Vollständige Version anzeigen : GTV6; Unwucht in der Kardanwelle ab 3800 U/min?!
Hallo Alfisti!
Habe nun seit gut 2 Wochen meinen GTV6 :-)
Was den Fahrspass allerdings beschränkt....ist die maximale Drehzahl. Denn so tritt SCHLAGARTIG ab 3800U/min eine STARKE Vibration auf. D.h., das ganze Fahrzeug schüttelt sich!
Ist meine Vermurung richtig, das die Vibration ihren Ursprung in der Kardanwelle hat?
Die Hardyscheiben sehen soweit noch in Ordnung aus.
Im Lagerbock lässt sich die Welle ca. 1cm in alle Richtungen bewegen. Ist das normal? Oder muss die Welle fest im Lagerblock sitzen?
Auch scheint schon einmal jemand an der Kardanwelle "herumgefuhrwerkt" zu haben. Eine Buchse, anscheinend diejenige, in die das eigentliche Lager eingpresst ist, sieht verbeult aus?!
Oder kann es auch sein, dass die Kardanwelle nach einer Reparatur "falsch" bzw. verdreht wieder eingebaut wurde?
Ein junger Alfisti würde sich sehr über die Hilfe der Erfahrenen Alfisti freuen !baby!
volkerhauser
23.05.2002, 12:59
schau dir mal deine vordere hardyscheibe an
das wird die ursache sein.
gruss volker
Moin !
Beginnt Dein GTV ab einer bestimmten Drehzahl oder ab einer bestimmten Geschwindigkeit zu rütteln ?!
Du schreibst, daß der Effekt sich ab einer Drehzahl von 3.800 U/min einstellt. In jedem Gang ??
Das interessiert mich.
Mit besten Grüßen aus Bremen
Dirk
frank 105
24.05.2002, 14:20
@dirk
der gtv ist ein transaxle, also überträgt die welle nur drehzahlen, keine geschwindigkeit.
viele grüße
Original geschrieben von frank
@dirk
der gtv ist ein transaxle, also überträgt die welle nur drehzahlen, keine geschwindigkeit.
viele grüße
Moin Frank !
... so, das hat ja 'mal wieder gut hingehauen. Ich habe wieder einmal unter Beweis stellen können, daß ich reichlich wenig Ahnung habe.
Vielen Dank für die Auf - und Erklärung. :-]
Original geschrieben von gtv6yc
Im Lagerbock lässt sich die Welle ca. 1cm in alle Richtungen bewegen. Ist das normal? Nein!
Du meinst sicherlich das mittlere Lager.
Ansonsten: ich habe bisher alle Vibrationen an (unbeschädigten) Kardanwellen weggebracht, indem ich fast alles löste:
Klemmschraube entfernen am Schiebestück in der vorderen Glocke,
Zwischenlager (2x M8) leicht lösen,
sowie die obere, zentrale Getriebeaufhängung (zwischen/über den Bremsscheiben) lösen.
Anschliessend bei aufgebocktem Fahrzeug den Motor laufen lies, Gang einlegte (räder drehen sich, daher aufbocken) beschleunigte und abbremste (ohne Kuppl. zu betätigen, soweit mögl).
Durch diese Lastwechsel, positioniert sich alles einigermassen korrekt.
Anschliessend alles anziehen/befestigen und hoffen.
Voraussetzung natürlich, dass ansonsten alles ok ist, und überall die gleichen Schrauben, Scheiben und Muttern verwendet wurden.
alfa_msp
25.05.2002, 00:33
Hi gtv6yc,
das wird doch nicht etwa der GTV sein, denn ich dir vor 2 Wochen verkauft habe ;-) .
Gruß Carmine
Reinhard
25.05.2002, 17:57
sag mal alfa_msp, hast du den ganzen fuhrpark zugelassen?
gruß reinhard
alfa_msp
25.05.2002, 20:23
Hi,
zugelassen habe ich den 164er, den 75er Turbo, den 75er Jägermeister. Für den Rest habe ich rote Oldtimerkennzeichen bwz. 3 bis 4 befinden sich im Restaurierungsstadium.
Gruß
hallo, danke für das Interesse an meinem Problem.
@volkerhauser: ich werd mir speziell die vordere hardyscheibe nochmal genauer anschauen...
@pedi: danke für deinen Tip. Hört sich jedoch ziemlich "wild" an.
Ist es eigentlich möglich, dass die zwei Teile der Welle dennoch nur in einer Position zueinanderpassen...hinsichtlich Wucht/Unwucht???
jaja, der Carmine verkauft schon ziemlich "witzige" Autos :-)
Werd mich wie gesagt die Woche mal melden...
Original geschrieben von gtv6yc
" an.
