Vollständige Version anzeigen : Magneti Marelli Phänomene: SCS Steuerung
Cutrofiano
22.06.2004, 11:24
Hoi,
ich habe mal wieder was zum Thema Thema-elektronisches Fahrwerk. Damit die Überschrift verständlich wird: Die verstellbaren Dämpfer (bei mir wegen S.W. nur vorne, hinten hydraulische Niveauregulierung) selbst sind von Sachs-Boge, das Steuergerät aber ist von MM.
Die beiden regelbaren Dämpfer vorne sind nigelnagelneu.
So, jetzt kommt's:
Beim morgendlichen Kaltstart ist es ratsam, will man nicht, dass die rote Lampe des elektronischen Fahrwerks nach dem Starten des Motors brennen bleibt und damit das Nichtfunktionieren der Steuerung (=harte Dämpfer) anzeigt, vor dem Drehen das Anlassers zu warten, bis die Lampe nach dem Check verlöscht ist. War das Auto erst mal warm, kann man sich dieses "Vorglühen" sparen, die Lampe verlischt dann auch während der Anlasser dreht.
Ich habe daraus geschlossen, dass das SCS-Steuergerät im Kofferraum, das mit einem einzelnen Relais nach Einschalten der Zündung mit Strom versorgt wird, auf stur = rote Lampe stellt, wenn in der Selbsttestphase die Spannung im Bordnetz absackt (=Anlassen beim kalten Motor).
Das wäre jetzt alles nicht schlimm, aber:
Während des Kurzstreckenfahrbetriebs geht die rote Lampe wirklich nie an. Geht man aber auf eine längere Fahrt, geht die Lampe regelmäßig nach etwa 100 Kilometern Fahrtstrecke oder etwa einer Stunde Fahrzeit an. Das ärgerliche: Die Dämpfer stellen dann auf hart, was auf einer Autobahn mit schlechtem Belag sehr nervig ist, die Vorderachse stuckert dann extrem, und der "reset" der Fahrwerkselektronik kann nur über das Abstellen des Motors und anschließenden Neustart (auf einem hierzu extra anzusteuernden Parkplatz) erfolgen.
Man könnte jetzt auf einen Wackelkontakt irgendwo im System schließen. Dagegen sprechen erstens die nigelnagelneuen Dämpfer, viel mehr aber noch die Tatsache, dass das Phänomen auch bei 1000 Stunden Stadtverkehr nie auftritt, bei Überland oder Autobahnfahrten aber regelmäßig nach etwa einer Stunde Fahrzeit. Dabei konnte ich noch keinen Zusammenhang mit bestimmten Fahrzuständen (Beschleunigen, bestimmte Geschwindigkeit, schnelle Kurvenfahrt, starkes Bremsen etc.) feststellen.
Dieser Käse verdirbt mir (ein Stück weit) jede längere Fahrt, weil erstens das rote Licht nervt, zweitens die Tatsache, dass etwas nicht funktioniert, wie es soll (man bedenke in diesem Zusammenhang den monströsen Preis für zwei neue Dämpfer von 1.500,- Euro!) und drittens die harten Dämpfer auf der Autobahn völlig nervig sind.
Kann sich hier vielleicht einer einen Zusammenhang zwischen Überlandfahrt und Fehlermeldung aus dem elektronischen Fahrwerk vorstellen? Vielleicht sollte man den eingangs beschriebenen Zusammenhang mit der Empfindlichkeit der Elektronik auf Spannungsschwankungen im Bordnetz mit in Betracht ziehen !gruebel!
Für sachdienliche Hinweise bin ich wie immer sehr dankbar,
Grüße,
Cutrofiano
Markus2811
03.07.2004, 14:30
Ich kann dir zwar nicht weiterhelfen, aber ich kann dir sagen, dass sich mein ABS
im 155er ähnlich verhält.
Eigentlich kann es ja fast nur an einem der Sensoren liegen, aber wie
herausfinden welcher es ist.
Außerdem mag mein Alfa keine Alfa-Werkstatt, nach dem Kundendienst in einer
freien Werkstatt ging mein ABS ein 3/4 Jahr ohne Probleme, ohne das die daran
etwas gemacht haben. Aber als er in der Alfa-Werkstatt wegen dem Zahnriemen-
Spanner war fings wieder an.
Könnte natürlich auch irgendein Haarriss oder so auf einer Platine im Steuergerät
sein, aber das lässt sich ja leider nicht so leicht herrausfinden.
Cutrofiano
03.07.2004, 15:33
...Könnte natürlich auch irgendein Haarriss oder so auf einer Platine im Steuergerät sein, aber das lässt sich ja leider nicht so leicht herrausfinden.
...elektrisches Farhwerk ist an anderer Stelle gerade wieder ein ganz heißes Thema (wenn auch in etwas anderer Form), hab gerade den ganzen alten Kram von Dir durchgeforstet und jetzt das - neue Dämpfer und geht trotzdem nicht - na Super. Dachte Du hättest das jetzt im Griff?
Yippiee, zwei echte Antworten zum Thema, die von Markus sogar noch im richtigen Thread. Danke euch beiden.
Also ich habe jetzt sehr konkret das Steuergerät in Verdacht: Als guter Lancista (oder sollte ich sagen Magneti Marellista?) habe ich deren zwei. Nachdem ich das Auto seinerzeit mit permanenter Störung im elektronischen Fahrwerk (SCS ist wirklich kürzer...) gekauft hatte, habe ich irgendwann, nachdem ich an ein zweites Steuergerät kam, dieses eingebaut. Der Fehler blieb damals aber. Dann habe ich die Ursache entdeckt: Den Wackelkontakt an einem der vorderen Dämpfer (alles irgendwo mitsamt Bebilderung nachzulesen). Noch etwas später habe ich schließlich zwei komplett neue Dämpfer gekauft. Der Status quo war danach der Eingans beschriebene.
Nun habe ich heute testweise das alte Steuergerät wieder eingebaut. Zu meinem großen Schrecken führte das zu einem Dauerfehler im System. Das führt zu zwei Schlüssen:
1. Vor dem früheren Wechsel des Steuergerätes muss es zwei sich überlagernde Fehler gegeben haben: Einen in Steuergerät und einen in einer Dämperzuleitung.
Oder könnte es sein, dass sich das ursprüngliche Steuergerät nicht von selbst zurücksetzt? Ist aber wenig wahrscheinlich: Schließlich förderte seinerzeit die Unterbrechung in der Dämpferleitung auch bei dem neuen Steuergerät die Fehlermeldung zu Tage. Als das repariert war, war die weg.
2. Das derzeit eingebaute Steuergerät reagiert mit einem Fehler auf eine unbekannte Ursache, die regelmäßig frühestens nach einer Stunde oder etwa 100 km Fahrt auftritt oder aber es gibt gar keine Ursache und das Steuergerät generiert diesen Fehler immer selbst nach einer gewissen Zeit.
Gegen die Idee eines irgendwie gearteten Wackelkontakts spricht - wie bereits eingangs geschrieben - die Regelmäßigkeit des Fehlers nach einer bestimmten Zeit und Strecke und dass dieser auch nach noch so viel Stadtverkehr noch nie aufgetreten ist.
Es scheint ein echtes Elektronikproblem im Innern des Steuergerätes zu sein. Eventuell sollte ich das "alte" mal von einem Steuergerätefachmann auf kalte Lötstellen prüfen lassen.
Jetzt kommt mir gerade eine Idee: Im Steuergerät arbeit ja auch ein Prozessor (Chip), der vermutlich bei steigender Rechenbelastung sich erwärmt. Eventuell steigt die Temperatur eben erst nach einer gewissen Zeit, ggf. auch, weil bei einer höheren Dauergeschwindigkeit, sich die Datenmenge der reinkomenden und zu verarbeitenden Informationen und derart auch die Frequenz der Impulse an die Dämpfer erhöht.
Kurzformel:
Lange Fahrt x höhere Geschwindigkeit = gesteigerte Rechendauerbelastung
Und die führt bei einem alternden Chip dann zu kurzen Ausfällen. Da das System aber jeden noch so kurzen Ausfall mit einer nicht mehr verschwindenden Fehlermeldung quittiert, brennt eben nach dem ersten Ausfall für den Rest der Fahrt, bis zum nächsten Neustart, die rote Lampe. :-*
Hört sich das irgendwie vernünftig an?
Grüße und Danke an alle, denen es nicht zu mühsam ist, sich durch diese Textwüste zu quälen ;-)
Cutrofiano
Ach,
der schon wieder mit seinem elektronischen Firlefanz,
soll den Schrott doch rausschmeißen... :)
ich lese mal am Abend in Ruhe durch...da braucht man ja Zeit dafür. :)
Cutrofiano
03.07.2004, 17:56
ich lese mal am Abend in Ruhe durch...da braucht man ja Zeit dafür. :)
Damit's etwas leichter verdaulich wird, hier ein Bild:
http://people.freenet.de/moritz+mirjam/MCA%20111b.jpg
Auffällig sind die 5 großen Transistoren mit mit den Kühlkörpern, die von Gehäuselaschen auf das Gehäuseblech gedrückt werden. Scheint sich also doch einiges an Wärme zu entwickeln.
Außerdem interessant: Das Fenster auf dem großen Motorola Chip, offenbar zum Flashen des Chip. Hier klebt eigentlich ein aufkleber "MCA 111" drauf, der flog aber lose im Gehäuse rum...
