen sich die Innenbuchsen festziehen lassen auf der Welle (also "eingespannt").
Warum Kugel? Gute Frage, aber so ist sichergestellt dass die beiden Querlenker spannungsfrei sind in Bezug auf das Traggelenk außen.
Diese Steifigkeiten hast du doch in allen Fahrwerksverbindungen (Querlenker oben/ innen, Stabigummis, alle Lager der Hinterachse) - eine gewisse Dämpfung dürfte durchaus erwünscht sein. Jede "direkte", nicht gummigelagerte Verbindung überträgt massiv Geräusche in den Innenraum - das wollte selbst Alfa seinen Kunden nicht zumuten. Wer heute "verstärkte" oder PU-Buchsen einbaut hat genau diesen Effekt der Geräuschübertragung und fängt dann an HA und Kardanwellen zu überholen
Grüße Marc
PS: Wegen der "wenigen Winkelgrade": Dürften schon so 15-20 Grad sein die der Querlenker an Maximalweg hat.