Danke für die zahlreiche Zustimmung und Ablehnung meiner Beobachtungen!
Bin froh einen eigenen Thread zum Thema eröffnet zu haben, ansonsten würde das ganze auf Grund der vielfältigen Meinungen unlesbar und unbeantwortbar.

Oder sitzt jemand den ganzen Tag am PC und postet seine Meinung?

Versuche die Antworten jetzt kurz zusammenzufassen.
Wer hat denn die Klasseneinteilungen ursprünglich geschaffen? Die Italiener?

nein!
Die deutschen Marken haben diese Begriffe geprägt um den Kunden ein System zur leichteren Orientierung vorzugeben. Der eine verdient wenig Geld, der darf den Skoda nehmen, der andere ist zu Nobel um einen schnöden Golf od. Passat zu fahren, also darf er um wesentlich mehr Geld den A6/5er kaufen. Das ganze lässt zudem für den Kunden den Umkehrschluss zu, wenn er einen A6/5er fährt dann wird er als Besserverdiener angesehen. (nur als Beispiel)
So kann man die vorhandenen starken Statusneurosen der Menschen am besten nützen und gutes Geld damit machen.
Die Deffinition der Fahrzeugklassen geht heute also nicht mehr nur über die echten Eigenschaften der Fahrzeuge selbst, sondern über die finanziellen und statusmäßigen Wünsche des Kunden. Schlau was?
So kann man den nächsten Schritt wagen und dem Kunden billige Grundkonstruktionen mit optischen Highlites der Materialien im Innenraum verkaufen, weil sie ins Gehalt´s und Statusschema des Kunden passen und nicht mehr technisch u. kostenmässig begründet sein müssen.
Dass im Detail, beim Fahrgefühl und bei der Anmutung mehr beim teureren Fahrzeug drinnen sein muß ist logisch und nachvollziehbar, ob dies allerdings den satten Mehrpreis rechtfertigt, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Daß ein Golf und A3 eine bescheidenere Grundkonstruktion besitzen wird zwar von vielen vehement bestritten, aber warum haben sie z.B. dann keine Vierlenkervorderachse wie sie der A4, Passat und A6 etc. besitzen?
Es geht aber nicht nur um die Radaufhängungen oder die Fahrzeuggrösse allein, sondern auch um den gesamten Aufwand/Qualitätsstufe der betrieben wird um sie in Kategorien einzuteilen.
Die berechtigte Frage ist nun, wie die Hersteller anderer Länder mit dieser Situation umgehen?
Die in fixen Kategorien denkenden Kunden müssen nun bestmöglich mit der eigenen technischen Begebenheit zufrieden gestellt werden.

Wie geht das nun?
Einige Hersteller haben sich bei ihren Neuentwicklungen an die vorgegebenen deutschen Klassen angepasst und nehmen den imagemäßigen schwarzen Peter (als Nachahmer und als preisgünstigere Alternative) in Kauf.
Darauf haben sich die Schreiberlinge auch sofort spezialisiert und lassen keine Gelegenheit aus, um eine Neuerscheinung sofort verbal als "Gegner" für ein deutsches Produkt antreten zu lassen.
Oder die Hersteller deffinieren für sich eigene Klassen (die natürlich auch technisch bedingt gestaltet sind) um sich aus dieser Umklammerung zu befreien.
Dieser Weg hat natürlich den Nachteil daß beim Klassendenken sehr großes Unverständnis entstehen kann! (Die Gewichtsdiskussionen kennen wir ja schon!)
Diesen Weg sehe ich trotzdem als sinnvolleren und Zukunftsweisenderen an. (Die Steigerungsraten aus dem Jahr 2006 und 2007 zeigen es uns schon.)
Das Resumee aus der Geschichte: Wenn sich jemand vom vorgegebenen Klassendenken nicht trennen kann oder will, dann soll er gleich zum deutschen "Premiumprodukt" greifen daß ihn als einziges glücklich machen kann.
Andere finden vielleicht ihren eigenen Weg und suchen sich das Produkt das ihnen persönlich am besten gefällt und entspricht. Wenn ich das gefunden habe, ist es mir völlig egal welche Eigenschaften das Konkurrenzprodukt hat.
Bei mir folgt deshalb auf den Alfa wieder ein Alfa, (159SW) mit dem ich den A6 Piloten die gerade wieder so zahlreich im Notprogramm unterwegs sind die

zeige!
Ha ha
Lg Eduardoalfa