Vollständige Version anzeigen : 166 Restyling, schaut mal rein.
a_colombo
17.07.2002, 14:26
Hallo Fans,
wie findet Ihr dieses Bild der Front
eines restylten 166?
Gebt mal Eure Meinungen ab.
Klicke:
www.colombodesign.ch/166.jpg
Die kantigen Elemente der Scheinwerferausschnitte und des Alfaherzens finde ich nicht so gut. Das ist meiner Meinung nach nichts für die sonst geschwungenen Linien eines Alfas. Ansonsten nicht schlecht - was soll man auch dagegen sagen, sieht es doch dem Brera sehr ähnlich.
Yours
strafer
ciao alle zusammen,
für mich ist und bleibt der 166 in der jetzigen form wunderschön!! die zeichnung sieht aus wie eine front aus 147, 156 und brera zusammen. das riesige herz des 147 gehört meiner meinung nun mal nicht an den 166.
grüße vom rhein
martin
Sieht klasse aus...genauso wie der neue Nissen Premera oder wie das Ding heisst.
Nee, lasst ihn so wie er ist und macht ihn unterm Blech schicker und dazu mal ein wenig öffentlichkeitsarbeit, sodass die Kiste auch mehr gekauft wird.
Schön aggressiv- nur das Herz ist zu groß geraten...
Ende des Jahres werden wir das Facelift-Resultat wohl begutachten können. Es wird in die 147-Richtung(Front) gehen, denke ich. Das 166- Heck ist ein absoluter Hingucker, da gibt's eigentlich nichts zu verbessern. Die Frontpartie könnte schon etwas markanter sein, hat übrigens da Silva selbst mal nach einiger Produktions- Zeit (daraufhin befragt) geäussert.
Gruss
Peter
[QUOTE]Die Frontpartie könnte schon etwas markanter
SI...SI....:-]
Ich bin auch mal gespannt, welches Design eine längere "Halbwertzeit" aufweisen wird: Der 164 aus der eher scharfkantigen Pininfarina - Epoche oder die dynamisch-glatte (positiv gemeint;) )da Silva /Centro Stile 166- Formgebung !?
Gruss
Peter
Der Königsweg wäre M.E sich an den Brera anzulehen.
Das Ende 70er Design dürfte nicht mehr ganz Aktuell sein...siehe Marktwert 75er und 33er.
Das Total "Bonbon Design" der 90er gibts mittlerweile bei jeden Japaner, um das Marken ID von Alfa zu verschärfen dürfte das Design der Zukunft etwas Markanter sein.
cu
andras
Jede Epoche hat(te)ihre typischen stilistischen Merkmale - irgendwann tauchen diese Elemente zyklisch wieder auf und werden dann als "modern" vereinnahmt. Heute wird nach meinem Geschmack vieles "overdesigned". Die Hersteller sind gezwungen sich mehr und mehr über das Design zu definieren und heraus kommt nicht selten ein Konglomerat aus Stilelementen, nach dem Motto: Hauptsache auffallen !
Beim 'Brera' z.B. wirkt alles stimmig, bei anderen Herstellern /Produkten merkt man, da musste schnell was her, bloss keinen Trend verpassen .
Gruss
Peter
Reinhard
17.07.2002, 18:06
Original geschrieben von Peter
Beim 'Brera' z.B. wirkt alles stimmig, bei anderen Herstellern /Produkten merkt man, da musste schnell was her, bloss keinen Trend verpassen .
Gruss
Peter
!thatsit! volle zustimmung, lieber peter. für eine so große limousine wie den 166 finde ich den designvorschlag sehr gelungen. an die schönheit des 164 kommt so schnell eh kein design heran.
