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Vollständige Version anzeigen : Überprüfung Zylinderkopf 105 2.0Liter


Steffen
15.09.2002, 17:32
Ciao alfisti,

so langsam beginnt der Herbst, und da überlegt man sich, was im Winter zu tun ist. Meine Ventilführungen sind schon ganz schön verschlissen. Das heißt es rasselt schon ganz schön im Z.Kopf. Ein Fahren mit normalem Ventilspiel war akustisch nicht zu vertreten. Mit ca. 0,35 auf der Einlassseite und 0,45 auf der Auslassseite ging es dann. Ein neuer Kopf mit ca. 800,- Euro ist momentan noch nicht drin. Ich habe aber einen gebrauchten Motor (Laufleistung unbekannt) in der Garage stehen, der offensichtlich wegen eines Risses im Block ausgebaut wurde. Der Kopf sieht aber äußerlich, von allen Seiten, auch unten, völlig o.k. aus. Darum überlege ich diesen Kopf einmal auf gut Glück zu probieren. Kosten würde dies ja nur eine neue Z.K-Dichtung, 8 Einstellplättchen und andere Dichtungen. Dazu nun meine Fragen:

1.) Kann man an einem ausgebauten Kopf überprüfen in wie weit der Verschleiß (was ist da alles zu prüfen) vorangeschritten ist? Die Ventilbecher wackeln keinen Millimeter, aber das haben sie auch in meinem verbauten Kopf nicht gemacht. Wie prüfe ich den Verschleiß der Ventilführungen? Müssen dazu die Ventilfedern raus? Wie prüfe ich die Sitzringe und was sonst noch?

Ich liebäugle ja auch immer noch damit den Versuch einer Teilselbstüberholung meines Z.Kopfes. Ventilführungen ausschlagen mit entsprechendem Dorn und das einschlagen neuer traue ich mir schon zu. Eine Tiefkühltruhe und ein größerer Offen sind auch in der Nähe. Nur, die Ventilsitzringe machen mir Kopfschmerzen.

2.) Müssen diese unbedingt getauscht werden? Wie zeigt sich, dass diese hinüber sind? Momentan sind Einstellplättchen Plättchen von 1,85mm bis 2,0 mm verbaut. Bringt erneutes Einschleifen mit entspr. Schleifpaste etwas?

Ich weiß, wenn man den Kopf schon draußen hat, soll man alles gleich richtig machen. Aber wenn man nur ca. 6000 km pro Jahr fährt und mehr Zeit als Geld hat, wären meine Fragen doch eine Überlegung wert, oder?

Also ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir mit eurem reichen Erfahrungsschatz weiterhelfen könntet.

Viele Grüße
Steffen

Peter_K
16.09.2002, 13:22
Hallo Steffen.
Also zuerst einmal, Spiel in den Ventilführungen kann man nur "ertasten" wenn die Ventilfedern ausgebaut sind. Also diese ersteinmal ausbauen. Dann kann man das Ventil am Ventilteller mit zwei Fingern packen und hin und herwackeln. Dabei wird man ein mehr oder weniger großes Spiel spüren. Wie groß es denn nun sein darf kann man beim besten Willen nicht verbal bzw. schriftlich erklären. Aber man kann den Innendurchmesser der Ventilführungen mit einem entsprechenden Innentaster ausmessen (lassen), ebenso kann man die Ventile vermessen (lassen). Führ beides gibt es Verschleißgrenzen die man in den Rep.-Handbüchern nachlesen kann. Diese Messungen sollte ein Motoreninstandsetzer für sehr wenig Geld für dich machen können.
Wenn die Ventile einmal ausgebaut waren müssen sie auf jeden Fall wieder eingeschliffen werden, sonst sind sie nicht mehr Dicht!
Falls du neue Ventilführungen einbaust, was man durchaus selber machen kann, so müssen diese anschließend noch mit der entsprechenden Reibahle auf das richtige Mass aufgerieben werden. Falls du diese Reibahle und das nötige Fingerspitzengefühl nicht hast, kann das auch die Motorenwerkstatt übernehmen. Auch die Ventilsitze müssen nun neu gefräst werden, damit die Sitze wieder rotationssymmetrisch zu den Führungen sind. Dabei wird ja zwangsläufig Material abgenommen; es muß an den Sitzringen also noch genügend vorhanden sein. Die Ventile dürfen sich also noch nicht zu weit eingeschlagen haben.
Da du wahrscheinlich nicht über einen Ventilsitzfräser verfügst, ist das auch eine Arbeit für den Fachbetrieb. Dort kann man die auch sagen ob an den Sitzringen noch genügend "Fleisch" vorhanden ist. Du mußt einfach nur mit dem Kopf unterm Arm (dem Zylinderkopf!!!) hingehen. Natürlich müssen die Ventile da schon ausgebaut sein. Bei den relativ dünnen eingebauten Ventileinstellplättchen könnte ich mir allerdings gut vorstellen daß der Meister sagt: "Da müssen neue Sitzringe rein". Wenn die Ventilsitze neu gefräst sind und neue Ventile verwendet werden, kann man sich dann aber das Einschleifen der Ventile sparen.

