Vollständige Version anzeigen : Karosserieversteifung beim 33
Hi, alle zusammen. Bin gerade am Überlegen, wie ich meinen 33 nächstes Frühjahr fertig mache. Ich wollte ihn abmelden und wieder fertigmachen, da er diesen Sommer ziemlich gelitten hat, weil ich mich verstärkt um meinen 75 gekümmert habe.
Habe gestern mit einem Freund gesprochen (Meister) , der schon einige Minis zum Cabrio umgebaut hat. Er fing an und erzählte was von Komplettrestauration, Sandstrahlen, Kastenprofilen , verstärkten Schwellern und doppelten Schweißnähten. Da habe ich erstens keinen Bock drauf und zweitens nicht die Zeit zu.
Ich habe mir fogendes überlegt:
Ich nehme erstmal alles auseinander, Teppiche raus etc. und kümmere mich erstmal um Rost. Dann nehme man nen Überrollbügel und baue den da rein. Das sollte als zusätzliche Versteifung eigentlich ausreichen und ist weniger aufwendig (obwohl schon aufwendig genug).
Was haltet ihr davon??
Maik
Hallo Maik,
hatten wir das Thema nicht schon?
Ü-Bügel mit Domstreben ist sicher die bessere Alternative als Verstärkungen einschweißen.
Ich habe früher auch einige Minis in Vollcabrios verwandelt. Allerdings nur mit Umbausätzen. Das was eingeschweißt wird ist auch nicht so die Welt....... Macht aber das Auto etwas schwerer. Wobei das beim Mini dem das Dach fehlt nicht so sehr auffällt. Beim 33 sieht das sicher anders aus...... Der Ü-Bügel hat aber auch ein paar Kilo.....
Gruß
Chris
Ja, das Thema hatten wir in einem anderen zusammenhang schon. Damals wollte ich ne X-Strebe in die Durchreiche einbraten, wovon ihr mich ja abgehalten habt.
Ist sicherlich richtig, dass der Bügel was wiegt, dafür geht aber die Rückbank flöten, die brauche ich eh nicht. Dafür werde ich dann ne Platte einsetzen, schön mit Velours bezogen und OHNE BOXEN!!! Ich fahre nämlich nen Auto mit BOXER und nicht mit BOXEN (krass, is ja bloß ein Buchstabe anders).
Maik
Visconti
04.12.2001, 17:16
Hi Maik!
Mich würde interessieren, warum Du überhaupt einen derartige Aufwand betreiben willst. Was willst Du mit einem Überrollbügel beispielsweise? Eine Domstrebe kann ich ja noch nachvollziehen. Ferner ist Dein Auto ja in keinster Weise im Vollrestaurationsalter. Ist doch ein stinknormaler 93er (!) Gebrauchswagen oder täusche ich mich da? Rost hat meiner (auch 93 ) an keiner Stelle ausser rings um einen der Türgriffe!
Welchen Motor hat er denn überhaupt?
meine meinung ist der von visconti ähnlich.
fändest du das nicht etwas lächerlich? 'nen überrollbügel? fehlt noch der fuchsschwanz an der antenne.
ich überlege gerade, wann ich zuletzt mal ein auto mit überrollbügel (überrollkäfig meinst du doch, oder?) gesehen habe. ist lange her ... in den 80er jahren vielleicht. und es war sicher in 'nem golf 1 oder 'nem hundeknochen-escort ...
aber: geschmack ist geschmack. und: mach mal eine kleine aufwand-nutzen-analyse! denk an die schöne zeit, die du ja zu haben scheinst. vielleicht fällt dir ja etwas besseres ein.
feeelix (der seinen 33er fast original gelassen hat und ganz gut damit fährt) (oh ein doppelsinn!)
ps: vielleicht machst du aber auch wertvolle erfahrungen, wenn du deinen 33er so umbaust ... es gibt nichts gutes, außer man tut es.
