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Vollständige Version anzeigen : Alfa verstärkt sich in der TW-Europameisterschaft


Peter
08.09.2002, 10:35
Für die letzten sechs ETCC Rennen hat das Alfa Romeo - Werksteam Nordauto Roberto Colciago (vormals Audi/Italia) als 4. Fahrer verpflichtet. Da BMW aufgrund der neuen, nach wie vor umstrittenen Regelsituation den GTA's mächtig auf den Pelz gerückt war, musste eine (sportliche) Reaktion erfolgen. Colciago wird wohl die Aufgabe haben, Larini und Giovanardi bei den noch ausstehenden Rennen entsprechenden "Flankenschutz" zu geben. Sollte er diese Mission zu aller Zufriedenheit erfüllen, dürfte er ein Kandidat für die nächste Saison im 156 Werks- GTA sein. Von der Klasse müsste er eigentlich gut zu Alfa passen ;) !

Gruss

Peter

markus54
09.09.2002, 16:13
Sicherlich keine schlechte Maßnahme von Nordauto, das Team zu vergrößern. Man konnte gestern bei der DTM erleben, wie vorteilhaft es ist, viele Markenkollegen zu haben. Audi hatte schwer mit der Mercedes-Armada zu kämpfen. Ich bin beileibe kein DTM-Fan, aber was dort momentan gezeigt wird, ist nicht ohne. Hoffen wir, dass die TW-EM genauso spannend - oder besser - noch spannender verläuft.

Gruß,
Markus

Peter
09.09.2002, 17:08
Original geschrieben von markus54

Hoffen wir, dass die TW-EM genauso spannend - oder besser - noch spannender verläuft.

Gruß,
Markus [/B]

Ich bin sicher ,Markus : Es wird ein 'grande finale' ! ;)

Gruss

Peter


nächstes Event: Pergusa(ITA) am 22.09.

BerndG
09.09.2002, 20:18
Original geschrieben von Peter
Für die letzten sechs ETCC Rennen hat das Alfa Romeo - Werksteam Nordauto Roberto Colciago (vormals Audi/Italia) als 4. Fahrer verpflichtet.


Schade, Colciago ist sicher ein guter Fahrer - der Franzose Ivan Mueller hätt' mir persönlich allerdings besser gefallen; dessen zurückliegende Nordauto-Einsätze waren schließlich eine echte Empfehlung.

Gruß,

Bernd

Peter
10.09.2002, 13:38
Ja, Monsieur Muller hat Alfa die Meisterschaft im letzten Jahr auf dem bis dato chancenlosen 156 No.3(!) sozusagen auf den letzten Drücker ermöglicht. Dieses Jahr hat er aber einen gut dotierten Vertrag in der BTCC bei Vauxhall, somit war Colciago wohl die 1. Wahl.

Ciao

Peter:-]

Visconti
10.09.2002, 22:13
Schämt Euch, Jungs... Colciago, Muller, ... Keiner von Euch denkt an die arme Frau Bernadoni, die doch die originäre Pilotin des dritten GTA gewesen ist... Ist die nun in die Nordauto-Werksküche verdammt und kocht dort bis an ihr Lebensende Spaghetti? Wenn sie das allerdings ebenso macht, wie Rennenfahren, dann sind die Dinger aber kalt, wenn die auf den Teller kommen... ;) :-D

Gruß
Jan

Peter
11.09.2002, 15:09
Nun ja, Romana Bernardoni hat sicherlich so ihre Probleme mit der Grundspeed ;) , da war Tamara Vidali dereinst schon ein anderes Kaliber. Eine Frau im Team dabeizuhaben (die einzige in der ETCC-Meute), trägt sicher auch eher einem gewissen PR-Gedanken Rechnung. Vielleicht war man sich bei Alfa auch ein wenig zu sicher, die Sache mit Giovanardi und Larini (sozus.als duo infernale :-) ) über die "Bühne schaukeln" zu können ?!

Gruss

Peter

die restlichen ETCC-Termine (je 2 Läufe):

22.09. Pergusa
06.10. Donington Park
20.10.Estoril

pedi
11.09.2002, 19:31
Original geschrieben von Peter
Vielleicht war man sich bei Alfa auch ein wenig zu sicher,...und was habe ich die Tage bezüglich einer nationalen TWM gelesen:
Gegen die technisch starke Konkurenz ist der Alfa 156 mittlerweile chancenlos.
Im Gegensatz zu Honda, Seat aber auch Toyota bietet der Alfa kein Entwicklungspotential mehr.
Selbst der unvergleichliche fahrerische Einsatz des Tourenwagen-Routinies kann diese Manko nicht mehr wettmachen.

