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Vollständige Version anzeigen : Wieder Pole bei Euro-STC ...


markus54
29.06.2002, 20:21
... diesmal aber von Larini. Als Zweiter folgt gleich ein Volvo, Giovanardi ist "nur" vierter. Dazwischen ein weiterer GTA von Tom Ferrier.
Also, Motorsportfreunde, morgen das Rennen nicht vergessen! Nach Fußball ab 15:15 Uhr live bei Eurosport.

Grüße,
Markus

http://www.eurostc.com/

http://www.eurostc.com/demo/foto/Anderstorp01.jpg

Peter
30.06.2002, 09:42
Ein ereignisreicher Sport -Sonntag steht uns also bevor (incl.WM-Finale). Schön , daß Larini es zumind. in der Quali gepackt hat (wir haben bei alfisti.net >Motorsport > Persönlichkeiten übrigens 'ne Larini Story )! Mittlerweile hat sich auch bei den FIA ETCC- Regularien einiges verändert. Ich werde dazu vor dem nächsten Event in Oschersleben am 14.07.- dort werden die für die Fronttriebler ungünstigen Neuerungen erstmalig "greifen" - einige Details ansprechen .

Gruss
Peter

Peter
30.06.2002, 16:35
Noch ein (Doppel)Sieg für Alfa Romeo in Anderstorp - 1.Lauf ! Der Letzte ?
Im 2.Lauf deuteten die BMW-Jungs ( Jörg Müller) ihre Klasse an und siegten überzeugend vor Volvo. Ab Oschersleben wird 's jetzt (im Sinne der Serie) sicherlich wesentlich spannender. Dazu in Kürze dann mehr (s.o.) !

Gruss

Peter


ebenfalls wichtig: die (motorsportlichen)Qualitäten des Dargebotenen stimmten wieder mal und VW (Seat) steht schon vor der Tür;) ...

Colletti
02.07.2002, 15:17
Leider konnte ich das Rennen nicht sehen, deshalb danke für die Info.

Irgendwie bin ich erleichtert, dass jetzt fast alle Marken um den Sieg mitfahren können. Der Fortbestand der Serie ist mir da wichtiger als ein Alfasieg. Ich habe schon zu viele TW-Serien kommen und gehen sehen.

Ein Einstieg von Seat wäre klasse.

Am Mittwoch werde ich mir, zum Trost, dann wenigstens die Zusammenfassung anschauen.

By Colletti

Peter
02.07.2002, 16:29
In Oschersleben werden also die Karten definitiv (und mit entsprechendem Druck der FIA) neu gemischt und es deutet sich eine zweite Saisonhälfte an, die den drei Werksteams neues(Sieg)Potential ermöglicht ! Ich freue mich darauf ...

Ciao

Peter


http://www.eurostc.com/press/pictures/07.anderstorp/low/BERNAR21.jpg

Andreas M.
03.07.2002, 10:16
Was haltet ihr eigentlich von den Reglement-Änderungen:

- Dass der Gewichtsvorteil für Fronttriebler wegfällt, finde ich in Ordnung. Schließlich hat es ein guter Fronttriebler nicht nötig, sich von einer Heckschleuder was schenken zu lassen.

- Die Sache mit den Strafgewichten finde ich zwar nicht ganz logisch (Das ist ja das gleiche, wie wenn sich die Brasilianer bei der nächsten Fussball-WM zur Strafe die Schuhe nicht zubinden dürfen), aber wenigstens ist die Regelung für alle gleich.

- Aber dass für 5- und 6-Zylinder-Motoren jetzt eine höhere Drehzahl erlaubt wird, ist ja genauso falsch, wie es vorher das niedrigere Mindestgewicht der Fronttriebler war.

Wenn Alfa/Nordauto jetzt keine Überraschung aus dem Hut zaubert, dürfte es in der zweiten Jahreshälfte verdammt knapp werden.

Grüße
Andreas M.

