Vollständige Version anzeigen : Motor aus/Einbau ?!?
deR_cH@oT
08.04.2002, 22:57
Hi Ho...
hmm habe vor, da mein Motorraum ..... teils leichten teils starken Rost aufweist vor, den Motor auszubauen..... da ich aber.... (achtung nicht schlagen!!!) noch nie was in der Art gemacht habe wollte ich mich vorher mal erkundigen, wie kompliziert das ist und mit wieviel Zeitinvestition ich rechnen muss...
noch ne Frage im Anhang: wo bekomme ich'n reparaturhandbuch für meinen 33er baujahr 1991 her ?!?
bzw ein entsprechendes Buch wg Motor....
thanx und ciao
euer Björn
Hallo Björn,
der Ausbau des Motors ist nicht so ganz fix erledigt, wenn du so etwas noch nie gemacht hast plane mal ruhig einen Tag ein, zumal du ja vermutlich alle benötigten Werkzeuge gleich zur Hand hast.
Aber wozu willst du den Motor ausbauen? Wenn du die Haube abnimmst, Kühler, Luftfilter, Kühlwasserbehälter und Zündspule demontierst kannst du den Motor mit Folie oder Tuch abdecken. Fast alle rostgefährdeten Blechteile im Motorraum sollten so erreichbar sein, du kannst alles entrosten und neu Lacken lassen.
Schau dir aber auch noch einmal die Längholme von unten an.
deR_cH@oT
08.04.2002, 23:21
Jouh... danke für die schnelle antwort =) *freu*
hmmm na ja.. ich komm nicht wirklich überall dran.... will halt alles abschleifen und dann neu lackieren.
am besten ich schütze den Motorraum dann mit Unterbodenschutz oder ??
und wie was muss ich dabei alles beachten ?? .. ist bestimmt zuviel um das hier zu posten oder ?
desswegen die wichtigsten dinge.. *G*... hab echt keinen peil ?!? finde ich irgendwo dokumentation wo hinterher alles wieder hin muss ?? gibtz dazu literatur ?
..also um den Motorraum mit Unterbodenschutz vollzujauchen brauchst du den Motor nun wirklich nicht auszubauen!
Mein Lackierer hat mir einen 33er Motorraum aber schon einmal bei eingebauten Motor lackiert, man muß halt zusätzlich zu den oben beschriebenen Teilen noch das eine oder andere weitere Teil demontieren. Wenn du meinst das du dir nicht merken kannst wo die Teile hingehören kannst Du ja vorher ein Fotodokumentation erstellen.
Zu Vorgehensweise: -Teile demontieren
- Motor abdecken
- für Entrostung kleiner Flex mit Topfdrahrbürste und/oder Fächerscheibe verwenden.
- Blechüberlappungen versiegeln (Karosseriedichtmasse, mein Geheimrezept V60 ist leider im Handel nicht erhältlich.
- Rostschutz/ Grundierung auftragen.
- dann Lackieren (bzw. lassen)
deR_cH@oT
09.04.2002, 00:44
wo bekomm ich das v60 her ?? *G*
damit muss ich alle verbindungen also... überlappungen versiegeln.. hab ich das richtig verstanden ??
U-SChutz ist ecklig stinkt und hat überhaupt nichts im Motorraum zu suchen!!!! Erstes sieht es schrecklich aus, zweitens ist es schrecklich, wenn es mal wieder weg soll (jeder der mal n Oldtimer hatte, kennt die Freude 50kg U-Schutz an allen möglichens stellen der Vorbesitzer zu entfernen) und im übrigen ist ja der angebliche Vorteil von U-Schutz das er flexibler ist und so bei Steinschlägen nicht so schnell abplatzt - in Deinem Motorraum sollten aber eigentlich wenig Steinschläge reinkommen!
Als letztes trocknet der U-Schutz bei den recht hohen Temperautren im Motor aus, wird poröse und von Wasser unterlaufen und unter dem U-Schutz fängts unbemerkt wieder an zu gammeln. Supa! Nimm einfach normale Farbe!!!
