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Vollständige Version anzeigen : Kann man noch einen Alfa kaufen?


R. Senn
17.10.2002, 16:44
Die Print-Meldungen der letzten Tage sowie die im Forum veröffentlichten Meinungen zur Krise der FIAT Gruppe lassen bei mir die Frage hochkommen:

Kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch ernsthaft daran denken, einen Alfa zu kaufen.

Konkret: Ich möchte gerne den neuen 147er JTD(ca. Februar) erstehen. Muss ich aber damit rechnen, dass die Qualität am Boden ist. Welcher Arbeitnehmer hat noch den Ehrgeiz, gute Arbeit für ein desolates Unternehmen zu leisten, wenn er nie sicher ist ob es seine Arbeitstelle nächsten Monat noch gibt?
Werden nötige Modifikationen an einem Model noch weitergetrieben, wenn nicht sicher ist ob es dieses Model unter einem neuen Besitzer noch gibt?
Wie verhalten sich Zulieferer zu diesem Konzern? Liefern si wirklich A1 Komponenten?

Für Eure Meinung dankbar.

René

Lupo
17.10.2002, 17:01
Gute Frage, aber du vergißt: Es sind italienische Arbeiter. Wenn die nicht grad streiken, sind die auch nicht mehr motiviert, als jetzt.

Nein, nur Spaß, ich würde nicht sagen, dass sich die Krise spürbar auf die Qualität niederschlägt. Man könnte nämlich genauso argumentieren, dass sich jetzt alle nochmehr zusammenreißen, damit nicht sie es sind, die gehen müssen. Nebenbei ist das Überleben von Alfa Romeo ja fast 100%ig gesichert. Bei Lancia ist das ja noch nicht so sicher.

Lupo

rastapopolous
17.10.2002, 18:33
Habe mir gerade erst einen 147er bestellt.

Daß es ernsthafte Probleme im FIAT-Konzern gibt, war mir nicht bewußt.

Aber was soll´s. In meiner Branche (IT) kriselt es auch; Wo eigentlich nicht?

Ich freue mich jedenfalls tierisch auf mein 1. richtiges Auto ;)

Ich hoffe, daß sich am Liefertermin (so um Nikolaus) nichts ändert.

Wenn Du einen willst, dann bestell Dir einen (Kannst ihn ja nach drei Jahren zurückgeben, wenn er nichts taugt)

Aber eigentlich müßte ich ja sie sagen. Denke mir schon einen Namen für meine "Bella" aus ;)

C U

PS: Alles wird gut!

Visconti
17.10.2002, 19:02
Hi Rene!
Ich bin mir sehr sicher, dass Deine Befürchtungen, wenn auch nachvollziehbar, doch unbegründet sind. Sicherlich wird man bei dem Gedanken an eine desolate wirtschaftliche Situation an Modelle der 80er Jahre denken. An Modelle, die man sicherlich kaum bedenkenlos kaufen konnte. Aber sind die damaligen Autos und deren Fertigungstechniken mit den heutigen Autos vergleichbar? Sicherlich nicht. Ohne mich großartig in der Automobilproduktion auszukennen, würde ich einmal annehmen, dass heutzutage das Gros des Zusammenbaus von Maschinen übernommen wird, die krisensicher ihren Job tun ;) . Ich bin mir sicher, dass die Qualität nicht leiden wird. Zumal das Grundkonstrukt mit der schepperfreien und steifen Karosserie ja eh gleich bleibt.
Ferner wäre eventuell gar der umgekehrte Gedankengang als der Deine vorstellbar: Um eine gute und weiterhin produktive Arbeit abzuliefern, könnten sich Arbeiter in Krisenzeiten ganz besonders um die Güte der von ihnen produzierten Autos kümmern. Hintergrund ist dabei, dass von den derzeit bestehenden Werken eine ganze Reihe geschlossen werden. Welcher Arbeiter möchte schon, dass das seine dabei ist. Immerhin wäre dieser Gedanke möglich.
Was die Zulieferer betrifft, so würde ich mutmaßen, dass es da keinerlei Unterschiede in der Qualität ihrer Produkte gibt. Bosch wird an BMW die Gleiche Güte liefern, wie an Fiat. Sollte es zu derart eskalierenden Situationen kommen, dass Fiat sich vollkommen ausser Stande sähe, den Zahlungen an die Zulieferer nachzukommen, so wären ausbleibende Lieferungen der Zulieferer die Folge. Jedoch nicht das Abfallen der Qualität. Von solchen Szenarien ist Fiat aber sicherlich weit entfernt. Ausserdem gilt in Italien das gleiche wie in Deutschland: Der Großteil der Zulieferer musste sich in der Vergangenheit in eine enge Abhängigkeit zum Automobilhersteller begeben. Wenn Fiat stirbt, dann stirbt eine nicht geringe Anzahl von direkten Zulieferern gleich mit. Somit werden auch die kontinuierlich ein Anliegen daran haben, die Qualität und Güte ihrer Produkte hoch zu halten.

