Vollständige Version anzeigen : Oh, la la Fiat - Teil VI
dinosaur
04.05.2009, 18:32
So, nun also auch noch das Smörebröd...
Swedish govt says had contact with Fiat on Saab
Mon May 4, 2009 11:59am EDT
STOCKHOLM, May 4 (Reuters) - Sweden's government confirmed on Monday it has had contact with Italy's Fiat regarding General Motors' struggling Swedish automaker Saab.
"We have had contact with Fiat," said Hakan Lind, spokesman at the Ministry of Enterprise, Energy and Communications. "The meeting was about Saab."
Lind said the government had been in contact with Fiat a couple of weeks ago, but said nothing concrete had been decided. He declined to provide any further details.
The carmaker won more time to restructure in early April when a Swedish court extended the period in which the company is protected from creditors. GM has said it plans to cut ties to Saab by the end of the year.
Ich warte weiterhin auf den Koreaner... :D:-D!hehe!
Dino
Giovanardi66
04.05.2009, 19:40
Ich warte weiterhin auf den Koreaner... :D:-D!hehe!
Dino
Der lässt sich doch nicht auf so ein billiges, italienisches Flittchen ein... Da weiss man gar nicht was man sich alles für Krankheiten holen kann, bei ihren vielen Affären!mgrins!
schneemann
04.05.2009, 20:30
Der lässt sich doch nicht auf so ein billiges, italienisches Flittchen ein... Da weiss man gar nicht was man sich alles für Krankheiten holen kann, bei ihren vielen Affären!mgrins!
Bei den Sätzen fühle ich mich eher an Berlusoni und seine neue 18j Flamme erinnert :-D -> Berlusconis Scheidungstheater: "Jetzt ist Schluss" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama (http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,622725,00.html)
Der lässt sich doch nicht auf so ein billiges, italienisches Flittchen ein...
Wer weiß. Manche Angebote (welche einen die Brüder des italienischen Mädchens anbieten) schlägt man nicht aus. !hehe!
orlani69
04.05.2009, 21:08
... vielleicht sollte man die geschichte von IVECO Iveco ? Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Iveco)
einmal nachlesen ... da sind durchaus ein paar gute ansätze vorhanden gewesen wie
ein paar Nutzfahrzeughersteller in der Krise sich zusammengetan haben
und so schlecht steht IVECO heute in Europa sicherlich nicht da ...
Rosso Alfa
04.05.2009, 21:47
...und so schlecht steht IVECO heute in Europa sicherlich nicht da ...
Die waren beim FCB auf dem Trikot. Der Logik folgend werden in Bochum und Frankfurt demnächst Fiat-Leibchen verteilt :+)
orlani69
04.05.2009, 21:51
...In diesem Trikot feierte der FC Bayern nach sechs erfolglosen Jahren erstmals wieder 1980 den Sieg der Deutschen Meisterschaft und wiederholte diesen im Jahr darauf. ...!mgrins!
Fussballleibchen als Wirtschafts-Indikator?
(Nun ja, Greenspan beurteilte die Aussichten nach den Verkaufszahlen von Männerunterhosen (http://www.huffingtonpost.com/2009/04/08/mens-underwear-sales-gree_n_184863.html).)
Im Blog wird behauptet:
"alles derzeit nur Gerüchte[...]
Im Grunde bin ich davon ausgegangen das der Verkauf ab Mitte 2009 startet ... allerdings hat Fiat das nie bestätigt"
!rolleyes2
Dann schauen wir mal in die offiziellen Presseerklärungen, die Fiatpress.com so verbeitet (http://www.fiatpress.com/index.php?lng=4&group=1&method=news&action=zoom&id=4371):
"Bei der bevorstehenden Genfer Messe debütiert als Weltneuheit der Fiat 500C, der im Frühling in ganz Europa eingeführt wird"
(Ja, ist klar, sie sagten nicht, welcher Frühling :+)).
Gestern stand was im blog von Juli. Ist das noch Frühling? ;)
500C doch im Juli? - Fiat 500 Blog (http://www.fiat500blog.de/index.php?/archives/524-500C-doch-im-Juli.html)
Anyways, ich würde mich freuen, wenn er dieses Jahr noch kommt. Dann könnte ich meinen ollen 500er endlich abwracken. hehe
Im Radio haben sie heute morgen gesagt, dass Fiat NICHT Kaiserslautern schliessen wollen würden, jedoch grundsätzlich Belegschaft bei Opel abbauen würde.
Rosso Alfa
05.05.2009, 11:53
Im Radio haben sie heute morgen gesagt, dass Fiat NICHT Kaiserslautern schliessen wollen würden, jedoch grundsätzlich Belegschaft bei Opel abbauen würde.
Kriegt der KSC eben auch Fiat-Leibchen :)
Kriegt der KSC eben auch Fiat-Leibchen :)
KSC !gruebel!
FCK?
Rosso Alfa
05.05.2009, 12:00
KSC !gruebel!
FCK?
Ja, FCK. Egal ob Karlsruhe oder Kaiserslautern, Hauptsache Thüringen :+)
AlfaNero
05.05.2009, 12:50
Wer mal ne Stunde Zeit hat, sollte sich das hier mal anhören. Ist - vor allem bzgl. Magna - recht überraschend, und Fiat kommt gar nicht so schlecht weg:
Der Tag "OnlinePlayer" | Der Tag | hr2 | Opel, Fiat, Magna - und die Fehlzündungen der Regierung
(http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/flashplayer/hr2tag_player_index.jsp?rpgid=2842057786 8)
orlani69
05.05.2009, 17:30
Fussballleibchen als Wirtschafts-Indikator?
(Nun ja, Greenspan beurteilte die Aussichten nach den Verkaufszahlen von Männerunterhosen (http://www.huffingtonpost.com/2009/04/08/mens-underwear-sales-gree_n_184863.html).)
momentan wäre es der vfl wolfsburg mit vw die an die tabellenspitze drängen ...!mgrins!
orlani69
05.05.2009, 22:13
Wer mal ne Stunde Zeit hat, sollte sich das hier mal anhören. Ist - vor allem bzgl. Magna - recht überraschend, und Fiat kommt gar nicht so schlecht weg:
Der Tag "OnlinePlayer" | Der Tag | hr2 | Opel, Fiat, Magna - und die Fehlzündungen der Regierung
(http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/flashplayer/hr2tag_player_index.jsp?rpgid=2842057786 8)
...ich sehe das so ... rollt der zug mit Fiat als konjunkturlokomotive erst einmal los werden immer mehr auf den selbigen aufspringen wollen.
Ganz zu schweigen von den vielen trittbrettfahrern !hehe!
orlani69
05.05.2009, 22:32
RaiNews24 - Stampa tedesca: nel piano Fiat per Opel chiusura di Pomigliano e Termini Imerese. Il Lingotto smentisce (http://www.rainews24.rai.it/notizia.asp?newsid=117397)
Deutsche Presse: in den Plan für Fiat Opel Schließung Pomigliano und Termini Imerese. Der Lingotto bestreitet.
Fiat plant, um 18 Tausend Arbeitsplätze und 10 Anlagen der Industriekonzern Fiat-Opel zwischen 2011 und 2016 zu schliessen, darunter zwei in Italien. Schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) in einem Artikel der morgen veröffentlicht wird, zitiert einen strategischen Plan zu Fiat vom 3. April.
Die FAZ zitiert den Inhalt eines Dokuments Strategie von Fiat als "streng geheim" und dem Titel "Projekt Fußball".
In Italien - nach Zeitungsberichten - geschlossen werden konnte das Werk in Pomigliano und Termini Imerese. Fiat würde auch die Opel Werke in Luton und Ellesmere Port in England schliessen,welche die Produktion der Marke Vauxhall haben. Die Fabrik in Antwerpen in Belgien wäre das erste im Jahr 2011 zu schließen.
Wer mal ne Stunde Zeit hat, sollte sich das hier mal anhören. Ist - vor allem bzgl. Magna - recht überraschend, und Fiat kommt gar nicht so schlecht weg:
Der Tag "OnlinePlayer" | Der Tag | hr2 | Opel, Fiat, Magna - und die Fehlzündungen der Regierung
(http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/flashplayer/hr2tag_player_index.jsp?rpgid=2842057786 8)
Hi,
danke für den Link. Habe ich mir gestern mal angehört und fand's in der Tat recht interessant wie vollkommen konträr die Meinungen gegenüberstehen. Insbesondere die Einlassungen von Pieper zu Magna fand ich recht eindeutig.
