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Vollständige Version anzeigen : Erfahrungsbericht Alfa 156 1.9 JTD SW Distinctive 103kW EZ2004 - 212.000km


dracoon
26.08.2010, 21:25
Hallo Leute,

vor etwa einem Jahr bin ich hier vorstellig geworden, als stolzer Besitzer eines 156er Sportwagon aus 1. Hand mit 175tkm.

Jetzt, gute 30tkm später ist der Wagen "verschleudert", mit defekter Kupplung, Schwungrad angebissen, schwachem Klimakompressor, defekter Komfortelektronik, angebrochener Federn, ausgeschlagenem Lenkgetriebe, ausgeleierten Querlenkern, klappernden Stabistangen, leckendem Turbolader, verrosteten Handbremsseilen, Luftzug in den Innenraum, ...

Insgesamt haben diese 30tkm mit Kaufpreis und verschiedenen Reparaturen wie Turboschläuche oben und unten, Wasserkühler, LMM, AGR, ein Querlenker, Servorohre, Zahnriemen samt Wapu, Kraftstoffpumpe, ... in Summe meinen Geldbeutel und meine Nerven mit rund 9.000 Euro belastet - ohne diverse Flüssigkeiten wie Öl, Kühlwasser, Sprit und sonstige Gadgets.

Einige Kommentare verschiedenster Personen möchte ich noch einmal auflisten:

"Wer billig kauft, kauft zweimal"
"Wussten Sie nicht, dass bei Fiat der Kaufpreis nur die Anzahlung ist?"
"Alfas sind tolle Autos, aber nur bis 130tkm"
"'N Alfa!? Ohje..."
"Ach, Deine Karre ist ja schon schick, aber warum ist die im Innenraum so laut?"
"man sitzt gut"
"hast Du Dir das auch gut überlegt?"
"ein Montagsalfa!" - "die arbeiten doch eh nur am Montag"
"ich will nix mehr hören, Du musstest ja besseren Wissens dieses Auto kaufen"
"also ein Audi A3 Sportsback des selben Alters ist nicht so viel teurer und ist qualitativ ja mal eine ganz andere Wellenlänge - und unsportlich sieht er auch nicht aus"
"es zieht an den Füßen, kannst Du das irgendwie ändern?"
"wundert's Dich?"
"ich wollte auch immer einen Alfa kaufen, bin aber doch froh, es nicht getan zu haben"
"es wäre sicher das Beste, diesem Auto seine wohlverdiente Ruhe zu gönnen"
"1.9er, diesel, kombi - also ein Standard-Auto, was alle anderen Hersteller gut im Griff haben"
"als nächstes geht der Turbo hoch, dann kommt die Zylinderkopfdichtung"
"der Klimakompressor frist sich fest"
"ein Kumpel hatte den auch, quasi den gleichen - hatte ich Arbeit mit dem Ding, jetzt hat er ihn zum Glück weg"
"der 1.9er? Uhje, ja - nee, also da würde ich nichts mehr reinstecken"
"verkaufen, jetzt, schnellstmöglich!" (nach der ersten Reperatur nach 500km)
"bist Du des Wahnsinns, den zu verkaufen?"
"es sind einfach schöne Autos"
"noch einen Winter überlebt er nicht"
...

Ich saß kürzlich in einem älteren Audi A6, einem neuen Polo, einem 3er und 4er Passat, einem Audi A1, einem Mercedes 2.5D... Bis auf einen alten Ford Fiesta sind alle anderen qualitativ spürbar hochwertiger als mein Alfa von 2004.

Tja, wass soll ich sagen: Ich bin nun schon fast 30 und das war mein erstes Auto - ich werde es leider nicht in guter Erinnerung halten und leider, so leid es mir tut, auch nicht wieder zu einem Alfa greifen. Ich wollte wie immer vorurteilsfrei an die Sache gehen, was ich auch tat - und promt erfüllen sich alle Dinge, die man so über Alfa hört, im Monatstakt. Ich bin nahezu fertiger Student, habe jetzt kein Geld mehr, kein Auto mehr, und auch keine Lust mehr auf Alfa - sondern zwangsweise Lust auf Fahrrad ;)

Dennoch bedanke ich mich bei den Usern hier im Forum für die Hilfestellungen und wünsche Euch mehr Glück mit Euren Alfas, als ich es hatte. Schöne Autos, allerdings qualiativ mager und daher einfach als Gebrauchter (immer noch) nicht zu empfehlen bzw. i.d.R. wohl keine schlechte Idee, sie vor dem 2. Zahnriemenwechsel abzustossen. Eine Qualitätsoffensive wäre angebracht.

Gruetzi mitternand.

Kiesi
26.08.2010, 21:41
Tja, was soll man sagen, hast wirklich viel investieren müssen, aber wenn ich die Sachen so lese, hat der Vorbesitzer alle Verschleissteile bis zum Verkauf nicht mehr gemacht und der neue Käufer, also Du durftest dann erst einmal den Wartungsstau beseitigen.... Wobei ein Alfa schon etwas mehr Wartung als vielleicht ein Japaner braucht bzw. ein Japaner es weniger krumm nimmt, das kenne ich aus eigener Erfahrung durch diverse Japanmodelle vor den Alfas. Möchte trotzdem nicht mehr tauschen, aber man sollte beim Gebrauchtwagen und insbesondere Alfakauf eben vorher aufpassen, wie der Zustand des Wagens ist, damit man nachher nicht den ganzen Ärger hat.
Viel Glück mit Deinem neuen, egal was es werden wird. Aber wenn es kein Neuwagen wird, nimm besser jemanden mit, der sich mit dem jeweiligen Modell auskennt !thatsit!

dracoon
26.08.2010, 22:44
Ein Neuwagen wird es sicher nicht - denn woher nehmen, wenn nicht stehlen :+)

Ich hatte den Wagen damals nicht zur Dekra, aber schnell zu einer benachbarten Werkstatt gefahren und die haben ihn sich angesehen - und soweit die Freigabe erteilt. Ich denke, insgesamt halten die Alfas im Schnitt eben nicht so lange wie ein deutsches Fabrikat, ich hatte dazu noch Pech - und noch etwas mehr Pech extra dazu. Passt aber ganz gut zu meinem Lebenslauf, daher wundert's mich auch nicht ;)

Beim nächsten Kauf werde ich auf Gebrauchtwagengarantie achten und einfach hoffen, etwas mehr Glück zu haben. Und wenn es sich ergibt, natürlich am liebsten von jemandem kaufen, von dem ich weiss, was Sache ist - und nicht im Auto Center in Rüsselsheim, um noch mal einen kleinen Seitenhieb abzufeuern auf den kleinen Verkäufer, der mir einen Unfallwagen angedreht hat.

