Gordovan
27.08.2002, 10:43
So, hab mal alles was ich weiß aufgeschrieben und die zwei Sätze ;) durch Erfahrungen der Forenteilnehmer ergänzt. Schreibt doch mal was noch fehlt.
Bis 1990 trug der 33 die Bezeichnung 905, danach 907. Unterschiede sind meist optischer Natur. So ist die Frontpartie vom Modell 907 an den großen Bruder 164 angelehnt. Auch die Türgriffe sind beim 907 etwas praktischer. Weiterhin wurden Details im Innenraum geändert (Fensterheberschalter im Griff Fahrertür anstatt neben dem Schaltstock, andere Kopfstützen usw.). Alle 33 hatten folgende Ausstattun: elektr. Fensterheber vorn, von innen verstellbare Außenspiegel, Zentralverriegelung, höhenverstellbares Lenkrad, Teilleder.
Folgende Motorisierungen standen beim 33 zur Wahl:
01/1987 - 08/1990 1700 ccm 84/114 33 Quadrifoglio V (Vergaser)
01/1988 - 08/1990 1700 ccm 77/105 33 1.7 I.E.
03/1990 - 01/1993 1700 ccm 79/107 33 1.7 I.E.
03/1990 - 01/1993 1700 ccm 97/132 33 S 16V QV
10/1990 - 01/1993 1700 ccm 97/132 33 Boxer 16V
06/1991 - 01/1993 1351 ccm 66/90 33 1.4 I.E.
09/1991 - 01/1993 1712 ccm 97/132 33 S 16V QV Perman.4
01/1993 - 11/1994 1351 ccm 65/89 33 1.4 IE
01/1993 - 11/1994 1712 ccm 77/105 33 1.7 IE
01/1993 - 05/1994 1712 ccm 95/130 33 S 16V QV Perman.4
01/1993 - 11/1994 1712 ccm 95/130 33 S 16V QV
03/1993 - 11/1994 1351 ccm 65/89 33 1.4 IE Imola
Karosserie
Der Alfa 33 hat durch seine Teilverzinkung (ab 1990) weniger Rostprobleme, lediglich der Unterboden fängt bei einigen Modellen im Bereich der Quernähte an, ein wenig Rost anzusetzen. Ein besonderes Augenmerk sollte man auf den hinteren Bereich unter der Stoßstange werfen (von unten hat man eine sehr gute Aussicht). Auffahrunfälle wurden bei vielen Modellen nur schlampig instandgesetzt, die Folgen lassen natürlich nicht lange auf sich warten. Dies gilt auch, wie bei allen anderen Autos, für den ganzen Wagen.
Unter den Schwellerverkleidungen bröckelt der Lack gerne, dies sieht man am ehesten von unten.
Weiterhin gibt es Problemstellen an den Rückleuchten. Dahinter liegen drei Bleche aufeinander. Hier scheint Bewegung in der Karosse zu sein. Dafür sollten am besten die Rückleuchten (von innen) abgeschraubt werden.
Allgemeine Roststellen beim 33 sind noch der Tankeinfüllstutzen, hier wurde oft Benzin nicht richtig eingefüllt. Auch der Entlüftungsschlauch sollte getestet werden (durch volltanken). Dazu ist noch der Tank selbst rostgefährdet, dieTankhalterungen gammeln gerne durch (zwei Blechhalterungen, die den Tank wie Seile umschließen). Beim Allrad angetriebenen 33 liegt der Tank sehr tief. Wenn dann noch eine Tieferlegung vorgenommen wurde, ist unter Garantie der Tank undicht. Schon bei Bordsteinkanten besteht hohe Aufsitzgefahr wobei der Unterbodenschutz beschädigt wird und dem Rost freie Bahn gibt.
Das Blech um die beiden Ablauflöcher unter Fahrer- und Beifahrerfüßen kann rosten, wenn da die Gummistopfen längere Zeit mal fehlten.
Die Wagenheberaufnahmen können weggerostet sein.
Die unteren Ränder der Türen (vor allem vorne) sind wie bei vielen Gebrauchtwagen angerostet, dies sollte aber kein Grund sein, das Auto nicht zu nehmen, gebrauchte Türen aller Farben fliegen überall herum!