Der große Chip selbst wird nicht gekühlt.
Das Ganze sieht doch recht übersichtlich aus. Wahrscheinlich ist es wie beim leidigen Tacho Problem einer der Transistoren...
Grüße,
Cutrofiano
stefan-b@chello
03.07.2004, 17:56
Lange Fahrt x höhere Geschwindigkeit = gesteigerte Rechendauerbelastung
Das würde ich schon mal ausschließen da das Steuergerät ja nicht dauernd selbstständig zwischen hart/weich hin und herschaltet je nach Straße (Wie zB bei elektronischem Fahrwerk welches neuer Astra hat).
Und die "Rechenarbeit" des Chips besteht max. darin zu überwachen ob alle Ventile den gleichen Strom ziehen. (Hätte ein Dämpfer einen Kabelbruch od. def. Spule würde dort mehr oder wenige Strom als bei den anderen 3 fließen und das Steuergerät geht auf Fehler)
Da das Steuergrät im Kofferraum (Richtig ?) ist kanst du thermische Ursachen wohl überhaupt ausschließen da das ganze sonst Wetter/Temperaturabhängig wäre und nicht Stadt/AB.
!smilewink,Stefan
stefan-b@chello
03.07.2004, 18:00
Hier klebt eigentlich ein aufkleber "MCA 111" drauf, der flog aber lose im Gehäuse rum...
Diese Steuergerät ist GARANTIERT im Ar...
Wenn nämlich der Aufkleber runter ist kommt in dem Moment wo du das Ding aufmachst Tages/UV Licht dran welches den EPROM löscht.
edit:
!mgrins! habe noch mal nachgesehen, Tageslicht sollte so einen EPROM doch nicht sofort löschen, er müsste schon einige Zeit rumliegen um Schaden zu nehmen, hast also eventuell noch mal Glück gehabt :+)
Ansonsten kannst du bei dem Gerät max. die Transistoren (die vermutl. den Strom für die 4 Spulen/Ventile schalten) durchmessen (Diodentester/Multimeter) sollten alle die selben Werte haben, wenn einer abweicht ist er wahrscheinlich kaputt).
Ausserdem kannst du mit Lupe die Lötstellen/Leiterbahnen auf Risse absuchen.
Für alles weitere brauchst du dann aber einen Schaltplan + einen Elektroniker.
!smilewink,Stefan
Das Da das Steuergrät im Kofferraum (Richtig ?) ist
...oder Mittelkonsole.
Erinnere mich nun auch nicht wirklich daran.
@Cutrofiano
ein AR-Steuergerät (nix Lanze) müsste ich noch haben.
Wenn ich´s probehalber senden soll > mail.
Don Blech
03.07.2004, 18:41
Ausserdem kannst du mit Lupe die Lötstellen/Leiterbahnen auf Risse absuchen.
Die Theorie mit den Lötstellen scheint recht wahrscheinlich. Bei einer schlechten Lötstelle kann es sein, daß die Verbindung im kalten Zustand ok ist. Wenn sich die Bauteile erwärmen und die Anschlußdrähte etwas arbeiten, kann die Verbindung abreissen. Bei den Transistoren auf dem Bild sieht es teilweise nach zu wenig Zinn aus. Wenn Du einen feinen Lötkolben und Zinn mit integriertem Flußmittel hast, kannst Du ja verdachtshalber mal alle Löststellen von der Rückseite der Platine aus nachlöten (erst mal nicht an den ICs). So viele sind das ja nicht.
Und das eprom solltest Du auch wieder "zudecken".
Grüße,
-Klaus
der das zwar noch an keinem Steuergerät gemacht hat, aber an diversen anderen Platinen.
Hat oft gewirkt. Nicht immer...
Cutrofiano
03.07.2004, 18:56
!mgrins! habe noch mal nachgesehen, Tageslicht sollte so einen EPROM doch nicht sofort löschen, er müsste schon einige Zeit rumliegen um Schaden zu nehmen, hast also eventuell noch mal Glück gehabt :+)
Hallo Stefan,
ja, das Teil sitzt hinten rechts im Kofferraum.
Einem Instinkt folgend habe ich das Kleberchen mittlerweile wieder mit Tesa aufgekelbt - aber fürs Foto musste ich schon etwas Ausleuchten !mgrins!
Wenn das Gehäuse verschlossen ist, müsste es da drin eigentlich ohnehin stockfinster sein. Der Chip ist übrigens gesteckt...
Da bei mir nur zwei Dämpfer angesteuert werden, habe ich ja sogar zwei Ersatztransistoren im Steuergerät eingebaut :D :D
Grüße und Danke für die Mithilfe,
Cutrofiano
Cutrofiano
03.07.2004, 19:49
Ansonsten kannst du bei dem Gerät max. die Transistoren (die vermutl. den Strom für die 4 Spulen/Ventile schalten) durchmessen (Diodentester/Multimeter)
Ähem, wo misst man was?
http://people.freenet.de/moritz+mirjam/Transistor.JPG
Mach doch mal Pfeilchen dran ;-)
Grüße,
Moritz
Servus Cutrofiano
...und jetzt hier so mitten rein die Antwort auf eine Frage die hier nicht zu finden ist...
Hier: http://www.alfisti.net/alfa-forum/showthread.php?t=27998
Allerding musst Du Dich bis zur 3 Seite durchlesen bis interessant wird. Denke aber es wird eher mir als Dir helfen...
Gruß Nico
Cutrofiano
03.07.2004, 21:11
...und jetzt hier so mitten rein die Antwort auf eine Frage die hier nicht zu finden ist...
Hallo Nico,
freut mich, dass mein bebilderter Bericht
glickschduhier (http://www.alfisti.net/alfa-forum/showthread.php?t=19357)
auch Beachtung gefunden hat. Wie du auf den Bildern siehst, geht die Reparatur bei eingebautem Dämpfer.
Die Lancia Dämpfer sind, was die Magnetspulen angeht, etwas anders, als die Alfa Versionen. Trotzdem lassen sich - neben der von mir beschriebenen Reparatur des Kabels - auch die Spulen selbst wechseln.
Aber die Peripherie ist bei mir ja längst auf Vordermann gebracht, bin ja jetzt schon bei den Transistoren...
Dabei darf nicht in Vergessenheit geraten, dass ich ja ein leidlich funktionierendes Steuergerät besitze (Einschränkung wie eingangs beschrieben). Das auf dem Bild oben ist ja dasjenige mit dem Totalausfall - insofern ein geeigneter Testkandidat für die weitere Forschung
Grüße,
Cutrofiano
stefan-b@chello
03.07.2004, 21:42
Ähem, wo misst man was?
!schwitz! lang,lang ist es her seit ich das mal gelernt habe...
Als erstes brauchst du ein Multimeter mit Diodentestfunktion.
Das misst die sogen. Diffusionspannung zwischen den einzelnen Anschlüssen.
Bei einer Diode solltest du wenn du die Messspitzen an die 2 Anschlüsse hältst 1x ~0,7Volt und bei vertauschen der Messspitzen darf keine Spannung angezeigt werden (bei jedem Messgerät anders) hast du 0,0Volt oder bei keiner Polung eine Spannung ist Diode Tot.
Ein Transistor besteht im Prinzip aus 2 Dioden.
Also einfach alle 3 Anschlüsse untereinander ausmessen, dann Messspitzen vertauschen und nochmal Messen.
Was du genau Messen solltest kann ich so nicht sagen da ich nicht weis welche Typen das genau sind (und auch dann eher nicht !mgrins! ) aber du solltes bei allen ungefähr das gleiche haben (wenn sie gleiche Typenbezeichnung haben).
Hat einer 0,0V wo alle anderen 0,7 haben = Tot
Die rot markierten Dioden/Transistorn solltest du so überprüfen können.
Das gelb markierte sind IMO Zener-Dioden die sollten wie normale Dioden in eine Richtung ~0,7V haben und umgepolt eine andere Spannung (je nach Typ).
Hier (http://www.geocities.com/researchtriangle/thinktank/5693/bastelsb.htm) habe ich eine Anleitung gefunden.
!smilewink,Stefan
Cutrofiano
03.07.2004, 21:59
...Die rot markierten Dioden/Transistorn solltest du so überprüfen können.
Das gelb markierte sind IMO Zener-Dioden die sollten wie normale Dioden in eine Richtung ~0,7V haben und umgepolt eine andere Spannung (je nach Typ).
Hallo Stefan,
also die gekühlten Transistoren zeigen alle das gleiche an: 770, wenn die beiden äußeren Füßchen gemessen werden, egal wie rum.
Ebenfalls 770 wenn man das mittlere und eines der äußeren Füßchen misst, je nach Polung, bei umgedrehter Polung 1.
Die scheinen also OK.
Grüße und vielen Dank,
Moritz
stefan-b@chello
03.07.2004, 22:29
Anderer Vorschlag :
Wäre es nicht möglich die Spulen anstatt am Steuergerät direkt mit auf die Zündung zu hängen, also sobald Zündung ein ist Fahrwerk auf weich.
Es muss nur jemand bei dem das Zeug funktioniert nachmessen wieviel Spannung aus dem Steuergerät rauskommt (wenn alles angeschlossen ist).
Ist natürlich nicht die Lösung für Perfektionisten da nachher nix mehr mit Sportmodus aber besser als durchgeschüttelt zu werden.
!smilewink,Stefan
aber besser als durchgeschüttelt zu werden.Weichei! :)
@ Cutrofiano
jetzt mal ´ne saudumme Frage!
