Vollständige Version anzeigen : Bremskraftverteiler Alfa 33
Visconti
26.07.2002, 13:26
Tach zusammen!
Da meine hinteren Bremsen (ABS!) immer wieder festgebraten sind, folgere ich daraus, dass an der Bremskraftverteilung etwas nicht ganz stimmen kann. Wenn die hinteren Sättel nie zum Einsatz kommen, so muss es ja wohl sein, dass der nur noch vorne bremst. Unerheblich zu erwähnen, dass die Handbremse auch null Wirkung hat ;).
Nun meine Frage: Lässt sich der Bremskraftverteiler überholen bzw. instandsetzen oder ist da zumeist der Austausch fällig?
Gruß
Jan, der so langsam keinen Bock mehr hat, alle drei Wochen die Blicke auf sich zu ziehen, weil´s hinten quietscht!
Original geschrieben von Visconti
Nun meine Frage: Lässt sich der Bremskraftverteiler überholen bzw. instandsetzen oder ist da zumeist der Austausch fällig?
Nein, kann man nicht. Der Bremskraftverteiler läßt sich zwar öffnen, aber danach nicht mehr verschliessen. Also besser einen neuen kaufen: 60564894 ~ 90,- EUR.
Gruß
Chris
Visconti
26.07.2002, 14:44
Hi Chris!
Danke für die Antwort.
Hätte da mit erheblich mehr Geld gerechnet. So ist`s ja halb so wild!
Gruß
Jan
Hallo Visconti
Hast du denn mal die 2 Führungsstifte des Bremssattels überprüft.
Die müssen sich von Hand ganz leicht bewegen lassen
(Meine kann ich mit dem kleinen Fingernagel herausziehen).
Kann man auch überprüfen ohne die Räder abmonieren zu müssen.
Die 2 Sicherungsschrauben sind sehr gut von hinten erreichbar.
Wenn sich beim lösen der Schrauben die Stifte sehr leicht mitdrehen ist alles ok.
Habe auch ABS, und seit bei mir die Führungsstifte fest gerostet waren,
überprüfe ich halbjährlich die Leichtgängigkeit der Stifte, da die Scheiben
hinten sowieso fast nicht beansprucht werden.
Ach ja Thema Handbremse, zeig mir einen 33 bei dem die richtig (50/50) zieht.
Aber das weiß du sicher alles schon .-)
Visconti
27.07.2002, 14:35
Hi Pinin!
Original geschrieben von Pinin
Hast du denn mal die 2 Führungsstifte des Bremssattels überprüft.
Die müssen sich von Hand ganz leicht bewegen lassen
(Meine kann ich mit dem kleinen Fingernagel herausziehen).
Da bewegt sich rein gar nichts mehr (hab eben extra nochmal drauf geachtet) und meine Bremsscheiben setzen ersten Flugrost an. ;) Vor einem dreiviertel Jahr haben wir die Bremse zum ersten Mal "gangbar" gemacht. Jedoch war das ganze nicht von langer Dauer. Nach einer Vollbremsung quietscht es nun, da die festgebratenen Kolben nicht mehr (von alleine) zurückgehen!
Ach ja Thema Handbremse, zeig mir einen 33 bei dem die richtig (50/50) zieht.
Aber das weiß du sicher alles schon .-)
Ja, leider! Jedoch kann ich Dir eine ganze Reihe 33er zeigen, bei denen die Handbremse wenigstens auf einer Seite 20% Bremswirkung haben ;). Bei mir geht rein gar nichts. Absolut null Wirkung!
Gruß
Jan
guck auch mal hier: http://www.alfisti.net/alfa-forum/showthread.php?s=&threadid=2269&highlight=r%FCckw%E4rts+AND+bremsen
gruß
feeelix
Hallo Visconti
Um es kurz zu machen, ich denke die 2 Führungsstifte sind dein Hauptproblem.
1. Entferne die Bremssattel und reinige alles mit einer Drahtbüste.
2. Ziehe die Führungsstifte + Gummi heraus und reinige die mit Schmirgelpapier,
ebenso das innere der Öffnung !
Erst wenn die Führungsstifte leichtes Spiel haben und du sie mit dem
kleinen Fingernagel hin und herschieben kannst (oder sie bei senkrechter Lage alleine herausfallen
würden) hast du es richtig gemacht.
