Gundolfo
05.05.2002, 14:35
Mein Alfi : 164 3,0 12V, Bj. 89, 243000 Km
Moin zusammen,
Ich bräuchte mal eure Hilfe, da meinen 164 schon seit geraumer Zeit das "Kängaruh Benzin" Problem quält.
Das Problem ist ein Ruckeln des Motors, wenn mit Standgasstellung in den unteren zwei Gängen oder mit nur leicht betätigter Drosselklappe in den unteren 3 Gängen gefahren wird. Ferner quittiert der Motor jede plötzliche Gaswegnahme von einer weit geöffneten Drosselklappenstellung auch aus den oberen Gängen mit einem Ruck. Der Leerlauf ist meines Erachtens nach unruhig : permanente Schwebung um die Sollleerlaufdrehzahl um ca. +/- 75 Umdrehungen pro Minute (kann ich mangels geeigneter Instrumente nur am Drehzahlmesser ablesen/raten!?). Beim Beschleunigen mit ca. 3/4 geööfneter Drosselklappe stellt sich insbesondere in den unteren 2 Gängen eine Art "Stufenefekt" ähnlich dem eines Registervergasers ein, d.h. die Beschleunigung verläuft zuerst bis ca. 2500 UPM relativ langsam um dann vehementer einzusetzen.
Was ich bisher gemacht habe :
Letztes Jahr den Kraftstoffilter gewechselt und den Tank sowie den Pumpenvorfiter gesäubert, die Kraftstoffleitungen ausgepustet. Da ich im Forum den Hinweis auf durchgerostete Benzineinfüllstutzenarmaturen und der damit verbundenen Gefahr der permanenten Verdreckung mit Wasser und Staub gefunden habe, denke ich dies könnte auch bei meinem 164 der Fall sein. Ich muß hier also noch mal ran!
Kürzlich fast alle Komponenten der Zündanlage gewechselt : Kerzen, alle Stecker, alle Kabel, Verteilerfinger und Kappe, Drosselklappenpoti. Durch Kolbenfresser bedingt weiterhin : Laufbuchsen und Kolben, alle Lager, Ventile und Sitze nebst Führungen, Ölpumpe (Hinweis auf einen anderen Beitrag : Jetzt erreiche ich 5 bar bei 3500 UPM auch im betriebswarmen Zustand), alle entsprechenden Dichtungen, den Leerlaufregler richtig befestigt (Hinweis : die original Alfa Befestigung kann man nur als Konstruktionsfehler bezeichnen. Bei mehreren 164 ist mir schon ein loser Leerlaufregler aufgefallen. Der Grund hierfür ist die nur einseitig befestigte Schelle, die sich im Laufe ihres Lebens verbiegt und damit ihre Spannung verliert und somit den doch recht schweren Regler nicht mehr richtig in der Brücke halten kann. Die Folge ist Nebenluft ziehen, was unter anderem auch zu einem zu mageren Gemisch und damit zum Durchbrennen eines Kolbens führen kann. Abhilfe schafft hier nur eine "richtige" Zweipunktbefestigung!!).
Alle Luft/Gemisch führenden Leitungen sind absolut "Pottdicht". Gestern habe ich den Benzindruck gemessen. Meine Messergebnisse scheinen sich nicht mit den Vorgaben im Werkstatthanbuch zu decken : Im Leerlauf mit angeschlossenem Unterdruckschlauch am Regler ergit sich ein Benzindruck von 2,9 bar (Messinstrument : Manometer der Klasse 1, Durchmesser 100 mm, Skalenendbereich 6 bar, Messtelle : eingeschleift zwischen Benzinvorlauf und Einspritzringleitung). Gibt man nun Gas fällt der Druck ab. Bei ca 4000 UPM auf 2,65 bar und bleibt beim Halten der Drehzahl stetig dort. Nimmt man die Drehzahl auf Leerlauf zurück steigt der Druck ganz kurz auf 3 bar und fällt danach sofort wieder auf 2,9 bar ab um dort zu verharren. Nimmt man den Unterdruckschlauch vom Regler ab, steigt der Druck auf 3,5 bar und bleibt auch über den Drehzahlbereich konstant auf diesem Wert. Quetscht man nun den Benzinrücklaufschlauch vom Regler kommend ab, lassen sich mühelos Drücke von über 10 bar erreichen (nur ganz kurt gecheckt!).
Hier nun meine Fragen :
1.) Deuten die gemessenen Werte des Benzindrucks auf einen defekten Regler hin ?