Für die Falze kannst Du auch einfach "Fertan" nehmen. Ist zwar kein geheimtip, aber bei Rost mehr als bewert. Schön in die Falze fliessen lassen. Dann das gleiche mit möglichst dünnflüssiger Farbe tun und allles wird schön.
deR_cH@oT
09.04.2002, 10:58
Na gut.. ich lass mich ja auch gerne eines besseren belehren....
lass ich das eben mit dem u-schu . . . einfach ganz normale farbe ?
Gordovan
09.04.2002, 11:47
Nochmal zum Motorausbau als kurzer Überlick: Der Motor wird nach unten rausgenommen, am einfachsten samt Getriebe und dem unteren Motorträger (Querträger?). Ein Freund von mir mit nem 16 V schafft da nach dem dritten Mal mittels einem Flaschenzug (um die Karosserie nach oben anzuheben) und eines Hubwagens (um den Motor aufzunehmen) innerhalb einer Stunde. Sollte nicht so schwierig sein, aber wenn du es noch nie gemacht hast.....
deR_cH@oT
09.04.2002, 11:54
also wenn ich das richtig verstanden habe, muss ich einen Querträger lösen und dann die Karosserie komplett anheben und den Motor "unten rausziehen" ?
greetz
Björn
Jojo3316
09.04.2002, 14:36
Hi!
Rangierheber drunter, 'n bisschen anheben, die 4 schrauben vorn rechts und links am Rahmenkopf raus (vorsicht, rahmenkopf plumpst dann runter), dann den Motor so weit anheben oder eben wieder runterlassen, bis du den Hauptbolzen (unterm Lüfter) rausbekommst.
Dann Motor runterlassen. Der Unterdruckschlauch vom Bremskraftverstärker solltest du vorm runterlassen lösen, der reisst sonst ganz gern. Wenn du das maschinchen ganz rausnehmen möchtest, musst du natürlich vorher sämtliche Schäuche und Kabel entfernen und hinten am Getriebe noch den einen Trägerbolzen...
ach ja... der Krümmer muss auch weg, wenn er ganz raus soll, und dann gibts auf der rechten seite noch so'n Halter, der in 'ne Gummibuchse gesteckt ist(das teil - so'n blech mit "ausleger" - kannst du unterm Block abschrauben)
Alle Angaben ohne Gewähr... so hatte ich das gemacht..
Gruss aus Hamburg, Johannes !hello!
deR_cH@oT
09.04.2002, 14:43
Jouh =)
Vielen dank schonmal... =) werde mich dann mal heute Abend und die Tage bzw am Samstag an die Arbeit machen.... =)))
greetz und thanx...
Ciao Björn
deR_cH@oT
10.04.2002, 18:32
Hi Ho
hab jetzt fast alle Kabel/Schläuche ab... allerdings befinden sich, wenn ich vor dem auto stehe auf der rechten seite 2 Schläuche, welche nach hinten gehen, wo ich nicht weiss, wie ich die ab-bekommen soll ?!?
und ich hab mist gebaut, als ich den Krümmer abschrauben wollte....
Die Schrauben waren dermaßen versifft..... also Verrostet, dass ich erstmal dick Rostlöser draufgekippt habe.... bei einigen Schrauben hat's geholfen, sodass ich die Mutter abdrehen konnte.... bei 3 anderen allerdings ist das Gewinde mit aus dem Block gekommen... ist das Tragisch?!?.. und jetzt das dümmste... eine Schraube ist mir abgebrochen....... wie bekomm ich das wieder hin ????
ciao
Björn
Hallo Björn,
die beiden Schläuche dürften die Kraftleitungen (Vor- u. Rücklauf) sein vermutlich sind sie mit "Einwegschellen" am Motor befestigt. diese Schellen kannst Du mit einer Kneifzangen kaputtkneifen und beim Wiedereinbau gegen neue ersetzen.
Das Dir die Stebolzen aus dem Zylinderkopf herausgedreht sind ist nicht weiter tragisch, Du könntest sie so wieder verwenden. Besser ist aber wenn Du sie gegen neue austauscht, da Du beim Einbau eh neue Krümmerdichtungen verwenden solltest, kannst Du gleich neue Stehbolzen (und Muttern) mitbestellen. Die neuen Stehbolzen schraubst Du dann erst mit zwei verkonterten Muttern in den Zylindrekopf bevor Du den Krümmer ansetzt.
