Vollständige Version anzeigen : NEWS: Fiat Chef zurückgetreten
ORF Teletext:
Italien: Fiat Chef geht
Fiat-Chef Cantarella ist heute zurückgetreten.
Er wolle damit dem hoch verschuldeten Konzern den Weg für einen Neuanfang freimachen.
Es müsse eine "scharfe Zäsur" geben.
Seine Aufgaben übernimmt nun der Verwaltungsrat-Vorsitzende Fresco.
Der Fiat Konzern sieht sich mit Umsatz-Rückgängen seiner Hauptsparte Automobile sowohl im Inland als auch in ganz Europa konfrontiert.
Die Gewerkschaften befürchten nun, dass die Autosparte ganz an General Motors geht.
GM hält bereits 20 Prozent.
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Was haltet ihr davon?
Grüsse
Rittl
doncamillo
11.06.2002, 00:49
Nun ja, Cantarella war eh nicht sehr beliebt und sei Führungsstil wurde oft Kritisiert. Man wird das an der börse sehen. Denke das die Kurse wieder steigen, wenn acu nur kurz. Hängt aber davon ab, wie Fresco ankommt.
Gruss
dC
Original geschrieben von Rittl
Die Gewerkschaften befürchten nun, dass die Autosparte ganz an General Motors geht.
GM hält bereits 20 Prozent.
Wie oft haben wir die Nachricht in den letzten Wochen gelesen???
Trotz allem, Fiat hat einige Finanzierungsspritzen von den Gläubigerbanken bekommen. Das wird für eine Weile halten und wenn jetzt der unbeliebte Chef auch noch weg ist, kann es ja -vielleicht- bergauf gehen.
hi,
ja gelesen hab ichs auch und dass der konzern 30% seiner neukonzeptionen (neue modelle) canceln wird. ich denke die meinen hoffentlich nicht alfa sondern die folgenden nachfolger:
kein seicento nachfolger
kein punto stationwagon
kein stilo MPV
kein stilo cabrio
kein großer fiat
kein delta nachfolger (schluchzzz!)
kein thesis coupé (schluchzzz!)
wenn ich mir ansehe wie die franzosen (v.a. peugeot) ein perfektes neues modell nach dem anderen aus ihren werken herauszaubern dann kann fiat wohl schon mal dicke socken anziehen.
stillstand ist der anfang vom ende!
das l.otti
Visconti
11.06.2002, 13:12
Hallo zusammen!
Original geschrieben von l.otti
kein seicento nachfolger
Also zumindest der ist so gut wie fertig und soll laut meinem Wissensstand zum Ende des Jahres als Seicento- und Panda-Nachfolger debütieren!
Mit Paolo Cantarella geht dann -nach Roberto Testore- der zweite Fiat Auto S.p.A "Chief Executive". Testore wurde durch Carlo Boschetti (Ex-Iveco) und Cantarella wird nun durch Paolo Fresco ersetzt. Beide zusammen (also Boschetti und Fresco) dürften an die 200 Jahre alt sein... Wenn`s das nun sein soll...
Gruß
Jan
ftd.de, Mo, 10.6.2002, 20:39, aktualisiert: Di, 11.6.2002, 8:07
Fiat-Chef Cantarella zurückgetreten
Der Chef des finanziell angeschlagenen italienischen Fiat-Konzerns, Paolo Cantarella, ist am Montag zurückgetreten. "Wenig überraschend", meinen Analysten.
Der Fiat-Vorsitzende Paolo Fresco übernahm kommissarisch die Leitung, teilte das Unternehmen in Turin mit. Drei italienische Banken haben erst kürzlich mitgeteilt, dass sie Fiat mit einem Kredit über um die drei Mrd. Euro aushelfen werden. Bis zum Jahresende will Fiat dafür seine Schulden von 6,6 Mrd. Euro halbieren. Der Konzern, der zu einem Fünftel dem US-Autokonzern General Motors gehört, hatte am Wochenende eine Rosskur angekündigt, mit der das Autogeschäft bis Ende 2004 wieder profitabel werden soll. Cantarella sagte in einer persönlichen Erklärung, in den schwierigen Zeiten für Fiat-Auto sei es notwendig, "ein starkes Signal für den Wechsel zu geben".