Viele Grüße,
Peter

VolkerS
16.09.2002, 14:20
Hallo Steffen,

falls Du dich entschliesst, die Ventile selbst auszubauen, Du das noch nicht gemacht hast und nicht über das entsprechende Werkzeug verfügst, pass gut auf! Die Teile stehen mächtig unter Druck und eine abgehende Ventilfeder kann schnell mal ins Auge gehen. Kennzeichne die Ventile und vor Allem die Ventilfederpärchen. So kannst Du wenigstens den Zustand zurückbauen, den der Kopf vorher hatte. (falls Du dich entschliesst gar nichts zu überholen)
Ansonsten stimme ich Peter in allen Punkten zu.

Alex
16.09.2002, 14:37
Hallo Peter,
Original geschrieben von Peter_K
Wenn die Ventile einmal ausgebaut waren müssen sie auf jeden Fall wieder eingeschliffen werden, sonst sind sie nicht mehr Dicht!
Warum denn das???

Man baust die doch nur aus, guckt sie an und baut sie (in der richtigen Reihenfolge) wieder ein.

Vielleicht liege ich ja auch völlig falsch, aber die Ventile können sich doch drehen , da ist die Einbaulaage doch egal???

Verwirrter Gruß Alex

Peter_K
16.09.2002, 14:57
Hallo Alex.
Ja, theoretisch könnten die Ventile sich drehen. Praktisch tun sie das mangels Anlass dazu allerdings nicht. So bilden Ventil und Ventilsitz quasi Positiv und Negativ. Wenn man die Sache nun nicht wieder genau so hingedreht bekommt (was praktisch nicht möglich ist), dann passt es halt nicht mehr ganz genau zusammen und ist dann nicht mehr dicht. Dazu kommen dann ja auch Ablagerungen von Ölkohle an den Ventilen und Sitzen, die das Abdichten zusätzlich erschweren.

Viele Grüße,
Peter

Alex
16.09.2002, 15:22
Achso, wieder was gelernt:)

Danke:-] Gruß Alex

Rainer
16.09.2002, 16:51
:-] Peter ich lach mich weg...folglich ein Fall für den Fachbetrieb...kürzer wäre gewesen...Wenn Du nicht über das Wissen, das Werkzeug und die Erfahrung verfügst laß es besser gleich beim Motorenmann machen...

@ Steffen...du siehst also...das ist nix für mal eben selber machen. Peter hat das super dargestellt!


Ciao


Rainer

Steffen
16.09.2002, 18:39
Hallo

und Danke für Eure Mühe und Hilfe! Ich sehe schon, selbst zum Überprüfen des alten Kopfes beginnt man schon eine kleine Überholung.
Also kann ich nur den anderen auf gut Glück ausprobiern oder so rasselnd weiterfahren.
Ist eigentlich schon jemand über den Punkt rasselnder ausgeschlagener Ventilführungen hinaus gekommen? D.h. wie lange dauert es bis dann was passiert?

Im kalten Zustand geht es mit dem Rasseln, wird mehr wenn er warm ist.
Öl verbrennt er typisch nach Schiebebetrieb und anschließendem Gasgaben. Im Kleinstadt-Überlandverkehr brauch er ca. 1 Liter Öl auf 1000km auf der Autobahndauerfahrt mit 4000 U/min können es auch schon mal 1 Liter auf 300km sein.

