Der neue Alfa Spider: Jede Generation hat ihre Ikone
Der neue Alfa Spider kommt nach Deutschland. Nie zuvor war eine Generation der weltweit wohl bekanntesten Cabrio-Baureihe technisch ausgefeilter und innovativer. In der Einführungsphase wird Alfa Romeo sein neues Modell mit zwei Motoren anbieten: dem Vierzylinder-Benzindirekteinspritzer 2.2 JTS 16V mit souveränen 136 kW (185 PS) und 230 Newtonmetern Drehmoment. Der frontgetriebene Alfa Spider 2.2 JTS 16V erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 km/h. Den klassischen Sprint auf 100 km/h erledigt er in 8,8 Sekunden. Einstiegspreis: 34.300 Euro. Darüber hinaus wird es den Alfa Spider mit einem 191 kW (260 PS) starken Sechszylindermotor geben, der binnen 7,0 Sekunden die 100 km/h-Marke erreicht und den Zweisitzer bis zu 240 km/h schnell macht. Novum in der Geschichte dieser Baureihe: Der Alfa Spider 3.2 JTS V6 24V Q4 wird serienmäßig über alle vier Räder angetrieben (Allradantrieb „Q4“). Preis: ab 42.100 Euro.
Ab März 2007 bietet Alfa Romeo als erster Hersteller überhaupt mit dem Alfa Spider 2.4 JTDM 20V einen Roadster mit Diesel-Triebwerk an. Der bewährte Fünfzylinder verfügt serienmäßig über einen Diesel-Partikelfilter (DPF), leistet 147 kW (200 PS) und stellt bereits bei 2.000/min sein maximales Drehmoment von 400 Nm zur Verfügung. Die resultierenden Fahrleistungen sind sportlich: Der Alfa Spider 2.4 JTDM 20V spurtet 8,4 Sekunden auf Tempo 100 km/h und erreicht bei Bedarf eine Höchstgeschwindigkeit von 228 km/h. Dieseltypisch sparsam hingegen der Verbrauch: nur 6.8 Liter Diesel pro 100 Kilometer (kombiniert nach RL 80/1268/EWG). Zu Preisen ab 38.200 Euro verbindet die dieselbefeuerte Roadster-Ikone somit die kraftvolle Leistungscharakteristik und die Wirtschaftlichkeit eines hochmodernen Dieseltriebwerks mit dem Fahrspaß eines offenen Zweisitzers.
Fest steht: Unter der Leitung des Centro Stile Alfa Romeo wurde ein zweisitziger Sportwagen konzipiert, der – wie alle Spider der letzten fünf Jahrzehnte – zur Design-Ikone avancieren wird. Alfa Romeo entschied sich dabei bewusst für ein hochwertiges Stoffverdeck, da es ideal mit dem exklusiven Stil des Fahrzeugs korrespondiert und gegenüber einem Stahlfaltdach deutlich geringe Packmaße aufweist. So bietet der neue Alfa Spider trotz seines kompromisslos sportlichen Zuschnitts ein Kofferraumvolumen von 253 Litern – ein Plus von 106 Liter gegenüber dem Vorgänger.
Zur umfangreichen Serienausstattung zählen in allen Varianten Features wie das vollautomatische Verdeck mit beheizbarer Heckscheibe, eine Audioanlage mit CD-Player und sechs Lautsprechern, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, Endschalldämpfer mit je zwei Rohren links und rechts, Klimaanlage, axial und vertikal verstellbares Lederlenkrad, Lederschaltknauf, 16-Zoll-Leichtmetallräder mit 215er Reifen für den Vierzylinder 2.2 JTS 16V, 17-Zoll-Leichtmetallräder und 225er Reifen im Fall des Sechszylinders 3.2 JTS V6 24V Q4 sowie des Diesel 2.4 JTDM 20V, Mittelarmlehne mit Ablagefach, Multifunktionsdisplay mit Trip-Computer und Ölstandsanzeige, Startknopf, zwei abschließbare Ablagefächer hinter den Sitzen sowie die Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung. In Sachen Sicherheit sind Front- und Seiten-/Kopf-Airbags plus Knieairbag auf der Fahrerseite, zwei feststehende Überrollbügel und die dynamische Fahrstabilitätskontrolle VDC (Vehicle Dynamic Control) stets mit an Bord.
Darüber hinaus bietet Alfa Romeo das Fahrzeug mit beiden Motorisierungen in der gehobenen Exclusive-Version an. Der Alfa Spider 2.2 JTS 16V Exclusive kostet ab 37.800 Euro, der Alfa Spider 3.2 JTS V6 24V Q4 Exclusive kostet ab 45.200 Euro und der Alfa Spider 2.4 JTDM 20V Exclusive ab 41.300 Euro. Die Exclusive-Ausstattung beinhaltet unter anderem folgende zusätzliche Ausstattungsdetails: anklappbare Außenspiegel, Beschlags- und Geruchssensor, Cruise Control (automatische Fahrgeschwindigkeitsregelung), Einstiegsleiste in Edelstahl, elektrische Sitzverstellung (mit Memory-Funktion auf der Fahrerseite), Zwei-Zonen-Klimaautomatik, das 17-Zoll-Leichtmetallrad „Sport“ mit 225er Reifen für beide Motorversionen, automatische Fahrlichtsteuerung (Lichtsensor), kühlbares Ablagefach unter der Mittelarmlehne, Multifunktionstasten am Lenkrad für die Radiobedienung, Parksensoren hinten, Regensensor, Sitze in exklusivem Leder plus 3-stufiger Sitzheizung sowie Windschott.