Grüße
dracoon

Vasilios
26.08.2010, 22:51
Also ich habe an meinem 156er 2,4JTD SW 150PS alles vorher machen lassen, was ich bei der Probefahrt und auch so gesehen habe. Alles würde von einer Fachwerkstatt ordnungsgemäß durchgeführt. Leider ist er einmal nach dem Start ausgegangen und muste von gelben Engel abgeschleppt werden. Rauskam leider Steuerventil defekt. War eine Kleinigkeit. Jetzt kriegt er noch neue Glühkerzen, da das Lämpchen nach dem Starten für 20 Sekunden blinkt. Wird auch eine Kleinigkeit sein. Ansonsten kriegt er immer nach einem Jahr neues Öl und die Inspektion nach Plan. Von daher denke ich werde ich locker weitere 100tkm fahren. Ich denke mehr als 250tkm mit einem 2,4jtd wird wohl nicht drin sein :)
Außerdem bei einem 4-Zylinder mit so einer hohen Laufleistung hätten die Stopschilder mich erschlagen, so einen Wagen nicht zu kaufen, rein logisch :-)

dracoon
26.08.2010, 23:04
Naja, ich komme da einfach aus einer anderen Ecke:
Der erste Familien-Passat, den ich auch gefahren bin, war ein 1.8er Benziner mit 107 PS - verkauft mit 310tkm ohne größeres als Bremsen und auf der Autobahn fuhr ich bis zuletzt immer noch 170.
Der Golf III Kombi 1.8er Diesel meiner Mutter mit 110PS wurde mit 330tkm verkauft, Kupplungsteil abgbrochen, war nichts wildes, sonst die üblichen Verschleissteile.
Mein Schwager fährt einen alten Benz Diesel - hat derzeit 460tkm. Ihm ist der Auspuff abgefallen, sonst war noch nix wildes.
Und ich wette, der aktuelle 2.0 Passat Diesel mit 140PS von meinem alten Herren, wird die 300tkm ebenso akzeptabel erreichen.

212tkm - und so gut wie alles hin, was nur geht... Ich war einfach zu optimistisch und hatte wie gesagt, Pech. Aber ein Trend ist zu erkennen, so viel ist klar ;)

Mourinho
27.08.2010, 00:24
Hört sich so an, als hättest Du bei Deinem ersten Auto eine Menge Lehrgeld bezahlt. Und als ob Du beim Kauf eher so auf gut Glück vorgegangen bist. "Bin schnell zur benachbarten Werkstatt gefahren..." hört sich etwas danach an. Wer ein Auto mit 175.000 KM kauft, geht natürlich ein gewisses Risiko ein. Kann gut gehen, muss aber nicht. Gab's denn eine Dokumentation des 1.Hand Autos? Wenn ja, können Dich ja Sachen wie Zahnriemen nicht überrascht haben. Wenn nein, vielleicht hatte der Wagen auch schon 275.000 KM runter?

Gerade den 156 1.9 würde ich eigentlich als zuverlässige Wahl sehen, wenn man keine total runtergerittene Rübe kauft. Nach den Erfahrungen, die Du gemacht hast, ist es das wohl mit Alfa gewesen.

Gegen Ende meines Studiums habe ich mir einen gebrauchten 164 Twin Spark gekauft, mit 110.000 KM. Bei über 250.000 KM habe ich ihn abgegeben, und an dem war nie was dran. Kann auch vom 166 nichts schlechtes sagen, wenn der auch kürzer in meinem Besitz war.

Grüße
Joachim

Volker
27.08.2010, 06:54
Um 9000 Euro als fast 30jähriger Student investieren zu können, muß entweder der Papa ganz schön Kohle zugebuttert haben oder es wurden dir in einem Betrag die Studiengebühren der letzten 10 Jahre zurückgezahlt. Meinen beiden Söhnen, derzeit ebenfalls kurz vor Ende des Studiums, reichts gerade mal für 17/18jährige abgelutschte Golfs, bei denen auch jedes Wochenende heftig geschraubt werden muß. Jedoch sind die Teile für diese Spezies im Vergleich zu Alfaersatzteilen nahezu geschenkt. Ich, selbst begeisteter Alfafahrer seit längerem, habe meinen Söhnen aus diesem Grund stets von Alfa abgeraten. "Kauft euch so was, wenn ihr mal selbst Geld verdient".
Ciao
Volker

Amore156
27.08.2010, 07:53
*Klugscheißmodus an *

Das ist schon ärgerlich, aber mit ein bissel "Mißtrauen" und gesundem Menschenverstand von vornherein absehbar.

* Klugscheißmodus aus *

Das wäre Dir bei jedem anderen Fabrikat, welches einen immensen Wartungsstau auweist, auch passiert.

Das nächste Mal sich das Serviceheft und die Rechnungen für die Wartung / Service / Inspektion geben lassen.

Das plööde ist, so wie mann selbst und die Familie die Fahrzeuge pflegt und wartet kann mann leider nicht auf andere übertragen.
Manche legen die Prio's anders fest, lieber "fetten Sound", "fette Reifen" und was weiß ich, als Geld in die Wartung zu investieren.

Von daher, leg es als "Lehrgeld" ab und beim nächsten Gebrauchtwagenkauf, vor allem mit so hoher Km-Leistung und investier die 150-200€ für ein Gutachten (Dekra, ADAC, etc.)..