Das Modell von Winning zum "Kooperativen Verkehr" sollte hier auch mal eingehend diskutiert werden....:+)
Unterm Strich: Nichts genaues weiss man nicht, weil es solche Rahmenbedingungen noch nicht gab. Evtl. ist das ja genau die Chance ...?
figo
AlfaNero
06.05.2009, 12:07
Gelle? Witzig ist vor allem, wie die jeweilige Presse sich hinter den einen oder anderen Kandidaten stellt, weil's ja offensichtlich auch politisch motiviert ist.
Einerseits Roland Berger hinter Fiat, anderseits Ex-Kanzler Schröder hinter Magna.
Wie auch immer: ich liebe die Sendung, weil sie häufig (nicht immer) neue Betrachtungsweisen offenlegt, die im alltäglichen Online-Nachrichten-Schlamassel einfach untergehen.
dinosaur
06.05.2009, 12:07
Smörebröd WILL jetzt auch mit FIAT...
STOCKHOLM, May 6 (Reuters) - Sweden's Saab Automobile, owned by ailing U.S. auto maker General Motors, would welcome talks with Italy's Fiat about a takeover, Saab said on Wednesday.
Fiat, not among the 10 suitors currently in the race for Saab, has however not been in contact with Saab's management, Saab spokesman Eric Geers told Reuters.
"But we are open for discussions. If Fiat comes into the picture, we would welcome a dialogue," Geers said.
The Swedish carmaker, currently under reorganisation, aims to win court approval for an extended period of creditor protection on May 20.
Geers would not comment on whether Saab is pressed to present a letter of intent with a new owner by that date to be able to keep the reorganisation going, but said it was important to show evidence of progress.
"To prolong the reorganisation period, it is important to disclose in more detail how far we have come. And, of course, the ownership issue is very important," Geers said.
Earlier this year, GM put Saab up for sale and said it would cut the brand loose by the end of this year. The loss-making brand needs a new owner to secure government guarantees for much needed funding from the European Investment Bank (EIB).
Tolle Wurst. Ich warte aber immer noch auf die Asiaten... :-p
Dino
Opfert Fiat die Marke Lancia?
Sollte Fiat bei Opel zum Ziel gelangen, will der italienische Konzern nicht nur zehn Fabriken in Europa schliessen. Er plant offenbar auch Marken zu liquidieren.
Mehr hier (http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Opfert-Fiat-die-Marke-Lancia/story/19484349)
dinosaur
06.05.2009, 18:11
Mehr hier (http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Opfert-Fiat-die-Marke-Lancia/story/19484349)
Das kommt angeblich aus dem Opel-Lager. Saab soll dann auch sterben (obwohl die ja angeblich gerade auch diskutieren).
Ich würde mich da jetzt ganz entspannt zurücklehnen und abwarten. Die Journalie erinnert mich derzeit mal wieder an kopflose Hühner...
Dino
schneemann
06.05.2009, 18:49
Und der Wiederspruch hier -> http://www.fiatgroup.com/en-us/mediacentre/press/Documents/2009/STATEMENT_OF_CLARIFICATION_.pdf
Gelle? Witzig ist vor allem, wie die jeweilige Presse sich hinter den einen oder anderen Kandidaten stellt, weil's ja offensichtlich auch politisch motiviert ist.
Einerseits Roland Berger hinter Fiat, anderseits Ex-Kanzler Schröder hinter Magna.
Dass sich Roland Berger für Fiat stark macht, kann nicht überraschen - schließlich wird er in seiner Funktion als Fiat-Verwaltungsratsmitglied von den Agnellis bezahlt.
ciao,
Bernd
bella rosso
06.05.2009, 20:35
Dass sich Roland Berger für Fiat stark macht, kann nicht überraschen - schließlich wird er in seiner Funktion als Fiat-Verwaltungsratsmitglied von den Agnellis bezahlt.
ciao,
Bernd
...aber er ist doch freigestellt, von seinen "Aufgaben" bei Fiat, um der Regierung beratend zur Seite zu stehen;-)
AlfaNero
06.05.2009, 21:03
Dass sich Roland Berger für Fiat stark macht, kann nicht überraschen - schließlich wird er in seiner Funktion als Fiat-Verwaltungsratsmitglied von den Agnellis bezahlt.
ciao,
Bernd
Eben. Deshalb schrieb ich es ja. Es steht - unabhängig von der einen oder anderen Seite - dann aber auch zu befürchten, dass parteipolitische Machtspielchen bei der Entscheidungsfindung eine Rolle spielen.
orlani69
07.05.2009, 21:44
Fiat erwartet 1,4 Mrd einsparungen pro jahr
Automobilwoche (http://www.automobilwoche.de/apps/pbcs.dll/article?AID=/20090507/DPA/905070423/1005/REPOSITORY)
Turbothesis
12.05.2009, 22:20
Ich bin gespannt, was aus dem Poker von Marchionne wird. Vor allem für uns als Käufer italienischer Automobile. Ich denke mal, am Ende wird es ein paar Kern-Marken geben
Praktisch: Fiat (wie Skoda)
Gehobener Standard: Opel (wie VW)
Premium: Alfa (wie Audi, nur ohne große Limousinen)
der Rest wird wohl nur noch eine Ausstattungsvariante (Lancia, die Alcantara-Version von Fiat) 8-(
Laut Aussagen, sieht die Fiat-Spitze für jede Plattform 1 mio. Stück als notwendig an. !augenmach! Für drei Plattformen wäre es wohl machbar:
- Panda, 500, Ypsilon
- Punto, Corsa, Mito
- Astra, Bravo, Alfa149, Delta
Aber in der Mittelklasse schaffen es Insignia und 159er zusammen bei weitem nicht, oder? Was kommt danach, eine verlängerte Bravo-Plattform als Ersatz für den 159er? Ob der dann gegen 3er und A4 eine Chance hat. !gruebel!
Die obere Mittelklasse wird ebenfalls auf absehbare Zeit nicht mehr besetzt werden. Es sei denn, sie machen nen Stretch-Bravo !mgrins!
Giovanardi66
12.05.2009, 22:44
Es sei denn, sie machen nen Stretch-Bravo !mgrins!
Oder einen Stretch-Panda (http://www.youtube.com/watch?v=m3xnsRrKebQ&feature=PlayList&p=E3F7D5A2443048F0&playnext=1&playnext_from=PL&index=53)!:-D
Ich bin gespannt, was aus dem Poker von Marchionne wird. Vor allem für uns als Käufer italienischer Automobile. Ich denke mal, am Ende wird es ein paar Kern-Marken geben
Praktisch: Fiat (wie Skoda)
Gehobener Standard: Opel (wie VW)
Premium: Alfa (wie Audi, nur ohne große Limousinen)
Fiat und Opel sind doch wie Spaghetti Bolognese und Knödel. Gleiche Preisklasse, völlig andere Einstellung. Ich vermute eher, dass man die Positionierung per Lifestyle macht. Italianità vs Solidität.
Praktisch: Fiat (wie Skoda)
Gehobener Standard: Opel (wie VW)
Hahahahaha! Was ist an Opel bitte gehobener Standard? Da baut Fiat die gehobeneren Autos verglichen mit dem was Fiat zu bieten hat.
Da baut Fiat die gehobeneren Autos verglichen mit dem was Fiat zu bieten hat.
Hmm?
;)
Hmm?
;)
Er hält Fiat für Fiat, wo doch Fiat ganz anders ist als Fiat!
Ah, jetzt hab ich's auch verstanden danke :).
Laut Aussagen, sieht die Fiat-Spitze für jede Plattform 1 mio. Stück als notwendig an. !augenmach! Für drei Plattformen wäre es wohl machbar:
- Panda, 500, Ypsilon
- Punto, Corsa, Mito
- Astra, Bravo, Alfa149, Delta
Aber in der Mittelklasse schaffen es Insignia und 159er zusammen bei weitem nicht, oder? Was kommt danach, eine verlängerte Bravo-Plattform als Ersatz für den 159er? Ob der dann gegen 3er und A4 eine Chance hat. !gruebel!
