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Vollständige Version anzeigen : Mysterien der Hydraulik


Oliviero
14.04.2003, 13:02
Kupplung 1: Ich habe beim Spider die Kuppl.hydraulik gewechselt. Habe das Ganze brav aufgeschrieben, ums hier zu veröffentlichen, aber erst nach glücklicher Vollendung ;D. Also Nehmer(unten), Geber (oben), Schlauch getauscht. Nachher ein Fahrradventil angeschlossen, den ersten Schwung Flüssigkeit durchgepumpt, dann entlüftet. Ging alles soweit glatt (naja, halbwegs). Kupplungpedalweg am Geber eingestellt. Probefahrt, Krachen und Grammeln beim Einlegen des Ganges ohne entsprechende Zwischenbegasung. Nochmal entlüftet, praktisch keine Bläschen schon vorher, jetzt endgültig nix. Auch den Nehmer so gestellt, daß die Entlüfterschraube ganz oben ist. Aber kein Unterschied! Mir scheint also, als ob der Nehmer zuwenig Weg zusammen bringt, um die Kupplung komplett einzurücken. Aber da kann man unten ja nix einstellen! Pumpen am Pedal nutzt auch nix (also vermutlich wirklich korrekt entlüftet). Was mir nur aufffiel: Der Nehmer (also der Kolben, wenn man an der Kugel drückt) läßt sich händisch zurückdrücken, bei den anderen 105ern ist der bombenfest auf der Gabel. Also was nun? Nehmer schlecht? Oliviero schlecht?

Kupplung 2: Bei der Berlina verstellt sich der Kupplungsweg dauernd, was mühsam ist. Aber die Zylinder sind dicht. Warum das? (OK, ich tausche sie, aber Begründung?). Die blöden Kuppl.hydrauliken habe ich dann jetzt innerhalb eines Jahres bei allen 105ern gewechselt...grrr...

Bremsen: Ich habe auch 3 neue HBZ verbaut, grrr...der Spider hat minimalen Pedalweg. Einfach toll. Der Bertl und die Berlina einen langen. Die 2 haben auch überholte Sättel. Alle 3 haben neue Schläuche (Bertl Stahlflex) Warum sind da so Unterschiede? Bei der Berlina war auch das Entlüften sehr mühsam, Sättel wurde aber richtig eingebaut.

Ciaoliviero

frank 105
14.04.2003, 20:12
Original geschrieben von Oliviero
...Der Nehmer (also der Kolben, wenn man an der Kugel drückt) läßt sich händisch zurückdrücken, bei den anderen 105ern ist der bombenfest auf der Gabel. Also was nun? Nehmer schlecht? Oliviero schlecht?...
das möchte ich jetzt so direkt nicht beantworten;)
nein, im ernst, es ist völlig normal, daß du den kolben mit der hand reindrücken kannst. ist bei mir auch so. oben im behälter steigt dann die bremsflüssigkeit an. wenn du losläßt kommt er wieder raus. insofern ist die frage eher: kommt er denn weit genug heraus? reicht das pedalspiel (das du ja verändert hast) um den geber bis zum anschlag durchzudrücken? oder stößt vorher das pedal am boden an? dann hast du zuwenig pedalhub um die kupplung vollständig zu trennen.

Bremsen: Ich habe auch 3 neue HBZ verbaut, grrr...der Spider hat minimalen Pedalweg. Einfach toll. Der Bertl und die Berlina einen langen. Die 2 haben auch überholte Sättel. Alle 3 haben neue Schläuche (Bertl Stahlflex) Warum sind da so Unterschiede? Bei der Berlina war auch das Entlüften sehr mühsam, Sättel wurde aber richtig eingebaut.

Ciaoliviero
möglicherweise liegt das problem an den überholten sätteln. bei mir war es jedenfalls ähnlich. meine bremsen bauten überhaupt keinen druck auf, obwohl nach 20mal entlüften (gute 4liter bremsflüssigkeit gingen da durch) garantiert keine luft mehr da drinnen war. die lösung des problems war (wie immer) letztendlich banal. ich hatte die kolben "nur" mit bremsflüssigkeit in die sättel eingebaut. die neuen dichtungsringe saßen aber so stramm, daß die kolben beim bremsen zwar rauskamen, die gummis aber noch an der zylinderwand "klebten" und die kolben hinterher gute 3-4mm wieder hineinzogen. also alles nochmal raus, und die kolben mit der guten ate-paste eingesetzt, dann klappte es auf anhieb.

