Vollständige Version anzeigen : Veränderter Öldruck ???
Hallo, liebe Technik-Kenner !
Als ich meine Jule kaufte, wurden zunächst die Laufbuchsen gezogen und nach unten und oben (Also Kopfdichtung) neu abgedichtet, da der Motor eher Wasser, als Öl beherbergte ...
Danach war alles Bestens und ist es noch heute, honigfarbendes Öl auch nach 3.000 km Srecke. Aber: Kurz nach der Reparatur lief der Motor unter Last mit einem Öldruck bei ca. 55 auf dem Instrument. Nun hat er 70. Es ist natürlich nicht zuviel Öl 'drin und es ist auch kein Altöl nachgefüllt worden. ;-)
Aber ist das normal, oder sollte ich besser 'was tun, um evt. Schlimmes zu vermeiden ? ???
Vielen Dank vorab und beste Grüße aus Hamburg
Peter
frank 105
10.09.2002, 12:42
hi peter,
die 55 sind normal, die 70 nicht.
habt ihr beim kopfdichtungswechsel vieleicht ausversehen dreck in die ölkanäle bekommen?
ich nehme an deine jule stand etwa 7jahre rum? dann sind sicher abgebröckelte ölverkrustungen auf dem weg die restlichen kanäle auch noch zu verstopfen.
klar, da geht ein überdruckventil auf. aber erst ab einem bestimmten druck (wenn es nicht hängt).
so nicht weiterfahren!!!
viele grüße
Moin Frank !
Nein, das Auto wurde bis heute immer bewegt, der Vorbesitzer hatte es auch als Hobby, jedoch nach Enddeckung des hellgrauen ÖLs die Lust verloren. Habe vergessen, zu erwähnen, daß ich ein Additiv nemens "Matthe" fahre, welches mir von meiner (erfahrenen, so glaube ich) Werkstatt empfohlen wurde. Das Zeug soll wohl richtig gut sein und irgendwie glaube ich dem Meister das. Er fährt selbst eine Guilietta und in seiner Werkstatt finden sich so einige Rundhecks und andere Sahnestückchen, also vertrauen ihm auch andere. Weiter habe ich brav nach der Rep. nach 500 km erstmals den Filter gewechselt.
Gibt es andere Möglichkeiten ?
Danke und Gruß
Peter
Hallo Peter,
ich habe ganz ähnliche Symptome. Ich habe zwar keinen neuen Motor aber auch Öldruckvollausschlag, wenn der Wagen kalt ist. Wenn er dann wärmer wird, habe ich bei 3000 U/min ca. 4 anliegen und bei dann hören Drehzahlen geht der Öldruck trotz warmen Öls bis auf 7 - 8. Mir wurde damals hier im Forum erzält, dass der 105er Motor solch einen Öldruck gar nicht aufbauen könnte und ich wahrscheinlich den falschen Öldruckgeber drin hätte. Ich kann aber aufdem Geber keinerlei Buchstaben erkennen. Ich habe jetzt auch das zweite Anzeigeinstrument drin ohne Ändereung.
Hat von euch vielleicht jemand eine Tabelle mit Widerstands- oder Stromwerten zum entsprechenden Öldruck, damit ich das mal überprüfen kann ?
Sollte das Überdruckventil in der Ölpumpe verklemmt sein, weiß jemand von euch, ob man an dieses rankommt, wenn man den unteren Ölwannendeckel abnimmt?
Ist nicht vielleicht das blockieren dieses Ventils ein alter Gebrauchtwagenhändlertrick um alten 105er Motoren einen guten Öldruck zu bescheinigen?
@Frank: ich habe zwar auch die ZK_Dichtung nach Öl im Wasser gewechselt und bin mir sicher, dass mir nichts in die Ölkanäle gefallen ist; trotzdem:
Gibt es eine Möglichkiet dies festzustellen?
Wandert der Dreck dann und kommt eines Tages zum Ölfilter?
Kann man eventuell mit einem Draht die Kanäle prüfen? Aber ich denke, dass diese doch gar nicht 100% gerade im Block und Z_Kopf verlaufen?