Ist es eigentlich möglich, dass die zwei Teile der Welle dennoch nur in einer Position zueinanderpassen...hinsichtlich Wucht/Unwucht???
Die passen wegen der Wuchtung nur in EINER Stellung zusammen. Auch müssen die selben Schrauben und Muttern verwendet werden, auch die Unterlegscheiben nicht durch unterschiedliche ersetzen. Stellung Welle zu Schwungrad und Kupplung muss auch stimmen.
Oskar
Original geschrieben von Oskar
Stellung Welle zu Schwungrad und Kupplung muss auch stimmen.
Oskar
Sicher?
Die Welle wurde doch als solches im Werk gewuchtet und nicht am Auto...
Im Werkstatthandbuch stehts auch anders, da steht, dass man nur die beiden Teile nicht verdrehen sollte, von der Einhaltung der Position zum Schwungrad bzw. zur Kupplung steht da nichts. OK, man ist auf der sicheren Seite, wenn mans es macht, zwingend nötig scheint mir dies allerdings nicht zu sein...
Maik
Original geschrieben von Oskar
Stellung Welle zu Schwungrad und Kupplung muss auch stimmen.Darauf habe ich noch nie geachtet, und auch noch nie deswegen Probleme gehabt.
Ich achte immer drauf, es ist kein großer Mehraufwand. Saden kanns nicht. Und mein Wuchtbetrieb behauptet, dass die Welle im Werk im Auto gewuchtet wurde ?!?!?
Zumindest aber beim V6 samt der Kupplung.
Mir wurscht, ich kennzeichne alles und es vibriert trotzdem :-)
Oskar
Ich habe sogar "zeitgenössische" ;) Aufzeichnungen, in denen behauptet wird, daß sogar Schrauben, Scheiben und Muttern unterschiedlichen Gewichts verwendet wurden und diese exakt so wieder einzubauen sind wie vorher.....
Ob es stimmt kann ich nicht sagen.
Ich habe früher auch immer auf den exakt gleichen Einbau aller Teile geachtet, aber trotzdem fast immer leichte Unwuchten und Vibrationen gehabt. In der "Neuzeit";) baue ich die Welle gerade so ein wie ich sie in die Finger bekomme...... Auch nicht viel schlechter. Nach dem Einbau die von Pedi beschriebene Prozedur durchführen und ein Großteil der Vibrationen ist verschwunden.....
Gruß
Chris
@Chris:
hm, wenn ich mir das so durchlese, ok klingt logisch. Gerade auch Pedis-Spezial-Montageanleitung. Dadurch hebe ich natürlich die gewissen Unwuchten ein wenig auf. BZW erreiche ein gewisses Feinwuchten.
Was ich mich da jetzt aber Frage:
Bekomme ich dadurch nicht auch unter Umständen eine unrunde Belastung auf die Lager welche die Welle in den Halterungen hält???
CU Folka
wenn es so krass wäre, wie es manche sehen, dann könnte man nie eine Kardanwelle ersetzen, ohne, dass man einen immens grossen Aufwand an Wuchterei betreibt.
Wie erwähnt, ich habe schone einige Wellen aus- und eingebaut, fremde (von anderem Auto) verbaut, und bin bisher von Vibrationen verschont geblieben.
Mit der (im früheren posting) beschriebenen Methode nehme ich sämtliche evtl vorhandene Spannung aus den Hardyscheiben. So konnte ich schon eineige Kardanwellen ruhig stellen, die zuvor die Hütte verschüttelten.
volkerhauser
27.05.2002, 23:26
feinwuchten im auto??
das mag ich bezweifeln.
ich kann mir auch nicht vorstellen das dieses wort in italienischer sprache existiert.
auch belustigt mich sehr die unterschiedlich schweren
unterlagscheiben und muttern die angeblich verbaut worden sind.
ja ja die italienischen schwerundleichtmuttern= mamaboma/mamalecera
das wird´s wohl sein.
bei meiner letzten alfettapatientin die ähnliche symtome hatte
löste sich die vordere hardyscheibe nach dem ausbau in metall und gummiteilchen auf zur sauberen mülltrennung von selbst auf.
geben wir doch gtv6yc die möglichkeit sich unter sein auto zu legen und
mal nachzusehen was sache ist bevor der schütteltread hier ausufert.
wenn ich alles richtig gelesen habe hat der bub das auto neu gekauft und
wollte sicher mal so alle muskeln des gtv´s sehn und spüren da kann ja schon mal eine hardyscheibe platzen.
wenn´s gleich geschüttelt hätte wäre er sicher umgekehrt und hätte reklamiert.