Udo_B
14.04.2003, 21:46
Hi Oliviero
viel helfen kann ich dir leider nicht da ich auch nicht der Crack bin, aber zumindest etwas Trost zusprechen, ich hab auch immer Probleme mit der Scheiß Hydraulik, am liebsten würd ich die Kupplung auf Seilzug umbauen, das funzt wenigstens.

Ist dir übrigens schon mal ein Reh vors Auto gelaufen ? Ist schon interressant wie sich so ein Auto bei einer Vollbremsung verhält, ich hätte ihn bald aufs Dach geschmissen. Naja, das kann aber auch am positiven Oswald liegen.

Aber zu deinen Problemen, eine Idee hätte ich bezüglich der unterschiedlichen Bremsen. Meines Wissens gibt es drei verschiedene HBZ, mit drei unterschiedlichen Kolbendurchmessern, warum weiß ich aber nicht. Ich habs nur gemerkt, als ich einen 21 mm Rep Satz in einen falschen Zylinder einbauen wollte.
Ich schaue mal ob ich das noch auf die Reihe bekommen

Ate?? 20mm
Bosch ca 21mm
Lucas?? ATE?? 22mm

(Achtung das muß nicht genau stimmen, aber ungefähr ist das so)

Es wäre eine Möglichkeit, das in den Autos verschiedene HBZ verbaut sind. Aufgrund der sich dadurch ergebenden unterschiedlichen hydraulischen Übersetzungen dürfte sich ein anderes Bremsverhalten ergeben.

Was ich mir auch vorstellen könnte, wäre eine unterschiedliche Wirkung der Bremskraftverstärker, aus welchen Gründen auch immer.

Im Übrigen ist bei meinem Spider die Bremse auch zu schwammig, keine Ahnung worans liegt. Da ist eigentlich alles neu. Wobei neu bei Alfa natürlich nicht gut heißen muß, ich hab hier einen fast neuen Bremsschlauch liegen, wenn du den siehst wirds dir schlecht. Meine Quintessenz daraus: Bremsenteile werden nur noch beim lokalen Großhändler gekauft, der die beim Hersteller bestellt, und nicht mehr bei irgendwelchen Versandhändlern, die möglicherweise Restposten aufkaufen, die schon zig Jahre in den Regalen gelegen haben.

Ich grüble nämlich derzeit über ähnliche Probleme nach, bei meinem Uralt Golf geht die Bremse brutal schwer (doch doch, der hat schon einen Bremskraftverstärker), dagegen ist die Alfa Bremse (obwohl aus der gleichen Zeit) einfach genial, kaum schlechter als eine aktuelle Bremse.

Was Frank schreibt klingt auch interressant, zum Glück baue ich das alle immer mit der ATE Paste zusammen, weil wenn man die kaufen will gibts nur eine Riesentube (reicht bei 5 Oldies bestimmt für 70 Jahre), also muß man die auch reichlich verwenden.

Viele Grüße nach Österreich aus der Lüneburger Heide von Udo B

Oliviero
15.04.2003, 07:57
Hallo Frank & Udo

Original geschrieben von frank
nein, im ernst, es ist völlig normal, daß du den kolben mit der hand reindrücken kannst. [...] insofern ist die frage eher: kommt er denn weit genug heraus? reicht das pedalspiel (das du ja verändert hast) um den geber bis zum anschlag durchzudrücken? oder stößt vorher das pedal am boden an? dann hast du zuwenig pedalhub um die kupplung vollständig zu trennen.

a) Kolben reindrücken: konnte ich aber nur beim neuen, den letztjährigen vom Bertl konnte ich nicht bewegen, der funzt aber sonst perfekt.
b) Pedalweg habe ich deswegen eingestellt, aber halt nach Gefühl (= Vergleich mit den anderen 105ern). Wäre aber sicher dienlich, sich nochmal drunterzulegen und wen anderen die Kupplung treten zu lassen, zu verstellen, zu messen und zu schauen. Laut optischem Vergleich zum Bertone ist der Weg in etwa gleich, aber was ist schon in etwa...den Weg hatte ich eh im Verdacht...


möglicherweise liegt das problem an den überholten sätteln. ich hatte die kolben "nur" mit bremsflüssigkeit in die sättel eingebaut. die neuen dichtungsringe saßen aber so stramm, daß die kolben beim bremsen zwar rauskamen, die gummis aber noch an der zylinderwand "klebten" und die kolben hinterher gute 3-4mm wieder hineinzogen. also alles nochmal raus, und die kolben mit der guten ate-paste eingesetzt, dann klappte es auf anhieb.