Viele Grüße
Steffen
Hi Steffen,
der Motor kann den Druck schon aufbauen...wenn was nicht stimmt. Wenn Du die Ölwanne abmontierst, kommst Du zwar an die Pumpe dran, kannst sie aber nicht ausbauen. Dazu muß dann der Sockel auch ab. Wenn das Ventil hängt, dann geht der Öldruck schon deutlich hoch. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob man an das Ventil im eingebautem Zustand drankommt.
Ciao
Rainer
Original geschrieben von Rainer
Wenn Du die Ölwanne abmontierst, kommst Du zwar an die Pumpe dran, kannst sie aber nicht ausbauen. Dazu muß dann der Sockel auch ab.Ist zwar umständlich geht aber :-{
Wenn das Ventil hängt, dann geht der Öldruck schon deutlich hoch. Ist es nicht so, daß das Ventil erst bei ca.7 bar öffnet, also quasi nur in kaltem Zustand, ein warmer Motor liefert m.M. nicht den ausreichenden Druck das Ventil zu öffnen?! Deshalb ist der Druck im kalten Zustand immer konstant, egal ob bei 1000 oder 3000 (oder 6000 :o 8( !sonicht! !sonicht!)
Wenn das Ventil also nicht öffnet geht der Zeiger bei kaltem Motor auf Anschlag und das Öl kommt aus allen Ritzen und Löchern.
Auch Steffens 4 bar im Leerlauf bei warmem Motor hängen nur mit der Elektrik zusammen, wie schon von mehreren geschrieben kann man froh sein wenn die Pumpe im warmem Leerlauf überhaupt Öl fördert übertrieben aber doch was dran!!
Und auch wenn eine Nockenwellenschmierung zusitzen sollte würde man doch wohl auch nicht auf die angezeigten 70 kommen.
Wie sieht denn der Druck im Leerlauf aus???
Gruß Alex
Hi Alex,
das Ventil der Pumpe ist eigentlich kein Ventil, sondern ein Kolben. Dieser sitzt auf einer Feder und arbeitet im Prinzip wie ein Schieber. Also stufenlos und ständig. Somit auf jeden Fall drehzahlabhängig.
Ciao
Rainer
VolkerHuber
10.09.2002, 15:10
ich hatte mal definitiv ein festsitzendes Bypass-Ventil in der Ölpumpe.
Dann wars so: mit Anlasserdrehzahl 6bar Öldruck, wenn der Motor dann angesprungen ist, explodierte der Ölfilter...
soviel zum Öldruck weit über 4 bar, ich denke nicht, daß igendwas trocken bleibt, wenn der Druck so stark steigt.!brutzel!
Grüße!hello!
Hey, vielen Dank erstmal !
Nach der Geschicht mit dem geplatzten Ölfilter bei verschlossenem Ventil bin ich wieder etwas ruhiger. Habe mich zwischzeitlich auch noch an anderer Stelle umghört, mehrheitlich wurde der "Fehler" auf die Instrumente / Geber selbst geschoben. Mir wurde geraten, die Sache weiter mit Argusaugen zu verfolgen und, wenn es so bleibt, zu ignorieren. Mal schauen.
Grüße aus HH, Peter
Hallo Peter,
es ist durchaus möglich, daß es zwischen dem verwendeten Additiv und dem gestiegenen Öldruck einen Zusammenhang gibt. Trotzdem würde ich nicht gleich das schlimmste vermuten. Schraub einfach mal den Öldruckgeber am Motor ab und laß den Motor mal kurz mit dem Anlasser (ohne Zündkabel/ V-Finger) drehen. Am Besten einen Lappen vor die Ölbohrung halten. Anschließend den Geber reinigen und wieder einschrauben. Wenn das Problem dann beseitigt ist, hat das Additiv nur verschiedene Rückstände freigespült und diese - es reichen hier sehr kleine Partikel - haben sich dann in der Öffnung des Gebers festgesetzt. Alternativ kannst Du es auch mal mit einem anderen Geber versuchen - diese Teile gehen häufiger kaputt und das Instrument zeigt dann Phantasiewerte (nach oben oder unten) an.