Er war seit 1996 Chef des Konzerns sowie Verwaltungsratsvorsitzender der Auto-Sparte und blickt auf eine 25-jährige Karriere bei Fiat zurück.
Branchenexperten bezeichneten den Rücktritt als nicht sonderlich überraschend. "Er unterstreicht die Krise der Auto-Sparte", sagte Xavier Gunner, Auto-Analyst bei UBS Warburg in London. Aber Cantarellas Ausscheiden bedeute nicht notwendigerweise, dass eine Lösung in Sicht sei. Die mächtige italienische Gewerkschaft CGIL wertete indes den Rücktritt als "weiteres Zeichen für die Instabilität der Gruppe".
Der in Milliarden-Euro-Höhe verschuldete Fiat-Konzern sieht sich mit Marktanteilsverlusten und Umsatzrückgängen seiner Hauptsparte Automobile sowohl im Inland als auch und in ganz Europa konfrontiert. Diese Probleme nähren Spekulationen, dass die Italiener ihre Option ausüben könnten, ihre 80-Prozent-Mehrheit an der verlustreichen Fiat Auto an General Motors zu verkaufen.
!hello!
Hallo zusammen,
da muss ich doch auch noch meinen Senf bzw meine Infos zu abgeben:
Neuer Bereichschef will 2004 schwarze Zahlen
Bei Fiat soll's künftig weniger Modellversionen geben
Frankfurt/Main (rpo). Der Bereichschef für den Fiat-Autosektor
will offenbar hart durchgreifen. Bis 2004 will er schwarze Zahlen
sehen. Dazu soll ein Drittel aller Modellversionen von Fiat
gestrichen werden.
Die Zeitschrift "Automobilwoche" berichtete am Samstag vorab,
der neue Bereichschef Giancarlo Boschetti habe in einem
Interview mehr Zusammenarbeit mit dem US-Konzern General
Motors angekündigt, zu dem Opel gehört. Für die Hälfte aller
Fiat-Modelle sollten gemeinsame Plattformen mit Opel und Saab
verwendet werden; 30 Prozent der Fiat-Modellversionen seien
gestrichen worden.
Nach dem Vorbild von VW sollten die einzelnen
Konzernmarken (Fiat, Lancia, Alfa Romeo, Ferrari und
Maserati) als Profiteinheiten geführt werden, hieß es in dem
Vorabbericht. Jede einzelne Marke solle also gewinnorientiert
arbeiten. General Motors besitzt einen 20-Prozent-Anteil an Fiat
Auto. Einer Optionsvereinbarung zufolge kann der Fiat-Konzern
von 2004 an auch noch die restlichen 80 Prozent dieses
Konzernbereichs an GM verkaufen.
Gemeinsame Plattformen, also einen einheitlichen Unterbau,
sollen dem Bericht zufolge bis 2005 für die Nachfolgemodelle
des Fiat Punto und des Opel Corsa sowie des Fiat Stilo und des
Opel Astra entstehen. Auch bei den Motoren soll die
Zusammenarbeit forciert werden. Nur bei Alfa Romeo werde es
keine Opel-Motoren geben, erklärte Boschetti dem Bericht
zufolge.
Aus politischen und sozialen Gründen solle zwar kein Fiat-Werk
geschlossen werden, hieß es, jedoch werde man an allen
Standorten die Produktion verringern. Unprofitable Verkäufe
sollten gestoppt, das Geschäft mit Autovermietungen reduziert
werden, kündigte Boschetti an. In den letzten Jahren habe Fiat
wahrscheinlich durch übermäßige Rabatte viel Geld verloren.
Quelle: Rheinische Post, RP-Online vom 08.06.02
Hoffentlich gibts jetzt nich wieder ne Thread-Lawine bei dem tollen Satz, wo alle drauf gehofft hatten :-)))
Gruss,
Trantor
wurde gerade im gästebuch von alfisti.ch von andi gepostet:
News
EXKLUSIV: Fiat erwägt Börsengang von Fiat Auto und Verkauf von Alfa Romeo
11.06.2002
Die italienische Fiat-Konzern erwägt nach Informationen des Anlegermagazins DIE TELEBÖRSE (Donnerstagausgabe) den Börsengang der Autosparte. Offiziell wollte sich das Unternehmen dazu nicht äußern. Haydan Leshel, Deutschland-Chef von Fiat-Auto sagte der TELEBÖRSE lediglich: "Denkbar ist auch, dass der Fiat-Konzern nicht nur Ferrari separat an die Börse bringt."