Die Heckklappe rostet bei den Sportwagen gerne durch. Sie scheuert auf der Gummidichtung. Es sollte geprüft werden, ob der Kofferraum dicht ist. Mögliche Schlupflöcher für Wasser sind die Stoßstangenaufnahmen (unter den kleinen Buckeln im Kofferraum), hier sind bei Sportwagen gern diese komischen Schaumstoffdichtungen durchlässig. Dann kann Wasser (nur sehr wenig) über die Verschraubungen der Gasdämpfer der Kofferklappe kommen, wenn die hauchdünne Unterlegscheibe gebrochen ist. Die übt nämlich Druck auf die Dichtung aus. Ohne die Scheibe ist liegt diese nicht fest genug an an der Karosse an.
Klappern gehört zum Handwerk! Ein 33, der nicht klappert, ist verdächtig und sollte der genauen Aufmerksamkeit unterliegen !
Motor
Ersteinmal vornweg: Motormäßig ist wohl der 1.7 8-Ventiler vorzuziehen, wenn Du nicht unbedingt Höchstleistung brauchst. Der 8V zieht dank des niedrigen Gewichts immer richtig gut durch und ist weniger anfällig, beim 16V merkt man die Mehrleistung jedoch in den oberen Drehzahlen deutlich.
Der 1.4 ist deutlich schwächer hat auch keinen Stabi vorne.
Viele Vorbesitzer deuten auf ein baldiges Ableben hin. Der Boxermotor reagiert sehr empfindlich auf Warmfahren bzw. Fehlen desselbigen. Die Zahnriemen gehören alle 60 tkm getauscht, die Wasserpumpe bei 120 tkm.
Achte darauf, dass kein betriebswarmes Exemplar präsentiert wird. Scheu aber auch nicht davor zurück, wenn der Motor im kalten Zustand etwas rappelt, scheppert und sich durch eine blaue Kaltstartfahne zum Dienst meldet! Diese sollte jedoch bald verschwunden sein.
Fast alle 33´er haben Probleme mit unrundem Motorlauf im kalten Zustand, besonders der 16V. Bis zu einem gewissen Grad ist das normal, nur es gibt eine Grenze.
Ruckelt der Motor beim Gaswegnehmen oder beim plötzlichen Beschleunigen, sind die Unterdruckschläuche im defekt. Der Motor ist mit etliche Unterdruckschläuchen versehen, diese sind u.a. auch mit dem Aktivkohlefilter, der sich unter dem rechten Kotflügel befindet, verbunden. Diese ganzen Unterdruckschläuche müssen natürlich sehr hart sein, damit sie sich nicht zusammenziehen wenn ein Unterdruck in ihnen entsteht. Dadurch sind sie recht anfällig und reissen ggf. auf. Die Enden der Schläuche sind in weiche Gummiwinkel gesteckt, die dann in den Motor oder in den Aktivkohlefilter führen und mit der Zeit porös werden. Zum "Schlauchgewirr" kommen noch T-Stücke sowie ein Ventil. Eine Anleitung zur Reparatur ist zu finden auf www.alfisti.net -> Werkstatt -> 33 ->unruhiger Motorlauf.
Ein unruhiger Motorlauf bzw. unwillige Gasannahme kann auch aus einer verschmutzten Drosselklappe herrühren. Diese müßte dann gesäubert werden.
Blinkt die Öldruckanzeige bei warmem Motor kurz, wenn ausgekuppelt wird und der Motor in den Leerlauf geht, liegt es an einem defekten Geber oder ein defektes Kurbelwellen oder Pleuellager.
Die Nockenwellen sind sicher zu höhren, rasselt der Motor jedoch beim hochdrehen sind sie eingelaufen, beim Gaswegnehmen und im Schubbereich ist das normal. Einlaufen bedeutet dabei, daß die Nocken hinüber sind, das heißt es ist ein Austausch fällig. Falls mit eingelaufenen Nockenwellen längere Zeit gefahren wird, können auch die Ventile defekt sein.
Besonderer Schwachpunkt bei den 16V: Zylinderkopfdichtung und Ventildeckeldichtung!
Beim 16V ist eine magische Grenze bei ungefähr 120 tkm. Dort sind meißtens die Ventile hin. Mitunter ist es besser, einen 16V mit 130 tkm und überarbeiteten Zylinderköpfen zu tauschen (dann ist auch meißt der Zahnriemen getauscht) als ein Modell mit 110 tkm.
