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Vollständige Version anzeigen : Zylinderkopfdichtung


cocktailyogi
11.05.2005, 15:19
Hallo,

ich habe für meine 115er Spider 2.0i (Einspritzer) BJ. 89
eine neue Kopfdichtung von Reinz erhalten.

Kann mir jemand die korrekten Anzugsdrehmomente dafür sagen? In der Suche habe ich dazu zuviel wirres Zeugs gefunden. Scheinbar sind diese Dichtungen ja anders, als die Originalen.

Dann liegen da noch vier O-Ringe bei. Laut Suche sind diese für die Ölkanäle. Werden die einfach so reingelegt, wenn der Kopf montiert wird? Oder sollte man sich lieber diese Passhülsen besorgen?

Gruß,
Yogi

markusw
11.05.2005, 15:35
ich habe für meine 115er Spider 2.0i (Einspritzer) BJ. 89
eine neue Kopfdichtung von Reinz erhalten.
Gute Wahl ;)

Kann mir jemand die korrekten Anzugsdrehmomente dafür sagen? In der Suche habe ich dazu zuviel wirres Zeugs gefunden. Scheinbar sind diese Dichtungen ja anders, als die Originalen.
Inwiefern anders?
Wirres Zeug? Es gibt eine Vorgabe von Alfa. Anziehen mit ca. 75 Nm, nach 1000 Km nachziehen mit ca. 83 Nm.
Die Anzugswerte habe ich jetzt nicht genau parat, muss ich raussuchen. Jedenfalls wird von innen nach außen über Kreuz festgezogen (so wie man löst)


Dann liegen da noch vier O-Ringe bei. Laut Suche sind diese für die Ölkanäle. Werden die einfach so reingelegt, wenn der Kopf montiert wird? Oder sollte man sich lieber diese Passhülsen besorgen?

IMHO hat dein Motor bereits diese Passhülsen. Wenn der Kopf ab ist, erklärt sich die Position der O-Ringe von allein. Statt der beigelegten kann man auch sog. Viton O-Ringe benutzen. Die gibt es z.B. bei Servizio Alfisti auch einzeln.

Ist der Kopf schon ab?

ar-bertone
11.05.2005, 16:37
Wieso 4 O-Ringe? Nach meiner Erinnerung gehen 6 Ölsteigleitungen in den Kopf.
Also braucht man 6 O-Ringe und zwar unabhängig von Passhülsen. Die Passhülsen bei den Spider 4 hat man eingeführt, weil manchmal O-Ringe in die Ölleitung gesogen wurden.
Gruß
Udo

markusw
11.05.2005, 17:29
So, hier kommen noch die Anzugsmomente:

74 - 82 Nm

nach 1000 Km 82 - 88 Nm

Das sind die Angaben aus der Rep.-Anleitung.

cocktailyogi
12.05.2005, 11:58
Hallo,

danke für die zahlreichen Infos.

Laut Suchfunktion sagen einige, dass das nachziehen der Zylinderkopfschrauben bei modernen Kopfdichtungen überflüssig sei. Sie ziehen die Schrauben dann mit einem anderen Drehmoment an.

Ich wollte mich nun mal informieren, was für meine Dichtung angesagt ist.

Gruß,
Yogi

markusw
12.05.2005, 12:54
Hallo Yogi,

ich denke, wenn die Informationen aus zuverlässiger Quelle stammen, kann man beide Methoden anwenden. Habe selbst noch keine Erfahrung mit einmal festziehen.

scuderia vingst
13.05.2005, 20:26
ACHTUNG!!!! #-) #-) #-) #-)

Die Reinz Koppfdichtungen mit dem Max.-Wert anzioehen und NICHT nachziehen!

Darüber gab es bei Alfa sogar eine Werkstatt Mitteilung.

Die Reinz sind aus einem "wasweisichspezialmaterial", die alten waren aus "Pappe" und diese sackten bei Wärme zusammen so das man diese nach 1000km nachziehen sollte.

Wenn die Kopf-Stehbolzen schlecht sind, konnen die beim nachziehen einer Reinz abreißen!!!

Gruß Markus ;-)

cocktailyogi
14.05.2005, 11:52
Na Du machst mir ja Mut...

Sowas will ich gar nicht hören... !hehe!

Marc1750
14.05.2005, 15:49
Servuis!