Harte Worte für ein Fahrzeug, das u.a. entwickelt wurde, um längerfristig eine Basis im TW-Sport zu haben.
Naja, nicht umsonst spielt der 156 im Breitensport eine eher untergeordnete Rolle.
Schade, Schade!

Mitch
11.09.2002, 20:16
Tja dann solltest Du auch erklären, daß dieses Zitat aus der Motorsport Aktuell kommt und sich auf den 156 von Alexander Niel in der österreichischen Tourenwagenmeisterschaft, die in Etwa nach DTC Reglement abläuft, bezieht.

Dort läuft u.a. der Honda Civic Type R ein Fahrzeug was in der GRuppe N Homologation schon 200 PS ebenso wie der Seat
Ibiza Cupra ( Benzin und TDI )

Dort ist der 156 ausgereizt und nur dort! Aufgrund der Tatsache, das Alfa dort kein Gruppe N Fahrzeug mehr homologiert.
Der, allerdings hat mit dem 156 GTA aus der TW EM ungefähr so viel zu tun wie ein VW Käfer mit nem Kampfjet;)

@ Peter

oder liegt es vielleicht auch daran, daß eine gewisse Tamara Vidali 1992 mit einer gewissen Romana Bernardoni 1992 in der CIVT ( italienische Produktionswagenmeisterschaft) für ein Team mit Namen Nordauto fuhren. Und sich die gewisse Tamara Vidali auf einem 33 16 V knapp vor Romana Bernardoni den Titel sichern konnte. Wobei Sign. Vidali sich dann später Audi zuwandte und
Sign. Bernardoni der Marke und dem Team treu blieb.
Außerdem ist der Aufwand für ein 3 Fahrer Team auch für Nordauto immens. Ein Schelm wer glaubt Romana kriegt das gleiche Material wie Larini und Giovanardi.
Logischwerweise reicht sie nicht im leisesten an die Klasse eines Giovanardi heran, da muß selbst Larini sich ziemlich strecken.
!ups!

pedi
11.09.2002, 20:29
Original geschrieben von Mitch
Dort ist der 156 ausgereizt und nur dort! Aufgrund der Tatsache, das Alfa dort kein Gruppe N Fahrzeug mehr homologiert.
Der, allerdings hat mit dem 156 GTA aus der TW EM ungefähr so viel zu tun wie ein VW Käfer mit nem Kampfjet;) Darum habe ich auch nationale TWM und Breitensport mit eingefügt. ;)

Was heist zudem nicht mehr homologiert ?
Das Fahrzeug an sich hat eine Homologation. Diese ist gültig bis fünf Jahre nach Produktionsende (momentan wird der 156 noch hergestellt).
Oder sehe ich etwas falsch?

Peter
12.09.2002, 07:28
Original geschrieben von Mitch




@ Peter

oder liegt es vielleicht auch daran, daß eine gewisse Tamara Vidali 1992 mit einer gewissen Romana Bernardoni 1992 in der CIVT ( italienische Produktionswagenmeisterschaft) für ein Team mit Namen Nordauto fuhren.

Außerdem ist der Aufwand für ein 3 Fahrer Team auch für Nordauto immens. Ein Schelm wer glaubt Romana kriegt das gleiche Material wie Larini und Giovanardi.


[/B]


Über die Hintergründe der Verbindung der Damen zu Nordauto hat sich Monica Sipsz in ihrem Interview mit mir (s. Motorsport > Personality> im englischen Teil von www.alfisti.net sorry, Eigenwerbung ;) ) geäussert. Was das Material anbelangt, so bin ich mir einigermassen sicher, dass Romanas 156 dem der männlichen Kollegen nicht/kaum nachsteht. Muller konnte in der letzten Saison (Finale i. Estoril) bei seinem Spontaneinsatz z.B. sofort mit dem 156 No.3 siegen. Seit ihrem schweren Unfall in Silverstone ebenfalls in der vergangenen Saison, fährt Romana allerdings sehr (zu) zurückhaltend und eigentlich unter ihrem Potential. Dass sie das fahrerische Niveau eines Giovanardi oder Larini nicht /nie erreicht, ist unbestritten.
Deren Gehaltsklasse allerdings auch nicht...

Gruss

Peter

Mitch
12.09.2002, 07:59
Was heist zudem nicht mehr homologiert ?

O.K. nicht richtig ausgedrückt, der 156 in der Gruppe N Version ist natürlich homologiert ,aber besteht seitens Alfa da scheinbar kein Interesse mehr das nachzubessern seitens Motor , Getriebe und z.B. Aerodynamik dies wäre it dem Facelift gut möglich gewesen..

Warum auch schließlich ist ja der GTA in der Supertourismo inzwischen das Paradepferd des Konzerns und das der Bock noch einiges an Potential hat speziell beim Fahrwerk ist sicher.