Elektrikprobleme beziehen sich in erster Linie auf die durch den Boxermotor bedingt sehr tief liegenden Zündkerzenstecker. Abhilfe schaffen gerade NGK-Motorradkerzenstecker von z.B. Hein Gericke.
Getriebe
Ein Schalthebel, der sich trotz eingelegtem Gang fröhlich über die gesamte Bandbreite des Schaltspektrums drücken lässt, ist relativ normal. Bei einer Besichtigung von unten sollte jedoch darauf Acht gegeben werden, dass niemand an der Sicherungsklammer des Schaltgestänges herumgefummelt hat und wilde Eigenkreationen erschaffen hat.
Der Schaltvorgang erweist sich bei einigen Modellen als besonders gewöhnungsbedürftig. Die Gänge eins und zwei liegen ziemlich weit links, der Schaltknauf muss vorsichtig weit nach links gezogen werden, um die Gänge zu treffen. Teilweise muss der Schalthebel beim Schalten vom ersten in den zweiten Gang in die Mittelposition gebracht werden, um sich nicht zu verschalten. Bei fast allen 33 sind die entsprechenden Synchronringe defekt. Der Einbau eines gebrauchten Getriebes schafft deshalb selten Abhilfe. Besonders bei zarten Fahrern hält das Getriebe jedoch recht lange.
Elektrik
Besondere Leiden hat der 33´er mit der Elektronik Generell gilt: Alles an der Elektrik ausprobieren, was geht.
Es soll Modelle gegeben haben, bei dem mit heruntergelassener Seitenscheibe bei 4000 Touren das Licht anging. Nichts weltbewegendes, aber dennoch ärgerlich.
Fahrwerk
Bei besonders breiten Reifen sollte man auf das Fahrwerk achten. Schaut gut aus, strapaziert aber ungeheuer. Lenkgelenke, Federteller, Federbeinaufnahme, etc. werden arg mitgenommen. Der Verschleiß ist dementsprechend einzuplanen. Das ganze signalisiert zumeist ein dumpfes Klacken beim Lenken! Also einmal im Stand die gesamte Lenkbreite ausprobieren.
Zumal in die Radhäuser meines Wissens ohne Umbaumaßnahmen lediglich Reifen bis zur Größe "205" passen. Für alles größere muss Hand angelegt werden!
Dass das Auto mit derartiger Bereifung natürlich auch entsprechend hart abrollt, geht an der zum Scheppern neigenden Karrosse auch nicht spurlos vorüber!
Die Gummimanschetten in den vorderen Federbeinen rutschen auch oft aus ihrem vorgesehenen Platz, wodurch das Wasser dann in die Kugellager unter dem Federteller läuft.
Sonstiges
Zu den weiteren besonderen Leiden kann man noch den Aktivkohlefilter mit der Abgasrückführung zählen, häufig ist das Ventil defekt (sitzt im vorderen linken Motorbereich, 3 dünne Luftleitungen führen zu diesem Ventil, manchmal auch nur noch zwei weil einer abgezogen wurde). Es jault ggf. elendig. (Ersatzteil kostet ca. 80,- DM) oder der Aktivkohlefilter tut es gar nicht mehr (oft ist die Leitung gekappt und das Ventil zugeklebt), dann läuft der Motor noch unruhiger.
Dann war da noch der Regler für die Luftzuführung, ich kenne kaum ein Modell, bei dem er noch einwandfrei funktioniert. Zum einen merkt man das an der Leichtgängigkeit des Drehreglers, zum anderen kann man den "Umschaltvorgang" per Bowdenzug an dem "schwarzen Kasten" im Motorraum, direkt unter der Windschutzscheibe auf der linken Seite, beobachten, naja, oder auch nicht.
Eine weitere Schwäche ist die Auspuffanlage im hinteren Bereich. Der Endtopf sitzt direkt, durch ein langes Rohrstück verbunden, am Kat. Da diese Verlängerung des Kat´s bei jedem Modell früher oder später zu gammeln beginnt, vor allem, wenn ein Teil der Auspuffanlage mal verspannt eingebaut war, und es keine offizielle Muffe gibt, sind die wildesten Konstruktionen bzw. Kreationen zu bewundern. Dafür kann man aber normalerweise einfach ein Flexrohr oder ein aus Standardteilen zusammengeschraubtes Rohr verwenden und an den Kat braten/klemmen.Technisch gesehen ist es übrigens möglich, den Kat auszubauen und durch ein Ersatzrohr ohne Kat auszutauschen, da die Lambdasonde vor dem Kat sitzt. Nur zur AU sollte man so nicht fahren ;-)
Der erste Topf nach den Krümmern kann eingedrückt sein vom Aufsitzen (besonders bei tiefer gelegten Fahrzeugen).
