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Vollständige Version anzeigen : Alter Alfa als Alltagswagen??


Lori
20.09.2002, 01:28
Hallo zusammen,
trotz kleinerer Defekte immer noch von meiner Gummilippe begeistert, frage ich mich folgendes:
Habe mir vor drei Jahren einen Smart gekauft, weil durch Beruf und Wochenendbeziehung eine Menge Kilometer zusammenkammen....
Beruf ist der gleiche geblieben, aber Freundin wohnt mittlerweile bei mir d. h. meine Kilometer haben sich von ca. 30.000 auf 15.000 jährlich verringert.
Nun ist so ein geringer Verbrauch im Smart und das ohne Probleme fahren im Winter ja ganz nett, aber Stil hat der Wagen ja nicht wirklich.
Deshalb meine Frage was meint ihr ist es möglich eine gute Guilia auf Dauer bei dieser Kilometerleistung im Alltag zu fahren? Oder mach ich mich damit selber fertig? Denn zuverlässig sollte sie ja schon sein. Winter möchte ich ihr natürlich nicht zumuten aber so von April bis einschließlich Oktober sollte sie schon der Alltagswagen sein. Was haltet ihr davon?
Was darf so ein Teilchen kosten? Als Alltagswagen eingesetzt müsste sie meiner Meinung nach kein hunderprozentiges Finish haben in erster Linie interessant denke ich ist eine zuverlässige Technik. Klar, durchgerostet soll sie auch nicht sein, aber ich denke ihr wisst was ich meine. Habe so ca. 8.000 Euro zusammen reicht das für was gescheites? Also: Guilia als Alltagswagen kaufen oder für den Alltag beim Smart bleiben?
Danke für eure Meinungen im vorraus.
Stefan!hello!

christian_fleer
20.09.2002, 08:01
Ich habe das auch mal angedacht... Dann bin ich allerdings zu dem Entschluß gekommen, erst einmal meinen Spider in Topzustand zu bringen - und da sind gerade dieses Jahr ziemlich viele - und teure - Arbeiten an der Technik auf mich eingeprasselt.
Und da ich's finanziell nicht so dicke habe... Und wenn ich dann bedenke, daß man sich mit einer Giulia (oder einem Bertone oder einem 101er Sprint oder einer Giulietta Berlina ;) ) auch wieder zwangsläufig eine Baustelle hinstellt, bei der man nicht weiß, was auf einen zukommt und die Geld und Zeit kostet... Schließlich sind die Autos auch schon mindestens 25 Jahre alt.
Würde ich nur machen, wenn genügend Rücklagen vorhanden sind. Dann einen Wagen kaufen als Liebhaberstück und wenn er sich als zuverlässig erweist, kann man ihn ja als Alltagsfahrzeug nutzen.
Ist aber nur meine pers. Meinung.

!hello!

frank 105
20.09.2002, 14:50
:-]
hi stefan,
meiner meinung nach kein problem!
für 8000€ bekommst du sicher was brauchbares. ob die technik das hält, was sie versprach, kann man beim kauf allerdings nie 100% wissen. für ständige werkstattbesuche würde das dann evtl. hohe betriebskosten bedeuten. also ist selberschrauben angesagt. nebenbei noch ein prima hobbie. zur not kannst du dann ja immer noch auf den spider ausweichen ;)
ich habe außer meinem spider keinen wagen. im winter ist jetzt also bahnfahren angesagt! anfangs hatte ich jede menge reparaturen. mittlerweile läuft der gute aber zuverlässig.
bei deinem angesetzten budget sollte sogar die karrosserie top sein. also ein guter 3er. du wirst allerdings ne weile suchen müssen.

viele grüße

Ingenere
20.09.2002, 15:56
Hallo Stefan,

ich würde sagen, daß man für 8000 Euro schon eine blitzsaubere 2er Giulia bekommt, die dem Alltag standhält. Zumindest eine 1300er Ti.
Zwei Bemerkungen, die vielleicht eine Rolle spielen:
Auf der Habenseite stehen die günstigere Versicherung und Steuer (H-Kennzeichen vorausgesetzt) und der nicht mehr vorhandene Wertverlust (gute Pflege vorausgesetzt). Da darf dann auch mal etwas kaputt gehen.
Abblasen würde ich das ganze, wenn dieses Auto Deine einzige Möglichkeit ist, zur Arbeit zu kommen (irgendwann wird sie mal nicht funktionieren) und wenn Du keine Garage hast.

Viel Spaß,
Johannes

frank 105
21.09.2002, 20:07
Original geschrieben von Ingenere
...Abblasen würde ich das ganze, wenn dieses Auto Deine einzige Möglichkeit ist, zur Arbeit zu kommen (irgendwann wird sie mal nicht funktionieren) und wenn Du keine Garage hast.