Grüße
Amore156

Understatement
27.08.2010, 08:40
Um 9000 Euro als fast 30jähriger Student investieren zu können, muß entweder der Papa ganz schön Kohle zugebuttert haben ....

...Meinen beiden Söhnen, derzeit ebenfalls kurz vor Ende des Studiums, reichts gerade mal für 17/18jährige abgelutschte Golfs...


Das ist doch Blödsinn! Nicht jeder Student bleibt immer ein "armer Student"

...ich habe am Anfang meines Studiums auch nur einen 15 Jare alten ockerfarbenen Kadett, mit roter Haube und blauem Kotflügel, für 1750,- DM, besessen. In der Mitte des Studiums konnte ich mir, von den Salären der geleisteten Werkaufträge, einen neuen Vectra GT kaufen ...und ca. ein 3/4 Jahr vor Ende des Studiums hat mir die Firma, bei der ich nach dem Studium dann auch anfing, einen neu gelieferten 5er BMW Firmenwagen, als "Anfütterung" für einen Vertrag, zur Nutzung vor die Tür gestellt...

Ich finde solche Vorurteile a'la "Papa zahlt", einfach zum Kotzen!

Richtig ist aber auch, dass der Threaderöffner. mit wenig Sachverstand, so ziemlich alles falsch gemacht hat, was man falsch machen kann!

Gruß, Jörn

PS: Papa hat z.B. bei mir gar NIX! bezahlt, da ich als Grundfinanzierung ein Stipendium erhielt

Imola
27.08.2010, 09:55
Hallo Leute,

vor etwa einem Jahr bin ich hier vorstellig geworden, als stolzer Besitzer eines 156er Sportwagon aus 1. Hand mit 175tkm.

Jetzt, gute 30tkm später ist der Wagen "verschleudert", mit defekter Kupplung, Schwungrad angebissen, schwachem Klimakompressor, defekter Komfortelektronik, angebrochener Federn, ausgeschlagenem Lenkgetriebe, ausgeleierten Querlenkern, klappernden Stabistangen, leckendem Turbolader, verrosteten Handbremsseilen, Luftzug in den Innenraum, ...

Insgesamt haben diese 30tkm mit Kaufpreis und verschiedenen Reparaturen wie Turboschläuche oben und unten, Wasserkühler, LMM, AGR, ein Querlenker, Servorohre, Zahnriemen samt Wapu, Kraftstoffpumpe, ... in Summe meinen Geldbeutel und meine Nerven mit rund 9.000 Euro belastet - ohne diverse Flüssigkeiten wie Öl, Kühlwasser, Sprit und sonstige Gadgets.

Einige Kommentare verschiedenster Personen möchte ich noch einmal auflisten:

"Wer billig kauft, kauft zweimal"
"Wussten Sie nicht, dass bei Fiat der Kaufpreis nur die Anzahlung ist?"
"Alfas sind tolle Autos, aber nur bis 130tkm"
"'N Alfa!? Ohje..."
"Ach, Deine Karre ist ja schon schick, aber warum ist die im Innenraum so laut?"
"man sitzt gut"
"hast Du Dir das auch gut überlegt?"
"ein Montagsalfa!" - "die arbeiten doch eh nur am Montag"
"ich will nix mehr hören, Du musstest ja besseren Wissens dieses Auto kaufen"
"also ein Audi A3 Sportsback des selben Alters ist nicht so viel teurer und ist qualitativ ja mal eine ganz andere Wellenlänge - und unsportlich sieht er auch nicht aus"
"es zieht an den Füßen, kannst Du das irgendwie ändern?"
"wundert's Dich?"
"ich wollte auch immer einen Alfa kaufen, bin aber doch froh, es nicht getan zu haben"
"es wäre sicher das Beste, diesem Auto seine wohlverdiente Ruhe zu gönnen"
"1.9er, diesel, kombi - also ein Standard-Auto, was alle anderen Hersteller gut im Griff haben"
"als nächstes geht der Turbo hoch, dann kommt die Zylinderkopfdichtung"
"der Klimakompressor frist sich fest"
"ein Kumpel hatte den auch, quasi den gleichen - hatte ich Arbeit mit dem Ding, jetzt hat er ihn zum Glück weg"
"der 1.9er? Uhje, ja - nee, also da würde ich nichts mehr reinstecken"
"verkaufen, jetzt, schnellstmöglich!" (nach der ersten Reperatur nach 500km)
"bist Du des Wahnsinns, den zu verkaufen?"
"es sind einfach schöne Autos"
"noch einen Winter überlebt er nicht"
...

Ich saß kürzlich in einem älteren Audi A6, einem neuen Polo, einem 3er und 4er Passat, einem Audi A1, einem Mercedes 2.5D... Bis auf einen alten Ford Fiesta sind alle anderen qualitativ spürbar hochwertiger als mein Alfa von 2004.

Tja, wass soll ich sagen: Ich bin nun schon fast 30 und das war mein erstes Auto - ich werde es leider nicht in guter Erinnerung halten und leider, so leid es mir tut, auch nicht wieder zu einem Alfa greifen. Ich wollte wie immer vorurteilsfrei an die Sache gehen, was ich auch tat - und promt erfüllen sich alle Dinge, die man so über Alfa hört, im Monatstakt. Ich bin nahezu fertiger Student, habe jetzt kein Geld mehr, kein Auto mehr, und auch keine Lust mehr auf Alfa - sondern zwangsweise Lust auf Fahrrad ;)

Dennoch bedanke ich mich bei den Usern hier im Forum für die Hilfestellungen und wünsche Euch mehr Glück mit Euren Alfas, als ich es hatte. Schöne Autos, allerdings qualiativ mager und daher einfach als Gebrauchter (immer noch) nicht zu empfehlen bzw. i.d.R. wohl keine schlechte Idee, sie vor dem 2. Zahnriemenwechsel abzustossen. Eine Qualitätsoffensive wäre angebracht.

