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Vollständige Version anzeigen : 2.4er Benziner? Bei Alfa? Nee oder?


bonsai666
30.05.2002, 20:21
Hallo Alfa Volk!

Als ich gestern in die Werkstatt meines Vertrauens ging um 1 Liter "extra vergine" zu erwerben, sah ich in der Werkstatt ein Vorführauto (156 2.4er JTD Edizione Sportiva) mit demontiertem
Zylinderkopf stehen. Diesen Wagen hatte der Händler auch als Probefahrtauto im Dienst. Als ich den Mechaniker der mein Öl zapfte dann fragte was denn mit dem Auto passiert sei meinte er: Tja mit Supersprit fährt der nicht so gerne......!
Das ganze ist während einer Probefahrt passiert und natürlich wars keiner.....
Würde mich mal interessieren was den oder diejenige dazu gebracht hat mit dem Wagen den falschen Sprit zu zapfen.
Entweder absolut keine Ahnung von Autos (das wäre aber schlimm wenn man sich dann für einen Alfa interessiert) oder hat der 2.4er JTD soviel "Benzin-Gene" in sinem Motor das man gar nicht mehr merkt das da ein Dieselherz unter der Haube pocht (Hallo Pedi!)
Ich bin ja eher für letzteres denn als ich den 2.4er mal gefahren bin hat er mich auch sehr begeistert. :-]

So Leute dann mal tschüss und bis bald.

André

TSM156
30.05.2002, 21:17
Hi bonsai666!

Entweder war´s beim "Probefahrer" nur die Macht der Gewohnheit (wohl Benziner-Fahrer) oder die Geschichte beweist nun endlich dass der JTD auch soundmäßig "Benziner-Gene" im Blut hat. :-]

Nach ca. 40000 JTD-Kilometern kann ich nur sagen, dass ich mit dem Sound des Motors sehr zufrieden bin. Insgesamt gesehen klingt der JTD meiner Meinung nach eigentlich nur im Stand wirklich wie ein Diesel. Sobald man fährt, kann es unter Umständen schon passieren, dass man ihn für einen Benziner hält. Eine Arbeitskollegin hat mir während einer Fahrt schon mal die Frage gestellt, ob das nun ein Diesel oder ein Benziner ist. Sowas freut natürlich einen Diesel-Fahrer. Allerdings ist mir heute ein 156 V6 untergekommen, da kann man als JTD-Fahrer soundmäßig natürlich auch gleich einpacken. Der V6 klingt wirklich super.

TSM156

pedi
30.05.2002, 22:19
Original geschrieben von bonsai666
oder hat der 2.4er JTD soviel "Benzin-Gene" in sinem Motor das man gar nicht mehr merkt das da ein Dieselherz unter der Haube pocht (Hallo Pedi!)Da es Leute gibt, die wahrscheinlich keinen Unterschied kennen, zwischen
1. Tequila und Mescal
2. Mozart und Wagner
3. Emmerich und Spielberg
4. ...

gibt es wahrscheinlich auch genügend, denen der Unterschied zwischen Otto und Diesel nicht geläufig ist. :D

Tobi
30.05.2002, 23:25
Ich tippe auf Gewohnheit. Ich stad auch schon mit nem Super-Rüssel in der Hand (Bitte nicht falsch verstehen;) )an meinem ehem. Diesel-Dienstwagen. Hab´s aber noch rechtzeitig gemerkt.

Das mit den Benzinergenen lass ich aber nicht durchgehen. Besonders in kaltem Zustand könnte man auch J ust T ischler D iesel sagen ;)

MfG
Tobi

LAMAR
31.05.2002, 09:24
Hey Bonsai666, !hello!

sehe gerade das Du auch aus 96... kommst. :-D
Ich dachte schon, daß ich hier der einzigste aus der Ecke bin.
Können uns ja mal auf ein :-X treffen!?

Ciao,

Lamar :-]

pedi
31.05.2002, 20:12
Original geschrieben von Tobi
Ich tippe auf Gewohnheit. Ich stand auch schon mit nem Super-Rüssel in der Hand an meinem ehem. Diesel-Dienstwagen. Solange es nicht der vom Arbeitskollegen war. :)
Der Dienstwagen, natürlich.

Tobi
01.06.2002, 15:55
Original geschrieben von pedi
Solange es nicht der vom Arbeitskollegen war. :)
Der Dienstwagen, natürlich.

:-]
Wie geschrieben "MEIN ehem. Dienstwagen"
;)

Reinhard
01.06.2002, 16:17
ihr zwei säule! (habe in tübingen studiert :-] )

r.

ChrisNRW
01.06.2002, 23:49
Hallo zusammen,

habe da mal ne ganz doofe Frage zu dem Thema. Welche Konsequenzen hat denn das falsche Tanken genau? Also wenn ich Diesel in einen Benziner reinlaufen lassen wuerde und wenn ich Benzin in einen Dieselwagen schuette. Mit Konsequenzen meine ich einerseits, was passiert rein technisch gesehen und andererseits, was kostet die entsprechende Reparatur (ungefaehr - ich hatte nicht vor es mal auszuprobieren!)