Alfista166
03.07.2002, 10:53
Die Drehzahländerungen verstehe ich technisch überhaupt nicht. Macht es einen Unterschied, ob ein 4-, 5- oder 6-Zylinder eine bestimmte Drehzahl erreicht, solange der Hubraum der gleiche ist ? Kann mir das mal jemand erklären ?

Gruß Jens

Peter
03.07.2002, 13:47
Das max. Leistungspotential z.B. des BMW R6 Zyl.entfaltet sich vereinfacht gesagt, besser bei Drehzahlen um 9000 U/min(der Ansaugtrakt des Motors muss dazu neu berechnet werden). Bei ersten Vorab- Tests machte das bereits ein paar Zehntel auf schnellen Streckenpassagen aus. Alfa liegt (oder besser lag)bislang in der PS-Zahl um ca.5% vor der Konkurrenz und man darf nicht vergessen, dass Alfa den Vorteil hatte, den GTA sehr zeitnah zum neuen Super 2000-Reglement konstruieren zu können. Natürlich sind Reglementsanpassungen/Änderungen im Motorsport gerade bei neuen Serien bzw.Serienneuauflagen nichts Ungewöhnliches, denn nichts wäre auf Sicht für die ETCC "tödlicher" als Permanent -Sieger (auch wenn sie Alfa Romeo heissen;) ) !

Gruss

Peter

BerndG
03.07.2002, 20:51
Original geschrieben von Andreas M.
Was haltet ihr eigentlich von den Reglement-Änderungen:

Grüße
Andreas M.

Ich halte die Reglementsänderungen - gelinde ausgedrückt - für unsinnig. Wieso müssen unter der Saison Änderungen vorgenommen werden, nur weil einzelne 'Mitfahrer' nicht schnell genug sind? Jeder der Teilnehmer hatte vor Saisonstart ausreichend Zeit die Reglementsdetails zu studieren. Wenn also ein 'Weiß-Blauer'-Teilnehmer einen konformen, aber technisch bedingt 'sieguntauglichen' Motor in seine Renner schraubt, dann ist dieses allein sein Problem. Wie kann es also sein, dass - derb ausgedrückt - die Unfähigkeit eines oder mehrerer Mitstreiter dafür herhalten muss, einen offenbar smarteren Starter einzubremsen!? Für mich ist dieses reine Willkür, welche über kurz oder lang die Serie zur Lachnummer verkommen lässt.
Vor meinem geistigen Auge sehe ich schon den Starter aus dem VAG-Konzern. Ein 2-Liter W8-Motor in einem 'fetten' Fahrzeug - unfähig je einen Rennen zu gewinnen. Doch was macht's; schwupp wird ein Sonderreglement auch für dieses Fahrzeug zurechtgezimmert und spätestens bei 12.000 Touren und nachgerüstetem Heckantrieb wird auch dieses Gefährt ein echter Sieger. Für eine Meisterschaftssaison reicht das sicher - dann kommt ein anderer an die Reihe - vielleicht mit einem 2-Liter-V10-Derivat aus Schumis 'Göttin' oder einem bayerischen 'Vergleichsmodell'. So wird schlussendlich jeder der Teilnehmer zufriedengestellt, ganz der Maxime folgend 'auch du darfst einmal Sieger sein'. Das Marketing wird's danken, der Wettbewerb wird zur Farce.

Gruß,

Bernd

Peter
03.07.2002, 21:29
Original geschrieben von BerndG


Jeder der Teilnehmer hatte vor Saisonstart ausreichend Zeit die Reglementsdetails zu studieren.

