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Vollständige Version anzeigen : Crosswagon Q4 Outing....


urbanista
27.09.2004, 08:39
Hallo,
mich würde mal interessieren wie die Stimmung hier zum Alfa Crosswagon ist, die Beiträge unter "Suche" waren ja eher negativ allerdings auch schon etwas älter.
Wie siehts denn jetzt aus, wo der Wagen ja kurz vor der Markteinführung steht (ich glaube Mitte Oktober ?), gibt es Leute die den eventuell bestellen würden bzw. sich dann doch mit einer Alfa "Allroad" Variante anfreunden könnten ?
Ich oute mich mal und geb zu das ich den Wagen richtig scharf finde :-p
ciao

HaPe_inFirma
27.09.2004, 09:16
Hallo,
mich würde mal interessieren wie die Stimmung hier zum Alfa Crosswagon ist, die Beiträge unter "Suche" waren ja eher negativ allerdings auch schon etwas älter.
Wie siehts denn jetzt aus, wo der Wagen ja kurz vor der Markteinführung steht (ich glaube Mitte Oktober ?), gibt es Leute die den eventuell bestellen würden bzw. sich dann doch mit einer Alfa "Allroad" Variante anfreunden könnten ?
Ich oute mich mal und geb zu das ich den Wagen richtig scharf finde :-p
ciao

Markteinführung ist in D der 18.11.

fabi
27.09.2004, 09:46
Ich finde ihn eigentlich ganz nett - auch wenn man sowas in Berlino garantiert nie braucht. Wenn ich mal meine Finke auf Mallorca gekauft habe, stell ich mir dort nen X-Wagon in die Garage...

stu
27.09.2004, 21:13
wenn ich so ein auto bräuchte, würde ich mir nen panda 4x4 kaufen oder auf den kamal warten 8)

timovic
27.09.2004, 22:07
Da solls doch auch ne nicht höhergelegte und nicht verplastikte Verion von geben, oder?

spiderthomas
28.09.2004, 08:33
Crosswagon? !wuerg!
Höhergelegte Trecker verdienen eher den Namen "John Deere"
In einem satten Grasgrün... :-D

Banditengruss A-thomas:-?

...und nicht das sich hier wieder jemand beschwert, das er in dieser Missgeburt nicht gegrüßt wird... :,(

urbanista
28.09.2004, 10:32
Crosswagon? !wuerg!....
und nicht das sich hier wieder jemand beschwert, das er in dieser Missgeburt nicht gegrüßt wird..... ... [/SIZE]


...oh, doch so tolerant
macht nix, werd von genug netten Menschen gegrüßt und grüße ebenso nett zurück ganz unabhängig vom Auto :)

daniel156
28.09.2004, 10:57
...oh, doch so tolerant


Tja, du hattest nach der Stimmung gefragt. Ich finde den Crosswagon auch in etwa so ansprechend wie ein Spider mit MJet oder eine MagenDarmverstimmung.

urbanista
28.09.2004, 11:00
noch mal zum Thema,

jetzt wirds Ernst :o
Das Finanzielle, Wertverlust > Tausch GT wäre abgeklärt und es läuft tatsächlich darauf hinaus das demnächst statt dem schnittigen GT ein 156SW oder Crosswagon vor der Tür steht.
Ich muss ehrlich sagen, daß ich hin und hergerissen bin für welches Modell die Entscheidung fällt???
Hier scheinen ja nicht allzuviele den Crosswagon zu mögen (Abneigung schon eher), aber mir gefällt diese massive Optik super gut und die "leichten" Geländeeigenschaften mit Allrad würden mir gelegentlich auch entgegenkommen. Allerdings brauch ich wiederum nicht zwingend einen Geländewagen, ein "nicht" Tiefergelegter 156SW würde auch reichen.
Hm....schwierige Sache, sehr gut ausgestatteter 156SW (eventuell mit V6) oder den brachialeren Crosswagon mit Kultfaktor (und noch individueller) ???
was meint ihr...
ciao

daniel156
28.09.2004, 11:12
...brachialeren Crosswagon mit Kultfaktor

Sicher soviel Kultfaktor wie der GT. Nämlich keinen.
Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie muß ich mal ein wenig lästern.

Im Ernst, da du die Stimmung vom Crosswagon schon kennst, dann kauf' ihn, wenn er dir gefällt. Schliesslich muß niemand sonst damit herumfahren.
Ich könnte den Crosswagon garnicht kaufen, weil ich erstens dafür kein Geld habe und zweitens ein Diesel implantiert ist. Aber eine weitere Diesel/Benzinerdiskussion will ich nicht anfangen. ;)

HaPe_inFirma
28.09.2004, 12:03
Na wenn das so ist, dann muß ich hier mal eine Lanze brechen für den Crosswagon.

Sicher widerspricht der Crosswagon im ersten Moment dem Grundgedanken, der hinter dem Alfa Sportwagon steckt, ein Lifestyle-Auto, welches nicht unbedingt als Kombi verstanden werden will, sondern einfach ein schön designtes Auto mit etwas flexibilität wenn erforderlich....

.....doch genauer betrachtet ist der Crosswagon für mich nun eine logische Weiterentwicklung bzw. ein Ableger vom Sportwagon, welcher einfach als Nischenmodell betrachtet werden will. Gedacht für diejenigen, welche dieses tolle Auto mit einer noch extravaganteren Optik, passend zum möglichen Einsatzzweck, und mit noch dynamischeren Fahreigenschaften kombinieren wollen. Modernste Allradtechnik mit einer Antriebsverteilung von bis zu 70% auf die Hinterräder + 6,5 cm mehr Bodenfreiheit hört sich doch sehr vielversprechend an. In solchen Gegenden wie bei uns, entlang der Alpen, wo man über ein 1/2 Jahr mit Winterreifen unterwegs ist und einige ihr Wohnhaus auf über 1.000 Höhenmeter haben macht so ein Fahrzeug auch durchaus Sinn und bevor Kunden mit solchen (berechtigten) Ansprüchen bei fremden Herstellern "wildern", ist es doch toll, daß wir auch bei Alfa was entsprechendes anbieten können. Das ist einfach der Trend der Zeit. Und wem die Allroad-Optik absolut nicht gefällt kann ja wahlweise gerne den "normalen" Sportwagon als Q4 bestellen - also für jeden was dabei.

