PDA

Vollständige Version anzeigen : Schlecker verkauft Kleinwagen


T-Sportivo
01.05.2002, 01:05
die selbe Story kennen wir ja bereits von Edeka.
Nachdem Edeka den Streit mit Fiat beigelegt hat, rüstet Schlecker überraschenderweise nach:

Schlecker verkauft Kleinwagen
30.04.2002

Die Drogeriekette Schlecker bietet den Punto als Tageszulassung an

Auch die Drogeriekette Schlecker verkauft jetzt Autos über das Internet. Auf der deutschen Homepage des Ehinger Unternehmens werden wahlweise ein Ford Ka 1,3l, ein Fiat Punto SX 1,2l, ein Smart Cabrio Passion oder ein Smart Cabrio Passion CDI als "Fast-Neuwagen" (Tageszulassung) angeboten. Das Unternehmen verspricht seinen Kunden, den Listenpreis um 12 bzw. 24 Prozent zu unterbieten. Der blau-weiße Drogerieriese wollte sich bislang zu der Verkaufsaktion, die gut eine Woche nach Beilegung des Edeka-Fiat-Streites begann, nicht äußern.

Als "ärgerlichen Marketing-Gag" beurteilt ZDK-Pressesprecher Helmut Blümer gegenüber AUTOHAUS Online die Aktion. "Bei den Kunden wird auf diese Weise wieder einmal der falsche Eindruck erweckt, die Schleckers und Aldis könnten es genauso gut, wie der Autohändler". Als Werbestrategie für den Drogeriekonzern sei das Angebot hingegen natürlich nachvollziehbar, so Blümer.

Ford will Angebote prüfen

Ford, deren Kleinwagen Ka bei Schlecker zu einem Preis von 7.999 Euro angeboten wird, distanzierte sich. Erik Walner, der Leiter Unternehmenskommunikation beim Kölner Hersteller: "Wir haben die Aktion, die von uns weder gewollt wurde, noch begrüßt wird, zur Kenntnis genommen." Man wisse nicht, wie Schlecker an die Autos gekommen ist und werde in den nächsten Tagen die Angebote prüfen. Walner betonte, dass die Drogeriekette die Fahrzeuge nicht über die Ford-Werke beziehen konnte, da dies der "normale Vertriebsweg" nicht zulasse.

Auch Fiat zeigte sich überrascht. Die von Schlecker angegebenen Vergünstigungen seien in dieser Höhe nicht korrekt, so Wolfgang Stubenberg, Sprecher der Marke Fiat. Schlecker betreibe hier im Alleingang ein wenig Blendwerk. Der "Drogerie-Punto" läge nicht 24 Prozent sondern gerade mal 14,8 Prozent unter Listenpreis. Bei den angebotenen Modellen muss es sich laut Stubenberg um Reimporte handeln, da die in Deutschland erhältlichen vergleichbaren Fahrzeuge alle mit Kopfairbag ausgestattet sind - ein Extra, das der von Schlecker angebotene Punto nicht aufweist.