dinosaur
22.04.2006, 09:28
Sodele,
Hawi und ich waren vom 20. - 21. April beim Fahrerlehrgang an der Nordschleife, welcher auch zur Erlangung der Nationalen A-Lizenz dient (optional). Für weitere Termine siehe auch hier: http://motorsport-akademie.de/kurse.htm
Wie bereits in einem anderen Thread geschrieben, hatten wir uns über Jaco Velders, einen ehemaligen Instruktor der "Alfa 75 Experience" angemeldet (http://www.nurburgrescue.de/)
Ein kleiner "Erfahrungsbericht":
- Donnerstag: Theorie und Prüfung
Um ca. 14:00 Uhr ging es los. Mit etwa 60 Teilnehmern wurde anhand eines (teilweise nicht sonderlich hilfreichen) Videos die "Ideallinie" der Nordschleife von insgesamt 3 Instruktoren der Motorsport-Akademie erklärt. Für Neulinge auf der Schleife sicherlich sinnvoll, allerdings auch nur für die. Zudem waren sich die 3 Instruktoren teilweise auch nicht ganz einig, ob das nun eine gute Linie sei oder nicht... :)
Nach diesem Teil gab es einen etwa 2-stündigen Theoriekurs über die DSMB Sportlizenz, Verantwortlichkeiten, Proteste, die obligatorische Flaggenkunde etc. Danach ein einfacher Test (für diejenigen, die eine Lizenz beantragen wollen).
Am Ende des Tages haben wir dann in unserer Gruppe (Jaco, Ton (2. Instruktor und Ex-Rallye-Fahrer, beide auf BMW 3er), 2 Engländer (Audi 1.9 TDI / BMW 3er für VLN-Teilnahme), 2 Schwaben (Audi S4 / BMW Z3 M Coupe), einem Belgier (Lotus Eclipse) und eben Hawi (Alfa 156 GTA) und mir (Alfa 75)) noch Fahrphysik etc. besprochen, was in dem offiziellen Teil leider überhaupt nicht angesprochen wurde. Hiervon kann unser "Dottoro Physico" sicherlich noch besser berichten (isch hätt da gern ma ne Fraaaje"... :))
- Freitag: Praxis
Um 7:00 Uhr traf sich die ganze Gruppe (ca. 60 Fahrer) an der "Grünen Hölle". Der Kurs war selbstverständlich für diesen Lehrgang gemietet - also keine Touristen oder Motorräder weit und breit. :). Einteilung der Gruppen (9 Gruppen insgesamt - jeweils zwischen 6 - 7 Fahrer je Gruppe + Instruktor)
Gegen 8:00 Uhr begann dann das sog. "Guide-Fahren", d.h. der Instruktor fährt voraus und erklärt die Strecke via Walkie Talkie. Da unsere Gruppe (7 Teilnehmer) mit 2 Instruktoren bestückt war (Jaco und Ton) hatten wir das Glück, dass man immer "Sicht" auf den Instruktor hatte und daher die richtige Linie immer erkennen konnte Bei anderen Gruppen war das wohl offensichtlich nicht der Fall...:)).
Da unsere Gruppe aus lauter "Ring-Kennern" bestand, und Jako / Ton relativ zügig fuhren, waren wir bereits in Runde 2 an 3 anderen Gruppen vorbei gefahren ("Ihr müsst schließlich auch das Überholen lernen - gehört zum Rennfahren dazu :)) und hätten auch noch Gruppe 4 überholt, wenn der Instruktor der Gruppe auch nur halbwegs befähigt gewesen wäre (Es gab EXTREME Qualitätsunterschiede bei den Instruktoren!). Durch kurze Briefings zwischen einzelnen Stints gab es weitere Hinweise, die insbesonders bei schnellen Runden relevant waren. Obwohl ich nicht auf die Uhr geschaut habe - ich denke, dass wir als Gruppe am Ende des Guide-Fahrens die Nordschleife in gut 9:30 Minuten abgefahren haben.