Viele Grüße
Steffen

Rainer
17.09.2002, 09:37
Hi Steffen,

wenn er bei Dauerfahrt soviel Öl frißt, dann ist dafür sicherlich nicht (nur) der Kopf verantwortlich. Hier werden deine Kolbenringe eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Hier scheint mehr eine Komplettrevision anzustehen.

Achja eins noch.....die Ventile drehen sich natürlich schon. Und für das abdichten ist der "Rand" der Ventile zuständig. Und hier sammelt sich keine Ölkohle. Wenn sie sich nur rauf und runter bewegen würden, hätten sie ein ganz anderes Laufbild.


Ciao



Rainer

frank 105
17.09.2002, 12:45
Original geschrieben von Steffen
...Im Kleinstadt-Überlandverkehr brauch er ca. 1 Liter Öl auf 1000km auf der Autobahndauerfahrt mit 4000 U/min können es auch schon mal 1 Liter auf 300km sein...

hi steffen,
das hört sich dann aber doch eher nach verschlissenen kolbenringen/laufbüchsen an. vieleicht rasselt ja der kolben.

viele grüße

frank 105
17.09.2002, 12:47
oh, rainer hat ja auch schon...
hab gar nicht zuendegelesen !baby!

Peter_K
17.09.2002, 14:08
Hi Rainer.
Ich war mir bisher eigentlich ziemlich sicher daß sich die Ventile im laufenden Betrieb nich drehen, lasse mich aber natürlich gerne eines Besseren belehren. Nur, was ich dann noch nicht verstehe, wodurch wird die Drehbewegung ausgelöst? Die Dinger beschliessen doch nicht einfach von selbst sich mal eben, unter Überwindung der Reibungskräfte (stehen ja immer unter Druck der Ventilfedern), ein Stück weit zu drehen. Oder etwa doch?

Viele Grüße,
Peter

Rainer
17.09.2002, 14:28
Hi Peter,

sie drehen sich natürlich nicht wie wild im Kreis. Es ist aber immer ein Rotationsbewegung drin (vergleiche rechtsdrehender Joghurt ;-) ) Auch der Tassenstößel dreht sich, was Du an den Laufspuren der Nocke siehst. Was nun letzlich die Drehbewegung auslöst, kann ich auch nicht genau sagen. Es ist eine Kombination aus Resonanzverhalten, Strömungseinfluß und Schwingungen. Schau Dir mal den Ventilschaft eines alten Ventils an. Da siehst Du, daß die Laufspuren nicht nur rauf/runter , sondern auch drehend sind.


Ciao



Rainer

Peter_K
17.09.2002, 14:38
Hi Rainer,
Ich glaub ich hab die Lösung: Die haben anstatt Natrium rechtsdrehenden Joghurt in die Auslaßventile gefüllt. Das nenn ich echte Biopower.

drehende Grüße aus Nürnberg,
Peter

dirk_d
17.09.2002, 14:41
Original geschrieben von Peter_K
Hi Rainer,
Ich glaub ich hab die Lösung: Die haben anstatt Natrium rechtsdrehenden Joghurt in die Auslaßventile gefüllt. Das nenn ich echte Biopower.

drehende Grüße aus Nürnberg,
Peter

Moin !

Von mir als Unbeteiligtem in Sachen Technik noch ein nicht ganz unwichtiger Hinweis :
die Ventile müssen unbegingt mit H-Joghurt gefüllt sein, denn H = haltbar !!

Schöne Grüße an die Techniker.

Steffen
17.09.2002, 14:55
Ciao alfisti,

Vielen Dank für eure wertvollen Tipps.
Komplettrevision? Dafür ist ja erst recht kein Geld da und schon gar kein Raum mit einem Flaschenzug :,(.

Aber: die 3 Liter auf 1000km sind wirklich ein Extremwert der nur zu stande kommt, wenn ich 3h mit 4000-5000U/min die Autobahn hoch und runter jage !schlau!. Klar, da stimmt was nicht. Sonst muss ich fast gar nicht nach dem Öl schauen und kippe so jede 2. Tankfüllung einen Liter hinein. Ich bin auch schon hinter meinem eigenen Spider (Spidertausch) hinterhergefahren und er hat nur nach heftigen Gasgeben nach abtouren kurz "gewolkt".