Gruetzi mitternand.
Ist doch klar:
Ein Audi fährt ohne Öl und Kühlwasser - bei Alfa ensteht dadurch ein Motorschaden.
Audi brauchen keine Wartung - Alfas schon
Audis/VW rosten nicht - Alfas schon im Prospekt (Der Schrottplatz spricht aber eine andere Sprache)
Bei Audi/VW gibt es keine Montagsautos usw.....

Zum Glück gibt's solche Leute wie Du, sonst würde man auf den Strassen nur Alfas sehen.
In Innsbruck hat's vor kurzem gehagelt=> Ergebnis: Firmengolf iV mit Hagelschaden auf Motorhaube und Dach. Mein Alfa 33 hat nur einen leichten Farbabplatzer an einer Stelle abbekommen wo sich darunter ein Rostfleck befand.

JohnnieW
27.08.2010, 10:58
Hallo Leute,
vor etwa einem Jahr bin ich hier vorstellig geworden, als stolzer Besitzer eines 156er Sportwagon aus 1. Hand mit 175tkm.
Jetzt, gute 30tkm später ist der Wagen "verschleudert", mit defekter Kupplung, Schwungrad angebissen, schwachem Klimakompressor, defekter Komfortelektronik, angebrochener Federn, ausgeschlagenem Lenkgetriebe, ausgeleierten Querlenkern, klappernden Stabistangen, leckendem Turbolader, verrosteten Handbremsseilen, Luftzug in den Innenraum, ...
Insgesamt haben diese 30tkm mit Kaufpreis und verschiedenen Reparaturen wie Turboschläuche oben und unten, Wasserkühler, LMM, AGR, ein Querlenker, Servorohre, Zahnriemen samt Wapu, Kraftstoffpumpe, ... in Summe meinen Geldbeutel und meine Nerven mit rund 9.000 Euro belastet - ohne diverse Flüssigkeiten wie Öl, Kühlwasser, Sprit und sonstige Gadgets.
Gruetzi mitternand.

Deine "Anfangsdaten" sind mit meinen jetzigen beim 156er gut zu vergleichen: Baujahr 2003 EZ 2004, aktuell 156.000km. Nach einigen ärgerlichen "Anfangsgeräuschen", die mich schon hatten zweifeln lassen, habe ich seit 2 Jahren keinerlei Probleme mit dem Auto. Da Pflege und Wartung regelmäßig erfolgen, steht der Wagen sehr gut da. Wenn Deiner runtergerockt ist, war er es schon beim Kauf oder er hat halt hinterher gelitten.. Was hat das mit Alfa zu tun? Meinst Du bei Audi, VW oder sonstwo gehen Querlenker, Stabi, Schläuche oder auch ein Klimakompressor nicht kaputt? Nach 175 bzw. 212 tkm?? Auch bei denen halten Verschließteile (mittlerweile) nicht länger.
Leider wirst Du wohl auch in Zukunft zu der Fraktion gehören, die sagen: "Hör mir auf mit Alfa! So ein Sch...."
Sorry, aber hier kann ich bei Dir nicht erkennen, was es mit der Marke selbst zu tun hat.

Jack Vincennes
27.08.2010, 15:31
Um als Student 9000 Euro investieren zu können, geht das gesamte Ersparte drauf, alles was von Job-, Diplomanden- und Praktikumsgehältern und der eigenen Firma übrig blieb, und den elterlichen Kredit, den ich dafür aufgenommen habe... 8( Ein Auto war für mich schon immer alles, und damals dachte ich einfach, jetzt ists soweit...


Ich hatte den Wagen damals nicht zur Dekra, aber schnell zu einer benachbarten Werkstatt gefahren und die haben ihn sich angesehen - und soweit die Freigabe erteilt.


...schlaue Sprüche wirst Du nicht brauchen können, aber das Ding hast Du selbst verzockt, da ist nicht das Auto schuld. Gibt ja einige Sachen, die man Alfa vorwerfen kann, Deinen 156 aber sicherlich nicht. Das hat nichts mit der Qualität des Autos zu tun, sondern mit dem Vorbesitzer und dem unfähigen Käufer, in dem Fall mit Dir.

Ich meine, sieh's positiv, hast Dir doch was dabei gedacht, wenn ein Auto für Dich "immer schon alles war".
Bei den Mädels konntest Du jetzt 30tkm in einem "italienischen Sportwagen" vorfahren, den Ruf würde ich mir nicht kaputt machen, in dem ich jetzt verheult in die Uni laufe. Warum Dein Renner in die Schrottpresse gewandert ist? Du hast Clooney am Comer See die Vorfahrt genommen, der Abend mit ihm und seinen Freunden wird Dir unvergessen bleiben - das war es Dir wert. Oder sie haben Dich mit 260 geblitzt, da geht man eben mal wieder zu Fuß.

Du wolltest ja nicht auf einem Opel Corsa Stufenheck in die Uni geritten kommen, das wird ja seinen Grund gehabt haben. Weiß ja nicht, was Du beruflich planst, aber wenn Autos so wichtig für Dich sind: Bei Roland Berger gibt's für die Mitarbeiter im Fahrzeugpool auch 911 (je nach Standort).

Grüße
J.V.

Understatement
27.08.2010, 15:49
...vielleicht noch ein Gedanke:

Auch jetzt, nachdem so viele Defekte aufgetreten sind, bzw. von Dir erkennt wurden, ist der Wagen ganz sicher durchreparierbar und wiederaufbaubar ...und das für sicherlich kleineres Geld, als Du es für ein neues (anderes) Fahrzeug aufwenden müßtest.

Du kennst jetzt die Fehler jetzt besser als bei jedem anderen Fahrzeug! ...und dieses Fourm, evtl. auch Selbsthilfewerkstätten etc. und eine gehörige Portion autodidaktischer Lernwille können zu einem Wagen führen, der locker weitere (mindestens) 100.000km Kilometer hält.

Die Frage ist (wie immer) nicht, ob der Wagen was taugt ...sondern ob Du den Schneid hast, das zu bringen und selber zu bestimmen, wie gut das Auto ist, dass Du fahren möchtest!