Um 10:00 Uhr wurde dann die Döttinger Höhe, welche beim Guide-Fahren als "Boxengasse" benutzt wurde, komplett geöffnet, so dass man bis 14:00 Uhr die gesamte Strecke für freies Fahren zur Verfügung hatte. Nach dem obligatorischen Abflug eines Teilnehmers in der ersten Runde des freien Fahrens (Strecke musste für ca. 20 Minuten gesperrt werden), gab es keine nennenswerten Vorkommnisse, so dass man, wenn man wollte, quasi 3 Stunden powern konnte. In unserer Gruppe haben Jaco und Ton weiter Tipps gegeben, sind mit- bzw. vor- oder hinterher gefahren, um den jeweiligen Fahrern die Idealline besser zu erklären, Schwachpunkte zu identifizieren etc. Ich glaube, es gab keinen aus unserer Gruppe, der nicht nach dem freien Fahren nicht mindestens eine Minute schneller war als vorher.
Um 14:00 Uhr hat sich dann unsere Gruppe beim Bierchen zum Abschlußbriefing zusammengesetzt, die Zertifikate wurden verteilt und noch einmal Tipps gegeben.
Fazit: Ein absolutes MUSS für Motorsportbegeisterte, die die geilste Rennstrecke der Welt wirklich mal im Renntempo erleben wollen. Betrachtet man die Kosten / Nutzen für die Veranstaltung, so sind ca. 700 Euro nicht wirklich viel (20 Runden Touri-Fahren kostet ja auch schon 320 Euro). Man sollte aber darauf achten, einen guten Instruktor zu bekommen. Jaco und Ton haben ihren Job großartig gemacht - das war Konsenz der gesamten Gruppe (Daher: Meine ABSOLUTE Empfehlung!)
Wer möchte, kann noch an zwei Veranstaltungen in 2006 teilnehmen. Termine findet ihr bei der Motorsport-Akademie (siehe erster Link in diesem Post).
In diesem Sinne,
Race on!
Dino
Hawi und ich waren vom 20. - 21. April beim Fahrerlehrgang an der Nordschleife, welcher auch zur Erlangung der Nationalen A-Lizenz dient (optional). Für weitere Termine siehe auch hier: http://motorsport-akademie.de/kurse.htm
Wie bereits in einem anderen Thread geschrieben, hatten wir uns über Jaco Velders, einen ehemaligen Instruktor der "Alfa 75 Experience" angemeldet (http://www.nurburgrescue.de/)
Ein kleiner "Erfahrungsbericht":
- Donnerstag: Theorie und Prüfung
Um ca. 14:00 Uhr ging es los. Mit etwa 60 Teilnehmern wurde anhand eines (teilweise nicht sonderlich hilfreichen) Videos die "Ideallinie" der Nordschleife von insgesamt 3 Instruktoren der Motorsport-Akademie erklärt. Für Neulinge auf der Schleife sicherlich sinnvoll, allerdings auch nur für die. Zudem waren sich die 3 Instruktoren teilweise auch nicht ganz einig, ob das nun eine gute Linie sei oder nicht... :)
Nach diesem Teil gab es einen etwa 2-stündigen Theoriekurs über die DSMB Sportlizenz, Verantwortlichkeiten, Proteste, die obligatorische Flaggenkunde etc. Danach ein einfacher Test (für diejenigen, die eine Lizenz beantragen wollen).