Außerdem wird der Verkauf der Marke Alfa Romeo nicht mehr ausgeschlossen. "Alles ist offen. Wir arbeiten derzeit auch an dem Szenario, Alfa Romeo herauszuputzen und anschließend zu verkaufen. Lancia allein wäre noch zu klein. Eine solche Entscheidung können aber nur die Agnellis treffen", sagt ein hochrangiger Fiat-Manager der TELEBÖRSE.
In Deutschland erwartet der Konzern im Geschäftsjahr 2002 nach Angaben von Leshel einen unveränderten Marktanteil von 3,7 Prozent für seine drei Marken Lancia (0,2 Prozent), Fiat (2,7 Prozent) und Alfa Romeo (0,8 Prozent).
ich habe heute im radio gehört, dass gm aber genug mit den lahmenden töchtern opel und daewoo zu tun hätte und daher (vor 2004?) kein interesse an mehr fiat-anteilen habe.
weiter wurde gesagt, dass viel geld dadurch verschenkt würde, dass trotz 30.000 bestellung jährlich nur 4.000 ferrari hergestellt werden.
gruß
feeelix
Hier noch ein paar interessante Info`s:-{
Fiat-Übernahme stößt auf Widerstand
Deutsche und italienische Betriebsräte schließen sich zusammen: In einer gemeinsamen Erklärung haben sich am Montag die Arbeitnehmervertreter von Opel und Fiat gegen eine vollständige Übernahme von Fiat durch die Opel-Muttergesellschaft General Motors (GM) ausgesprochen. „Ein ‚Big Bang‘-Zusammenschluss würde nur neue substanzielle Schwierigkeiten schaffen“, betonten Opel-Betriebsratschef Klaus Franz und sein Fiat-Gegenüber Aldo Dottavio. In den vergangenen Tagen hatten sich die Spekulationen über eine vorzeitige Fiat-Übernahme gehäuft. GM hält bereits seit zwei Jahren 20 % der Anteile von Fiat Auto.
zel DÜSSELDORF. Opel- und Fiat-Betriebsräte verlangen statt dessen, dass zunächst einmal die Sanierung der beiden angeschlagenen Unternehmen vorangetrieben wird. Beide Hersteller sind derzeit die Schlusslichter in der europäischen Automobilindustrie: Fiat Auto verbuchte allein im ersten Quartal einen operativen Verlust von 429 Mill. Euro. Bei Opel standen Ende vergangenen Jahres fast 700 Mill. Euro Verlust in den Büchern, und während der ersten Monate von 2002 hat sich die Lage nicht wesentlich verbessert.
Die Arbeitnehmervertretungen von Opel und Fiat fordern ihre Unternehmen dazu auf, erst einmal eine einheitliche Produkt- und Markenstrategie zu entwickeln. „Zunächst muss Fiat auch sein Problem der Überkapazitäten lösen“, sagte IG-Metall-Vertreter Thomas Klebe, zugleich Mitglied im Opel-Aufsichtsrat. Besonders auf deutscher Seite ist die Sorge groß, bei einer frühzeitigen Übernahme von Fiat durch die Muttergesellschaft GM noch zusätzlich in die Probleme des italienischen Konkurrenten hinein gezogen zu werden.
Die Europa-Zentrale von General Motors in Zürich hüllte sich gestern in Schweigen. Ein GM-Sprecher lehnte eine Stellungnahme zu der gemeinsamen Erklärung der Bertriebsräte ab. Auch die Fiat-Hauptverwaltung in Turin äußerte sich nicht zum gemeinsamen Vorgehen der Betriebsräte.
In der Automobil-Branche gilt es als ausgemacht, dass Fiat seine Produktionskapazitäten zurückschneiden muss. Fiat-Auto-Chef Giancarlo Boschetti gibt die aktuelle Auslastung der Fabriken mit 70 % an. In der vergangenen Woche hatte er deshalb angekündigt, eine Produktionsschicht aus einem der wichtigsten Fiat-Werke zu streichen. 3 000 Beschäftigte werden dadurch ihren Arbeitsplatz verlieren. Nach einem Aufruf des italienischen Gewerkschaftsbundes CGIL demonstrierten daraufhin mehrere Tausend Fiat-Beschäftigte in der Turiner Innenstadt gegen die angekündigten Stellenstreichungen.