Mille Miglia
28.09.2004, 12:40
Es ist vielleicht nicht jedermanns Sache, wenn so ein hochbeiniger SW daherkommt. Aber jedermann soll den Wagen ja auch nicht kaufen. Wem die Optik nicht gefällt, aber im Alltag ab und zu mal Allrad braucht, für den gibt es ja den normalen Q4.

Es ist nun mal im Trend (siehe Audi Allroad oder Volvo X-irgendwas) also freue ich mich, wenn Alfa auch solche Nischenmodelle im Angebot hat.

Ich komme gerade aus Italien, da sieht man logischerweise jede Menge SW's, sehr viele davon Diesel. 6-Zylinder sieht man fast gar nicht.

Nur von Kunden, die aus Tradition Diesel, Allrad und sonstige Dinge ablehnen, kann Alfa Romeo schließlich nicht überleben, also seht die Sache nicht ganz so ablehnend.

33-146
28.09.2004, 12:43
Hi,


Ich muss ehrlich sagen, daß ich hin und hergerissen bin für welches Modell die Entscheidung fällt???
Hier scheinen ja nicht allzuviele den Crosswagon zu mögen (Abneigung schon eher), ...

Kaufst Du ein Auto, weil es Dir gefällt oder muss es unbedingt allen anderen gefallen?
Ich persönlich empfinde dieses Ding als eine Vergewaltigung des ganz netten Erscheinungsbildes des 156er SW.
Aber schließlich soll sich jeder kaufen, was er will - Hauptsache keine asiatischen Autos, denn arbeitslose Europäer haben wir wahrlich genug...

Grütze
von
Thomi

Sassan
28.09.2004, 13:39
Hi,
Kaufst Du ein Auto, weil es Dir gefällt oder muss es unbedingt allen anderen gefallen?
Ich persönlich empfinde dieses Ding als eine Vergewaltigung des ganz netten Erscheinungsbildes des 156er SW.
Aber schließlich soll sich jeder kaufen, was er will - Hauptsache keine asiatischen Autos, denn arbeitslose Europäer haben wir wahrlich genug...

Grütze
von
Thomi

Arbeitslose Europäer durch aisatische Autos? Die Hälfte zumindest der Japaner wird doch inzwischen hier entwickelt und schon viel länger auch hier gebaut.

Zum Crosswagon...hmmh...würde so einen Gelände-Kombi (ob nun Alfa, Volvo oder Audi) nur fahren, wenn ich die Geländetauglichkeit wirklich brauche. Wenn ich "nur" nen verschneiten Berg hoch will würde ich nen normalen Q4 nehmen.

bye
sassan

urbanista
28.09.2004, 13:45
@Thomi
da hast du natürlich recht, es ist in der tat egal wie andere Leute den Wagen finden und so viel Selbstbewußtsein hab ich auch das ich drüber steh.
Wenn ich an meine Fiat Regata, 131er Supermirafiori in orange oder sonstiges denke, was ich meiner Umgebung schon zugemutet habe dann passts schon ;D

Mir gings auch eher darum, "warum" ich den SW oder den Crosswagon "besser" nehm, also mehr was wirklich für oder gegen das eine oder andere spricht...hm, aber bei der Ablehnung hier entscheide ich das tatsächlich besser alleine... !rolleyes2
trotzdem danke...
ciao

dinosaur
28.09.2004, 13:48
Hi,



Kaufst Du ein Auto, weil es Dir gefällt oder muss es unbedingt allen anderen gefallen?
Ich persönlich empfinde dieses Ding als eine Vergewaltigung des ganz netten Erscheinungsbildes des 156er SW.
Aber schließlich soll sich jeder kaufen, was er will - Hauptsache keine asiatischen Autos, denn arbeitslose Europäer haben wir wahrlich genug...

Grütze
von
Thomi

Erinnert mich an die 80er -

M ein
A uto
Z erstört
D eutsche
A rbeitsplätze

Für nen "SUV" find ich den Crosswagon gelungen (z.B. im Gegensatz zum Volvo) aber so richtig vom Hocker hauen tut er mich nicht. Da doch lieben nen Spochtwagon mit ordentlichem Benziner...

Dino
Silber

dinosaur
28.09.2004, 13:51
ups...gelöscht

33-146
28.09.2004, 13:55
Hi,

Arbeitslose Europäer durch aisatische Autos? Die Hälfte zumindest der Japaner wird doch inzwischen hier entwickelt und schon viel länger auch hier gebaut.


Es gibt ein paar Typen, die hier montiert werden.
Das sind dann die "Werbe-Alibi"-Autos - die gegen's schlechte Gewissen der Käufer...
Die weitaus meisten Teile dafür kommen weiterhin aus Asien.
Wozu werden sonst von den Automobilherstellern aus Fernost immer mehr Containerstellplätze und Auto-Frachtfähren gechartert?
Genauso die Wertschöpfung - die geschieht im fernen Osten.

Und richtig ärgerlich wird es, wenn dann VW oder OPEL irgendwann in China gebaute Fahrzeuge hier in Europa als "einheimische" Autos verkaufen werden...


Grütze
von
Thomi

spiderthomas
28.09.2004, 14:27
@Thomi
da hast du natürlich recht, es ist in der tat egal wie andere Leute den Wagen finden und so viel Selbstbewußtsein hab ich auch das ich drüber steh.
Wenn ich an meine Fiat Regata, 131er Supermirafiori in orange oder sonstiges denke, was ich meiner Umgebung schon zugemutet habe dann passts schon ;D

Mir gings auch eher darum, "warum" ich den SW oder den Crosswagon "besser" nehm, also mehr was wirklich für oder gegen das eine oder andere spricht...hm, aber bei der Ablehnung hier entscheide ich das tatsächlich besser alleine... !rolleyes2
trotzdem danke...
ciao


Du musst dich nicht rechtfertigen, sondern kauf was dir gefällt.

Aber erst nach der Meinung fragen und dann heulen wenn Dir die Antworten nicht passen gilt nicht... :*

Aber du hast ja noch Hape_in_Firma als Kumpel, der verkauft dir auch ´ne alte Jaffakiste mit Rollen drunter als technische Innovation.... :D (ist ja auch sein Job)

Eaga wie DU dich entscheidest, viel Spaß damit.

Banditengruss A-thomas:-?

rudi
28.09.2004, 14:33
Hi,



Es gibt ein paar Typen, die hier montiert werden.
Das sind dann die "Werbe-Alibi"-Autos - die gegen's schlechte Gewissen der Käufer...
Die weitaus meisten Teile dafür kommen weiterhin aus Asien.
Wozu werden sonst von den Automobilherstellern aus Fernost immer mehr Containerstellplätze und Auto-Frachtfähren gechartert?
Genauso die Wertschöpfung - die geschieht im fernen Osten.