Der abgerissene Stehbolzen ist ein echtes Problem, wie weit schaut er noch heraus? Ist noch Gewinde da? Sprüh ihn noch mal mit Rostlöser ein und lass es eine Nacht einwirken. Evtl. kannst Du Ihn dann mit einer Zange herausdrehen (was ich jedoch nicht wirklich glaube). Step 2 wäre dann das Aufschweißen einer Mutter, evtl haben andere noch bessere Ideen.
deR_cH@oT
10.04.2002, 19:44
Hi
also die Schraube schaut noch recht weit aus dem Block raus...
wo kann ich denn neue Dichtungen und schrauben bestellen??
Ich muss echt sagen, das ich übelst glücklich bin euch... das forum gefunden zu haben =)) *G* was würde ich nur ohne euch machen =))
greetz und ciao
euer
Björn
Original geschrieben von Holger
Hallo Björn,
Das Dir die Stebolzen aus dem Zylinderkopf herausgedreht sind ist nicht weiter tragisch, Du könntest sie so wieder verwenden
Wohl tragisch, er schrieb, daß das Gewinde mitkam, nicht daß die Schraube sich rausgedreht hat! Großer Unterschied!!!
Jetzt sind im Kopf drei große Löcher in die die Schrauben nicht ohne weiteres wieder hineinpassen, da muß repariert werden.
HeliCoil-Gewindereparaturset kaufen/schnorren und wieder hinbiegen!
Alternative aber PFUSCH: Größere Gewinde bohren und dickere Bolzen verwenden, dafür müßten aber auch in den Krümmerflansch größere Löcher, wie gesagt PFUSCH!!!
Viel Glück, Gruß Alex
Ja, welches Gewinde meint er denn nur, das des Kopfes oder das des Stehbozens?
Sollte die Gewinde im Kopf im A.... sein ist das in der Tat Sch...
Die Dichtungen gibt es bei Alfa oder beim Teileversand (z.B. Fa Häckner Schweinfurt). Kaufe aber keine Schrauben sondern "Stehbolzen", da Du mit Schrauben evtl. die weichen Gewinde in den Zylinderköpfen vernudelst (wenn sie nicht schon schon jetzt als Späne auf dem Garagenboden liegt)
@Björn: Wenn Du mit der Aktion fertig bist teile doch mal mit ob es sich wirklich gelohnt hat für ein bischen entrosten den Motor auszubauen.
Hmm, eigentlich kommen die Gewinde immer nur beim Festschrauben mit raus, stimmt!?
Der Stehbolzen ist doch a bisl härter als der Kopf;)
Ähh, kleine Frage zur Erweiterung meines Horizonts, sind die 33er-Motoren auch aus Alu???
Gruß Alex
Der Motorblock ist nicht aus Alu, aber halt die Zylinderköpfe in der diese Stehbolzen stecken.
deR_cH@oT
10.04.2002, 21:59
hey folks....
kann mich und euch entwarnen... nein sie sind nicht mit gewinde rausgekommen.. sondern nur die Mutter mit dem Stehbolzen.. *G*
*PUH* *G*
Denke schon, dass sich das Lohnt... =) meine bella soll mir ja micht unter'm Hintern Wegrosten =)
MHandrick
10.04.2002, 22:29
Original geschrieben von fabi
Als letztes trocknet der U-Schutz bei den recht hohen Temperautren im Motor aus, wird poröse und von Wasser unterlaufen und unter dem U-Schutz fängts unbemerkt wieder an zu gammeln. Supa! Nimm einfach normale Farbe!!!
Für die Falze kannst Du auch einfach "Fertan" nehmen. Ist zwar kein geheimtip, aber bei Rost mehr als bewert. Schön in die Falze fliessen lassen. Dann das gleiche mit möglichst dünnflüssiger Farbe tun und allles wird schön.
Also, ich restauriere gerade mein altes Kadett Cabrio...
Ich gehe so vor, das ich den Motorraum sandstrahlen lasse, alles mit BOB Rostkonservierung und dann mit BOB - Grundierung streiche...
Achtung!!!