Ach ja, der Flüssigkeitsbehälter für die WischiWaschi für hinten sitzt beim normalen 33er hinten links im Kofferraum, auch beim Kombi, dort gehört ein Einfüllstutzen mit Deckel drauf (ich hab meinen zugeklebt, da der Stutzen weg war).
Recht anfällig sind die elektrischen Fensterheber, besonder rechts. Diese sind eigentlich nur wegen der in den späteren Modellen verwendeten Plastikteile anfällig. Die brechen auseinander und richten dann in der Folge an den Seilen und am Motor böse Schäden an.
Ich habe auf der Fahrerseite ein komplett mit Blechteilen bestücktes Exemplar vom Schrottplatz für ca. DM 30.- eingebaut und nie wieder Ärger gehabt.
Aufgepaßt werden sollte auch darauf, daß der Heckwischer funktioniert. Und bitte ohne lautes
Murren. Die Wischerwelle ist ein perfektes Schlupfloch für Regenwasser.
Das lässt dann das Wischergetriebe rosten und irgendwann geht das Getriebe
so schwer, dass der E-Motor das nicht mehr schafft. Da der Motor erst abgeschaltet wird,
wenn der Wisher in seiner Ruhelage angekommen ist, bekommt er dauernd Strom und irgendwann verbrennt dann bei einem so festgegangen Wischer die Ankerplatte.
Wenn du es im Innenraum nicht so gerne bunt hast, suche dir einen 33 nach der Modellpflege von 1992 raus. Die haben nicht mehr diese gräuslige Ikea blau-grün-rot Flecken-Stoffe. Der 1.7 bekam da einen feinen Karostoff. Mit dem Facelift kamen bei 1.4 IE L und 1.7 IE auch gepolsterte Kopfstützen anstelle der winzigen Rahmenkopfstützen (aus dem Fiat Regal) zum Einsatz. Man kann übrigens auch einen Limousinen-Innenausstattung in den Kombi einbauen. Es passt alles.
Bis 1990 trug der 33 die Bezeichnung 905, danach 907. Unterschiede sind meist optischer Natur. So ist die Frontpartie vom Modell 907 an den großen Bruder 164 angelehnt. Auch die Türgriffe sind beim 907 etwas praktischer. Weiterhin wurden Details im Innenraum geändert (Fensterheberschalter im Griff Fahrertür anstatt neben dem Schaltstock, andere Kopfstützen usw.). Alle 33 hatten folgende Ausstattun: elektr. Fensterheber vorn, von innen verstellbare Außenspiegel, Zentralverriegelung, höhenverstellbares Lenkrad, Teilleder.
Folgende Motorisierungen standen beim 33 zur Wahl:
01/1987 - 08/1990 1700 ccm 84/114 33 Quadrifoglio V (Vergaser)
01/1988 - 08/1990 1700 ccm 77/105 33 1.7 I.E.
03/1990 - 01/1993 1700 ccm 79/107 33 1.7 I.E.
03/1990 - 01/1993 1700 ccm 97/132 33 S 16V QV
10/1990 - 01/1993 1700 ccm 97/132 33 Boxer 16V
06/1991 - 01/1993 1351 ccm 66/90 33 1.4 I.E.
09/1991 - 01/1993 1712 ccm 97/132 33 S 16V QV Perman.4
01/1993 - 11/1994 1351 ccm 65/89 33 1.4 IE
01/1993 - 11/1994 1712 ccm 77/105 33 1.7 IE
01/1993 - 05/1994 1712 ccm 95/130 33 S 16V QV Perman.4
01/1993 - 11/1994 1712 ccm 95/130 33 S 16V QV
03/1993 - 11/1994 1351 ccm 65/89 33 1.4 IE Imola
Karosserie
Der Alfa 33 hat durch seine Teilverzinkung (ab 1990) weniger Rostprobleme, lediglich der Unterboden fängt bei einigen Modellen im Bereich der Quernähte an, ein wenig Rost anzusetzen. Ein besonderes Augenmerk sollte man auf den hinteren Bereich unter der Stoßstange werfen (von unten hat man eine sehr gute Aussicht). Auffahrunfälle wurden bei vielen Modellen nur schlampig instandgesetzt, die Folgen lassen natürlich nicht lange auf sich warten. Dies gilt auch, wie bei allen anderen Autos, für den ganzen Wagen.