Hi Maik
über lege dir das wirklich gut, ich habe meinen 33 komplett restauriert, und auch mit Käfig ausgestattet. Wollte den ganzen Mist wie Rückbank und Verkleidungen nicht mehr einbauen. Wenn du deinen auseinander baust rechne mit viel Rost, viel Arbeit und eine menge Geld. Aber es gibt nicht schöneres als nach dieser Arbeit wider damit rum zu fahren.
Ciao Miele
Hi,
die Kosten - Nutzen Rechnungen habe ich in dem Moment über Bord geworfen, als ich mir nen Alfa gekauft habe. Wenn ich wirtschaftlich unterwegs sein will, hätte ich mir nen Japaner oder sowas gekauft.
Ist kein stinknormaler 33. Ist ein 93er Imola (1351ccm, 89 PS). Ich will das aus dem Grund machen, da ich bis jetzt schon ohne Ende Kohle in den Wagen gepumpt habe und an dem Auto so viel Spaß habe, dass ich es einfach nicht übers Herz bringe, ihn jetzt "aufzufahren" und dann wegzuwerfen. Das will ich nicht.
Mit viel Rost rechne ich sowieso, gar keine Frage, mich kann aber nichts erschüttern, wir haben neulich nen Berti gemacht, der 25 Jahre in ner feuchten Scheune stand :-*
Der Wagen an sich hat ja keine Mängel. Der Motor läuft super, das Getriebe ist top und die Kupplung und Lenkung sind flammneu. Der Lack ist rundherum wie neu, der einzige Teil, an dem Du dem Wagen seine 150.000KM ansiehst, sind die beiden Vordersitze (ist ja wohl das kleinste Problem).
Ich will ihn eben erhalten und verbessern und da dacht ich an nen Überrollbügel (keinen Käfig!!!). Einen Bügel mit ner x-Strebe hinter den Vordersitzen und nur einer Verstrebung nach vorne.
Also, wie gesagt, Kosten - Nutzen spielt für mich die kleinere Rolle (ich will zwar jetzt nicht 100.000Dm da reinpumpen, aber wenns vernünfig wird, bin ich auch bereit was zu investieren).
Maik
Original geschrieben von ms1478
...und da dacht ich an nen Überrollbügel (keinen Käfig!!!). Einen Bügel mit ner x-Strebe hinter den Vordersitzen und nur einer Verstrebung nach vorne.
??? was heisst: nur einer Verstrebung nach vorne. ???
Natürlich solltest Du ein Käfig verwenden (mit Seitenflanken), wenn Du die Karosse versteifen willst. Alles andere ist wirklich nur eine Prophylaxe gegen Dachplattheit bei einer Rolle.
Fahre mal mit offenem Fenster eine Pflasterstrasse oder Feldweg und lege einen Finger über den Türspalt. Da spürst Du, wie die Hütte arbeitet. Manchmal ist es so extrem, dass Du eine Quetschung hast, wenn Du den Finger dort hineinpurpelst.
Da ein Bügel aber nur ab der B-Säule nach hinten etwas versteift (wenn überhaupt), bringt dies nix. Nur in Verbindung mit Vorbau zur A-Säule (=Käfig); mit Seitenflanken.
Jo, danke, das war mir auch schon irgendwie klar, dass ich den ganzen Rotz nach vorne hin noch versteifen muß.
Ich will halt nur keine Sicherheitszelle mit Streben im Türeinstieg, das ist mir dann doch etwas heftig, eine Strebe unterm Dach her nach vorne (also links und rechts) sollte ausreichen, denke ich, da die Streben im Einstiegsbereich ja soviel an Versteifung auch nicht bringen werden...
Maik
Original geschrieben von ms1478
Jo, danke, das war mir auch schon irgendwie klar, dass ich den ganzen Rotz nach vorne hin noch versteifen muß.
Ich will halt nur keine Sicherheitszelle mit Streben im Türeinstieg, das ist mir dann doch etwas heftig, eine Strebe unterm Dach her nach vorne (also links und rechts) sollte ausreichen, denke ich, da die Streben im Einstiegsbereich ja soviel an Versteifung auch nicht bringen werden...