Ich habe die Kolben gut eingeschmiert, er bremst ja auch tadellos, auch bei größerer anhaltender Belastung (habe ihn auf der Autobahn testhalber ein bissl geqüalt, nach der langen Standzeit will man ja ein bissl Beruhigung haben...das scheints mir nicht zu sein. Die Paste ist halt schon viele Jahre (ca. 10?) alt, aber das solll nicht störe, oder? (damals machte ich die Bertl-Sättel). Gut, da braucht man nur ein Rad runternehmen und nachschauen. Ist den Aufwand wert, hehe


Original geschrieben von Udo_B
Hi Oliviero
[...] Ist dir übrigens schon mal ein Reh vors Auto gelaufen ? Ist schon interressant wie sich so ein Auto bei einer Vollbremsung verhält, ich hätte ihn bald aufs Dach geschmissen. Naja, das kann aber auch am positiven Oswald liegen.

Nein, ich hatte noch nicht das Vergnügen und den Bedarf. Aber einen Freund von mir ist es mal im offenen Spider passiert, war ungut, wie es übers Auto flog...ich wohne übrigens im tierreichen Wienerwald...


Aber zu deinen Problemen, eine Idee hätte ich bezüglich der unterschiedlichen Bremsen. Meines Wissens gibt es drei verschiedene HBZ

Ich verbaue immer den 22er, ist von Alfetta etc.


Was ich mir auch vorstellen könnte, wäre eine unterschiedliche Wirkung der Bremskraftverstärker, aus welchen Gründen auch immer.

Ist zwar eine banale Erklärung, aber leider vermutlich die zutreffendste...


Im Übrigen ist bei meinem Spider die Bremse auch zu schwammig, keine Ahnung worans liegt. Da ist eigentlich alles neu. Wobei neu bei Alfa natürlich nicht gut heißen muß, ich hab hier einen fast neuen Bremsschlauch liegen, wenn du den siehst wirds dir schlecht. Meine Quintessenz daraus: Bremsenteile werden nur noch beim lokalen Großhändler gekauft, der die beim Hersteller bestellt, und nicht mehr bei irgendwelchen Versandhändlern, die möglicherweise Restposten aufkaufen, die schon zig Jahre in den Regalen gelegen haben.

Hm, ich schaue mir auch immer die Teile an, aber ich kaufe grundsätzlich beim größten Teilehändler in Österreich (ist auch nicht6 weit weg von mir), da hatte ich zum Glück auch keine Probleme. Außerdem weiß er, daß ich nicht völlig auf der Nudelsuppe daher geschwommen bin und wird daher das Risiko groß einschätzen, daß ich Schrott entdecke und es gibt ja viele Teilehändler, überhaupt bei Euch...aber wiegesagt, Pech kann jeder haben und ich war bis jetzt immer zufrieden.


Was Frank schreibt klingt auch interessant, zum Glück baue ich das alle immer mit der ATE Paste zusammen, weil wenn man die kaufen will gibts nur eine Riesentube (reicht bei 5 Oldies bestimmt für 70 Jahre), also muß man die auch reichlich verwenden.

Aber zuviel davon ist nicht gut! Hauchdünn einschmieren, höchste Reinlichkeit. Dann fallen wir auch schwerelos ind ie Gurte, wenn wir das mittlere Pedal auch nur antippen ;D


Viele Grüße nach Österreich aus der Lüneburger Heide von Udo B

Ebenso, ebenso!