Sonst hast du nach ein paar Monaten wieder dasselbe Problem, glaube mir.
Schmiere sie danach mit etwas Molikote ein.
Sind sie richtig fest gerostet kann es passieren das die Stifte abbrechen, so wie bei mir damals (
1/2 Jahr Standszeit), dann wird es entweder richtig teuer oder du wendest einen Trick an um Rest
mit Gewalt zu entfernen.
Aber deine gehen scheint es auch so raus.
>>da die festgebratenen Kolben nicht mehr (von alleine) zurückgehen!
Ich glaube das ist "normal".
Ich bekomme meine nur mit Gewalt zurück.
Nur durch hin und her drehen mit einer Rohrzange und gleichzeitiges Drücken mit einer Klemmzange
oder so ähnlich bewegen sie sich sehr sehr langsam zurück (man merkt am Anfang fast nichts).
Pass auf das du dabei den Gummischutz nicht beschädigst.
Ein Tritt auf Bremspedal und sie sind wieder an ihrer alten Stelle.
Ich habe seit ca. 2 Jahren keine Probleme mehr. Die hinteren Bremsen ziehen.
>>Bremskraftverteiler
Wechseln würde ich den erstmal nicht.
Die Handbremse ist mechanisch und hat nichts mit dem Bremskraftverteiler zu tun.
Visconti
27.07.2002, 17:26
Ja, das ist auf alle Fälle mal ein Vorschlag, den es lohnt, auszuprobieren! Ich hoffe nur, dass das von längerer Dauer ist! Auf den defekten Bremskarftverteiler bin ich gekommen, da die Bremse hinten nun abermals fest ist, und ich habe daraus geschlossen, dass der Verteiler nicht oder fast nicht arbeitet, da die hinteren Sättel ja nicht fest sein können, wenn sie tagtäglich ein oder zweimal zum Einsatz kommen!
So war das auch mit dem zurückziehen des Kolbens gemeint! Nachdem ich heftig auf die Bremse getreten habe, sollte der sich ja eigentlich wieder von alleine in seine Ausgangsposition bewegen. Tut er aber nicht, da -wie gesagt- die gesamte hintere Bremse nie zum Einsatz kommt und folglich fest ist.
Das Leid des Zurückdrückens (beispielsweise beim Beläge-Wechseln) des Kolbens kenne ich auch gut! Mit Schraubzwingen geht das leidlich; aber es geht! Fingerklemmen aber immer gratis! ;)
Werde mal sehen, was sich da gangbar machen lässt!
@feelix: Danke für den Tipp! Komischerweise hat mir die Suchfunktion (ja, ich habe sie benutzt :-]) zig Threads angezeigt. Den leider nicht... mmh...
Gruß
Jan
Original geschrieben von Pinin
>>da die festgebratenen Kolben nicht mehr (von alleine) zurückgehen!
Ich glaube das ist "normal".
Ich bekomme meine nur mit Gewalt zurück.
Nur durch hin und her drehen mit einer Rohrzange und gleichzeitiges Drücken mit einer Klemmzange
oder so ähnlich bewegen sie sich sehr sehr langsam zurück (man merkt am Anfang fast nichts).
Pass auf das du dabei den Gummischutz nicht beschädigst.
Ein Tritt auf Bremspedal und sie sind wieder an ihrer alten Stelle.
Ich habe seit ca. 2 Jahren keine Probleme mehr. Die hinteren Bremsen ziehen.
Schon öfter hier geschrieben, die hinteren Bremssättel lassen sich nur mit gleichzeitigem DREHEN und DRÜCKEN zurückstellen. Für soetwas gibt es normalerweise ein passendes Werkzeug, wird als kompletter Satz ab und an auf Ebay für um die 80,- EUR angeboten. Bei frühen Sätteln, hat der Kolben in der Mitte einen Innensechskant, da kann man sich recht gut mit Ratsche (Knarre) und Schraubzwinge behelfen. Ab ca. 1990 haben die Sättel nur noch zwei Bohrungen in die aus dem o.g. Werkzeug eine passende Adapterscheibe eingesetzt wird. Die Rohrzangenaktion geht zwar, aber die Gefahr das die Staubmanschette zerstört wird, ist recht groß. Daher besser nicht so (mit Rohrzange und dergl.) machen, sondern eben dieses Werkzeug nehmen:
http://www.welt-der-werkzeuge.de/ftp/ebay/images/werkzeuge/full/Bgs1125.jpg
Gruß
Chris
Original geschrieben von Pinin
Habe auch ABS,...Zwischeninfo, bevor Gedankengänge in die falsche Richtung gehen:
entweder ABS,
oder Bremskraftregler an der Hinterachse.