Unter den Schwellerverkleidungen bröckelt der Lack gerne, dies sieht man am ehesten von unten.
Weiterhin gibt es Problemstellen an den Rückleuchten. Dahinter liegen drei Bleche aufeinander. Hier scheint Bewegung in der Karosse zu sein. Dafür sollten am besten die Rückleuchten (von innen) abgeschraubt werden.
Allgemeine Roststellen beim 33 sind noch der Tankeinfüllstutzen, hier wurde oft Benzin nicht richtig eingefüllt. Auch der Entlüftungsschlauch sollte getestet werden (durch volltanken). Dazu ist noch der Tank selbst rostgefährdet, dieTankhalterungen gammeln gerne durch (zwei Blechhalterungen, die den Tank wie Seile umschließen). Beim Allrad angetriebenen 33 liegt der Tank sehr tief. Wenn dann noch eine Tieferlegung vorgenommen wurde, ist unter Garantie der Tank undicht. Schon bei Bordsteinkanten besteht hohe Aufsitzgefahr wobei der Unterbodenschutz beschädigt wird und dem Rost freie Bahn gibt.
Das Blech um die beiden Ablauflöcher unter Fahrer- und Beifahrerfüßen kann rosten, wenn da die Gummistopfen längere Zeit mal fehlten.
Die Wagenheberaufnahmen können weggerostet sein.
Die unteren Ränder der Türen (vor allem vorne) sind wie bei vielen Gebrauchtwagen angerostet, dies sollte aber kein Grund sein, das Auto nicht zu nehmen, gebrauchte Türen aller Farben fliegen überall herum!
Die Heckklappe rostet bei den Sportwagen gerne durch. Sie scheuert auf der Gummidichtung. Es sollte geprüft werden, ob der Kofferraum dicht ist. Mögliche Schlupflöcher für Wasser sind die Stoßstangenaufnahmen (unter den kleinen Buckeln im Kofferraum), hier sind bei Sportwagen gern diese komischen Schaumstoffdichtungen durchlässig. Dann kann Wasser (nur sehr wenig) über die Verschraubungen der Gasdämpfer der Kofferklappe kommen, wenn die hauchdünne Unterlegscheibe gebrochen ist. Die übt nämlich Druck auf die Dichtung aus. Ohne die Scheibe ist liegt diese nicht fest genug an an der Karosse an.
Klappern gehört zum Handwerk! Ein 33, der nicht klappert, ist verdächtig und sollte der genauen Aufmerksamkeit unterliegen !
Motor
Ersteinmal vornweg: Motormäßig ist wohl der 1.7 8-Ventiler vorzuziehen, wenn Du nicht unbedingt Höchstleistung brauchst. Der 8V zieht dank des niedrigen Gewichts immer richtig gut durch und ist weniger anfällig, beim 16V merkt man die Mehrleistung jedoch in den oberen Drehzahlen deutlich.
Der 1.4 ist deutlich schwächer hat auch keinen Stabi vorne.
Viele Vorbesitzer deuten auf ein baldiges Ableben hin. Der Boxermotor reagiert sehr empfindlich auf Warmfahren bzw. Fehlen desselbigen. Die Zahnriemen gehören alle 60 tkm getauscht, die Wasserpumpe bei 120 tkm.
Achte darauf, dass kein betriebswarmes Exemplar präsentiert wird. Scheu aber auch nicht davor zurück, wenn der Motor im kalten Zustand etwas rappelt, scheppert und sich durch eine blaue Kaltstartfahne zum Dienst meldet! Diese sollte jedoch bald verschwunden sein.
Fast alle 33´er haben Probleme mit unrundem Motorlauf im kalten Zustand, besonders der 16V. Bis zu einem gewissen Grad ist das normal, nur es gibt eine Grenze.