Ich habe auch schon mal den Test gemacht und die Kompression nach und vor Ölzugabe in den Brennraum gemessen. Ich konnte keine Änderung des Kompressionsdruck feststellen. Alle annähernd 13 bar, nur Zylinder 1 war so bei 12,8 bar. Wo hier das Thema im Forum, war wo alle an ihren Kolben gewackelt hatten, konnte ich auch kein Spiel feststellen. Jemand hat mir auch mal gesagt, dass wenn man wie bei mir noch die Kreuzspuren in den Laufbüchsen sieht alles noch ok sein müsste.

Ich tippe deshalb verstärkt auf den Zylinderkopf, da meiner Meinung das Rasseln der Ventile ganz deutlich zu hören ist.
Hilft euch vielleicht dieses Bild der Ventilführungen meines Kopfes um eine Aussage des Verschleisses zu treffen:
http://people.freenet.de/mroncz/ventil.jpg

Viele Grüße
Steffen

frank 105
17.09.2002, 15:42
ganz klarer fall von blauschimmelbefall.
!freu! !freu!
hast du das auch in scharf mit höherer auflösung?

Steffen
17.09.2002, 17:05
Hallo Frank,

alter Käseexperte! Was Du vermutest ist tatsächlich blau angelaufen und kommt nicht vom Foto her. Richtig groß und scharf habe ich die Bilder nicht. Sie stammen von meinem ZK-Dichtungswechsel vor einem Jahr (noch vor Reinigung):

Führung:
http://people.freenet.de/mroncz/fuehrung.jpg

Brennraum:
http://people.freenet.de/mroncz/brennraum.jpg

Kolben:
http://people.freenet.de/mroncz/kolben.jpg

Vielleicht lassen Die Bilder einige Schlüsse über den Verschleiß von Kolben, Ventilen und Führung zu.

Viele Grüße und Danke
Steffen

Michael
17.09.2002, 17:35
Hallo Steffen,

als ich Deine Frage gelesen habe, wollte ich Dich eigendlich
mit den ganzen Prüfmassen für den Zylinderkopf bombardieren.
Was ich aber noch nicht verstanden habe:
Bist Du in der Lage, die Demontage und Messungen durchzuführen? Wenn JA, sende ich Dir gerne Auszüge aus der
original Rep.-Anleitung per Mail.

Gruß

Michael

Oskar
17.09.2002, 20:02
Original geschrieben von Peter_K
Hi Rainer.
Ich war mir bisher eigentlich ziemlich sicher daß sich die Ventile im laufenden Betrieb nich drehen, lasse mich aber natürlich gerne eines Besseren belehren. Nur, was ich dann noch nicht verstehe, wodurch wird die Drehbewegung ausgelöst? Die Dinger beschliessen doch nicht einfach von selbst sich mal eben, unter Überwindung der Reibungskräfte (stehen ja immer unter Druck der Ventilfedern), ein Stück weit zu drehen. Oder etwa doch?

Viele Grüße,
Peter

Ich kann nur von kipphebelgesteuerten Ventilen sagen, dass man die leicht außermittig ansteuert, damit die sich drehen(deshalb stellt man diese Hebelchen auf ihrer Welle auch mit so kleinen Scheiben ein). Wie das bei den Tassenstößeln gemacht wird, da habe ich mir noch nie Gedanken gemacht, da gibts ja in dieser Hinsicht nichts einzustellen.

Oskar

Conrero
17.09.2002, 22:41
Rainers Joghurt mag sich durch "eine Kombination aus Resonanzverhalten, Strömungseinfluß und Schwingungen
drehen", die Alfaventile tun es aber nicht. Die Tassen allerdings schon (geringfügig).

Steffen
18.09.2002, 15:21
Hallo alfisti

@Michael: Bisher habe ich nur Fühllehren, Micrometerschraube, Messuhr und Schiebelehre. Aber mehr Informationen sind nie schlecht. Also kannst Du mir gerne die Daten per mail schicken. Vielleicht kann ich ja noch einen Innen(tast)messer besorgen.

@Frank: Hey was ist nun mit meinem Blauschimmel, habe neue Bilder eingefügt, wäre nett, wenn Ihr noch einmal beurteilen könntet.