Bernd [/B]



Da liegt irgendwo der Hase im Pfeffer, Bernd ! Das sogen. 'Super 2000' (bez.auf den Hubraum)-Reglement ist im Vorfeld mehrmals abgeändert worden, weil z.B.die (umworbenen )BMW-Teams keine sequentiellen Getriebe akzeptieren wollten etc. Volvo/Prodrive mussten ihre (fast fertigen) Autos sogar weitestgehend umkonstruieren und konnten nur 2 Autos fertigstellen. Stellt sich natürlich die Frage ,warum homologiert z.B. BMW nicht gleich einen passenden 4-Zyl.aus dem(Verkaufs) Programm ? Da greifen dann die Marketing-Experten der Werke mit ihren Wünschen ins Geschehen ein und es wird kompliziert , weil ökonomische Aspekte eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Ohne jetzt auf alle Details der ergänzten Regularien eingehen zu wollen (das mache ich dann nächste Woche in einem "Oschersleben"-Thread), geht es der FIA und den Serien-Sponsoren natürlich in erster Linie darum, die Spannung/die Einschaltquoten notfalls durch entsprechende Eingriffe entsprechend "hochzuhalten". Für den Zuschauer (vor allem im TV)sind mehrere siegfähige Teams natürlich auch interessanter, unabhängig davon ob ein Teilnehmer die Hausaufgaben bessser als der /die andere(n) gemacht hat. Die Kosten sollen lt.verbindlicher Richtlinien bei der ETCC auf Jahre möglichst überschaubar gehalten werden, um Querelen, wie sie sich z.B.bei der jetzigen DTM verstärkt zeigen, garnicht erst aufkommen zu lassen. Dass Sportpolitik nicht immer eine astreine :-? Sache ist, zeigt sich ja nicht zuletzt auch in der F1. In der TW-Europameisterschaft wird sich erst noch herausstellen, ob das Konzept so attraktiv ist, dass immer mehr Werksteams Gefallen daran finden. Insgesamt bin ich aber optimistisch !

Gruss

Peter

Visconti
03.07.2002, 22:30
Original geschrieben von Andreas M.
Was haltet ihr eigentlich von den Reglement-Änderungen:

Hi zusammen!
Letztendlich gibt es ja nur zwei Möglichkeiten, eine Chancengleichheit im Sinne der Spannung zu erreichen.
Die eine wird nun durchgeführt. Durch Restriktionen werden Teams (in diesem Fall die von N.Technology), die der Konkurrenz "spannungsschädigend" überlegen sind, eingebremst. Sei es durch Platzierungsgewichte, durch technische Restriktionen oder aber auch durch die umgekehrte Startaufstellung im zweiten Lauf (denn auch das ist ja im engeren Sinne eine "Bestrafung" der Siegenden).
Eine zweite Möglichkeit wäre auch denkbar. Man löst alle Beschränkungen, die fortlaufende Weiterentwicklungsarbeiten an den Fahrzeugen untersagen und lässt sich die Meisterschaft von alleine regulieren. Die Teams, die dann halt das meiste Potential aus ihren Autos herausholen, werden dann gewinnen. Der Rest wird hinterherfahren, in der Meisterschaft verschlissen und sich irgendwann aus dem Geschehen verabschieden! Der eklatante Nachteil dieser "natürlichen" Lösung läge aber wohl darin, dass die Kosten für ein derartiges Tourenwagen-Unterfangen in ungeahnte Höhen schnellen würden. Dazu sind mit aller Wahrscheinlichkeit aber weder Alfa noch BMW oder Volvo bereit, sodass diese Alternative ausscheidet.
Wäre die Formel 1 nicht so dominant, wäre letzteres aber wohl naheliegender und natürlich auch viel sportlicher. Aber was nicht is, das is nu mal nicht. Und lieber eine (spannende) Tourenwagenserie mit Restriktionen als eine Tourenwagenserie, die mangels kostengeschreckter Teilnehmer nicht überlebt!

Gruß
Jan

pedi
04.07.2002, 00:17
Original geschrieben von Andreas M.
Was haltet ihr eigentlich von den Reglement-ÄnderungenIch habe es an andere Stelle hier schonmal erwähnt: die Meisterschaft dürfte somit (Platzierungsgewicht) schon entschieden sein.
Es wird zwar nun mehrere verschieden Sieger geben können, aber keiner wird den Vorsprung von Alfa Romeo aufholen können.