Original geschrieben von pedi
Zwischeninfo, bevor Gedankengänge in die falsche Richtung gehen:
entweder ABS,
oder Bremskraftregler an der Hinterachse.
Beides. Ein (lastabhängiges) Bremskraftregelventil an der Hinterachse und ABS müssen sich nicht gegenseitig ausschliessen.
Gruß
Chris
Original geschrieben von Chris
Beides. Ein (lastabhängiges) Bremskraftregelventil an der Hinterachse und ABS müssen sich nicht gegenseitig ausschliessen.
Gruß
Chris wer hat sowas? ???
Wäre ja eigentlich unlogisch (zumindest für mein kleines Denken) :).
Theoretisch könnte der Herr Ing. dahin bauen, dass er an jedes Rad unbegrenzt Bremskraft hinschickt.
ABS regelt dann entsprechend; wie gewünscht (wenn´s funzt).
Original geschrieben von pedi
wer hat sowas? ???
Leg dich z.B. mal unter Deinen 164 (Du hast ihn doch noch? ) und schau Dir das Teil an was etwa in Achsmitte montiert ist. Es gehen zwei Leitungen (von der ABS-Pumpe) rein und zwei Leitungen (zu den Bremszangen) wieder raus. Da ganze nennt sich nach meiner englischsprachigen Rep.-Anleitung, "LOAD PROPORITIONING VALVE". In der deutschen Version des Handbuchs wird es "einfach nur" "BREMSKORREKTURVORRICHTUNG" gennant. Verkaufen tut Alfa dieses Teil genau wie das mit der gleichen Funktion beim 33, aber nur als "BREMSVERSTELLER".
Beide Systeme funktionieren etwas nach dem gleichen Muster, obwohl der 33 nur ein Zweikanal-ABS hat, der 164 jedoch über ein Vierkanal-ABS verfügt.
Gruß
Chris
Original geschrieben von Chris
Leg dich z.B. mal unter Deinen 164 (Du hast ihn doch noch? )ja ich habe ihn noch. Zumindest bin ich mal am Donnerstag damit gefahren. Ich denke, er steht noch vor der Türe.
Aber, ich möchte mich eigentlich nicht mehr so arg darunter begeben; eher entsorgen :). ...und schau Dir das Teil an was etwa in Achsmitte montiert ist.
Gruß
Chris ok, ich glaube es auch so, ohne Kontrolle.
Sachen bauen die ein... tz, tz, tz
>> Ja, das ist auf alle Fälle mal ein Vorschlag, den es lohnt, auszuprobieren!
Ausprobieren ..tsts
Ich glaube du unterschätzt dein Problem ein wenig.
Deine 2 Führungsstifte sitzen fest (sagst du ja selber).
Einfach Ausgedrückt:
Kolben und Zange bilden eine Einheit (In Form einer Zange) um die Beläge.
Ist diese Einheit, infolge festsitzender Führungsstifte, fixiert,
verlieren die Beläge ""einfach ausgedrückt" den Kontakt zur Scheibe.
>>sollte der sich ja eigentlich wieder von alleine in seine Ausgangsposition bewegen.
In welche Ausgangsposition??
Nur zur Info:
Der Kolben liegt immer direkt an dem Belag an.
Wenn das nicht so wäre, würden die Beläge herumflattern oder klappern etc..
Geht man von der Bremse, geht der Druck der zwischen Belag und Scheibe ist auf null.
Bewegen tut sich dabei fast nichts.
Die Beläge liegen dann leicht an der Scheibe an, und beim fahren
lockert sich das ganze dann leicht, mehr passiert da nicht.
Mit dem bloßen Auge kannst du das nicht erkennen,
höchstens daran das du das Rad nun Leichtdrehen kannst.
Und noch eins:
Vergesse erst einmal dein Bremskraftverteiler.