Viele Grüße
Steffen

frank 105
18.09.2002, 17:16
sorry steffen, aber wie soll man anhand von bildern eine aussage treffen? mit etwas fantasie kann man vieleicht gerade noch etwas öl an den ventilschäften vermuten, was auf verschlissene schaftdichtungen ODER führungen schließen lassen würde. mehr ist aber wirklich nicht drin.

bau die ventile aus und schau ob es an den schäften bereits einen leichten absatz gibt. wenn nicht, bau sie wieder ein und schleife den sitz mit läppaste nach. bau neue schaftdichtungen ein und gut.

viele grüße

Michael
19.09.2002, 07:19
Hallo Steffen,

schließe mich Frank an. Bau neue Ventilführungen ein, prüfe
die Ventile und schleif sie ein.

Ventilschaftdurchmesser:
Einlass: 8,972-8,987 mm
Auslass: 8,935-8,960 mm

Neue Ventilführung innen auf 9,000-9,015 aufreiben.

Radialspiel zw.Ventilschaft und Ventilführung innen:
Einlass: 0,013-0,043mm
Auslass: 0,040-0,080mm

Die Kosten für den Einbau der Führungen sind relativ gering.
Beim letzten mal habe ich(ohne Teile) DM 76 für Einbau und Aufreiben bezahlt.
Geh also zum Motorenbauer deines Vertrauens und lass das
machen.

Gruß M.S.

N.B.: Rep.-Anleitung kommt sobald mein Scanner den Dienst wieder aufgenommen hat.

Steffen
19.09.2002, 13:28
Hallo an alle,

Vielen Dank Michael für Deine Infos, in meiner Nähe gibt es nur leider keine Motorenfachbetriebe. Und wenn, dann haben sie bestimmt doch nicht die richtigen Dorne zum ein- und ausschlagen der Führungen, oder?

Auf die Gefahr, dass ich mit diesem Thema das Forum überstrapaziere (hier schon einmal eine Entschuldigung im Voraus), habe ich gestern folgende Entdeckungen bei meinem Ersatzmotor gemacht. Vielleicht kann einer von euch kurz sagen welche Erscheinungen gut sind und welche auf Verschleiß hindeuten:

Meine Laufbüchsen: Kreuzschliff eindeutig zu sehen, keine senkrechten Schleifspuren!
Mein Zylinderkopf: Einlassventile zeigen diese Blauverfärbung wie oben im Bild.

Ersatzmotor: Laubüchsen sehen inne wie ein Spiegel aus, keinerlei Kreuszschliff(Hohnspuren o.s) mehr zu sehen.
Ersatzzylinderkopf: keinerlei Verfärbungen an den Einlassventilen, Führungen sind aber eher hell wie Alu und nicht so golden wie Messing oder Kupfer.

Welche Sympthome sprechen jetzt also für noch geringen Verschleiß???

Viele Grüße
Steffen

frank 105
19.09.2002, 16:09
Welche Sympthome sprechen jetzt also für noch geringen Verschleiß
diese:
Meine Laufbüchsen: Kreuzschliff eindeutig zu sehen, keine senkrechten Schleifspuren!
für den kopf gilt:
du wirst ihn wohl auseinanderbauen müssen.
wie gesagt: fotos helfen hier nicht.
das es keinen motorenfachbetrieb in deiner nähe gibt, möchte ich nicht glauben. frag mal in einer kfz werkstatt, die müßten wissen wo es sowas gibt.

viele grüße

Ernst
23.09.2002, 17:38
Hallo,

die Nocken sind leicht exzentrisch zur Tasse angeordnet, daher das Drehen der Tasse. Aber selbst bei symmetrischen Ventiltrieben mit Rollenschlepphebeln dreht sich das Ventil infolge der Anregung durch die Feder, deren Enden sich natuerlich beim Komprimieren verdrehen. Statisch wuerde das Ventil immer hin- und hergedreht, aber in echt dreht es sich wegen Traegheit immer ein Stueck weiter. Apropos Tassen: wen es interessert, die vom ersten Audi S8 haben exakt die gleichen Abmessungen wie unsere. Ich wage zu behaupten, dass die Qualitaet nicht schlechter sein wird (Hersteller ist INA). Ich bekomme demnaechst ein paar "Muster" davon.

frank 105
24.09.2002, 12:42
hallo ernst,

das mit den tassen würde mich interessieren.
halt uns doch gelegentlich mal auf dem laufenden !user!

vielen dank auch für den hinweis

chief
24.09.2002, 14:26
Hallo Ernst,

hat Audi nicht in allen Modellen Hydrostößel? Oder hatte der S8 starre Stößeltassen? Oder steh ich grad aufm Schlauch und hab an irgendwas nicht gedacht?