alfistische grüße reinhard
irgendwann tauchen diese Elemente zyklisch wieder auf und werden dann als "modern" vereinnahmt. Moment! So einfach die grosse Pauschalkeule zu schwingen ist nicht i.O. Wiederbelebte Stilrichtungen sind modern da der Designer einen ganz anderen Background als sein Kollege von vor 30 Jahren hat. Dazu kommt der aktuelle Zeitgeist mit technischen Möglichkeiten die neue Lösungen erlauben. Somit wird ein Retrodesign die Anlehnung an die Vorbilder zwar erkennen lassen, aber doch ein neues und eigenständiges Profil haben. Qualität vorrausgesetzt. Vergleiche doch mal ganz eindeutige Reproduktionen, wie Käfer oder Mini. Die heutigen Ausgaben sind in Anlehnung an die Grundform des Originals doch ganz eigenständige Entwürfe mit mehr als genug Unterscheidungsmerkmalen zum Vorbild. Gewisse Gegenstände lassen sich einfach nicht beliebig variieren. Ein Sportwagen wird immer flach und geduckt erscheinen, eine Pfanne rund... etc. Wird trotzdem versucht etwas ganz anderst zu machen, kommen so abgespacete Designs wie etwa von Colani dabei raus.
ciao ulli
Mir gefällt der 166 auch sehr gut, bis auf die Front. Die ist für ein Auto dieses Formats zu zierlich, ganz abgesehen davon daß die kleinen Scheinwerfer ein schlechtes Licht werfen.
Also an der Front sollte unbedingt was getan werden.
Original geschrieben von ulli
Gewisse Gegenstände lassen sich einfach nicht beliebig variieren. Ein Sportwagen wird immer flach und geduckt erscheinen, eine Pfanne rund... etc.
Hmm... Wir haben Zuhause so eine geriffelte Pfanne - nennt sich Barbecue-Pfanne, glaube ich - die ich in etwa quadratisch. Was kann ich denn jetzt daraus in Bezug auf das Sportwagen-Design rückschließen? ;D
Yours
strafer
ich in etwa quadratisch WEr jetzt? Ich beginne zu verstehen, warum Du bisher noch nicht als pic im Forum available bist *grins*
Solltest Du die Pfanne gemeint haben - Ausnahmen bestätigen die Regel. Macht ja nichts, wenn Du eckige Herdplatten und Töpfe hast. :)
cu ulli.
Original geschrieben von bean
Mir gefällt der 166 auch sehr gut, bis auf die Front. Die ist für ein Auto dieses Formats zu zierlich, ganz abgesehen davon daß die kleinen Scheinwerfer ein schlechtes Licht werfen.
Also an der Front sollte unbedingt was getan werden.
Ganz deiner Meinung!!!
Von hinten und der Seite wunderwunderschön ,aber von vorne fehlt einfach etwas.
Ich finde da sollten ähnliche Scheinwerfer wie beim 156 dran.
Ich habe da mal ne schnelle Fotomontage gemacht.166er Front mit 156 Scheinwerfern-hat mir sehr gut gefallen -ich finde sie aber leider nicht mehr -muss ich wohl gelöscht haben!!!
Um das nochmal aufzunehmen.....
Gutes Design ist immer ein Entwicklungsprozess.
Die Erscheinungsform unterliegt einer gewissen semiotik (Erkennungssprache).
So wissen wir alle ....wie eine Pfanne aussieht...normalerweise rund mit einem hohen Rand und einem länglichen Griff.Verändert ein Designer diese 3 Erkennungsmerkmale grundlegend , indem er z.b. der Pfanne ein Biomorphoses Erscheinungbild gibt, so wird
vom Benutzer dieses nicht eindeutig als Pfanne erkannt.Insofern nutzt er Sie nicht oder für den Hersteller schlimmer noch ,er kauft Sie gar nicht erst.
Gutes Design beschränkt sich also darauf diese Grundformen z.b durch Einführung neuer Materialien diese leichter, habtisch besser ,sicherer ( kein Verbrennen der Finger ) und Optisch eleganter zu machen.
So hat sich z.b. die Pfanne ,wie auch andere Küchenartikel ,im laufe der Evolution von einem plumpen Kochwerkzeug zu einem optischen Kunstwerk mit Gebrauchsfunktion entwickelt.
Schlechtes Design ...dagegen spielt mit Zitaten und allerlei überflüssigem Formenmüll.
