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Vollständige Version anzeigen : Regelkreis- Was ist das ?


Dimon
13.04.2002, 01:07
Hallo Freunde!

Brauche wieder mal Eure Hilfe! Denn, ich war letzte Woche beim TÜV, Das Ergebnis war: REGELKREISPRÜFUNG NICHT BESTANDEN. Nun weiß ich nicht so genau was da falsch bzw. kaputt sein könnte. Ehrlich gesagt: ich weiß nicht genau was man unter Regelkreis versteht. Laut Prüfer regelt es schon, ABER zu langsam. Vor zwei Wochen hab ich die Lambdasonde ausgetauscht das Ding hat mir 107 EUR gekostet und jetzt dies noch.:-*


Für Eure Tipps wäre ich sehr dankbar!


Viele Grüße

Dieter

rthrued
13.04.2002, 08:26
es gibt den offenen und den geschlossenen Regelkreis. Vom offenen Regelkreis spricht man solange die Lambdasonde noch nicht funktioniert zB weil sie zu Kalt ist oder bei Schubabschaltung oder bei Vollgas. Der geschlossene Regelkreis bedeutet:
Einspritzanlage erhöht solange die Einspritzmenge bis die Lambdasonde meldet "Gemisch zu fett".
Enspritzmenge wird solange reduziert bis die Lambdasonde meldet "Gemisch zu mager".
Einspritzanlage erhöht solange die Einspritzmenge bis die Lambdasonde meldet "Gemisch zu fett".
Enspritzmenge wird solange reduziert bis die Lambdasonde meldet "Gemisch zu mager".
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usw.
Nix kompliziertes so ein Regelkreis.

Bei der Regelkreisprüfung der AU wird eine Störgrösse aufgeschaltet dH. das Gemisch wird von aussen beeinflusst das der Lambdawert vom Ursprugswert (Lambda 1) um mindestens 0,03 abweicht. Diese Abweichung muss die Lambdasonde erkennen und das Gemisch entsprechend nachregulieren bis der Lambdawert wieder 1.00 erreicht. Danach wird die Störgrösse abgeschaltet, der Lambdawert schlägt wieder in die andere Richtung aus, wieder mehr als 0,03 und muss dann entsprechend wieder korrigiert werden. Dazu hat die Lambdasonde bzw das Steuergerät jeweils 60 sec. Zeit. Funktioniert das nicht oder dauert zu lange, ist die Regelkreisprüfung nicht bestanden.

Dimon
15.04.2002, 21:34
@rthrued

Danke für deine Tipps! Was man unter nem Regelkreis versteht ist jetzt klar, aber was könnte da faul sein wenn`s zu langsam regelt ?


Gruß


Dieter

rthrued
15.04.2002, 22:32
Wie hat der Prüfer die Störgrösse aufgeschaltet? bzw was hat er gemacht?

GIMO
16.04.2002, 00:39
ich kenn das nur so, das der prüfer das mit dem bremspedal-pumpen testet... durch das pumpen wird über das unterdrucksystem die störgrösse erzeugt.


mfg
gimo

Dimon
16.04.2002, 07:55
@rthrued

Der Prüfer hat zuerst die ganzen Kabel angeschlossen. Und als es beim ersten Mal nicht klappte, drehte er den Motor bis zu 5000 Um/min !wuerg! :-* :-* :-* !aua! was auch nicht so viel gebracht hat, nur das er mir den MOtor gequält hat. Dann pumpte er ein Paar mal mit dem Bremspedal, wie es GIMO schon sagte. Nach etwa 5 Versuchen hörte er auf ( Gott sei dank!). Mehr hat er nichts gemacht

Wird die Störgröße nich vom PC aufgeschaltet ?

Gruß

Dieter

rthrued
16.04.2002, 09:50
Originaltext: Falschluftzufuhr über Bremskraftverstärker,
das Bremspedal ca. 1-2 mal pro Sekunde treten.
Oder Falschluftzufuhr durch Abziehen eines
Unterdruckschlauches am Aktivkohlefilter.
Oder Erhöhung des Kraftstoffdrucks durch
Abziehen des Unterdruckschlauches am
Kraftstoffdruckregler.