Wuerde mich aber doch mal interessieren.

Danke und Gruss von jenseits des Atlantiks,

Chris

pedi
02.06.2002, 07:22
Original geschrieben von ChrisNRW
Hallo zusammen,

habe da mal ne ganz doofe Frage zu dem Thema. Welche Konsequenzen hat denn das falsche Tanken genau? Also wenn ich Diesel in einen Benziner reinlaufen lassen wuerde und wenn ich Benzin in einen Dieselwagen schuette.Nichts!
Die Story am Anfang des threads brachte mich zum Lächeln.

Zuminmdest kenne ich es nur als teure Schludrigkeit; ohne Schäden.
Mit Konsequenzen meine ich einerseits, was passiert rein technisch gesehen und andererseits, was kostet die entsprechende Reparatur (ungefaehr - ich hatte nicht vor es mal auszuprobieren!)Kommt drauf an, wenn man´s merkt!
Ist man schonmal gefahren, könnte man natürlich überall den falschen Treibstoff ablassen und den Kraftstofffilter wechseln.

Bei Vergasermodellen muss der Vergaser gereinigt werden.

Kürzlich hat ein Bekannter seinen NISSAN Patrol Diesel falsch betankt und ist gefahren bis er aus ging (ca. 5km). Den Sprit haben wir umgepumpt und er bekam einen Kanister mit Diesel in den Tank. Nach längerem Starten ist er wieder weiter gefahren; ohne defekt an Zylinderkopf.

Wie erwähnt, den Fehler schon öfters miterlebt, ohne mechanische Folgen.

Visconti
03.06.2002, 12:49
Original geschrieben von ChrisNRW
Welche Konsequenzen hat denn das falsche Tanken genau? Also wenn ich Diesel in einen Benziner reinlaufen lassen wuerde und wenn ich Benzin in einen Dieselwagen schuette.
Hi Chris!
In Autovermietungen ist das falsche Betanken an der Tagesordnung und kommt mindestens einmal pro Woche vor! Trotz neon-roter Hinweisschilder in Tankdeckeln und im Auto schüttet immer wieder irgendein Dödel Super in `nen 320d oder 220 CDI!
Naja, egal.. Gar so einfach, wie von pedi beschrieben, wird danach aber nicht vorgegangen. Die Fahrzeuge kommen in die Werkstatt und werden komplett "gereinigt", was eine zeitaufwendige Zerlegung von Leitungen, etc. zur Folge hat! Die daraus resultierenden Rechnungen weisen selten weniger als 1000,-€ aus!
Ob das ganze nun seinen Sinn in der Sache selbst oder eher in der Bereicherung der Werkstatt hat, bleibt für mich offen. Begründet wird das ganze damit, dass man die modernen und empfindlichen CR-Diesel nicht einfach behandeln könne, wie die alten Vorkammer-Diesel!

Gruß
Jan

pedi
03.06.2002, 14:58
Original geschrieben von Visconti
Die Fahrzeuge kommen in die Werkstatt und werden komplett "gereinigt", was eine zeitaufwendige Zerlegung von Leitungen, etc. zur Folge hat! Die daraus resultierenden Rechnungen weisen selten weniger als 1000,-€ aus! Wenn jemand anders für die Rechnung aufkommt, würde ich auch so verfahren.
Wenn es mich selber betreffen würde, dann käme nur Minimalstaufwand in Frage. :-]

ChrisNRW
03.06.2002, 17:22
Hallo Pedi und Jan,

besten Dank fuer Eure Antworten. Hatte mich schon immer mal interessiert.

Gruesse,

Chris

Visconti
04.06.2002, 10:38
Original geschrieben von pedi
Wenn jemand anders für die Rechnung aufkommt, würde ich auch so verfahren.

Richtig! Und zumeist ernten die Leute in den Autovermietungen dann noch ein Dankeschön vom zahlenden Kunden, der sich darüber freut, dass es nicht teurer geworden ist...

janini
05.06.2002, 09:55
Hi Leute,

dass nichts passiert, wenn man einen Dieselmotor mit Benzin betreibt ist ziemlicher Unsinn. Wenn du Glück hast, merkst du es rechtzeitig.
Grundsätzlich ist ein Dieselmotor ein Selbstzünder. Das heißt, nur am Anfang wird kurz vorgeheizt (Glühkerzen) und dann entzündet sich das Gemisch von selbst (sehr hohe Kompression).
Der Temperaturpunkt an welchem sich Diesel entzündet ist deutlich höher als der vom Benzin.

Im ungünstigen Falle passiert folgendes:
Das Benzin entzündet sich durch den niedrigeren Brennpunkt unkontrolliert und der Dieselmotor zieht sich hoch. Dass heisst, er tourt immer weiter hoch und kann nur dadurch gestoppt werden, dass man zum Beispiel die Zufuhr kappt. Ansonsten: Motor fest.