Und richtig ärgerlich wird es, wenn dann VW oder OPEL irgendwann in China gebaute Fahrzeuge hier in Europa als "einheimische" Autos verkaufen werden...


Grütze
von
Thomi

Teilweise meine Zustimmung.
Allerdings darfst Du nicht vergessen, daß gerade Deutschland über eine exportorientierte Wirtschaft verfügt mit einem immer noch großen Außenhandelsüberschuß.
Auch wenn bei den deutschen Produkte immer mehr Wertschöpfung im Ausland geschieht, werden bei uns Arbeitsplätze vor allem durch den Export gestützt.
Gerade andere Länder könnten also daher genauso argumentieren und deutsche Produkte boykotieren.

gruß rudi

Sassan
28.09.2004, 15:01
Hi,



Es gibt ein paar Typen, die hier montiert werden.
Das sind dann die "Werbe-Alibi"-Autos - die gegen's schlechte Gewissen der Käufer...
Die weitaus meisten Teile dafür kommen weiterhin aus Asien.
Wozu werden sonst von den Automobilherstellern aus Fernost immer mehr Containerstellplätze und Auto-Frachtfähren gechartert?
Genauso die Wertschöpfung - die geschieht im fernen Osten.

Und richtig ärgerlich wird es, wenn dann VW oder OPEL irgendwann in China gebaute Fahrzeuge hier in Europa als "einheimische" Autos verkaufen werden...


Grütze
von
Thomi

Naja...über die Montage hinaus gibt es inzwischen auch einige Design- und Entwicklungszentren der Japaner in Europa.

Und es gibt ja nun auch genug deutsche Hersteller die teilweise nicht mehr in Deutschland, teilweise nicht mal mehr in Europa, produzieren: Mercedes, BMW, VW, Ford Europa, Audi zumindest in der Motorenmontage etc.

Das ist nun mal der Lauf der Globalisierung...da würde ich nicht mehr gegen japanische Autos wettern. Macht sich ja auch keiner Gedanken, dass er Kleidung, technische Geräte und und und aus Fernost kauft. Für mich ist eher entscheidend, dass es nur sehr wenig nette japanische Autos zu kaufen gibt - insbesondere in Europa.

bye
sassan

33-146
28.09.2004, 15:02
Hi,

Teilweise meine Zustimmung.
Allerdings darfst Du nicht vergessen, daß gerade Deutschland über eine exportorientierte Wirtschaft verfügt mit einem immer noch großen Außenhandelsüberschuß.
Auch wenn bei den deutschen Produkte immer mehr Wertschöpfung im Ausland geschieht, werden bei uns Arbeitsplätze vor allem durch den Export gestützt.
Gerade andere Länder könnten also daher genauso argumentieren und deutsche Produkte boykotieren.

gruß rudi

Wovon schreibst Du denn da?

Habe ich von Deutschland geschrieben?

Ich habe nicht einmal an Deutschland gedacht, als ich meinen Text geschrieben habe.
Worauf Du Dich beziehst, sind in erster Linie innereuropäische Dinge, weil der hohe Exportüberschuss Deutschlands innereuropäisch stattfindet. Deswegen "darf" Deutschland ja auch die EU mit Frankreich und England ausgleichsfinanzieren und europäische Arbeitslose sind auch unsere Arbeitslosen...
Davon war aber gar nicht die Rede, sondern vom Verhältnis zwischen Europa und Ostasien.
Willst Du mir ernsthaft erzählen, daß die seit Jahrzehnten restriktiv in Punkto Importen eingestellten Ostasiaten für unsere Produzenten wirklich wichtig sind?
Fahren deswegen 90% der Containerschiffe auf der Welt in Ostrichtung leer? !lacher! oder besser: :,( ...


Grütze
von
Thomi

33-146
28.09.2004, 15:24
Hi,


Das ist nun mal der Lauf der Globalisierung...da würde ich nicht mehr gegen japanische Autos wettern. Macht sich ja auch keiner Gedanken, dass er Kleidung, technische Geräte und und und aus Fernost kauft.

Ich "wettere" nicht gegen japanische Autos - ich halte sie nur für überflüssig in Europa...
Und Gedanken werden sich die Leute schon machen, spätestens wenn ihr eigener Arbeitsplatz betroffen ist.
Selbst Beamte und die Staatsdiener 2. Klasse werden betroffen sein, wenn sie nicht mehr vom produktiven Teil der Bevölkerung getragen werden können...


Grütze
von
Thomi

dinosaur
28.09.2004, 15:42
Hi,



Ich "wettere" nicht gegen japanische Autos - ich halte sie nur für überflüssig in Europa...
Und Gedanken werden sich die Leute schon machen, spätestens wenn ihr eigener Arbeitsplatz betroffen ist.
Selbst Beamte und die Staatsdiener 2. Klasse werden betroffen sein, wenn sie nicht mehr vom produktiven Teil der Bevölkerung getragen werden können...


Grütze
von
Thomi
Thomi,

Ohne die Japaner und deren Konkurrenz in den 80ern hätten wir heute Autos die keine Sau mehr zahlen könnte. Und weil die Kisten auch noch so veraltet wären (wesentlich längere Produktzyklen) würde sie auch keiner mehr ausserhalb Europas kaufen mithin wären Arbeitsplätze gefährdet etc. etc. Ich verstehe ja Deinen Ärger, aber bei Licht betrachtet profitieren wir (Konsumenten) von den Japanern ebenso wie die von uns (Europa, meine ich). Protektionismus hat noch nie lange was gebracht (bestes Beispiel China - und wenn die irgendwann mal ernst machen (nicht nur im Sport) wird die restliche Welt aber gaaanz schnell gaaanz alt aussehen.). Also, das Motto "Japsenfreies Europa" macht weder im Automobilsektor noch im Schiffbau Sinn.

Sorry, aber denk da noch mal drüber nach...

Gruß,
Dino

HaPe_inFirma
28.09.2004, 16:14
...Aber du hast ja noch Hape_in_Firma als Kumpel, der verkauft dir auch ´ne alte Jaffakiste mit Rollen drunter als technische Innovation.... :D (ist ja auch sein Job)....

Banditengruss A-thomas:-?

