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Vollständige Version anzeigen : beim Bremsen zieht Fahrzeug zur Seite


AlfaXXX
04.10.2009, 23:11
Hallo allerseits,

ich habe manchmal (kommt in unregelmäßigen, seltenen Fällen immer wieder mal vor), das Problem, dass mein 156er 2.5V6 Bj 2000 bei apprupten ich nenn es mal "schockartigen" betätigen der Bremse leicht zur Seite zieht, gar giert, als wolle sich das Fahrzeug selbständig machen. Ist schwer zu beschreiben, aber man muss dann leicht korrigieren und von der Bremse runter wonach der Wagen dann gleich wieder in gewohnte Richtung zurück geht :). Ist halt dumm wenn man stark runter bremsen muss (z.B. Autobahn).

Ich hab dem Phänomen schon 3x meinen Mech auf den Grund gehen lassen.
Der hat jedesmal die komplette Bremsanlage gecheckt (macht ja schließlich auch kein Spaß wenn es auftritt), und jedesmal eigentlich das Selbe sagen können. Die Anlage ist in einwandfreiem Zustand, die Bremsflüssigkeit wurde mittlerweile schon 2x getauscht. Hab langsam keine Idee bzw. Nerv mehr...
Das dumme ist natürlich auch, dass bei einer Probefahrt vom Mech natürlich nie was auffällt, da es wie gesagt sehr selten auftritt und eigentlich nur bei Autobahnfahrten, wo es schneller zur Sache geht.

Hat von eucht evtl. jemand ein Tip? Wäre sehr dankbar drüber.

spidermaik
05.10.2009, 14:51
Breitreifen auf dem Auto? Wenn's wirklich nur sporadisch auftritt und das Bremssystem i.o. ist, kann's natürlich daran liegen, dass das Auto beim Bremsen leicht den Spurrillen nachläuft. Ist bei meinem Spider auch so und der Effekt ist umso stärker, je abgefahrener die Gummis sind.

Gruß
Maik

Schnurrelli
05.10.2009, 18:15
stimmt die Spur vielleicht nicht und wenns Breitreifen sind dann kommt es auch oft vor das der Sturz nicht richtig eingestellt ist--> siehe SuFu da findest du dazu auf jeden Fall was

TWO
05.10.2009, 18:42
Es gibt einen Nachbarfred mit mehreren Lösungsmöglichkeiten.

http://www.alfisti.net/alfa-forum/alfa-159-alfa-brera-alfa-spider-939/45819-bremsprobleme-alfa-159-jtd-150-ps-11.html#post1019339

Es wäre toll, wenn Du berichtest, was es war.:-]

Viele Grüße
TWO!cool!

AlfaXXX
05.10.2009, 21:20
Danke erstmal für die Antworten, aber ich muss euch enttäuschen, habe keine Breitreifen :), fahre 215er "Schlappen" ;-).

Sturz und Spur wurde auch schon eingestellt, daran kann es auch nicht liegen...

Werde jetzt mal den von TWO verlinkten Thread durchlesen und mal schauen, ob es ähnlichkeiten gibt.

Gruß

Jass
05.10.2009, 21:29
Sturz und Spur wurde auch schon eingestellt, daran kann es auch nicht liegen...



naja, sturz ist nicht einstellbar ;)

es dürfte an folgenden punkten liegen, die du nach und nach prüfen solltest:

- unterschiedlicher luftdruck
- nachlaufen von spurrillen
- ungleicher bremsleistung der bremse links (vorne) und rechts (vorne aufgrund festsitzenden bremskolben (= wahrscheinlich)
- ausgeschlagene lager der vorderachse (= [sehr] wahrscheinlich )

AlfaXXX
05.10.2009, 22:10
naja, sturz ist nicht einstellbar ;)




Ups, stimmt ja :)


Danke dir mal, werde den Hinweisen mal auf den Grund gehen und berichten!

AlfaXXX
27.10.2009, 19:35
So, mal hier etwas neues zum Thema:

Habe heute mal wieder einen Meister von ner Alfa Werkstatt mit viel Erfahrung ;) ne Probefahrt machen lassen. Dieser hat den Karren auch an seine Grenzen des fahrbahren gebracht. Nur wie es eben oft so ist mit dem Vorführeffekt, trat es mal wieder bei ihm nicht wirklich auf.

Jetzt hat er als Fazit abgeliefert, dass es definitiv nicht von der Bremsanlage kommen kann, da diese wie ich oft selbst feststellen konnte in gutem Zustand ist. Da dieses Fahrzeug über eine elektr. Bremskraftverteilung verfügt, die irgendwie mitm ABS Steuergerät zusammenhängt (100% sicher über die Aussage bin ich mir jetzt nimmer) kann es in der Regel bei Bremsungen aus hoher Geschwindigkeit zu einem ähnlichen Phänomen führen, was aber normal sei... Bei der Probefahrt war aber ja auch alles normal... Nur langsam habe ich echt bedenken, ob es wirklich etwas mit dem Steuergerrät bzw. Block vom ABS zu tun haben könnte. Weil wenn dieses Phänomen auftaucht ist es für mich nicht mehr "normal".