Eine Schicht in Bochum gestrichen
Bei Opel ergibt sich ein ähnliches Bild: Im Bochumer Werk der deutschen GM-Tochter ist im Mai ebenfalls eine komplette Schicht dauerhaft aufgegeben worden. Opel reduziert damit seine Fertigungskapazität um jährlich etwa 50 000 Autos, für das gesamte Jahr hatte der Rüsselsheimer Automobilhersteller ebenfalls einen Stellenabbau für 3 000 Mitarbeiter angekündigt.
Opel- und Fiat-Betriebsräte warnten ihre Unternehmen gestern davor, bei möglichen Gesprächen über eine vorzeitige Fusion nicht beteiligt zu werden. „Wenn nicht, droht echter Widerstand“, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Unklar blieb, wie ein solcher Widerstand aussehen könnte. Doch im Gespräch sind anhaltende Demonstrationen und Werksblockaden. Die Opel-Betriebsräte hadern noch heute mit ihrem Management: Als GM sich vor zwei mit 20 % an Fiat Auto beteiligte, waren die Opel-Betriebsräte von diesem Einstieg des US-Mutterkonzerns völlig überrascht worden.
Der Widerstand der Betriebsräte hat allerdings nur begrenzte Aussichten auf Erfolg. Eine komplette Fiat-Übernahme durch GM würden sie wahrscheinlich nur verzögern, aber nicht grundsätzlich stoppen können. Nach bislang unbestätigten Berichten wird die komplette Fiat-Übernahme bei GM intern bereits geprüft.
In ganz Europa ist der Fahrzeugabsatz sowohl bei Fiat als auch bei Opel in den ersten Monaten dieses Jahres dramatisch eingebrochen. Nach Angaben des europäischen Herstellerverbandes Acea sind Verkaufszahlen bei Fiat bis Ende April um 18 % gefallen, bei Opel beträgt der Rückgang immerhin noch knapp 14 %. Besonders drastisch hat es Opel auf dem deutschen Heimatmarkt mit einem Minus von 21 % erwischt. Ein Opel-Sprecher bestätigte am Montag, dass die etwa 40 000 deutschen Mitarbeiter vor neuen Einschnitten stehen. Die anstehende Tariferhöhung von 4 % wird demnach wahrscheinlich mit übertariflichen Leistungen verrechnet.
Quelle: Handelsblatt
[COLOR=red];)
Visconti
11.06.2002, 19:20
Original geschrieben von Trantor
Nur bei Alfa Romeo werde es keine Opel-Motoren geben, erklärte Boschetti dem Bericht zufolge.
!freu! !boing! !freu!
Ähm... hatte da nicht mal jemand hier (bzw. eigentlich fast alle :) ) etwas gegen meinen Optimismus gesagt...? ;)
Hoffentlich gibts jetzt nich wieder ne Thread-Lawine bei dem tollen Satz, wo alle drauf gehofft hatten :-)))
Naja, warum nicht?! Diese Lawine wäre dann ja erstmalig positiv geprägt!
Gruß
Jan, der jetzt auch bereitwillig seinen unfreundlichen Kommentar zu Boschettis Alter zurücknimmt ;)
Original geschrieben von Visconti
Ähm... hatte da nicht mal jemand hier (bzw. eigentlich fast alle :) ) etwas gegen meinen Optimismus gesagt...?
[/B]
Nee,...vielleicht sollte man halt gelegentlich die Dinge etwas gelassener angehen;)
-aber auch jetzt gibt es noch reichlich "ungelegte Eier", liebe Analysten :-D
Gruss
Peter
Noch ein paar Infos:
Banken helfen Fiat mit drei Milliarden Wandelanleihe
Veränderungen der Eigentumsstruktur sind bereits absehbar
Mailand - Der stark angeschlagene Fiat-Konzern erhält von den Gläubigerbanken Überbrückungshilfe in der Hoffnung, dass die Sanierung des Autobereichs bald greift. Dazu beschlossen jetzt San Paolo Imi, IntesaBci und Banca di Roma die Emission einer Wandelanleihe mit dreijähriger Laufzeit im Wert von drei Mrd. Euro. Sie wird voll von den drei Haupt-Gläubigerbanken gezeichnet falls es nicht gelingen sollte, auch andere in- und ausländische Institute dafür zu gewinnen. Wie es heißt, sollen als Zeichner möglichst auch die Deutsche Bank und die schweizerische UBS gewonnen werden.