Die Beläge müssen, wenn du sie eingesetzt hast ganz leicht zu bewegen sein und etwas Spiel haben.
Wenn das nicht so ist, würde ich die Führung an den Belägen etwas abschleifen (kleiner 1/2mm),
damit sie sich in Zukunft nicht so einfach verkannten können.
Sind das original Alfa Beläge ?
Wenn nicht, die Passgenauigkeit von Fremdherstellern, weicht oft leicht ab.
Handbremse: Sind die Seilzüge festgerostet?
Zieht die Feder hinten an der Bremse den Seilzug wieder in die Ausgangsposition zurück?
>>Chris
Dachte mir schon das es dafür das passende Werkzeug gibt,-)
Der 33 hat hinten wie vorne ein Innensechskant, zumindest mein 93 Modell.
>>Chris + Pedi
Thema Bremskraftverteiler und ABS
Das stimmt schon alles..
Nur glaube ich nicht dass das Hauptproblem bei Visconti ist,
schließlich geht ja auch seine Handbremse nicht und die Führungsstifte sitzen fest,
das müsstet ihr doch vom 164 kennen.
Original geschrieben von Pinin
Thema Bremskraftverteiler...
Nur glaube ich nicht dass das Hauptproblem bei Visconti ist,
schließlich geht ja auch seine Handbremse nicht und die Führungsstifte sitzen fest,...wenn aber sein Bremskraftregler nicht auf macht,
somit also seine Bremszangen nicht mit Druck beaufschlagt werden,
diese Bremszangen dadurch fest gehen,
dann liegt die Ursache sehrwohl am Regler
...auch wenn nun bei erster Betrachtung nur die tatenlosen Zangen ins Auge stechen.
Kann ein Bremskraftregler überhaupt komplett (beide Seiten) zumachen ?
Original geschrieben von Pinin
Kann ein Bremskraftregler überhaupt komplett (beide Seiten) zumachen ?
Im Fall Alfa 33 ja und nein. Es handelt sich hier um eine diagonales Zweikreisbremssystem. Das rechte Vorderrad und das linke Hinterrad und das linke Vorderrad und das rechte Hinterrad bilden jeweils einen Bremskreis, bzw. liegen jeweils auf einem Kanal der ABS-Pumpe.
Wenn nun bedingt durch wenig oder viel Last (Beladung) auf der Hinterachse, auch wenig oder viel Bremskraft dort gefordert wird, wird diese entsprechend durch das Bremskraftregelventil - an beiden Rädern gleich - hoch oder runter geregelt.
Erst wenn das ABS in Spiel kommt, z.B. durch ein blockierendes Hinterrad, wird einseitig geregelt. Der andere Kanal/ Kreis ist aber aber noch offen. Gleiches gilt für das Vorderrad. Wenn beide Bremskreise/ ABS-Kanäle stehende Räder gemeldet bekommen, wird auch komplett geregelt. Aber generell ist die Bremskraft lastabhängig an der Hinterachse geringer......
Gruß
Chris
Gordovan
29.07.2002, 00:15
Bitte nicht gleich schlagen (wiederhole ich mich eigentlich öfter) aber ich würde mal folgendes zum Besten geben: Der Bremskrattregler regelt doch die Bremskraftverteiligung zw. vorn und hinten, und dsa LASTABHÄNGIG? Ich habe ein paar Benzen-Taxis mit fester Hinterradbremse gesehen. Dort ist der hintere Bremssattel fest geworden, weil nur sehr wenig gebremst wurde und daher nur die vordere Bremse ansprach und daher die hinteren Bremsen halt festkorroidert waren.
Aber wenn die Handbremse auch nicht geht, dann sind ziemlich sicher die Bremssättel fest.
Visconti
29.07.2002, 13:12
Original geschrieben von pedi
wenn aber sein Bremskraftregler nicht auf macht,
somit also seine Bremszangen nicht mit Druck beaufschlagt werden,
diese Bremszangen dadurch fest gehen,
dann liegt die Ursache sehrwohl am Regler
...auch wenn nun bei erster Betrachtung nur die tatenlosen Zangen ins Auge stechen.
Ja, das waren meine Gedankengänge. Da der Bremskarftregler nicht arbeitet und die hinteren Bremszangen nicht mit Druck beaufschlagt (ja pedi, das find ich richtig klasse ausgedrückt :-]), deswegen gehen langfristig die hinteren Bremsen fest.