In Italien ist das Fahrzeug komischerweise immer noch für Siege in der Gruppe N gut, auch wenn er sich da verdammt schwer tut gegen 147 und Konsorten.

Peter
12.09.2002, 08:19
Original geschrieben von Mitch

Warum auch schließlich ist ja der GTA in der Supertourismo inzwischen das Paradepferd des Konzerns

[/B]


In der Tat und das wird in den nächsten Jahren auch definitiv so bleiben, allerdings nicht in der Superturismo (die jibbet nich mehr),
sondern in der ETCC mit 'Super 2000' Standard/Regularien.


Im Bild> die 'capos' :Monica & Mauro Sipsz (+ingenere Adamo)

http://www.eurostc.com/press/pictures/06.jarama/low/8.jpg

pedi
12.09.2002, 09:23
Original geschrieben von Mitch
O.K. nicht richtig ausgedrückt, der 156 in der Gruppe N Version ist natürlich homologiert ,aber besteht seitens Alfa da scheinbar kein Interesse mehr das nachzubessern seitens Motor , Getriebe und z.B. Aerodynamik dies wäre it dem Facelift gut möglich gewesen.Somit wären die Teams, die den 156 einsetzten auf dem gleichen Level, wie jene, die z.B. mit einem BMW 320 o.ä. in solch einer Serie fahren.
Da ist es Aufgabe des Teams sich Gedanken bezüglich des Fahrwerks zu machen. Ebenso liegt es in der Hand des Tuners Pferdchen so mobilisieren.

Anders gefragt:
...warum nimmt ein kleiner Sportfahrer, der z.B. an irgendwelchen Veranstaltungen (Rundstrecke, Bergrennen) teilnimmt, und hierfür das Einsatzfahrzeug in seiner kleinen Bude vorbereitet, keinen 156 als Basis?

...viele Tuner sind mit einem Fahrzeug (deren Marke sie in ihrem Tuningprogram vertreten) irgendwo auf der Piste. Warum kein Alfatuner mit einem 156?

50% der ausgelieferten Focus RS wird man im nächsten Jahr irgendwo auf einer Rennstrecke sehen; einen 156GTA (nicht das TW-Auto, sondern das Modell welches Du und ich kaufen können) aber nicht.

Cuore Sportivo ?

Peter
12.09.2002, 10:21
Original geschrieben von pedi


...warum nimmt ein kleiner Sportfahrer, der z.B. an irgendwelchen Veranstaltungen (Rundstrecke, Bergrennen) teilnimmt, und hierfür das Einsatzfahrzeug in seiner kleinen Bude vorbereitet, keinen 156 als Basis?

...viele Tuner sind mit einem Fahrzeug (deren Marke sie in ihrem Tuningprogram vertreten) irgendwo auf der Piste. Warum kein Alfatuner mit einem 156?


[/B]


Auf diese Fragen kann ich Dir eigentlich auch keine überzeugenden Antworten geben, pedi ;). Beim 156 gab es sehr erfolgreiche Ansätze in der Superproduction Kl. (Österreich /TeamBorka oder auch in Belgien /Lo Racing), sowie Markencup-Veranstaltungen (Illy, Holland), ansonsten tat sich rel.wenig in privater (Sportfahrer) Hand. An sich könnte Engstler mit seinem Know-How da mitmischen, er engagiert sich derzeit aber anderweitig (147 Cup). Den Enzo Coloni 156 Maxiturismo- Gruppe C könnte ich mir z.B. bei Bergrennen gut vorstellen, aber "hätte, wenn und aber" zählen nunmal nicht ! Sehr viel anders war's auf diesem Gebiet beim 155 aber auch nicht, zumindest nicht bei uns.

Gruss

Peter


...vielleicht sollte ich noch M.Cajani's 'Scuderia del Portello' erwähnen, die mit dem 156 in der CIVT wie auch beim 24 St.Rennen auf der Nordschleife in den letzten Jahren sehr achtbare Ergebnisse erzielt haben und dies mit "überschaubarem" Material-Aufwand.

Visconti
12.09.2002, 17:18
Original geschrieben von pedi

...warum nimmt ein kleiner Sportfahrer, der z.B. an irgendwelchen Veranstaltungen (Rundstrecke, Bergrennen) teilnimmt, und hierfür das Einsatzfahrzeug in seiner kleinen Bude vorbereitet, keinen 156 als Basis?

Welcher kleine Sportfahrer, der in seiner Freizeit nach Büroschluss Rennen fahren will, hat denn das Geld, einen 156 anzuschaffen, den rennfertig zu machen und ihn dann auf der Strecke oder am Berg zu verheizen? Welcher dieser kleinen Sportfahrer fährt denn eine Mercedes C-Klasse?