Ciaoliviero

Ingenere
15.04.2003, 09:00
Servus Oliviero,

verteilst gerade Deine Zahnradln über den Wienerwald?? :-D

Im Ernst: Vor zwei Jahren hatte ich auch Zahnkratzen. Ursache war eine Kombination von zwei Banalitäten:
Ich hatte von Gummimatten auf Teppich umgerüstet und Antidröhnmatten darunter gelegt, so dass der Pedalweg nicht mehr der alte war.
Der Bolzen zwischen Gestänge und Kupplungsgeber war dermassen eingelaufen, dass er ab einem bestimmten Winkel verklemmt hat. Ein schöner Teil der Kraft ging dann wohl in Deformation und Ausnutzung sämtlicher Spiele des Gestänges drauf.

Viel Spass,
Johannes

PS: Wann machst die Hydraulik von Deiner Großkatze? Hähähä

Rainer
15.04.2003, 10:44
Ciao Oliviero,

kleiner Tip von mir. Öffne das Ventil des Nehmers und drücke ihn dann mit Hand GANZ zurück....also bis Anschlag. Ventil zu! Das wiederhole so 2-3 mal. Dur wirst erstaunt feststellen, daß doch noch viel Luft rauskommt. Bei ganz neuen Nehmern drückt sich oft nicht die ganze Luft raus. Ich hatte bei meinem Bertl und Spider genau das gleiche Problem. Ewig entlüftet und immer noch wachsweich. Mit der Handmethode war das Problem schnell gelöst.

Was die Bremse betrifft, ist dein Bremskraftverteiler über der HA sauber justiert? Ich hatte ihn etwas schepp montiert und so konnte sich wohl ein unangenehmes Luftpolster bilden.


Viel Glück

Christian
15.04.2003, 12:16
Hallo Rainer,

was meinst Du mit "schepp montiert"? Wo soll sich am Bremskraftverteiler ein Luftpolster bilden? Du meinst doch das T-Stück, welches an der HA festgeschraubt ist, oder?

Christian

Oliviero
15.04.2003, 12:29
Original geschrieben von Ingenere
Servus Oliviero,

[...] so dass der Pedalweg nicht mehr der alte war.
Der Bolzen zwischen Gestänge und Kupplungsgeber war dermassen eingelaufen, dass er ab einem bestimmten Winkel verklemmt hat.

Naja, wiegesagt, der Weg ist ja das Ziel, hehe der RICHTIGE Weg...aber das Geraffel ist ja neu, solle also nicht sein :D

PS: Wann machst die Hydraulik von Deiner Großkatze? Hähähä

Leider ;) ist an dem Ding NIE was zu machen, außer selbsterstellte Leidenswege wie Implantation el. Heber aus einem Schlachter oder eines Fetzendaches...

Original geschrieben von Rainer
Ciao Oliviero,

kleiner Tip von mir. Öffne das Ventil des Nehmers und drücke ihn dann mit Hand GANZ zurück....also bis Anschlag. Ventil zu! Das wiederhole so 2-3 mal. Dur wirst erstaunt feststellen, daß doch noch viel Luft rauskommt. Bei ganz neuen Nehmern drückt sich oft nicht die ganze Luft raus. Ich hatte bei meinem Bertl und Spider genau das gleiche Problem. Ewig entlüftet und immer noch wachsweich. Mit der Handmethode war das Problem schnell gelöst.


DAS ist doch was!!! Mein geliebter Rainer, wird probiert (am WE). Werde berichten!

Was die Bremse betrifft, ist dein Bremskraftverteiler über der HA sauber justiert? Ich hatte ihn etwas schepp montiert und so konnte sich wohl ein unangenehmes Luftpolster bilden.

Na, den habe ich nicht angegriffen...aber ein Blick zwecks Sündenkontrolle der 2345880745067256 Vorbesitzer kann nicht schaden...

Danke an alle!

Ciaoliviero

Rainer
15.04.2003, 12:59
Original geschrieben von Christian
Hallo Rainer,

was meinst Du mit "schepp montiert"? Wo soll sich am Bremskraftverteiler ein Luftpolster bilden? Du meinst doch das T-Stück, welches an der HA festgeschraubt ist, oder?

Christian

nee nee, nix T-Stück! Ein bisserl weiter vorne ist ein Regler der belastungsabhängig die Bremskraft zwischen VA und HA regelt - zumindest in der Theorie. Findest Du auf der rechten Seite ca. in Höhe der Wagenheberaufnahme.