Ich würde mir an Deiner Stelle keine Gedanken machen. Bestell Deinen 16V Diesel! :)

Gruß
Jan

Langlay
17.10.2002, 19:05
Original geschrieben von Visconti
Hi Rene!
Ich bin mir sehr sicher, dass Deine Befürchtungen, wenn auch nachvollziehbar, doch unbegründet sind. Sicherlich wird man bei dem Gedanken an eine desolate wirtschaftliche Situation an Modelle der 80er Jahre denken. An Modelle, die man sicherlich kaum bedenkenlos kaufen konnte. Aber sind die damaligen Autos und deren Fertigungstechniken mit den heutigen Autos vergleichbar? Sicherlich nicht. Ohne mich großartig in der Automobilproduktion auszukennen, würde ich einmal annehmen, dass heutzutage das Gros des Zusammenbaus von Maschinen übernommen wird, die krisensicher ihren Job tun ;) . Ich bin mir sicher, dass die Qualität nicht leiden wird. Zumal das Grundkonstrukt mit der schepperfreien und steifen Karosserie ja eh gleich bleibt.
Ferner wäre eventuell gar der umgekehrte Gedankengang als der Deine vorstellbar: Um eine gute und weiterhin produktive Arbeit abzuliefern, könnten sich Arbeiter in Krisenzeiten ganz besonders um die Güte der von ihnen produzierten Autos kümmern. Hintergrund ist dabei, dass von den derzeit bestehenden Werken eine ganze Reihe geschlossen werden. Welcher Arbeiter möchte schon, dass das seine dabei ist. Immerhin wäre dieser Gedanke möglich.
Was die Zulieferer betrifft, so würde ich mutmaßen, dass es da keinerlei Unterschiede in der Qualität ihrer Produkte gibt. Bosch wird an BMW die Gleiche Güte liefern, wie an Fiat. Sollte es zu derart eskalierenden Situationen kommen, dass Fiat sich vollkommen ausser Stande sähe, den Zahlungen an die Zulieferer nachzukommen, so wären ausbleibende Lieferungen der Zulieferer die Folge. Jedoch nicht das Abfallen der Qualität. Von solchen Szenarien ist Fiat aber sicherlich weit entfernt. Ausserdem gilt in Italien das gleiche wie in Deutschland: Der Großteil der Zulieferer musste sich in der Vergangenheit in eine enge Abhängigkeit zum Automobilhersteller begeben. Wenn Fiat stirbt, dann stirbt eine nicht geringe Anzahl von direkten Zulieferern gleich mit. Somit werden auch die kontinuierlich ein Anliegen daran haben, die Qualität und Güte ihrer Produkte hoch zu halten.

Ich würde mir an Deiner Stelle keine Gedanken machen. Bestell Deinen 16V Diesel! :)

Gruß
Jan

So seh ich das wenn die dann noch Schlappen das spricht sich ja schnell rum und dann werden ja noch weniger Autos verkauft und das will ja auch keiner.

engel
17.10.2002, 20:24
Da wird sich momentan nix ändern, jezt, wo das überleben erst einmal weder gesichert ist erst recht nicht.

Die zulieferanten werden die selbe Qualität an Alfa und Fiat liefern, wie jezt auch. Sie sind mittlear von der Krise betroffen. Liefern sie nachweislich schlecht, würde das in der staatistik der Störfälle(Audit) (auch wenn das AUto so verkauft würde)auftauchen.

GM ist aber bekannt dafür nicht lange zu fackeln, soll heissen die fliegen dann raus.

Ich würde bedenkenlos zuschlagen.

Die Kritik an den ital. Arbeitern kann ich nicht verstehen. ICh bin keiner, und it gemischten Gefühlen habe ich mitte letzten Jahres erfahren, das 2 ital. Werkzeugmacher die kompletten Spritzgusswerkzeuge in dem Projekt, in dem ich arbeite für uns machen werden. Ich war nun schon ziemlich oft im schönen Torino, und in Piermonte, und muss sagen: Ausser gutem Essen, schöner Landschaft und netten leuten auch noch: Top arbeit.