...viele Tuner sind mit einem Fahrzeug (deren Marke sie in ihrem Tuningprogram vertreten) irgendwo auf der Piste. Warum kein Alfatuner mit einem 156?

Da fallen mir spontan Tuner wie Abt (Audi/VW) ein. Ich frage mich da aber, ist es jetzt der Tuner, der diese Einsätze gestaltet oder gibt der lediglich nur noch seinen Namen und der Hersteller steht hinter allem? Gerade bei Abt drängt sich diese Frage (zumindest mir) ziemlich auf!


Generell gibt man bei Alfa ja jedem Tuner, jedem (finanziell entsprechend ausgestatteten) Privatmann und auch jedem Händler die Möglichkeit, mit vollem Werksbackground an Rennen teilzunehmen. Der 147-Cup steht nach wie vor jedem offen. Wer will, kann da mitmachen.
Auf der anderen Seite hat man den professionellen Motorsport mit der Europameisterschaft. Und da hat man sich nunmal mit Nordauto einen festen (und erfolgreichen) Partner an die Seite geholt. Ebenso wie Audi es mit Abt (bzw. in Le Mans auch mit Joest) getan hat. Somit ist man -denke ich- vorerst recht gut aufgestellt!

Gruß
Jan

pedi
12.09.2002, 18:24
Original geschrieben von Visconti
Welcher kleine Sportfahrer, der in seiner Freizeit nach Büroschluss Rennen fahren will, hat denn das Geld, einen 156 anzuschaffen, den rennfertig zu machen und ihn dann auf der Strecke oder am Berg zu verheizen?scusi, Thema verfehlt! ;)

Wieviele dieser kleinen Sportfahrer (ich rede hier von Enthusiasten) fahren in relativ neuen Toyota, Honda, Ford, BMW...und was es alles gibt.

Wie bereits geschrieben: ich denke, dass z.B. 50% der verkauften Focus RS irgendwo auf der Strecke zu sehen sein werden.
Aber keiner setzt einen Alfa 156 im Motorsport ein. Dies war zu Zeiten des Sud, Sprint, GTV usw anders.
Davon abgesehen, dass es auch schon betagte 156 gibt. Da fallen mir spontan Tuner wie Abt (Audi/VW) ein. Ich frage mich da aber, ist es jetzt der Tuner, der diese Einsätze gestaltet oder gibt der lediglich nur noch seinen Namen und der Hersteller steht hinter allem?Diese Oberliga (oder wie man es nennen will) meinte ich eigentlich nicht!
Generell gibt man bei Alfa ja jedem Tuner, jedem (finanziell entsprechend ausgestatteten) Privatmann und auch jedem Händler die Möglichkeit, mit vollem Werksbackground an Rennen teilzunehmen. Der 147-Cup steht nach wie vor jedem offen. Wer will, kann da mitmachen.Toll, in einem Markenpokal. Da kann man als Team ja besonders viel mit einbringen. :D Auf der anderen Seite hat man den professionellen Motorsport mit der Europameisterschaft. Und da hat man sich nunmal mit Nordauto einen festen (und erfolgreichen) Partner an die Seite geholt. Ebenso wie Audi es mit Abt (bzw. in Le Mans auch mit Joest) getan hat. Somit ist man -denke ich- vorerst recht gut aufgestellt!Nochmal zur Verdeutlichung, für diejenigen, die es bis hierher noch immer rafften: Breitensport, ich habe Breitensport angesprochen! und hier spielt Alfa Romeo keine Rolle mehr.
In der Serie ist anscheinend das Coure Sportivo verloren gegangen und auf der Piste nicht vorhanden.

Visconti
12.09.2002, 19:21
Original geschrieben von pedi
Nochmal zur Verdeutlichung, für diejenigen, die es bis hierher noch immer rafften: Breitensport, ich habe Breitensport angesprochen! und hier spielt Alfa Romeo keine Rolle mehr.

Ja, was zum Geier bezeichnest Du denn dann als Breitensport? Ein Bergrennen, von dem keiner Notiz nimmt? Eine Rallye zwischen Neuss und Duisburg Ruhrort, bei der ein Golf II gegen einen Kadett antritt?
Oder etwa eine Veranstaltung, wie die 24h am Nürburgring, wo es haufenweise 75er (sogar zwei 33er habe ich in den Aufzeichnungen sehen können), 156er oder gar Cup-147 gab? Cuore Sportivo wo hin man schaut! ;) Und das ganze trotz der horrenden Ersatzteilpreise, die der kleine Privatfahrer ja voll aus der eigenen Tasche zu zahlen hat und die als trifftiger Grund für die Wahl eines BMWs gelten können.
Also, ich kann die Aufregung nicht verstehen. Von der Basis des 156 war klar erkennbar, wie dieses Auto eine ganze Rennserie dominieren kann und letztendlich durch das Reglement eingebremst werden musste!