Na schön langsam ;) - bekanntlich wird nichts so heiß gegessen wie gekocht! Ein Blick über den Tellerrand macht klar, dass die Rechnung von Millionenstückzahlen für jede einzelne Plattform nicht zu halten ist. BMW und Daimler könnten bei einem derartigen Szenario gleich zusperren.
ciao,
Bernd
dinosaur
14.05.2009, 13:44
In 6 Tagen wissen wir mehr:
Fiat und Magna wollen bis zum 20. Mai Konzepte für eine Übernahme des angeschlagenen Autobauers Opel vorlegen. Das erklärte Bundeswirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg am Donnerstag nach einem Spitzengespräch in Berlin. Falls sich diese Konzepte als solide erweisen sollten, "könnte ein Treuhandmodell durchaus eine tragfähige Lösung sein", sagte der der CSU-Politiker.
Dino
Na schön langsam ;) - bekanntlich wird nichts so heiß gegessen wie gekocht! Ein Blick über den Tellerrand macht klar, dass die Rechnung von Millionenstückzahlen für jede einzelne Plattform nicht zu halten ist. BMW und Daimler könnten bei einem derartigen Szenario gleich zusperren.
ciao,
Bernd
Alles eine Frage der Marge der verkauften Produkte.....
Alles eine Frage der Marge der verkauften Produkte.....
Ja sicher. Das gilt allerdings nur wenn die Kosten - speziell mit Blick auf Neuentwicklungen - im Rahmen bleiben und die Modelle anschließend auch tatsächlich verkauft werden. Andernfalls schmelzen die Margen bedrohlich schnell.
ciao,
Bernd
Wie z.Zt. zu erkennen ist;D
dinosaur
21.05.2009, 15:56
Ob wir doch um den Alfa Omega herumkommen?
Die Bundesregierung berät noch über die Rettungskonzepte für Opel, beim Mutterkonzern GM in Detroit gibt es schon eine Präferenz. Nach SPIEGEL-Informationen liegt in einem internen Ranking Magna auf Platz 1, dahinter folgt der Finanzinvestor Ripplewood - und Fiat überraschend nur auf Platz 3.
Go, Magna, go!!! ;D
Dino
vindobona
21.05.2009, 16:13
Ob wir doch um den Alfa Omega herumkommen?
Go, Magna, go!!! ;D
Dino
yeahh go for it, magna ...
von alfa bis omega, hmmm, das wird dann vermutlich der letze sein ...!mgrins!
Ob wir doch um den Alfa Omega herumkommen?
Die Bundesregierung berät noch über die Rettungskonzepte für Opel, beim Mutterkonzern GM in Detroit gibt es schon eine Präferenz. Nach SPIEGEL-Informationen liegt in einem internen Ranking Magna auf Platz 1, dahinter folgt der Finanzinvestor Ripplewood - und Fiat überraschend nur auf Platz 3.
Go, Magna, go!!! ;D
Dino
...und Fiat überraschend :D nur auf Platz 3. Was ist daran überraschend? Fiat ist von den drei Kandidaten der einzige mit Erfahrungen im Bau und Verkauf von Automobilen. Offenbar ist auch nur Fiat wirklich an einer Übernahme von Opel interessiert, während beispielsweise im Fall von Magna immer nur von "Einstieg" oder Beteiligung gesprochen wird. Kein Wunder also, dass das Angebot von Fiat die eine oder andere unangenehme Konsequenz (z.B. Personalabbau) aufzeigen wird. Magna und Ripplewood werden sich dagegen mit blumigen Allgemeinplätzen begnügen, da sie das unternehmerische Risiko bei Opel gar nicht eingehen wollen. Das unternehmerische Risiko bei Opel - daran ist kaum zu zweifeln - sollen und werden Bund und Länder tragen. Die Politik wird also Magna ins Opel-Boot holen, weil Magna ein gefälliges Angebot abgegeben hat und die allgemeine Stimmungslage deutlich Richtung Magna ausschlägt. Das Thema Opel ist damit für die Politik vorerst abgehakt und alles andere wird die Zukunft zeigen - komisch, warum fällt mir jetzt ausgerechnet Hertie ein...
ciao,
Bernd
Scrootch
22.05.2009, 01:57
Hallo Bernd,
da muss ich Dir zustimmen. Wobei mir beim Thema Opel immer unser Kanzler mit der ruhigen Hand und sein "Einsatz" für die Holzmann AG in den Sinn kommt. ;)
So long
Scrootch
theexplainer
25.05.2009, 15:39
im falle einer opel übernahme will marcchione lancia dicht machen.:,(
Fiat soll wohl nachgebessert haben. An Fiats Stelle, würde ich einfach Porsche übernehmen. Würde doch auch gut zu Ferrari und Maseratte passen. Dann hätten sie zwar auch das schrottige VW am Bein, aber die sollten sich eh besser auf ihre Kernkompetenz Fussball konzentrieren. Klappt besser als der Autobau! !mgrins!
italo001
25.05.2009, 19:58
wer soll sich jetzt auf den Fußball konzentrieren, geht es um FIAT Turin oder VW Wolfsburg???
italo
Turbothesis
26.05.2009, 21:40
Die FAZ schreibt, dass Fiat doch am besten im Rennen liegt, weil Magna nichts (!) an EIgenkapital investieren will. Da könnte sogar ich mitbieten. Würde vielleicht sogar 5 Euro in die Opelkasse legen. !mgrins!
Die Chinesen sollen jetzt auch ernsthaft mitbieten. Wobei man sagen muss, dass dann die Arbeitsplätze in der Produktion bestimmt sicher wären !thatsit! BenQ lässt grüßen. Und für den Technologietransfer darf der deutsche Steuerzahler noch 4 Mrd drauflegen. !gruebel!
Insofern hoffe ich auf Fiat. Und dann gibts vielleicht wieder große Italiener (Macchine)
So schlecht wie momentan über FIAT's Angebot gesprochen wird, geht es mir langsam auf den Sack. Hoffentlich geht Opel insolvent, und wird dicht gemacht. Dann wissen sie was sie von dem herumgeeierer haben.
* Wie schön erwähnt, Chinese steig ein mit Produktion in Europa.. klar! !gruebel!
* Russen (mit Magna) steigen ein und wollen nur das Beste für Opel. Jeder wird sein Job behalten... auch klar, wo gerade in Russland soviel Arbeitslosigkeit herrscht -> Thema Jobaufbau im Osten.
* Und der 4. im Bunde, ein Finanzinvestor, will natürlich das die Marke Opel und damit die Arbeiter wieder Geldverdienen.. Finanzinvestor.. oha! Wie viel Geld bekommen die dann von Deutschland, somit uns Steuerzahlern?
War da nicht auch was mit Nokia und Müllermilch.
Turbothesis
26.05.2009, 23:21
... wobei sich natürlich auch Fiat das Engagement bei Opel bezahlen lässt. !rolleyes2 Donnerstag wissen wir mehr.
Okay die Autoindustrie ist systemrelevant. Die ganzen Opelfahrer müssten zu Fuß gehen, die Tankstellen im Pott würden pleite gehen, die Fuchsschwanzhersteller auch. Da müssen wir als Steuerzahler schon die Verantwortung übernehmen. Sind pro Kopf nicht mehr als 100 Euro. :+)
Weiß denn einer, wie die stimmungslage in italien ist bezüglich einstieg bei opel ? Das müßte die Italiener doch auch interessieren ?
!gruebel!
Grüße Markus
theexplainer
27.05.2009, 10:05
bei fiat hätts einen riesen vorteil
ich glau b nicht dass sich die ams leute noch trauen fiats in vergleichstest so fertig zu machen
Giuseppe Farina
27.05.2009, 10:14
War ja schonmal schwach von Fiat gestern nicht auf der Betriebsratssitzung zu erscheinen. 8(
Übernahmekampf: Fiat brüskiert Opel-Betriebsrat (http://wirtschaft.t-online.de/c/18/84/63/64/18846364.html)
War ja schonmal schwach von Fiat gestern nicht auf der Betriebsratssitzung zu erscheinen. 8(
Warum auch, bei den "Arbeitnehmervertretern" (vertreten die die Interessen der AN, oder nur ihre eigenen ?) kann FIAT doch eh nicht gewinnen.
Die gebärden sich doch getreu dem Motto: "Ich ertrinke zwar, aber von Dir lasse ich mich nicht aus dem Wasser ziehen, weil mir Dein Boot zu unsicher erscheint".
War ja schonmal schwach von Fiat gestern nicht auf der Betriebsratssitzung zu erscheinen. 8(
Wer ist denn in diesem ganzen Pokerspiel der wichtigere Part? Der Betriebsrat oder die Bundesregierung? Ich find's schon richtig, was Marchionne macht.