Klar ist: Sie nehmen es gelassen. Man geht zum Mittag, trinkt einen schoppen, geht gemütlich wieer zurrück. ABer alle zusammen. wirklich nett.

Einiges in der ausführung sehen sie nicht so eng wie wir, aber ein Hinweis reicht, und mit einer genauigkeit (z.Tbesser als bei uns)wird der misstand beseitigt.

Bei den Franzosen sieht es da schon ganz anders aus. Wenn man denen was sagt, sagen sie ja, und diskutieren nicht so viel, drehen sich um und denken: Kannst mich mal. Bei den Ital. bracuht man nix schriftlich. Sie sagen dir ins gesicht, das ise es nicht machen, wenn du sie dann sowiet hast, das sie ja sagen tun sie es.

Apropos Krise:

kann man dann noch einen Opel kaufen? Eigentlich auch nicht. VW macht auch krisenbeding und geschickt getarn im Januar 2 volle Wochen zu. Wir sind als zulieferer betroffen. der Golf 4 hat einen rückgang von 40%, schon das ganze Jahr. Der spass ist bei uns auch schon lange vorbei.

Nun kriselt auch noch Renault, die Zahlen gehen so dramatisch zurrück, das es einem Angst und Bange werden kann. Unsere Franz. Werke schwenken schon die weissen fahnen, und schreien nach Geld, da sie unter Budget laufen.

Bei Audi wird die Produktion des A2 eingestellt, Mercedes hat die Produktion des Vaneo drastisch gedrosselt usw.

Also alles in allem: Die zeichen stehen auf: KRISE im Automotive Bereich.

Marcus

Rolf42
18.10.2002, 08:41
Hi,

kaufen ! Dann haste wenigstens noch einen Alfa, bevor die Bude zugemacht wird. Aber mal im Ernst: z.Zt. kriselt es überall, sicher ist es nirgendwo, außer in der Beerdigungsbranche. Wenn man sich darüber eine Kopf macht, dann darf man nichts mehr machen: kein Haus Bauen, keine Kredite aufnehmen, keine Aktien kaufen, kein Geld ausgeben. Und wenn das dann alle so machen, dann geht es mit der Wirtschaft noch weiter bergab.

Gruß Rolf

R. Senn
18.10.2002, 09:33
@ alle
Vielen Dank für die aufmunternden Worte;)

Ich werde nun also meinen Teil dazu beitragen, die Wirtschaft wieder anzukurbeln.

Gruss René

Vaumax
18.10.2002, 18:28
Original geschrieben von engel



Nun kriselt auch noch Renault, die Zahlen gehen so dramatisch zurrück, das es einem Angst und Bange werden kann. Unsere Franz. Werke schwenken schon die weissen fahnen, und schreien nach Geld, da sie unter Budget laufen.

Marcus [/B]

Renault auch? Interessant zu wissen, ich dachte die neuen avantgardistischen Modelle sind an der Verkaufsfront wie eine Bombe eingeschlagen, aber anscheinend nicht.

Venden
18.10.2002, 18:38
Ich denke, dass einfach momentan die ganze Autobranche in der Krise steckt. Siehe Beitrag von engel.

Aber hatte Fiat nicht schon mal so eine Krise? Bevor der Punto auf den Markt kam, ging es Fiat auch nicht gut? Oder täusche ich mich!

Nach meiner Meinung hat sich Fiat selber in diese RIESEN Missere gelenkt! So ein schlechtes Marketing habe ich selten bei so einer großen Firma gesehen! Schaut euch mal die anderen Firmen an, die machen täglich mehr und mehr Werbung, nur Fiat streicht die Werbung. Außerdem könnte man Ferrari besser als Werbeträger nutzen. Wie oft müssen die Ferraris ohne Marlboro-Werbung in der Formel 1 fahren...da könnte man werbewirksamer das Fiat-Logo einbauen. An den Produkten kann es nicht liegen. Der Stilo kommt in nahezu jeden Test gut raus. Hässlich ist er auch nicht gerade und vom Preis her muss man überhaupt nicht diskutieren. Das gleiche gilt für den Punto!

Bevor die ans Verkaufen denken, sollten die ihre Werbeleute feuern und sich mal endlich wieder um gute Werbung bemühen!

33-146
18.10.2002, 21:32
Hi,

Ist die Krise nicht eine FIAT-Krise?