Wenn das alles nichts hilft, solltest Du Dir über die Demontage der Ölwanne oder mehr Gedanken machen.
Gruß
Chris
Hi Peter
Jemand hat mir mal etwas über ein hängendes Überdruckventil erzählt (wars Folka?)
Dann soll das Öl heftigst den Ölfilter malträtieren und herauspritzen.
Leider weiß ich nicht, was die Öldruckanzeige dabei angezeigt hat, aber viel mehr als 4 bis 5 bar halte ich im regulären Betrieb für sehr unwahrscheinlich
Viele Grüße nach HH von Udo
(War übrigens am Wochenende dort und völlig überrascht wieviele Old- und Youngtimer in HH unterwegs sind)
neeeeeeeeeeee,
ich wars nicht ;D
ich hab nix gemcht ;D
Cu Folka
Hallo zusammen,
das mit dem Regel-Ventil in der Pumpe ist korrekt, das war bei mir vor ein paar Monaten auch hinüber.
Der Motor hat so hohen Öldruck aufgebaut, daß es einen Stöpsel aus der Kurbelwelle gehauen hat (der war wahrscheinlich eh schon locker) und der Filter fast geplatzt ist und dann natürlich nicht mehr viel Druck da war.
Hab dann die Pumpe ausgetauscht (neu), alles wieder bestens!
Gruß Thomas
carlo guzzi
11.09.2002, 20:22
Hallo Jungs!!
Ihr seht das ja richtig locker mit dem Öldruck!!
Ich habe mal auf der Autobahn bei einem Spider-Fahrer angehalten,der mir ähnliches berichtete:
er fuhr so und dann ging der Öldruck immer weiter rauf,dann gabs
ein hässliches Geräusch und er stand auf dem gleichnamigen
Streifen.
Er erklärte mir das auto würde seinem Bruder gehören und er müsse jetzt wahrscheinlich auswandern.
Er fragte mich ob ich mal nachschauen könnte.
Ich machte die Motorhaube auf........und schnell wieder zu und
sagte ihm er solle seine Sachen packen.....Loch im Motorblock...
Nette Geschichte,oder!?
Will aber keine Panik verbreiten,sondern nur sagen,dass ich zuerst mal ein Manometer einschrauben würde um zu sehen,ob die Anzeige lügt oder nicht!
Gruss Markus
Hallo Markus,
genau, dass würde ich gerne überprüfen! Dabei sehe ich aber 2 Probleme:
1.) Ein Manometer für heiße Flüssigkeiten finden?
2.) Wie dieses an den Motor bekommen, der Geber hat doch bestimmt ein spezielles Gewinde? Kennt dieses jemand?
Wie würdest Du oder ihr das machen? Vielleicht sehe ich jetzt auch eine einfache Lösung im Wald vor lauter Bäumen nicht!
Viele Grüße
Steffen
carlo guzzi
11.09.2002, 21:47
Hallo Steffen!
Flüssigkeitsresistente Manometer werden z.B. im Heizungsbau
verwendet.
Am besten Oildruckgeber ausschrauben, Gewinde messen,
Adapter bauen, fertig.
Falls Du kein hundertprozentig passendes Gewinde findest,
einfach ein bischen Teflonband verwenden.
Hört sich einfach an, ist es auch!!
Gruß Markus:-]
Hallo zusammen,
das Gewinde ist übrigens 1/8-Zoll und mit ein wenig Teflonband
passt das prima.
Frage:
Sind die Drücke am Mindestdruckschalter und am Analoggeber
eigendlich bei allen Bedingungen gleich hoch ???
Ich würde mal wieder gerne eine Messung mit Manometer machen
und mir die Fumelei mit dem T-Stück am Geber ersparen.
Gruß
Michael
frank 105
12.09.2002, 12:47
@michael,
ja, die ölbohrung ist direkt mit der auf der anderen seite verbunden.
viele grüße
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