Zitat:
Zitat von rudi
Das mit dem zuerst Geldverdienen und dann "richtige Alfas" bauen, sagen die nun seit nun mindestens 20 Jahren. Der 156 und auch der 147 waren ja so 2-3Jahre nach der Einführung recht erfolgreich. Und was ist gekommen?
Der Glaube, dass sich da irgendwas ändert, mag sich nicht mehr so recht einstellen.
Aber was soll es, gibt ja genügend anderes auf dem Markt.
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Ich würde Dir zustimmen, hätten sich die globalen Verhältnisse beim Automobilabsatz in den letzten 5 bis 10 Jahren nicht grundlegend geändert. Viele sehen den deutschsprachigen Absatzmarkt noch immer als Nabel der Automobilwelt, verkennen dabei aber vollkommen, dass dieser Markt zunehmend an Bedeutung verliert und die Autobauer inzwischen ihre Modellpolitik auf neue Märkte ausrichten (müssen). Beispiel Fiat: Laut KBA wurden in Deutschland im März 2008 ca. 10.000 Fahrzeuge aus dem Fiat-Konzern neu zugelassen. In Brasilien setzte Fiat im gleichen Zeitraum etwa 50.000 Fahrzeuge ab und während die westeuropäischen Automärkte stagnieren oder gar schrumpfen wachsen die neuen Märkte in Lateinamerika, Russland, Indien und China sehr schnell. BTW: Wichtigster Absatzmarkt der Marke VW? Na klar, natürlich nicht Deutschland, sondern die VR China. Es ist daher nur konsequent, wenn sich die Autobauer auf die geänderten Bedingungen einstellen. Wer meint sich allein auf High-Tech für die Märkte in Westeuropa, Nordamerika und ein paar reiche Öl- & Industriestaaten langfristig verlassen zu können, wird wohl Schiffbruch erleiden. Fehlt es zudem noch an einem dicken Liquiditätspolster (Fiat), sollten Experimente tunlichst unterlassen werden. Auf den Punkt gebracht: Das Geld ist weitaus besser in Modelle für Wachstumsmärkte, als in aufwendig engineerte Fahrzeuge für die klassischen Absatzmärkte investiert.
ciao,
Bernd