Am Ende des Tages haben wir dann in unserer Gruppe (Jaco, Ton (2. Instruktor und Ex-Rallye-Fahrer, beide auf BMW 3er), 2 Engländer (Audi 1.9 TDI / BMW 3er für VLN-Teilnahme), 2 Schwaben (Audi S4 / BMW Z3 M Coupe), einem Belgier (Lotus Eclipse) und eben Hawi (Alfa 156 GTA) und mir (Alfa 75)) noch Fahrphysik etc. besprochen, was in dem offiziellen Teil leider überhaupt nicht angesprochen wurde. Hiervon kann unser "Dottoro Physico" sicherlich noch besser berichten (isch hätt da gern ma ne Fraaaje"... :))
- Freitag: Praxis
Um 7:00 Uhr traf sich die ganze Gruppe (ca. 60 Fahrer) an der "Grünen Hölle". Der Kurs war selbstverständlich für diesen Lehrgang gemietet - also keine Touristen oder Motorräder weit und breit. :). Einteilung der Gruppen (9 Gruppen insgesamt - jeweils zwischen 6 - 7 Fahrer je Gruppe + Instruktor)
Gegen 8:00 Uhr begann dann das sog. "Guide-Fahren", d.h. der Instruktor fährt voraus und erklärt die Strecke via Walkie Talkie. Da unsere Gruppe (7 Teilnehmer) mit 2 Instruktoren bestückt war (Jaco und Ton) hatten wir das Glück, dass man immer "Sicht" auf den Instruktor hatte und daher die richtige Linie immer erkennen konnte Bei anderen Gruppen war das wohl offensichtlich nicht der Fall...:)).
Da unsere Gruppe aus lauter "Ring-Kennern" bestand, und Jako / Ton relativ zügig fuhren, waren wir bereits in Runde 2 an 3 anderen Gruppen vorbei gefahren ("Ihr müsst schließlich auch das Überholen lernen - gehört zum Rennfahren dazu :)) und hätten auch noch Gruppe 4 überholt, wenn der Instruktor der Gruppe auch nur halbwegs befähigt gewesen wäre (Es gab EXTREME Qualitätsunterschiede bei den Instruktoren!). Durch kurze Briefings zwischen einzelnen Stints gab es weitere Hinweise, die insbesonders bei schnellen Runden relevant waren. Obwohl ich nicht auf die Uhr geschaut habe - ich denke, dass wir als Gruppe am Ende des Guide-Fahrens die Nordschleife in gut 9:30 Minuten abgefahren haben.
Um 10:00 Uhr wurde dann die Döttinger Höhe, welche beim Guide-Fahren als "Boxengasse" benutzt wurde, komplett geöffnet, so dass man bis 14:00 Uhr die gesamte Strecke für freies Fahren zur Verfügung hatte. Nach dem obligatorischen Abflug eines Teilnehmers in der ersten Runde des freien Fahrens (Strecke musste für ca. 20 Minuten gesperrt werden), gab es keine nennenswerten Vorkommnisse, so dass man, wenn man wollte, quasi 3 Stunden powern konnte. In unserer Gruppe haben Jaco und Ton weiter Tipps gegeben, sind mit- bzw. vor- oder hinterher gefahren, um den jeweiligen Fahrern die Idealline besser zu erklären, Schwachpunkte zu identifizieren etc. Ich glaube, es gab keinen aus unserer Gruppe, der nicht nach dem freien Fahren nicht mindestens eine Minute schneller war als vorher.
Um 14:00 Uhr hat sich dann unsere Gruppe beim Bierchen zum Abschlußbriefing zusammengesetzt, die Zertifikate wurden verteilt und noch einmal Tipps gegeben.
Fazit: Ein absolutes MUSS für Motorsportbegeisterte, die die geilste Rennstrecke der Welt wirklich mal im Renntempo erleben wollen. Betrachtet man die Kosten / Nutzen für die Veranstaltung, so sind ca. 700 Euro nicht wirklich viel (20 Runden Touri-Fahren kostet ja auch schon 320 Euro). Man sollte aber darauf achten, einen guten Instruktor zu bekommen. Jaco und Ton haben ihren Job großartig gemacht - das war Konsenz der gesamten Gruppe (Daher: Meine ABSOLUTE Empfehlung!)
Wer möchte, kann noch an zwei Veranstaltungen in 2006 teilnehmen. Termine findet ihr bei der Motorsport-Akademie (siehe erster Link in diesem Post).
In diesem Sinne,
Race on!
Dino