auch zur Wiesbadener Veranstaltung habe ich einen Bericht erstellt:
26. Oldtimerrallye Wiesbaden, 01.05 –03.05. 2009
Nach der für uns spektakulären ADAC Metz Rallye starteten wir am vergangenen Wochenende in Wiesbaden.
Diese Rallye hat, schon alleine aufgrund des Starterfeldes, einen ganz anderen Charakter. So waren mehr als 30 Vorkriegswagen am Start. Das Gros wurde gebildet, von Fahrzeugen der 50-er und 60-er Jahre, sowie frühe 70-er des letzten Jahrhunderts. Diese Fahrzeuge sind liebevoll restauriert und so gar nicht mit unserem Boliden zu vergleichen. Rallyeinsignien in Form von Aufklebern suchte man bei diesen Fahrzeugen vergebens. Ganz zu schweigen von entsprechendem Gestühl , Rallyefahrwerken und Rallye-Sound. Lediglich Halda Tripmaster waren doch zahlreich vertreten. Einige frühe Jaguar XK 120 und ein Byers SR-100 verwöhnten dann allerdings doch das Publikum.
Allein schon der Start am Freitag Morgen vor dem grossen Kurhaus liess uns ahnen was die Wiesbaden Rallye ist. Mehr ein gesellschaftliches Ereignis als eine Rallye im Stil einer Metz oder gar einer Coppa d’ Europa. Dies bestätigten dann auch die Abendveranstaltungen.
Was wir allerdings vermissten war eine Fahrerbesprechung mit entsprechendem Briefing. So wussten wir nichts von Negativkontrollen, wussten nicht, dass die stummen Wächter in verschieden Höhen positioniert sein konnten und wussten schon gar nicht, dass am Ende einer Fahraufgabe die idealisierte Kilometrierung nochmals im Roadbook angegeben wurde. Folglich wäre dann die Fahrt laut dem Chinesen 2 im Roadbook auf der nächsten Seite fort zu setzen. Bis wir das dann verinnerlicht hatten, hatten wir leider schon die ersten Strafpunkte eingefahren. Aufklärung über die Veranstaltung hätten wir beim kostenpflichtigen Beifahrerlehrgang erhalten können. Aber das wussten wir nicht und vertrauten auf das uns bekannte Fahrerbriefing am Morgen vor dem Start. Irren ist menschlich.
Jule hat auch wieder ein bisschen rumgezickt. Diesmal hatte sich ein Kabelschuh am Zündschloss seiner Verantwortung entzogen. Folglich gab es immer mal wieder, vorzugsweise auf WP’s, Motorstillstand oder auch nur Fehlzündungen. Am Ende reichte es dann aber doch noch zu Platz 3 in unserer Klasse.
Der Wettergott meinte es gut mit uns und so kamen wir doch gut gelaunt am Ende des 1. Tages ins Ziel. Zahlreiche Zuschauer waren erschienen, doch leider hatte die Organisation es versäumt entsprechenden Parkraum für unsere Wagen auszuweisen. So wurde wild geparkt und es war ein hektischer Slalom zwischen den Zuschauern angesagt.
Abends dann im Kurhaus: Schnauferl-Party mit Buffet der Käfer Gastronomie.
Der Samstag verlief im wesentlichen wie der Freitag. Allerdings hatten wir beim Re-Start auf dem Feldberg, nach der Mittagspause polizeiliche Begleitung. Bereits vor der ZK zum Re-Start wurden wir angesprochen, wieso unser Julchen so einen tollen Sound hätte. Es stellte sich dann heraus, dass einer der zwei Motorradpolizisten selber eine Giulia hatte und unser Julchen ihm durchaus gefiel. So hatten wir dann vom Feldberg herab bis zur Sekt-Pause bei Henkel behördliche Begleitung.
Im Ziel, wieder am Kurhaus erwartete uns des gleiche Prozedere wie am Vortag. Abends dann Sektempfang und Gala-Diner wieder betreut von Käfer.
Sonntags dann nochmals im Kurgarten grosses Kino und Ausstellen der teilnehmenden Rallyefahrzeuge. Wobei Jule dann wohl der einzige Rallyewagen war der auch so aussah.
Am Concours de Elegance haben wir dann logischerweise nicht teilgenommen.