Danke für die "netten" Worte. Aus Verkäufer-Sicht seh ich das jetzt einfach mal als Kompliment, ansonsten müßte ich annehmen, daß es, wie bei anscheinend sehr vielen hier im Forum, ein gewisses Verkäufer-Feindbild gibt und warum auch immer, viele nicht daran denken, daß Leute wie ich doch einiges dazu beitragen können hier im Forum vielen Leuten Fragen konkret zu beantworten da wir halt an der Quelle der Infos sitzen aber ich kann mich da in Zukunft auch gerne etwas zurückhalten........ !schmoll! !schmoll! !schmoll!

Im Übrigen war mein Posting oben zum Crosswagon meine absolut aufrichtige Meinung - Ich seh trotz meines Jobs nicht alles durch die rosa Alfabrille... und traue mich auch durchaus meine Meinung zu äußern wenn diese nicht pro-Alfa ist. ;)

33-146
28.09.2004, 16:45
Hi,

Thomi,

Ohne die Japaner und deren Konkurrenz in den 80ern hätten wir heute Autos die keine Sau mehr zahlen könnte. Und weil die Kisten auch noch so veraltet wären (wesentlich längere Produktzyklen) würde sie auch keiner mehr ausserhalb Europas kaufen mithin wären Arbeitsplätze gefährdet etc. etc. Ich verstehe ja Deinen Ärger, aber bei Licht betrachtet profitieren wir (Konsumenten) von den Japanern ebenso wie die von uns (Europa, meine ich). Protektionismus hat noch nie lange was gebracht (bestes Beispiel China - und wenn die irgendwann mal ernst machen (nicht nur im Sport) wird die restliche Welt aber gaaanz schnell gaaanz alt aussehen.). Also, das Motto "Japsenfreies Europa" macht weder im Automobilsektor noch im Schiffbau Sinn.

Sorry, aber denk da noch mal drüber nach...

Gruß,
Dino

Tja - auch Du wirst bald merken, daß die 80er vorbei sind und es langsam an's Eingemachte geht...
Die Asiaten ( nicht nur Japaner) denken nicht so "weltoffen", sondern kaufen sehr wohl protektionistisch - untereinander übrigens auch. So verschwinden z.B. in Korea nach und nach die Marken des ungeliebten Nachbarn Japan aus dem Straßenbild. Koreanische Autobetriebe sind vom Staat hoch subventioniert - mit von uns bezahlten WHO-Krediten.
Und was meinst Du, wen die Koreaner und Japaner heute am meisten fürchten und protektionistisch mit allen erlaubten (und unerlaubten!) Mitteln bekämpfen?
Die Chinesen, weil die ihren Markt nur scheibchenweise öffnen, Technologie absaugen, selbst ihre Industrie damit stärken und dann auf den Weltmarkt gehen...

Ich weiß nicht, wo wir Konsumenten wirklich profitieren - Innovationsdruck und Konkurrenz haben wir innerhalb Europas schon reichlich genug (auch schon in den 80ern).
Kurzfristig kann man vielleicht noch den einen oder anderen Euro sparen und so vermeintlich seinen Lebensstandard halten - aber jeder Euro in Richtung Ostasien ist ein verlorener Euro, weil er wegen des dortigen Protektionismus nicht wiederkommt - oder bestenfalls als "Groschen" ...


Grütze
von
Thomi
, der sehr wohl darüber nachdenkt, gerade weil er mit den Märkten dort zu tun hat...

urbanista
28.09.2004, 17:05
ok. nach dem das Thema "Crosswagon" sich in dem thread verabschiedet hat, entwickelt sich zum Glück dann doch noch eine vielversprechende Diskussion :D

Nein im Ernst, äusserst interssantes Thema wo ich mit meiner Meinung auch in etwa wie 33-146 steh, man sollte die Entwicklung in Ostasien wachsam beobachten und tatsächlich "nicht" mit Hurra Stimmung zu viel Know How und vor allem Geld dorthin pumpen, denn uneigennützige Freudenspenden sind sicherlich nicht von den Asiaten zu erwarten.
Hört sich doof an, aber ich bevorzuge es auch mein Geld möglichst in Europa bzw. europäischen Produkten zu lassen, vom Reisen mal abgesehen ...

dinosaur
28.09.2004, 17:35
Nein im Ernst, äusserst interssantes Thema wo ich mit meiner Meinung auch in etwa wie 33-146 steh, man sollte die Entwicklung in Ostasien wachsam beobachten und tatsächlich "nicht" mit Hurra Stimmung zu viel Know How und vor allem Geld dorthin pumpen, denn uneigennützige Freudenspenden sind sicherlich nicht von den Asiaten zu erwarten.
Hört sich doof an, aber ich bevorzuge es auch mein Geld möglichst in Europa bzw. europäischen Produkten zu lassen, vom Reisen mal abgesehen ...
Hab im Moment leider keine große Zeit mich da jetzt reinzudenken, grundsätzlich aber die Frage:

- Wo liegen Märkte der Zukunft bezüglich Absatz, Umsatz und neue Produkte?
- Wenn wir protektionieren werden die es auch bzw. bevorzugen jemand anderes (USA?!) => Europa wird an Bedeutung verlieren (Und damit an Attraktivität, Einfluß und Kaufkraft
-Die Frage eines europäischen Unternehmens ist: Partizipiere ich noch am Marktaufbau (und baue mir quasi eine "Sichere Bank" für die Zukunft) oder versuche ich den Fortschritt und notwendiges Know-How dem Land vorzuenthalten (Was allerhöchstens temporär eine Verschiebung gibt).
- Der sekundäre Sektor wird in Europa langfristig zunehmend bedeutungsloser. Und unser Gehalt wird es wohl auch werden...müssen...

Gruß,
Dino

urbanista
28.09.2004, 17:47
-Die Frage eines europäischen Unternehmens ist: Partizipiere ich noch am Marktaufbau (und baue mir quasi eine "Sichere Bank" für die Zukunft) oder versuche ich den Fortschritt und notwendiges Know-How dem Land vorzuenthalten (Was allerhöchstens temporär eine Verschiebung gibt).