Gruß Thomas

kuni
25.09.2002, 01:12
Hallo Steffen,
mach doch mal Nägel mit Köpfe und investiere mal ein paar
Mark dann läuft das Gerät auch wieder mit Benzin und nicht
mit Öl / Benzin Gemisch !!!
Denk dran ,, DIE GRÜNEN SIND IM VORMARSCH !!!
Gruß Kuni

Rainer
25.09.2002, 09:19
und natürlich bietet Dir Kuni einen Sonderpreis....so ein Zufall aber auch... ];)

Ernst
26.09.2002, 10:13
hallo, chief und frank,

der erste s8 motor mit vierventilkoepfen und 340 ps hatte mechanische stoessel, die fuenfventiler haben rollenschlepphebel. die audi teil nr. der tasse ist 077 109 309 J. INA nr. ist F-46653.2. ich habe gestern die stoessel bekommen, sie sehen so aus, als wuerden sie funktionieren ;). immerhin sind sie ca. 4g (10%) leichter als die alfa stoessel. den preis kenne ich im moment nicht, kriege ich aber noch raus. wer will, kann eine Zeichnung von mir haben.

frank 105
26.09.2002, 12:46
hallo ernst,

prima, vielen dank! eine zeichnung brauch ich nicht, ich weiß wie ne tasse aussieht ;) wenn sie passt, reicht das. der preis würde aber schon interessieren. wegen 4g lohnt sich m.e. kein tausch, zumal der alfa motor ja nicht wirklich hoch dreht. aber "besser" und "billiger" wäre ein zauberwort.

viele grüße

Ernst
08.10.2002, 17:52
hallo, frank und alle,

also auf so einer zeichnung stehen auch noch eine menge sachen drauf ueber werkstoff, toleranzen, waermebehandlung, oberflaechen etc. koennte ja sein, dass es einen interessiert. ist klar, dass das "bild" eines stoessels allein nicht so aufregend ist...

zum thema "besser und billiger": ich habe beim alfa bisher nur stoessel gesehen, die es mehr oder weniger hinter sich hatten, obwohl sie teilweise geringe laufleistung hatten (gilt allerdings auch fuer die entspr. nockenwellen). hingegen waren welle und stoessel bei einem 180tkm gelaufenen vw motor mit ina tassen so gut wie neuwertig. das hat mir halt zu denken gegeben. zum freundlichen audi hoeker braucht jetzt aber keiner zu gehen, es sei denn er moechte 23 eur + mwst bezahlen. die stueckzahl ist leider sehr gering. hydrostoessel kostet z.b. nur 16 eur, obwohl weitaus aufwendiger bei der herstellung.

falls es hier ernsthafte interessenten gibt, kann ich evtl. eine sammelbestellung ueber die firma direkt bei ina machen. nach dem preis kann ich aber erst fragen, wenn ich die stueckzahl kenne. ach ja - die audi stoessel haben eine um 0.010 kleinere toleranzlage im durchmesser als die originalteile, das sollte aber kein problem sein, zumal die toleranzen eigentlich nie ausgenutzt werden. zur sicherheit kann man ja auch noch mal nachmessen. ich werde meine spasseshalber mal beschichten lassen, dann kommt das hundertstel sowieso wieder drauf.