Ruckelt der Motor beim Gaswegnehmen oder beim plötzlichen Beschleunigen, sind die Unterdruckschläuche im defekt. Der Motor ist mit etliche Unterdruckschläuchen versehen, diese sind u.a. auch mit dem Aktivkohlefilter, der sich unter dem rechten Kotflügel befindet, verbunden. Diese ganzen Unterdruckschläuche müssen natürlich sehr hart sein, damit sie sich nicht zusammenziehen wenn ein Unterdruck in ihnen entsteht. Dadurch sind sie recht anfällig und reissen ggf. auf. Die Enden der Schläuche sind in weiche Gummiwinkel gesteckt, die dann in den Motor oder in den Aktivkohlefilter führen und mit der Zeit porös werden. Zum "Schlauchgewirr" kommen noch T-Stücke sowie ein Ventil. Eine Anleitung zur Reparatur ist zu finden auf www.alfisti.net -> Werkstatt -> 33 ->unruhiger Motorlauf.
Ein unruhiger Motorlauf bzw. unwillige Gasannahme kann auch aus einer verschmutzten Drosselklappe herrühren. Diese müßte dann gesäubert werden.
Blinkt die Öldruckanzeige bei warmem Motor kurz, wenn ausgekuppelt wird und der Motor in den Leerlauf geht, liegt es an einem defekten Geber oder ein defektes Kurbelwellen oder Pleuellager.
Die Nockenwellen sind sicher zu höhren, rasselt der Motor jedoch beim hochdrehen sind sie eingelaufen, beim Gaswegnehmen und im Schubbereich ist das normal. Einlaufen bedeutet dabei, daß die Nocken hinüber sind, das heißt es ist ein Austausch fällig. Falls mit eingelaufenen Nockenwellen längere Zeit gefahren wird, können auch die Ventile defekt sein.
Besonderer Schwachpunkt bei den 16V: Zylinderkopfdichtung und Ventildeckeldichtung!
Beim 16V ist eine magische Grenze bei ungefähr 120 tkm. Dort sind meißtens die Ventile hin. Mitunter ist es besser, einen 16V mit 130 tkm und überarbeiteten Zylinderköpfen zu tauschen (dann ist auch meißt der Zahnriemen getauscht) als ein Modell mit 110 tkm.
Elektrikprobleme beziehen sich in erster Linie auf die durch den Boxermotor bedingt sehr tief liegenden Zündkerzenstecker. Abhilfe schaffen gerade NGK-Motorradkerzenstecker von z.B. Hein Gericke.
Getriebe
Ein Schalthebel, der sich trotz eingelegtem Gang fröhlich über die gesamte Bandbreite des Schaltspektrums drücken lässt, ist relativ normal. Bei einer Besichtigung von unten sollte jedoch darauf Acht gegeben werden, dass niemand an der Sicherungsklammer des Schaltgestänges herumgefummelt hat und wilde Eigenkreationen erschaffen hat.
Der Schaltvorgang erweist sich bei einigen Modellen als besonders gewöhnungsbedürftig. Die Gänge eins und zwei liegen ziemlich weit links, der Schaltknauf muss vorsichtig weit nach links gezogen werden, um die Gänge zu treffen. Teilweise muss der Schalthebel beim Schalten vom ersten in den zweiten Gang in die Mittelposition gebracht werden, um sich nicht zu verschalten. Bei fast allen 33 sind die entsprechenden Synchronringe defekt. Der Einbau eines gebrauchten Getriebes schafft deshalb selten Abhilfe. Besonders bei zarten Fahrern hält das Getriebe jedoch recht lange.
Elektrik
Besondere Leiden hat der 33´er mit der Elektronik Generell gilt: Alles an der Elektrik ausprobieren, was geht.
Es soll Modelle gegeben haben, bei dem mit heruntergelassener Seitenscheibe bei 4000 Touren das Licht anging. Nichts weltbewegendes, aber dennoch ärgerlich.
Fahrwerk
Bei besonders breiten Reifen sollte man auf das Fahrwerk achten. Schaut gut aus, strapaziert aber ungeheuer. Lenkgelenke, Federteller, Federbeinaufnahme, etc. werden arg mitgenommen. Der Verschleiß ist dementsprechend einzuplanen. Das ganze signalisiert zumeist ein dumpfes Klacken beim Lenken! Also einmal im Stand die gesamte Lenkbreite ausprobieren.
Zumal in die Radhäuser meines Wissens ohne Umbaumaßnahmen lediglich Reifen bis zur Größe "205" passen. Für alles größere muss Hand angelegt werden!