Gruß, Jörn

dracoon
30.08.2010, 15:57
Helas zusammen,

einige nehmen die Sache hier zu persönlich... Bin nach wie vor begeistert vom Fahrfeeling und dem Design eines "laufenden" Alfas - die 30tkm waren ja nicht nur schlimm ;)

Ich habe den Wagen schon "Richtung Osten" verkauft, das Risiko bzw. die Tatsache, ein Fass ohne Boden zu befüllen, ist offensichtlich. Die nötigen Euros bei einem befreundeten Mechaniker, sind es in diesem Fall einfach nicht mehr wert: Der erneute Reperaturbetrag enspricht der erwarteten Verkaufssumme auf dem Privatmarkt...

Sind eben (in Sachen Reperatur) etwas teurere Autos und ich war dumm und hatte Pech - und zum wiederholten Male: Leider wird es kein Alfa mehr werden: Letztendlich passt der Wagen einfach nicht zu mir, ein Auto ist für mich "alles", weil es Mobilität ermöglicht, dass es stilvoll ist, ist ein super Nebeneffekt, aber für mich eben kein Hauptgrund. Zuverlässig, eher günstiger im Unterhalt und bei Reperaturen sowie Ersatzteilen - das sind eben meine Kriterien. Geil finde ich die Anspielung auf die Mädels :D Sorry, absolut nicht mein Ding. Ich habe ja auch schon verstanden, dass ich kein Alfisti und auch sowieso ein Vollidiot bin... Aber freut mich, dass ihr offenbar alle deutlich mehr Glück mit Euren Alfas habt.

Ich hatte damals einfach 5t €, wollte einen Diesel wegen erwartet hoher zu erbringender Laufleistung und da passte der 156er wie die Faust aufs Auge. Tempomat, Diesel und sparsam, sportlich, Klima ist echt ein dickes Plus im Sommer, Kombi, damit ich mein Fahrrad und Mitfahrer auf mitfahrgelegenheit.de gut reinkriege und eine Skidurchreiche - was will man mehr?

Nuja, ist mein persönlicher Erfahrungsbericht, mehr nicht. Ich wollte diesen Wagen fahren aber irgendwann ging mir einfach die Luft und das Geld aus: Mein Fehler. Aber immerhin bin ich - genau wie Ihr - hinterher schlauer... Vielleicht findet diesen Thread ja wieder jemand, der ebenso wenig Ahnung hat wie ich und der weiss dann wenigstens um die Gefahren bescheid.

Ob ich später mal, wenn Geld nicht mehr so der permanente Knackpunkt ist, nicht wieder zu einem (neueren) Alfa greife bei dem ich dann auch die Geschichte kenne bzw. sie selbst schreibe, sei dahingestellt - aber erstmal wird's mit Sicherheit keiner, denn das Geld ist weg.

;)

Vasilios
30.08.2010, 23:16
Naja, ich komme da einfach aus einer anderen Ecke:
Der erste Familien-Passat, den ich auch gefahren bin, war ein 1.8er Benziner mit 107 PS - verkauft mit 310tkm ohne größeres als Bremsen und auf der Autobahn fuhr ich bis zuletzt immer noch 170.
Der Golf III Kombi 1.8er Diesel meiner Mutter mit 110PS wurde mit 330tkm verkauft, Kupplungsteil abgbrochen, war nichts wildes, sonst die üblichen Verschleissteile.
Mein Schwager fährt einen alten Benz Diesel - hat derzeit 460tkm. Ihm ist der Auspuff abgefallen, sonst war noch nix wildes.
Und ich wette, der aktuelle 2.0 Passat Diesel mit 140PS von meinem alten Herren, wird die 300tkm ebenso akzeptabel erreichen.


Du vergißt hier etwas Entscheidendes und sehr Wesentliches (o)
Alle diese Wagen waren von Anfang an in euren Besitz und wurden ordentlich und Richtig immer gefahren ( außer der 1,8 Benziner Passat). Dieser 1,9JTD mit 212tkm wohl nicht und bei einer so hohen Laufleistung eines Vierzylinders ist immer ein Sachverständiger aufzusuchen oder man kauft einen Wagen generell immer mit neuem TÜV & AU. Ohne würde ich eh nie kaufen :)

Knauselknom
31.08.2010, 09:26
Ohne jetzt klugscheissen zu wollen.

Im Studium hatte ich damals auch 5000 Eur fuer ein Auto parat. Was wurde es schlussendlich?
Ein Kleinwagen fuer 3000 Eyr mit TUEV&AU neu und 1 Jahr Garantie. Die restlichen 2000 Eur habe ich in Benzin und Wartung gesteckt.

Vielleicht der bessere Weg? Man weiss es nicht...

Jack Vincennes
31.08.2010, 13:31
Geil finde ich die Anspielung auf die Mädels :D Sorry, absolut nicht mein Ding.


...gerade dann solltest Du Dich nicht ganz vom Fiatkonzern verabschieden: European Gay Car 2010 - Schwules Auto-Voting Online (http://www.autogenau.de/news/autowelt/european-gay-car-2010.html)

Grüße
J.V.

Alficionado
31.08.2010, 17:59
Ich habe zwar nur einen 145er JTD Bj. 05/99, aber der ist gerade mit 293000 km mängelfrei durch den TÜV - ohne groß was zu investieren.

Mein 75er ist auch noch sehr gut beieinander, in 10 Jahren musste ich nur die Hardyscheiben, den Endtopf und die Lambdasonde erneuern, jetzt fängt das Differenzial an zu siffen, aber so what.

Mein Spider 916 zickt zugegebenermassen manchmal ein wenig rum, sind aber alles keine kostenintensive Sachen. Ich habe den aber auch mit Wartungsstau, dafür aber sehr günstig, gekauft, ist also kein Wunder.

Dann gibt es in meinem Bekanntenkreis: Noch ein 75er, ein 155er, ein 33er Serie 1, ein 164er - alle unauffällig.

Du hast halt Pech gehabt, hätte Dir auch mit jeder anderen Marke passieren können.

Mit dem nächsten Auto wünsche ich Dir jedenfalls mehr Glück.

