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Zitat von l.otti
habe das Heft "Auto Strada" bislang erst einmal am Kiosk gesehen und zunächst wohl eher für einen anerkennenswerten sowie liebenswürdigen Versuch z.B. unverbesserlicher Altalfisti gehalten. Jetzt gibts sogar ein 2. Heft, hätte ich nicht erwartet.
Mo-Webshop - mA
Kennt jemand diesen Verlag bzw. evtl. die Hintergründe dieser Herausgeber, kommt irgendwie ein bischen hobbymäßig rüber  ... mo- web.de ist ja zunächst einmal für eine professionelle Verlagsadresse ziemlich "ungewöhnlich" und die anderen Verlagsprodukte haben wohl eher mit Moppeds und anderen Nischenhobbys zu tun.
Bin mal gespannt wie lange sich so ein Nischenprodukt wie die Auto-Strada halten wird, oder ist heutzutage die Zeitschriftenproduktion - dank online-print & publish vom Sofa aus - so billig geworden, dass man sowas auch in Miniauflagen rentabel praktizieren kann?
l.otti
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...betriebswirtschaftlich geht das nur, weil das Ding keine Deckungsbeiträge erwirtschaften muss. Das werden die anderen Titel im Verlag machen. Ist ja auch okay, neue Objekte brauchen Zeit (sollte das Magazin nicht ursprünglich zweimonatlich erscheinen? Jetzt zumindest dreimonatlich).
Finde den Copypreis zu niedrig und zu große Hofberichterstattung, um sich am Markt wirklich zu behaupten. Deswegen gebe ich Auto Strada in der bisherigen Form keine große Perspektive. Spätestens, wenn die Macher sich dort drei, vier Ausgaben ausgetobt haben und ihre persönlichen Hobbythemen abgearbeitet haben, wird die Frage sein, was man neben persönlichem Lustgewinn mit dem Objekt erreichen will.
Verkaufte Auflage nennen sie keine in den Mediadaten, wenn es die 35.000 sind, die "Italiens schönste Klassiker" vermeintlich verkauft, wäre das viel (Motor Klassik hat 80.000). Glaube, es sind eher weniger, sagen wir mal höchstens 20.000. Dafür musst du aber um die 60.000 drucken, bei einer Remittendenquote von 2/3. Da sie keine Anzeigen haben, bleiben ca. 45.000,- Erlöse für Druck und Redaktion. Damit ist klar, dass es eben nur Pressefotos oder Stories wie der IAA-Besuch sein können (viel Masse an einem Ort, kann man billig produzieren).
Interessant finde ich den Ansatz, neu und alt zu kombinieren. Vielleicht können sie damit Leser und Kunden finden ("Oh...schau mal...die Marke meines Eco-Mito hat früher mal sauschnelle Autos gebaut"), für Fiat die Chance, ein wenig Traditionspflege zu betreiben. Ich würde aber, an deren Stelle, lieber mal den Finger in die Wunde legen, was Kritisches schreiben, dann werden sie bei Fiat eher ernst genommen als als Jubelperser. Deren Kommunikationsabteilung denkt doch, sie können die mit der Zurverfügungstellung eines Pressefahrzeugs zum Orgasmus bringen.
So eine Story "Wie Fiat Lancia runtergewirtschaftet hat" würde ich z.B. bringen.
Und der Leser honoriert das über kurz oder lang auch (Bin mal gespannt, wie oft man in den nächsten Ausgaben wieder vom AH Zeisberg und seinen Produkten lesen wird).
Grüße
J.V.