Dein Fahrwerk muss doch eigentlich eine Fehlkonstruktion sein.
Vorne Umschaltbar zwischen Pensionata und Männer,
an der Hinterachse aber irgendein Fixkompromiss.
???
Die HA muss doch bei der jeweiligen VA-Einstellungen unterschiedliche Eigenschaft an den Tag legen...wenn man´s mal pfeifen lässt.
...oder Mittelkonsole.
Erinnere mich nun auch nicht wirklich daran.
@Cutrofiano
ein AR-Steuergerät (nix Lanze) müsste ich noch haben.
Wenn ich´s probehalber senden soll > mail.
..wie werden denn steuergeräte gemailt? !undwech!
[...und wahrscheinlich gehen die dann beim komprimieren immer kaputt.. ;-) .]
g-russ
..wie werden denn steuergeräte gemailt? !undwech!hmmm,
steht in Augsburg das > gleichbedeutend für per ? :)
Cutrofiano
03.07.2004, 23:06
Wäre es nicht möglich die Spulen anstatt am Steuergerät direkt mit auf die Zündung zu hängen, also sobald Zündung ein ist Fahrwerk auf weich.
Hallo Stefan,
das wäre sicher ein grobes Faul: Denn auch in der "Auto" Einstellung stellen die Dämpfer ja in sehr vielen Fahrsituationen auf hart. Nicht umsonst ist die Grundeinstellung bei Fehlfuktion hart.
So wird auf hart umgestellt bei
- Beschleunigungssensor meldet über 0,2 g
- 9 Grad Drehwinkel des Lenkrades bei 110 km/h
- 54 Grad Drehwinkel bei 65 km/h (beide Werte exemplarisch einem Kurvendiagramm entnommen)
- Drosselklappenstellung größer als 20 Grad im 1. oder 2. Gang
- Bremsendruck größer als 20 bar
- Geschwindigkeit des Lenkradeinschlags größer als 30 Grad pro Sekunde bei zur Fahrgeschwindigkeit umgekehrt proportionalem Schwellenwert (je schneller die Fahrt, desto langsamer die Drehbewegung zur Umstellung auf hart)
Die Eingriffszeiten liegen um 0,5/100 Sekunden.
Es funktioniert bei mir ja leidlich, ich muss eben nur machmal am Parkplatz raus, um aus und an zu machen. Das spricht übrigens auch wieder gegen die Idee von der kalten Lötstelle: Warum soll die sich "erholen", bloß weil ich das System über den Motorneustart resete...
Grüße,
Cutrofiano
Grüße,
Moritz
Cutrofiano
03.07.2004, 23:18
Weichei! :)
Dafür kriegst du bei ständig hart ein weiches Ei :-]
Dein Fahrwerk muss doch eigentlich eine Fehlkonstruktion sein.
Vorne Umschaltbar zwischen Pensionata und Männer,
an der Hinterachse aber irgendein Fixkompromiss.
Nee, ganz falsch (das freut mich jetzt, dass ich das jetzt zu dir mal so ganz brutal sagen darf :D ): Die elektronische Regelung geht auch auf die Druckregler für die Hinterachse!
Ich gebe zu: Das habe ich im Moment erstmals kapiert, bei der genauen Betrachtung dieses Bildes:
http://people.freenet.de/moritz+mirjam/SCS%20Schema.JPG
Quelle: Lancia Druckschrift Nr. 603.06.518
Dabei stelle ich aber auch fest, dass ich auch an der Hinterachse zwei Magnetventile (Nr. 4 auf dem Bild) an den Gasspeichern der Dämpfer (Nr. 3 ) habe. Und die habe ich tatsächlich noch nie überprüft. Also doch nicht das Steuergerät !gruebel!
Grüße,
Cutrofiano
Zumindest fanden dass die Lancia und alfa Ingenieuredie hatten jedoch manch komische Ansicht...bei einigen Dingen. :-]
Keine Ahnung, wie das Zusammenspiel mit Niveau-Reg aussieht.
will´s aber auch garnicht wissen, da ich eh keine Verwendung dafür hätte. :)
Cutrofiano
03.07.2004, 23:45
die hatten jedoch manch komische Ansicht...bei einigen Dingen. :-]
Sorry, Pedi, das gin jetzt etwas durcheinander - mein Fehler - ich habe nacheditiert...
Grüße,
Cutrofiano
!roll! noo jooooh....
>das kann man soooo und soo sehen !beam!
(also im gesprochenen glaub´schon ...)
!boing!
gruss nach overswaben
Cutrofiano
04.07.2004, 11:38
...Keine Ahnung, wie das Zusammenspiel mit Niveau-Reg aussieht.
will´s aber auch garnicht wissen, da ich eh keine Verwendung dafür hätte. :)
Schade Pedi, lädst du nie Bier (oder ein paar Kartons Chianti) in den Kofferaum? Immer nur auf der Rennstrecke unterwegs? !cup1! !respekt1!
Also diese Sache ruft mir das hier
gusckschdu (http://www.alfisti.net/alfa-forum/showthread.php?t=28089)
in Erinnerung (wofür sich ja auch kein Schwein interessiert hat (69 hits bei 2 eigenen Antworten !schmoll! ):
Wie funktioniert das Zusammenspiel von Niveauregulierung und Dämpferverstellung? Hier meine Überlegungen:
Die hinteren Dämpfer (kosten pro Stück nur 400,- Euro, im Vergleich zu den 750,- Euro pro Stück vorne ein Sonderangebot... !mgrins! ) haben nur eine Druck- Zuleitung. Darin wird vermutlich Öl transportiert. Aus der Bezeichnung "Gasspeicher" (Nr. 3 ) im Bild schließe ich, dass das Öl in der Druckleitung zu den Dämpfern über eine Gasdruckkammer erzeugt wird, die über ihr Speichervolumen gewährleistet, dass immer genug Druck abrufbar zur Verfügung steht.
Der Druck in den Speichern wird über eine Hydraulikleitung erzeugt, die über den Bremskraftregler (Nr. 7 ) aus dem "Regelventil für die Fahrzeuglage" (Nr. 8 ) kommt. Dieses sitzt dort, wo sonst üblicherweise der Bremskraftregler sitzt, an der Hinterachstraverse und bezieht ihrerseits den Öldruck aus der mit der Servolenkung gemeinsamen Pumpe.
Sowohl die Höhenlage, als auch das Ansprechverhalten ("Sport" oder "Auto") der hinteren Dämpfer wird über die eine Druckzuleitung geregelt. Für die "Sport" / "Auto" - Umschaltung sind wie vorne auch zwei Elektroventile (Nr. 4 und 5 ) zuständig, die allerdings hinten in der Druckleitung zwischen Gasspeicher und Dämpfer sitzen.
Niveauregelung: Über die Verstellung der Hebel am Niveauregler wird nun bei Beladung und Absenkung des Hecks der Druck erhöht und mehr Ölvolumen in die Dämpfer gepumpt - das Heck steigt wieder auf die definierte Höhe (zum Procedere der Einstellung des Höhenreglers siehe mein extra Thread hierzu (http://www.alfisti.net/alfa-forum/showthread.php?t=28089) ).
Bei Erreichen der Sollhöhe regelt der Niveauregler wieder zu, im System ist jetzt ein größeres Ölvolumen enthalten bei entsprechend der Zuladung erhöhtem Druck (Druck = Gegendruck).
Fahrdynamische Regelung ("SCS"): Wie prinzipiell vorne auch, werden wieder die Regelventile die Durchflussgeschwindigkeit steuern und derart das Ansprechverhalten regeln.
Grüße,
Cutrofiano
Hallo Nico,
freut mich, dass mein bebilderter Bericht
glickschduhier (http://www.alfisti.net/alfa-forum/showthread.php?t=19357)
auch Beachtung gefunden hat.
-> spitzenmäßig :-] - das macht Mut; und da das Thema ja nun wieder in aller Munde ist hat mich jetzt der Ehrgeiz auch wieder voll gepackt.
Also bei mir ists ja auch ein Wackelkontakt, heisst Fahrwerk geht früher oder später in den Fehlermodus (bei höheren Außen-Temperaturen übrigens eher später). Hab nun überlegt, dass es eigentlich nur ein Kabelbruch sein kann oder der Ventilschließ-öffne Vorgang hakt irgendwie. Eine Spule kann doch eigentlich nur entweder heile oder kaputt sein, oder?
Gruß Nico 8-)
Cutrofiano
04.07.2004, 12:29
...dass es eigentlich nur ein Kabelbruch sein kann oder der Ventilschließ-öffne Vorgang hakt irgendwie.
Hallo Nico,
die Soll-Widerstandswerte zum Nachmessen am Steuergerät hatte ich damals ja genannt. Ein Bruch des Kabels direkt am Dämpfer ist sehr wahrscheinlich, da das Kabel dort ständig bewegt und je nach Einbaulage (beim Thema zum Beispiel) ungünstig stark abgeknickt ist. Bei mir war es so, dass der Kontakt in ausgefedertem Zustand (Auto hochgebockt) da war und kaum stand das Auto auf den Rädern, war Schluss. Bin damals fast verzweifelt.
Viel Erfolg !thatsit!
Grüße,
Cutrofiano
Cutrofiano
11.07.2004, 12:48
Hallöle,
ich war gestern mal wieder "Überlandfahren" und - man kann die Uhr danach stellen - nach einer Stunde geht die rote Lampe an :-*
Hat hier jemand Erfahrung, ob es möglich ist, bei Fiat wegen des Schaltplanes des Steuergeräts anzufragen?
