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Alt 14.11.2006, 14:41
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Alfa Romeo: Spider 2.0 Bj.1991; 156 SW 1,9 jtd 16v Bj.2005
Alfa GT Q2 - Alfa 147 Q2

Alfa Romeo präsentiert das Vorderachs-Sperrdifferential „Q2“, das die Vorzüge des Frontantriebs in punkto aktive Sicherheit beibehält und zugleich Fahrvergnügen und Fahrzeugkontrolle steigert. Das innovative System sichert einige typische Vorteile des Allradantriebs zu, allerdings mit einer deutlichen Gewichtsreduzierung und auf einem niedrigeren Kostenniveau.
Das System ist nur für den Alfa GT und den Alfa 147 in der 150 PS starken Motorversion JTDM erhältlich und wird später auch für andere Modelle aus dem Alfa Romeo Programm angeboten werden. Diese Technik trägt dem aktuellen „State of the Art“ der Turbodieselmotoren Rechnung, die seit dem Jahr 1997, in dem der Alfa 156 JTD debütierte (das erste Automobil der Welt mit Common-Rail-Motor), auch bei den Kompaktmodellen einen erheblichen Zuwachs an Drehmoment erfahren haben. Alfa Romeo entwickelte daher das hochmoderne System „Q2“, um in allen Fahrsituationen ein Höchstmaß an Kontrolle und Traktion zu gewährleisten.
Neben dem neuen Antriebsstrang ist der Alfa 147 „Q2“ äußerlich an einigen überarbeiteten Stildetails erkennbar: Lufteinlass-Zierleisten, Kühlergrill und Außenspiegelkappen mit Matt-Finish, spezifische 17-Zoll-Felgen aus Alu-Legierung, Heckspoiler, Chromauspuff, Fahrwerkstieferlegung sowie der Namenszug „Q2“ am Heck. Im Interieur dieser Version herrscht sportliches Flair: Instrumente mit rotem Skalenuntergrund und weißer Beleuchtung, Lenkrad sowie Schalthebel- und Handbremsenknauf in Leder mit roten Steppnähten, Schalthebel- und Handbremsenmanschette sowie Einlagen am Lenkrad und an der Mittelkonsole in Anthrazitgrau, spezifische Einstiegsleiste mit Logo „Q2“ und Alu-Pedale. Abgerundet wird die Ausstattung des Alfa 147 „Q2“ mit den Radiobedientasten am Lenkrad, dem Cruise Control, der VDC, sechs Airbags und der HiFi-Anlage von Bose®.
Der Alfa GT in der Sonderversion „Q2“ ist durch 18-Zoll-Spezialfelgen, einen verchromten Doppelauspuff, Kühlerverkleidung, Lufteinlass-Zierleisten und Außenspiegelkappen mit Matt-Finish, Fahrwerkstieferlegung und den „Q2“ Namenszug an der Heckklappe gekennzeichnet.
Das Interieur verleiht dem sportlichen Charakter dieser Version noch mehr Nachdruck: In der Farbe Rot unterlegte Instrumente mit weißer Beleuchtung, Sitze in rot abgestepptem schwarzem Leder mit Alfa Romeo Logo, Lenkrad sowie Schalthebel- und Handbremsenknauf ebenfalls in schwarzem Leder mit roten Steppnähten, spezifische Einstiegsleiste mit Logo „Q2“, Einlagen an der Mittelkonsole in Anthrazitgrau und Alu-Pedale. Außerdem serienmäßig: Radio-Bedientasten am Lenkrad, Stereo-Radio mit CD- und MP3-Player sowie HiFi-Anlage von Bose® mit Subwoofer.
Mit der Einführung der Sonderversion „Q2“ erfahren die Modellfamilien Alfa 147 und Alfa GT eine Erweiterung. Diese Modelle fanden sowohl in der Öffentlichkeit als auch bei der Kritik einen großen Zuspruch und konnten die vorgegebenen Zielstellungen nicht nur erreichen, sondern sogar über alle Erwartungen hinaus übertreffen. In den nahezu drei Jahren seit seiner Markteinführung hat der Alfa GT europaweit mehr als 55.000 Käufer gefunden, was beweist, dass sich das Modell in einem hart umkämpften Marktsegment einen beachtlichen Anteil erobern konnte.
Gleiches gilt auch für den Alfa 147, für den sich seit dem Jahr 2000 mehr als 500.000 Autofahrer in ganz Europa entschieden. Und selbstverständlich dürfen auch die Lobe der Fachpresse nicht vergessen werden, die den beiden Modellen bis heute ganze 32 Preise und damit die Fähigkeit zuerkannte, ein neues Sportwagenkonzept zu vertreten, in das Eleganz, Komfort, Sicherheit und Spitzentechnologie einfließen. Zu den Kritikerpreisen zählen: „Auto des Jahres 2001“, „Goldenes Lenkrad“, „Trophées du design 2000“ und „Auto Importado del Año en Brasil 2002“. Unter den Leserpreisen seien „Auto Europa” im Jahr 2001 und „Mein Lieblingsauto“ im Jahr 2001, 2003, 2004 und 2005 genannt.
Der Alfa 147 und der Alfa GT konnten, wie gesagt, ihr Versprechen einlösen und ihre Zielvorgaben erreichen. Das Verdienst geht zweifellos an die Grundkonzepte der beiden Modelle, beginnend beim typisch italienischen Design über die ausgereifte Antriebstechnik bis hin zu der großen Auswahl an Motoren und Getrieben, die stets mit Neuheiten bereichert und aktualisiert wurde und das Interesse seitens der Öffentlichkeit unverändert anhalten ließ. Diesem Rezept folgt nun auch die Version „Q2“.