Udo_B
15.04.2003, 17:21
Hi Leute
@ Rainer: bist du sicher, das der Bremskraftregler belastungsabhängig arbeitet ? Dann müsste der ja so eine Art Wasserwaagenähnlich die Fahrzeuglage erkennen, meinst du das ??

@ Oliviero
ich traue mich gar nicht zu fragen, aber war beim Kupplungsnehmer das Entlüftungsventil oben ?
(bitte nicht hauen wegen der Frage, aber man ja hat schon Pferde oder irgendwie so ähnlich.)

Viele Grüße, Udo

Steffen
15.04.2003, 22:05
Hallo Leute,

interessante Diskussion, die mich auch interessiert, da ich schon so oft entlüftet habe und so richtig fest will der Druckpunkt nie werden. Es funktioniert aber alles tadellos. Bremse wie Kupplung!

Noch ein Hinweis zur Thematik. Mein Kumpel hatte vor kruzem alle drei teile der Kupplungshydraulik neu gemacht. Doch die Kupplung wollte trotz obigem Einstellen nicht sauber trennen. Das Dilemma konnte man nur sehen, wenn man zu zweit war. Der Nagelneue Kupplungsschlauch hatte sich jedesmal in einer Blase aufgequollen und so die Bremsflüssigkeit aufgeniommen. Da bleib für den Zylinder nur wenig übrig. Wie gesagt ein fabrikneuer Schlauch.

@Udo_B: der Regler misst ja nicht die Schieflage des Wagens, sondern den Druck in der einen Leitung. Und verhindert so dass die Hinterachse überbremst. ALso immer die Spur halten kann! Wenn mich nicht alles täuscht ist da eine Kugel in einem Sitz drin, die gegen eine Feder gedrückt wird. Also wie ein Druckbegrenzungsventil.

Viele Grüße
Steffen

GTValfa
17.04.2003, 21:16
Leute, Ihr sprecht mir aus der Seele...
Noch gestern habe ich über diesen Beitrag gelächelt.... Schon heute hat mich die düstere Realität überholt und mich eines besseren belehrt.
Habe soeben 2 Stunden vergeblich versucht Druck ins System zu bringen nachdem ich einen neuen Geber (Neuteil, noname) montiert hatte --ohne Erfolg
Interessanterweise hat die gleiche Sache am gleichen Auto mit einem Uralt 17mm ATE Teil (wo allerdings das Pedal nicht mehr zurückkam weil die Bohrungen im Kolben verstopft waren) letzte Woche in 5 Minuten gefluppt.
Habe auch das Spiel, welches mit blossen Händen zu überbrücken ist (ca 2cm) am Nehmerzylinder bemerkt, schaffe es jedoch nicht auch nur einen Ansatz von Druck ins Pedal zu bekommen. So langsam kriege ich die Sinnkrise... Kann es an der Qualität des Gebers liegen ?

Hopi
22.04.2003, 23:18
Beruhigend zu sehen, dass auch andere mit einem wabbeligen Bremspedal kämpfen. Ich habe schon einen Liter Bremsflüssigkeit durch die Leitungen gepumpt und begann an meinen Fähigkeiten zu zweifeln T:- ... bis ich diesen Beitrag sah... eine Lösung des Problems habe ich aber deswegen leider trotzdem noch nicht.

An meine Kupplung traue ich mich jetzt kaum noch heran (never touch a running system!) Und doch ... so ganz astrein ist die Kupplung nicht: Nach längerm stehen im Stau, rutscht die Kupplung gerne mal, was sie sonst nicht tut. Ist das vielleicht zu alte Bremsflüssigkeit, die bei der Hitze im Motorraum anfängt zu sieden und Druck in Richtung Kupplung ausübt oder würde dieser Überdruck in den Ausgleichsbehälter abgeleitet werden??? Ist das vielleicht nur das erste Anzeichen einer dahinscheidenden Kupplung???

Viele Grüsse
Henning

Udo_B
23.04.2003, 11:41
[QUOTE]Original geschrieben von Steffen
Das Dilemma konnte man nur sehen, wenn man zu zweit war. Der Nagelneue Kupplungsschlauch hatte sich jedesmal in einer Blase aufgequollen und so die Bremsflüssigkeit aufgeniommen. Da bleib für den Zylinder nur wenig übrig. Wie gesagt ein fabrikneuer Schlauch.