Am liebsten wäre mir ein Schalter im Armaturenbrett, mit dem ich leicht während der Fahrt ein reset im System schalten könnte. Anbieten würde sich der Schalter für die Tankdeckelöffnung, die sitzt nämlich genau neben dem SCS-Steuergerät. Im verschlossenen Zustand liegt am Magnetschalter des Tankdeckels Plus und Minus an. Minus wird über den Öffnerschalter in der Armaturentafel gehalten, d.h. bei Betätigung des Schalters auf Plus umgeschaltet. Würde ich nun die Polung des Tankdeckelöffnerschalters umdrehen, so dass die Leitung zum Tankedeckel im Normalzustand Plus führt und im geschaltetem Zustand Masse, und dann die Klemme 3 an Stecker C des SCS-Steuergerätes von Zündungsplus auf diese Leitung umlegen, dann würde die SCS-Stromzufuhr bei Betätigung des Tanköffnerschalters unterbrochen und gleichzeitig Plus des Steuergerätes auf Masse gelegt, was dem "klassischen Steuergeräte-reset" entspricht. Bei Loslassen wäre alles wieder normal. Hört sich doch irgendwie gut an, oder? !gruebel!
(Den Tandeckelöffner könnte ich normal mit der ZV der Türen koppeln, so wie ich es mit der Heckklappe auch gemacht habe, weil mir die paranoide Idee des Öffners im Handschuhfach zu blöd war).
Normalerweise würde ich ja sagen, dass am Sammelmassepunkt 530 des SCS-Steuergerätes nach aller Erfahrung der Fehler liegt, bloß: Wie beschrieben tritt der immer erst nach einer Stunde auf und ich habe noch keinen Massefehler mit Zeitschaltuhr erlebt :D
Grüße,
Cutrofiano
Cutrofiano
11.07.2004, 16:19
Noch ein kleiner Nachtrag:
In der Alfa Druckschrift Nr. 760 947 (Januar 1995) zum SCS findet sich auf der letzten Seite die Anmerkung:
Bei der Ausführung Alfa 164 wird der Fehler sofort mit Aufleuchten der Kontrolleuchte angezeigt.
Beim Alfa 164 FL/Super wird während der Fahrt kein Fehler angezeigt. Erst beim nächsten Einschalten der Zündung, während der Prüfphase wird eine Störung angezeigt.
Da scheint man ab '92 dazu gelernt zu haben. In meinem Fall (grundsätzliche Funktion mit kurzzeitigen Ausfällen) würde da also keine rote Lampe nerven. Beim nächsten Selbstcheck wäre längst der Fehler wieder abgetaucht.
Aber wer jetzt glaubt, der Thema FL92 hätte scheinbar das gleiche Steuergerät, wie der "alte 164", der irrt:
Lancia Thema=Dedra=Delta Nr. 7601629 für 231,12 Euro
Alfa 164 alt Nr. 60575779 für 411,38 Euro
Alfa 164 FL Nr. 60593507 für 363,85 Euro
Was auch sonderbar ist: Das Marelli Modul für das neuere 164 FL Steuergerät ist das M4 B. Das ist das gleiche, wie zur Prüfung des Lancia Steuergerätes.
Dagegen wird das alte 164er Steuergerät mit dem MA 3A gechecked...
Übrigens kann der Fehler nicht mit einem Wackler in der Plus-Stromversorgung des Steuergerätes zu tun haben: Wenn man die Sicherung im Sicherungskasten raus zieht und wieder rein steckt, benimmt sich das Steuergerät wie nach einem Neustart - die rote Lampe erlischt nach kurzem Check.
Grüße,
cutrofiano
Oller Romeo
13.07.2004, 16:47
Tach zusammen!
Soweit ich mich an meine vor ca. 100 Jahren absolvierte Elektriker-Ausbildung erinnern kann, flasht man EPROM´s mit UV-Licht aus UV-Lampen. Die müssen dabei direkt über dem Fensterchen angebracht werden und bis der Chip vollständig gelöscht ist, muß ca. 20 Minuten "bestrahlt" werden. Tageslicht enthält zwar auch UV-Anteile, aber so wenige, dass ein kurzes Ausbauen und fotografieren eigentlich nicht zur Löschung des EPROM´s führen sollte.
Der Olle Romeo
PS: Bevor mich jemand für verrückt hält, weil ich eine völlig deplazierte Antwort gebe: Ich hab erst nach dem posten gemerkt, dass der Thread mehr als eine Seite hat...
Cutrofiano
13.07.2004, 20:33
...meine vor ca. 100 Jahren absolvierte Elektriker-Ausbildung
Hallo, Oller Romeo,
also bei Beginn der Lehre mit 16 + 3 Jahre Ausbildung, bist du 119 Jahre alt - aber wie sahen denn um 1904 die EPROMs aus? !gruebel!
...bis der Chip vollständig gelöscht ist, muß ca. 20 Minuten "bestrahlt" werden.
Ich habe heute nochmals einen Versuch gestartet und mit dem Marelli-Tester den Fehlerspeicher auslesen lassen. Nix zu machen: Kein Fehler abgespeichert, im Diagnosedurchlauf auch kein Fehler diagnostizierbar...
Im Elektronikladen meinten die, so ein EPROM könnte mit der Zeit, wenn die Abdeckung über dem Fenster fehlt, auch bei minimalem Lichteinfall irgendwann einen ebenso minimalen Fehler entwickeln. Eventuell eben so, wie bei mir...
Sollte ich jemals ein 100% funktionierendes Steuergerät in die Hände bekommen (oder mich zum Kauf eines neuen durchringen können), wird als erstes der EPROM ausgelesen und die Daten auf CD gesichert...
Grüße,
Cutrofiano
Cutrofiano
17.07.2004, 00:54
...Kein Fehler abgespeichert, im Diagnosedurchlauf auch kein Fehler diagnostizierbar...
...man kann die Uhr danach stellen - nach einer Stunde geht die rote Lampe an.
Ich glaube, langsam drehe ich durch: Heute fahre ich die gleiche Strecke, wie vor einer Woche (Flughafen Basel). Am Schild "Aéroport Bâle - Mulhouse, 24 km" denke ich noch: Dort ging vor einer Woche die rote Lampe an. Zack, geht das Ding an !mgrins!
Auf der Rückfahrt, nach der identischen Fahrtstrecke, 25 km vor Freiburg: Zack, geht die rote Lampe an. Ich schwöre es: Es wäre völlig unmöglich, die rote Lampe früher zum Leuchten zu bringen, es wäre völlig unmöglich, das länger zu verhindern. Außerdem kann ich eines mit Bestimmtheit sagen: Der "Fehler" tritt regelmäßig in einem Fahrzustand auf, in dem das Steuergerät buchstäblich nichts zu tun hat: Geradeausfahrt bei rund 120 km/h. Da erfordert kein einziger der abgerufenen Parameter (Beschleunigung, Lenkwinkel, Bremsdruck) eine Raktion der Dämpfer. Heißt: Der "Fehler" kann unmöglich durch ein Nicht-Reagieren eines der Dämpfermagnetventile hervorgerufen sein. Es gibr nur einen Schluss:
Das Scheiß !wut! Steuergerät produziert sich seinen Fehler nach der definierten Fahrstrecke einfach selbst. Ich hasse dieses Teil...
Grüße,
Cutrofiano
Ich glaube, langsam drehe ich durch: Heute fahre ich die gleiche Strecke, wie vor einer Woche (Flughafen Basel). Am Schild "Aéroport Bâle - Mulhouse, 24 km" denke ich noch: Dort ging vor einer Woche die rote Lampe an. Zack, geht das Ding an !mgrins!
Auf der Rückfahrt, nach der identischen Fahrtstrecke, 25 km vor Freiburg: Zack, geht die rote Lampe an. Ich schwöre es: Es wäre völlig unmöglich, die rote Lampe früher zum Leuchten zu bringen, es wäre völlig unmöglich, das länger zu verhindern. Außerdem kann ich eines mit Bestimmtheit sagen: Der "Fehler" tritt regelmäßig in einem Fahrzustand auf, in dem das Steuergerät buchstäblich nichts zu tun hat: Geradeausfahrt bei rund 120 km/h. Da erfordert kein einziger der abgerufenen Parameter (Beschleunigung, Lenkwinkel, Bremsdruck) eine Raktion der Dämpfer. Heißt: Der "Fehler" kann unmöglich durch ein Nicht-Reagieren eines der Dämpfermagnetventile hervorgerufen sein. Es gibr nur einen Schluss:
Das Scheiß !wut! Steuergerät produziert sich seinen Fehler nach der definierten Fahrstrecke einfach selbst. Ich hasse dieses Teil...
Grüße,
Cutrofiano
äääähm, klingt jetzt abenteuerlich, aber mir wurde auch mal von so einem fall erzählt ( ging um glaub ich um ein abs oder airbag-steuergerät)
kunde´s auto auf dem weg zur arbeit häufig störung des besagten gerätes gemeldet. werkstatt das auto zig mal ausgiebig getestet. kein fehler. kunde wieder zur arbeit->störung.
nach langem hin und her, entpuppte sich die strecke, bzw. in der nähe stehende funkmasten als ursache, die das steuergerät wohl etwas durcheinander brachten.
vielleicht ist dein gamecube da ja auch ein bischen sensibel :o ?
gruss
Cutrofiano
17.07.2004, 10:40
... in der nähe stehende funkmasten als ursache, die das steuergerät wohl etwas durcheinander brachten.