Original geschrieben von Pinin
Die Beläge liegen dann leicht an der Scheibe an, und beim fahren lockert sich das ganze dann leicht, mehr passiert da nicht.
Aber das sollte schon passieren! ;)
Ich glaube, wir reden da etwas aneinander vorbei. Dass die Beläge dicht anliegen, weiß ich. Jedoch sollte der Bremskolben nach dem Bremsvorgang wieder in die Ausgangsstellung zurück gehen und nicht fest sitzen bleiben, sodass die Beläge quietschend an der Scheibe bleiben und das Rad nicht mehr frei laufen kann.
Bremskraftregler defekt ---> Keine Beanspruchung der hinteren Bremse ---> hintere Bremse fest ---> hinten keine Bremswirkung ---> nach Vollbremsung doch kurzfristige Belastung der hinteren Bremse ---> Beläge fest an der Scheibe, da Bremskolben nicht mehr von alleine zurückgeht
Das war mein Gedankengang!
Gruß
Jan
>> Chris
>>Im Fall Alfa 33 ja und nein
Das Ja steht doch für das 2 Kanal ABS System und
das Nein für den Bremskraftregler wenn ich dich richtig verstanden habe.
Mir gefällt diese Beschreibung der Funktion des Bremskraftreglers besser:
Er "öffnet weiter" wenn zusätzlich Last auf der Hinterachse vorhanden ist und wandert bei
Lastwegnahme (z.B. Kofferraum leer) wieder in die Normalposition zurück. (Ist doch richtig oder?
so funktioniert das Ding doch)
Das würde dann für einen kaputten Bremskraftregler schlimmstenfalls heißen,
das er in der Einstellung fixiert ist, in der keine "zusätzliche" Last
auf er Hinterachse vorhanden ist (Der Normalfall ca. 90 %).
Es liegt also auch bei kaputtem Bremskraftregler mindestens der Normaldruck an.
Es soll ja auch Leute geben die ihre 33 gar nicht beladen.
Die Bremse darf normalerweise gar nicht festgehen auch bei kaputten Bremskraftregler.
>Gordovan
Völlig richtig , du hast eine PN.
>> Visconti
Ich würde vorschlagen du überholst erst einmal deine Bremsen.
Wie das richtig geht weißt du ja jetzt. Danach reden wir über den Bremskraftregler.
All deine Symptome sind mir bekannt und hatten bei mir nichts mit dem Regler zu tun.
Das quietschen waren bei mir schlecht zu bewegende Bremsbeläge (verkanntet)
+ schlechte Qualität der Beläge und festsitzende Stifte. Neue Bremsbelag würde ich dir deswegen empfehlen.
Original geschrieben von Visconti
Ich glaube, wir reden da etwas aneinander vorbei. Dass die Beläge dicht anliegen, weiß ich. Jedoch sollte der Bremskolben nach dem Bremsvorgang wieder in die Ausgangsstellung zurück gehen und nicht fest sitzen bleiben, sodass die Beläge quietschend an der Scheibe bleiben und das Rad nicht mehr frei laufen kann.
Entweder ist der Kolben fest, oder die Führungsbolzen des Schwimmsattels. Wobei letztere eigentlich nicht so fest sein können..... Es sein denn der Sattel ist wirklich schon so vergammelt, da er sowieso ausgetauscht gehört. Läßt sich aber nach Zerlegen recht einfach feststellen. Rad runter, Sattel wie zum Belagwechsel zerlegen und schauen ob die sich die Führungsbolzen bewegen lassen. Wenn das der Fall ist, liegt der Fehler eindeutig am Kolben selbst. Hat wohl einer die Gewalt-Rohrzangenmethode ;) zum Rückstellen angwandt und dabei die Staubmanschette zerstört. Ob der Sattel dann noch zu gebrauchen/ zu überholen ist, mußt Du selber beurteilen...... Wenn der/die Kolben und die dazugehörige Staubmanschette/n Ok ist/sind, die Gummimanschetten an den Führungsbolzen prüfen, bzw. die Führungsbolzen ausbauen und prüfen. Wenn diese (Manschetten und Bolzen) noch OK sind, mit etwas Molykote-Fett wieder einbauen, Bremse wieder zusammenbauen und in Zukunft ab und an die Handbremse ziehen wenn das Auto geparkt wird. Wenn die Bolzen schon etwas angegammelt sind, neue Bolzen in Verbindung mit neuen Manschetten verbauen. Sonst wie vor. Oder eben neue (gebrauchte) Bremssättel einbauen.
