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Vollständige Version anzeigen : verspäteter Saisonstart


Romi
22.05.2002, 17:35
Endlich kann ich mit meinem Spider 2.0 wieder die Sonne putzen.
Ich hatte das Getriebe komplett zerlegt, da es in allen Gängen bis auf den 4ten seit der letzten Saison gesungen hat. Da zum Herbst auch die Kupplung fällig war habe ich es im Winter ausgebaut und jetzt endlich über Pfingsten mit neuen Teilen versehen wieder zusammengebaut.
Als ich das Getriebe zerlegt habe musste ich feststellen, dass es den Käfig des Hauptlagers der Antriebswelle zerlegt hatte. Da auch der Synchronkörper des dritten Ganges mit Spiel drehbar auf der Hauptwelle saß und ich die Gänge 1 -3 mit neuen Synchronringen versehen wollte, habe ich alle Gangräder von der Hauptwelle abgezogen, mithin eine Komplettzerlegung des Getriebes vorgenommen. Ich habe dann alle Abstände kontrolliert und am Pfingstsamstag das Getriebe wieder zusammengebaut.
Pfingstmontag um 03:00 dann erste Probefahrt. Wiederzugelassen hatte ich schon letzten Donnerstag.

Bis jetzt bin ich absolut zufrieden mit meiner Arbeit und würde es jederzeit wieder so machen (hoffentlich nicht so bald :-)).
Im Zuge dieser Arbeit habe ich auch die beide Kardangelenke der Kardanwelle ersetzt. (Ich kann garnicht verstehen, warum jemand eine gebrauchte Kardanwelle s. Beitrag unten einbauen will, die dann ja auch gebrauchte Gelenke hat, anstatt die eigene durch neue Gelenke wiederherzustellen).
Die Gelenke habe ich direkt bei Alfa für ca. DM 80,- erworben, ein dreiteiliges Kupplungsset bei KFZ-Handel in Hamburg für ca. DM 360,-, da ich unbedingt F&S haben wollte. Ich kann einfach nicht auf Lager deren Stahl in der Sonne gehärtet wurde. Alle anderen Teile habe ich bei Jobi Corse bestellt, mit denen ich bisher immer gute Erfahrungen gemacht habe. Jobi Corse hat mir auch Lager von F.A.G bzw. SKF verkauft. Hardyscheibe von Pirelli.

Ich will mich hier nicht zum Experten machen, aber mit einiger Schraubererfahrung, Materialkenntnis, Sorgfalt und Werkstatthandbuch kann jeder sein Getriebe selbst instandsetzten wenn er einen Schraubstock mit Alubacken, eine kräftige Aussensägerringzange, einen großen Dreiarmabzieher, eine Fühlblattleere, einen 34er Steckschlüssel (nicht Nuss) und einen Backofen hat. Letztlich habe ich mir noch ein Messingrohr mit 2mm Wandung zuschneiden lassen um die Synchronkörper aufzuschrumpfen.

Fazit:
4 x 8 Std. Arbeit mit Liebe, Sorgfalt und OHNE Hebebühne.
Materialeinsatz mit neuen Manschetten auf Schaltknüppel, teilweise neuen Getriebelagern, Kardangelenken, Synchronringen, Hardyscheibe, Kupplung, Andruckplatte und Ausrücklager ca. DM 1.000,-

Wollte ich Euch nur mal mitteilen, weil wir schönes Wetter haben und mein Romi wieder einsatzbereit vor der Tür steht und...

wenn einer von Euch ähnliches vorhat kann er mich gerne fragen.

Gruss Romi