Die 5000 Umdrehungen sind schon in Ordnung. Damit wollte er den Kat ond die Sonde anheizen damit es funktioniert. Die Frage ist jetzt: Ist der Lambdwert mit dem Treten des Bremspedal um mindestens 0,03 vom Ursprungswert abgewichen oder nicht, oder hat sich der Wert verändert und wurde von der Lambdasonde nicht nachreguliert während der Prüfer mit dem Pedal weiter gepumpt hat?

Dimon
16.04.2002, 15:21
@rthrued

Ob sich der Wert mit dem Treten des Bremspedals geändert hat, weiß ich nicht mehr genau (ich glaube schon) die Lambdasonde hat auch funktioniert (ich hab ja ne neue eingebaut), bloß zu langsam. Wobei stand Folgendes auf dem Bildschirm: "Störgröße aufgebracht, 60 Sek bis zur Erkennung der Störgröße" und dann "Störgröße erkannt,..." und wieder das gleiche Spiel, auf jeden Fall hat die Zeit nicht ausgereicht.
Nun verstehe ich nicht: Warum pumpte er mit dem Bremspedal nach dem die Störgröße bereits erkannt wurde?


Gruß

Dieter

33-146
16.04.2002, 16:05
Hi Dimon,

Ob der TÜV-Mensch etwas falsch gemacht hat oder nicht, ist von Außen schwer zu beurteilen.
Die TÜV-Prüfer sind auch manchmal überfordert, wenn es sich um nicht ganz alltägliche Autos handelt. Ich habe es inzwischen aufgegeben, mit einem meiner oder mir anvertrauten (zugegebenermaßen exotischen) Autos zum TÜV zur AU zu fahren.
Das ist das einzige, was ich lieber in der Werkstatt machen lasse, da es da auch nicht mehr kostet als beim TÜV und die Leute dort diese Fehlerquellen eher orten können als beim TÜV.

Mein Rat wäre also:
Geh zu irgendeiner Alfa-Werkstatt und laß da die AU machen.
Sollten die zum gleichen Ergebnis kommen wie der TÜV, dann ist an Deiner Regelung wirklich etwas faul.

Grütze
von
Thomi

rthrued
16.04.2002, 16:29
Original geschrieben von Dimon
Nun verstehe ich nicht: Warum pumpte er mit dem Bremspedal nach dem die Störgröße bereits erkannt wurde?


Wenn die Störgrösse erkannt ist dH. der Lambdawert hat sich um mehr als 0,03 verändert muss die Störgrösse solange weiter aufgeschaltet bleiben (er pumpt weiter) bis die Lambdasonde das Gemisch trotz der Störgrösse wieder auf den Urspungswert gebracht hat. Dann wird die Störgrösse zurückgenommen und der Lambdawert muss wieder in die andere Richtung (<0,03) ausschlagen und wird wieder von der Lambdasonde ausgeglichen. Im Pumpen liegt das Geheimniss. Es muss genügend aber nicht zuviel gepumpt werden. Wird zuviel gepumpt schafft die Lambdasonde es nicht den Wert in der Zeit auszugleichen. Wird zuwenig gepumpt erreiche ich den zweiten Ausschwingvorgang nicht.

Andreas_115
16.04.2002, 17:44
Hmm, oute mich warscheinlich wieder mal als Theoretiker, aber dieses Vorgehen wundert mich doch.

Wenn ich einen Regelkreis, im einfachsten Fall aus einer Stellgröße, einer Regelstrecke und einer Messgröße bestehend, durch aufbringen einer Störgröße bzgl. seiner Regelgeschwindigkeit (Einschwingverhalten) beurteilen will, reicht es nicht aus (wie rthrued schon geschrieben hat), nur kurzzeitig die Größe der Störung (also die 3%) einzuhalten.

Erst ist Lambda 1,00 dann kommt die Störgröße (konstant!) dazu (Lambda = 1,03 oder 0,97) und man misst die Zeit die vergeht bis Lambda wieder 1,00 (zuzüglich Toleranz) ist.

Es kann doch nicht sein, dass so eine Prüfung durch *ichtretmalaufdaspedalbisespasst* zu einem ernst zunehmenden Ergebnis führen soll. Wer denkt sich denn sowas aus? Warum wird nicht eine entsprechende schaltbare Eingangsgröße (Spannung etc.) benutzt.