Ich find's unmöglich, wie sich die Gewerkschaften aufspielen und meinen, sie können die Riesenforderungen aufstellen. Wenn die ganzen Flachzangen meinen, sie haben es besser, wenn sie von Unternehmen übernommen werden, die keine Ahnung von Autoproduktion und Verkauf haben und dann nach 1 oder 2 Jahren 100 % der Arbeitsplätze vernichtet haben. Na bitte.
Ich kann doch die Qualität eines Konzeptes nicht davon abhängig machen, wieviele Arbeitsplätze verloren gehen, sondern muss überlegen, ob es für die Zukunft tragfähig ist.
War ja schonmal schwach von Fiat gestern nicht auf der Betriebsratssitzung zu erscheinen. 8(
Übernahmekampf: Fiat brüskiert Opel-Betriebsrat (http://wirtschaft.t-online.de/c/18/84/63/64/18846364.html)
Finde ich völlig richtig. Die Betriebsräte sind eines der grössten Hindernisse für Investitionen in Deutschland.
Finde ich völlig richtig. Die Betriebsräte sind eines der grössten Hindernisse für Investitionen in Deutschland.
Schlimm genug. Und das in der Situation.
Giovanardi66
27.05.2009, 10:40
Ich finde es recht amusant das Ganze Theater mit ein wenig Distanz zu verfolgen...
Die AN-Vertreter und Gewerkschaften wollen nur Arbeitsplätze retten. Kriegen sie ihre Forderungen durch, ist die Folge mit Sicherheit, dass Opel definitiv schliessen kann.
Die Bundesregierung möchte ebenfalls möglichst viele Arbeitsplätze retten, damit sie bei den bevorstehenden Wahlen eine gute Figur machen kann. Die Regierung wird vor diesem Hintergrund kaum eine sachliche und gute Entscheidung fällen!
Gestern habe ich mehrere Stimmen von Managern gehört, und die haben allesamt gesagt, sie seien für die Fiat-Lösung, auch wenn Opel und die AN bluten müssen... Aber ohne tiefe Einschnitte wird man den Konzern nicht sanieren können, und einige Leute scheinen den Ernst der Lage noch überhaupt nicht begriffen zu haben, sonst würden sie nicht so viele Forderungen stellen.
Giuseppe Farina
27.05.2009, 13:33
Finde ich völlig richtig. Die Betriebsräte sind eines der grössten Hindernisse für Investitionen in Deutschland.
Ich halte von dem Gewerkschafts-SPD Zeug auch nichts. Trotzdem wäre es nicht schlecht gewesen sich denen zu präsentieren wenn es die anderen Investoren auch gemacht haben.
Finde ich völlig richtig. Die Betriebsräte sind eines der grössten Hindernisse für Investitionen in Deutschland.
Aus 'ner anderen Perspektive könnte man behaupten: Betriebsräte, Gewerkschaften oder auch Flachzangen haben einen nicht unwesentlichen Anteil daran, dass sich in Deutschland bis jetzt kaum jemand von der globalen Wirtschaftskrise persönlich betroffen sieht.
figo
Aus 'ner anderen Perspektive könnte man behaupten: Betriebsräte, Gewerkschaften oder auch Flachzangen haben einen nicht unwesentlichen Anteil daran, dass sich in Deutschland bis jetzt kaum jemand von der globalen Wirtschaftskrise persönlich betroffen sieht.
Aha. Und woher nimmst du diese Weisheit?
Arbeitsrecht, Tarifverhandlungen etc. und das alles über Jahrzehnte, quasi seit den Weberaufständen.
Ich wollt jetzt hier aber nicht den Thread vom Thema abbringen.
figo
rolibeuter
27.05.2009, 14:02
Aus 'ner anderen Perspektive könnte man behaupten: Betriebsräte, Gewerkschaften oder auch Flachzangen haben einen nicht unwesentlichen Anteil daran, dass sich in Deutschland bis jetzt kaum jemand von der globalen Wirtschaftskrise persönlich betroffen sieht.
figo
Selten einen solchen Unsinn gelesen...
Selten einen solchen Unsinn gelesen...
Gern geschehen.
figo
Arbeitsrecht, Tarifverhandlungen etc. und das alles über Jahrzehnte, quasi seit den Weberaufständen.
Ich wollt jetzt hier aber nicht den Thread vom Thema abbringen.
Das ist einerseits verständlich, andererseits allerdings schade. Denn ich hätte den Zusammenhang wirklich gerne mal näher betrachtet und verstanden.
Bei den Gewerkschaftern ist doch erst mal Besitzstandswahrung angesagt.
Sogar verständlich, wenn man das verteidigen will, was man sich über die Jahre erstreikt/erkämpft hat.
Leider ist der Blick aber so vernebelt, dass es um Besitzstandswahrung um jeden Preis geht, auch in Zeiten veränderter Rahmenbedingungen, und wenn im Zweifelsfall ganze Unternehmen den Bach runter gehen.
Auch klar ist, dass Magna bevorzugt wird, ist ja praktisch ein deutsches Unternehmen, nun ja, zumindest spricht der Eigentümer eine ähnlich klingende Sprache, und ein ehemaliger Sozi-Kanzler ist mit dem Vranitzky auch dabei.
Eh klar, dass alle Unternehmen die Ex-Sozi-Kanzler aufnehmen unheimlich sozial sein müssen, sonst stünden die ja auf der Strasse.
Gazprom zum Beispiel, die sind sogar so sozial, dass sie nicht nur unseren Gerhard aushalten, sondern sogar noch den ewigen Meister der Herzen sponsorn.
Und wenn dann die Magma-Russen-Connection Opel übernimmt, kann doch nichts mehr schief gehen.
Solange jedenfalls nicht bis der Russe alles abbaut (verspätete Reparationen halt) und hinterm Ural wieder aufbaut.
#-)
Gegen Gewerkschaften ist nichts einzuwenden, das Problem orten ausländische Investoren mehr beim hoch angesetzten Mitspracherecht des Betriebsrates.
(Vielleicht sind aber dem Marchionne die noch lieber als die Camorra)
Gegen Gewerkschaften ist nichts einzuwenden, das Problem orten ausländische Investoren mehr beim hoch angesetzten Mitspracherecht des Betriebsrates.
(Vielleicht sind aber dem Marchionne die noch lieber als die Camorra)
So ist es, die Gewerkschaften ansich o.k., aber das Mitspracherecht des BR (§ 87 BetrVG) ist schon abschreckend!augenmach!
...
Ich find's unmöglich, wie sich die Gewerkschaften aufspielen und meinen, sie können die Riesenforderungen aufstellen. Wenn die ganzen Flachzangen meinen, sie haben es besser, wenn sie von Unternehmen übernommen werden, die keine Ahnung von Autoproduktion und Verkauf haben und dann nach 1 oder 2 Jahren 100 % der Arbeitsplätze vernichtet haben. Na bitte.
Ich kann doch die Qualität eines Konzeptes nicht davon abhängig machen, wieviele Arbeitsplätze verloren gehen, sondern muss überlegen, ob es für die Zukunft tragfähig ist.
Sehe ich exakt genau so. Deswegen meine vorherige Aufregung. Da meinen einige wenige Forderungen stellen zu können, obwohl sie nicht in der Lage dazu sind. Nur weil es ein paar Bieter gibt, heißt es nicht, dass die um jeden Preis kaufen. Sie müssen ja nicht! Daran denkt keiner. Klar darf man es keinem zu leicht machen, denn es sind ja immerhin 5-6 Milliarden Steuergelder im Gespräch die gezahlt werden wollen. Aber so wie die sich anstellen, sollte man Opel pleite gehen lassen, dann würden sie sehen was es bedeutet, wenn Magna, Fiat, Finanzfuzi und China nicht kaufen.
Trotzdem wäre es nicht schlecht gewesen sich denen zu präsentieren wenn es die anderen Investoren auch gemacht haben.Warum? Die haben bei der ganzen Geschichte zum 90%iger Wahrscheinlichkeit nichts konstruktives zu sagen. Ohne Einsparungen ist niemand in einer Notlage zu Retten. FIAT ging es vor ein paar Jahren genau so. Bitter aber war.
Auch klar ist, dass Magna bevorzugt wird, ist ja praktisch ein deutsches Unternehmen, nun ja, zumindest spricht der Eigentümer eine ähnlich klingende Sprache, und ein ehemaliger Sozi-Kanzler ist mit dem Vranitzky auch dabei.