Rene155
28.10.2009, 10:26
ich würde drauf tippen das die kolben in der bremsanlage verkanten oder fest sind.
kommt häufig vor wenn man die kolben mit der wasserpumpenzange zurückdrückt.
ungleichmäßige abnutzung der bremsbelägen?

AlfaXXX
28.10.2009, 17:49
nope, wie gesagt, die Bremsanlage wurde richtig komplett durchgesehen.
Da passt alles!

Trozdem danke für die Antwort ;)

Rene155
28.10.2009, 20:40
hmm dann bin ich mal gespannt auf die auflösung des problems..

liebe grüße

pedi
28.10.2009, 20:50
kommt häufig vor wenn man die kolben mit der wasserpumpenzange zurückdrückt. wie häufig?


Du hast keine Chance, einen Bremskolben derart ins kippen zu bringen, bzw durch Drücken derart zu verkanten, dass er per Bremsdruck nicht wieder frei wird.

Zudem könnte der Kolben nur verkanten, wenn er weit ausgefahren ist.
Er wird aber eigentlich ausschliesslich zurück gedrückt, um neue Bremsbeläge zu montieren.
Wäre der Kolben also verkantet, im weit ausgefahrenen Zustand, dann könnte man die neuen Beläge gar nicht montieren.
Im eingefahrenen Zustand kann er nicht verkantet sein.

Sorry, aber das Verkantungsargument ist intergalaktisch laienhafter Blödsinn...

stephanV6
29.10.2009, 08:54
Sorry, aber das Verkantungsargument ist intergalaktisch laienhafter Blödsinn...

Wie so vieles hier... :,(

BMW, ich komme bald...

pedi
29.10.2009, 10:07
Wie so vieles hier... :,(

ja, weil anscheinend immer mehr user meinen, zu allem ihre "technische Hilfe" dazu geben zu müssen, auch wenn sie von der Materie nicht den kleinsten Schimmer haben.

Rosso Alfa
29.10.2009, 10:59
...nicht den kleinsten Schimmer...

Woran es nicht liegen wird, weiss der geneigte Leser dank Deinem Einschreiten.

Man könnte nun weiter ausschliessen, oder zielgerichtet einen Tipp geben.
Wie wäre denn Deiner?

pedi
29.10.2009, 12:26
Wie wäre denn Deiner?zielorientiert wäre er,
zumindest nicht so bescheuert.

AlfaXXX
23.12.2009, 17:09
So, um hier den Thread mal auf den aktuellen Stand zu bringen:

Neulich ist die ABS Lampe zusammen mit der Handbremslechte (!) angegangen.
Grund angeblich durch Schnee bzw. Eis bedekte Drehzahlgeber.
Mittlerweile brennen die Lampen nicht mehr (da kein Schnee mehr) und das ABS "arbeitet" wieder.

Jedenfalls: Als das ABS durch die Witterungsumstände sich kurzzeitig verabschiedete konnte das "Bremsproblem" nun schon früh bei ca. 80 km/h deutlich spürbar gemacht werden.

Stieg man nun stärker bis richtig stark in die Eisen zog das Auto stark nach rechts und dies bei so ziemlich jeder Bremswiederholung.

Über die Feiertage geht ja leider nichts mehr in den Werkstätten, daher meine Frage schonmal vorab.

Würde es im ABS Steuergerät einen Fehler hinterlegen, wenn im Hydraulik-Block Ventile nicht mehr einwandfrei funktionieren?
Weil im Moment scheint mir das als ziemlich Plausibel, dass der Hydraulik-Block nach bald 10 Jahren nicht mehr will :(

spidermaik
23.12.2009, 19:34
Grund angeblich durch Schnee bzw. Eis bedekte Drehzahlgeber.


Wohl eher 'n vereister ABS-Sensor ...

Gruß
Maik

AlfaXXX
28.12.2009, 00:36
das kann auch sein...
aber wegen dem Hydraulikblock kann mir keiner weiter helfen?

jerrys
28.12.2009, 09:51
Hallo,

kann es sein, dass bei dem letzten Bremsbelagwechsel an der Hinterachse deines Autos vergessen wurde die Handbremse nachzustellen?
Wenn die Klötze noch einseitig leicht schleifen
kann es zu deinen genannten Symptomen kommen.
Evtl. quitscht es sogar leicht und ist bei geschlossenem Fenster kaum zu hören.

Gruß

AlfaXXX
29.12.2009, 00:12
hallo jerrys und danke für die Antwort.