Ferner: Man darf ja nie vergessen, dass wir hier in Deutschland sind. Naturgemäß sind es da vorrangig deutsche Marken, die gerne von den Fans im Breitensport gesehen werden und demnach auch gezielt von sponsorabhängigen kleinen Privatfahrern eingesetzt werden. Auch wenn wir als Alfa-Fahrer gerne mehr Autos aus Italien sehen würden!

Gruß
Jan

pedi
12.09.2002, 20:41
Original geschrieben von Visconti

Ja, was zum Geier bezeichnest Du denn dann als Breitensport?Das gleiche, wie so manch anderer auch.
Breitensport ist ein allgemein gültiger Begriff. Definitiv nicht zum Breitensport gehören ETCC oder Formula Uno ;) Ferner: Man darf ja nie vergessen, dass wir hier in Deutschland sind. Naturgemäß sind es da vorrangig deutsche Marken, die gerne von den Fans im Breitensport gesehen werden...und wieso tummelten sich dann bis vor ein paar Jahren reihenweise Alfas auf den gesperrten Strecken?
Hat sich nun die Gesinnung der Fahrer und des Puplikums, sowie der Sponsoren (welche es auf dem Level kaum gibt) in Richtung Patriotismus gewandelt? Eigentlich müsste man anstatt Patriotismus eher Anti-italo sagen, denn andere ausländische Produkte rennen noch immer zwischen Start und Ziel. Der Anteil der Alfa ist hierbei aber rapide zurückgegangen.

Visconti
13.09.2002, 19:27
Original geschrieben von pedi
und wieso tummelten sich dann bis vor ein paar Jahren reihenweise Alfas auf den gesperrten Strecken?

Ja, wie denn... wo denn? Mir fält nichts ein! Aber vielleicht bin ich auch nur viiiieel zu jung! ;)
Oder war nur immer zur falschen Zeit am falschen Ort...

Wenn man aber einem Hersteller wie Alfa Romeo und seinem derzeitigen Engagement im Motorsport das Cuore Sportivo abspricht, was will man denn dann mit einem anderen Autobauer Namens Porsche machen? Auch die haben nur den Carrera-Cup im Angebot und engagieren sich darüber hinaus nur noch sehr zögerlich werksseitig im professionellen Motorsport. Denen müsste man dann ja ob ihres Produktangebotes jegliche Sportlichkeit absprechen...

Wie gesagt, ich finde das momentane Alfa-Motorsport-Angebot recht zufriedenstellend. Auch wenn ich kein großer Cup-Freund bin.

Gruß !hello!
Jan

Peter
13.09.2002, 19:37
Übrigens: vom 20.-22.September werden in LE MANS die 24 Stunden für klassische Fahrzeuge ausgeschrieben ! Zugelassen sind ausschliesslich Fahrzeugmodelle, die zwischen 1923 und '75 dort vertreten waren. Alfa Romeo hat offiziell seine Beteiligung an diesem Event zugesagt.

Gruss

Peter

pedi
13.09.2002, 19:42
Original geschrieben von Visconti
Wie gesagt, ich finde das momentane Alfa-Motorsport-Angebot recht zufriedenstellend. Auch wenn ich kein großer Cup-Freund bin.Dies Empfinden möchte ich Dir auch nicht abspenstig machen.

Zart gesagt: es hat den Anschein, dass es heutzutage mit Produkten anderer Hersteller leichter zu sein scheint, ein konkurrenzfähiges Motorsportfahrzeug auf die Räder zu stellen.
Alfa Romeo Modelle werden weniger als Basis hergenommen, als es mal der Fall war, eben weil die Basis nicht mehr zu stimmen scheint.
Beim 155 war es zum Beispiel u.a. die unvorteilhafte Kopflastigkeit.

Visconti
13.09.2002, 19:52
Original geschrieben von pedi

Beim 155 war es zum Beispiel u.a. die unvorteilhafte Kopflastigkeit.
Nun, aber gerade der ist doch eigentlich der Inbegriff für erfolgreichen Tourenwagen-Sport aus Italien. Wenn ich mich nicht irre, ist der 155 (bisweilen mit Lancia-Technik... vielleicht deshalb? ;) ) doch eines der erfolgreichsten Sportgeräte der Mailänder gewesen.