Schon mal die Pläne gelesen? Magna will mit dem kleinsten Anteil bei Opel Einsteigen! Die Mehrheit besitzen die anderen!
Sehe ich exakt genau so. Deswegen meine vorherige Aufregung. Da meinen einige wenige Forderungen stellen zu können, obwohl sie nicht in der Lage dazu sind.
Das ist doch die normale IGM-Masche.
Wenn ich mich da so an die Zeiten bei einem sehr bekanntem Automobilzulieferer, dessen Lohnabrechnungen immer aus Gerlingen kamen, erinnere!augenmach!!augenmach!!augenmach !
Giuseppe Farina
27.05.2009, 23:24
Warum? Die haben bei der ganzen Geschichte zum 90%iger Wahrscheinlichkeit nichts konstruktives zu sagen. Ohne Einsparungen ist niemand in einer Notlage zu Retten. FIAT ging es vor ein paar Jahren genau so. Bitter aber war.
Natürlich haben die nichts konstruktives zu sagen, aber wenn die anderen dahin zuckeln würde ich das doch auch machen wenn es mir mit der Übernahme ernst ist. Bischen beschwichtigen und einen auf gute Mitarbeit machen. Wie oft ist diese Betriebsrattype in irgendeinem Interview. Ist nun mal in Deutschland so das die Gewerkschaftsjogis zumindest medial relativ oft zu sehen sind, ob das nun gut ist oder nicht, das sollte man zumindest berücksichtigen.
Anders gefragt, erklär mir doch mal: Was bringt es Fiat den Betriebsrat gegen sich aufzubringen?
dinosaur
28.05.2009, 09:39
Grins - Sergio gestern nacht bei Angie: "Ich brauch erstmal ne Fluppe"... :-]
http://www.spiegel.de/img/0,1020,1536111,00.jpg
Ich denke, Fiat sollte jetzt einfach mal sagen: "Och, nee, so einen Chaoshaufen brauchen wir nicht". Würde mich interessieren, was dann los wäre... :-]
Dino
Anders gefragt, erklär mir doch mal: Was bringt es Fiat den Betriebsrat gegen sich aufzubringen?
Du hast 2 Termine zur selben Zeit und nur eine Möglichkeit.
Termin 1: Angie (Regierung, hat was zu sagen und sind die mit dem Geld und über Verkauf entscheiden)
Termin 2: Gewerkschaft (Arbeiter, sind launisch, haben kein Geld und wissen nicht wie Wirtschaft funktioniert)
Preisfrage, wo gehst du hin?
P.S.: Ich will auf die Frage nicht wirklich eine Antwort hören :-D
schneemann
29.05.2009, 09:34
Ich denke, Fiat sollte jetzt einfach mal sagen: "Och, nee, so einen Chaoshaufen brauchen wir nicht". Würde mich interessieren, was dann los wäre... :-]
Dino
Fiat sagt Teilnahme bei Opel-Gipfel ab - spiegel.de, 29.05.2009
Überraschende Wende im Ringen um die Opel-Rettung: Der Fiat-Konzern hat seine Teilnahme beim Krisentreffen im Kanzleramt abgesagt. Man habe nach wie vor Interesse an Opel, wolle sein Angebot aber nicht nachbessern.
Mailand/Berlin - Hiobsbotschaft für Opel: Fiat wird nicht an dem von der Bundesregierung für Freitag anberaumten Treffen zur Rettung des angeschlagenen Autobauers teilnehmen. Fiat-Chef Sergio Marchionne sagte, sein Konzern könne nicht wegen einer Notlage außerordentliche Risiken eingehen. Es sei ihm nicht gelungen, vollen Einblick in die Bücher von Opel zu bekommen. Grundsätzlich sei man aber offen für weitere Gespräche mit allen Beteiligten.
Fiat erklärte, es wäre wirtschaftlich "unangemessen" weiter Zusagen für den Einstieg bei Opel zu machen. Der italienische Autokonzern habe bereits angeboten, seine Autosparte abzutrennen und ohne Schuldenlast mit Opel zusammenzuführen, erklärte Fiat-Chef Sergio Marchionne.
Die Bundesregierung will am Freitag einen neuen Anlauf zur Rettung von Opel starten. An den Verhandlungen im Kanzleramt nehmen unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die zuständigen Bundesminister sowie Vertreter des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM) und des US-Finanzministeriums teil.
Dass Fiat schlechte Karten hat, deutete sich bereits an. Der italienische Autobauer sei an den Gesprächen nicht mehr beteiligt, berichtete die Nachrichtenagentur dpa-AFX zuvor unter Berufung auf Verhandlungskreise. "Fiat ist draußen", hieß es.
Dem zweiten Bieter, dem kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna , wurden die besseren Chancen eingeräumt. Das Konzept sei am tragfähigsten, sagte Opel-Aufsichtsratsmitglied Armin Schild im Bayerischen Rundfunk. Es werde jedoch noch eine Menge zu verhandeln sein. Es sei Eile geboten, unterstrich der Bezirksleiter der IG Metall Frankfurt: "Die GM- Insolvenz steht unmittelbar bevor, jetzt läuft die Sanduhr ab." Deshalb plädiere er dafür, "jetzt die Brückenfinanzierung rechtzeitig vor der Insolvenz auf die Beine zu stellen."
Das erste Spitzentreffen der Bundesregierung mit Vertretern der US-Regierung und den Opel-Interessenten in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag war ergebnislos abgebrochen worden. GM hatte überraschend einen neuen Finanzbedarf für Opel in Höhe von 300 Millionen Euro angemeldet, der bereits in den nächsten Tagen fließen soll. Die Regierung hatte abgelehnt, diese Summe zu übernehmen.
Geile Aktion :-D
Giuseppe Farina
29.05.2009, 09:55
Du hast 2 Termine zur selben Zeit und nur eine Möglichkeit.
Termin 1: Angie (Regierung, hat was zu sagen und sind die mit dem Geld und über Verkauf entscheiden)
Termin 2: Gewerkschaft (Arbeiter, sind launisch, haben kein Geld und wissen nicht wie Wirtschaft funktioniert)
Preisfrage, wo gehst du hin?
P.S.: Ich will auf die Frage nicht wirklich eine Antwort hören :-D
Gibt doch eine Antwort. Besteht Fiat nur aus einer Person? Marchionne muss alles alleine machen, der Rest von Fiat sind dumme Buben? ???
In diesem Jahr sind in Deutschland Bundestagswahlen, traditionell sucht die SPD dann die Nähe zu den Gewerkschaften, die Opel-Rettung könnte für die SPD sowas sein wie die Pr wirksame, aber total sinnlose Holzmannaktion vom Schröder damals. Wenn nun die IG Metall meint: Wir wollen Magna, denkt dran es ist Wahl.
Das könnte einen Ausschlag geben. Vor allem weil die SPD in der Regierung sitzt.
Arbeiter launisch, kein Geld, keine Ahnung. Macht sich toll am Stammtisch, dann prosten Dir alle zu und sagen: Du hast Recht, die da oben haben alle keine Ahnung!
Ist in der politischen Realität nur leider nicht so leicht getan. So ganz ohne Einfluss sind die Gewerkschaften nicht, vor allem da auch Wahljahr ist und die Genossen von der SPD gewählt werden wollen. Ich bleibe dabei: Irgendeiner hätte da hingehen sollen.
Aber da unsere amerikanischen Freunde bei GM wohl nicht mit der vollen Wahrheit rausrücken und die Amerik. Regierung 3. klassige Vertreter ohne Befugnisse nach Berlin schickt wird wohl nichts anderes als die Insolvenz bleiben, die CDU wird das ganze schon lösen.
dinosaur
29.05.2009, 10:12
Geile Aktion :-D
GENAU! Sergio hat es hier gelesen... !mgrins!
Dino
PS: Ich finde das gut - soll Magna mit Opel vor die Wand laufen - in spätestens 2 Jahren ist die Bude tot. :D
dinosaur
29.05.2009, 11:03
Geht schon los... !totlach!
Opel: Nach Fiat denkt auch Magna an Ausstieg
Es geht Schlag auf Schlag. Nach Fiat droht angeblich auch der andere wichtige Opel-Interessent Magna mit einem Ausstieg aus den Verhandlungen. Nun könnte Opel ohne Investoren dastehen. Und damit nicht genug. Offenbar ist noch eine brisante Opel-Analyse des Bundeswirtschaftsministeriums aufgetaucht. Und bei der fehlt es nicht an Sprengstoff.
