Vollständige Version anzeigen : Wasserpumpe 33er 1.7 105 PS
33erChris
01.04.2005, 21:16
Hallo Leute.
Bei meinem Sohn seinem 33er hat es plötzlich binnen ein paar Tagen fürchterlich zu regnen begonnen im Motorraum.
Er erklärt mir dass es die Wasserpumpe ist dass es da bei der Achs rauskommt. Ich zum Händler Wasserpumpe kaufen und nach Hause nehmen.
Irrigerweise hab ich die Pumpe im gedächtnis mit der Hydraulikpumpe verwechselt, und ihm erklärt dass es nur 20 Minuten dauern wird, da ich eben die Pumpe da oben vermutete und das wäre normalerweise (wie bei 123 er Benz) oder so ein Klacks.
Nun stehe ich da, bekomme die untere schraube des Abdeckblechs von der Riemenabdeckung nicht auf wo ich die Pumpe nun lokalisiert habe, da in diesem Sackloch die innen liegende Mutter sich durchdreht (aber das kriege ich schon irgendwie, vielleicht ist das nicht die originalbeschraubung, denn so was blödes hab ich noch nie gesehen) aber meine schlimmste Befürchtung ist dass das nun eine Wahnsinnshacke wird wegen dem blöden Zahnriemen der ja im weg ist.
Also meine Frage. Muss ich den Zahnriemen abmachen, oder gibt es irgendeinen Hebammengriff wie man die Pumpe dann da durch bekommt.
Falls Riemen abmachen müssen (Grill und Kühler sind schon raus (Kühlerhalteschraube oben musste abgeflext werden), reciht es dass ich den Gang reinmache, die Handbremse anziehe und an der rechten Seite (Ventilseite) am Gehäuse und der Scheibe eine Markierung mache wo die stehen muss um den Riemen wieder raufzumachen.
Obder eben wie gefragt ob es einen Trick gibt.
Dass die Pumpe schwer rausgeht habe ich im forum schon gelesen, aber das kriege ich schon irgendwie.
Bitte um dringende Antworten, da mein Sohn das Vehikel benötigt, und ich nur das Wochenende Zeit habe um es zu machen.
Bitte, Bitte Bitte um Hilfe.
Chris
Hallo Chris,
also wenn die Zahnriemenabeckung schon weg ist, dann kann man den ja auch ruhig abmachen (ist ja nur eine Schraube für den Riemenspanner). Motor sauber auf OT stellen (so daß die Markierung der Nockenwellen oben stehen) und runter mit dem linken Riemen.
Die Abdeckung hat übrigens den Teufel gesehn, da sitzt eine Mutter im Kunststoff, die sich irgendwann mitdreht... da hilft nur Gewalt und dann eine neue Abdeckung.
Allerdings kann es gut sein, daß die Pumpe (wenn die 4 Schrauben auf sind) sehr sehr fest sitzt... da helfen dann kein Trick und gute Worte sondern nur Geduld, Geduld, Geduld... ich habe mal 5 Stunden gebraucht, um sie dann in Einzelteilen rauszuschälen... :,(
Ich will Dir nicht Angst machen, nur schon mal drauf vorbereiten, was sein kann und dann ist der Zahnriemen wirklich das kleinste Problem.
Grüße
Michael
Da muss der Meister doch mal ran.
Die Zahnriemenabdeckung versuchen etwas während des Schraubendrehen nach vorne zu drücken, dann geht die Metallbüchse meistens aus dem Kunststoff.
Nach Reparatur Abdeckung wieder draufdrücken.
Doch Crash- neu wie Michi schrieb.
Zahnriemen runter: richtig, Nockenwellen Markierung nach oben stellen, kleinen
Gummi in der Metallverkleidung entfernen, auch auf der Rückseite des Nockenwellenrades ist ein Ausschnitt der im Loch sichtbar ist.
Hinter dem Zündverteiler befindet sich ein ca 3 cm grosses Loch durch das man auf die Schwungscheibe sehen kann, dort sollte sich im OT ein "T" befinden.
Kurbelwelle dort hin deckend mit dem angegossenen " Pfeil " stellen, Riemenspanner mutter lösen, Riemenspannerrolle nach oben ziehen, Mutter festmachen.
Riemen abnehmen. Beten, dass die Wapu durch Hammerschläge auf das Montiereisen, das man abwechselnd mal oben, mal unten, hinter den Flansch des Wapu Rades stetzt, ne Fliege macht. Und schön Rostlöser in den entstehenden Spalt laufen lassen.
Wenn der Riemen wieder aufgesetzt ist, Riemen richtig spannen, in dem die Kurbelwelle um 90 Grad weiter in Drehrichtung gedreht wird, bis auf der Schwungscheibe ein eingeschlagenes Dreieck zu sehen ist. In dieser Stellung drückt kein Nocken der Nockenwelle auf einen Stösselbecher.
Nun die Riemenspannermutter nur lösen und dann Festziehen- fertig.
Aber Achtung!!!! das eben geschriebene gilt für die rechte Seite!!!
Um den Linken Zahnriemen zu spannen, ist es nötig die Kurbelwelle eine ganze Umrdehung weiter zu drehen, also 90 Grad + 360 Grad !
Viel Spass........
Gruüsse von der Front
Dieter
33erChris
01.04.2005, 23:12
Recht herzlichen dank Dieter für deine wirklich Ausführliche Anleitung.
Hört sich beim lesen zwar alles etwas schlimm an, aber ich denke wenn man vor der Mühle dann steht und die beschriebenen Teile sieht, wird alles klarer.