Kiesi
31.08.2010, 18:08
Naja, für 5t € als Budget und bei dem Baujahr muss man schon mit einigem Wartungsstau rechnen bzw. noch 2-3t € als Budget in der Hinterhand haben. Wenn ich sehe, was z.B. ein vergleichbarer A4 o.ä. dann noch so kostet, war es trotz aller Reparaturen/Wartungen ein günstiger Spass, den 156er zu fahren....!thatsit!
Ansonsten würde ich es ähnlich wie User Knauselknom machen, ist m. E. echt der bessere Weg.
ich z.B. komme ursprünglich von Nissan, hatte aber auch BMW dazwischen... mein Traum (ausser generell Ferrari) war immer ein Nissan 300 ZX Twin Turbo, Neupreis lag einmal bei gut 100000 DM, BJ. 91-97, 286 PS und Targadach. Die Teile gibt es jetzt teilweise sehr günstig, aber Wartung/Versicherung/Ersatzteile sind einfach immer noch eine andere Welt.... deshalb lasse ich besser die Finger davon :-]

Johnni
26.09.2010, 02:54
hmmm

ich bin am überlegen mir nen 1,9l jtd gt zu kaufen .. aba der thread hat mich schon etwas stutzig gemacht ;)

ich hatte bis jetz nen hyundai tiburon .. bj 2000, mittlerweile 240k km ... da spinnt keine elektronik, da passt das fahrwerk (obwohl ich sogar viel auf feldwegen usw unterwegs bin), der klimakompressor wurde viel zu lang nicht gefüllt, das war dem aber auch egal und es war auser verschleißteiln auch noch nix zu tauschen ...

wie sieht das jetz wirklich objektiv mit alfas aus ?? einer meiner partner, der früher mal alfa gefahrn ist und mittlerweile nur noch jaguar fährt (auser nen sharan vr6 und nen volvo v70r als lastträger für die firma) hat mir ähnliche geschichten erzählt wie der threadersteller ... aber er redet auch nicht sonderlich positiv von vw und co also hab ich dem nicht zuviel bedeutung geschenkt :D

bin gespannt wie sich dieses gespräch weiterentwickelt und ob ic 100%ig bekehrt werde :D

mfg

Knauselknom
27.09.2010, 09:07
da spinnt keine elektronik, da passt das fahrwerk (obwohl ich sogar viel auf feldwegen usw unterwegs bin), der klimakompressor wurde viel zu lang nicht gefüllt, das war dem aber auch egal und es war auser verschleißteiln auch noch nix zu tauschen ...

Feldwege wirst du weder wegen dem harten Fahrwerk noch wegen der Bodenfreiheit fahren wollen. Zudem verschleissen die Querlenker dadurch noch schneller als ohnehin schon.

Elektronikprobleme sollten gegen Ende der Baureihe bzw. mit spaeteren Modelljahren kein Thema sein. Ich persoenlich hab jedenfalls keine beim 156, der von der Elektronik her vergleichbar ist.

Der GT JTD ist eher ein Auto um auf Landstrassen und Autobahnen lange Strecken zurueckzulegen mit huebscher Dame auf dem Beifahrersitz und maessig Gepaeck, als kurze Strecken ueber holprige Waldwege mit erlegtem Reh auf der Ladeflaeche/Kofferraum.

Der 4-Zylinder JTD-Motor im GT ist relativ rauh aber hat ausreichend Leistung. Du wirst damit sicher nicht der schnellste auf der Autobahn sein (was dir in Wien vermutlich egal sein duerfte), dafuer geht der Verbrauch in Ordnung (6l/100 km). Ein 2.4er waere schoen gewesen, gibts aber nicht. (Hat jemand schon mal einen Umbau gewagt?)

Der Kofferraum ist fuer ein Coupe vollkommen in Ordnung und dank Ski-Durchreiche auch fuer Wintersport nutzbar.

Ob er fuer dich persoenlich was ist, kann wie immer nur eine Probefahrt klaeren. !thatsit!

Insulaner_156SW
14.09.2011, 19:25
Moin,
auch wenn der Thread schon älter ist, hier meine Erfahrungen in Form von Zahlen mi meiner Bella 156 JTDM 1,9 16v mit 140 PS EZ 09/2004 abgemeldet und verkauft 07/2011 mit 245.000km auf dem schönen Tacho :-D

Historie:
-gekauft von mir 07/2005 mit 10000km gelaufen für 16.500€ !thatsit!
-verkauft von mir 07/2011 mit 245.000km gelaufen für 1.450€:,(


-Einmal liegen geblieben wegen Zahnriemenriss bei 105.000km mit riesen Dusel !mgrins!
-Heizungsdrehregler links seit dem ca. 120.000km ausgefallen, aber dafür gibt es ja die Reserve rechts!thatsit!
Seit ca. 170.000km war Motorkontrollleuchte auf Daueran, aber alles kein Problem fuhr trotzdem traumhaft (Werke konnte nichts konkretes finden ausser dem üblichen "Rätselraten" von AGR, LMM, lag wohl am nachträglichen DPF Filter, und da er problemlos fuhr, habe ich NICHTS machen lassen.
-Einmal die Werke auf den letzten Tropfen Öl erreicht wegen kaputtem Ölkühler und/oder Schlauchplatzer bei ca. 210.000
-Anlasser machte bei ca. 230.000 Mucken, um sicher zusein diesen repariert bzw. getauscht.
=>Und das war es an Reparaturen, wo ich sagen würde, da ging was kaputt was nicht bzw. noch nicht kaputt gehen sollte. Alles andere verbuche ich unter Verschleiss, die Aufstellung en Detail kommt unten.
-Bei 160.000km Aufahrunfall eines Smart, mein schööner Wagen :,(
(Hab es selbst repariert naja nicht schön aber günstig, hab das Geld in eine seeehr grosse Inspektion nebst DPF investiert)
-Bei ca. 180.000 mittelschwerer Parkrempler vorn durch einen Fahrer mit Hut:,(