HB DÜSSELDORF. Fiat wird nicht an dem von der Bundesregierung für heute anberaumten Treffen zur Rettung von Opel teilnehmen. Fiat-Chef Sergio Marchionne sagte am Freitag, sein Konzern könne nicht wegen einer Notlage außerordentliche Risiken eingehen. Grundsätzlich sei man aber offen für weitere Gespräche mit allen Beteiligten. Und nun könnte auch noch Magna aussteigen. Das Internetportal „Bild.de“ berichtet: „Auch Magna steht kurz davor hinzuschmeißen.“ Vertreter von Magna und des Opel- Mutterkonzerns General Motors (GM) bereiteten am Vormittag in Berlin das erneute Krisentreffen zu Opel im Kanzleramt vor. Wie „Bild.de“ aus Verhandlungskreisen erfahren haben will, gibt es von GM immer neue Forderungen.
Und damit nicht genug. Neues Ungemach für die Opelaner kommt aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Eine Rettung des Opel-Konzerns kommt den Staat nämlich möglicherweise teurer als eine Insolvenz. Wie der „Spiegel“ unter Berufung auf Berechnungen des Bundeswirtschaftsministeriums berichtete, kämen auf den Staat im Falle einer Pleite Kosten von rund 1,1 Milliarden Euro zu. Müsste der Staat aber für die Kredite möglicher Opel-Retter einspringen, fielen beispielsweise bei dem interessierten Magna-Konzern 4,5 Milliarden Euro an.
Bei ihren Berechnungen hätten die Beamten unterstellt, das ein künftig arbeitsloser Opel-Mitarbeiter die Steuer- und Sozialkasse im Schnitt 22 700 Euro jährlich kosten werde. Dabei sei berücksichtigt, dass er Arbeitslosengeld beziehe und keine Einkommensteuer mehr bezahle. „Im schlimmsten Fall, wenn alle 25 000 Jobs bei Opel und etwa gleich viele bei Zulieferern verschwinden, kämen auf den Staat Kosten in Höhe von rund 1,1 Milliarden Euro zu.“ Die Berechnung unterstelle, dass Opel komplett liquidiert werde.
Fiat-Chef Sergio Marchionne hatte zuvor als Begründung für den möglichen Ausstieg seines Unternehmens aus dem Opel-Poker gesagt, er sei nicht in der Lage, für Fiat und die Opel-Mutter General Motors einen fairen Übernahmevorschlag vorzulegen. Es sei ihm nicht gelungen, vollen Einblick in die Bücher von Opel zu bekommen. In der Tat sei es irrational anzunehmen, dass Fiat den angeschlagenen Autobauer finanzieren könne, solange dessen wirtschaftliche Situation nicht bekannt sei. Marchionne sagte, er sei "perplex" über die Probleme, die sich in letzter Minute noch ergeben hätten. Er bezeichnete die bisherigen Gespräche als "kompliziert" und "holprig".
Der erste Rettungsgipfel der Bundesregierung mit Vertretern der US-Regierung und General Motors sowie den Opel-Interessenten Fiat und Magna war in der Nacht zum auf Donnerstag ergebnislos abgebrochen worden. GM hatte einen überraschenden neuen Finanzbedarf für Opel in Höhe von 300 Millionen Euro angemeldet.
(http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/fiat-einmal-amerika-und-zurueck;2263653)
Die Bundesregierung hat den Interessenten für Opel und den US-Verhandlungspartnern eine Frist bis zum frühen Nachmittag gesetzt. Bis 14.00 Uhr soll eine von den Investoren, GM und der US-Regierung unterzeichnete Absichtserklärung vorliegen. Nach den Äußerungen Marchionnes würde nunmehr der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna als einziger ernsthafter Interessent für Opel im Rennen bleiben. Unabhängig davon hatten Regierungskreise dem kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna die besten Chancen eingeräumt, den Zuschlag für Opel zu bekommen.
Vorausgegangen waren der Absage von Fiat Gerüchte, die für Opel nichts Gutes verheißen. Unmittelbar vor dem neuen Krisengipfel um das Schicksal des angeschlagenen Autobauers Opel drohen die Verhandlungen zwischen dem Mutterkonzern General Motors (GM) und den möglichen Bietern nämlich in eine Sackgasse zu geraten. "Es sieht alles danach aus, dass General Motors USA gar keinen Deal will", sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.
Der italienische Autobauer Fiat sei an den Gesprächen nicht mehr beteiligt, sagte die Person. "Fiat ist draußen." Inzwischen liegt auch eine Bestätigung des italienischen Autobauers vor.
Dino
Pantera Blu
29.05.2009, 11:13
Ist klug von Marchionne, sich da nicht reinziehen zu lassen.
Giovanardi66
29.05.2009, 11:53
Es ist echt unglaublich was Opel und die BR da vom Stapel lassen8(
Das Bild mit dem Ertrinkenden, der nicht gerettet werden will, weil ihm die Farbe des Rettungsbootes nicht passt ist da sehr treffend:-]
Wer sich so aufführt, hats nicht besser verdient wenn er die Tore schliessen muss!
Wirds halt der Austro-Kanadier Franz Strohsack;)
Pantera Blu
30.05.2009, 09:11
Er wird's.
Einigung mit GM und USA: Magna soll Opel retten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,627781,00.html)
Und es wird keinen Alfa Omega geben, sondern einen Wolga im Astra-Pelz. !mgrins!
Turbothesis
30.05.2009, 12:47
Es wird spannend bleiben. Ich glaube Magna - mit gerade einmal 74 Mio Gewinn im vergangenen Jahr - wird da noch öfter mit den Russen und der Bundesregierung um Geld verhandeln müssen. Vielleicht wartet Sergio auch nur und übernimmt dann gleich Magna. !hehe! Soll ja nicht das erste Unternemen in der Automobilindustrie sein, das sich verhoben hat. :+)
Aber es wäre auch okay, wenn sich die Italiener mal wieder um die Modelle kümmern würden und nicht immer nur um Merger & Akquisitionen.
vindobona
30.05.2009, 13:17
Es wird spannend bleiben. Ich glaube Magna - mit gerade einmal 74 Mio Gewinn im vergangenen Jahr - wird da noch öfter mit den Russen und der Bundesregierung um Geld verhandeln müssen. Vielleicht wartet Sergio auch nur und übernimmt dann gleich Magna. !hehe! Soll ja nicht das erste Unternemen in der Automobilindustrie sein, das sich verhoben hat. :+)
Aber es wäre auch okay, wenn sich die Italiener mal wieder um die Modelle kümmern würden und nicht immer nur um Merger & Akquisitionen.
gut daß der kelch opel an fiat vorübergegangen ist. so wird gleich magna mitbereinigt, auch gut. man höre sich nur an, was geistesgrößen wie dudenhöffer, franz (br), koch, beck von sich geben. beileid auch richtung deutscher steuerzahler, von wien aus.!gruebel!
beileid auch richtung deutscher steuerzahler, von wien aus.!gruebel!
Danke dafür. War auch schon mein Gedanke. Die Milliarden werden ja nun bereit gestellt und auch die Millionen an die Amis werden durchgehen. Der Zeitdruck war einfach zu groß.
Die Millionen sind sowieso weg.
Und wann die Milliarden aufgebraucht sind, wird man ja sehen. Ich rechne mal bis 2011.
stephanV6
30.05.2009, 13:52
Einigung mit GM und USA: Magna soll Opel retten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,627781,00.html)
Shit, wir sind Jahrelang ohne Automobilhersteller für Massenmarkt ausgekommen
und jetzt haben wir so einen Klotz kleben.
Shit, wir sind Jahrelang ohne Automobilhersteller für Massenmarkt ausgekommen
und jetzt haben wir so einen Klotz kleben.
Ha, Ha. !auslach!
Und in zwei Jahren kommt Magna mit Opel am Bein und will Milliarden von der Regierung für den Erhalt von Arbeitsplätzen... !blabla!
dinosaur
30.05.2009, 14:20
Ha, Ha. !auslach!
Und in zwei Jahren kommt Magna mit Opel am Bein und will Milliarden von der Regierung für den Erhalt von Arbeitsplätzen... !blabla!
Klar - aber da werden sie sich sicher eher nach Berlin als nach Wien wenden - die Arbeitsplätze sind ja nicht in Ö.!hehe!
Freue mich jetzt schon auf den neuen Opel Niva... !mgrins!