Viel Spaß,
Johannes

ja, garage ist wichtig!
allerdings bin ich sicher das ein neuwagen öfter in der werkstatt steht...

viele grüße

Visconti
22.09.2002, 21:43
Hi Lori!
Man überlege einmal folgendes: Für 8.000,-€ kannst Du einen sehr guten 164 Super mit 12V Maschine kaufen, den Du dann neben Deinem Spider fährst. Diesen wirst Du sicherlich nicht für die Ewigkeit behalten wollen, sondern als Gebrauchten irgendwann mit einem erheblichen Wertverlust wieder verkaufen. Alle Teile, die Du im Laufe der Zeit an Verschleiß und Defekten kaufen wirst, kaufst Du also evtl. für denjenigen, der Deinen 164 dann als billigen Gebrauch-Gebrauchtwagen kauft.
Bei einer Giulia jedoch, die Du schon als Liebhaberfahrzeug kaufst, liegt der Sachverhalt etwas anders: Da investierst Du bei Verschleiß und Defekten quasi in Dich selbst; Du investierst in den Wagen, den Du vorraussichtlich noch sehr lange fahren willst.
So gesehen ist eine Giulia als Alltagwagen sicherlich nicht von der Hand zu weisen. Auch ich habe schonmal darüber nachgedacht. Es nervt mich nämlich, dass ich immer wieder Teile für meinen 33 16V kaufe, obwohl ich ganz genau weiß, dass ich ihn nicht mehr allzu lange fahren werde. (Anders verhält es sich bei mir beim 1400, da ich den nicht mehr hergebe!)

Gruß
Jan

amalfi
23.09.2002, 12:33
@Lori

Die bisher aufgelisteten Argumente beschreiben das Problem eigentlich ganz genau. Wenn Du nicht von deinem "Alltagswagen" abhängig bist, Du genügent Platz für den Winter hast und die Anschaffung eines Fahrzeuges für den Winter dein neues Hobby wird dann sollte deinem Vorhaben nichts im Wege stehen.

Der andere Weg wäre denn Smart zubehalten, den Spider für den Sommer preparieren und danach eine schöne Giulia als Restaurationsobjekt zulegen. Du hättest im Winter ein zuverlässiges "Auto" im Sommer einen schönen Spider und in 1 oder 2 Jahren eine Giulia die Dich nicht enttäuschen wird.

Gruss

Andreas

clemensh83
23.09.2002, 15:44
Hallo @ all!

Hab mir mit meinem Vater ursprünglich auch nen 1750 GTV aufgebaut (ist fast fertig...) um ihn im Alltag mit H-Kennzeichen zu fahren (ohne Zweitwagen, ähnlich wohl wie Frank). Allerdings wußte ich Doofi T:- nicht, dass man mit dem Kennzeichen nur 5000km im Jahr fahren darf. Jetzt weiß ich nicht richtig, was ich machen soll...Aber ich bewundere jeden, der einen alten Alfa im Alltag bewegt, hier in meiner Stadt lebt auch ein Italiener, der erst ne 1A Giulia Nuova und jetzt nen blitzsauberen Bertone täglich fährt, auch Innenstadt und alles was dazugehört und er hat es bisher noch nocht bereut!

Also zeig Mut (mehr als ich...) Gruß Clemens

klausd
23.09.2002, 21:27
Original geschrieben von clemensh83
Hallo @ all!

Allerdings wußte ich nicht, dass man mit dem Kennzeichen nur 5000km im Jahr fahren darf.
Gruß Clemens

? ?
Soweit ich weiss, setzt diese Grenze nur die Versicherung, wenn du einen günstigen Oldie-Tarif haben willst. Die wollen dann auch noch ein anderes "Alltagsauto" haben. Allerdings wollte meine Versicherung bisher noch keinen km-Stand wissen. Auch nicht, als ich im Juli auf "H" umgemeldet habe.
Steuertechnisch ist mir diese km-Grenze unbekannt. Das Finanzamt fragt auch nicht nach den Kilometern.