Maik
Statisch belegen kann ich folgendes natürlich nicht, aber rein von der Logik her:
ohne die Flanken (Streben im Einstieg) fehlt einiges an Stabilität, da der vordere Bügel (ab Hauptbügel die A-Säulenstreben) nur an einem Knotenpunkt (pro Seite) recht flexibel mit dem Hauptbügel verschraubt ist. Erst mit dem Flankenschutz ergibt dies einen Verbund der dann recht verwindungssteif wird.
Ohne die Seitenstreben ist die A-Säulenabstützung (in Verbindung mit Hauptbügel) nur wie ein offenes U, das natürlich keine solche Stabilität geben kann, wie ein geschlossenes Rechteck (mit Flankenschutz).
Fehlt der Flankenschutz ist der Käfig nach meiner Auffassung ebenso wieder nur ein reiner Überrollkäfig. Mit dem Flankenschutz aber stabilisierend und wirkt dem Verwinden der Karosserie entgegen.
Eine Sicherheitszelle ist dies aber dann noch immer nicht; dazu gehört mehr.
Eine Zelle wird z.B. fest verschweisst, und hat ca zehn Befestigungspunkte (und mehr), hingegen ein Überrollkäfig ist nur geschraubt und weist meist nur sechs Anlenkungen auf.
ich schrieb nicht kosten-nutzen- sondern aufwand-nutzen, und auch nicht rechnung, sondern analyse. meinte eine pro/contra-gegenüberstellung oder so.
aber bau mal.
feeelix
Rein statisch ist es so wie Pedi es schreibt. Mit entsprechenden Knotenblechen könnte aber u. U. auch hier eine zusätzliche Steifigkeit erreicht werden. Ich stelle mir aber vor - ohne das jetzt nachzurechnen - das die Knotenbleche schon die Größe der Seitenscheibe haben müssen um diese Kräfte so aufzunehmen wie es der Käfig mit dem Flankenschutz tuen würde.......
Gruß
Chris
Bezüglich der Größe der Knotenbleche möchte ich Chris zustimmen.
Vor allem wird es ein Problem sein, Sellen zu finden, an denen jene Knotenbleche angebracht werden können, um die auftretenden Kräfte und Biegemomente gefahrlos in die Karosserie einleiten zu können. Mit gefahrlos meine ich, daß es leicht zu Ermüdungsrissen im dünnen (Karosserie-)Blech kommen kann, da es sich um eine dynamische Belastung handelt.
Gruß
Manuel
Original geschrieben von Manuel
Vor allem wird es ein Problem sein, Sellen zu finden, an denen jene Knotenbleche angebracht werden können, um die auftretenden Kräfte und Biegemomente gefahrlos in die Karosserie einleiten zu können.
???
In die "Dreiecke" der Verbindungspunkte des Käfigs natürlich.
Ich habe noch kein Fzg gesehen, das wegen einem Käfig gerissen ist. Wenn, dann "fragmentieren" sich Aufhängungspunkte des FW. Aber nicht wegen des Bügels, sondern wegen z.B. unibal
Sicher, das wird kein Problem sein!
Ich hatte das nur erst so verstanden, daß an der Karosserie Knotenbleche eingeschweißt werden sollten, um diese dadurch steifer zu machen. Nur wie Du schon sagst, machte es natürlich viel mehr Sinn, diese am Käfig anzubringen.
Gruß
Manuel
Original geschrieben von Manuel
Ich hatte das nur erst so verstanden, daß an der Karosserie Knotenbleche eingeschweißt werden sollten, um diese dadurch steifer zu machen. Nur wie Du schon sagst, machte es natürlich viel mehr Sinn, diese am Käfig anzubringen.
Bei Fzgen die sportiv bewegt werden (Ring, Berg,...), die entsprechend hart und direkt (ohne Gummielemente) das FW ausgerichtet haben, da ist es beinahe normal, dass man z.B. Laschen zwischen dem Käfig und die Karosserie anbringt (z.B. an A-Säule und B-Säule); diese sind zum Teil fest verschweisst oder eben alternativ zweiteilig (ein 3mm-Blech am Chassis verschweisst, ein 3mm-Blech am Bügel angeschweisst) zum miteinander verschrauben.
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