ALFA ist zwar eine Tochter von FIAT, was aber beim Zusammenbruch von FIAT nicht heißen würde, daß ALFA mit in den Abgrund gerissen würde.
Ich arbeite z.B. für eine Firma, deren Konzern vor etwa 3 Monaten Insolvenz angemeldet hat. Keiner unserer reichlichen Zulieferer hat auch nur einen einzigen Tag auf sein Geld warten müssen, geschweige denn wir auf unsere Gehälter.
Die restlichen Firmenanteile wurden aus der Insolvenzmasse herausgelöst und lukrativ verkauft.
Genauso würde es mit ALFA passieren. Der Insolvenzverwalter, der den Laden dichtmachen würde, hätte wohl seinen Job verfehlt.

Ich sehe also nicht das Problem, einen ALFA zu kaufen :-] ...


Grütze
von
Thomi

ron
18.10.2002, 21:51
Also so schlecht kanns Fiat garnicht gehen. Die habe bei mir in der Firma ein paar Maschinen bestellt und die sind auch nicht gerade billig.

Gruß Ron

Venden
19.10.2002, 12:23
...und verschicken Werbematerial über die Post...hab gerade im Briefkasten ein DIN A 4-Umschlag gefunden, mit Coupon für eine Probefahrt im Stilo oder Punte.

Ein wenig spät nach meiner Meinung...solche Aktionen hätten schon vor Monaten gestartet werden sollen. Spätestens als die ganzen Negativ-Schlagzeilen durch die Presse gingen, um den Schaden ein wenig aufzufangen.

Wie ich schon in einem Beitrag davor geschrieben habe: die ganze Marketing-Abteilung hat einiges verschlafen!!! Egal ob Deutschland oder in Italien!

KlausP
19.10.2002, 14:40
Original geschrieben von Vaumax

Renault auch? Interessant zu wissen, ich dachte die neuen avantgardistischen Modelle sind an der Verkaufsfront wie eine Bombe eingeschlagen, aber anscheinend nicht.
Hi Jürgen,
Du weisst ich bin Insider:
Renault war schon mal in den Achtzigern dermaßen was von Pleite. Für das damalige Regierungs-Unternehmen sind alle tief-roten Zahlen per Order of Mufti staatlich geschwärzt worden. Die Autos wurden erst viel später besser. (Doch wirklich!)
Die neuen Avangard-Mobile verkaufen sich zumindest in Germanien äusserst zäh. Bin gespannt wie sich der neue Megane (schaut aus wie ein Schrumpf-Avantime!) positioniert.

Ciao, Klaus

P.S. viel Spass morgen mit dem neuen Spider.....
Beim nächsten mal bin ich dann dabei, warn schon mal die Anderen!

KlausP
19.10.2002, 14:42
schon wieder zweimal....
was iss los, Andre hilf!!

Visconti
19.10.2002, 16:54
Original geschrieben von Venden

Nach meiner Meinung hat sich Fiat selber in diese RIESEN Missere gelenkt! So ein schlechtes Marketing habe ich selten bei so einer großen Firma gesehen!
Wie wahr! Es ist dem Fiat-Konzern nie gelungen, einen anhaltenden Image-Transfer seiner Premium-Marken auf die Masse zu übertragen. Dabei braucht man gar nicht unbedingt Ferrari als Zugpferd nennen; auch Maserati und Alfa sind durchweg Prestige-Objekte. Aber anstatt dass dieser Bonus der Volumenmarke Fiat zugute gekommen wäre, verblasste der Glanz der großen Namen durch das Prädikat "Im Fiat-Konzern" zunehmend. Hier wurde klar auf der ganzen Linie versagt.
Ferner wurden in der Modellpolitik grobe Schnitzer gemacht. Der Multipla -als Kleinserie angedacht, deshalb das polarisierende Design- schafft keine großen Stückzahlen. Hier hat man die ganze Fahrzeugkategorie der Mini-Vans total falsch eingeschätzt. Opel beispielsweise fährt mit dem Zafira erhebliche Erfolge ein. Ein solches Auto soll im Fiat-Konzern 2004 erscheinen -indes viel zu spät! Weiter ist man in der Mittelklasse gar nicht mehr präsent. Da man nicht in der Lage war, die Marke Fiat neben Alfa und Lancia richtig einzuordnen, hat man wohl auf einen Mittelklasse-Wagen gleich ganz verzichtet. Als Alibi gab es dann den Marea Weekend mit 130 JTD-PS.
Alles in allem war das wohl ein bisschen zu viel. Nun ist die Not groß...