Daran habe ich auch schon gedacht: Was aber recht eindeutig dagegen spricht: Das Phänomen tritt zwar nach einer bestimmten Distanz auf, aber nicht an bestimmten Stellen. Bei obigen Beispiel sind die Koordinaten 24 km vor dem Flughafen und 25 km vor Freiburg nicht identisch. Außerdem müsste, wenn es etwas mit Funkmasten zu tun hätte, das Problem auch manchmal im Stadtverkehr oder nach anderen Distanzen auftreten. Dagegen ist es aber immer eine bestimmte Fahrstrecke /-zeit.
Grüße + Danke fürs Mitüberlegen,
Cutrofiano
Cutrofiano
19.07.2004, 23:24
...Lancia Thema=Dedra=Delta Nr. 7601629 für 231,12 Euro
Sorry, das war eine Ente: Nr. 7601629 ist nur der Beschleunigungssensor, war in der Zeile verrutscht. Das Steuergerät Nr. 82459568 kostet 880,- Euro 8-(
Grüße,
Cutrofiano
AxelBerlin
20.07.2004, 04:28
Hhm, da muss ich nun doch mal auch meinen Senf dazu abgeben. Koennte es nicht doch ein leicht thermisches Problem sein? Ich weiss nicht genau, wie die Transistoren da verschaltet sind, also A oder B oder AB Verstaerker aber etwas aehnliches muss es sein. Es ist, wenn ich mich noch recht erinnern kann fuer einen A Verstaerker die groesste Belastung, also thermisch, wenn er eigentlich nichts zu tun hat. In der Stadt tritt der Fehler ja nicht auf, da man oefters Bremst, anfaehrt und lenkt, also ackert die Kiste wie wild, wenn auch nicht unbedingt merklich. Auf der Bahn, oder einer recht unspektakulaeren Landstrasse muss das Geraet nicht unbedingt dauernd eingreifen und wird warm. Hier koennte dann wieder die kalte Loetstelle zum Einsatz kommen. Wie verhaelt sich das Laempchen bei einer Passfahrt? Schon mal ausprobiert?
Gruss
Axel
Cutrofiano
20.07.2004, 10:34
... Es ist, wenn ich mich noch recht erinnern kann fuer einen A Verstaerker die groesste Belastung, also thermisch, wenn er eigentlich nichts zu tun hat.
Hallo Axel,
das liest sich interessant. Vielleicht sollte ich mal einen elektronischen Thermometer mit externem Fühler anschließen und beobachten, wie sich die Temperatur im Laufe der Fahrt verändert.
Lässt sich das an den Transistoren messen, ob es sich um eine "A-Verstärkung" handelt?
Ich steuere auch noch eine weitere Überlegung bei: Im "Ruhezustand", also bei nicht geschalteten Magnetventilen, stehen die Dämpfer auf hart. Das ist im Fahrbetrieb auf "Auto" aber gerade nicht der Normalzustand, sondern der, der nur dann greift, wenn das Auto bremst, lenkt, beschleunigt etc.
Hat jetzt das Steuergerät auf der Autobahn "Nichts zu tun", befinden sich die Magnetventile eben gerade nicht im Ruhe-, sondern im geschaltetem Zustand. Lange gleichmäßige Geradeausfahrt heißt also dauernder Stromfluss zu den Magentventilen - vermutlich über die im Bild gut zu erkennenden Leistungstransitoren.
Ich sollte bei nächster Gelegenheit mal folgendes versuchen: Bei Fahrtbeginn auf "Sport" schalten, so dass nie Strom zu den Magentventilen geschaltet wird. Stellt sich natürlich die Frage, welche Aussagekraft ein solcher Test haben kann, selbst wenn die Fehlermeldung dann ausbliebe, da in der "Sport" Stellung das System ja weitgehend ausgeschaltet ist. Ganz aus ist es aber nicht: So kann man auch in der "Sport" Stellung durch Rausnehmen der Sicherung am Relais die Fehlermeldung erzeugen, die Selbst-Check Funktion scheint also auch in der "Sport"-Stellung aktiv zu sein, allerdings hat dort ja weder das Steuergerät sonst was zu tun, noch werden je die Magnetventile geschaltet. Ich sollte es aber doch mal versuchen...
verhaelt sich das Laempchen bei einer Passfahrt?
Also wenn "Hochschwarzwald-Betrieb" (1000 Höhenmeter auf 10 km) reicht, dann habe ich das zur Genüge ausprobiert. Ich könnte jetzt nicht mit Bestimmtheit sagen, dass das Lämpchen im bergigen Terrain noch nie angesprungen wäre. Allerdings ganz sicher nicht direkt vor der Haustüre, das hätte ich mir gemerkt, sondern wenn, dann höchstens nach längerer Fahrt.
Hier koennte dann wieder die kalte Loetstelle zum Einsatz kommen.
Da stellt sich dann aber wieder die Frage: Wieso "verschwindet" die kalte Lötstelle sofort nach dem Neustart? Die Erwärmung dürfte ja nicht so schnell nachlassen, dass ein Drehen des Zündschlüssels reicht. Wenn's natürlich nur ein Minimalstwackelkontakt wäre, der ohnhein, auch bei Erwärmung, nur für Sekundenbruchteile in Erscheinung tritt, könnte der System-reset reichen...!gruebel!
Grüße und weiterhin danke fürs Mitüberlegen,
Cutrofiano
AxelBerlin
20.07.2004, 19:35
/das liest sich interessant. Vielleicht sollte ich mal einen elektronischen Thermometer mit externem Fühler anschließen und beobachten, wie sich die Temperatur im Laufe der Fahrt verändert./
Ich wuerde direkt an dem Kuehlkoerper messen, denn der fuehrt die Temperatur ab.
/Lässt sich das an den Transistoren messen, ob es sich um eine "A-Verstärkung" handelt?/
Nein, das koennte man nur ueber den schaltplan herausfinden und dann mueste man aus der Dimensionierung der anderen Bauteile das nachrechnen.
/Ich steuere auch noch eine weitere Überlegung bei: Im "Ruhezustand", also bei nicht geschalteten Magnetventilen, stehen die Dämpfer auf hart. Das ist im Fahrbetrieb auf "Auto" aber gerade nicht der Normalzustand, sondern der, der nur dann greift, wenn das Auto bremst, lenkt, beschleunigt etc.
Hat jetzt das Steuergerät auf der Autobahn "Nichts zu tun", befinden sich die Magnetventile eben gerade nicht im Ruhe-, sondern im geschaltetem Zustand. Lange gleichmäßige Geradeausfahrt heißt also dauernder Stromfluss zu den Magentventilen - vermutlich über die im Bild gut zu erkennenden Leistungstransitoren./
Was macht das Ding, wenn der Wagen einfach nur 30 Minuten im Leerlauf brummelt? Wie stehen dann die Daempfer?
/Ich sollte bei nächster Gelegenheit mal folgendes versuchen: Bei Fahrtbeginn auf "Sport" schalten, so dass nie Strom zu den Magentventilen geschaltet wird. Stellt sich natürlich die Frage, welche Aussagekraft ein solcher Test haben kann, selbst wenn die Fehlermeldung dann ausbliebe, da in der "Sport" Stellung das System ja weitgehend ausgeschaltet ist. Ganz aus ist es aber nicht: So kann man auch in der "Sport" Stellung durch Rausnehmen der Sicherung am Relais die Fehlermeldung erzeugen, die Selbst-Check Funktion scheint also auch in der "Sport"-Stellung aktiv zu sein, allerdings hat dort ja weder das Steuergerät sonst was zu tun, noch werden je die Magnetventile geschaltet. Ich sollte es aber doch mal versuchen.../
Bleibt die Frage, ob das dann der selben Fehlermeldung entspricht, die Du beim Fahren erzeugst!
/Also wenn "Hochschwarzwald-Betrieb" (1000 Höhenmeter auf 10 km) reicht, dann habe ich das zur Genüge ausprobiert. Ich könnte jetzt nicht mit Bestimmtheit sagen, dass das Lämpchen im bergigen Terrain noch nie angesprungen wäre. Allerdings ganz sicher nicht direkt vor der Haustüre, das hätte ich mir gemerkt, sondern wenn, dann höchstens nach längerer Fahrt./
Mach doch Pedis Paessetour mit, da hast Du genuegend Testarea :-D
Bei dem Preis fuer ein Neuteil ist natuerlich die Ueberleguung hier "weiter zu basteln" erstmal die preiswertere Alternative. Hast Du die Moeglichkeit evtl. leihweise an "sicher funktionierendes" Geraet zu kommen? Dies waere die Chance zumindest das ganze andere Leitungsgeraffel und auch die Regelungsmechanik auszuschliessen.
Gruss
Axel
Cutrofiano
20.07.2004, 23:48
Was macht das Ding, wenn der Wagen einfach nur 30 Minuten im Leerlauf brummelt?
Nochmals kurz vorausgeschickt: Alle 4 Dämpfer werden über ein Relais geschaltet, das sich in der Nähe des Steuergerätes befindet (das Relais schaltet über Minus von Klemme 5 des Steckers C des Steuergerätes).