Und nicht vergessen: Handbremse ziehen! ;)
Gruß
Chris
Original geschrieben von Pinin
>> Chris
>>Im Fall Alfa 33 ja und nein
Das Ja steht doch für das 2 Kanal ABS System und
das Nein für den Bremskraftregler wenn ich dich richtig verstanden habe.
Hatte ich doch versucht zu erklären.
Auf den Regler gehen beide Bremskreise. Bei Last (Beladung) wird mehr, wenn das Auto leer ist (also ohne Beladung) wird weniger Bremsleistung an die Hinterräder geführt. Bei leerem Auto oder wenn das Auto bei einem heftigen Bremssmaöver hinten entlastet wird, macht ein mit der Achse verbundener Hebel die Ventile im Regler zu, die Bremsleistung wird nicht bis an die Räder gleitet. Sonst würde das Auto hinten überbremsen - auch ohne Blockierung der Hinterräder, soll ja durch das ABS sowieso verhindert werden - könnte das Auto hinten überbremsen und ausbrechen......
Mir gefällt diese Beschreibung der Funktion des Bremskraftreglers besser:
Er "öffnet weiter" wenn zusätzlich Last auf der Hinterachse vorhanden ist und wandert bei
Lastwegnahme (z.B. Kofferraum leer) wieder in die Normalposition zurück. (Ist doch richtig oder?
so funktioniert das Ding doch)
Ja, so ist das richtig. Aber nur beim lastabhängigen Regelventil. Es gibt auch druckabhängige, die je nach aufgebautem Bremsdruck (Pedaldruck) mehr oder weniger Druck auf die Hinterrader leiten. Alles dient dazu, überbremsende Hinterräder zu vermeiden.....
Die Druckabhänigen Regelventile finden sich z.B. bei der 115e, 116er und 162er Baureihe. Hier sind aber im Gegensatz zu den 33ern, die Bremskreise nicht diagonal sondern vorne/hinten geteilt.
Das würde dann für einen kaputten Bremskraftregler schlimmstenfalls heißen,
das er in der Einstellung fixiert ist, in der keine "zusätzliche" Last
auf er Hinterachse vorhanden ist (Der Normalfall ca. 90 %).
Es liegt also auch bei kaputtem Bremskraftregler mindestens der Normaldruck an.
[/qoute]
Neben der äußeren Hebelei, könnten auch die Ventile im inneren des Regelventils verklemmt sein..... Aber eher unwahrscheinlich....
[quote]
Es soll ja auch Leute geben die ihre 33 gar nicht beladen.
Oder welche die nie die Handbremse betätigen. Durch das Regelventil wird die Bremskraft, je nach Fahrweise, und damit die Bewegung des Sattels sowieso schon auf einem Minimum gehalten. Wenn dann wenigstens ab und zu die Handbremse betätigt wird, ist die Gefahr das der Bremssattel hinten festrostet, etwas eingeschränkter......
Die Bremse darf normalerweise gar nicht festgehen auch bei kaputten Bremskraftregler.
Doch, entweder durch übermäßigen Verschleiß, oder eben wenn Diletanten ;) die Kolben mit der Rohrzange zurückdrehen und dabei die Staubmanschetten der Kolben beschädigen......
Gruß
Chris
Original geschrieben von Chris
eben wenn Diletanten ;) die Kolben mit der Rohrzange zurückdrehen und dabei die Staubmanschetten der Kolben beschädigen......
Das war ja zu Erwarten das ich das von einem Profischrauber wie dir
mit voll ausgesatteter Werkstatt zu hören bekomme .-)
Zu meiner Verdeidigung...
Ich bin mit der Rohrzange nicht abgerutscht
und meine Staubmanchetten sind wie neu.
