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Zitat von Martin
Fest steht: Unter der Leitung des Centro Stile Alfa Romeo wurde ein zweisitziger Sportwagen konzipiert, der – wie alle Spider der letzten fünf Jahrzehnte – zur Design-Ikone avancieren wird. Text und Bild: Alfa Romeo Presse
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... fällt mir echt schwer, Galle über italienisches? Design zu schütten, aber hier ist Wunsch Vater des Gedankens gewesen.
Eine Kilo-Packung Weizenmehl hat mehr Standing, Spannung, Eleganz. Dieser Wagen hat überhaupt keine Merkmale, die es erlauben würden, von Design zu sprechen. Die Front will beeindrucken und auf einen ersten Blick gelingt es auch. Auf den zweiten Blick aber, und erst recht mit der Zeit, offenbart sich eine konstruierte Leere.
Diese Front ist für mich kein Design, sondern allenfalls ein grafisches Konstrukt. Hier hat jemand nach Zahlen gezeichnet, nicht komponiert, nicht moduliert. Die ganze Volumenentfaltung ist formlos, und so ist auch der Nachgeschmack: Man fühlt sich nicht richtig angesprochen. Von vorne über die Seite bis hinten. Da wird weder etwas gehalten noch geführt. Wie bei einem Erlkönig, hat man das Bedürfnis, der Kiste die Maske abnehmen zu müssen, um darunter das Juwel zu entdecken.
Aber wie bei Paris Hilton gibt es wenig zu entdecken und die Spritztour endet ohne Herzschmerz.
Die Stärke guten Designs beim Auto ist die Balance zwischen Bodenhaftung und Erhabenheit. Der Auftritt der Neuen vermittelt keine dynamische Wucht und Eleganz, sondern nur Schwere. Selbst Alfa 6 oder 90 schienen mehr auf dem Sprung zu sein.
Die Frage bleibt, wie hier jemand auf die Idee kommt, dieses tapfere Entlein in einen historischen Kontext zu stellen. Es gibt z. Z. keinen Grund für die Protagonisten bei Alfa, sich in das warme und strahlende Licht früherer Arbeit und Kunst zu stellen.
Grüße
Ma.