Dino
orlani69
30.05.2009, 14:53
Es wird spannend bleiben. Ich glaube Magna - mit gerade einmal 74 Mio Gewinn im vergangenen Jahr - wird da noch öfter mit den Russen und der Bundesregierung um Geld verhandeln müssen. Vielleicht wartet Sergio auch nur und übernimmt dann gleich Magna. !hehe! Soll ja nicht das erste Unternemen in der Automobilindustrie sein, das sich verhoben hat. :+)
Aber es wäre auch okay, wenn sich die Italiener mal wieder um die Modelle kümmern würden und nicht immer nur um Merger & Akquisitionen.
74 mio gewinn sind immer noch mehr wie 9 mlrd miese :)))
André d. Zweite
30.05.2009, 15:04
Mal sehen, wie es weitergeht. Noch ist nichts in trockenen Tüchern und wer weiß, welche Leichen noch im Opel-Keller liegen und bis zur Vertragsunterzeichung (oder auch erst danach) gefunden werden. Schon aus dieser Sicht wäre eine Insolvenz von Opel und ein Einstieg danach für den neuen Investor der sicherere Weg gewesen. Jedenfalls bleibt dieses Thema weiterhin hochspannend.
Viele Grüße
André d.2.
nipponalfa
30.05.2009, 15:25
Es ist ja zuerst nur eine Absichtserklaerung und wir werden sehen was sich bis zu dem gewuenschten Termin einer Vertragsunterzeichnung bis Sept. tut.
Vielleicht springt Magna wieder ab.
Magna muss nun erstmal die naechsten Monate in Geschaeftsanhaengigkeit mit GM in USA ueberleben. GM wird die naechsten 30 - 90 Tage waehrend des Konkursverfahrens nicht produzieren und damit kann Magna auch nichts liefern.
Gruss
Pantera Blu
30.05.2009, 18:05
Alle reden von Magna - dabei bekommt Magna nur 20% von Opel und die russische Sberbank 35%. Das ist also zu einem ganz wesentlichen Teil ein Deal zwischen dem deutschen und dem russischen Staat (der die Sberbank kontrolliert), der zweite große Staatsdeal nach Schröders Pipeline-Geschichte. Frei nach dem Motto: Wir bekommen russisches Öl, die Russen bekommen deutsche Autos.
Dazu passt auch, dass sich die SPD, die den Deal favorisiert hat, auffällig zurückhaltend bzgl. der Forderung nach einem fairen Prozess für Chodorkowski verhalten hat.
Marchionne wird spätestens in der langen Verhandlungsnacht klar geworden sein, dass die deutschen Regierung längst pro Magna/Sberbank eingestellt war, ebenso wie GM Fiat wegen der Chrysler-Allianz nicht wollte, und dann hat Marchionne von sich aus den Rückzug erklärt, um das Gesicht zu wahren.
Wir bekommen russisches Öl, die Russen bekommen deutsche Autos.
Ich glaube eher die Russen bekommen europäisches Know-How, denn billige Arbeitskräfte haben sie selber und werden dann ganz rasch in Russland Opel-Fahrzeuge bauen.
Pantera Blu
31.05.2009, 15:20
Ich glaube eher die Russen bekommen europäisches Know-How, denn billige Arbeitskräfte haben sie selber und werden dann ganz rasch in Russland Opel-Fahrzeuge bauen.
Ja, genau das meine ich. Deshalb ist es illusorisch, zu glauben, mit diesem Deal würden langfristig die deutschen Opel-Arbeitsplätze gesichert. Spätestens nach der Wahl wird die Zahl der deutschen Arbeitsplätze, die gestrichen werden, steigen.
500 ohne Fiat für die USA:
italiaspeed.com (http://italiaspeed.com/2009/cars/fiat/06/500_usa_launch_schedule/0206.html)
schneemann
05.06.2009, 10:05
Fiat fühlt sich bei Opel getäuscht - ftd.de, 04.06.2009
Nach langem Gezerre winkten die Italiener frustriert ab. Auch, weil sie anders als Magna keinen kurzfristigen Kredit geben wollten. Doch auch die Österreicher zahlten nicht. Fiat fühlt sich nun hinters Licht geführt - und Magna stellt bei Opel schon erste Weichen.
Fiat ist offenbar frustriert über den Bieterprozess: Der Konzern sei verärgert, dass der Investor Magna nun doch nicht jene 300 Mio. Euro zahlen müsse, die zur unmittelbaren Rettung von Opel notwendig waren, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Unter anderem wegen dieser Forderung war Fiat aus den Verhandlungen ausgestiegen.
In der vergangenen Woche war ein kurzfristiger Finanzbedarf von 300 Mio. Euro bei Opel aufgetaucht, um den deutschen Autobauer vor der unmittelbar drohenden Insolvenz zu retten. Magna hatte angeboten, diese Summe zu übernehmen. Am vergangenen Dienstag gaben dann jedoch Bund und Länder die erste Finanzspritze aus dem staatlich verbürgen Kredit von 1,5 Mrd. Euro. Dem Vernehmen nach sind Fiat und auch der chinesische Hersteller BAIC dennoch weiter an einem Einstieg bei Opel interessiert.
Denn auch mit Magna scheint noch nicht alles in trockenen Tüchern zu sein. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach zuletzt von Magna nur noch als "potenziellem Investor". Denn vieles in der Vereinbarung mit dem Zulieferer sei noch nicht bindend. Am Mittwoch legte die Bundesregierung nochmals nach. Berlin sei weiter offen für andere Bieter, sagte ein Regierungssprecher.
Nach Einschätzung der italienischen Regierung hat der Konzern aus Turin noch gute Chancen auf eine Opel-Übernahme. Äußerungen der deutschen Regierung bedeuteten hoffentlich, dass die Entscheidung zugunsten Magnas in einem halben Jahr überprüft werde, sagte Industrieminister Claudio Scajola am Donnerstag.
Magna drückt bei der Übernahme von Opel jedoch aufs Tempo. Der Konzern will nach eigenen Angaben in vier bis fünf Wochen einen Kaufvertrag unterzeichnen. Magna stellte mit einer Spitzenpersonalie sogar schon erste Weichen für den Neuanfang bei Opel. Carl-Peter Forster soll die neue Gesellschaft aus Opel und Vauxhall führen, sagte der Co-Chef des kanadisch-österreichischen Zulieferers, Siegfried Wolf, nach Angaben von Teilnehmern einer Betriebsversammlung in Rüsselsheim vom Donnerstag.
http://www.ftd.de/asset/Image/2009/05/29/marchi.500.jpg
Fiat-Chef Marchionne verhandelt offenbar mit Opel weiter
Bislang steht Hans Demant an der Spitze von Opel. Forster ist Europachef des bisherigen Mutterkonzerns General Motors (GM). Der frühere BMW-Manager saß bereits von 2001 bis 2004 am Opel-Steuer und hat sich damals einen Namen als harter Sanierer gemacht, bevor er 2004 an die Spitze von GM Europe wechselte.
Am Donnerstag wurden zudem weitere Details des Geschäfts bekannt. Die russische Sberbank und Magna zahlen 500 Mio. Euro für ihren Anteil am Autobauer. Die Summe nannte Sberbank-Chef German Gref nach Angaben der Agentur Interfax. Sberbank will 35 Prozent der Aktien übernehmen, Magna 20 Prozent.
Allerdings will die Sberbank ihre Opel-Anteile nicht auf Dauer halten. "Sberbank plant nicht, als strategischer Partner in diesem Geschäft zu bleiben", sagte Gref. Nach der Restrukturierung komme als Investor in erster Linie ein russischer Partner in Frage. Der Sberbank-Anteil würde erst nach einer erfolgreichen Neuordnung wieder verkauft, sagte Gref, ohne Fristen zu nennen. Ziel sei ein "mehrere Nationen umfassender Konzern mit einem russischen Investor".
Forster formulierte bereits ehrgeizige Ziele. Opel solle noch vor dem Jahr 2013 wieder Gewinne schreiben. "Da ist mein voller Ehrgeiz geweckt, Herrn Stronach das Gegenteil zu beweisen. Wir werden alles daran setzen, schon vor 2013 Gewinn zu machen", sagte er der "Bild"-Zeitung. Magna-Chef Frank Stronach erwartet, dass die deutsche Traditionsmarke erst in vier Jahren wieder Gewinn erwirtschaftet.