Auf eine Kapitalaufstockung, nach der im Februar erfolgten eine Mrd. Euro-Operation, wurde dagegen verzichtet aus Rücksicht auf die Agnelli-Holdings Ifi und Ifil. Diese sind an Fiat mit zusammen rund einem Drittel beteiligt. Veränderungen der Eigentumsstruktur sind dennoch bereits absehbar. Beobachter rechnen nicht nur damit, dass ein Teil der Gläubigerbanken nach der Umwandlung der Anleihe an Fiat beteiligt bleibt. Sehr wahrscheinlich ist auch, dass die Agnelli-Holdings Ifi und Ifil schon in absehbarer Zeit aus einem Teil ihrer Beteiligung aussteigen. Vielsagend ist dazu die am Dienstag dieser Woche auf der HV der Holding von Ifi-Präsident Umberto Agnelli abgegebene Erklärung, wonach die an Fiat gehaltene Kapitalquote "derzeit noch" strategische Bedeutung habe. Tiefgreifende Veränderungen zeichnen sich auch in der Konzernstruktur selbst ab. So setzten die Gläubigerbanken durch, dass Fiat im Rahmen des Sanierungsplans mehr Aktivitäten auf die Verkaufsliste setzt als bisher vorgesehen.
Neben den Töchtern Comau (Maschinenbau), Teksid (Stahl und Metallverarbeitung), Magneti Marelli (Zubehör) und Ferrari (Sport- und Rennwagenbau), für die teils der volle Verkauf, teils ein Publikumsangebot mit Börsengang bevorsteht, kommen jetzt auch die bisher als strategisch geltende Konzerntochter Fiat Avio (Luft- und Raumfahrt), die von der Konzernleitung auf zwei Mrd. Euro bewertet wird, und die Kundenkreditgesellschaft Sava auf den Markt. "Nur im Notfall" soll dagegen die bisher hundertprozentig kontrollierte Versicherungstochter Toro Assicurazioni versilbert werden, die die Konzernleitung mit 3,9 Mrd. Euro bewertet. ds
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GM zwingt Opel und Fiat zur Kooperation
Erhoffte Einsparungen von mehr als zwei Milliarden Dollar ab 2003
Rom ae/ivo - Die Rüsselsheimer General-Motors-Tochter Opel und der italienische Autohersteller Fiat, an der GM zu 20 Prozent beteiligt ist, dürften nach den Plänen des US-Managements künftig keine Plattformen und keine Motoren mehr in eigener Regie entwickeln, wie WELT am SONNTAG aus Fiat-Kreisen erfuhr.
Das soll künftig die von GM und Fiat gegründete Firma Powertrain übernehmen, die für GM, Opel und Fiat bereits seit einem Jahr Motoren und Getriebe in Europa wie auch in dem für Fiat wichtigen Markt in Südamerika fertigt. Beabsichtigt ist, Einsparungen von mehr als zwei Milliarden Dollar vom Jahr 2003 an zu realisieren - auch durch eine Zusammenlegung der Produktion weiterer Autoteile und der Konzentration des Einkaufs für GM (mit Saab und Chevrolet), Fiat (mit Alfa Romeo und Lancia) und Opel.
Von gemeinsamen Plattformen könnten vor allem die verlustreichen Hersteller Opel und Fiat profitieren. Heute sind beide direkte Konkurrenten. Im Kleinwagen-Segment kämpft zum Beispiel der Opel Corsa gegen den Fiat Punto, in der Golf-Klasse der Stilo gegen den Astra. So soll Powertrain in Turin bereits den Zuschlag für die Entwicklung der Plattform des Nachfolgers von Corsa und Punto erhalten haben.
Die Konsequenzen für die deutschen Arbeitsplätze, heißt es, seien derzeit noch nicht abzusehen. Unangetastet bleibe lediglich die Endfertigung in den Opel-Werken.
Opel in Rüsselsheim bestätigte gegenüber WamS am Freitag den Plan einer gemeinamen Plattform für Corsa und Punto sowie der Zusammenlegung der Motorenentwicklung.