Ich glaub', sowas ist dann kein preiswertes Versehen.


Wenn du es übrigens umgekehrt machst, musst du es auch sehr schnell bemerken, sonst kann das auch zu bleibenden Schäden führen. Diesel kann zum Beispiel zum Versagen der Benzinpumpen führen (ist abhängig vom Auto), verkeimt den Kraftstofffilter (das sieht so ätzend aus, mit 3xf!) und verrust die Lamdasonde und den Kat. Wenn die Werkstatt danach also einige Teile tauscht ist das schon garnicht so verkehrt.


So und nun in Zukunft viel Spaß beim Tanken.

pedi
05.06.2002, 11:41
Original geschrieben von janini
Hi Leute,

dass nichts passiert, wenn man einen Dieselmotor mit Benzin betreibt ist ziemlicher Unsinn. Wer betreibt einen Dieselmotor mit Benzin?
Es geht hier um das Maleur des falsch Tankens!

Ich persönlich kenne keinen einzigen Fall, bei dem der Motor Schaden genommen hat.
Keine Ahnung, ob Visconti (Beitrag vorher) in einer Autovermietung jobbt, aber er schreibt ebenso von ettlichen solchen Vorkomnissen; auch ohne Motorschaden!
Nach dem Tanken sind die Leute noch einige km gefahren, bis dass der richtige Treibstoff aus den Leitungen (Filter usw) verbraucht war, und dann war Ende der Fahrt (aber nicht Ende des Motors).

Also nicht einfach ziemlichen Unsinn schreiben, indem man Erfahrungen als ziemlichen Unsinn tituliert! ;)

Lupo
05.06.2002, 12:00
Original geschrieben von janini
Grundsätzlich ist ein Dieselmotor ein Selbstzünder. Das heißt, nur am Anfang wird kurz vorgeheizt (Glühkerzen) und dann entzündet sich das Gemisch von selbst (sehr hohe Kompression).
Der Temperaturpunkt an welchem sich Diesel entzündet ist deutlich höher als der vom Benzin.

Im ungünstigen Falle passiert folgendes:
Das Benzin entzündet sich durch den niedrigeren Brennpunkt unkontrolliert und der Dieselmotor zieht sich hoch.Also es ist eine ziemliche Weile her, seit ich im Physikunterricht gelernt hab, wie man die potenzielle Energie des Diesels nutzt und den Unterschied zum Benzin, aber IMHO wirst du Benzin nicht dazu bringen, sich durch die Kompression eines Dieselmotors selbst zu entzünden. Da müßtest du verdammt hoch verdichten, weil Benzin ja weniger potenzielle Energie hat als Diesel (dafür aber schneller verbrennt).

Soweit mein Unterstufenphysikwissen. Gut tun wird's dem Motor nicht unbedingt, aber lt. meinem Mechanico ist diese Variante bedeutend günstiger als Diesel im Benzinmotor.

Mein früherer Chef hat ein, zweimal Benzin in den Selbstverbrenner geleert. Das teuerste an der Reparatur war eigentlich die Entsorgung des (Alt-)Benzins.

Gruß,
Lupo

33-146
05.06.2002, 12:18
Hi,

Zur Entsorgung des Altbenzins hab' ich auch einen:

Vor etwa 18 Jahren hat ein Kumpel von mir auf einer unserer Dänemark-Pfingsttouren in seine nagelneue Honda CB750KZ Diesel auf etwa 5 noch im Tank befindliche Liter Normalbenzin getankt. Wir waren leider noch mit Grenzformalitäten beschäftigt und sahen nur von Weitem, wie er an einer Tankstelle hielt. Er hat sich mächtig gefreut, wie billig Sprit in Dänemark ist (der Holzkopf!).
Etwa 20km weiter wurde sein Mopped langsamer und zog nicht mehr so richtig. Ich hatte sofort einen Verdacht, habe seinen Tankdeckel geöffnet, kurz geschnüffelt und ihn dann gefragt, warum er mit Heizöl fährt ;) ...

Ich bin dann mit ihm zusammen zur nächsten Tankstelle (ca.10km weiter) gefahren. Dort haben wir mit Händen und Füßen der Tankstellenbesitzerin klar gemacht, was los sei.
Den Tankinhalt haben wir dann in einen Behälter mit undefinierbarem Inhalt (es schwammen unzählige Käferchen auf der Oberfläche) gefüllt. Diesen Inhalt hat sie dann in den Dieseltank der Tankstelle gefüllt und uns sogar noch in Zahlung genommen! Mein Kumpel musste also nur die Differenz zum teureren Normalbenzin bezahlen.

Der Motor hat absolut keinen Schaden genommen - nur mein Kumpel, denn mit der Schote wird er seit 18 Jahren bei jeder Gelegenheit hochgenommen...
Man braucht nur in seiner Nähe zu fragen, ob schon jemand bemerkt habe, daß es etwas nach Heizöl riecht und schon kommt irgend was geflogen...


Grütze
von
Thomi