...die Frage ist eher was hinter her kommt und da bin ich mir gerade in Punkto China ziemlich unsicher, ob da tatsächlich "Partnerschaften" für die Zukunft aufgebaut werden, oder die blinde Stärkung eines schlafenden Riesen der Uns nachher frisst ( schön geschrieben oder...Schulter klopf)
Einen ersten Warnhinweis "was" kommen "könnte" zeigt doch die momentane Lage in der Stahlentwicklung. Erst wurden "alte" Anlagen in der ganzen Welt aufgekauft (mit Vorlieb Deutsche Koksereien etz.), mit neuestem know how und Wissen aus Good old Germany modernisiert und jetzt : braucht China "sein" Stahl selbst und kauft auch noch den Weltmarkt leer, mit dem Fazit das überall in unserer Wirtschaft Engpässe durch Stahlmangel entstehen :o
hm...jetzt könnte man natürlich sagen, selbst schuld was auch stimmt,...aber könnte man es nicht auch als Warnung deuten ?!

urbanista
28.09.2004, 17:52
@off topic :)

hab gerade in der AMS Spezial einen Bericht über den Crosswagon gelesen, liest sich absolut nicht schlecht ! vor allem der von Alfa "selbstentwickelte" intelligente Allrad und das ganze Fahrverhalten wurden mehr als gelobt.
Das Beste aber ist, Alfa will wohl bis Ende 2005 (kommt dann der 157 Crosswagon ?!) nur 800 Einheiten in Deutschland vertickern,...also mit eingebauter Exclusivität :-p

dinosaur
28.09.2004, 17:59
Erst wurden "alte" Anlagen in der ganzen Welt aufgekauft (mit Vorlieb Deutsche Koksereien etz.), mit neuestem know how und Wissen aus Good old Germany modernisiert und jetzt : braucht China "sein" Stahl selbst und kauft auch noch den Weltmarkt leer, mit dem Fazit das überall in unserer Wirtschaft Engpässe durch Stahlmangel entstehen :o
hm...jetzt könnte man natürlich sagen, selbst schuld was auch stimmt,...aber könnte man es nicht auch als Warnung deuten ?!
Ähm, soo gut kann das know how also nicht gewesen sein, wenn China jetzt trotz oller Koksereien den Weltmarkt leerkauft, oder?! Nee, aber mal im Ernst: Ich sehe Deinen Punkt (und ich habe da auch sehr große Bauchschmerzen) aber es ist naiv zu behaupten daß ein 1,2 Milliarden Volk (mehr oder weniger) weiterhin rückständig bleiben wird selbst wenn Europa protektioniert. Auf den Zug aufspringen oder den Zug fahren lassen (und ihn damit ggfs. 5 km/h bremsen...)...es bleibt spannend...

Gruß,
Dino

33-146
28.09.2004, 19:56
Hi,

- Der sekundäre Sektor wird in Europa langfristig zunehmend bedeutungsloser. Und unser Gehalt wird es wohl auch werden...müssen...

Gruß,
Dino

Das hört sich sehr nach unseren Politikern an...

Unsere ach so hohen Gehälter sind aber nicht Schuld an der Misere.
Wie ist es denn sonst möglich, daß bei einem durchschnittlichen Produktpreisanteil der Gehälter im Maschinenbau von 16% in Deutschland der Export trotzdem boomt? Ach - jetzt habe ich doch glatt vergessen zu erwähnen, daß der Euro in 2 Jahren im Vergleich zur Weltmarktwährung Dollar glatt 50% an Wert zugelegt hat. Das würde ja heißen, daß jeder noch gut sein doppeltes Gehalt mitbringen müsste, um die Verteuerung alleine durch den hohen Eurokurs auszugleichen.
Ich habe durch meine Reisen in viele Länder, mit denen wir Geschäfte machen, recht gute Kontakte und kann ganz gut vergleichen, was dort so verdient wird.
Komischerweise bekommen ausgerechnet koreanische Arbeitnehmer in etwa das gleiche Nettogehalt wie hier, wobei sie zusätzlich meist eine freie Werkswohnung haben. Die Lebenshaltungskosten sind in etwa vergleichbar.
Wirklich viel weniger verdient wird eher in Ländern wie Indonesien oder Vietnam, die aber komischerweise nicht unsere großen Konkurrenten sind...


Grütze
von
Thomi

dinosaur
28.09.2004, 20:17
Hi,



Das hört sich sehr nach unseren Politikern an...

Unsere ach so hohen Gehälter sind aber nicht Schuld an der Misere.
Wie ist es denn sonst möglich, daß bei einem durchschnittlichen Produktpreisanteil der Gehälter im Maschinenbau von 16% in Deutschland der Export trotzdem boomt? Ach - jetzt habe ich doch glatt vergessen zu erwähnen, daß der Euro in 2 Jahren im Vergleich zur Weltmarktwährung Dollar glatt 50% an Wert zugelegt hat. Das würde ja heißen, daß jeder noch gut sein doppeltes Gehalt mitbringen müsste, um die Verteuerung alleine durch den hohen Eurokurs auszugleichen.
Ich habe durch meine Reisen in viele Länder, mit denen wir Geschäfte machen, recht gute Kontakte und kann ganz gut vergleichen, was dort so verdient wird.
Komischerweise bekommen ausgerechnet koreanische Arbeitnehmer in etwa das gleiche Nettogehalt wie hier, wobei sie zusätzlich meist eine freie Werkswohnung haben. Die Lebenshaltungskosten sind in etwa vergleichbar.
Wirklich viel weniger verdient wird eher in Ländern wie Indonesien oder Vietnam, die aber komischerweise nicht unsere großen Konkurrenten sind...


Grütze
von
Thomi
Nee, nach nem Ex-Berater der das eine oder andere Outsourcing/Offshoring Projekt gemacht hat (z.B. Call Center nach Indien)

Ich will mich nicht mit Dir streiten, ob das Gehalt in Korea vergleichbar ist oder nicht (kann ich auch nicht da keine Ahnung), Fakt ist aber, dass die Produktion (und Support-Dienstleistungen) in anderen Laendern billiger durchfuehrbar ist. Beispiele wie Elektronik, Textilien etc. belegen dies. Ein Unternehmer schiebt nicht die Produktion aus lauter Jux und Dollerei in ein (meist oestliches - wenn nicht sogar sehr oestliches) Land. Denen geht es um Profit (wenn auch zugegebenermassen manchmal recht kurzsichtig).
Dein Maschinenbau-Beispiel ist m.E. nach insofern ein Sonderfall, da Deutschland auf diesem Gebiet wohl immer noch Top ist und viele Mittelstaendler einfach gar nicht auf die Idee kaemen ins Ausland zu gehen...

Nichts destotrotz prognostiziere ich Dir, dass die Industrie so lange ins Ausland geht wie es Moeglichkeiten gibt billiger zu produzieren. Gut daran ist, dass sich die Loehne meist schnell anpassen und viele Firmen aus diesem Grund "go east" mittlerweile sehr kritisch sehen (aber noch laengst nicht alle).

