1. ruckeln nach dem Kaltstart im Leerlauf und mit Aussetzern bei ca. 1750Giri (3.Gang ca. 50km/h)
2. sporadische schlechte Gasannahme im unteren Drehzahlbereich, ich konnte manchmal bis 5 zählen bis das Sportgerät richtig losging. (warmer Motor)
3. fahren mit gleichbleibender Geschwindigkeit ca. 80km/h im 6.Gang - plötzliches ruckeln
4. AGR Ventil schon nach 2000km (incl. 800km mit Wohnwagen über die Schweizer Alpen) zu
5. Drosselklappe zu
6. nach Kaltstart kein erhöhter Leerlauf, bei zuschalten der Klima ein absacken der Leerlaufdrehzahl bis zum unrunden Lauf, keine Regelung des Leerlaufes spürbar. Erst bei Temp unter 0Grad war eine erhöhte Leerlaufdrehzahl zu verzeichnen
So wie ich schon einige Male hier im Forum betont habe, auch bei mir wurden 9Monate lang nur Symptombekämpfung betrieben.
Meine Vermutung, das der vermehrte Russausstoss das AGR zustopft, das ruckeln verkokte Ventile sein können und das faule Ansprechverhalten in dem unteren Drehzahlbereichen auf unsauber Verbrennung zurückzuführen ist - hat sich bestätigt.
Nachdem auf zwei Zylindern Druckunterschiede zwischen Minimum und Maximum von 5 Bar gemessen wurden, wurde der Stelle des Druckverlustes nachgegangen. Hierbei wurde festgestellt, dass einiges über die Auslassventile, aber auch einiges nach unten Richtung Kurbelgehäuse abpfiff.
Nachdem der Kopf runter war, hatte man total verkokte Auslassventile festgestellt und die Brennräume des 1. und 3.Zylinders sahen nicht so dolle aus. Dann wurden die Laufbuchsen vermessen und siehe da
3. Zylinder an der Toleranzgrenze
1. Zylinder ausserhalb der Toleranz - konisch (unten schmal, oben zu weit)
2. und 4.Zylinder ok.
Ergebnis:
unsaubere Verbennung durch mangelnde Kompression, verkoken der Auslassventile und verstopfen des AGR, Drosselklappe also der kompletten Ansaugbrücke.
TESEO musste sich ziemlich lang machen und man hat mir die zu lange anhaltende Symptombekämpfung letztendlich eingestanden. Bei Erstmeldung hatte die Maschine ca. 20tkm drauf, letztentlich habe ich nun bei 43Tkm einen nagelneuen, aus Italien gelieferten Motor bekommen. Wenn ich diesen nicht selber in der Kiste gesehen hätte, würde ich es garnicht glauben wollen.
Da es aber nachweisslich ein Produktionsfehler war, hat man sich auch von Seiten Alfa es sich nicht nehmen lassen einen ganz neuen motor zu spendieren. Der alte ist auch nicht reparabel, da es selbst mit einem Übermaß nix mehr wird.
Ich muss meiner Werke danken, dass dies alles zu meiner Zufriedenheit gemacht wurde. Letzendlich waren Sie es auch gewesen, die mit mir von Anfang an auch einer Meinung waren, sich jedoch lt. Service-Vertrag an die üblichen Gepflogenheiten zu halten hatten. Es wurde sauber gearbeitet, anschliessend geprüft und man mich immer auf dem Laufendem gehalten.
Ich bin mit dem neuen Motor erst 700km gefahren (1Woche), er geht noch sehr straff. Allerdings ist die Gasannahme "untenrum" schon eine ganz andere - viel besser.

Und ich kann nach dem Kaltstart ein 1EUR-Stück aufs Dach stellen, es fällt nicht um.
O-Ton: Der gleiche Motor wird nicht nur in FIAT und Lancia verbaut, sondern ist im VECTRA und INSIGIA verbaut... man hat noch bei keinem diesen Kompressionsverlust festgestellt.
Ich möchte aber hier betonen, dass es nun nicht bei jedem der hier so sein Leid zum o.g. Problem klagt, das gleiche Problem sein muss. Nicht das nun jeder gleich in seine Werke rennt, und einen neuen Motor haben möchte.
Es soll einfach auch mal gezeigt werden, dass es auch bei AR möglich ist einem Problem tatsächlich auf den Grund zu gehen und auch zur Kundenzufriedenheit abzustellen bzw. zu lösen.