Alle vier Dämpermagnetventile teilen sich also die selbe Plusleitung, die vom Relais kommt. Dagegen werden die Minusleitungen für alle vier Dämpfer getrennt aus vier verschiedenen Anschlüssen der Stecker B und C des Steuergerätes bedient. Vermutlich erfolgt derart die Diagnose der einzelnen Dämpfer.
Dreht man nun den Zünschlüssel, schaltet das Relais ein erstes Mal: Die Dämpferventile stellen auf Bypass = weich. Nach dem Selbstcheck schaltet das Relais ein zweites mal: Die Dämpfer gehen auf Ruhestellung hart. Die rote Lampe verlöscht. Wurde aber beim ersten Schaltvorgang ein Fehler in einem der Dämpfermagnetschalter diagnostiziert, geht die rote gleich wieder an (war bei mir früher so, als einer der Dämpfer einen Wackler hatte). Ansonsten bleibt das rote Licht aus, die Dämpfer stehen auf hart, was in Anbetracht des Umstandes, das als Nächstes das Anfahren ansteht und dort harte Dämpfer erwünscht sind, auch sinnvoll ist. Die Antwort auf die Frage, was passiert, wenn das Auto im Leerlauf steht, heißt also: Die Dämpfer stehen auf hart, die Magnetventile haben nicht angezogen. Das ist also der umgekehrte Zustand, wie bei gleichmäßiger Autobahnfahrt.
Was von dem Marelli-Tester zu halten ist, kann man übrigens daran sehen: Wir haben testweise die Sicherung des Relais herausgezogen, um die Reaktion des Testers zu testen. Damit fallen wohlgemerkt alle vier Dämpfer auf einmal aus. Fehlermeldung des Testers: "Wackelkontakt Dämpfer vorne rechts." Na super...
Mach doch Pedis Paessetour mit...
Aber mit dem Rennrad, da geht auch sicher keine rote Lampe an, jedenfalls nicht aus unerklärlichen Gründen :D :D
Grüße,
cutrofiano
AxelBerlin
21.07.2004, 01:31
OK, es kommen also von Plus ausgesehen als erstes die Ventile und dann der Transistor. Ist der Transi offen, also er leitet koennen die Ventile schalten, weil ja die vollen 12 Volt ueber diese abfallen. Sperrt der Transi fallen also 12 V ueber den Transi ab und die Ventile fallen ab.
Hast Du mal gecheckt, ob ueberhaupt alle vier Leitungen OK sind?
Zu der Fehlermeldung vorne rechts kann man vielleicht sagen, dass der Fehlerspeicher nur einen Fehler registrieren kann, da dann ja sowieso die Lampoe sofort angeht. Vielleicht war nun beim Abfallen des Relais der vorne rechts einfach der schnellste...so dass dieser als erstes im Speicher auflief und dem Kind einen Namen gab. Die Problematik liegt auch darin, dass man ohne Schaltplan sich die ganze Sache etwas schwer vorstellen kann. Hat da jemand was zur Hand?
Axel
Cutrofiano
21.07.2004, 12:24
OK, es kommen also von Plus ausgesehen als erstes die Ventile und dann der Transistor. Ist der Transi offen, also er leitet koennen die Ventile schalten, weil ja die vollen 12 Volt ueber diese abfallen. Sperrt der Transi fallen also 12 V ueber den Transi ab und die Ventile fallen ab.
Asche auf mein Haupt...
Ich habe jetzt mal den Multitester parallel zu einem der Dämpfer angeschlossen und die Arbeitsweise des SCS im Fahrbetrieb beobachtet. Hier die Erkenntnisse:
a) Grundsätzliches
- Das Relais schaltet nicht, es versorgt vielmehr nach dem Einschalten der Zündung die Plusleitungen der Dämpfer mit Dauerstrom.
- Das Schalten der Dämpfer wird über die Minusleitungen direkt aus dem Steuergerät bewerkstelligt.
- Steht das Auto, liegt kein Strom an den Dämpferventilen an (Stellung "Sport")
- Sobald man losfährt, liegen 4 Volt an den Dämpfern an (obwohl das Relais volle 13 Volt auf die Plusleitung gibt).
b) Erkenntisse aus dem Fahrbetrieb
- Mir ist es nicht gelungen durch Kurvenfahren (schnell gefahrene Schnellstraßenauffahrt mit engem Radius) oder volles Beschleunigen das Abschalten der Dämperventile zu erreichen. Lediglich auf auch nur leichten Druck auf das Bremspedal schalten die Dämpfer sofort auf hart, d.h. die gemessene Spannung an den Ventilen fällt von 4 Volt auf 0.
- Bei Stellung des Wahlschalters auf "Sport" liegt permanent 0 Volt an.
Hast Du mal gecheckt, ob ueberhaupt alle vier Leitungen OK sind?
Ja, ich habe alle Leitungen nochmals durchgemessen. Wie erwartet liegen alle Widerstandswerte der Magnetventile im grünen Bereich (Soll, direkt am Ventil gemessen: 3 Ohm plusminus 10%). An den Leitungen am Steuergerät lassen sich etwa 4,5 Ohm messen, dabei ist natürlich die lange Messstrecke zu berücksichtigen).
Zu der Fehlermeldung vorne rechts kann man vielleicht sagen, dass der Fehlerspeicher nur einen Fehler registrieren kann...
Dagegen spricht nicht nur die präzise Meldung des Marelli-Testers, sondern auch der Umstand, dass - wie oben festgestellt - offenbar jeder Dämpfer seine eigene geschaltete Minusleitung hat (die vier sichtbaren Transistoren).
Die Problematik liegt auch darin, dass man ohne Schaltplan sich die ganze Sache etwas schwer vorstellen kann. Hat da jemand was zur Hand?
Also den Stromlaufplan des Autos hätte ich natürlich (soll ich den hier einstellen?), den Schaltplan des Steuergerätes nicht. Habe ich versucht, über Fiat's Werkstätten-Betreuung zu bekommen, haben die aber auch nicht.
Grüße,
cutrofiano
Cutrofiano
21.07.2004, 20:11
...Mir ist es nicht gelungen durch Kurvenfahren (schnell gefahrene Schnellstraßenauffahrt mit engem Radius) oder volles Beschleunigen das Abschalten der Dämperventile zu erreichen.
Der "Beschleunigungssensor" misst nicht etwa die Beschleunigung in Fahrtrichtung, sondern die senkrechte, also Schläge von der Fahrbahn. Das funktioniert soweit. Allerdings braucht es zum Ansprechen schon einen Bahnübergang oder kapitale Bodenwellen.
Die Beschleunigung in Fahrtrichtung wird "errechnet" aus der Drosselklappenstellung (größer 20° im ersten und zweiten Gang). Das wiederum funktioniert bei mir ausweislich mehrerer Versuche überhaupt nicht. Genausowenig wie die Verstellung bei Kurvenfahrt: Ich bin mit Volleinschlag im Kreisel gefahren, bis die Räder quietschten - keine Reaktion des Steuergerätes. Das spräche für den Ausfall von Lenkwinkelsensor, Getriebesensor und / oder Drosselklappensensor. Das Steuergerät scheint sich daran aber nicht zu stören, auch hat der Marelli-Tester keinen Ausfall festgestellt.
Das ist jetzt aber ein anderes Thema. Warum gelegentlich die rote Lampe angeht, scheint jedenfalls mit den beschriebenen Fehl- bzw. Nichtfunktionen nicht erklärt...
Grüße,
Cutrofiano
AxelBerlin
21.07.2004, 21:57
Ohje, die Sache wird ja immer wilder. Zunaechst musst Du sicherstellen, dass alle Sensoren und Stellglieder, also auch die Daempfer, funktionieren, ohne einen sporadischen Fehler zu erzeugen. Fuer Dich duerfte es da aber schon losgehen. Wie soll man das alles messen? Eine normale Werkstatt waere da sicher auch ueberfragt. Du musst wohl einen Suchen, der sich mit soetwas beschaeftigt. Ob der Dich dann nicht doch abzockt ist noch ein anderes Geschaeft.
Man muesste alle Dinger durchtesten und das nicht nur im Stand, sondern auch gerade auf der Bahn und im Stadtverkehr aber wer kann das schon.
Gruss
Axel
Cutrofiano
21.07.2004, 22:59
Du musst wohl einen Suchen, der sich mit soetwas beschaeftigt. Ob der Dich dann nicht doch abzockt ist noch ein anderes Geschaeft.
Hallo Axel,
ganz ehrlich: Ich verstehe da jetzt schon mehr davon, als jede Alfa Lancia Werkstatt im weiten Umkreis. Wenn du denen mit dem Problem kommst, verstecken sie sich schnell alle hinter den Regalen, zumal der Marelli Tester wenig weiter hilft...
Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass das Steuergerät einen Schuss hat. Wie sonst ist es zu erklären, dass trotz keiner Fehlermeldung über Lenkwinkel-, Getriebe- und Drosselklappensensor die hieraus abzuleitenden Reaktionen des Steuergeräts ausbleiben?
Also werde ich momentan mal die Suche abstellen und hoffen, dass mir bald mal ein Ersatzsteuergerät in die Hände kommt, von dem bekannt ist, dass es fehlerfrei funktioniert...
Grüße + Danke für deine Unterstützung,
Cutrofiano
Cutrofiano
25.07.2004, 12:27
So, gestern war mal wieder Zeit für eine Messfahrt.