!achtung! also wie gesagt: bei interesse mal melden.

frank 105
09.10.2002, 12:32
hi ernst,

du hast natürlich recht. ich bin halt davon ausgegangen, daß toleranzen und werkstoff, insbesondere härte mindestens dem italienischen original entsprechen. da hat es ja gerade bei den tassen in der vergangenheit böse fehlschüsse gegeben. ich hab mal welche gesehen, die sind keine 30sec. gelaufen, dann hatte die nockenwelle ein loch reingehämmert T:-
die tassen aus meinem tauschkopf hab ich stellenweise auch schon durch die unkaputtbarem aus dem ursprünglichen kopf ersetzt. wobei ich bei den toleranzen bis jetzt noch keine irrläufer feststellen konnte.

viele grüße

Udo_B
14.10.2002, 11:19
Hi Leute
Mit den Tassenstößeln bringt ihr mich ja ins Nachdenken.

In meinem VW Tuningbuch (Uralt Golf1) steht drin, das man in dem VW die Tassenstößel aus dem Nord ALfa verwenden kann, da diese leichter sind.

Im Umkehrschluß könnte man dann ja folgern, das man im Alfa die Stößel aus dem VW verwenden kann. Diese sind zwar schwerer, aber dafür unkapputbar.

Zudem liegen die Einstellplättchen oben, bei VW lässt sich dann mittels Spezialhebel das Ventilspiel ohne Ausbau der Nockenwelle einstellen (evtl. ginge das dann beim ALfa ja auch?)

Zudem könnte ich meine VW Einstellplättchen weiterverwenden.

Außerdem liegt bestimmt noch der eine oder andere VW Kopf zum Schlachten im Keller.

Diese Überlegung macht mich ja wirklich nachdenklich, was meint ihr dazu ??


Viele Grüße aus UE von Udo

frank 105
14.10.2002, 12:57
wohw, ich staune nicht schlecht.
obenliegende chims, der traum jedes alfa schraubers.
nix für rennsport, aber dafür endlich alle 14tage ventilspiel einstellen.
würd mich schon interessieren, ob das stimmt.

viele grüße

Ernst
14.10.2002, 14:53
hallo, udo und alle,

das stimmt schon, aber die dinger wiegen 50g plus min 8g fuer die plaettchen. hydrostoessel sind auch nur 10g schwerer. den s8 konstrukteuren waren sie jedenfalls nicht gut genug, sonst haetten die nicht die alfa stoessel kopiert - und das bei 32 ventilen zum einstellen. aber du kannst die schon nehmen, musst nur sehen, wie du mit der min dicke von 7 mit plaettchen klarkommst.

"meine" s8 stoessel will wohl keiner haben, oder?

Peter_K
14.10.2002, 15:51
doch, ich!

Viele Grüße,
Peter

frank 105
14.10.2002, 23:15
hi ernst,

ich sagte doch schon, daß die mich interessieren.
bloß im moment brauche ich keine.
irgendwelche preis infos deinerseits wären auch nicht schlecht ;)

ich melde mich bei bedarf.

viele grüße
frank

Udo_B
15.10.2002, 11:37
Hi Leute
@ Frank: Der Clou bei der Sache wäre ja, das man in jeder VW Werkstatt das Ventilspiel einstellen lassen könnte, das wäre dann so einfach das die nix verkehrt machen könnten.

@ Ernst:
Die Audi STößel interressieren mich schon, alles was das Auto leichter und standfester (und somit alltagstauglicher) macht ist interressant.

Aber es kommt halt immer auf den Preis an, 200 Euro für die Stößel (zzgl Shims) ist halt viel Geld, da muß ich lange überlegen ob mir das 300 Gramm wert sind. Da bringt eine GFK Haube für 250 Euro erheblich mehr.

Falls du so etwas hintenrum günstiger besorgen kannst wäre ich schon neugierig, und alle zwei Jahre die NW ausbauen zum Ventile einstellen wäre es mir auch wert.

Hast du die denn schon eingebaut ? Gibt es da evtl. schon Erfahrungsberichte ?

Viele Grüße aus einem der größten Sandkasten Deutschlands von Udo

frank 105
15.10.2002, 12:34
Original geschrieben von Udo_B
@ Frank: Der Clou bei der Sache wäre ja, das man in jeder VW Werkstatt das Ventilspiel einstellen lassen könnte, das wäre dann so einfach das die nix verkehrt machen könnten.

!sonicht! nene udo, soetwas macht IMMER der stift! der stift ist IMMER dümmer als meine katze! und bei vw erst recht. heutzutage werden keine ventile mehr eingestellt. im zweifelsfall komplettaustausch des motors ;)

viele grüße