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Vollständige Version anzeigen : ALFA 147 1,9 JTD Test im Stern


Pinin
11.03.2002, 20:18
Für die Dieselfreunde hier im Forum:

http://www.stern.de/sport-motor/auto/probefahrt/9114_47283.html

Nageln für Fortgeschrittene
Ein Alfa 147 mit Dieselmotor? Niemals! Selbst Schuld. Die Verschmelzung des 1,9-Liter starken Selbstzünders mit dem rassigen Italiener ist eine echte Liebesheirat.

Getarnter Viertürer
Vor allem sportliche Lenkradartisten stehen auf kompakte Zweitürer. Da hat man dann zwar noch kein Coupé, aber immerhin nur zwei Türen. Trotzdem bietet Alfa den 147 auch mutig als Viertürer an. Um die sportverwöhnte Fangemeinde nicht allzu sehr zu verschrecken, sind die hinteren Einstiegsluken, dank versteckter Türgriffe, wenigstens recht unauffällig. Vor dem grazilen Schwung auf die Rückbank hat Alfa also erst die Suche nach dem passenden Türöffner gesetzt. Der verbirgt sich in der dicken C-Säule. Das ist zwar mehr als schick, aber eben auch gewöhnungsbedürftig.

Wuchtige Motorhaube

"Herzförmig" nennt Alfa den Kühlergrill, der die Front des 147 ziert. Nun sollte man sich über die genaue Definition einer "Herzform" nochmal mit den Alfa-Designern unterhalten, schick ist das Teil aber zweifelsohne. Zusammen mit der spitz zulaufenden, wuchtigen Motorhaube, den originellen Scheinwerfern und der betont hohen Seitenlinie macht der kompakte Italiener eine überzeugende Figur.

Schicker Innenraum

Richtig langweilig wird es aber auch nach dem Einsteigen nicht. In Empfang genommen wird der geneigte Alfisti von wohlgeformten Sitzen, deren Bezüge sich aber nicht ganz so plüschig anfühlen müssten. Ansonsten, ein Top-Gestühl: Seitenführung, Auflagefläche, Verstellmöglichkeiten - alles bestens. Nicht minder sehens- und erfühlenswert präsentiert sich der restliche Innenraum. Neben den schicken, silberunterlegten Bedienelementen der Mittelkonsole sind es vor allem die Instrumente, die das Alfa-Herz höher schlagen lassen. Tacho, Drehzahlmesser und die Multifunktionsanzeigen sind separat in Röhren untergebracht, die nur vom Fahrer einzusehen sind. Lästige Lichtreflexe gehören so der Vergangenheit an. Ebenso wie wild kreischende Beifahrer, die beim Blick auf den Tacho zur sofortigen Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung mahnen.

Fummeliger Schalter

Ergonomisch muss sich der Alfa bis auf einen Ausnahme nicht verstecken: die Schalter für die Sitzheizung sind irgendwo an der linken bzw. rechten Seite der Sitze angebracht. Um sich den Hintern zu heizen muss man sich so erst am Gurt vorbeifingern, der idealerweise genau über dem kleinen Schalter verläuft. Tadellos dagegen, das nach innen gewölbte Multifunktionslenkrad.

Power aus dem Drehzahlkeller
Genug der Eindrücke, so ein Alfa braucht Auslauf. Nach kurzem Vorglühen erwacht der 1,9-Liter starke Common-Rail-Turbodiesel zart nagelnd zum Leben. All der Unmut, über den eigentlich nicht zu einem Alfa passenden Sound sind wie weggeblasen, sobald das Triebwerk seine 115 PS in Richtung Vorderräder schickt. Bereits ab 2000 Umdrehungen pro Minute steht das komplette Leistungsband von 275 Newtonmetern zur Verfügung. Will heißen, der 147 powert sich hemmungslos aus dem Drehzahlkeller. Egal ob Stadtverkehr oder Autobahn-Feuerwerk, dieser Motor passt perfekt zum sportlich ausgerichteten 147-Fahrwerk. Auch ohne den elektronischen Schleuderverhinderer ESP ist es kein Problem, mit dem Alfa durch Kurven zu wedeln. Im Fall der Fälle schiebt der feurige Italiener gutmütig über die Vorderräder und ist dank der direkten Servolenkung locker zu stabilisieren.

Diesel mit Durst

Klar, dass so viel Sportlichkeit nicht ohne Folgen bleibt. Der 1,9 JTD ist zwar kein Säufer, aber in Selbstzünder-Kreisen eben auch kein Kind von Traurigkeit. 6,5 Liter genehmigte sich die Maschine im gemischten Testbetrieb. All zu häufig wird man also nicht beim heimischen Tankwart vorbeischauen müssen.

Klappern gehört zum Geschäft
Schade nur, dass sich unser Testwagen vor allem auf holprigen Pisten nicht von der ruhigsten Sorte zeigte. Längs- und Querrillen steckte das Fahrzeug zwar locker weg, der Innenraum quittierte die Schüttellei allerdings mit nervigen Klapper- und Rasselgeräuschen.

Tja, wer hat keine Probleme:
http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/default.asp?tpl=faz/content.asp&rub={2A936BB1-8BB4-4BBA-8134-C9AD285C8C81}&doc={F8BCEFFF-38B3-4FE2-81C8-EC88C899F48F}


Fazit von Jochen Knecht
Vernunft trifft Emotionen - so lässt sich die Paarung Alfa 147 und Dieselmotor am besten umschreiben. Wer dem Charme des kompakten Alfa erliegt und dabei dennoch etwas für Umwelt und Geldbeutel tun will, kommt am 1,9-Liter JTD nicht vorbei. Zumal der Alfa so eine echte Alternative zu Golf und Astra darstellt.

AUTOR: Jochen Knecht

markus54
12.03.2002, 10:49
Tja, wer hat keine Probleme: http://www.faz.net/IN/INtemplates/f...8-EC88C899F48F}
Artikel "Deutsche Autos - schlechter als ihr Ruf" aus FAZ-Sonntagszeitung vom 10. März 2002:

"Die Fahrer deutscher Marken seien allerdings auch weniger tolerant als die anderer Fabrikate, denn: Deutsche Autos kauft man mit dem Herzen, nicht mit dem Kopf".

:-{ Nanu, seit wann denn das. Das hat man doch bisher eher uns Alfisti zugeschrieben. In dem Satz ist dem Schreiberling wohl ein kleiner Dreher unterlaufen ;) .

!hello!
Markus

Visconti
12.03.2002, 11:07
Original geschrieben von Pinin
Zumal der Alfa so eine echte Alternative zu Golf und Astra darstellt.

...dieses Fazit disqualifiziert den gesamten Text!