Wie angekündigt, bin ich mit der Einstellung "Sport" losgefahren, bei der, wie oben beschrieben, die Magnetventile in den Dämpfern permanent abgeschaltet bleiben.
Und trotzdem ging nach exakt 59 Kilometern die rote Lampe an. Also habe ich den Motor an- und ausgeschaltet und war gespannt auf die nächste "Etappe".
Kurz vor 118 Kilometern sage ich zu meiner Frau: "Jetzt bin ich mal gespannt". Exakt als der Kilometerzähler zu 118,0 umsprang ging die Lampe an !mgrins!
Das war regelrecht gruselig!
Diese Präzision kann nun definitv nichts mehr mit einem wie auch immer gearteten Wackelkontakt (Stichwort kalte Lötstelle) zu tun haben. Das Steuergerät beobachtet ja ständig die Geschwindigkeit, kann also anhand derselben und der Zeit natürlich auch die gefahrene Entfernnung berechnen.
Mir drängen sich zwei mögliche Schlüsse auf:
- Entweder macht das Steuergerät alle 59 km irgendwas und beschließt selbst einen Fehler zu melden oder
- der Tacho liefert in regelmäßigen Abständen ein "korrumpiertes Signal", was im Steuergerät eine Fehlermeldung provoziert.
Zur weiteren Klärung werde ich also zwangsläufig auf ein weiteres Steuergerät angewiesen sein, um einen Referenzversuch zu fahren.
Wenn mir jemand leihweise eines zur Verfügung stellen kann, bitte melden !meister!
Ich will mich dafür natürlich gerne erkenntlich zeigen.
Grüße,
Cutrofiano
Cutrofiano
07.08.2004, 01:46
...Zur weiteren Klärung werde ich also zwangsläufig auf ein weiteres Steuergerät angewiesen sein, um einen Referenzversuch zu fahren.
Ich habe jetzt nochmals ein anderes Steuergerät eingebaut (Danke Thomas :* ) und beobachte auch dessen Arbeitsweise mit dem parallel zu einem Dämpfer angeschlossenen Multitester. Und siehe da: Das Gerät arbeitet deutlich agiler - um nicht zu sagen leicht hysterisch - als das alte. Auch erfolgen jetzt erkennbar Reaktionen auf Beschleunigung und Kurvenfahrt. Unterm Strich lässt sich bislang sagen, dass das Fahrwerk in der "Auto-Einstellung" über 85% der Zeit auf hart steht, weil das Steuergerät offensichtlich ständig irgendeinen Anlass dazu findet. Nur bei wirklich völlig ruhiger Geradeausfahrt ohne größere Bodenwellen bleibt das Fahrwerk konstant auf weich.
Jetzt soll mir nochmals einer erklären, warum er die "Sport"-Einstellung favorisiert. Weil das Stuckern der Vorderachse auf der Autobahn so maskulin auf die Beifahrerin wirkt und sie so an den tiefergelegten Golf von deren Ex erinnert?
In allen Fahrsituationen, wo harte Dämpfer aus sportlichen Gesichtspunkten gewünscht sind, schaltet das Steuergerät tatsächlich auf hart. Damit hat die "Sport"-Einstellung für mich eigentlich nur den Existenzzweck, das zigtausendfache Schalten der Magnetventile in den Dämpfern zu deren Schonung zu unterbinden. Oder wenn das Steuergerät defekt ist und beispielsweise in den Kurven (wie bei meinem) gar nicht reagiert, ohne dass dies aber zu einer Fehlermeldung und damit wiederum Umschalten auf hart führen würde.
Übrigens habe ich mittlerweile ein Alfa Schulungs-Video zum elektronischen Fahrwerk angeschaut. Eine etwaige - wie von mir schon als existierend behauptete - Niveauregulierung für den 164er kommt darin übrigens nicht vor. Pedi wird sich bestätigt fühlen. Jedenfalls ist dieses Video zwar ganz unterhaltsam gemacht und erklärt auch eininge technische Details. Aber es hat doch mehr Werbecharakter und äußert sich über Fehler und Problembehandlung gar nicht...
So, jetzt muss bei nächster Gelegenheit der "59-Kilometer Test" her. Wenn dann die rote Lampe dauerhaft ausbleibt, bin ich vielleicht endlich am Ende meiner Suche...
Grüße,
Cutrofiano
AxelBerlin
11.08.2004, 00:04
Du hast also ein Zusatztool mit eingebaut, was es Dir endlich ermoeglicht alle halbe Stunde eine Kaffeepause einzulegen. :-D Und das Kilometergenau. Ich wuerde es mir patentieren lassen 8)
Da geht was nicht mit rechten Dingen zu.
Viel Spass noch beim suchen.
Gruss
Axel
Cutrofiano
11.08.2004, 01:04
Du hast also ein Zusatztool mit eingebaut, was es Dir endlich ermoeglicht alle halbe Stunde eine Kaffeepause einzulegen. :-D Und das Kilometergenau.
Yup.
Da geht was nicht mit rechten Dingen zu.
Ich find's auch gruselig - Christin(e)a?
Viel Spass noch beim suchen.
Wie, du gibst auf? !mgrins!
Grüße,
Cutrofiano
AxelBerlin
12.08.2004, 02:11
Aufgeben tu ich nicht aber es faellt mir im Moment nix mehr dazu ein. Ist etwas schwer, so ohne dabei zu sein.
Man muesste jetzt mal wissen, was macht die ganze Elektronik genau nach dieser Zeit? Gibt es da einen Zaehler, der was zaehlt oder wie auch immer. :+)
Gruss
Axel
Cutrofiano
12.08.2004, 05:12
Aufgeben tu ich nicht aber es faellt mir im Moment nix mehr dazu ein. Ist etwas schwer, so ohne dabei zu sein.
Hallo Axel,
das war jetzt wirklich nicht ernst gemeint, das mit dem Aufgeben - du hast dich ja wirklich rührend an der Suche beteiligt. Vielleicht bin ich der Lösung ja auch schon sehr nahe:
Eprom-Thread (http://www.alfisti.net/alfa-forum/showthread.php?t=29634)
Der 59-km Test steht noch immer aus (ich kam noch nicht "so weit")...
Grüße,
Cutrofiano
Cutrofiano
20.08.2004, 00:18
...So, jetzt muss bei nächster Gelegenheit der "59-Kilometer Test" her.
Ich fasse das wirklich nicht: Heute hatte ich, nachdem das Tauschsteuergerät jetzt zwei Wochen eingebaut war und in dieser Zeit die rote Lampe während der Stadtverkehrfahrten nicht einmal angegangen war, endlich Gelegenheit für den "59-km Test". Es waren zwar nicht 59 km, aber 70, da ging die rote Lampe an. Auf der Rückfahrt passierte es dann wieder bei km 60.
Jetzt habe ich
- vorne neue Dämpfer drin,
- alle Leitungen und Magnetventile x-mal durch gemessen und
- die Steuergeräte getauscht
und es bleibt immer das gleiche: Bei Kurzstreckenfahrten über hunderte von Kilometern (aber nie mehr als 60 km am Stück) kein Befund - aber geht es einmal über die magischen 59 km, geht alsbald die rote Lampe an.
Ich schließe jetzt einfach aus, dass es was mit den Dämpfern zu tun hat, denn warum soll ein möglicher Wacklekontakt immer erst nach 60 km auftreten und wirklich nie vorher.
Es verbleiben danach die folgenden Schlüsse:
1. Das Tauschsteuergerät hat präzise den gleichen Defekt, wie das ursprünglich eingebaute (wenig wahrscheinlich).
2. Der Tacho liefert immer nach einer bestimmten Dauerfahrstrecke ein korrumpiertes Signal ans Steuergerät, das dieses nicht verdauen kann. Na ja...
3. Es hat etwas mit der Aufheizung des Steuergerätes oder noch wahrscheinlicher des Relais für die Plusstromzuschaltung der Dämpfer zu tun. Ich habe festgestellt, dass das Relais (allerdings auch die anderen in der gleichen Reihe, die beispielsweise für die Vordersitze zuständig sind) sich während der Fahrt schon mehr als handwarm aufheizt , man könnte schon fast von heiß reden. Dabei hatte ich das Relais auch schon getauscht, ohne Erfolg. Tatsache ist, dass beim geringsten Aussetzer des Relais (lässt sich leicht durch Herausziehen der Sicherung simulieren) die rote Lampe sofort angeht. Soll ich statt der fahrzeugtypischen Italienischen mal ein Bosch Relais versuchen?
An dieser Frage könnt Ihr sehen, dass ich schon langsam paranoid werde -
dieser Scheiß nervt wirklich nicht zu knapp...
Ich freue mich auf die Urlaubsfahrt mit dem Y10 GT, der hat so einen Elekronikscheiß gar nicht erst :-{
Grüße,
Cutrofiano
Servus Cutrofiano,
ich ziehe meinen Hut mit welchem Ehrgeiz Du an die Sache rangehst. Hoffe Du bekommst es irgendwann mal in den Griff.
Zur Aufmunterung vielleicht mein letzter Stand der Dinge:
Nachdem ich mitbekommen habe, dass man die Magnetschalter auch einzeln tauschen kann (dank an pedi), funktionierte mein Fahrwerk urplötzlich wieder absolut sörungsfrei. Schon komisch. Da hab ich auch gemerkt das mich das geschaukele auf die Dauer nervt und meist manuell auf Sport geschaltet. Etwa drei Wochen später ging der ganze Kram wieder auf Störung und zwar komplett und vollends. Vor der Auferstehung war es meist so, dass nach etwa 5-10 min. Fahrzeit der Kram auf Störung ging. Jetzt ist absoluter Dauerfehlermodus.
