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Vollständige Version anzeigen : Bauanleitung für Kronenmutternuss für Kardanflansch


Expromoter
20.06.2008, 09:27
Hallo Zusammen,

ich schwöre, ich habe mir einen Wolf gesucht und nix gefunden.
In meiner Erinnerung schwebt mir ein Link o.ä. auf eine Bauanleitung/Zeichnung vor mein geistiges Auge, der beschreibt, wie man aus einer Nuß das Spezialwerkzeug für die Kronenmutter am Kardanflansch anfertigt. Ich meine, ich hätte es im Oldtimer Forum gesehen und ich find's ums Verrecken nicht mehr. Wer weiss 'was??

Danke, Gruß, Ingo

klausd
20.06.2008, 09:47
hier (http://www.geocities.com/MotorCity/Downs/3837/ringtool.html) ist es. Du hättest nach Nutmutter suchen müssen.
Es war in diesem (http://www.alfisti.net/alfa-forum/oldtimer/68612-nutmutter-differenzial-werkzeug-5-0114-a.html) Thread versteckt.

christian_fleer
20.06.2008, 10:04
Achtet beim Schnitzen aber darauf, daß die Nutmuttern für Achsen mit und für Achsen ohne Sperren unterschiedlich sind.
Man sollte daher eine Nutmutter für den jeweilig verbauten Achsentyp besorgen, die man dann bei Anfertigung des Werkzeugs als Muster/Gegenstück verwenden kann.

Expromoter
20.06.2008, 11:36
@ Klaus:

Mein Dank verfolgt Dich wie ein Schatten. Auf Nutmutter bin ich nicht gekommen. Vielen Dank

@ Christian:

Ich denke, dass die Beschreibung passt, da ich fast das gleiche Fahrzeug habe (1985er vs. 1986er US Spider)

Gruß, Ingo

christian_fleer
20.06.2008, 12:21
Ingo, es kommt nicht auf das Baujahr, sondern auf die Hinterachse (Sperre oder nicht?) bzw. den Hubraum (mit Achsen ohne Sperre oder mit Sperre verbaut) an ;)

Expromoter
20.06.2008, 12:42
Hallo Christian,

danke für den Hinweis, das verstehe ich. Vielleicht kannst Du mir da weiterhelfen: Wenn ich die hundsnormale HA 10/41 der US Ausführung 'drin habe, ist die die dann mit oder ohne Sperre, respektive kann ich die Nutmutter so anfertigen, wie in der Beschreibung?

Danke, Gruß, Ingo

christian_fleer
20.06.2008, 13:31
Ob Du eine Sperre hast oder nicht, kannst Du am Deckel/Gehäuse des Differentials erkennen. Hat der Deckel vorne eine Ausbuchtung, hast Du eine Sperre, hat er eine gerade Kante, hast Du keine Sperre...
Ich setze hier mal einen Link (in ein anderes Forum) mit Photo...
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Spica-Bernhard
20.06.2008, 14:50
Hallo Christian,

danke für den Hinweis, das verstehe ich. Vielleicht kannst Du mir da weiterhelfen: Wenn ich die hundsnormale HA 10/41 der US Ausführung 'drin habe, ist die die dann mit oder ohne Sperre, respektive kann ich die Nutmutter so anfertigen, wie in der Beschreibung?

Danke, Gruß, Ingo

Vorsicht.
Ich habe die kurze Achse in meinem Spider.
Guckst du:

http://www.alfisti.net/alfa-forum/topthreads-oldtimer/63540-farbcode-hinterachse-105er.html

Sprich die 9/41 mit Markierung rot.
Nach meinem Wissen sind zumindest alle Fastbacks die in die USA gingen mit dieser kurzen Achse ausgerüstet.
Kannst du aber ja mal prüfen.

Gruß

Bernhard

carlostoe
20.06.2008, 18:28
Hallo Ingo,

ich habe mir vor einiger Zeit mal so ein "Wekzeug" bauen lassen. Kann ich Dir gerne leihweise überlassen. Ich brauche es momentan nicht.

Grüße von Carlo

carlostoe
20.06.2008, 18:30
Hallo Ingo,

....so ein "Wekzeug" bauen ....

Also, ist doch schon ein Werkzeug:+)

MartinNaegele
22.06.2008, 14:03
Hallo zusammen,

ich hab' mir mal so eine Stecknuss vor einiger Zeit angefertigt. Bevor die Zeichnung in meinem Archiv verschimmelt; hier ist sie:

Viele Grüße

Martin

christian_fleer
22.06.2008, 15:23
Martin, :-]
!thanx!

Expromoter
30.06.2008, 09:36
@ All,

besten Dank für Eure Bemühungen. Nach einer Woche Sendepause wegen Urlaub gebe ich euch ein Kurzes Feedback. Wie es aussieht werde ich mir eine Original Alfa Nutmutternnuss hier in der Nähe ausleihen können und dann loslegen.
Hat jemand von euch Erfahrungen mit der "Kurierung" von eingelaufenen Kardanflanschen, sprich einer Nut im Kardanflansch durch die Dichtlippe?
Kann man z.B. den Dichtring etwas axial versetzt einbauen, in Verbindung mit einer Distanzscheibe oder ähnliches? Hat jemand die Dichtfläche abgedreht und mit einer Hülse versehen?

Gruß, Ingo

Rainer
30.06.2008, 09:42
Du besorgst Dir einen anderen Simmerring mit einem 1mm kleineren Durchmesser. Da fummelst Du den Federing raus und setzt ihn in den originalen Simmering ein.

Vorher noch die Welle mit Läppleinen vorsichtig glätten.