Beim 156 hieß es ja immer, dass die Basis schlecht in den Griff zu bekommen sei. Nordauto hat das ja zur vollsten Zufriedenheit geschafft. Andere Hersteller wie beispielsweise BMW haben da den Trumpf, dass sie sich eine eigene Abteilung für den Kundensport leisten und vorbereitete 3er an Privatteams verkaufen. Diese Fahrzeuge sind dann aber auch werksseitig vorbereitet und werden mit E-Teilen professinell betreut. Diesen Service kann Alfa sich sicherlich nicht leisten.

Gruß
Jan

pedi
13.09.2002, 20:22
Original geschrieben von Visconti
Nun, aber gerade der ist doch eigentlich der Inbegriff für erfolgreichen Tourenwagen-Sport aus Italien. Wenn ich mich nicht irre, ist der 155 (bisweilen mit Lancia-Technik... vielleicht deshalb? ;) ) doch eines der erfolgreichsten Sportgeräte der Mailänder gewesen.
langsam komme ich mir vor, wie ein Alfa-Gegner. ;)

Was hat der 155V6ti mit einem gemeinen 155 zu tun?
Ungefähr gleichviel, wie ein BMW-Williams mit einem 750i !

Gehe mal gedanklich ein paar Jahre zurück.
!stop! Stop, nicht soweit. 1992 ist genug.
Da fuhren MB 190 den DTM Titel ein, mit 2.2L 4-Zylinder-Motoren.
1993 kam Alfa Romeo mit dem 155 als Neueinsteiger hinzu. Denen ihre Kampfmaschine war eine Revolution, mit den 2.5 V6 und dem Allradantrieb. Noch nie zuvor wurde ein DTM-Fahrzeug so radikal aufgebaut.
1993 hat Alfa dann auch bekannlich mit Larini die Meisterschaft gewonnen.
Bereits 1994 hat aber Mercedes nachgezogen, mit einem Neuaufbau. Die Titelchancen von Alfa waren zwar noch permanent vorhanden, aber sie wurden nicht Meister.
In den Jahren danach fuhren sie (nüchtern betrachtet) hinterher.
1995 hat auch OPEL gelernt, wie man solch einen 2.5-Allradler zu bauen hat, und waren relativ schnell konkurrenzfähig.

Also, der 155 lebt eigentlich von dem Mythos 1993.

In der 2L-Klasse wurde zwar auch Engstler 1993 auf einem 155 DTM-Meister, aber gegen was für Mitbestreiter.

In Italien hatte der 155 relativ viele Erfolge. Hier waren die 2.0 aber verkappte Werksautos und liefen mit Werksunterstützung, während die anderen Teams rein private Tuner-Teams waren.

Wo wurde der 155 eingesetzt, von Privatiers? Da wird die Luft gleich dünn; und die Antworten wahrscheinlich spärlich.

pedi
13.09.2002, 20:40
eine Kleinigkeit der Gewichtsoptimierung an den frontgetriebenen Werk-155 kann man auf den ersten Blick erkennen: der Motor wurde extrem nach hinten geneigt.
Dazu kam eine Änderung der Strömungsrichtung im Zylinderkopf, wodurch ein kurzer Auslasskrümmer direkt nach hinten geführt werden konnte. Die kleinen EDKs waren auf der Vorderseite.

Dies sind Modifikationen, die nicht in jedem Reglement erlaubt sind, und zudem nicht von jedermann durchgeführt werden können.

Peter
14.09.2002, 13:53
Unter den prüfenden Blicken 8-8 von Teammanagerin Sipsz, sowie
von Nicola Larini und Fabrizio Giovanardi, hatten 6 junge Fahrer der ital. Alfa Romeo Challenge und des 147 Cup die Gelegenheit, ihr Können bei Testfahrten in Varano auf einem 156 GTA 'Super 2000' zu demonstrieren. Der /die Talentierteste wird sicherlich in die Auswahl für das 'Racing Team Nordauto' 2003 gelangen.

Gruss

Peter

http://www.eurostc.com/press/pictures/05.brno/low/ALFA1.jpg

Visconti
14.09.2002, 17:55
Original geschrieben von pedi
[SIZE=1]
Was hat der 155V6ti mit einem gemeinen 155 zu tun?

Gleiches gilt aber in gleichem Maße für alle Renn-BMWs, Renn-Audis oder Renn-Mercedes. Auch die haben doch rein gar nichts mit den jeweiligen Serienpendants zu tun!
Du schriebst aber weiter oben, dass die Basis des 155 wenig geeignet wäre, Rennen zu fahren. Das mag ja sein. Aber gleiches gilt -Deiner Theorie zufolge- für alle anderen Hersteller auch! Das, was Privatiers da auf den Rennstrecken an BMWs oder Porsches fahren sind alles andere als Serienwagen. Wie weiter vorne von mir schon erwähnt --> werksvorbereitete Kundenwagen!

In den Jahren danach fuhren sie (nüchtern betrachtet) hinterher.