Forster ist dem Bericht zufolge sicher, dass der staatliche Überbrückungskredit auf jeden Fall bis zur Unterzeichnung eines Übernahmevertrages reicht. "Das kann bis zu sechs Monate dauern." Fakt sei, dass die Geschäfte gut liefen und vom neuen Modell Insignia schon 120.000 verkauft seien. Das Risiko einer Pleite sehe er für Opel derzeit nicht.
Magna selbst rechnet laut "Frankfurter Rundschau" 2014 mit einem Gewinn von 1,2 Mrd. $. Im laufenden Jahr liege der Verlust von Opel/Vauxhall bei 2,1 Mrd. $. Das gehe aus einem Geschäftsplan des Zulieferers hervor, berichtet die Zeitung in ihrer Freitagausgabe. Magna wollte sich dazu nicht äußern.
Zu dem Ertragssprung sollen demnach allein die Beschäftigten einen Beitrag von 300 Mio. $ leisten. Neue Modelle und höhere Preise sollen 1,3 Mrd. $ beisteuern, ein höherer Marktanteil weitere 600 Mio. $. Die restlichen 1,4 Mrd. $ entfielen auf geringere Kosten etwa beim Material, aber auch durch den Umbau des Unternehmens sowie Personaleinsparungen.
Magna wolle den Plänen zufolge 11.600 der rund 50.000 Stellen in Europa kappen. Dabei sollen nach Informationen der Zeitung 9500 Stellen durch den Abbau von Überkapazitäten in der Produktion wegfallen, 2100 Stellen in Verwaltung und Vertrieb. Werksschließungen oder eine Verschlankung der Fabriken würden nicht ausgeschlossen. Das Konzept sehe eine Erhöhung der Produktivität bis 2014 um zehn Prozent vor.
Noch ein größeres Hindernis für Opel um wieder in die Gewinnzone zu kommen:
LIZENZGEBÜHREN
Opel soll Milliarden für GM-Patente zahlen
Neuer Zündstoff: Für den Zugriff auf GM-Patente müsse ein potentieller Opel-Käufer hohe Zahlungsverpflichtungen eingehen, berichtet eine Zeitung. Demnach sollen in den nächsten zehn Jahren mehrere Milliarden Euro fällig werden.
Berlin - Der insolvente US-Konzern General Motors gibt die Kontrolle über seine Europatochter einem Medienbericht zufolge nur gegen erhebliche Zahlungsverpflichtungen des Erwerbers ab. Wie das "Handelsblatt" in seiner Freitagausgabe unter Berufung auf Regierungs- und Unternehmenskreise berichtet, muss Opel auch nach der Abkopplung vom bisherigen Mutterkonzern für Patente tief in die Tasche greifen.
Laut internen Regierungsunterlagen gewähre GM seiner Ex-Tochter zwar Zugang zu allen geistigen Eigentumsrechten von GM - Opel müsse dafür aber weiter Lizenzgebühren zahlen. Die addierten sich nach "Handelsblatt"-Berechnungen in den nächsten zehn Jahren auf fast 6,5 Milliarden Euro. Hinzu kämen Opel-Vorzugsaktien für GM im Wert von 200 Millionen Euro sowie eine einmalige Barzahlung von 300 Millionen Euro.
Auch das Thema Pensionslasten berge noch Zündstoff. In Regierungskreisen hieß es, bei den Verhandlungen mit Magna sei das Thema zuletzt ausgeklammert worden. In dem von Magna unterzeichneten Vorvertrag werde die Frage, wer in welcher Höhe für die Pensionslasten von insgesamt 4,5 Milliarden Euro aufkomme, nicht erwähnt. Im Kanzleramt hieß es, Magna arbeite mit Opel und dem Pensionssicherungsverein aktuell an einer Lösung. Es sei "ausgeschlossen", dass Magna die Pensionslasten auf den Bund abwälze.
Sprecher von GM, Opel und Magna wollten dazu keine Stellung nehmen. Magna will bis Ende September den Kauf abschließen. Bund, Länder, Investor und US-Regierung hatten sich auf den Verkauf von Opel an ein Konsortium um Magna verständigt. GM bleibt danach mit 35 Prozent an seiner ehemaligen Europatochter beteiligt.
italo001
05.06.2009, 14:09
Zu dem Ertragssprung sollen demnach allein die Beschäftigten einen Beitrag von 300 Mio. $ leisten. Neue Modelle und höhere Preise sollen 1,3 Mrd. $ beisteuern, ein höherer Marktanteil weitere 600 Mio. $. Die restlichen 1,4 Mrd. $ entfielen auf geringere Kosten etwa beim Material, aber auch durch den Umbau des Unternehmens sowie Personaleinsparungen.
Ob man mit höheren Preisen mehr Marktanteil erreicht bleibt aber erstmal als ein großes Fragezeichen dahingestellt.....#-)
Aber vielleicht funktioniert die Marktwirtschaft bei Magna anders.......vielleicht sollten die einfach als Zulieferer weniger verlangen...:-D:-D
Vielleicht kann man sich ja von Opel schon verabschieden....!gruebel!
italo
Vielleicht kann man sich ja von Opel schon verabschieden....!gruebel!
italo
Das Gefühl habe ich allerdings auch. Wie will Opel mit einer Jahresproduktion von 1,6 Mio. Fahrzeugen im Jahr auf Dauer überleben?! Wenn Autobosse sagen, dass in Zukunft 5 Mio. Fahrzeugen notwendig sind. Ich glaube, dass es für Opel nur dann eine Überlebenschance geben kann, wenn man sich mit einem anderen Automobilhersteller zusammenschließt.
theexplainer
08.06.2009, 16:15
das autohersteller 5mio autos produzieren müssen sagt nur einer.
unser sergio!
ich zweifle sehr daran, vor allem deshalb weil die rentabilität stark von der fahrzeuggröße abhängt.
kleine autos haben bekanntlich weniger spanne als große. zudem werden bei größere autos im durchschnitt mehr extras angekreuzt und die bringen richtig geld.
bmw und mercedes werden nie mehr produzieren und trotzdem überleben.
italo001
08.06.2009, 16:23
das autohersteller 5mio autos produzieren müssen sagt nur einer.
unser sergio!
bmw und mercedes werden nie mehr produzieren und trotzdem überleben.
Wie viel man haben muss wird sicher die Zukunft zeigen. Aber das BMW und Mercedes, Porsche, Ferrari nicht mehr produzieren spiegelt sich aber auch im Preis wieder.
BMW und Mercedes tun sich auch schwer um ständig die neuesten Vorschrigen Abgasnormen ect in ihre Auto einzubauen. Da tut sich teilweise ein Volumen Hersteller einfacher.
italo
Ob BMW und Mercedes in Zukunft eigenständig bleiben werden, muss man abwarten. Immerhin arbeiten ja beide schon in der Entwicklung zusammen um Kosten einzusparen. Das war früher undenkbar. Ich persönlich glaube nicht, dass sie eigenständig bleiben werden. Aber das ist ja nur reiner Spekulatius.
Aber Opel ist eben nicht BMW oder Mercedes, sondern ein Massenhersteller, der eben keine "Premiumpreise" veranschlagen kann, sondern sich mit Herstellern wie beispielsweise Fiat, Skoda, Seat, Ford, Hyundai, Toyota und was weiß ich was messen muss. Da ist der Kostendruck schon sehr groß vor allem in den Kleinwagenklassen. Ich denke, da brauch man schon eine große Stückzahl an Fahrzeugen um rentabel produzieren zu können.
Ich habe so das Gefühl, dass das nicht gut gehen wird und das am Ende nur ein Riesenberg an Steuergeldern versenkt wird.
Zwischenruf: Hier mal eben die druckfrischen Listenpreise (in IT) für den neuen Rolldach 500 C...
http://www.fiatpress.com/download/2009/FIAT/LISTINI/090608_F_500C.pdf
Sehr selbstbewusst !augenmach! und das ist ja nicht mal ein richtiges Stoffmützen-Cabrio, geschweige denn ein mech. aufwändiges Blechfaltdach... die 3000-4000 € Aufpreis für ein Stoffrollo ggü. dem normalo 500er wird man dann wohl unter "Lifestyleprämie" verbuchen müssen.
Ich schätze dennoch, zumindest im 1. Jahr, wird der Hoppel gehen wie frisch Brot, wenn auch vmtl. eher in Südeuropa.
l.otti
vBulletin v3.8.7, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Optimization by vBSEO ©2010, Crawlability, Inc.