Bisher konnte Alfa Romeo gewinnen, wurde nicht bestraft und durfte weiter siegen.

Wenn aber nun (in der zweiten Saisonhälfte) eventuell ein Mitbewerber (z.B. BMW oder VOLVO) Erster sein sollte, bekommt dieser das Zusatzgewicht und wird am nächsten Sieg gehindert.

Selbst wenn nun bei der Konkurenz ein riesen Entwicklungschritt auf das gleiche Rundenzeitenlevel wie Alfa Romeo erfolgen sollte, kann eigentlich dieser Mitstreiter (bedingt durch das Platzierungsgewicht) nicht mehr soviele Siege einfahren, wie Alfa Romeo in der vorherigen Saisonhälfte.

Es ist für dieses Jahr also reine Kosmetik, oder ein Test für die nächste Saison.
Wahrscheinlich werden aber in der Winterpause soviele Reglementsänderungen erfolgen, dass im nächsten Jahr eine neuerliche Diskussion über diese Gewichte aufkommen wird.

Ich sehe dies auch so: jeder sollte mit einem weissen Blatt Papier anfangen und das Beste draus machen.

Man könnte Vergleiche zu MotoGP ziehen.
Neues Jahr, neues Reglement, neue Konzepte; seit 2002.
Honda zieht nun mit ihrem V5 der Konkurenz mit den V4 und R3 davon. Anstatt dass nun das Reglement geändert wird, muss eben der konkurierende Hersteller welcher konkurenzfähig sein will überlegen, ob er nicht auch einen V5 entwickelt, da sich dieses Konzept als das effizienteste herausstellte.
Kein Mensch käme beim MotoGP auf die Idee, der Honda zusätzliche Gewichte aufzupacken.
...und diese Saison ist nun doppelt so teuer, als der GrandPrix-Sport zuvor war.
Manche Hersteller werden am Saisonende ihre aktuellen neuentwickelten Motorräder einstampfen und (wie erwähnt) eine komplette Neukonstruktion auf V5-Basis zeichnen und bauen.
...und diese Serie hat grosse Zuwachsraten in Form von Sponsoren, Zuschauern und Werken!

Man muss also eine Serie nicht am langsamsten ausrichten, sondern die teilnehmenden Werke sollen sich doch bitteschön am schnellsten Mitbewerber orientieren. Das verstehe ich unter Motorsport. Ansonsten können sie ja auch eine Gleichmässigkeitsfahrt veranstalten.

Visconti
04.07.2002, 12:52
Original geschrieben von pedi

Man muss also eine Serie nicht am langsamsten ausrichten, sondern die teilnehmenden Werke sollen sich doch bitteschön am schnellsten Mitbewerber orientieren. Das verstehe ich unter Motorsport.
Das stimmt natürlich! Aus kompetitiver Sicht gibt es eigentlich keine andere Möglichkeit. Sicherlich wäre auch so der Zuschaueranreiz am größten, am effektivsten.
Aber wie lange hätten wir dann eine solche Serie? Oder anders gefragt: Hätten wir dann eine solche Serie überhaupt bekommen? Sind Alfa, BMW, Volvo und andere potentielle Teilnehmer denn bereit, diesen motorsportlichen Anspruch zu bezahlen? Ich denke kaum. BMW hat die Formel 1 als Hauptaugenmerk, Alfa hat grundsätzlich kein Geld und Volvo kann ich nicht wirklich einschätzen; dürfte aber an einet Explosion der Kosten auch kein Interesse haben. Und ein technischer Wettstreit hätte diesen Anstieg der Kosten unweigerlich zur Folge.