Hi Steffen
du musst so einen Schlauch nur ein paar Tage fahren, dann bleibt die Beule auch ohne Belastung und man sieht es auch alleine, ;) habe so ein Teil hier liegen,
alles Bruch und Klotten was da von manchen Hökern so verkauft wird.

Viele Grüße von Udo

Obwohl, da ich schon einen solchen Schaden habe wäre es evtl. mal ganz ratsam die Bremsschläuche doch zu zweit zu prüfen.

Oliviero
28.04.2003, 19:00
So, da bin ich (leider) wieder.

@ Udo: ja, der Entlüfternippel ist oben. Es gibt ja auch bei den Bremssätteln die Möglichkeit, re und li zu vertauschen, dann ist der Nippel bei den Bremsen untern, da wirds sicher auch lustig ;)

Der Grund für das "leider":
Habe also bis zur Verblödung entlüftet. Den Nehmer händisch gedrückt, es kamen tatsächlich ein paar Blaserl. Da dachte ich ausgeschlafenes Kerlchen "machst einfach die Entlüfterschraube ein bissl auf, dann rinnts langsam inkl. Blaserl raus, entlüftet sich von selber". Das Ei des Kolumbus, warum ist da keiner vorher draufgekommen? ;D Ich lehrte immer wieder oben nach. Da permanent Blaserl kamen, mußte sich wohl Luft durch das Gewinde des Entlüfternippels wieder in den Kreislauf bringen, wo sollte die sonst herkommen? Ich schrie also wie immer in problematischen Situationen nach der besten Ehefrau von allen und entlüftete nochmal mit ihr konventionell . So weit so gut.

Beim Fahrversuch grammelte es furchtbar beim Gangeinlegen. So stellte ich als erstes den Pedalweg so ein wie beim alten und wie es in etwa auch bei meinen anderen Auto ist (also am Gewinde des Nehmerns). Aber immer noch so ein kreischendes Geräuch bei einem gewissen Pedalweg, relativ knapp vorm Ausrücken. Spürt man auch am Pedal. Sonst funktioniert die Hydraulik aber. Als möglicher Übeltäter fiele mir aber nur mehr das Drucklager ein, daß vielleicht nimmer so auf der Gabel sitzt, wie es soll?!? Hat ja abgeflachte Stellen dafür. Aber wie ist das möglich? Durch die plötzliche Entlastung beim Nehmerausbau? Deswegen will ich doch kein Getriebe abbauen müssen!!! Kann man da noch was von außen retten? Sowas hatte ich noch nie gehabt/gehört/geahnt.

Hat wer einen Tipp? (einen OHNE Getriebeausbau!)?

Ciaoliviero

Oliviero
30.04.2003, 13:15
Soda, ich nochmal. Nach ausgiebiger Testfahrt und unser Konsultierung eines alten Alfamechs lautet unsere Diagnose: Hydraulikteil OK, beim mech. Teil der Kupplung muß der Hund liegen. Da aber die K. an sich vorschriftsmäßig funktioniert, ist vermutlich eine Feder des Belages gebrochen (eher weniger der Druckplatte). Wodurch dieses passiert ist, ist mir ein Rätsel. Der kreischende Ton ist eh nur beim Einlegen des 1. Ganges.Und Zusammenhang zum Hydrauliktausch gibt es nicht, ist wiedermal einer dieser zauberhaften Zufälle...

Da ich immer noch an Dinge wie Selbstheilung und Voodoo glaube, fahre ich so weiter. Ist halt ein Schönheitsfehler. Im schlimmsten Fall gehtz die Kupplung übern Jordan. Aber das ist das geringste Problem, wenn ich deswegen das Getriebe rausreißen muß.

Apropos Getrieberausreißen: eingedenk des Ausbau-Threads fragte ich den guten Mann (seit 1970 auf Alfa): Er braucht ca. 5 ¼ Stunden, Werksvorganbe sind 6. Er zerlegt auch die Kardanwelle und baut sie nicht aus. Getriebe nimmt er immer extra raus, Motor nur mit Getriebe.

Ciaoliviero