schwarzer gruss aus freiburg
auf der englischen rep.anleitung steht dass alfa verschieden dicke unterlagscheiben verwendet hat um den "auswucht-finisch" zu geben... :-{
Hallo Enz, hast Du dich verlaufen? :)
Original geschrieben von enzo
auf der englischen rep.anleitung stehtdie essen auch Hühnchen mit Pfefferminzsosse. Kann man sojemand trauen? :D
bin öfters hier, auch wenn nur als "leser" ;)
habe schon viel schlimmeres gegessen!
alfa_msp
28.05.2002, 14:05
Hi an alle,
hier meldet sich mal der Verkäufer des GTV 6. Der Fehler wurde beim Verkauf den Käufer (den ich gut kenne) vorher mitgeteilt und auch auf einer ausgiebigen Testfahrt demonstriert. Anscheinend haben die Vorbesitzer die Kardanwelle massiv traktiert, meine Vermutung mit dem Mittelwellenlager war wohl von Anfang an richtig, da das Lager 1 cm Spiel hat. Eine vorhandene ausgebaute Kardanwelle hat kein Spiel, die bekommt der Bub von mir im Tausch. Übrigens hat der Wagen orignal 126 tkm, eine super Innenausstattung (Sitze ohne Löcher) und ist sonst mechanisch sehr fit.
Gruß Carmine
....da hab ich ja einen Stein losgetreten...
Bitte schlagt euch nicht, wegen meiner Frage!
Die Auflösung des Rätsels wird ohnehin noch LEIDER einige Wochen auf sich warten lassen. Muss nämlich erst mal für meine versch... Klausuren lernen....
Ich tippe stark auf eine falsch zusammengebaute Kardanwelle!
und:
Original geschrieben von Oskar
Stellung Welle zu Schwungrad und Kupplung muss auch stimmen.
ist falsch, da mit jedem auskuppeln die Stellung von Welle zu Schwungrad eh verändert wird (darum heissts auch auskuppeln)!
Ferner ist die Welle in sich gewuchtet (ohne Kupplung, aber auch ohne Hardyscheibe), die Kupplungsscheibe selbst ist jedoch ebenfalls gewuchhtet.
Ist doch auch logisch, sonst müsste bei einem Kupplungswechsel neu gewuchtet werden. :)
Ich habe gerade die folgende Erfahrung machen müssen.
Im Zuge meines Getriebeausbaus (Getriebe überarbeiten und neue Kupplung) habe ich auch die Kardangelenke der Kardanwelle erneuert. Da die Welle eh ausgebaut war, habe ich das im Keller gemacht, ca. 2 Monate vor Wiedereinbau. Als ich dann Pfingstmontag morgen 03:00 Uhr alles zusammenhatte bin ich auf die Strasse und hatte genau bei km/h 50 - 55 (beim transaxle wie gesagt drehzahlabhängig, bei mir jedoch geschwindigkeitsbängig) eine tierische Unwucht. Hab dann erstmal geschlafen und mich dann Montagmittag unters Auto gelegt. Leider hatte ich den Mittelflansch über Kreuzgelnek zur Welle nicht gekennzeichnet, aber der einzig logische Fehler konnte nur der zur Welle um 180 Grad versetzte Flansch (verbunden mit Welle durch Kreuzgelenk) sein. Das bedeutete, dass meine beiden Wellen um 180 Grad versetzt laufen mussten. Die beiden Flansche der beiden Wellen zueinander hatte ich glücklicherweise gekennzeichnet. Also habe ich quasi als Plausi die beiden Wellen um 180 Grad zueinander verdreht, da dies erstmal einfacher ist, als das Kreuzgelenk auszubauen. Das hat aber auch nicht geholfen. Ich hatte immer noch eine vergleichbare Unwucht bei gleicher Geschwindigkeit.
Da mir nun nichts anderes mehr übrigblieb habe ich die Welle und anschliessend das Kreuzgelenk ausgebaut und den Flansch am Kreuzgelenk um 180 Grad zur Welle versetzt, obwohl ich mir nicht vorstellen konnte, dass ein zur Welle versetzter Flansch (kaum Masse und Radius im Vergleich zu den Wellen) für diese Unwucht verantwortlich war.
Als ich alles wieder zusammenhatte, hatte ich auch keine Unwucht mehr, dafür aber mehr Erfahrung.
Also:
Ich bin mir ziemlich sicher, dass das auch Dein Problem ist. Spiel im Lagerbock scheppert, ist aber nicht für Unwuchten verantwortlich.
Tip:
Bau Deine Welle aus und besuch einen Motorinstandsezter, der Deine Welle wuchten kann (ca. € 50,-). Spannt die welle ein und prüft alle Stellungen von Flanschen etc. zueinader. Du wirst feststellen, das es eine "suboptimale" Stellung gibt, nämlich die ursprüngliche und durch Wuchten wird diese dann optimal.