Die Handbremse wurde richtig nachgestellt

AlfaXXX
17.09.2010, 12:19
Soo, muss das leidige Thema nochmals hoch holen... Ich plage mich mittlerweile schon etliche Monate weiter mit dem Problem herum... Teilweise dachte ich man hätte es gelöst...
Die ABS und Handbremsleuchte ist in der Zwischenzeit wieder angegangen und blieb an.
Fehler wurde ausgelesen Reslutat: Ventilrelais (oder so ähnlich) beim ABS.

Bedeutete, dass dieses ABS Steuergerät ausgetauscht werden musste... Neu war mir das ehrlichgesagt "etwas" zu teuer. Also besorgte ich ein gebrauchtes (selbstverständlich mit gleicher Nummer usw.)
Teil wurde eingebaut... Fehler war weg und es war Ruhe....
Allerdings nur für eine kürzere Dauer... Nach paar Tagen leuchtete die ABS/Handbremsleuchte wieder auf.
Wieder Fehler auslesen lassen... Resultat: Wieder Ventilrelais.
Werkstatt sagte mir, dass wahrscheinlich das gebrauchte Teil owohl mir versichert wurde dass es funktionsfähig sei, defekt war (auch wenn es paar Tage zuerst kein Fehler anzeigte).

Da der Verkäufer natürlich weiter versicherte, dass es funktionieren muss, hab ich mir wohl oder übel ein weiteres gebrauchtes Teil bestellt.
Wieder eingebaut und siehe da, nach diesmal nur 2 Tagen fahrt tauchte der Fehler wieder auf... Wieder auslesen lassen und JAP, wieder Ventilrelais...

Wir standen irgendwann da und wussten einfach nicht mehr weiter... Fakt ist, dass wenn der Fehler auftritt, man lieber keine Vollbremsungen mehr vollführen sollte. Die Karre bricht dann nämlich wirklich aus! Und ABS ist natürlich keines mehr vorhanden! Extremst gefährlich.

Habe jetzt letzte Woche für mich zum letzten Mal ein gebrauchtes Teil einbauen lassen. Nachdem der Einbau vollzogen war, wurde wir (Werkstattmeister und ich) nach 20 min Fahrt enttäuscht, denn der Fehler tauchte mit selben Ergebnis (Ventilrelais) wieder auf.

Ich sagte ihm dann, dass ich es mir (eigentlich schon nach dem 2. Teil) nicht mehr vorstellen kann, dass es am ABS Steuergerät bzw. Hydraulikblock liegen kann, sondern dass vielleicht grob gesagt, mein Auto irgendwie den Fehler selbst verursacht...

Was noch zu erwähnen ist:
Sämtliche ABS Sensoren, ABS Ringe wurden überprüft, gereinigt (auch wenn der Fehler "Ventilrelais" darauf nicht hinwies) sowie alle Kontakte der Stecker/Kabel von Korrosionsresten beseitigt und gesäubert.
Auch das brachte keinen Erfolg der Fehler bleibt vorhanden.

Ich weiß jetzt nicht mehr weiter... So kann ich nur noch im Schneckentempo fahren... alles andere ist Lebensgefährlich (da wie gesagt der Karren bei stärkerem Bremsen sofort ausbricht).

Ich hoffe Ihr könnt mir nochmals ein paar Tips geben, die wir übersehen haben könnten. Vielen Dank im Vorraus.

Gruß Simon

Earny
17.09.2010, 12:21
Eine Möglichkeit: Der Kabelbaum ist defekt.

Welche Geschwindigkeit zeigen die Raddrehzahlsensoren denn an?

AlfaXXX
17.09.2010, 12:32
Hey Danke für die schnelle Antwort!

Sorry, aber ich verstehe jetzt ehrlichgesagt nicht ganz, was du mit Geschwindigkeit der Raddrehzahlsensoren meinst? Zeigt es das im Examiner an?

Ich kann nur noch hinzufügen, dass nach Austausch des Steuergeräts, der Fehler in der Regel ab einer Geschwindigkeit so um die 120 km/h wieder auftauchte.

Gruß

Earny
17.09.2010, 12:43
Hey Danke für die schnelle Antwort!

Sorry, aber ich verstehe jetzt ehrlichgesagt nicht ganz, was du mit Geschwindigkeit der Raddrehzahlsensoren meinst? Zeigt es das im Examiner an?[/QUOTE]

Genau. Z.b. Linkes Vorderrad 145 kmh, rechtes Vorderrad 145kmh, rechtes Hinterrad 27kmh. Weichen ein oder mehrere sensoren deutlich ab, regelt das aBS sehr wirr.


[QUOTE=AlfaXXX;1062180002]
Ich kann nur noch hinzufügen, dass nach Austausch des Steuergeräts, der Fehler in der Regel ab einer Geschwindigkeit so um die 120 km/h wieder auftauchte.

Gruß

Was dafür spricht...

AlfaXXX
17.09.2010, 12:55
super!
Dem werde ich bei Zeiten dann mal Nachgehen!
Danke