Original geschrieben von Pinin
Das war ja zu Erwarten das ich das von einem Profischrauber wie dir
mit voll ausgesatteter Werkstatt zu hören bekomme .-)
Bin weder Profi, noch habe ich eine vollausgestattete Werkstatt. Aber bei bestimmten Arbeiten ist es einfach vernünftiger und am Ende billiger, das eventuell teure Wekzeug zu verwenden. So zumindest meine Erfahrung. Habe früher nämlich auch schon mal das eine oder andere wegen schlechtem oder falschen Werkzeug kaputtrepariert........
Gruß
Chris
Das war jetzt auch nicht so ernst gemeint gemeint von mir, Chris.
Du hast natürlich völlig recht.
Visconti
29.07.2002, 17:40
So, nachdem ich mir nun geschlagene viermal die Finger geklemmt habe, mindestens zehnmal entnervt die Rohrzange über den Hof gefeuert habe und Flüche ausgestoßen habe, die ich besser nicht wiederhole, kann ich sagen, dass das Übel in einem einseitig festen Kolben lag. Jedoch war auch der nicht soooo fest, wie ich befürchtet hatte. Ich habe zuerst etwas Bremsflüssigkeit unter die Staubmanschette gespritz und dann vorsichtig mit besagter -nun flugerprobter- Rohrzange den Kolben zurückgedrückt! Dann das ganze wieder zusammen und mal mehrere probeweise Bremsungen hingelegt. Bislang quietscht nichts und er bremst auch ordentlich. Es wird sich zeigen, ob diese Maßnahme nun von langer Dauer ist.
Meine insgeheime Hoffnung, auch die Handbremse könne nun wieder einwandfrei funktionieren, wurde indess schnell zunichte gemacht! Da scheint noch mehr im argen zu sein. Wenn im Auto die Handbremse angezogen wird, dann rührt sich unten an den beiden Seilzügen nichts. Ob die Züge irgendwo in den Gummiummantelungen hängen bleiben/fetsgegammelt sind?
Naja, mal schaun... Zumindest das nervige quietsch-quietsch ist weg!
Gruß und Danke !hello!
Jan
Original geschrieben von Visconti
dass das Übel in einem einseitig festen Kolben lag. Jedoch war auch der nicht soooo fest, wie ich befürchtet hatte.
Wie weiter oben schon geschrieben steht, DREHEN UND DRÜCKEN...
Meine insgeheime Hoffnung, auch die Handbremse könne nun wieder einwandfrei funktionieren, wurde indess schnell zunichte gemacht! Da scheint noch mehr im argen zu sein. Wenn im Auto die Handbremse angezogen wird, dann rührt sich unten an den beiden Seilzügen nichts. Ob die Züge irgendwo in den Gummiummantelungen hängen bleiben/fetsgegammelt sind?
Naja, mal schaun... Zumindest das nervige quietsch-quietsch ist weg!
Wenn es "nur" die Seile sind, ist das sicher ein geringes Problem. Schlimmer ist es, wenn die Betätigungen in den Sätteln fest sind.
Gruß
Chris
Visconti
29.07.2002, 17:57
Original geschrieben von Chris
Wie weiter oben schon geschrieben steht, DREHEN UND DRÜCKEN...
...und weil das da stand, habe ich GEDREHT und GEDRÜCKT :-]
Ich war lediglich überrascht, dass es doch relativ einfach vonstatten ging!
Wenn es "nur" die Seile sind, ist das sicher ein geringes Problem. Schlimmer ist es, wenn die Betätigungen in den Sätteln fest sind.
Ersteres scheint mir momnetan der Fall! Ich kann zwar direkt am Sattel auch nichts von Hand bewegen, jedoch kommt "von oben" allein schon rein gar nichts "unten" an. Ich hatte vorher extra im Auto noch einmal die Bremse nachgestellt.
Gruß
Jan
Original geschrieben von Visconti
...und weil das da stand, habe ich GEDREHT und GEDRÜCKT :-]
Ich war lediglich überrascht, dass es doch relativ einfach vonstatten ging!
Bestimmt viel einfacher als wenn man nur gedrückt hätte. :-]
Ersteres scheint mir momnetan der Fall! Ich kann zwar direkt am Sattel auch nichts von Hand bewegen, jedoch kommt "von oben" allein schon rein gar nichts "unten" an. Ich hatte vorher extra im Auto noch einmal die Bremse nachgestellt.
Dann häng mal die Seile direkt am Sattel aus...... Wenn dann driekt an den Sätteln immer noch nichts geht.........
Gruß
Chris
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