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Vollständige Version anzeigen : eine alte legende...


l.otti
03.04.2002, 17:17
eine alte legende...

aus den zeiten als man aufrecht und mit gelochten
nappalederhandschuhen zum volant griff besagt, daß man mit unseren bellas nach zuviel (?) stadtverkehr immer regelmäßig auf die bahn soll um die machina zu entrußen oder so...
jetzt mal spaß beiseite, aber ich glaube das gilt immer noch, oder? nach wochenlangen trübem stadtverkehr scheint der motor wie zugeknöpft v.a. “obenherum”. das wetter machts einem leicht im moment bei einem ausflug mal eben für ein paar stunden zur reinigung (1 std à > 180 kmh) und zur unterstützung des steuer - und co2-aufkommens auf die bahn zu gehen und siehe da: das ding geht wieder ab wie hulle.

jetzt die frage:
stimmt das noch mit dem “reinigenden autobahn-langstrecken entrußen” ? oder gehört das ebenso zur einbildung und legendenbildung wie die vielen unterschiedlichen und teilweise unerklärlichen befindlichkeiten bzgl. des motors. ich hab oft den eindruck dass sich die karre jeden tag anders fährt, aber sowas bei einer maschine? auch einer mit seele?

glück auf!

Rainer
03.04.2002, 17:38
Hi Otti,

das hat weniger mit dem Motor zu tun, als mit dem Auspuff. Der setzt sich bei Vergasermotoren gerne mit unverbrannten Rückständen zu. Durch hohe Temperaturen bei Donnerfahrt verbrennt dann der ganze Rotz. Bei moderen Kat-Motoren ist das eher selten. Da nur bei ganz ganz vielen Kurzstrecken Fahrten, wobei der KAT wegen mangelnder Temp erst gar nicht anfängt zu arbeiten.

Ciao


Rainer

Silvio
03.04.2002, 17:49
Hallo L.Otti,

ich bin zwar kein Fachman aber ich bin ueberzeugt, dass es keine Legende ist. Ich fahre eigentlich fast nur Stadt aber jede 4-6 Wochen bin ich auf Langen Strecken unterwegs bzw. Autobahn.
Bei jede diese Fahrten ist es bei mir ein Gebrauch das Auto nach mind. 1 Std. Betriebszeit mind. 5 Min. Vollgas zu fahren damit die Motortemperatur steigt und das ganze Dreck verbrennt.
Eine alte Metode ist bei Beschleinigungspuren im 3en Gang voll aufdrehen, aber mach ich nicht weil meistens das Motor noch zu kalt ist.
Hab jetzt 52000 Km drauf, laeuft alles wie ein Uhrwerk und die Fahrleistungen sind Top fuer die Fahrzeugklasse. ( Polo und co., keine Chance O-) )

Ciao da Silvio.

PS: es handelt sich um ein lancia Y 1.2-60PS, und nicht um ein Alfa 8-(

Timm
03.04.2002, 20:09
Also bei einem Auto wie meinem Serie 4 stimmt diese Legende bestimmt. Wenn ich viel in der Stadt unterwegs war und dann auf eine Landstraße biege, um das Donnerrohr richtig durchzulüften, dann kann ich am Ende der Tour sehen, wie kleine Rußpartikel sich auf meinem hinteren Stoßfänger breit machen. Wenn ich gleich Landstraße fahre und - im warmgefahrenen Zustand - es richtig krachen lasse, habe ich das nicht.
Er klingt auch viel besser, wenn ich ihn nicht im Stadtverkehr bewege. Kurzstrecken unter 7 km werden eh vermieden.

Peter
03.04.2002, 20:15
Die modernen Öle haben sicher viel dazu beigetragen, dass sich die Bildung von Rückständen im Motor im Rahmen hält. Dennoch gönne ich z.B. meinem 156, den ich viel auf Kurzstrecken bewege, gerne auch mal ein reinigendes "Bad";) unter Vollast !
Gruss
Peter

arnoldyn
03.04.2002, 23:10
ich hab mir heute das gleiche gedacht:
meine Bella braucht definitiv ein-zwei Tage "Drehzahl" damit sie zur Höchstform aufläuft. Nicht so sehr die Endgeschwindigkeit, ich meine eher so Elastizität...

Wobei: bei mir tuts auch in der Stadt hochtourig fahren.

fabi
04.04.2002, 00:18
Es geht nicht um rückstände im öl, sondern um die Brennräume/VEntile. Die setzen sich bei kurzstrecken ziemlich zu. Deshalb ist so eine VOllgasorgie nicht schlecht, wobei man aber das ganze langsam steigern sollte, also nicht gleich volle lotte, sondern erst nach ner stunde oder oder so richtung topspeed düsen.

Aber das sollte man auch jeden Tag machen. Man ist gleich vieeeel entspanter, wennn man täglich volle Lotte fährt!

Peter
04.04.2002, 08:33
Sicher. Ein gutes Öl trägt dazu bei ,die Rückstandsbildung in den Brennräumen /an den Ventilen so gering wie möglich zu halten.
Bei sehr häufigen (manchmal halt unvermeidbaren)Kurzstreckenfahrten, kann man auch zu (Benzin!)-Additiven von Liqui Moly, Wynns etc. greifen, die eine zusätzliche Reinigungsfunktion bewirken und einige tausend Kilometer vorhalten.
Gruss
Peter

AxelBerlin
04.04.2002, 15:28
Den Effekt des zugeknöpftseins habe ich bei meinem Trubo ganz ungemein. Auch hörte ich von mehreren Turbofahrern, daß ihnen es auch so ergeht. Die V6TB brauchten wohl mal immer eine zwei bis drei stündige Volllastfahrt zum Auftauen. Also, dann mal raus mit den Knochen....


Axel