Der Vergleich zum MotoGP hinkt meines Erachtens insofern, dass da kein alles einnehmender Serienkonkurrent namens Formel 1 im Nacken sitzt! Im Auto-Motorsport ist die Formel 1 auch die Nummer 1. Dann kommt eine ganze Weile gar nichts und dann kommen erst Tourenwagen bzw Sportwagen/-prototypen.

Wie gesagt, aus sportlicher Sicht wäre der technische Wettstreit das beste. Aber ich bezweifle, dass Derartiges in der Tourenwagen-EM durchzuführen wäre!

Gruß
Jan

T-Sportivo
04.07.2002, 13:59
Original geschrieben von pedi

Man könnte Vergleiche zu MotoGP ziehen.
Neues Jahr, neues Reglement, neue Konzepte; seit 2002.
Honda zieht nun mit ihrem V5 der Konkurenz mit den V4 und R3 davon. Anstatt dass nun das Reglement geändert wird, muss eben der konkurierende Hersteller welcher konkurenzfähig sein will überlegen, ob er nicht auch einen V5 entwickelt, da sich dieses Konzept als das effizienteste herausstellte.
Kein Mensch käme beim MotoGP auf die Idee, der Honda zusätzliche Gewichte aufzupacken.
...und diese Saison ist nun doppelt so teuer, als der GrandPrix-Sport zuvor war.
Manche Hersteller werden am Saisonende ihre aktuellen neuentwickelten Motorräder einstampfen und (wie erwähnt) eine komplette Neukonstruktion auf V5-Basis zeichnen und bauen.
...und diese Serie hat grosse Zuwachsraten in Form von Sponsoren, Zuschauern und Werken!


Hallo,

interessanter Vergleich mit der MotoGP-Serie. Wenn ich allerdings sehe, wieviel Geld Honda in die Entwicklung ihrer neuen V5-Maschinen reingesteckt hat, dann sehe ich eher eine parallele Entwicklung zur Formel 1. Geld regiert sie Welt und sogenannte Materialschlachten haben aus meiner Sicht kaum etwas mit Sport zu tun. Wir werden ja sehen, wieviele Fahrzeuge nächstes Jahr beim ersten Formel 1 Grand Prix bzw. beim ersten MotoGP-Grand Prix an den Start gehen.

Wenn Schumi & Co. nur noch gehen 16 oder weniger Piloten antreten, wird früher oder später auch die Formel-1-Blase aufgrund mangelndem Interesse von Zuschauern, Medien und somit auch Sponsoren platzen. Soweit zum Thema "Königsklasse".
Ausserdem sieht man ja an der Formel 1, je mehr Geld im Spiel ist, desto mehr politische Spielchen werden getrieben.

Aber das ist ein anderes Thema und ist mittlerweile wohl in jeder professionellen Sportart Gang und Gebe...

pedi
04.07.2002, 14:24
Original geschrieben von T-Sportivo
Geld regiert die Welt und sogenannte Materialschlachten haben aus meiner Sicht kaum etwas mit Sport zu tun. Dann muss man sich mit Weitsprung in den Sandkasten zufrieden geben ! :-]

T-Sportivo
04.07.2002, 14:32
Original geschrieben von pedi
Dann muss man sich mit Weitsprung in den Sandkasten zufrieden geben ! :-]

...ach, da wird hinter den Kulissen mittlerweile auch schon zu sehr manipuliert ;)

pedi
04.07.2002, 14:46
Original geschrieben von Visconti
Aber wie lange hätten wir dann eine solche Serie? Oder anders gefragt: Hätten wir dann eine solche Serie überhaupt bekommen? Sind Alfa, BMW, Volvo und andere potentielle Teilnehmer denn bereit, diesen motorsportlichen Anspruch zu bezahlen? Ich denke kaum. Warum, es stehen ja die Eckpunkte in Form eines Reglements.
Man hat ein hohes Basisgewicht, also benötigt man keine grossartigen Kevlarteile.
Auf Motorseite ist auch viel eingeschrängt, so dass hier keine Titandinge erforderlich sind.
Stahlbremsen anstatt Carbon
...und, und, und...
Die Kosteneinfrierung ist also eh gegeben und vollkommen unabhängig von Platzierungsgewichten.