BOB verträgt sich nicht mit allen Lacken, hat aber bei verschiedenen Test mit sehr gut abgeschlossen.
Die Zwischenräume behandle ich auch mit Fertan, dannach mit Owatrol-Farbkriechöl.
Und dann möchte ich alles mit Mike Sander´s Karroserieschutzfett auspinseln, sieht zwar schei*e aus, soll aber supper sein.
Die Hohlräume werde ich mit Fartan und dan dem Mike Sander´s Karroserieschutzfett behandeln, dies werde ich aber dieses Jahr auch bei meiner Lady machen... Denn ich habe an meinem Kadett gesehen, das Hohlraumversiegelung (Dinol) an bestimmten Stellen reist und dann von Feuchtigkeit unterwandert wird - siehe Radläufe. Und Fett wird ja nicht hart.
Siehe:
http://f23.parsimony.net/forum46030/index.htm
Natürlich kann man für Rostschutzmittelchen viel Geld ausgeben, aber wozu Rostkonservierung nach dem Sandstrahlen? Da sollte doch kein Rost mehr sein! Auf gesandstrahlten Blech haftet ein normaler Lackaufbau wunderbar. Für Korrosion ist meines Wissens immer Sauerstoff erforderlich, ein vernünftiger Lackaufbau lässt aber keinen Sauerstoff an das Blech. Oder hat jemand schon einmal gesehen das Rost auf einer beidseitig intakten Lackschicht (z.B auf einem Autodach) aufblüht? Nein, wenn Rost eine Lackschicht zerstört dann kann es sich nur um eine Durchrostung handeln, d.h. der Rost ist auf der anderen Seite des Bleches entstanden, da dort irgendwo blankes Blech war auf dem der Rost entstehen konnte.
Also, anstatt viele teure Mittelchen einzusetzen sollte man lieber darauf achten das das Blech überall beidseitig Luftdicht versiegelt ist und diese Versiedelung auch im Alltagsbetrieb standhält (z.B Steinschlag)
- Blechüberlappungen mit Karosseriedichtmasse oder V60 behandeln.
- Statt der Schmiererei mit dem Fett (was ja auch nie ganz Sauerstofffrei ist) ist eine Behandelung mit Teroson Wachs auch o.K. Da der Wachs tatsächlich zur Rissbildung neigt ist nach ein paar Jahren entweder eine Nachbehandelung oder ein Urlaub im sonnigen Süden erforderlich (dann wird das Wachs wieder weich und die Risse sind weg)
- Im Steinschlaggefährdeten Bereich verwende ich immer V60, ein gelbes zweikomponenten Teufelszeug von einem Automobilzuliefererwerk in meiner Umgebung. Man kann es in Notfällen auch anstatt des Schweißgerätes einsetzen, klebt wie verrückt und bleibt dauerhaft elastisch...einfach gajol!
Ich weiß nicht ob das Zeuchs im Handel erhältlich ist (Ein Satz = eine kleine und eine Große gelbe Dose). Sollte es erhältlich sein bitte dringend bei der Verarbeitung Handschuhe anziehen! Wenn was an die Finger kommt geht es garantiert solange nicht ab bis die Haut sich erneuert hat (14Tage)
Übrigends habe ich V60 vor 12 Jahren in den Radkästen meines 914ers (Vollrestaurierun) verarbeitet , bis heute habe ich weder Rost, Abplatzungen oder Risse entdecken können.
deR_cH@oT
11.04.2002, 21:09
hab soweit alles fertig..... nur steig ich unter'm auto nicht mehr wirklich durch... ?!? da ist eine dünne stange auf der der Motor aufliegt.... und ein breiter U-Träger was davon schraub ich am besten mit motor ab ?!?
Die dünne Stangen kannst Du am Motor abschrauben (2 Sdhrauben M10?). Dann dann Du das Teil seitlich wegklappen.
Wechen U-Träger meinst Du? Den Querträger ganz vorne? Auch den mußt Du ganz demontieren wenn der Motor leicht rausflutschen soll. Dafür müssen natürlich auch daran befestigten Achsquerlenker abgeschraubt werden. (2xM8 am Motor, 4xM12 an der Karosse, 2xM12? am Querlenker 4xM8 Stabischellen)
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