Soweit ich mich erinnern kann, hat Alfa sich in dieser Zeit auch nur noch sehr rudimentär engagiert!

Wo wurde der 155 eingesetzt, von Privatiers? Da wird die Luft gleich dünn; und die Antworten wahrscheinlich spärlich.
Siehe oben! Die Begründungen hierfür liegen doch auf der Hand. Aber gerne nochmal (gilt ja nicht nur für den 155, sondern auch für den 156): Andere Hersteller haben eine professionelle Kundenbetreuung. Wenn erwünscht sogar mit Mechaniker und E-Teile-Express. In Deutschland werden einheimische Hersteller rein traditionell präferiert. Die Kosten für den (erfolgreichen) Einsatz eines Alfa Romeo dürften eklatant über denen einheimischer Produkte liegen.

Wenn man aber nun unbedingt fragt, warum denn keiner einen 156 als Privatier einsetzt und daraus folgert, dass die Basis wenig geeignet wäre, dann frage ich gerne auch nochmal: Warum setzt denn keiner eine Mercedes C-KLasse ein? Bei den extrem günstigen E-Teilen und der bisweilen einfach gestrickten Technik wäre das doch das Parade-Mobil für den engagierten Privatfahrer. Oder ist die Basis "auch" schlecht? ;)

Gruß
Jan

pedi
14.09.2002, 19:46
Original geschrieben von Visconti
Gleiches gilt aber in gleichem Maße für alle Renn-BMWs, Renn-Audis oder Renn-Mercedes. Auch die haben doch rein gar nichts mit den jeweiligen Serienpendants zu tun!Nochmals sorry, aber Du rutscht immer in die Profiliga ab. Gehe mal in kleinere Serien; egal ob Divinol-Cup (natürlich bis max Klasse4) oder die regionale Slalomveranstaltung.

Selbst ein 24h Rennen vom Nürburgring kannst Du hernehmen. Bis auf ein paar professionelle Teams die wirklich mit Autos nach STW-Reglement (o.ä.) starten, sind alles verbesserte Serienfahrzeuge die mal beim Händler nebenan gekauft wurden.

...und ein Citroen AX, aufgebaut nach Gruppe H ist für mich ebenso ein Rennauto, wie eine GTP-Viper.Soweit ich mich erinnern kann, hat Alfa sich in dieser Zeit auch nur noch sehr rudimentär engagiert!Dann würde ich zum Apotheker gehen und nach Vitamintabletten fragen. ;)

´94 und ´95 kamen jeweils 155V6ti-Neuentwicklungen zum Einsatz. Das waren keine überlackierten 93er Autos.

Erst ´96 ist die Entwicklung eingefroren worden.
Andere Hersteller haben eine professionelle Kundenbetreuung. Wenn erwünscht sogar mit Mechaniker und E-Teile-Express. In Deutschland werden einheimische Hersteller rein traditionell präferiert.Ahja, dann mache bitte eine Lizenz, fahre mit einem BMW 320 den europäischen Berg-Cup. Wenn Du Probleme mit Deiner Hinterachskühlung hast, kannst Du ja gene mal versuchen einen BMW-M-Support zu befragen. :DWarum setzt denn keiner eine Mercedes C-KLasse ein? Bei den extrem günstigen E-Teilen und der bisweilen einfach gestrickten Technik wäre das doch das Parade-Mobil für den engagierten Privatfahrer. Oder ist die Basis "auch" schlecht? ;)Keine Ahnung, in wiefern sich eine C-Klasse eignen würde. Ist aber eigentlich auch nicht die Frage.

Fakt ist, dass ausserhalb der vom Werk finanzierten Serien kaum noch ein Alfa zu finden ist; ausser natürlich bei Oldtimerveranstaltungen (105er-Modelle, Sud,..).

Peter
14.09.2002, 21:07
Bis auf das Jahr '95, in dem Alfa mit dem 155 V6Ti meistens hinterherfuhr, hatte die 'Corse' immer reelle Chancen auf die Meisterschaft (DTM/ITC). '96 hätte der krönende Abschluss werden können: Mit 7 Einzelsiegen war Alessandro Nannini im 155 Martini Racing klar der herausragende Fahrer, leider reichten die Punkte nach einigen Ausfällen nicht zum Gesamtsieg !
Die Summen, die von den beteiligten Herstellern zum Schluss investiert wurden, waren astronomisch und führten letztlich zum 'Aus' der Serie. Bedingt durch viele Erfolge in der Kl.2 (z.B.Tarquini '94 in der BTCC) war der 155 einer der weltweit erfolgreichsten Tourenwagen überhaupt. Dies könnte in Europa für den 156 im Profibereich vielleicht auch einmal gelten, hoffen wir, dass er dabei in den nächsten Jahren auf "würdige" Gegner trifft ! ;) Eine Kostenexplosion wie seinerzeit in der ITC, wird/soll es nach dem festen Willen der in der ETCC engagierten Teams aber nicht mehr geben.