TSM156
Kostenreduzierung,Outsourcing,etc....ist also bald vorbei mit dem Individuellen,typischen Produkten aus Italien die wir so lieben.
Tja ..der Zahn der Zeit dreht sich eben immer schneller.
Aber Pasta bleibt immer Pasta:-]
[QUOTE]Original geschrieben von andras
[B]Kostenreduzierung,Outsourcing,etc....ist also bald vorbei mit dem Individuellen,typischen Produkten aus Italien QUOTE]
Aus dem einen ergibt sich weder zwingend noch logisch das andere !
Original geschrieben von Peter
[QUOTE]Aus dem einen ergibt sich weder zwingend noch logisch das andere !
Da schließe ich mich Peter an :-] .
Die Designabteilung hat nichts mit der Produktionsstätte zu tun (Outsourcing) und die Kostenreduzierung heißt nicht gleich schlechtere Qualität. Die soll erreicht werden durch Zusammenarbeit mit GM, was auch nicht direkt ein Nachteil sein muss.
Visconti
13.06.2002, 17:17
Original geschrieben von andras
Kostenreduzierung,Outsourcing,etc....ist also bald vorbei mit dem Individuellen,typischen Produkten aus Italien die wir so lieben.
Andras, in Hamburg wirst Du nicht mehr den Radio-Sender Radio Bremen 4 empfangen können, nehme ich mal an!?
Die hatten da bis vor kurzem einen im Programm, der hieß "Depriman" und sah die Welt schwärzer als schwarz, sah jede Flasche halb leer anstatt halb voll und war der unaufhaltlichen Meinung, die Welt sei dem Untergang geweiht!
Dieser Depriman wurde unlängst aus dem Programm genommen. Ist der etwa in Hamburg sesshaft geworden? ;)
Gruß
Jan
Stir Your Soul!
Wenn ich die Meldungen der letzten Tage richtig vestanden habe
dann wird das ungefähr so werden.
Kostenreduzierung:
z.b. Gemeinsame Plattformen
für Opel + Fiat modelle
Reduzierung der Modellvielfalt
Gemeinsamer Einkauf von Zulieferteilen ( macht ja auch sinn)
Outsourcing
Teilbereiche wie
Designentwicklung
Motorenentwicklung
und Produktion von Fahrzeugkomponenten ( Motoren) gehen ins Ausland ( außerhalb der EU )
Beispiel: die Motorenproduktion könnte nach Südamerika gehen.
Die Motorenentwicklung für die neuen ARmotoren z.b. zu GM
Bei der Designentwicklung ist zur Zeit bei den Herstellern Lissabon sehr angesagt.
kleiner Nebeneffekt
Abbau von Arbeitsplätzen und Zulieferbtrieben in Italien dann wohl auch bei uns.:-{
Ist aber alles nicht so schlimm ,solange das Herz ,mit Kreutz und Schlange drauf noch aus Italien kommt.
;) ;)
slave
andras
@visconti
Hi,
der Depriman ist bisher noch nicht in Hamburg angekommen.
Zum Glück nicht.
Kann mir aber vorstellen das der jetzt in Turin ist und seine Sendung für die 3000 Fiatschrauber vorbereitet:-] :-]
!hello!
andras
Ein Arbeitsplatzverlust ist für den Fiat-Schrauber in Turin gfs.von gleicher existentieller Tragik wie für den kleinen Angestellten in Wanne-Eickel, von den ökonomischen und sozialen Problemen
der sogen.'Dritte Welt'-Länder (ohne vergleichbare soziale Sicherungssysteme) mal ganz zu schweigen ! Da sind wir in Europa nach halbwegs gut bedient...
:-{
Visconti
13.06.2002, 19:42
Original geschrieben von andras
@visconti
Hi,
der Depriman ist bisher noch nicht in Hamburg angekommen.
Zum Glück nicht.
Na ok! Dann bin ich ja beruhigt! Dachte schon der hätte einfach nur die Hanse gewechselt... ;)
!hello!
Aus internen Quellen (meine Verwandte in Italien) weiß ich, dass in Melfi (da wird der Punto hergestellt) niemand entlassen wird. Die haben sogar vor zwei/drei Monate neue Leute eingestellt (bei Interesse kann ich die Nachricht posten, allerdings auf Italiensich). Das einzige was passiert, ist dass es einige Strukturänderungen geben wird.
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