Ciao


Rainer

Expromoter
30.06.2008, 10:11
Du besorgst Dir einen anderen Simmerring mit einem 1mm kleineren Durchmesser. Da fummelst Du den Federing raus und setzt ihn in den originalen Simmering ein.

Vorher noch die Welle mit Läppleinen vorsichtig glätten.

Ciao


Rainer

Hallo Rainer,

GEILOMAT!!! Das ist die Art von heißem Tipp, auf den ich reflektiert habe. Das ist brilliant. Ich gehe davon aus, dass du das schon selbst mit Erfolg praktiziert hast.
Ich werde über das Ergebis berichten.

Gruß, Ingo

Marc1750
01.07.2008, 09:25
Servus!

Noch zwei etwas fachgerechtere Lösungen - wer will...
1. Abdrehen der Lauffläche auf nächstes "Untermaß" - bei genug Material
2. SpeedySleeve-Hülse aufziehen http://www.beham.com/pdf/D02-WSHU.pdf

Grüße Marc

Rainer
01.07.2008, 09:43
Hallo Ingo,

ich habe damit die Steckachsen wieder dicht bekommen. Funktioniert aber natürlich auch am Diff.

Ciao


Rainer

Expromoter
01.07.2008, 12:30
Hallo Marc, Hallo Rainer,

so, jetzt gibt es jede Menge Vorschläge. Zuerst werde ich Rainers Vorschlag ausprobieren, weil einen 44er Simmering zum "Ausschlachten" habe ich mir gestern schon besorgt. Abdrehen fällt m.E. aus, weil der Aussendurchmesser 74,5 nicht genormt ist. Als nächstes werde ich im Falle eines Misserfolgs die Reparaturhülse probieren.

Bis dann, Gruß, Ingo

MartinNaegele
01.07.2008, 16:41
Hallo,

der Vollständigkeit halber bei Undichtigkeiten am Kardanwellenflansch auch kontrollieren, ob das Öl nicht etwa aus dem Innern des Flanschs kommt. Also durch die Keilwellenverzahnung, das Gewinde der Nutmutter und dann zwischen den beiden Flanschflächen nach aussen dringt.
War so bei mir. Habe erst mal für'n A§$% den Simmerring gewechselt, um dann festzustellen, dass es da, wie oben beschrieben, undicht ist.


Viele Grüße

Martin

christian_fleer
01.07.2008, 17:11
War so bei mir. Habe erst mal für'n A§$% den Simmerring gewechselt, um dann festzustellen, dass es da, wie oben beschrieben, undicht ist.

Dann könnte man den Flansch mit Hylomar oder einer ähnlichen nicht aushärtenden Dichtmasse montieren, oder?

MartinNaegele
01.07.2008, 17:50
Dann könnte man den Flansch mit Hylomar oder einer ähnlichen nicht aushärtenden Dichtmasse montieren, oder?

Genau; ich nehme für sowas und vieles andere 'Mastixo' - bis vor ca. 2 Jahren hiess es 'Rhodorseal' - von Renault. Das ist eine weisse Silikon-Dichtmasse. Sie entspricht exakt der CAF-4 Dichtmasse, die Ferrari in den 70er und 80ern vorgeschrieben hat, und die u.a. dort explizit für die Montage der Antriebswellenflansche am Differential ( in die Keilwellenverzahnung ) im Werkstatthandbuch vorgeschrieben wird.
Dies auch als Beispiel, dass Dichtmasse in der Keilwellenverzahnung hier und da sogar ab Werk zum Einsatz kam.
Ein super Zeugs; nicht so 'schön bunt' wie viele andere bekanntere Dichtmassen, viel universeller, hochhitzefest, etc. etc.
Beim Alfa hab' ich zusätzlich noch die Mutter mit Gewindedichtmittel montiert. Seither ist die Umgebung des Kardanwellenflanschs f$%ztrocken. Dafür schwitzt seit geraumer Zeit der Differentialdeckel.

Viele Grüße

Martin

Expromoter
04.07.2008, 09:27
Hallo Zusammen,

kurzer Zwischenstand:

Aus 30er Nuß Nutmutternuß angefertigt, Nutmutter per Schlagschrauber gelöst, alter Dichtring draussen, eine Dichtlippe ist nicht mehr zu sehen, Dichtfläche quasi 2mm breit und zylindrisch, den Dichtring kann man über den Flansch werfen, klar dass es undicht war, Flansch mit eingelaufener Rille, neuer Dichtring sitzt trotz Rille im Flansch stramm, ich werde das jetzt so zusammen bauen, die Feder aus dem 44er Simmerring bringt keinen strammeren Sitz, leider, Platz für axiale Verschiebung nach vorne ist da, Anfertigung einer Distanzscheibe ist jedoch m.E. aufwändig, ausserdem hat der Flansch weiter vorne eine Macke in der Dichtfläche.
Wenn's fertig ist, werde ich euch das ergebnis mitteilen.

Gruß, Ingo

Expromoter
07.07.2008, 09:38
Hallo Zusammen,

ich habe fertig, bin bis jetzt 40 km gefahren und es ist noch alles trocken !thatsit! .
BTW: Es lohnt isch, den Kugelkopf der Kupplungsnehmerzylinderdruckstange (geiles Wort, oder) mit Kupferpaste einzuschmieren. Das Ding sah stark nach Korrosion aus und war offensichtlich auch die Ursache für so eine Art Klingelgeräusch bei eingerückter Kupplung, das man beim Fahren in urbanen Häuserschluchten so hören konnte, jetzt is' es weg.

Gruß, Ingo