-bei ca. 230.000km Klimakühler kaputt durch Steinschlag,dadurch angeblich auch Klimakompressor in Mitleidenschaft gezogen, Reparatur wäre unbezahlbar.
-Da wieder TuV/AU fällig war, mit diversen Verschleissteilen (z.b Bremsen komplett, Neblern, immer diese Steine :,( und Reifen )
Aufgrund der Wertminderungen (

Inspektionen:
1. Inspektion 300 €
2. Inspektion 360 €
3. Inspektion 370 €
4. Inspektion 100 €
5. Inspektion 275 €
6. Inspektion 200 €
7. Inspektion 385 €
8. Inspektion 250 €
9. Inspektion 250 €
eigenes Motoröl 250 €
-----------------------
2.440€
Verschleiss:
Sommerreifen II+Felge 700 €
Sommerreifen III 390 €

Winterreifen I 500 €
Winterreifen II 400 €
Bremsen:
Vorn Komplett I 335 €
Belege 160 €
Vorn Komplett II 250 €
Belege 150 €
Vorn Komplett III 360 €
Hinten komplett I 430 €
Hinten komplett II 350 €
Zahnriemen komplett I 540 €
Zahnriemen komplett II 500 €
DPF Einbau 570 €
-----------------------------
5.635€
Reparaturen/Instandhaltung:
Ölkühler/Kühler 1.050 €
Nebelscheinwerfer 2mal 110 €
EGR Ventil AuE 50 €
Kreuzgelenk 250 €
Zahnriemenriss 600 €
Querlenker I 410 €
Querlenker II 250 €
Luftschlauch Oben 95 €
Windschutzscheibe 150 €
Windschutzscheibe 150 €
Batterie 190 €
Klima 60 €
Spiegel 35 €
Gasfedern 35 €
Heckwischer 120 €
Luftschlauch unten 135 €
Reifen wuchten 25 €
Anlasser+Kühlung 560 €
-----------------------------
3.225 €

Gesamtkosten Inspektion/Verschleiss/Reparaturen:11.300 €

alle genannten Reparaturen/Inspektionen wurden immer in einer offiziellen Alfa Werke gemacht!

Und jetzt kommts:
Inklusive Sprit, Steuern und Versicherung für die 7 Jahre und summiert sich der ganze Spass auf ca. 56.780€ !augenmach!

Und das hat nichts mit Alfa zu tun !!!
Gruss
L. der sich gleich wieder in seinen zwar etwas lahmen aber wunderschönen 159 2,0JTDM SW TI setzen wird (der hat in 2,5 Monaten auch schon wieder 9.200km runter !cool!

73hzj
14.09.2011, 21:28
Moin,
auch ich fahre den 156 1,9 16V SW, Bj. 2004. Habe ihn gebraucht gekauft, besitze den Wagen jetzt knapp 2 Jahre und habe ca. 100.000 km zurückgelegt. Optisch schön, Motor gut, Lenkung prima, das war es dann aber auch schon! So viele und immer wieder die gleichen Teile habe ich noch nie in ein Fahrzeug eingebaut.??? Angefangen von oberen Querlenkern ( 3 Satz!) trotz PU Buchsen, untere Querlenker ( 2 Satz), Turboschläuche oben und unten, AGR, LMM, usw. Von den Verschleißteilen rede ich hier nicht. Habe den Eindruck der Alfa ist was fürs Wochenende, aber nicht für Vielfahrer. Er ist mein ca. 20tes Fahrzeug, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt. Da ist ja permanent etwas defekt. Will jetzt nichts von Wartungsstau hören. Der Wagen bekommt top Pflege von mir. Tausche jetzt noch mal die Querlenker um über den TÜV zu kommen und dann Tschüß. Einen Alfa brauche ich nicht noch einmal.
Schönen Abend noch
Gruß Lutz

immo-jani
14.09.2011, 23:00
Ich denke mal gerade bei den typischen Verschleissteilen scheint
es eine große Rolle zu spielen ob es sich um Originalteile (Alfa)
handelt oder Teile in sogenannter "Erstausrüsterqualität" handelt.
Hier gibt es offentsichtlich doch größere Qualitätsunterschiede. Habe dies gerade wieder festgestellt bei den oberen Querlenkern, die vom durchaus renommierten Hersteller M..G stammen, aber dennoch nur ziemlich
genau ein Jahr hielten. Kann dies aber natürlich nicht "Alfa" anlasten,
sondern den Herstellern von sogenannten "Originalteilen"- bzw.
Ersatzteilen in "Erstausrüsterqualität", die diese Versprechen nicht halten können...

flouchtl
15.09.2011, 00:19
äh es ist bestimmt nicht alles von alfa nur weil ein alfa loge drauf ist. wenn man es selber mal gesehen hat wie teile hergestellt werden und zum schluss die teile aufgeteilt werden und das 1. band bekommt einen mercedes stempel, das 2. band vw/audi, das 3. bmw und das 4. eigenmarke und 5. noname marke, da werden nicht mehr viele auf überteuerte originalteile pochen :) die spezifikationen der teile gibt halt der autozusammenschrauber vor und damit die "qualität".

es wird auch innerhalb der baureihen die zulieferer gewechselt, bzw versucht die teile irgendwie noch billiger zu machen.

Fireblader
15.09.2011, 07:57
Also ich fahre seit kurzer Zeit auch einen 156 Diesel. Es ist zwar ein 2.4er aber das bei diesen Fahrzeugen bei 200.000 bei ordentlicher Wartung schluss ist kann ich eigentlich nicht bestätigen. Ich habe meinen auch mit knapp 217.000 gekauft (bin auch Student) und habe den Wagen ausgiebig beim Kauf angeguckt und Scheckheft etc alles kontrolliert. Abends bei mir dann auf die Bühne genommen. Sachen wie Ölwechsel etc habe ich sofort gemacht, einfach aus Sicherheit. Jetzt kommen noch Sachen wie Achsmanschetten, diverse Gummis und die Handbremse dazu. Aber das sind alles Teile, die auch bei anderen Fahrzeugen auftreten. Insgesamt bin ich nun knapp 4.000 km gefahren und habe bis jetzt noch nichts gehabt! Bis auf die Sitzheizung funktioniert alles einwandfrei ;-) sicherlich muss ich die nächste Zeit Verschleißteile tauschen und werde mir gegen Ende des Jahres auch den Zahnriemen vornehmen, aber dann muss ich halt mal gute 140Euro dafür investieren und bin auf der sicheren Seite, besser als wenn der reißt.