Gruß
Jan

Holly
22.10.2002, 07:38
Hallo Rene,

natürlich kann man einen Alfa kaufen. Aber die FIAT-Krise ist ja
nicht erst seit diesem Jahr akut, sondern Sie gärt schon länger.

Und Sie deutlich spürbar, auch und gerade bei Alfa!

Alfa hat im Vergleich zu den anderen Marken (und ich nenne jetzt
nur die Marken, mit denen sich Alfa vergleichen möchte) wie BMW,
Audi, Mercedes etc. einen erheblichen Rückstand.

Die Themen die ich jetzt anspreche sind meine Erfahrungen:
1. Schlechtere Werkstätten und vollkommen überlastete Meister
2. Schlechtere Ersatzteilversorgung
3. Teilweise sind die Händlerbetriebe auf den Stand der
späten 70 Jahre stehen geblieben
4. Eingeschränkte Produktvielfalt bzw. sehr sehr schleppende
Einführung von neuen Motoren und Getriebekomponenten
5. Sie müssen bei den Fahrzeugen wegen FIAT Kompromisse
machen, die einfach nicht zu einer Premiummarke passen

Die Jungs/Mädels in Milano machen auch unter diesen Umständen
einen sehr guten Job, aber ich darf gar nicht daran denken,
welche tollen Auos Sie entwickeln und produzieren würden,
wenn Sie z.B. das Budget von BMW&Co hätten!!

Holly;)

Venden
22.10.2002, 17:38
Das Budget ist da...anstatt das Geld in die Formel 1...Ferrari...zu pumpen, einfach auf Alfa-Konto überweisen.

Für nächstes Jahr bräuchte ja eigentlichlich Ferrari nur noch Mindestausgaben. Das jetzige Auto sollte auch nächstes Jahr konkurrenzfähig bleiben, und mit dem übrigen Geld könnte man den Alfa Brera auf den Markt bringe, Fiat ein wenig unter den Armen greifen usw...

33-146
23.10.2002, 13:20
Hi,

und mit dem übrigen Geld könnte man den Alfa Brera auf den Markt bringe, Fiat ein wenig unter den Armen greifen usw...

Mit 10 oder 15 Millionen Euros vielleicht?
Bei Verlusten in Höhe von 1,5 Milliarden Euros wäre das wohl nur lächerlich.
Ferrari kann nur über Imagegewinn für den FIAT-Konzern etwas tun, für Finanzspritzen ist der Laden nun wirklich zu klein.
Würde Ferrari sich in der F1 finanziell stark einschränken, bestünde die Gefahr, daß dieses positive Image auch noch verloren geht.


Grütze
von
Thomi

Venden
24.10.2002, 00:40
Ciao Thomi,
Original geschrieben von 33-146
...Mit 10 oder 15 Millionen Euros vielleicht?...
...da liegst du aber ganz schön falsch. Vielleicht täusche ich mich auch, aber soweit ich weiß hat das Projekt Ferrari Formel 1 ein Budget von ca. 250 Mio €uro. Nicht gerade wenig, oder??? Schon alleine Mr. Schumacher belastet die Fiat-Kasse mit ca. 20 Mio €uro!!! Denke schon alleine das Gehalt von Schumi -seit Start bei Ferrari bis heute- würde reichen um ein Großteil einer Neuentwicklung zu decken!

33-146
24.10.2002, 16:01
Hi,

1. Sind die 250 Mio. Euro über mehrere Jahre gerechnet.
Den höchsten Jahresetat hat Toyota in der F1 mit 67 Mio $ (oder € - ist ja fast egal)

2. Wenn man denn meint, ohne Herrn Schumacher auskommen zu können, kann man ja diese 20 Mio. sparen und einen anderen Herren für Lau in die rote Kiste setzen :-] ...
Und 20 Mio. Euro für eine Neuentwicklung?
Davon kann man nicht einmal die Entwicklung der Fertigungswerkzeuge eines neuen Großserienmodells bezahlen - geschweige denn eine ganze Fahrzeugentwicklung...

3. Geld einzusparen ist nicht so einfach, denn ein Vorsprung kann innerhalb einer Saison ganz schnell in's Hintertreffen führen, wie man es vor drei Jahren bei Williams gesehen hat...

4. Das FERRARI-Image ist das einzige positive echte Premiummarkenimage, das FIAT hat.
Sollte man das auf's Spiel setzen?


Grütze
von
Thomi