Der neue Alfa Spider wird in zehn Karosseriefarben in Kombination mit zwei Verdeckfarben (blau und schwarz) zu haben sein. Darauf abgestimmt wurden die Interieurfarben. Neben verschiedenen ein- und zweifarbigen Sitzbezügen in Stoff, der Mikrofaser „Alfatex® “, „Exklusiv-Leder“ und dem sehr exklusiven Leder „Poltrona Frau® Pieno Fiore“, stehen analog für die Armaturen und Verkleidungen drei Farbkombinationen zur Verfügung (jeweils oberer / unterer Bereich): schwarz/grau, blau/tabak und rot/beige.
Als Sonderausstattung sind unter anderem der Knieairbag für die Beifahrerseite, Bi-Xenonscheinwerfer, 18-Zoll-Leichtmetallräder, Bose-Soundsystem, Diebstahl-warnanlage mit Safe-Lock und Neigungssensor, Navigationssystem mit 6,5-Zoll-Farbmonitor plus integriertem Telefon und Telematiksystem, CD-Wechsler (10-fach) und Blue&Me – einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung mit Sprachsteuerung und USB-Schnittstelle – erhältlich.
Alle Versionen und Preise (inkl. 19% MwSt) im Überblick:
AW: Der neue Alfa Spider: Jede Generation hat ihre Ikone
Zitat:
Zitat von Martin
Fest steht: Unter der Leitung des Centro Stile Alfa Romeo wurde ein zweisitziger Sportwagen konzipiert, der – wie alle Spider der letzten fünf Jahrzehnte – zur Design-Ikone avancieren wird. Text und Bild: Alfa Romeo Presse
... fällt mir echt schwer, Galle über italienisches? Design zu schütten, aber hier ist Wunsch Vater des Gedankens gewesen.
Eine Kilo-Packung Weizenmehl hat mehr Standing, Spannung, Eleganz. Dieser Wagen hat überhaupt keine Merkmale, die es erlauben würden, von Design zu sprechen. Die Front will beeindrucken und auf einen ersten Blick gelingt es auch. Auf den zweiten Blick aber, und erst recht mit der Zeit, offenbart sich eine konstruierte Leere.
Diese Front ist für mich kein Design, sondern allenfalls ein grafisches Konstrukt. Hier hat jemand nach Zahlen gezeichnet, nicht komponiert, nicht moduliert. Die ganze Volumenentfaltung ist formlos, und so ist auch der Nachgeschmack: Man fühlt sich nicht richtig angesprochen. Von vorne über die Seite bis hinten. Da wird weder etwas gehalten noch geführt. Wie bei einem Erlkönig, hat man das Bedürfnis, der Kiste die Maske abnehmen zu müssen, um darunter das Juwel zu entdecken.
Aber wie bei Paris Hilton gibt es wenig zu entdecken und die Spritztour endet ohne Herzschmerz.
Die Stärke guten Designs beim Auto ist die Balance zwischen Bodenhaftung und Erhabenheit. Der Auftritt der Neuen vermittelt keine dynamische Wucht und Eleganz, sondern nur Schwere. Selbst Alfa 6 oder 90 schienen mehr auf dem Sprung zu sein.
Die Frage bleibt, wie hier jemand auf die Idee kommt, dieses tapfere Entlein in einen historischen Kontext zu stellen. Es gibt z. Z. keinen Grund für die Protagonisten bei Alfa, sich in das warme und strahlende Licht früherer Arbeit und Kunst zu stellen.
AW: Der neue Alfa Spider: Jede Generation hat ihre Ikone
Zitat:
Zitat von zagatomarc
Die Stärke guten Designs beim Auto ist die Balance zwischen Bodenhaftung und Erhabenheit. Der Auftritt der Neuen vermittelt keine dynamische Wucht und Eleganz, sondern nur Schwere. Selbst Alfa 6 oder 90 schienen mehr auf dem Sprung zu sein.
Für den letzten Satz wird dich die Bellapanzerdieselfraktion steinigen. Was nichts daran ändert, dass er genau so zutrifft wie deine Schilderung insgesamt.
Zitat:
Zitat von zagatomarc
Die Frage bleibt, wie hier jemand auf die Idee kommt, dieses tapfere Entlein in einen historischen Kontext zu stellen.
Wir dürfen annehmen, dass der Jemand für die Idee bezahlt wird.