aerodinamica
24.09.2002, 12:15
zum thema alten alfa als alltagsauto möchte ich jetzt auch meinen senf dazugeben...!hello!
mein 83er spider ist zwar wie es sich wohl gehört auch manchmakl ziemlich zickig, aber wirklich im stich gelassen hat er mich noch nie und ich fahre ihn wirklich täglich - in die arbeit, große urlaubsreise,...
garage habe ich auch keine, im winter (aber nur wenns draußen grauslich ist) kommt er in eine öffentlich tiefgarage (monats abo ist deutlich günstiger als eine eigene garage im haus...).
also ich habs bislang noch nicht bereut den spider als alltagsauto zu benützen, auch der verschleiss ist o.k., sorgen macht mir teilweise der regen, aber bislang hat er kaum rost, im winter wird auch der erste ansatz beseitigt und dann hohlraumkonserviert...
und so bleibt täglich ein dickes grinsen im gesicht
:-]
lg
flo

vwf
26.09.2002, 16:38
Ich fahre meine Gummilippen das ganze Jahr, ohne 2. Wagen, bis auf so ca. 10 Tage im Jahr, wo man sich eine beheizbare Glasheckscheibe wünscht, habe ich keine Probleme und das Grösste ist an einem sonnigen Wintertag das Verdeck vorsichtig (Heckscheibe) zu öffnen und offen zu fahren - DAS IST ECHTES CABRIO Vergnügen. Die Technik hat mich in dem Sinne nicht mehr im Stich gelassen als bei VAG o.ä.
Hermann

clemensh83
03.10.2002, 16:31
Hallo an alle!

Ich habe folgendes Problem: Ich suche ne passende Oldie-Versicherung für meinen 1750 GTV mit H-Kennzeichen. Entweder haben nämlich die meisten ne km-Begrenzung (5000km) oder der Fahrer muss >25 Jahre alt (z.B. Brooklands) sein! Da die Versicherung über meinen Vater gehen würde (Alter >25 Jahre ;) ) wäre auch ein Zweitwagen nachzuweisen! Das bedeutet, Versicherungsnehmer wäre alt genug, aber halt nicht jeder Fahrer... !baby! Hab schon im Net viel nachgeforscht, aber bisher nicht das richtige gefunden! Nun hoffe ich, dass jemand von Euch Rat weiß!

@klausd: Vielleicht Du?? Kannst Du mir vielleicht Deine Versicherung nennen mit Telefonnr.??

Vielen Dank für Eure Mühen

Alfa Gruß Clemens!

Lori
03.10.2002, 18:00
Hallo guten Tag,
tja das ganze habe ich auch schon versucht aber das kannst du leider abhaken. Meine Schwester ist Versicherungskauffrau die hat ca. zwei Wochen nach einer vernünftigen Lösung gesucht.
Leider sind aber die Oldtimerversicherungen nur deshalb so günstig weil sie sich an Wenigfahrer richten, die außerhalb der "besonders gefährdeten" Altersklasse bis 25 Jahre liegen. Du wirst also keine Oldtimerversicherung finden die einen Fahrer unter 25 Jahren akzeptiert, weil bis zu diesem Alter die meisten Unfälle gebaut werden. Selbst nicht wenn dein Vater das Auto auf seinen Namen anmeldet.
Die einzige Alternative die sich dir bietet ist, das Fahrzeug auf deinen Vater anzumelden und trotzdem damit zu fahren. Das würde ich dir aber nicht empfehlen denn baust du als Fahrer damit einen Unfall gilt das als nicht versichert, d. h. du musst alles alleine bezahlen. Könnte je nach Unfall und "gegnerischem Auto" leider sehr teuer werden. Ist ne Scheiss Regelung ich habe mich auch schon sehr geärgert!
Hoffe konnte dir weiterhelfen.

X-3000
03.10.2002, 22:06
Hallo ihr Lieben,

ich fahre eine 1600er Giulia von 1971 als Geschäftswagen! An dem Wagen wurden alle fahrrelevanten Teile ausgetauscht. (Motor, Getriebe, Hinterachse, Bremsen, Fahrwerk ...)
Der Wagen ist nun (wieder) absolut altagstauglich. Neben den auch bei einem aktuellen Wagen notwendigen Inspektionstätigkeiten alle 15 TKm sind bei mir bis dato keine weiteren Reperaturen angefallen.
Natürlich nutze ich im Winter einen anderen (Alfa Romeo) Wagen und lass die gute alte Dame im trocknen.

Gruß

Andre

Lori
04.10.2002, 00:11
Hallo Andre dürfte ich fragen was du für diesen Traum so ungefähr investiert hast?
Hast du viel selber gemacht?
Gruß Stefan

testero
04.10.2002, 17:53
Eine Giulia im Alltag sollte problemlos gehen, wenn man denn nicht gerade eine verbastelte Blase kauft. Ich fahre von April-Oktober mit einem Bertone mit H-Kennzeichen als (fast) ganz normales Vehikel.

Technische Probleme in den letzten 2 Jahren? Praktisch Fehlanzeige bis auf einen geplatzten Kühlerschlauch. Allerdings sollte man den einen oder anderen Euro für Rostbeseitigung oder den Austausch technischer Teilchen zur Seite legen, denn bei mehr Bewegung fallen natürlich auch manchmal mehr Reparaturen an.