Momentan ist es mir wurscht, vielleicht hocke ich mich nochmal dran, um zumindest einen Kabelbruch auszuschließen - zumindest weiß ich welcher Dämpfer den Ärger macht.
Wir werden sehen...
Also viel Spaß mit Y10 ;-) (Freund von mir hatte den mal als turbo - das war richtig spitzenmäßig)
Gruß Nico
Cutrofiano
20.08.2004, 10:12
ich ziehe meinen Hut mit welchem Ehrgeiz Du an die Sache rangehst.
Hallo nico,
vielen Dank, das bisschen Aufmunterung kann ich wirklich brauchen :-(
...Etwa drei Wochen später ging der ganze Kram wieder auf Störung und zwar komplett und vollends.
Das ist aus diagnostischer Sicht ja eigentlich der Idelazustand, ein Dauerfehler. Wahrscheinlich reicht bereits das Durchmessen der vier Dämpferleitungen und du hast den Übeltäter am Kragen. Es sei denn, es gibt einen zweiten, viel mysteriöseren, Fehler, wie bei mir...
Was bei mir das Ganze auch noch besonders unerklärlich macht: Dass nach dem Aufleuchten der roten Lampe sich der Defekt nach einem Reset (=Neustart) wiederum die nächsten 60 km nicht zeigt. Das heißt, es muss sich um einen Fehler halten, nur jeweils nur kurz "aufblitzt", die rote Lampe auslöst, und dann wieder weg ist. Klar, hört sich nach Wackelkontakt an. Aber die 60 km, die es dafür jedesmal braucht?!?
Vor der Auferstehung war es meist so, dass nach etwa 5-10 min. Fahrzeit der Kram auf Störung ging. Jetzt ist absoluter Dauerfehlermodus.
Hast du dir danach, als einfachste Möglichkeit, mal das Relais vorgeknöpft? Nach dem Selbsttest beim Start musst du es klicken hören, wenn es "korrekt auf Fehler schaltet". Bei mir ging das früher (vor dem Tausch der vorderen Dämpfer) so, dass beim Drehen des zündschlüssels die Lampe anging, dann ging sie nach dem Selbttest aus, um kurz darauf, mit einem klicken des Relais, wieder an zu gehen und an zu bleiben.
Momentan ist es mir wurscht...
Also mir verderben technische Einrichtungen, die zu den Besonderheiten eines seltenen Modells gehören (bei mir L.X., bei dir QV), den Spaß daran, wenn sie nicht funktionieren.
Also viel Spaß mit Y10 ;-) (Freund von mir hatte den mal als turbo - das war richtig spitzenmäßig)
Mein GT steht mit serienmäßigen 10 MehrPS (82) auch gut im Futter, an den turbo dürfte er aber nicht heranreichen. Der Y10 wusste früher auch ganz gut, womit er mir auf den Wecker gehen konnte: Mit dem laut klappernden Getriebe. Ich habe dann mal alle Lager erneneurn lassen, es blieb das gleiche Klappern. Seidem versuche ich darüber hinweg zu hören, was mittlerweile ganz gut klappt...
Grüße,
Cutrofiano
Hast du dir danach, als einfachste Möglichkeit, mal das Relais vorgeknöpft? Nach dem Selbsttest beim Start musst du es klicken hören, wenn es "korrekt auf Fehler schaltet". Bei mir ging das früher (vor dem Tausch der vorderen Dämpfer) so, dass beim Drehen des zündschlüssels die Lampe anging, dann ging sie nach dem Selbttest aus, um kurz darauf, mit einem klicken des Relais, wieder an zu gehen und an zu bleiben.
Also mir verderben technische Einrichtungen, die zu den Besonderheiten eines seltenen Modells gehören (bei mir L.X., bei dir QV), den Spaß daran, wenn sie nicht funktionieren.
Cutrofiano
Jo, der Selbststest funktioniert bestens, ich hab ja mal den Fehlerspeicher auslesen lassen, daher weiß ich (falls inzwischen nicht irgendetwas anderes dazugekommen ist) das Fehler hinten rechts liegt - ergo: Magnetschalter oder Kabelbruch.
Klar nervt mich auch wenn so nette Spielereien nicht funktionieren, aber wenn ich es genau nehmen würde müsste ich soviel an dem Wagen machen was auf meiner Prioritätenliste noch vorher käme.
Ich erfreue mich also einfach an dem super Motor... ;D
Nico
Cutrofiano
20.08.2004, 10:43
...ich hab ja mal den Fehlerspeicher auslesen lassen, daher weiß ich das Fehler hinten rechts liegt...
Hallo Nico,
wir reden über den Marelli / Alfa -Tester :+) : In meinem Fall zeigt der überhaupt keinen Fehler an und wenn ich die Sicherung des Relais (für alle vier Dämpfer) rausnehme, zeigt die Diagnose "Fehler Dämpfer vorne rechts" !banane!
Grüße,
Cutrofiano
Hallo Nico,
wir reden über den Marelli / Alfa -Tester :+) : In meinem Fall zeigt der überhaupt keinen Fehler an und wenn ich die Sicherung des Relais (für alle vier Dämpfer) rausnehme, zeigt die Diagnose "Fehler Dämpfer vorne rechts" !banane!
Grüße,
Cutrofiano
ok, das ist wirklich übel.
Habe darauf hin aber auch noch mal die Widerstände in den Magnetschaltern durchgemessen und kam zu dem selben Ergebnis (hatte die Werte auch mal hier gepostet). Denke also schon, dass die Aussage trotz Marelli / Alfa -Tester passt.
Eine gewisse Trefferquote trau ich dem Tester schon zu - mein Fahrwerk funzte ja auch manchmal :+)
Cutrofiano
20.08.2004, 12:37
Eine gewisse Trefferquote trau ich dem Tester schon zu...
Ja, genau 1:4 :-]
Grüße,
cutrofiano
He Cutrofiano,
musste gerade an Dich denken, weil es in der Glotze so einen Bericht über 'Steuergerätereparaturfreaks' gab.
Sind auf Newtimer spezialisert und checken auch so Geschichten wie 'Fehler nur bei 17 Grad im Schatten bei exakt 78 kmh' :+) - die schließen das Ding praktisch an und simulieren den Betrieb und lesen dann den Fehler aus. Dafür hatten Sie dann Rüttelgeräte und Klimakammern usw.
Vielleicht eine Alternative:
hab den Link dazu gefunden:
http://www.autobild.de/drucken_alles.php?artikel_id=3912
Cutrofiano
04.09.2004, 23:03
...'Fehler nur bei 17 Grad im Schatten bei exakt 78 kmh'
Kommt mir das irgendwie bekannt vor :+) ?
hab den Link dazu gefunden:
http://www.autobild.de/drucken_alles.php?artikel_id=3912
Ich hatte mir seinerzeit extra das Auto Bild, aus dem der Artikel stammt, aktuell besorgt. Auf einen Tip hier im Forum hin. Damals ging es um das Auslesen des Codes der IR-Fernbedienung zur werksseitig verbauten Alarmanlage.
IR-Thread (http://www.alfisti.net/alfa-forum/showthread.php?t=17480)
Damals konnte mir
Steuergerätereparierer (http://www.hitzpaetz.de/)
nicht helfen (mir ist es dann gelungen, den Sender zu reparieren, den Code mit einer alten programmierbaren Video-Fernbedienung zu kopieren und einen neuen Sender einzuspeichern).
Bei meinem Problem mit dem Kopieren des Eproms des elektronischen Fahrwerks
Eprom-Thread (http://www.alfisti.net/alfa-forum/showthread.php?t=29634)
habe ich mich erneut an die Firma gewandt. Bingo! Sie können nicht nur den vergleichsweise seltenen Microprozessor kopieren, sie können auch den Motorola Prozessor besorgen. Das ganze zum 1/4 Preis eines Ersatzsteuergerätes.
Allerdings scheitert das Kopieren derzeit am fehlenden Vertrauen an der Fehlerfreiheit des im Moment eingebauten "Referenz-Steuergerätes", nachdem auch mit diesem der Fehler wieder aufgetaucht ist (siehen post no 51).
So habe ich beschlossen, nach einem Steuergerät des 164 FL/Super zu suchen. Zitat aus der Alfa Druckschrift-Nr. 505.862/01:
"Bei der Ausführung des Modells Alfa 164 wird der Fehler sofort mit Aufleuchten der Kontrollleuchte angezeigt.
Beim Alfa 164 FL/Super wird während der Fahrt kein Fehler angezeigt. Erst beim nächsten Einschalten der Zündung während der Prüfphase [...] wird eine Störung angezeigt"
Da sich bei mir die Fehlermeldung immer durch einen Neustart beseitigen lässt, scheint es mir, als habe man bei Alfa seinerzeit das Problem der kurzzeitig aufblitzenden "Phantomstörungen" erkannt und ist diesem beim FL/Super begegnet, indem man die Fehlermeldung mit Verzögerung geschaltet hat, womit diese beim nächsten defektfreien Selbsttest nämlich gar nicht erst in Erscheinung tritt. Meldung weg = Defekt weg... Beim Lancia Thema scheint es diese Modifizierung der Steuergerätprogrammierung dagegen nicht gegeben zu haben.
Grüße,
Cutrofiano
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