ACHTUNG!!!! #-) #-) #-) #-)

Die Reinz Koppfdichtungen mit dem Max.-Wert anzioehen und NICHT nachziehen!

Darüber gab es bei Alfa sogar eine Werkstatt Mitteilung.

Die Reinz sind aus einem "wasweisichspezialmaterial", die alten waren aus "Pappe" und diese sackten bei Wärme zusammen so das man diese nach 1000km nachziehen sollte.

Wenn die Kopf-Stehbolzen schlecht sind, konnen die beim nachziehen einer Reinz abreißen!!!

Gruß Markus ;-)

Wenn die Stehbolzen die vorgeschriebenen Anzugsmomente (ob regulär in Stufen oder nach der "Reintz-Methode") nicht aushalten dann haben sie auch ihre Daseinsberechtigung verwirkt. Beim Nachziehen wird immer mit Drehmoment und nicht mit Winkelgraden gearbeitet, also ist es den Stehbolzen egal ob er beim ersten oder dritten Anziehen abreisst...
Macht doch den Leuten nicht unnötig Angst. Wenn Reintz selbst das so vorschreibt (also fundierte Begründung aus 1. Hand) kann man das auch so machen, ansonsten immer die Standardmethode verwenden.

Grüße Marc

GelberBengel
10.05.2006, 21:42
Hallo,

Ich wollte keinen neuen Thread aufmachen, denn es passt zum Thema.

mein 2l Motor stand längere Zeit, d.h. 2-3 Jahre, teilüberholt rum. Ich bin einfach zu nichts gekommen. Nun gut es wieder voran und ich musste feststellen, dass damals in der Werkstatt der Zylinderkopf samt Reintz Dichtung nicht festgeschraubt, sondern nur draufgelegt wurde.

So oxidierte das Ding bis auf ein gelegentliches Durchdrehen der beweglichen Teile vor sich hin.

Ein Freund meinte nun die Dichtung ist vermutlich hin, da sie ungleichmäßig belastet wurde. Was ist davon zu halten?
Macht es nicht auf jeden Fall Sinn das ganze erstmal zu testen und erst wenns wirklich nicht dicht wird das ganze auszutauschen?

Danke im Vorraus,

Florian

christian_fleer
11.05.2006, 07:39
Macht es nicht auf jeden Fall Sinn das ganze erstmal zu testen und erst wenns wirklich nicht dicht wird das ganze auszutauschen?


Macht es bei einem Preis von Euro 40.- für eine neue Reinz (mit neuen Ringen) nicht eher Sinn, das ganze Gedöns (also die ZKD und die sechs Ringe) sofort zu tauschen? !hehe!

GelberBengel
11.05.2006, 17:17
Diese Frage stelle ich mir ja auch schon die ganze Zeit!gruebel!

Ich wollte eher wissen, ob eine ZK Dichtung durch das relativ geringe Eigengewicht des Zylinderkopfs überhaupt beeinträchtigt wird???
Ausserdem lag ja der Kopf auch nicht irgendwie hochkannt drauf oder ein Nagelbrett dazwischen, sondern er lag eben und da wo er hingehört. Nur halt nicht festgezogen ...

christian_fleer
11.05.2006, 19:36
Naja, aber doch gerade weil das Ausprobieren, ob die Dichtung gelitten hat, mit viel Heckmeck (Montage des Kopfes, des ganzen Geschläuchs etc.) verbunden ist, wird's noch niemand ausprobiert haben. ;)
Und selbst wenn: Wer kann dann versichern, daß dessen Ergebnis auf Deine Dichtung mit ihrem speziellen Zustand übertragbar ist resp. ob Deine Dichtung genauso dicht sein wird wie seine?
Ich würde mir das ganze Hoffen und Bangen und die Arbeit nicht geben wollen.
Ich würde nicht mal eine ZKD verbauen, die jahrelang ohne Belastung ungeschützt im Regal gelegen hat.
Es ist halt recht frustrierend, wenn man die ganze Kiste fahrbereit wieder beisammen hat, und dann, nach einigen Kilometern, geht die Dichtung durch und man muß sich wieder mit dem Motor befassen...

Ich habe aber auch einige Jahre und einige schlechte Erfahrungen gebraucht, bis ich zu dieser Ansicht gekommen bin... 8)