PDA

Vollständige Version anzeigen : Synchro besser mit dickem Getriebeöl?


gebesmh
03.11.2008, 10:35
Mein 2. Gang ist wie bei den meisten kratzig - d.h. wenn der Motor und das Getriebe noch kalt sind, ist es schwer ohne grausame Geräusche den Gang reinzukriegen. Wenn alles mal warmgefahren ist, dann funktionierts wenn man vorsichtig schaltet eigentlich sehr gut.

Meine Theorie daher: durch die Wäremausdehnung des Synchronrings kann er im warmen Zustand seiner Aufgabe nachkommen, wenn er kalt ist ist er schon zu "klein" bzw. zu verschlissen um synchronisieren zu können.

Da wir uns bei dieser Ausdehnung im sehr kleinen Bereich bewegen, hab ich mir gedacht ich lehre einfach mal ein SAE 140 Getriebeöl rein damit sich der 2. Gang wieder besser schalten lässt.

Hat mit einem SAE 140 im Zusammenhang mit der Schaltbarkeit Erfahrung?

julchen1969
03.11.2008, 11:10
Du willst also ein noch dickeres Öl einfüllen damit es besser Schaltbar wird ???

Das Getriebe würde mit dem dicken Zeug wahrscheinlich noch schlechter schalten, da das Öl bei Betriebstemperatur in einem Viskositätsbereich ist der noch ungünstiger für die Schmierung ist.

Guckst Du hier:
Schmierstoff-Info von Aral (http://www.aral-lubricants.com/forschung/schmierstoffe/automotiv/getriebe/getriebeoele.content.html)

der Punkt: Viskosität-Temperatur-Verhalten

Gruß Ingo

Rainer
03.11.2008, 12:18
Merke: Was kaputt ist, läßt sich nicht durch anderes Öl reparieren.

Zitat:"wenn man vorsichtig schaltet eigentlich sehr gut" heißt doch nur, daß es kratzt und kracht und nure mit vieeel Glück und viiiiel Gefühl kracht es mal nicht. Du wirst also um den Wechsel des S-Rings nicht rum kommen. Ist auch keine große Sache.

Anderes Öl würde ich niemals nicht verwenden. Dieses Getriebe ist sehr empfindlich und verträgt sich nicht mit "schlechteren" Ölen.

Ciao


Rainer

Folka
03.11.2008, 12:38
......und verträgt sich nicht mit "schlechteren" Ölen.


wobei es da noch nicht mal schlechte öle sein müssen um etwas noch weiter zu beschädigen.

die synchronisation ist ja nun auf einen ganz bestimmten reibwert ausgerichtet um zu funktionieren. hierzu spielt natürlich auch die schmierfähigkeit des öles eine nicht ganz unwichtige rolle.
verändere ich dies, passt das mit der synchronisation auch nicht mehr


und:
SAE 140 ?

ist das überhaupt noch als flüssig zu bezeichnen?
;D

cu folka

gebesmh
03.11.2008, 13:26
das ich damit keinen defekten synchronring reparieren kann weiß ich auch.

Und bei Aral steht:

Die Reibungsverluste im Getriebe sollten möglichst gering sein, um die Motorleistung voll zu übertragen, Kraftstoff einzusparen, wenig Reibungswärme entstehen zu lassen und für einen guten Gesamtwirkungsgrad des Getriebes zu sorgen. Trotzdem muß für Synchron-Getriebe ein bestimmter durch das Öl mitbestimmter Reibwert verbleiben, damit die Synchronringe beim Schaltvorgang nicht durchrutschen und Schaltgeräusche erzeugen. Gleichzeitig darf der Synchronisier- und Schaltvorgang nicht unnatürlich schwergängig werden oder zu lange dauern.


Daher die Idee mit dem SAE 140, Reibwert ist dabei erhöht und ist für Hypoid-Verzahnungen / API GL 5 zugelassen.

Also dachte ich, ich schiebe den Getriebeausbau damit auf nächsten Winter hinaus.

Und ich wollte bloss wissen ob das schon jemand gemacht hat.

julchen1969
03.11.2008, 13:35
Daher die Idee mit dem SAE 140, Reibwert ist dabei erhöht

...die Viskosität auch und das ist kontraproduktiv ;-)

Gruß Ingo