Die Funktionsweise des Systems Alfa „Q2“

Das System „Q2“ basiert auf einem Differential mit Schlupfbegrenzung vom Typ eines mechanischen Torsen-Differentials. Es hat die Aufgabe, das Antriebsmoment in Abhängigkeit von den Fahrbedingungen und dem Fahruntergrund dynamisch und kontinuierlich auf die vorderen Antriebsräder zu verteilen. In Kombination mit der exklusiven Doppelquerlenker-Vorderachse gestattet das System eine besonders effektive Fahrwerksauslegung.
Alfa Romeo ging von der großen Beliebtheit aus, den der Frontantrieb unter der Klientel genießt (nicht rein zufällig wird diese Antriebsart von den meisten Automobilherstellern gewählt). Es sei nur darauf hingewiesen, dass, abgesehen von den generellen Vorteilen dieses Systems (Gewicht, Platzangebot im Innenraum etc.), der Fahrer in Grenzsituationen aufgrund des untersteuernden Verhaltens des Frontantriebs auf viel intuitivere Weise auf die Fahrzeugbeanspruchungen reagieren kann. Daraus ergibt sich der Eindruck, dass der Frontantrieb ein „aufrichtigeres“ Verhalten zeigt als der Heckantrieb.
Um diese Vorteile noch stärker zu betonen, hat Alfa Romeo das System „Q2“ entwickelt, das sich alle Vorteile des Frontantriebs zueigen macht und die Spurtreue, die Traktion und die Stabilität im Schiebebetrieb steigert und zugleich das untersteuernde Verhalten bei Beschleunigung, das Ansprechen der elektronischen Kontrollsysteme und die Lenkradvibrationen eindämmt.
Nachstehend sollen anhand von zwei praktischen Beispielen die technischen Potentialitäten des Systems „Q2“ verdeutlicht werden.


Fallbeispiel Nr. 1: Fahrzeug bei Kurvenfahrt

Beim Durchfahren einer Kurve unter schlechten Haftbedingungen (nasse Fahrbahn, Schnee, Schlamm etc.) oder bei sehr sportlicher Fahrweise, entsteht häufig ein Haftverlust des innenseitigen Rades. Wenn die verminderte Belastung der Radaufhängung infolge der Verlagerung der Seitenlast bewirkt, dass sich das auf den Fahrbahnuntergrund übertragene Antriebsmoment am kurveninnenseitigen Rad verringert, überträgt das traditionelle Differential (das auf beide Räder das gleiche Antriebsmoment überträgt) auf das außenseitige Rad ein gleich hohes Antriebsmoment, das für eine gute Traktion unzureichend ist.
In einer solchen Situation könnten je nach Fahrzeugausstattung zwei unterschiedliche Reaktionen vorliegen. An einem Modell ohne ASR – VDC wird ein Durchdrehen des innenseitigen Rades, ein Verlust der Fahrzeugkontrolle (starkes Untersteuern) und das Fehlen von Beschleunigung bei Kurvenaustritt wahrgenommen. Wenn das Fahrzeug hingegen mit ASR – VDC ausgestattet ist, setzen die Fahrassistenzsysteme über das Drosselventil die Motorleistung herab und machen sie durch die Wirkung auf das Bremssystem die Leistungsregelung über das Gaspedal praktisch unmöglich, was ein unangenehmes Gefühl von Leistungsverlust erzeugt.
In beiden Fällen besteht der Eindruck des „Stillstandes“ bei Kurvenaustritt.

• Fahrzeugverhalten mit dem „Q2“
Sobald das kurveninnere Rad an Grip verliert, wird das Antriebsmoment teilweise auf das kurvenäußere Rad übertragen, was das untersteuernde Verhalten eingrenzt und eine größere Stabilität und höhere Kurvengeschwindigkeit gewährt.
Die größere Effizienz des Systems „Q2“ verzögert den Eingriff der Fahrassistenzsysteme, was eine bessere Traktion bei Kurvenaustritt garantiert. Dieser Vorgang begünstigt deutlich das Fahrvergnügen und die vollständige Fahrzeugkontrolle.


Fallbeispiel Nr. 2: Fahrbahn mit schlechtem Grip

Beim Fahren auf wenig griffigem Fahruntergrund geschieht es häufig, dass die Antriebsräder unterschiedliche Haftbedingungen haben. So zum Beispiel könnten die Räder bei Nässe oder Schnee einen unterschiedlichen Grip aufweisen.
Unter diesen Bedingungen kann das Anfahren oder eine starke Beschleunigung das Durchdrehen des schlechter greifenden Rades zur Folge haben, was starke Lenkreaktionen, eine ungleichmäßige Beschleunigung und die ständige Notwendigkeit von Lenkkorrekturen bewirkt, um das Fahrzeug in der Spur zu halten.

• Fahrzeugverhalten mit dem „Q2“
Den negativen Auswirkungen wird durch die progressive Antriebsmomentübertragung auf das Rad entgegengewirkt, das einen größeren Reibungswiderstand aufweist. Damit wird zum Beispiel das Anfahren auf einer Steigung vereinfacht und das Fahren auf Straßen mit wechselnden Haftbedingungen sicherer und komfortabler gestaltet.


Text und Bild: Alfa Romeo Presse
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