2.) Wenn es nicht der Regler in Spritversorgungssystem ist, was lönnte es sonst sein?
3. Kann man die Benzineinspritzdüsen zum Beispiel mit Hilfe eines Ultraschall Reinigungsapparates reinigen? Da der Tank und auch die Einlaufseite mit einer Art "Rostwasser" verschmutzt war, gehe ich davon aus, daß diese auch bis an die Düsen gelangt ist.
4.) Sind die Benzineinspritzdüsen von 164 2,0 V6 Turbo und 164 3,0 V6 12V gleich/identisch? Ich könnte günstig Düsen vom Turbo bekommen, um diese dann zu reinigen und dann in meinem Sauger einzubauen
5.) Kann man die korrekte Funktion des Luftmengenmessers kontrollieren und wenn ja, wie?
6.) Sind die Luftmengenmesser vom Turbo und 3l Sauger identisch?
7.) In meinem Werkstatthandbuch finde ich in der Einspritzanlage einen Pulsationsdämpfer, der den pulsierenden Förderstrom der Pumpe in Zusammenspiel mit dem Öffnen der Einspritzventile glätten soll. In meinem Auto sucht man so ein Teil vergeblich ! Kann ich so einen Dämpfer nachrüsten, lohnt sich das übergaupt und wenn ja, wo gibt es sowas bzw. was kostet das? (mein Alfa Händler meint, er kenne sowas nicht!)
8.) Wie stellt man die Drosselklappe korrekt ein. In meinem Handuch wird über ein Solex Meßgerät geschrieben (habe ich natürlich leider nicht), auch im Zusammenhang mit dem Drosselklappenpoti und den darin befindlichen Mikroschaltern.
9.) Bei der letzen AU vor einem halben Jahr gab es keine Beanstandungen an den Abgaswerten (die oben beschrieben Problematik war schon dort vorhanden). Kann man die Funktion der Lambda Sonde messen/ausprobieren und wenn ja, wie?
10.) Was kann man über den Diagnosestecker alles diagnostizieren und was nicht?
11.) Gibt es sonst noch einen Anhaltspunkt, den ich vielleicht übersehen habe um dieses lästige Ruckeln endlich abzustellen?
Über eure Hilfe würde ich mich wirklich sehr freuen. Mille Grazie im Vorraus
Ein nahezu verzweifelter Alfisti
Gunnar Gode, Forza Alfa !
Moin zusammen,
Ich bräuchte mal eure Hilfe, da meinen 164 schon seit geraumer Zeit das "Kängaruh Benzin" Problem quält.
Das Problem ist ein Ruckeln des Motors, wenn mit Standgasstellung in den unteren zwei Gängen oder mit nur leicht betätigter Drosselklappe in den unteren 3 Gängen gefahren wird. Ferner quittiert der Motor jede plötzliche Gaswegnahme von einer weit geöffneten Drosselklappenstellung auch aus den oberen Gängen mit einem Ruck. Der Leerlauf ist meines Erachtens nach unruhig : permanente Schwebung um die Sollleerlaufdrehzahl um ca. +/- 75 Umdrehungen pro Minute (kann ich mangels geeigneter Instrumente nur am Drehzahlmesser ablesen/raten!?). Beim Beschleunigen mit ca. 3/4 geööfneter Drosselklappe stellt sich insbesondere in den unteren 2 Gängen eine Art "Stufenefekt" ähnlich dem eines Registervergasers ein, d.h. die Beschleunigung verläuft zuerst bis ca. 2500 UPM relativ langsam um dann vehementer einzusetzen.
Was ich bisher gemacht habe :
Letztes Jahr den Kraftstoffilter gewechselt und den Tank sowie den Pumpenvorfiter gesäubert, die Kraftstoffleitungen ausgepustet. Da ich im Forum den Hinweis auf durchgerostete Benzineinfüllstutzenarmaturen und der damit verbundenen Gefahr der permanenten Verdreckung mit Wasser und Staub gefunden habe, denke ich dies könnte auch bei meinem 164 der Fall sein. Ich muß hier also noch mal ran!