So hat z.b. die Fa. Alesi in den 80er Jahren versucht einfachen Gebrauchsgegenständen eine pseudopersönlichkeit zu verpassen.Das war/ist auch im Ansatz recht löblich und wurde z.t von einigen Alesi - Designer auch gut umgesetzt.Natürlich hat Alesi das irgendwann übertrieben ,denn was nützt eine schöne Form wenn das Produkt als Gebrauchsgegenstand nicht zu benutzen ist.Beispiel: die Zitronenpresse von Ph.Starck.Dieses typische Designerstück aus den Anfängen der 90er dient höchstens als Kultobjekt ,nicht aber zum Gebrauch.
Immerhin hat Alesi diese Idee kultiviert und Denkanstöse gegeben wie: muß ein Wasserkessel wirklich immer wie ein Kessel aussehen kann man das nicht anders machen ?
Andere Hersteller machten sich noch nicht mal die mühe ernsthaft über diese Fragestellung nachzudenken und versehen auch heute noch Ihren Toastern etc. die unglaublichsten Plastikablikationen völlig ohne Sinn und Verstand.
So.... nun zum Autodesign.
Hier ist es Aufgabe der Designer das Auto und die damit verbundene Marke in einem kontinuierlichen Prozess weiter zuentwickeln.Damit verbunden ist natürlich das was die Marke aussagt so gilt ein VOLVO z.b als Praktisch ,Sicher und Sachlich.Eben NordEuropäisch und keinerlei verspielt.
Alfa dagegen kommt aus dem Rennsport und ist alleine dadurch schon Emotionsbeladener als ein VW oder VOLVO.
Alleine aus der Historie gesehen kann Alfa auf eine recht anständige Designtradition zurückblicken ,vor allem auch weil bestimmte trad. Autodesignansätze häufig in Frage gestellt wurden z.b. beim TZ ,SUD und Duetto
Bisher haben die Alfadesigner es verstanden Ihrem all zu heftigen Griff in die Retrokiste zu wiederstehen (156-166-147)und damit die Evoltion von Alfa mit de`Silva recht anständig weiter geführt.Weil...eben nur Retro ...macht noch lange kein gutes Design aus (Beatle) wenn es nicht glaubwürdig ist.
Das Ergebins ist wie auch anders zu erwarten so ,das Underdogfirmen ---Japaner---Seat etc. ähnlich wie bei Alesi
ohne Sinn und Verstand Ihre Autos mit Designmerkmalen von z.b Alfa versehen.
Das Ergebis ist natürlich ,das keine richtige Designentwicklung bei diesen Herstellern zu erkennen ist und auch nicht statt findet.
Marken werden so nicht gebildet.Für mich wirkt das ganze dann eher lächerlich.Da nützt auch ein De`Silva bei Seat nix.
Epilog: Mit der Brera-studie hat Alfa mal wieder gezeigt wie es geht------------nun Ihr Hundai,Kia und Seatdesigner last euch mal was einfallen....;)
cu
andras
der eigentlich nicht ein solanges Posting schreiben wollte
Zum Thema 'Beetle', Retrostyling etc. vielleicht noch ein ergänzendes Statement, das seinerzeit anlässlich der 'Nuvola'-Studie vom Centro Stile publiziert wurde :"....Immer öfter kommt es vor, dass die verschiedenen Modelle eines Produktionsprogramms nicht mehr als Elemente eines koordinierten Ganzen, als Ergebnis eines Gedankens und eines einheitlichen Ansatzes wahrnehmbar sind. Immer mehr treten sie als heterogene und willkürliche Äusserungen einer formalen Kultur in Erscheinung, bei der anscheinend auf jene konstante Forschungs-und Entwicklungsarbeit verzichtet wurde, mit der sich ein Stil und eine Tradition langsam und mühevoll herausbilden...
Ein gefährlicher Weg, der nicht nur zu einer übermässigen und kostspieligen Zersplitterung der Modellpaletten und zu ihrer raschen Alterung führt, sondern auch die Identität der Unternehmen unterhöhlt...."
Gruss
Peter
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