Verstehe mich bitte nicht falsch: Ich begruesse diesen Zustand nicht, kann ihn aber zu Teilen aus Unternehmenssicht verstehen (wenn es sich langfristig rechnet). Die Frage nach Witschaftsethik (wie z.B Infineon, die trotz massiver Subventionen des deutschen Staats ueberlegten ihre Zentrale wegen der Steuern in die Schweiz zu verlegen) spare ich jetzt mal aus...

Gruss,
Ansgar

rudi
29.09.2004, 07:10
Hi,



Wovon schreibst Du denn da?

Habe ich von Deutschland geschrieben?

Ich habe nicht einmal an Deutschland gedacht, als ich meinen Text geschrieben habe.
Worauf Du Dich beziehst, sind in erster Linie innereuropäische Dinge, weil der hohe Exportüberschuss Deutschlands innereuropäisch stattfindet. Deswegen "darf" Deutschland ja auch die EU mit Frankreich und England ausgleichsfinanzieren und europäische Arbeitslose sind auch unsere Arbeitslosen...
Davon war aber gar nicht die Rede, sondern vom Verhältnis zwischen Europa und Ostasien.
Willst Du mir ernsthaft erzählen, daß die seit Jahrzehnten restriktiv in Punkto Importen eingestellten Ostasiaten für unsere Produzenten wirklich wichtig sind?
Fahren deswegen 90% der Containerschiffe auf der Welt in Ostrichtung leer? !lacher! oder besser: :,( ...


Grütze
von
Thomi

Hallo,

kann aus Zeitgründen leider erst heute antworten.

Wie bereits einige andere Vorredner ausführlich gegenäußerten ist ein Protektionismus der Wirtschaft mit Schutzzöllen oder anderen Maßnahmen wie noch vor 50 Jahren in der heutigen Zeit nicht mehr durchführbar.

Gerade Deutschland war in den 50er bis 80er Jahren hierzu gerade ein Paradebeispiel. Die heimische Wirtschaft wurde durch die Deutsche Industrienorm (DIN), die es damals in fast allen Lebensbereichen für alle möglichen und unmöglichen Produkte gab, auf das trefflichste vor ausländischer Konkurrenz geschützt. Der Ruf als Exportweltmeister wurde jedoch in diesen Jahren gegründet.

Die deutschen Kfz-Hersteller hatten doch keine Ausländer zu befürchten. Die paar Franzosen und Italiener waren in der Gesamtzulassung unterrepräsentiert. Erst mit Auftreten der Japaner wurden die deutschen aus ihrem Tiefschlaf geweckt und mußten entsprechend konkurrenzfähige Auto entwickeln. Das Ergebnis der deutschen Premiumherstellern, die nun vorwiegend im Ausland ihre Bilanzen aufbessern, spricht Bände.

Im übrigen bitte ich noch zu bedenken, daß unser immer noch hoher Wohlstand für fast alle Bewohner in Europa sich auf die Armut in vielen Entwicklungsländern stützt.
Bekleidung von Indonesiern zu Hungerlöhnen gefertigt, Kaffeebohnen gepflückt in Knochenarbeit und zu 2,49 von Tchibo und Eduscho verhökert, Kraftfutter für unsere Rinder und Schweine aus Afrika eingeführt mit dem Ergebnis,daß dort Nahrungsmittel Mangelware sind, Billigbananen aus Mittelamerika und und und.

Erst die Tatsache, daß wir für den täglichen Lebensunterhalt nur noch einen kleinen Teil unseres Verdienstes aufwenden müssen, ermöglicht es, hohe Beträge für Luxusartikel ausgeben zu können.
Wenn sich nun im zusehenden Maße die bisher nicht am Wohlstand partizipierenden ebenfalls ihren gerechten Anteil holen wollen, geht das nur auf Kosten der Industrieländer.


gruß rudi

33-146
29.09.2004, 11:14
Hi,

@Dinosaur:

Wenn Du da so schreibst, daß es in anderen Ländern billiger ist, zu produzieren, ist das noch lange kein Beweis, daß das an den Gehältern und Löhnen liegen muss. Das wird uns immer nur erzählt! Warum wohl?
Ich habe dagegen oben in meinem Posting gezeigt, daß Löhne und Gehälter an unseren hohen Preisen auf dem Weltmarkt den geringsten Anteil haben - die Gründe sind daher andere (siehe Währungspolitik)...
Ich denke vielleicht manchmal einfach zu viel quer - was mir allerdings bisher immer einen auskömmlichen und interessanten Job gesichert hat :) ...


@Rudi:

Dein Vortrag in Protektionismus der 50er Jahre in Ehren und die ewige Dankbarkeit, die wir Japans Autoindustrie entgegenbringen müssen, weil sie die deutsche Automobilindustrie vor 25 Jahren angeblich wachgerüttelt haben - aber warum Du ihn als Antwort auf mein Posting gehalten hast, ist mir wieder einmal rätselhaft.
Bei mir war keine Rede von Schaffung eines staatlichen Protektionismus, schon gar nicht von Deutschland.
Die Erfinder des heutigen Protektionismus sitzen in Ostasien und praktizieren ihn ganz öffentlich. Wir in Europa sind da so was von lachhaft harmlos und geben noch die WHO-Kredite für die dort subventionierte Industrie.
Hast Du schon einmal mit Asiaten in Vertragsverhandlungen gesessen?
Da wird mit allen Mitteln gekämpft bis sie genau das erreicht haben, was sie von Dir wollen. Ich habe mit Kunden, Zulieferern und Fertigungsbetrieben in gut 10 Ländern Europas (einschließlich Türkei) zu tun und weiter in Südamerika, USA und Ostasien.
Was man da speziell mit Ostasiaten erleben kann, ist absolut nicht vergleichbar mit dem Rest der Welt. Asiatische Zurückhaltung ist nur das "Vorspiel" und wer da schon klein beigibt, kann seinen Laden gleich dichtmachen.

Wir leben in einer Zeit des puren (globalen) Kapitalismus, das Modell der sozialen Marktwirtschaft in unserem kleinen Land ist schon vor 15 Jahren zu Grabe getragen worden.

Und wenn ich da sage, daß ich asiatische Autos in Deutschland für entbehrlich halte und nie eines kaufen werde (eher noch'n silbernen Alfa Diesel Spider), bin ich der Buhmann :D ...


Grütze
von
Thomi

PS:
Wenn sich nun im zusehenden Maße die bisher nicht am Wohlstand partizipierenden ebenfalls ihren gerechten Anteil holen wollen, geht das nur auf Kosten der Industrieländer.