Gruss

Peter

FORZA ALFA :-C


http://saloni.com-e.com/parigi/foto/mart1.jpg

Visconti
14.09.2002, 21:08
Original geschrieben von pedi
Keine Ahnung, in wiefern sich eine C-Klasse eignen würde. Ist aber eigentlich auch nicht die Frage.

:D
Doch! Auch wenn ich Dir da nochmals widersprechen muss! ;) Genau darauf will ich hinaus. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, so willst Du sagen, dass der serienmäßige 156 seinem sportlichen (Cuore Sportivo!) Ruf nur auf dem Papier gerecht wird! In der Wirklichkeit aber keinerlei sportliche Eignung besitzt (überspitzt).
Dem halte ich aber entgegen, dass ich diese Folgerung für falsch halte. Ebenso müsste man dann nämlich den Schluss zulassen, dass eine C-Klasse (ebenfalls mit einem mehr als aktiven Fahrwerk ausgelegt) genauso sportuntauglich wäre!
Die Begründung dafür, dass es weniger 156 auf den Pisten zu sehen gibt als beispielsweise 3er, habe ich ja oben bereits zweimal abgegeben. So sehe ich das!

Fakt ist, dass ausserhalb der vom Werk finanzierten Serien kaum noch ein Alfa zu finden ist
Ja, pedi! Begründungen dafür liegen doch auf der Hand! Wie schon erwähnt: Meine Begründung dafür habe ich geliefert! :)

Gruß
Jan, der jetzt für heute abend den Motorsport gegen Freund Smirnoff eintauscht! ;) :-]

pedi
14.09.2002, 21:32
Original geschrieben von Visconti
Ebenso müsste man dann nämlich den Schluss zulassen, dass eine C-Klasse (ebenfalls mit einem mehr als aktiven Fahrwerk ausgelegt) genauso sportuntauglich wäre!dies Fahrwerk würde wahrscheinlich als allererstes im Alteisencontainer landen, wenn das Fahrzeug durch eines Meisters Hand die Mutation zum Sportgerät durchleben würdeGruß
Jan, der jetzt für heute abend den Motorsport gegen Freund Smirnoff eintauscht! ;) :-] NASTROVIE ! :-X

Visconti
15.09.2002, 16:57
Original geschrieben von pedi
[b]NASTROVIE ! :-X
...Ich hätte beim Motorsport bleiben sollen...
8-o T:-

pedi
15.09.2002, 17:07
Original geschrieben von Visconti
...Ich hätte beim Motorsport bleiben sollen...
8-o T:- auweia!
Da war bestimmt das 11. oder 12. Glas nicht korrekt gespühlt: Prilrückstande.
Gute Besserung!

Visconti
15.09.2002, 17:49
Original geschrieben von pedi

Gute Besserung!
Danke! :) Kann ich gebrauchen.
Anstatt Smirnoff hat man versucht, mir Grassov-Vodka anzudrehen... Bäh, pfui Deibel... Da kann einem nur schlecht werden...

Peter
16.09.2002, 09:11
Vielleicht können wir kommenden Sonntag ja auf einen ETCC- Sieg von Alfa in Enna/Pergusa (Sizilien) anstossen ?! ;) Zur Ausgangssituation: Es handelt sich um eine "schnelle" Strecke, die Giovanardi & Larini bestens bekannt ist. Wie Spa allerdings gezeigt hat, ist dies aber nicht unbedingt schon die Garantie für einen (Doppel) Sieg des 156 GTA. Für Larini ist es noch einmal die Chance, an seinem Teamkameraden punktemässig vorbeizuziehen. Danach kann man für die letzten beiden Veranstaltungen in Donington und Estoril wohl mit einer Teamorder rechnen. Schaun mer mal !

Gruss

Peter

Peter
19.09.2002, 18:59
Übrigens: Mit dem support von JAS ist der Honda Civic Type R von Salvatore Tavano gründlich überarbeitet worden und das Team geht davon aus, damit den Anschluss an die Spitze geschafft zu haben. Na ja, dies wird m.E.wohl erst im nächsten Jahr mit einem (hoffentlich)werksgestützten Accord möglich sein ! Tavano fährt in Italien ausserdem einen 147 Super Production.

Gruss

Peter

markus54
21.09.2002, 20:14
Nur zur Info:

Giovanardi und Larini starten morgen aus der ersten Reihe, dahinter der erste BMW und der dritte Alfa-Mann Colciago. Das sieht doch schonmal sehr gut aus ...

:-] Markus