Zitat:
Zitat von zagatomarc
Es gibt z. Z. keinen Grund für die Protagonisten bei Alfa, sich in das warme und strahlende Licht früherer Arbeit und Kunst zu stellen.
Steht die Sonne tief, werfen die Zwerge lange Schatten.
Off Topic Ich bin jetzt zu faul zum Suchen. Du fährst nicht zufällig GT Junior?
AW: Der neue Alfa Spider: Jede Generation hat ihre Ikone
Zitat:
Zitat von zagatomarc
... fällt mir echt schwer, Galle über italienisches? Design zu schütten, aber hier ist Wunsch Vater des Gedankens gewesen.
Eine Kilo-Packung Weizenmehl hat mehr Standing, Spannung, Eleganz. Dieser Wagen hat überhaupt keine Merkmale, die es erlauben würden, von Design zu sprechen. Die Front will beeindrucken und auf einen ersten Blick gelingt es auch. Auf den zweiten Blick aber, und erst recht mit der Zeit, offenbart sich eine konstruierte Leere.
Diese Front ist für mich kein Design, sondern allenfalls ein grafisches Konstrukt. Hier hat jemand nach Zahlen gezeichnet, nicht komponiert, nicht moduliert. Die ganze Volumenentfaltung ist formlos, und so ist auch der Nachgeschmack: Man fühlt sich nicht richtig angesprochen. Von vorne über die Seite bis hinten. Da wird weder etwas gehalten noch geführt. Wie bei einem Erlkönig, hat man das Bedürfnis, der Kiste die Maske abnehmen zu müssen, um darunter das Juwel zu entdecken.
Aber wie bei Paris Hilton gibt es wenig zu entdecken und die Spritztour endet ohne Herzschmerz.
Die Stärke guten Designs beim Auto ist die Balance zwischen Bodenhaftung und Erhabenheit. Der Auftritt der Neuen vermittelt keine dynamische Wucht und Eleganz, sondern nur Schwere. Selbst Alfa 6 oder 90 schienen mehr auf dem Sprung zu sein.
Die Frage bleibt, wie hier jemand auf die Idee kommt, dieses tapfere Entlein in einen historischen Kontext zu stellen. Es gibt z. Z. keinen Grund für die Protagonisten bei Alfa, sich in das warme und strahlende Licht früherer Arbeit und Kunst zu stellen.
Grüße
Ma.
ohh jee. Gut - Dir gefallen die Kisten nicht. Ist ja in Ordnung.
Aber da jetzt solche "No-Designer"-karren wie den 6 oder 90 (oder auch den 75, Alfetta, Giulietta etc.) als vom Design her konsequenter und ergo gelungener zu bezeichnen ist einfach lächerlich - wobei sie schon irgendwie alle konsequent waren - aber sicherlich nicht das Prädikat "Design" verdienten (es sei denn, ein aus Legosteinen konstruiertes Schiebeauto eines 4 Jährigen verdient bei Dir das gleiche Prädikat... )
Ich vergleiche den aktuellen Spider mit seinem Vorgänger (wie auch Brera und GTV) - und ich muss feststellen, dass der 916er in seinem Design kompromissloser war und für mich eigentlich die modernere, "avantgardistische" Form hat. Ohne das werten zu wollen - denn mir gefällt der Brera und auch der Spider durchaus (nur würde ich sie nicht gegen einen 916er tauschen).
Dino
_________ Rule #7 of FightClub - Fights will go on as long as they have to.
AW: Der neue Alfa Spider: Jede Generation hat ihre Ikone
Es ist noch gar nicht lange her, als Alfa zumindest für meinen
höchst persönlichen Geschmack gleich 4 Jahrhundertentwürfe
im Programm hatte (147, 156, 166 und natürlich Spider/GTV).
...und nun? Alles ganz hübsch, aber sicher nix besonderes.
Was soll's - meine Frau findet die aktuellen Modelle schöner
und fährt bald 159 Sele...ich behalte halt meinen Spider 916.
Meiner Frau kann ich ja kaum schlechten Geschmack unter-
stellen - schließlich hat sich mich ausgewählt....oder gerade
deswegen?
_________________
Gruppo Quadrifoglio Rosso...mit 'nem Truthahn am Heck!
Treffen jeden 15. des Monats G Q R - zwischen Harz und Heideland
AW: Der neue Alfa Spider: Jede Generation hat ihre Ikone
Zitat:
Zitat von mikesch
nun habt euch nicht so.
VW und Audi haben's vorgemacht, BMW macht' glaub ich auch und Alfa schliesst sich einfach an.
Einzig Audi hat m.E. einen Roadster TDI im Programm oder will ihn anbieten (TT). VW hat erst gar kein Modell, um einen Diesel darin verbauen zu können und BMW wird sich angesichts des Images zweimal überlegen, diesen lächerlichen Schritt zu gehen. DC ebenso.
Allesamt bieten nur "geöffnete Limousinen" mit Diesel an (Eos, 3er Cabrio, CLK, Audi A4). Naja, der Spider ist ja eigentlich auch kein Roadster (mehr).