Der einzige Punkt eventuell vorab, das mit dem Spanner. Wenn du sagst nach dem vorspannen des Riemens den Spanner nur lösen, und dann wieder festziehen, heisst dass dass er dadurch mit Federkraft (die ich beim wegdrücken vorher überwunden habe um ihn in dieser Position zu halten) auf den Riemen liegt, und ich ihn in dieser Position (die er sich selber sucht dadurch) nur noch festmachen muss.
Da ich schon alles vorne demontiert habe mag ich nicht mehr starten, und drum die Frage ob du auswendig weisst in welche Richtung von vorne aufs Auto gesehen sich die Riemenscheiben drehen.
Aber ich denke ich brauche ihn nur mit dem Gang drin ein bischen bewegen versuchen, und dann sehe ich dass auch.
Also bleibt nur die Frage ob ich das mit dem Spanner richtig verstanden habe.
Grüße aus deinem Nachbarland nach Bayern
Christian
Perfekt interpretiert,
Jeder Motor ( ausser dem alten Ford V4 ) DREHT VON VORN GESEHEN RECHTS RUM.
Bin in der Heia.
Ciao und viel Glück morgen/ heute.
33erChris
04.04.2005, 20:51
Hallo Leute.
Danke für eure Tips, dadurch habe ich mich in der Lage gesehen das Thema anzupacken.
Speziell durch die anleitung vom Dieter habe ich mich getraut den Riemen abzunehmen, da ich eine Chance sah das wieder hinzubringen.
Habe mir vorher die markierung an der Nockenwellenscheibe angesehen welche im Loch oben sichtbar wird (sind zwei nebeneinander in kleinem Abstand) wenn die Schwungscheibe im Loch obe den herausragneden kleinen Bolzen zeigt.
Das habe ich dann an der Nochenwellenscheibe markiert und auch am Blech um es falls ich das mit dem hin und Herdrehen um soundsoviel Grad nicht auf die reihe bringe zumindest wieder so zusammensetze.
Die Pumpe ging nach ca. 1,5 Stunden mit Montiereisen auf die Befestigungsplatte der Riemenscheibe der Pumpe raufhauen raus. immer bischen hier und bischen da, nur nicht zu fest um sie nicht zu verkeilen. fest MOS Spray rein und weiter.
10tel Millimeter für 10tel Millimeter kam sie raus.
Dann schön reinigen und Front mit Tischlerstemmeisen abgekrazt und innen ausgeschmirgelt.
Neue Pumpe mit Dichtung rein.
Dann habe ich versucht das wieder so hinzubekommen wie es meine markierungen zeigten. Es ging sehr gut (auch wenn ich die Nockenwellenscheibe gegen die Federn der Stößel etwas halten musste um den Riemen in der Richtigen Position draufzubekommen. Der Riemen gegenüber der Spannrolle war so stramm wie vorher, und darum habe ich ein gutes gefühl gehabt.
Jedoch den Federdruck den die Rolle beim Lösen auf den Riemen oben ausüben wollte war mir ehrlich gesagt zu wenig. Das war sehr locker. Ich habe daher mit den Fingern etwas nachgeholfen. Jetzt sitzt der Riemen etwas straffer oben.
Selbst mein Nachbar der mal Mechaniker gelernt hat (bevor er Zöllner wurde) sagte mir schon beim Zerlegen dass der Riemen sehr locker sitzt, aber er erklärt auch immer dass er sich da nicht mehr auskennt und sowas nie mehr selber machen würde. Was soll ich denn da sagen als gelernter Elektroniker.
Also dann habe ich ohne Kerzen die Maschine gedreht um festzustellen ob was hakt, und ob meine Markierungen wieder alle übereinstimmen. Passt, und also Maschine angeworfen nach dem zusammenbau der Kühlung.
MASCHINE LÄUFT EINWANDFREI
DANKE DANKE DANKE
Ohne euch wie gesagt hätte ich mich nicht an das Thema gewagt, weil ich die Hilfsmittel wie OT und die Markierung an der Nochenwellenscheibe nicht gekannt hätte.
Nun aber die endgültige Frage, ob das spannen des Riemenspanners ein Problem darstellt, denn der Riemen war vorher bei den Spannern total locker. Selbst einem Laien wie mir kam das spanisch vor.
Aber es gibt natürlich DInge die ich nicht wissen kann, denn umsonst lernt man auch nicht Jahrelang Mechaniker.
Also kann ich das ungefähr so lassen, oder soll der Riemen eher locker sein.
Der Riemen selber sieht sehr gut aus, da wir keine Info haben wenn der gewechselt wurde, aber wir haben den Wagen erst seit 3000 Kilometern.
Also bitte Stellungnahme zur Riemenspannung.
Chris
das stimmt schon, dass es den anschein erweckt, als würde der spanner nicht genügend ausrücken.
1. die kontaktfläche von spanner zum block muss ordentlich sauber sein (damit da kein rost den spanner bremst, wenn die schraube nicht ganz geöffnet ist)
2. ich hab immer (sobald der riemen in der richtigen rille sitzt) mit losem spanner das jeweilige nockenwellenrad so gedreht, das die die gegenüberliegende seite (die ohne Spanner) des Riemens stramm ist ...und erst dann den Spanner festgedreht.
normal sollte die Spannung dann stimmen.
das ganze gilt natürlich für Spannrollen, die noch was taugen :+)
(ich hab allerdings auch schonmal aus den gleichen Motiven, wie du ...mit leichtem Fingerdruck beim Spannen nachgeholfen und mir das so gedrückt, wie ich es für richtig hielt ---- hat auch alles gehalten)
das Risiko bei zuviel Spnnung ist weniger das Reissen des Riemens als der daraus resultierende Verschleiss an den Beteiligten Lagern.
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