Wenn sich einer am Motorkonzept vertut, dann ist es doch sein Problem.

Wenn nun Skoda dazustossen würde, und sie hätten fünfeckige Räder und würden dadurch keinen Anschluss an die Konkurenz bekommen, sollen dann dann die anderen auch Fünfecke oder mehr Zusatzgewicht erhalten ? :D

ps: ok, MotoGp war nicht das beste Beispiel, da Königsklasse.

Peter
04.07.2002, 17:20
Man war bei den 2L Super-Tourenwagen 2001 praktisch am Ende des technisch sinnvollen u.möglicherweise auch machbaren weitestgehend angelangt (Alfa und Honda). Die Schraube musste also zurückgedreht werden und ein neuer Anfang wurde gesucht.
Dabei einigte man sich auf ein Mittelding zwischen (erfolgreicher )Super Production Kl. und alter STW. Der FIA-Status der TW-Europameisterschaft kam als besonderes "Bonbon" noch hinzu, nicht zuletzt aufgrund der intensiven Anstrengungen von Monica und Mauro Sipsz (ex-Alfa Corse), heute Nordauto/N.Technology. Ihnen ist das Werksengagement Alfa Romeos bei den Tourenwagen weitestgehend zu verdanken ! Die ETCC stellt heute, was die(offizielle) internationale Rangordnung im TW-Motorsport angeht, die wichtigste Serie dar. Das haben allerdings noch längst nicht alle Fans, z.B. auch die der (alten +neuen) DTM registriert, ist aber faktisch so. Als BMW dann hinzustiess (bzw.aus der ALMS ausstieg) war dies sozusagen der "Lotto-Sechser" für die junge Serie: Die traditionsreichen Weiss-Blauen wurden von der DTM umworben, entschieden sich aber für die ETCC. Ihnen nun irgendwie entgegenzukommen, ist aus meiner Sicht (es sei dahingestellt ob richtig/falsch-sinnvoll oder nicht)quasi "unausweichlich" ! Verlieren die Herrschaften die Lust (der ein oder andere erinnert sich vielleicht noch an das Vorgeplänkel zur DTM '93 ) ,hat das schnell Auswirkungen auf das (TV) Sponsoring (Eurosport) und die Marketing- Situation (LG aus Korea)etc., denn diese Geldgeber wollen eine attraktive und gut vermarktbare Serie sehen. D.h. je mehr interessante Werke/Produkte auf der Rennstrecke präsentiert werden, die auch erfolgreich sind, umso überlebensfähiger wird die ETCC. Vielleicht sind diese Aspekte ja alles Binsenweisheiten, sie machen aber klar, dass die Serie anders als z.B. die F1 unter einem gew.Erfolgsdruck steht. Ich gehe aber davon aus, dass sich spätestens Ende der Saison, wenn sich alle auf die ein oder andere "Ungereimtheit" eingestellt haben, die Weichen endgültig gestellt sein werden;) ! Bis dahin befindet man sich in einem Übergangsstadium, was aber unserer Marke sicherlich nicht allzu sehr "schaden"wird:-] .

Ciao

Peter

PS: Techn.Diskussionen, Reglementszwistigkeiten etc. interessieren die allermeisten Fans/Zuschauer m.E. kaum bzw.allenfalls am Rande. Man will spannende Action, Zweikämpfe und nett anzuschauende Autos, die guten Sound produzieren sehen. Den Rest überlässt man den Spezialisten /Insidern...

Visconti
04.07.2002, 17:40
Original geschrieben von pedi

Auf Motorseite ist auch viel eingeschrängt, so dass hier keine Titandinge erforderlich sind.
Stahlbremsen anstatt Carbon
...und, und, und...
Die Kosteneinfrierung ist also eh gegeben und vollkommen unabhängig von Platzierungsgewichten.