Da meinst Du sicher Japan (die traditionellen "Ausbeuter" Asiens) und Korea mit, daß die sich ihren "gerechten Anteil" holen :D ...

korsberg
01.10.2004, 06:23
...., Textilien ....

Das Gegenbeispiel:
www.trigema.de

Zitat:

Wir über uns
Die Kleinstadt Burladingen ist seit der Gründung des Unternehmens 1919 der Stammsitz der Firma, die seit jeher zu den erfolgreichsten Textilbetrieben der Region bzw. Deutschlands zählt.

1200 Mitarbeiter sind im Burladinger Hauptwerk und in den Zweigwerken beschäftigt. “Deutschlands größter
T-Shirt und Tennis-Bekleidungs-Hersteller” ist ein vierstufiges Textilunternehmen mit Stoffherstellung, Ausrüstung, Druckerei/Stickerei und Zuschneiderei/Konfektion.

Vom Baumwollfaden bis zum fertigen T-Shirt verläuft die gesamte Produktion ebenerdig mit modernsten Techniken im eigenen Haus – ein Qualitätsprodukt “Made in Germany”.

Unter dem Wahlspruch “Tragbar für Jedermann” hat das Markenprodukt TRIGEMA im Markt der Sport- und Freizeitbekleidung Spitzenposition erworben.

Im Gegensatz zum allgemeinen Trend in der deutschen Textilindustrie, die Produktion in Billiglohnländer zu verlagern, setzt TRIGEMA konsequent auf den Produktionsstandort Deutschland.

Seit über 30 Jahren gibt es weder Kurzarbeit noch Entlassungen wegen Arbeitsmangel und den Kindern der Mitarbeiter wird ein Arbeits- oder Ausbildungsplatz nach dem Schulabgang garantiert. Das alles zeichnet die Firma als stabilen Wirtschaftsfaktor der Region aus.

Unsere Philosophie
“Obwohl die Textilbranche in den letzten 30 Jahren mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, sind wir stolz, diese Jahre erfolgreich gemeistert zu haben.

Wir konnten nicht nur die Arbeitsplätze halten und sichern, sondern haben diese in den letzten Jahren auf 1200 erhöht. Ich betrachte es als meine Pflicht, meine Mitmenschen in den Arbeitsprozess einzubeziehen und unsere Arbeitsplätze auch in Zukunft zu sichern.

Wir dürfen nicht noch mehr Arbeitsplätze in unserem Heimatland Deutschland abbauen, verdiente Mitarbeiter auf die Straße schicken und der Jugend keine Perspektiven mehr bieten.

Der deutsche Arbeitslohn ist nicht zu teuer, wenn die Arbeitskraft richtig eingesetzt, motiviert ist und die Leistung in ein verkaufbares Produkt eingeht. Dies aber ist die Aufgabe von uns Unternehmern. Nicht Macht, Marktanteile und Größe dürfen bestimmend sein, sondern Solidität, Verantwortung für die Mitmenschen, Gerechtigkeit und Beständigkeit.

So sehe ich es als meine erste Aufgabe auch in den kommenden Jahren die Verantwortung für unsere große Betriebsfamilie zu tragen, um in der Zukunft unsere Arbeitsplätze garantieren zu können.

Ich darf Ihnen versichern, dass ich alles tun werde, was diese meine Aufgabe von mir verlangt.”

Wolfgang Grupp

Inhaber der TRIGEMA GmbH&Co.KG

rudi
01.10.2004, 07:04
Hi,

@Rudi:

Dein Vortrag in Protektionismus der 50er Jahre in Ehren und die ewige Dankbarkeit, die wir Japans Autoindustrie entgegenbringen müssen, weil sie die deutsche Automobilindustrie vor 25 Jahren angeblich wachgerüttelt haben - aber warum Du ihn als Antwort auf mein Posting gehalten hast, ist mir wieder einmal rätselhaft.
Bei mir war keine Rede von Schaffung eines staatlichen Protektionismus, schon gar nicht von Deutschland.
Die Erfinder des heutigen Protektionismus sitzen in Ostasien und praktizieren ihn ganz öffentlich. Wir in Europa sind da so was von lachhaft harmlos und geben noch die WHO-Kredite für die dort subventionierte Industrie.
Hast Du schon einmal mit Asiaten in Vertragsverhandlungen gesessen?
Da wird mit allen Mitteln gekämpft bis sie genau das erreicht haben, was sie von Dir wollen. Ich habe mit Kunden, Zulieferern und Fertigungsbetrieben in gut 10 Ländern Europas (einschließlich Türkei) zu tun und weiter in Südamerika, USA und Ostasien.
Was man da speziell mit Ostasiaten erleben kann, ist absolut nicht vergleichbar mit dem Rest der Welt. Asiatische Zurückhaltung ist nur das "Vorspiel" und wer da schon klein beigibt, kann seinen Laden gleich dichtmachen.

Wir leben in einer Zeit des puren (globalen) Kapitalismus, das Modell der sozialen Marktwirtschaft in unserem kleinen Land ist schon vor 15 Jahren zu Grabe getragen worden.

Und wenn ich da sage, daß ich asiatische Autos in Deutschland für entbehrlich halte und nie eines kaufen werde (eher noch'n silbernen Alfa Diesel Spider), bin ich der Buhmann :D ...


Grütze
von
Thomi

PS:

Da meinst Du sicher Japan (die traditionellen "Ausbeuter" Asiens) und Korea mit, daß die sich ihren "gerechten Anteil" holen :D ...



Hallo,

also ich habe nicht davon gesprochen, daß D wieder einen staatlichen Protektionismus schaffen soll, sondern daß eben unser Wachstum damals durch einen gewissen Schutz der heimischen Wirtschaft erst möglich war. Nun wird das von bestimmten Länder kopiert. Von deren Sichtweise aus völlig zu Recht.


Und wenn unsere deutschen Manager sich von den asiatischen bei den Verhandlungen über den Tisch ziehen lassen, sind sie halt selber schuld. Mann könnte da auch sagen, die anderen sind für ihren Job einfach besser geeignet.


Hi,

......
PS:

Da meinst Du sicher Japan (die traditionellen "Ausbeuter" Asiens) und Korea mit, daß die sich ihren "gerechten Anteil" holen :D ...