*tieferschüttertsei* ;)

ms1478
16.04.2002, 19:21
Original geschrieben von Andreas_115


Es kann doch nicht sein, dass so eine Prüfung durch *ichtretmalaufdaspedalbisespasst* zu einem ernst zunehmenden Ergebnis führen soll.



Hallo!!! Aufwachen!!! Ich kenne die Methoden beim TÜV bzw. die Prüfmethoden in einer Werkstatt!!!

Beim TÜV ist seeeeeeehr viel ermessensspielraum zwischen Bestehen und nicht bestehen! Auch bei einer computergesteuerten AU!!! So hat der Prüfer die möglichkeit, einen Unterdruckschlauch abzuziehen und per Hand eine Störgröße einzuregeln (über eine Handpumpe). Dies kann er dann allerdings mit der Handpumpe so feinfühlig regeln, dass die Störgröße so eben erreicht wird und damit die AU soeben bestanden wird (wenn er willig ist).
Aber bei den Alfas kenne ich das Problem wie Du es beschrieben hast - der Grund: Der Kasten ist schlichtweg noch nicht warm!!! Weder Lambda noch KAT und was da sonst noch eine Rolle spielt. Wie gehabt bei meinem 33 - genau dieselbe Fehlermeldung wie bei Dir. AU durchgefallen! Also habe ich die Kiste mal richtig warmgefahren, wieder in die AU-Halle, 6-7 mal Gas gegeben, Motor laufen gelassen und den Prüfer in ein Gespräch verwickelt, bis der Lüfter ansprang und dann die ganze Geschichte wiederholt. Siehe da, AU bestanden!!!
In Werkstätten sieht das wiederum anders aus! Wenn der Kunde nicht dabei ist, wird bei nichtbestehen der AU halt ein anderes Auto an den Tester gehängt, wobei die Fahrzeugdaten (Fahrgestellnummer, KEnnzeichen, Typ etc) im Computer gleich bleiben - siehe da, auch AU bestanden!!!
Ich höre an dieser Stelle mal auf zu erzählen, hätte da aber noch mehr auf Lager (nur ich will den guten Glauben an TÜV und Werkstätten nicht noch mehr erschüttern).

Maik

rthrued
16.04.2002, 20:50
Original geschrieben von ms1478



In Werkstätten sieht das wiederum anders aus! Wenn der Kunde nicht dabei ist, wird bei nichtbestehen der AU halt ein anderes Auto an den Tester gehängt, wobei die Fahrzeugdaten (Fahrgestellnummer, KEnnzeichen, Typ etc) im Computer gleich bleiben - siehe da, auch AU bestanden!!!



Dem möchte ich mal widersprechen, eine solche Vorgehensweise ist schlichweg illegal.

Dimon
16.04.2002, 21:52
Original geschrieben von rthrued


Dem möchte ich mal widersprechen, eine solche Vorgehensweise ist schlichweg illegal.

Naja, aber wenn Du zum zweiten Mal kommst und hast alles ausgebessert was beim ersten Mal nach Angaben des Prüfers mangelhaft war und ersagt "Da hat man doch gar nichts gemacht"I-[ ist das legal? In meinem Fall waren es die Bremsklötze, ich hab mir ganz neue gekauft und eingebaut. Da sagte er es seien die alten. Ich hab ihn nicht überreden können. !streit2!

Also ich persönlich gehe nie wieder zum TÜV - das steht zumindest schon mal fest. Ich will NICHT damit sagen dass alle Prüfer beim TÜV schlecht sind oder so, aber was mir passiert ist, reicht mir als Beweis.
o:-)


MfG

Dieter

ms1478
17.04.2002, 08:52
Original geschrieben von rthrued


Dem möchte ich mal widersprechen, eine solche Vorgehensweise ist schlichweg illegal.


.... aber gängige Praxis!!!

Maik

33-146
17.04.2002, 15:40
Hi,

GottseiDank glaube ich noch an Osterhase, Weihnachtsmann (bekomme auch immer was, wenn ich artig war :-] ) und natürlich, daß immer alles hochlegal ist, was in Werkstätten gemacht wird }-) }-) }-) ...


Grütze
von
Thomi