Auf diese High-End-Kosten für Carbon, Titan, etc. wollte ich auch gar nicht hinaus.
Ich glaube, den Veranstaltern geht es in erster Linie darum, das vorhandene Material so kostenschonend wie möglich einsetzen zu lassen! Auch ohne Titanteile im Motor wäre aus den bisherigen Aggregaten -bei entsprechender Loyalität seitens der Veranstalter- sicherlich noch eine ganze Menge herauszuholen/zu optimieren. Das wiederum ginge zu Lasten der Haltbarkeit; hätte das frühzeitige Austauschen von Teilen oder gar ganzen Aggregaten zur Folge. Momentan werden die Motoren so weit ich weiss für mehrere Rennen verplombt und müssen dementsprechend auf eine gewisse Haltbarkeit ausgerichtet sein. Somit fahren die Teams sicherlich nicht am Limit ihrer Kapazität.
Wie gesagt, für besonders sportlich halte ich es auch nicht, da es irgendwo widernatürlich ist, dass die siegfähigen bestraft werden (gilt auch für die umgekehrte Startaufstellung!). Aber ob es da momentan eine Alternative gibt? Ich glaube nicht.

Gruß
Jan

Peter
04.07.2002, 17:54
Original geschrieben von Visconti
Auch ohne Titanteile im Motor wäre aus den bisherigen Aggregaten ....sicherlich noch eine ganze Menge herauszuholen/zu optimieren. Das wiederum ginge zu Lasten der Haltbarkeit; hätte das frühzeitige Austauschen von Teilen oder gar ganzen Aggregaten zur Folge. Momentan werden die Motoren so weit ich weiss für mehrere Rennen verplombt und müssen dementsprechend auf eine gewisse Haltbarkeit ausgerichtet sein. Somit fahren die Teams sicherlich nicht am Limit ihrer Kapazität.

Jan [/B]

Es ist so, wie Du es beschreibst Jan. N.Technology wäre problemlos in der Lage, mit dem Know-How von internationalen Top-Leuten wie z.B. Sergio Limone, Marco Calovolo oder zur Not;) auch von Pino d'Agostino (alter Alfa-Mann, nun Motorenentwickler der Ferrari F1) fast alles im Tourenwagensport in Grund und Boden zu fahren (einschliesslich BMW). Man hat sich aber für die in vielerlei Hinsicht (bewusst) "eingeschränkte" ETCC entschieden und präsentiert dort halt klasse Motorsport ! Die Motoren dürfen übrigens erst nach Ablauf von zwei aufeinanderfolgenden Veranstaltungen überarbeitet/revidiert werden...

Gruss

Peter

Visconti
04.07.2002, 18:09
Original geschrieben von Peter

Pino d'Agostino (alter Alfa-Mann, nun Motorenentwickler der Ferrari F1)
Hi Peter!
Das ist doch der alte Alfa-Mann, den Christian Danner immer mal wieder als seinen alten "Mechaniker aus Alfa-Romeo-Zeiten" betitelt. Zumeist wenn er bei einer Siegerehrung im Bild auftaucht und die italienische Nationalhymne lautstark mitschmettert :-]
Ich glaube, der ist das...

Gruß
Jan

Peter
04.07.2002, 18:13
Genau der isses !;)

Peter
04.07.2002, 19:48
Ergänzen möchte ich auch noch den Kommentar, den Jörg Müller /BMW bei racing1 zum FIA-Vorgehen abgegeben hat:

"Das ist sicher der richtige Schritt. Es hat sich gezeigt ,dass Fronttriebler mit modernen Differenzialen eigentlich nicht schlechter auf der Rennstrecke sind als Hecktriebler. Die Zeiten ,wo Autos wie der Alfa 'Reifenkiller' waren, sind vorbei ."

Na ja ,ganz so unrecht hat der gute Jörg da natürlich nicht !