Kürzlich fast alle Komponenten der Zündanlage gewechselt : Kerzen, alle Stecker, alle Kabel, Verteilerfinger und Kappe, Drosselklappenpoti. Durch Kolbenfresser bedingt weiterhin : Laufbuchsen und Kolben, alle Lager, Ventile und Sitze nebst Führungen, Ölpumpe (Hinweis auf einen anderen Beitrag : Jetzt erreiche ich 5 bar bei 3500 UPM auch im betriebswarmen Zustand), alle entsprechenden Dichtungen, den Leerlaufregler richtig befestigt (Hinweis : die original Alfa Befestigung kann man nur als Konstruktionsfehler bezeichnen. Bei mehreren 164 ist mir schon ein loser Leerlaufregler aufgefallen. Der Grund hierfür ist die nur einseitig befestigte Schelle, die sich im Laufe ihres Lebens verbiegt und damit ihre Spannung verliert und somit den doch recht schweren Regler nicht mehr richtig in der Brücke halten kann. Die Folge ist Nebenluft ziehen, was unter anderem auch zu einem zu mageren Gemisch und damit zum Durchbrennen eines Kolbens führen kann. Abhilfe schafft hier nur eine "richtige" Zweipunktbefestigung!!).
Alle Luft/Gemisch führenden Leitungen sind absolut "Pottdicht". Gestern habe ich den Benzindruck gemessen. Meine Messergebnisse scheinen sich nicht mit den Vorgaben im Werkstatthanbuch zu decken : Im Leerlauf mit angeschlossenem Unterdruckschlauch am Regler ergit sich ein Benzindruck von 2,9 bar (Messinstrument : Manometer der Klasse 1, Durchmesser 100 mm, Skalenendbereich 6 bar, Messtelle : eingeschleift zwischen Benzinvorlauf und Einspritzringleitung). Gibt man nun Gas fällt der Druck ab. Bei ca 4000 UPM auf 2,65 bar und bleibt beim Halten der Drehzahl stetig dort. Nimmt man die Drehzahl auf Leerlauf zurück steigt der Druck ganz kurz auf 3 bar und fällt danach sofort wieder auf 2,9 bar ab um dort zu verharren. Nimmt man den Unterdruckschlauch vom Regler ab, steigt der Druck auf 3,5 bar und bleibt auch über den Drehzahlbereich konstant auf diesem Wert. Quetscht man nun den Benzinrücklaufschlauch vom Regler kommend ab, lassen sich mühelos Drücke von über 10 bar erreichen (nur ganz kurt gecheckt!).
Hier nun meine Fragen :
1.) Deuten die gemessenen Werte des Benzindrucks auf einen defekten Regler hin ?
2.) Wenn es nicht der Regler in Spritversorgungssystem ist, was lönnte es sonst sein?
3. Kann man die Benzineinspritzdüsen zum Beispiel mit Hilfe eines Ultraschall Reinigungsapparates reinigen? Da der Tank und auch die Einlaufseite mit einer Art "Rostwasser" verschmutzt war, gehe ich davon aus, daß diese auch bis an die Düsen gelangt ist.
4.) Sind die Benzineinspritzdüsen von 164 2,0 V6 Turbo und 164 3,0 V6 12V gleich/identisch? Ich könnte günstig Düsen vom Turbo bekommen, um diese dann zu reinigen und dann in meinem Sauger einzubauen
5.) Kann man die korrekte Funktion des Luftmengenmessers kontrollieren und wenn ja, wie?
6.) Sind die Luftmengenmesser vom Turbo und 3l Sauger identisch?
7.) In meinem Werkstatthandbuch finde ich in der Einspritzanlage einen Pulsationsdämpfer, der den pulsierenden Förderstrom der Pumpe in Zusammenspiel mit dem Öffnen der Einspritzventile glätten soll. In meinem Auto sucht man so ein Teil vergeblich ! Kann ich so einen Dämpfer nachrüsten, lohnt sich das übergaupt und wenn ja, wo gibt es sowas bzw. was kostet das? (mein Alfa Händler meint, er kenne sowas nicht!)
8.) Wie stellt man die Drosselklappe korrekt ein. In meinem Handuch wird über ein Solex Meßgerät geschrieben (habe ich natürlich leider nicht), auch im Zusammenhang mit dem Drosselklappenpoti und den darin befindlichen Mikroschaltern.
9.) Bei der letzen AU vor einem halben Jahr gab es keine Beanstandungen an den Abgaswerten (die oben beschrieben Problematik war schon dort vorhanden). Kann man die Funktion der Lambda Sonde messen/ausprobieren und wenn ja, wie?
10.) Was kann man über den Diagnosestecker alles diagnostizieren und was nicht?
11.) Gibt es sonst noch einen Anhaltspunkt, den ich vielleicht übersehen habe um dieses lästige Ruckeln endlich abzustellen?
Über eure Hilfe würde ich mich wirklich sehr freuen. Mille Grazie im Vorraus
Ein nahezu verzweifelter Alfisti
Gunnar Gode, Forza Alfa !