Ich denke, ich habe es schon deutlich ausgedrückt.
Die vielen Millionen "Arbeitssklaven" in Asien, Afrika und Mittel-,Südamerika, die für
das Existenzsminimum jeden Tag schuften müssen, um uns mit Billigartikeln zu versorgen ,die wollen ihren Anteil.
Das sind dann logischerweise auch die eine Milliarde Chinesen mit dabei.

gruß rudi

dinosaur
01.10.2004, 08:26
Das Gegenbeispiel:
www.trigema.de (http://www.trigema.de)

Zitat:


Jau, die haben auch die klasse Werbung mit dem Affen kurz vor der Tagesschau...hihihi

Gegenbeispiel zum Gegenbeispiel:
Adidias, Puma, Gerry Weber, Hallhuber, Alles beim Aldi was nicht von Trigema kommt...

Gjruss,
Dino

rudi
01.10.2004, 09:50
Jau, die haben auch die klasse Werbung mit dem Affen kurz vor der Tagesschau...hihihi

Gegenbeispiel zum Gegenbeispiel:
Adidias, Puma, Gerry Weber, Hallhuber, Alles beim Aldi was nicht von Trigema kommt...

Gjruss,
Dino

Hallo,

diese sogenannten Edelmarken, die in Indien, Indonesien.. fertigen lassen, werden von mir konsequent boykottiert.
Fertigung zu absoluten Ausbeuterlöhnen, Verkauf zu Höchstpreisen.
Eine Dumpfbacke von US-Basketballspieler bekommt in einem Jahr mehr Werbeeinnahmen von denen, wie eine gesamte Fabrik in Indonesien verdient.
Gerechte Verteilung der erwirtschfteten Leistung?


gruß rudi

33-146
01.10.2004, 12:28
Hi,

Hallo,

also ich habe nicht davon gesprochen, daß D wieder einen staatlichen Protektionismus schaffen soll, sondern daß eben unser Wachstum damals durch einen gewissen Schutz der heimischen Wirtschaft erst möglich war. Nun wird das von bestimmten Länder kopiert. Von deren Sichtweise aus völlig zu Recht.



Wenn Du schon die Historie bemühst, dann wäre es angebracht, daß Du Dich vorher informierst.
Wirtschaftlicher Protektionismus gegenüber westlichen Waren hat in Ostasien eine jahrhundertealte Tradition bis in's Mittelalter, wo es unter Androhung drakonischer Strafen verboten war, westliche Güter in's Land zu bringen.
Sowas brauchen die nicht zu kopieren! Das ist dort Staatsdoktrin bis heute...
In den 50er Jahren gab es in China und Japan weitaus mehr Protektionismus gegen den Westen als anders herum. Bis in die jüngste Vergangenheit gab es Strafzölle auf westliche Produkte. Geschäfte, die man mit diesen Ländern heute abschließen will, sind fast ausnahmslos mit direkten Kompensationsgeschäften für die dortige Industrie verbunden.
Ausnahmen sind dabei nur für eindeutigen KnowHow-Transfer in West-Ost-Richtung möglich...

Wenn Du Dir hier eine eigene Argumentationslinie aufbauen willst, indem Du etwas von den armen ausgebeuteten Völker schreibst, die sich ihr Recht holen, ist das zwar nett, aber am Thema vorbei, weil ich ausdrücklich europäische, japanische und koreanische (nehme ich hier mal mit) Autos genannt habe.
Keine dieser Regionen zählt zu den Ausgebeuteten...


Grütze
von
Thomi
, der übrigens mit keinem Wort staatlichen Protektionismus gefordert hat...

feeelix
17.10.2004, 15:44
wenn ich so ein auto bräuchte, würde ich mir nen panda 4x4 kaufen oder auf den kamal warten 8)meintest du da schon den neuen hier?:

http://www.spiegel.de/img/0,1020,394912,00.jpg

oder den alten?:

http://bilder.autobild.de/bilder/1/44770.jpg
bilduntertitel: "Dauerbrenner: Der alte Panda 4x4 wurde stolze 20 Jahre lang gebaut und war besonders bei Alm-Bauern beliebt. Kostengünstiger kam man nicht durchs Gelände."

panda 4x4 - ein bär im wald. :D

gruß

feeelix

termman
09.11.2004, 19:22
Hmm, hab ich vielleicht falsche Vorstellungen von "Q4" (verwöhnt vom 164)?
10,5 Sekunden bis 100 ?
Spitze ca. 200 ?

Isses nich n bisschen dürftig? Gibt den vielleicht auch mal mit nem richtigen Motor?
Oder hatte der 164Q4 nur zufällig mehr Pe-esser und heisst NUR Q4 wegen dem Allrad - ich dachte immer: 4 natürlich wegen Allrad, schon klar - aber halt auch Q(adrofoglio) für "beste" Ausstattung...

urbanista
09.11.2004, 19:35
Hmm, hab ich vielleicht falsche Vorstellungen von "Q4" ..

ja

Crosswagon Q4 >>> SUV >>> neumodische Fahrzeuggattung um ab und wann auch
mal im mittelprächtigen Batsch rum zufahren, verkauft sich bei der Konkurrenz
wie geschnitten Brot, deshalb will jetzt Alfa auch ein Stück vom Kuchen !baby!


164 Q4 >>> dicker Alfa mit vierradantrieb, um hauptsächlich noch besseres Fahrverhalten rauszukitzeln,
völlig andere Zielgruppe und nicht wirklich der
Nachfrage Hit gewesen

ciao #-)

urbanista
09.11.2004, 19:48
H
...NUR Q4 wegen dem Allrad - ich dachte immer: 4 natürlich wegen Allrad, schon klar - aber halt auch Q(adrofoglio) für "beste" Ausstattung...

...na dann schau dir mal die Serienausstattung des Crosswagon Q4 an, wenn DER nicht ab Werk schon allerbestens ausgestattet ist !
bei einem vergleichbaren Audi Allroad 2.5 TDI darf man zu dem ohnehin happigen Mehrpreis sicherlich noch mal tief in die Tasche greifen
um halbwegs die gleiche Ausstattung zu haben... ;-)
gruß

termman
09.11.2004, 19:58
Naja, mit Ausstattung meinte ich nich nur Leder und so, sondern auch nen angemessenen Motor ;-)
Und ich schätz mal, früher war ein Q4 eben ein Q4, da gab es dann nich noch Sperenzchen mit Distinctive und Progressive oder wie die Einstufungen heissen..

hawi
09.11.2004, 21:37
Nach der politischen Diskussion: Meine Meinung zum Crosswagon: Überflüssig und !wuerg!