Dass das Auto mit derartiger Bereifung natürlich auch entsprechend hart abrollt, geht an der zum Scheppern neigenden Karrosse auch nicht spurlos vorüber!
Die Gummimanschetten in den vorderen Federbeinen rutschen auch oft aus ihrem vorgesehenen Platz, wodurch das Wasser dann in die Kugellager unter dem Federteller läuft.
Sonstiges
Zu den weiteren besonderen Leiden kann man noch den Aktivkohlefilter mit der Abgasrückführung zählen, häufig ist das Ventil defekt (sitzt im vorderen linken Motorbereich, 3 dünne Luftleitungen führen zu diesem Ventil, manchmal auch nur noch zwei weil einer abgezogen wurde). Es jault ggf. elendig. (Ersatzteil kostet ca. 80,- DM) oder der Aktivkohlefilter tut es gar nicht mehr (oft ist die Leitung gekappt und das Ventil zugeklebt), dann läuft der Motor noch unruhiger.
Dann war da noch der Regler für die Luftzuführung, ich kenne kaum ein Modell, bei dem er noch einwandfrei funktioniert. Zum einen merkt man das an der Leichtgängigkeit des Drehreglers, zum anderen kann man den "Umschaltvorgang" per Bowdenzug an dem "schwarzen Kasten" im Motorraum, direkt unter der Windschutzscheibe auf der linken Seite, beobachten, naja, oder auch nicht.
Eine weitere Schwäche ist die Auspuffanlage im hinteren Bereich. Der Endtopf sitzt direkt, durch ein langes Rohrstück verbunden, am Kat. Da diese Verlängerung des Kat´s bei jedem Modell früher oder später zu gammeln beginnt, vor allem, wenn ein Teil der Auspuffanlage mal verspannt eingebaut war, und es keine offizielle Muffe gibt, sind die wildesten Konstruktionen bzw. Kreationen zu bewundern. Dafür kann man aber normalerweise einfach ein Flexrohr oder ein aus Standardteilen zusammengeschraubtes Rohr verwenden und an den Kat braten/klemmen.Technisch gesehen ist es übrigens möglich, den Kat auszubauen und durch ein Ersatzrohr ohne Kat auszutauschen, da die Lambdasonde vor dem Kat sitzt. Nur zur AU sollte man so nicht fahren ;-)
Der erste Topf nach den Krümmern kann eingedrückt sein vom Aufsitzen (besonders bei tiefer gelegten Fahrzeugen).
Ach ja, der Flüssigkeitsbehälter für die WischiWaschi für hinten sitzt beim normalen 33er hinten links im Kofferraum, auch beim Kombi, dort gehört ein Einfüllstutzen mit Deckel drauf (ich hab meinen zugeklebt, da der Stutzen weg war).
Recht anfällig sind die elektrischen Fensterheber, besonder rechts. Diese sind eigentlich nur wegen der in den späteren Modellen verwendeten Plastikteile anfällig. Die brechen auseinander und richten dann in der Folge an den Seilen und am Motor böse Schäden an.
Ich habe auf der Fahrerseite ein komplett mit Blechteilen bestücktes Exemplar vom Schrottplatz für ca. DM 30.- eingebaut und nie wieder Ärger gehabt.
Aufgepaßt werden sollte auch darauf, daß der Heckwischer funktioniert. Und bitte ohne lautes
Murren. Die Wischerwelle ist ein perfektes Schlupfloch für Regenwasser.
Das lässt dann das Wischergetriebe rosten und irgendwann geht das Getriebe
so schwer, dass der E-Motor das nicht mehr schafft. Da der Motor erst abgeschaltet wird,
wenn der Wisher in seiner Ruhelage angekommen ist, bekommt er dauernd Strom und irgendwann verbrennt dann bei einem so festgegangen Wischer die Ankerplatte.
Wenn du es im Innenraum nicht so gerne bunt hast, suche dir einen 33 nach der Modellpflege von 1992 raus. Die haben nicht mehr diese gräuslige Ikea blau-grün-rot Flecken-Stoffe. Der 1.7 bekam da einen feinen Karostoff. Mit dem Facelift kamen bei 1.4 IE L und 1.7 IE auch gepolsterte Kopfstützen anstelle der winzigen Rahmenkopfstützen (aus dem Fiat Regal) zum Einsatz. Man kann übrigens auch einen Limousinen-Innenausstattung in den Kombi einbauen. Es passt alles.