mikesch
28.04.2009, 15:22
Also schon mal vorweg: Ganz grosses Kino
Freitag Morgen war um 05:30 die Nacht zu Ende. Unsere Abfahrt war für 07:00 geplant.
Hat soweit auch alles geklappt, nach ereignisloser Fahrt kamen wir dann gut 4 Std. später in Nürnberg / Stein an.
Das Starterfeld war schon weitestgehend anwesend und uns fielen fast die Augen raus. Ein echter Stratos, Gruppe 4, ehemaliger Werkswagen, ein Lancia Martini 037, reichlich frühe 11-er incl. 2,7-er Carreras, ein geiler Rallye-Quatro (Replika des Röhrl-Autos) und, und, und.
Fotos gibt es erst mal nicht, weil wir in der Hektik der frühen Stunde unsere Camera zu Hause vergessen haben
Beim Studium, des Roadbooks wurde uns dann klar: Das ist hier anders als gewohnt. Wir fahren eigentlich Ori. Jenseits des Weisswurst-Äquators wird GLP gefahren, allerdings auf die 1/100 Sekunde. Entsprechend hochgerüstet das Equipment. Für die Kenner unter Euch => Terratrip, Alpahtrip, Bora
Die Metz ist eine Oldtimerveranstaltung im Gewand der alten Bestzeit-Rallyes, allerdings dann wiederum als GLP auf besagte 1/100.
Das Ganze sieht so aus: Regulärer Start im Minutenabstand, Strecke nach Roadbook, Chinesen mit Kilometrierung. Stumme Wächter gibt es nicht, aber es gibt ganz im Stil einer Bestzeit-Rallye Verbindungsetappen zu den einzelnen WP's. Das Zeitkorstett ist recht eng und rumtrödeln ist nicht. Wir sind auf einer ernsthaften Veanstaltung :D
Dann irgendwann kommt der Aspirant zur ersten WP. Nun geht es los. Hilfreiche Hinweise haben uns dazu gebracht das Roadbook zu den WP's genau zu studieren. Auf den WP's gibt es zahlreiche Lichtschranken, diese sind zu festgelegten Zeiten zu passieren. Idealerweiser rechnet man diese Durchgangszeiten bereits im Vorfeld aus. Stichwort Taschenrechner, den sollte ein Rallyefahrer bzw. der Navigator IMMER dabei haben! und nicht vergessen, 100 Sekunden sind 1 Minute 40 Sekunden Alles was man nun noch braucht, ist ein Tripmaster, diverse Stoppuhren und los gehts. Die Schnitte sind heftig. 49 Km/h auf einer abgesperrten Strecke, die über Schotter, und geteerte Feldwege geht, da musst du draufhalten. Immer wieder kommst Du auf reguläre Strassen. Hier handelt es sich um schlichte 90° Kurven die mit ein bisschen Technik beherzt im 2. Gang genommen werden können. Das Beherrschen des richtigen Driftwinkels fördert enorm das Tempo, den Spass und die Beifallfrequenz der Zuschauer. Dann kommt plötzlich das bekannte Schild und hier ist die Vorzeit abzubummeln. Nun musst du schätzen ob die die nächsten 20 - 50 m in X Sekunden schaffst. Hast Du ordentlich geschätzt, dann ab die Post. Profis können das, mit dem entsprechenden Equipment sowieso. Wir hatten reichlich Pech. Unser Tripmaster fiel bereits auf der 1. WP aus. Das Zeitkorsett ist allerdings so eng, dass ein Anhalten zwecks Repartur automatisch zu Strafsekunden führt. Also hast du die Wahl zwischen Teufel und Belzebub. Anhalten und Strafsekunden sammeln oder durchfahren und ebenfalls, wegen nicht funktionierendem Tripmaster, Strafsekunden zu sammeln.
Wir entschieden uns für die letztere Alternative und hatten einfach nur Spass. Auf den gesperrten WP's wird man angefeuert wie in besten Zeiten und ich hatte ein Grinsen von Ohr zu Ohr im Gesicht. Nicht zu vergessen die jüngsten Fans. Da kommen dann kleine Rallyefans, gefühlte 8 - 12 Jahre alt, fragen artig ob sie mal auf dem Fahrersitz Platz nehmen dürfen und bitten im Anschluss noch um ein Autogramm des Teams. Deutschland ist doch noch Rallyeland
Von diesen WP's hast Du dann reichlich. Insgesamt waren 200 Km Verbindungesetappen und 290 Km WP's zu absolvieren. Alles immer nach dem gleichem Muster.
Aufgrund unserer hohen Startnummer, hatten wir dann, am 1. Tag, auch noch das Vergnügen die letzten Etappen als Nachtfahrt zu absolvieren.
Die Verpflegung am 1. Abend war deftig fränkisch, Schweine-Schäuferl, Klöße und Bier
Samstag ging's dann, im nun bekanntem Stil, weiter. Bis 01:30 hattten wir Hausaufgaben gemacht und unsere Zeiten ausgerechnet, die für die Lichtschranken. Den Tripmaster hatte ich gedacht reapariert zu haben, was sich allerdings bereits auf der 2. WP jedoch als Irrtum herausstellte. Egal, wir hatten Spass und ich kann jedem nur empfehlen sowas mal mit zu machen. Wer glaubt er kann sich nur auf der Rundstrecke beweisen, der sollte es mal mit der Metz versuchen Auch da hast Du Rundstrecke, allerdings komplett unbekannt und mit wechslendem Belag
Wir haben nun noch die Donau-Classic ins Auge gefasst.