Ciao bello
Original geschrieben von Romi
Ich tippe stark auf eine falsch zusammengebaute Kardanwelle!
und:
Original geschrieben von Oskar
Stellung Welle zu Schwungrad und Kupplung muss auch stimmen.
ist falsch, da mit jedem auskuppeln die Stellung von Welle zu Schwungrad eh verändert wird (darum heissts auch auskuppeln)!
Ist doch auch logisch, sonst müsste bei einem Kupplungswechsel neu gewuchtet werden. :)
Ciao bello
Schau Dir mal die Funktion einer Kupplung an. Die Reibscheibe verändert natürlich die Lage zur Welle. Die Druckplatte, die ja auch das bei weitem schwerere Teil ist verändert die Lage nicht. Daher wuchtet man sowas auch mit. Bei Standardbauweise mit der Kurbelwelle und Schwungrad. In diesem Fall mit der Kupplungsschwungscheibe. (oder eben der ganzen Welle)
Auch muss die Druckplatte beim Wechsel tatsächlich mitgewuchtet werden. Auch wenn es manch einer nicht wahrhaben will
Oskar
Original geschrieben von Romi
Stellung Welle zu Schwungrad und Kupplung muss auch stimmen. ist falsch, da mit jedem auskuppeln die Stellung von Welle zu Schwungrad eh verändert wird (darum heissts auch auskuppeln)!Oskars Aussage kann ich nur bestätigen!
Beim angesprochenen GTV (und den anderen Alfa Romeo-Transaxlemodellen) ist die eigentliche Schwungscheibe (auf KW), die Kardanwelle, sowie die Schwungmasse am Getriebe (Druckplatte usw) fest miteinader verbunden.
Beim Auskuppeln wird die Mitnehmerscheibe (mit Getriebeeingangswelle) vom Kardan (inkl den angesp. Massen) getrennt.
In der Tat weiss ich nicht wirklich wie es bei der GTV (tarnsaxle) ist.
Tatsache ist, dass sowohl meine F&S Andruckplatte in sich als auch meine F&S Kupplungsscheibe gewuchtet ist und sich diese Teile somit massenneutral verhalten. Schade, dass Ihr keine gewuchteten Kupplungsteile für Eure KFZ bekommt.
Oskars Aussage kann ich nur bestätigen!
Beim angesprochenen GTV (und den anderen Alfa Romeo-Transaxlemodellen) ist die eigentliche Schwungscheibe (auf KW), die Kardanwelle, sowie die Schwungmasse am Getriebe (Druckplatte usw) fest miteinader verbunden. [QUOTE]
Ist die Schwungscheibe wirklich mit der Kardanwelle fest verbunden? Wie kuppelt man denn aus. Sollte die Kupplung hinten am Getriebe sein?
Ist die Druckplatte wirklich am Ende der Kardanwelle am Getriebe?
Fragen über Fragen
Karsten
Original geschrieben von Romi
[
Ist die Schwungscheibe wirklich mit der Kardanwelle fest verbunden? Wie kuppelt man denn aus. Sollte die Kupplung hinten am Getriebe sein?
Ist die Druckplatte wirklich am Ende der Kardanwelle am Getriebe?
Fragen über Fragen
Karsten [/B]
Die Kupplung ist hinten, ja wirklich. Und die Druckplatte ist, wie bei allen Kupplungen, motorseitig befestigt, während die Reibscheibe, weil leichter und damit für die Synchronisation des Getriebes leichter auf passende Drehzahl zu bringen, an der Getriebeeingangswelle, auch Vorgelege genannt, hängt.
Oskar
Original geschrieben von Romi
In der Tat weiss ich nicht wirklich wie es bei der GTV (tarnsaxle) ist.
Ist die Schwungscheibe wirklich mit der Kardanwelle fest verbunden?Wenn man eine Verbindung mit Hardyscheiben (Gummielemente) als fest bezeichnen kann, dann ist die Schwungscheibe fest mit der Kardanwelle verbunden. ;) Wie kuppelt man denn aus.Die Transaxlemodelle haben irgendwo im linken Fussraum drei Pedale. Wenn man das linke betätigt, ist ausgekuppelt. :-] Sollte die Kupplung hinten am Getriebe sein?Keine Ahnung, ob sie sollte. Aber, sie ist! :)
Ist die Druckplatte wirklich am Ende der Kardanwelle am Getriebe?Wie Sie sehen, können Sie sehen, dass die Kupplung direkt am Kardan angeflanscht ist. Per Mitnehmerscheibe wird dann die Getriebeeingangswelle angetrieben.
http://www.grupposportivo.net/zkardan.jpg
Die Schwungscheibe (li) ist direkt mit der Kurbelwelle (und Kardan)verschraubt.
Die Kupplung (re) ist fest mit der Kardanwelle verschraubt.
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