Wie Insulaner_156SW bereits versucht hat zu erwähnen, ein Auto kostet viel Wartung. Wenn man es nicht selber machen kann auch noch extrem viel Geld in einer Werkstatt. Wenn das NIE gemacht wird, geht jedes Auto früher oder später kaputt, was nicht auf Alfa schließen muss. Das ein Alfa qualitativ und da brauch ich nur den Wagen von meiner Mutter mit meinem Alfa vergleichen, nicht auf deutschen Niveau ist, ist eine völlig andere Angelegenheit.

Insulaner_156SW
15.09.2011, 11:36
@Immo

ich denke, dass man da leider keine "Regel" draus ableiten kann im Sinne von "Originalteile" immer besser als "Erstausrüsterqualität".
Es gibt jede Menge Ersatzteile, wo das das Ersatzteil genauso gut oder besser ist als das Originalteil (siehe z.B. die Bremsen threads, dann denke ich an die Gasfedern und und und). Vor allem wenn man dann noch das Preisleistungsverhältnis berücksichtigt schieben sich die Ersatzteile meist nach Vorne.
Leider gibt es ja aber auch den umgekehrten Fall.
Und wie schon einer hier schrieb: Sowohl die Originalteilhersteller als auch die Ersatzteilhersteller ändern die Produktanforderungen/Qualitäten OHNE den Kunden zu informieren.
Klassisches Beispiel für Nepp seitens des Herstellers sind z.B. Bremsen oder noch profaner Scheibenwischer oder Ölmarken seitens des Herstellers, a la "Original BMW Öl"...

Was nun aber z.B. konkret besagte Querlenker oben betrifft: ich habe diese bei ca. 90.000 und 190.000 km wechseln müssen und zu quietschen haben die schon jeweils locker 20.000km vorher angefangen! Und es kamen jedesmal Originalteile rein, also lange haben die "Premiumteile nicht gehalten. Zum Vergleich waren "seltsamerweise" meine Stossdämpfer nach 245.000 noch akzeptabel, bei 220.000 getestet und über 80%

Im Gegensatz dazu bekommt mein Vater bei seinem A6 4,2V alle 35-40.000 die Super-Duper-Premium Stossdämpfer komplett ausgetauscht weil die völlig im Ar...sind, da kostet der Satz (ohne Einbau) jedesmal ca. 900 Euro, autsch)
Und generell konnten wir feststellen, dass der A6, der laut Liste das 3fache !!! gekostet hätte völlig überraschend nicht 3mal so gut ist. Im Gegenteil, auch Verschleissteile/Reparturen etc. kosten bisher (bis 120.000) fast das dreifache was meiner bis dahin gekostet hat.
Was ich allerdings glaube ist, dass auf wirklich lange Betrachtung die Deutschen Hersteller "besser" sind, soll heissen, der A6 wird auch irgendwann in 15 Jahren noch irgendwo mit 400.000km auf dem Buckel seine Kreise ziehen und der Alfa ist dann doch schon leider lange im Autohimmel. Meine Bella war doch ziemlich aufgeschlissen nach den 245.000km (also technisch). und das liegt nicht (nur) daran dass die deutschen Autos besser gewartet instand gehalten werden. Denn dafür muss das Auto eine entsprechende Substanz haben bzw. behalten. Und so wie da doch ettliche Teile seit einiger Zeit anfingen zu rosten (Unterboden,Träger und so) wage ich eine Nutzung über 10-20 Jahre eines Alfas als echtes Alltagsauto (nicht nur Schönwetter und Sonntags) zu bezweifeln. Ich war da meiner Meinung nach schon eine echte Ausnahme, denke es gibt nicht viele die ihrer Bella in ~6 Jahren 235.000km raufballern.
Gruss
L.

73hzj
15.09.2011, 21:59
Tachchen,
meinen Alfa habe ich mit 181.000 km aus erster hand gekauft. bei der Probefahrt habe ich den schlechten Zustand der oberen Querlenker entdeckt, den Wagen trotzdem gekauft. Habe mich hier vorher im Forum schlau gemacht und wuste in etwa worauf ich mich einlasse. Der erste Satz hat sage und schreibe kurz über 3 Monate gehalten, fahre ca. 1.000 km die Woche. Den 4ten Satz, plus untere Querlenker baue ich morgen ein. Mittlerweile bin ich 90.000 km gefahren. Alle Sätze waren von verschiedenen Herstellern und ich habe keinen großen Qualitätsunterschied feststellen können. Habe andere Fahrzeuge verschiedenster Hersteller, mit ähnlicher km Leistung, genauso bewegt wie den Alfa, aber solch einen hohen Verschleiß habe ich noch nie gehabt. Zähle mal ein paar Sachen auf, die ich beim Alfa wenigstens ein mal, oft aber auch mehrfach getauscht habe, aber bei den ca. 20 anderen Fahrzeugen nie.
- 4 Satz obere Querlenker
- 2 Satz untere Querlenker
- Turboschläuche
- Koppelstangen
- 2 Satz Gummis des vorderen Stabilisators
- Antriebswelle rechts und links ( immer nach langer, 700 km Autobahnfahrt)
- Achsmanschetten re und li
- AGR
Alles andere wie Bremsen, Reifen. Zahnriemen, Wapu, Öl und Filter, Stoßdämpfer, usw. muß ja bei jedem Wagen so dann und wann getauscht werden. Ich finde den Wagen immer noch schön, den Motor gut und die Lenkung präziese. Dann hört es aber auch schon auf. Habe z.B. ca. 8 Jahre lang verschiedene Geländewagen gehabt, bei gleicher Km Leistung und fast täglichem Anhängerbetrieb, immer so um die 3,5 to. All diese Sachen habe ich dort nie wechseln müssen.???
Gruß L.