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Freitag Morgen war um 05:30 die Nacht zu Ende. Unsere Abfahrt war für 07:00 geplant.
Hat soweit auch alles geklappt, nach ereignisloser Fahrt kamen wir dann gut 4 Std. später in Nürnberg / Stein an.
Das Starterfeld war schon weitestgehend anwesend und uns fielen fast die Augen raus. Ein echter Stratos, Gruppe 4, ehemaliger Werkswagen, ein Lancia Martini 037, reichlich frühe 11-er incl. 2,7-er Carreras, ein geiler Rallye-Quatro (Replika des Röhrl-Autos) und, und, und.
Fotos gibt es erst mal nicht, weil wir in der Hektik der frühen Stunde unsere Camera zu Hause vergessen haben
Beim Studium, des Roadbooks wurde uns dann klar: Das ist hier anders als gewohnt. Wir fahren eigentlich Ori. Jenseits des Weisswurst-Äquators wird GLP gefahren, allerdings auf die 1/100 Sekunde. Entsprechend hochgerüstet das Equipment. Für die Kenner unter Euch => Terratrip, Alpahtrip, Bora
Die Metz ist eine Oldtimerveranstaltung im Gewand der alten Bestzeit-Rallyes, allerdings dann wiederum als GLP auf besagte 1/100.
Das Ganze sieht so aus: Regulärer Start im Minutenabstand, Strecke nach Roadbook, Chinesen mit Kilometrierung. Stumme Wächter gibt es nicht, aber es gibt ganz im Stil einer Bestzeit-Rallye Verbindungsetappen zu den einzelnen WP's. Das Zeitkorstett ist recht eng und rumtrödeln ist nicht. Wir sind auf einer ernsthaften Veanstaltung :D
Dann irgendwann kommt der Aspirant zur ersten WP. Nun geht es los. Hilfreiche Hinweise haben uns dazu gebracht das Roadbook zu den WP's genau zu studieren. Auf den WP's gibt es zahlreiche Lichtschranken, diese sind zu festgelegten Zeiten zu passieren. Idealerweiser rechnet man diese Durchgangszeiten bereits im Vorfeld aus. Stichwort Taschenrechner, den sollte ein Rallyefahrer bzw. der Navigator IMMER dabei haben! und nicht vergessen, 100 Sekunden sind 1 Minute 40 Sekunden Alles was man nun noch braucht, ist ein Tripmaster, diverse Stoppuhren und los gehts. Die Schnitte sind heftig. 49 Km/h auf einer abgesperrten Strecke, die über Schotter, und geteerte Feldwege geht, da musst du draufhalten. Immer wieder kommst Du auf reguläre Strassen. Hier handelt es sich um schlichte 90° Kurven die mit ein bisschen Technik beherzt im 2. Gang genommen werden können. Das Beherrschen des richtigen Driftwinkels fördert enorm das Tempo, den Spass und die Beifallfrequenz der Zuschauer. Dann kommt plötzlich das bekannte Schild und hier ist die Vorzeit abzubummeln. Nun musst du schätzen ob die die nächsten 20 - 50 m in X Sekunden schaffst. Hast Du ordentlich geschätzt, dann ab die Post. Profis können das, mit dem entsprechenden Equipment sowieso. Wir hatten reichlich Pech. Unser Tripmaster fiel bereits auf der 1. WP aus. Das Zeitkorsett ist allerdings so eng, dass ein Anhalten zwecks Repartur automatisch zu Strafsekunden führt. Also hast du die Wahl zwischen Teufel und Belzebub. Anhalten und Strafsekunden sammeln oder durchfahren und ebenfalls, wegen nicht funktionierendem Tripmaster, Strafsekunden zu sammeln.
Wir entschieden uns für die letztere Alternative und hatten einfach nur Spass. Auf den gesperrten WP's wird man angefeuert wie in besten Zeiten und ich hatte ein Grinsen von Ohr zu Ohr im Gesicht. Nicht zu vergessen die jüngsten Fans. Da kommen dann kleine Rallyefans, gefühlte 8 - 12 Jahre alt, fragen artig ob sie mal auf dem Fahrersitz Platz nehmen dürfen und bitten im Anschluss noch um ein Autogramm des Teams. Deutschland ist doch noch Rallyeland
Von diesen WP's hast Du dann reichlich. Insgesamt waren 200 Km Verbindungesetappen und 290 Km WP's zu absolvieren. Alles immer nach dem gleichem Muster.
Aufgrund unserer hohen Startnummer, hatten wir dann, am 1. Tag, auch noch das Vergnügen die letzten Etappen als Nachtfahrt zu absolvieren.
Die Verpflegung am 1. Abend war deftig fränkisch, Schweine-Schäuferl, Klöße und Bier
Samstag ging's dann, im nun bekanntem Stil, weiter. Bis 01:30 hattten wir Hausaufgaben gemacht und unsere Zeiten ausgerechnet, die für die Lichtschranken. Den Tripmaster hatte ich gedacht reapariert zu haben, was sich allerdings bereits auf der 2. WP jedoch als Irrtum herausstellte. Egal, wir hatten Spass und ich kann jedem nur empfehlen sowas mal mit zu machen. Wer glaubt er kann sich nur auf der Rundstrecke beweisen, der sollte es mal mit der Metz versuchen Auch da hast Du Rundstrecke, allerdings komplett unbekannt und mit wechslendem Belag
Wir haben nun noch die Donau-Classic ins Auge gefasst.
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